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Shay Silvertooth

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Jul 10, 2024, 1:22:58 PM7/10/24
to terblearnpasstan

Die Tenniswelt schwrmt von Alexander Zverev schon als kommendem Grand-Slam-Champion - doch bei den Australian Open sorgt sein lterer Bruder Mischa fr Furore. Andy Murray geschlagen und nun wartet Roger Federer im Viertelfinale - und das nach zehn Jahren Durststrecke.

Vor drei Jahren war Mischa Zverev ganz unten angekommen. Sein Handgelenk war operiert worden, sein linker Arm steckte bis ber den Ellbogen in Gips. Und seine Tenniskarriere steckte schon lange fest. In der Rangliste stand er gerade noch innerhalb der Top 200, in dieser Sphre hat das Niemandsland des Profidaseins lngst begonnen. Zverev konnte nichts machen und wusste nicht, was er tun sollte. Schlielich betreute er ein paar Juniorenspieler, die von seinen Eltern ab und zu trainiert wurden, bei Future-Turnieren.

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"Wir sind durch Kleinstdte getingelt, irgendwo in Sdtexas", erinnert sich Zverev, der in seiner Karriere schon alle Metropolen der Welt gesehen hatte, "wir wohnten in billigen Hotels und aen bei Subway. Bei solchen Turnieren gibt's ja nichts, nicht mal Verpflegung." Und in diesen trostlosen Wochen merkte Zverev, wie sehr ihm das Tennis fehlte. Wie gerne er selbst wieder spielen wollte und zwar endlich richtig.

Vor zehn Jahren galt er als eines der hoch gehandelten Talente, ein Linkshnder, der mit seinem Serve-and-Volley-Stil immer ein bisschen wie aus der Zeit gefallen zu sein schien. Doch der Hamburger mit den russischen Wurzeln konnte die Erwartungen nicht erfllen. Sein Bruder Alexander "Sascha", mit 19 Jahren heute so alt, wie er damals, hat ihn lngst berflgelt. Ein Jahrzehnt

Bei den Australian Open nun hat sich Zverev zurckgemeldet, mit 29 Jahren. Und mit einem Sieg ber den Weltranglistenersten Andy Murray, spektakulrer ging es ja kaum. Jetzt spielt Zverev gegen Roger Federer sein erstes Viertelfinale bei einem Grand Slam, und das immerhin hat sein kleiner Bruder noch nicht geschafft. Doch Alexander Zverev ist wohl der gewichtigste Grund, dass er den Neustart berhaupt noch gewagt hat.

"Mein Bruder hat immer an mich geglaubt", erzhlt Mischa Zverev, "als mein Handgelenk operiert wurde, sagte er mir: 'Du kannst es zurckschaffen, ganz sicher.'" Im Winter 2014 war der Gips dann ab und die Brder bereiteten sich in Florida gemeinsam auf die neue Saison vor. Der Familienbetrieb der Zverevs hatte sich neben den Eltern Irina und Alexander Senior, ehemaligen Tennisprofis, dabei schon um Murrays ehemaligen Fitnesstrainer Jez Green erweitert. Inzwischen gehrt mit Hugo Gravil auch ein frherer Physiotherapeut der ATP-Tour dazu. Das Umfeld war fr den aufstrebenden Teenager Alexander immer weiter professionalisiert worden, doch Mischa Zverev profitierte nun auch davon.

Und die Erfolge seines kleinen Bruders spornten ihn ungemein an. Trotz des Altersunterschieds passt kein Blatt zwischen sie, aber das Krftemessen brauchen sie einfach. "Bei uns ist jeden Tag Konkurrenzkampf", erzhlt Mischa Zverev: "Es geht immer nur darum: Wer hat mehr Frikadellen gegessen? Wer hat mehr Gewicht gehoben? Wer ist schneller gelaufen?" Der Kleine schlgt ihn inzwischen beim 140-Kilo-Stemmen, dafr luft der Groe schneller.

