Lieber Johannes,
avijja ist ein breites Feld aber auch klar definiert z.B. in M9 Das
Ende von avijja beginnt mit dem Pfadeintritt.
Was ist nun das Nicht-Wissen, was ist der Ursprung des Nicht-Wissens,
was ist die Auflösung des Nicht-Wissens, was ist der zur Auflösung des
Nicht-Wissens führende Weg? Das Leiden nicht verstehen, die
Leidensentwicklung nicht verstehen, die Leidenserlöschung nicht
verstehen, den zur Leidenserlöschung führenden Weg nicht verstehen,
das nennt man Nicht-Wissen. Die Entwicklung der Einflüsse bedingt
zugleich auch die Entwicklung des Nicht-Wissens; hören die Einflüsse
auf, hört auch das Nicht-Wissen auf.
Der Pfadeintritt ist nur mit rechter Ansicht zu erreichen.:
„Wenn Freunde, ein edler Anhänger das Unheilsame und die Wurzel des
Unheilsamen, das Heilsame und die Wurzel des Heilsamen versteht, ist
er insofern einer mit rechter Anschauung, einer, dessen Ansicht gerade
ausgerichtet ist, einer, der vollkommenes Vertrauen in das Dhamma hat
und der bei diesem wahren Dhamma angekommen ist.
Und was ist nun das Unheilsame, was ist die Wurzel des Unheilsamen,
was ist das Heilsame, was ist die Wurzel des Heilsamen?
Lebende Wesen zu töten ist unheilsam.
Nehmen, was nicht gegeben ist, ist unheilsam.
Fehlverhalten bei sinnlichen Freuden ist unheilsam.
Falsche Rede ist unheilsam.
Boshafte Rede ist unheilsam.
Grobe Rede ist unheilsam.
Geschwätz ist unheilsam.
Habgier ist unheilsam.
Übelwollen ist unheilsam.
Falsche Ansicht ist unheilsam.
Das nennt man das Unheilsame.
Und was ist die Wurzel des Unheilsamen?
Gier ist eine Wurzel des Unheilsamen,
Haß ist eine Wurzel des Unheilsamen,
Verblendung ist eine Wurzel des Unheilsamen.
Das nennt man die Wurzel des Unheilsamen.
Vorrangig ür die Praxis ist dieser Satz: A X, 61-62: Die ernährnde
Bedingung für avijja sind die fünf Hemmungen.
Auch Vedana ist klar definiert: M 44
„Und wie erklärt man, Ehrwürdige, das angenehme Gefühl, wie das
unangenehme Gefühl und wie das weder-ange¬nehme-noch-unangenehme
Gefühl?“
„Was immer, Freund Visakha, körperlich oder geistig als angenehm und
erfreulich empfunden wird, ist das angenehme Gefühl. Was immer
körperlich oder geistig als schmerzhaft und unerfreulich empfunden
wird, ist das unangenehme Gefühl. Was immer körperlich oder geistig
als weder angenehm noch unangenehm empfunden wird, ist das das weder-
angenehme-noch-unangenehme Gefühl.
Und was ist, beim angenehmen Gefühl, angenehm und was unangenehm, was
ist beim unangenehmen Gefühl unangenehm und was angenehm, und was ist
beim weder-angenehmen-noch-unangenehmen Gefühl angenehm und was ist
unangenehm?
Angenehmes Gefühl ist angenehm, wenn es anhält und unangenehm, wenn es
sich verändert. Unangenehmes Gefühl ist unangenehm, wenn es anhält und
angenehm, wenn es sich verändert. Weder-angenehmes-noch-unangenehmes
Gefühl ist angenehm, wenn man davon weiß und unangenehm, wenn man
davon nichts weiß.“
Wenn diese Stellen bei der Klärung der Fragen geholfen haben lege ich
Euch die Opanayiko Bücher ans Herz (siehe
www.dhamma-dana.de) darin
haben wir versucht derartige Fragen durch Buddha selbst beantworten zu
lassen. Ohne sich auf die Aussagen des Erhabenen zu stützen machen
Diskussionen wenig Sinn, da sie in Meinungen und Erfahrungsberichte
ausarten die ihr Gundlage worin haben .... na klar :) ...avijja.
Servus
Viriya