"Er ist zwar jnger, aber ich will ja trotzdem nicht schlechter sein", sagt Mischa Zverev und grinst. Und so fand er den Antrieb fr die mhsame Rckkehr auf die Tour, sein Ranking war mit Platz 1067 zum Saisonbeginn 2015 kaum mehr existent. Neustart von ganz unten. "Ich musste wohl erst auf dem Boden aufschlagen, um zu merken, wie viel mir Tennis bedeutet", sagt er rckblickend.

Aber er bedauert nichts, sagt Zverev. "Ich habe viel erlebt in den letzten zehn Jahren, auf dem Platz und vor allem auerhalb." Und das war ihm wichtig. Er wollte als Persnlichkeit reifen, seine Erfahrungen als junger Mensch sammeln und "nicht erst mit 35 nach der Karriere alles nachholen" mssen. "Ich habe nicht gefeiert und getrunken", wiegelt Zverev ab. Dieser Typ ist der sympathische Hamburger nicht. Doch er hatte sich in Beziehungen ausgelebt und dabei manches erlebt.

"Ich habe einiges hinter mir", sagt er, ohne ins Detail zu gehen, "und das lie sich teilweise schlecht mit dem Tennis verbinden." Nur 17 Mal spielte Zverev seit 2007 bei einem der vier Grand Slams mit. Zwischen den French Open 2012 und den US Open im vergangenen Sommer hatte er es nicht mal mehr ins Hauptfeld eines Major-Turniers geschafft. Die zweite Runde in New York war sein erster Erfolg nach der Verletzung. Da stand Zverev noch auf Rang 150.

"Vom Gefhl wurde mein Spiel besser. Ich war sehr fokussiert, ich wollte es unbedingt", sagt Zverev. Mit Erfolg: Schon am Saisonende kletterte er auf Rang 50, nach den Australian Open steht er mit mindestens Platz 35 so hoch wie nie. Der lange Atem wurde belohnt. Und mit jeder Runde in Melbourne geht der Rausch, das unglubige Staunen und die Gratulationen weiter.

Auch Federer hatte ihn nach dem Sieg ber Murray beglckwnscht. "Das war ein unglaublicher Erfolg fr Mischa, und das hat mich sehr gefreut", sagte der 35 Jahre alte Schweizer, "mir tat es leid, wie lange er verletzt war. Jetzt ist es mir auch so ergangen, umso schner, dass wir beide so weit im Turnier gekommen sind." Fr einen von beiden geht das rauschende Comeback Down Under jedoch zu Ende.

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Still ist es nur auerhalb des deutschen Feldlagers im nordafghanischen Kundus. Innerhalb der rund vier Kilometer langen Mauer verfolgen einen das ferne, aber bestndige Rattern der Stromgeneratoren und das Drhnen der Motoren, wenn eine Patrouille das Lager verlsst. Selbst in den Bros und den Unterknften gibt es kaum Ruhe, hier surren pausenlos die Klimaanlagen - angesichts der Temperaturen von 38 Grad eine Notwendigkeit.

Unten im idyllischen Tal des Kundus-Flusses herrscht erholsame Stille. Das Gezwitscher der Vgel ist Musik, die entspannt. Es weht eine angenehm khlende Brise. Gestrt wird das Idyll durch das Drhnen der Schtzenpanzer vom Typ "Marder", die im Zuge ihrer Patrouillenfahrt durch den Bezirk Char Darah beiderseits der Brcke Stellung beziehen.

Der Fluss hat sich an dieser Stelle tief eingegraben. Auf den Sandbnken schaufelt ein Afghane Schlamm auf die Ladeflche seines Transporters. Das Tal ist fruchtbar. Der Lssboden erlaubt bis zu drei Ernten im Jahr. Zunchst wird Weizen angebaut, danach Reis. Weitere Feldfrchte sind unter anderem Melonen, Trauben zur Herstellung von Rosinen, Baumwolle sowie Gemse. An beiden Ufern arbeiten Bauern in ihren Reis- und Melonenfeldern. Der Fluss fhrt jetzt, Ende August, nur wenig Wasser. Ein Afghane watet hindurch.
Doch die Idylle trgt. Die Brcke steht in dem Distrikt, der fr die Bundeswehr lange Zeit Feindesland war und in gewisser Weise auch noch heute ist. Auch wegen des Distrikts gilt die Provinz Kundus bis heute als einer von drei Brennpunkten im Norden. Die kleine paschtunische Minderheit gibt den Taliban noch immer die Mglichkeit, Rckhalt in Teilen der Bevlkerung zu finden. Die Bundeswehr rumt ein, dass die Zahl der Zwischenflle im Vergleich zu 2012 nicht zurckgegangen ist. Zuletzt wurde dies Anfang August deutlich, als fnf Soldaten des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd (Kreis Schwandorf) bei einem Sprengstoffanschlag leicht verletzt wurden. Ihr Fahrzeug, ein Dingo 2, berschlug sich wegen der Wucht der Explosion. Die Sprengkraft soll rund 40 Kilogramm betragen haben. Zudem verwickelten die Aufstndischen die Deutschen in ein Gefecht, wurden aber von den Soldaten in die Flucht getrieben.

"Bei allem Unglck haben wir auch Glck im Unglck gehabt", sagt Oberstleutnant Alexander Florian Meseck. Der Kommandeur des Panzerbataillons 104 ist derzeit Chef des Stabes des 32. Deutschen Einsatzkontingentes ISAF in Kundus. Der Zwischenfall habe gezeigt, die Mnner sind bestens vorbereitet und das "Material" ist auszeichnet. Und Meseck lobt den Zusammenhalt zwischen den Soldaten und den Rckhalt von Zuhause.
Da der Anschlag zu Beginn der Zeit in Afghanistan erfolgt sei, htten sie ausreichend Zeit, ihn zu verarbeiten, ehe es nach Hause ginge, sagt ein Pfreimder. "Wenn man an den Anschlagsort kommt, denkt man schon ,Du lieber Gott'", sagt ein Hauptfeldwebel aus Regen. Wie so viele Soldaten unterstreicht der 30-jhrige Gruppenfhrer sein Vertrauen in die Fahrzeuge: "Im Dingo ist noch nie einer gestorben."

Die vier Pfreimder Soldaten sind seit dem Anschlag wieder rausgefahren - nur ein Kamerad musste zur Behandlung zurck nach Deutschland. Dabei berquerten die Vier auch die Stelle, an der sie attackiert worden waren. Sie nahmen unter anderem an einer Operation, wie Militrs einen Einsatz nennen, teil, um die Bewegungsfreiheit der Aufstndischen im Distrikt einzuschrnken. Die Bundeswehr stand dabei in der zweiten Reihe und untersttzte die Afghanen, die auf dem Fahrersitz saen.

"Es war eine groe afghanische Operation, die wir mit unseren Mitteln und Krften nachhaltig untersttzt haben", sagt Oberst Jochen Schneider. Der stellvertretende Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" kommandiert in Kundus das "Partnering and Advising Team". Die rund 600 Soldaten des Verbandes werden vom Panzerbataillon 104 und vom Panzergrenadierbataillon 112 aus Regen gestellt. Nachhaltig bedeutet, dass neben deutschen und amerikanischen Bodentruppen auch deutsche Kampfhubschrauber vom Typ "Tiger" im Einsatz waren. Auf afghanischer Seite waren die Armee, die Afghanische Nationale Polizei, die Dorfmilizen (ALP) und der Geheimdienst beteiligt - alle unter einem einheitlichen afghanischen Kommando, was die Bundeswehr als Beleg fr deren Leistungsfhigkeit wertet.
Im Zuge der Operation errichteten die Afghanen einen weiteren Auenposten an dem Straenabschnitt, an dem es den Anschlag gab. Zudem setzten die afghanischen Spezialkrfte acht mutmaliche Aufstndische und Bombenleger fest. Bei diesen fanden die Afghanen Teile aus dem Dingo, so dass auch die Bundeswehr relativ sicher ist, dass es sich um jene Mnner handelt, die die deutsche Patrouille angegriffen hatten.

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