Genau. Wer zu schnell faehrt (ich wuerde luegen, wenn ich nicht
zugeben wuerde, dass ich es selbst nicht manchmal auch machen wuerde)
und sich dann auch noch dabei erwischen laesst, weil er zu droemmelig,
um auf die kleinen grauen Geraetschaften am Strassenrand zu achten,
der soll zahlen ohne zu murren.
... Ich sehe das halt jetzt so : wenn man in der Lage ist,
eine Geschwindigkeitskontrolle (Radar oder Lichtschranke) so
rechzeitig genug zu erkennen, dass man nicht mehr erwischt wird,
dann ist man auch nicht zu schnell unterwegs gewesen. ;-)
Wenn man nicht rechtzeitig gemerkt hat, dann war die Strasse
wohl an der Stelle nicht uebersichtlich genug, um dieses
Tempo zu erlauben und man muss entsprechend fuer sein
Unverantwortliches Fahrverhalten blechen ... Logisch, oder ?
Oh, Mann! Das ueber Deine Hoechstgeschwindigkeit nicht Du sondern
andere entscheiden - und ich denke aus gutem Grund - das geht nicht
in Deinen Kopf?
Du handelst nicht schon dann richtig, wenn Dich bloss keiner er-
wischt. Das Problem ist doch, dass es Dich nur Geld kostet ein
kleines graues Kaestchen zu uebersehen, aber es kostet einen anderen
Menschen wesentlich mehr, wenn Du *ihn* uebersiehst.
Mich macht soetwas auch sprachlos, kann mich da noch jemand in der
Argumentation unterstuetzen?
Ich finde zu schnelles Fahren beinhaltet die Bereitschaft zu toeten.
Das ist der Punkt fuer mich, nicht der formale Bruch der Ordnung, der
mit einem (laecherlich niedrigen) Bussgeld bestraft wird.
Gruss, Peter
-=-=-
Peter Funk \\ ArtCom GmbH, Schwachhauser Heerstr. 78, D-2800 Bremen 1
Work at home: Oldenburger Str.86, D-2875 Ganderkesee 1/phone : top secret
--
Ruggero Costantini (cost...@eos.cs.bonn.edu)
Der Alptraum des Rasers: Ein Dreirad nimmt ihm die Vorfahrt, ...
( ...denkt mal drueber nach! ) (Solange es noch hypothetisch ist!)
In article <33...@artcom0.north.de> p...@artcom0.north.de (Peter Funk) writes:
Genau. Wer zu schnell faehrt (ich wuerde luegen, wenn ich nicht
zugeben wuerde, dass ich es selbst nicht manchmal auch machen wuerde)
und sich dann auch noch dabei erwischen laesst, weil er zu droemmelig,
um auf die kleinen grauen Geraetschaften am Strassenrand zu achten,
der soll zahlen ohne zu murren.
... Ich sehe das halt jetzt so : wenn man in der Lage ist,
eine Geschwindigkeitskontrolle (Radar oder Lichtschranke) so
rechzeitig genug zu erkennen, dass man nicht mehr erwischt wird,
dann ist man auch nicht zu schnell unterwegs gewesen. ;-)
Wenn man nicht rechtzeitig gemerkt hat, dann war die Strasse
wohl an der Stelle nicht uebersichtlich genug, um dieses
Tempo zu erlauben und man muss entsprechend fuer sein
Unverantwortliches Fahrverhalten blechen ... Logisch, oder ?
[...]
Du handelst nicht schon dann richtig, wenn Dich bloss keiner er-
wischt. Das Problem ist doch, dass es Dich nur Geld kostet ein
kleines graues Kaestchen zu uebersehen, aber es kostet einen anderen
Menschen wesentlich mehr, wenn Du *ihn* uebersiehst.
...wenn Du *ihn* uebersiehst, weil Du gerade angestrengt nach
kleinen grauen Geraetschaften am Strassenrand Ausschau haeltst,
und zu droemmelig bist auf den Verkehr zu achten.
[FLAME ON] Aber sorry, ich vergass, Du hast eh schon *alles* im Blick,
und da machst Du Dir einen Sport daraus nebenbei auch noch kleine graue
Geraetschaften zu entdecken. (und wenn du mal nen Unfall baust,
dann nur mit Absicht) [FLAME OFF]
--
Heiner Schorn (sch...@eos.informatik.uni-bonn.de)
Rug>Mich macht soetwas auch sprachlos, kann mich da noch jemand in der
Rug>Argumentation unterstuetzen?
JEIN. Er sagt doch selber, dasz die Umgebung entsprechend sein musz, also,
wenn in einer Tempo-30-Zone so'n Kaestchen nicht zu verstecken ist dann weisz
ich's nicht... Will sagen (MEINE Interpretation von Peter): wo man nix sieht
(und das ist z.B. ueberall in Wohngebieten mit Bueschen und geparkten Autos
etc.) runter vom Gas. Das kann (neben den Kindern um die's primaer geht) auch
jederzeit ein Blitzer uebersehen werden.
Rug>Ich finde zu schnelles Fahren beinhaltet die Bereitschaft zu toeten.
Rug>Das ist der Punkt fuer mich, nicht der formale Bruch der Ordnung, der
Rug>mit einem (laecherlich niedrigen) Bussgeld bestraft wird.
Das *ZU SCHNELL* bezieht sich aber doch auf die Umgebung, nicht auf die
Vorschrift, oder? Wenn ich im Sommer nachts bei klarer Sicht gegen 3 Uhr auf
der Autobahn unterwegs bin, kann ich doch wohl davon ausgehen, dasz kein
Dreirad ankommt. Und wenn ich dabei nicht direkt anderen Leuten unterm
Schlafzimmerfenster vorbeirausche, will ich eben lieber mit 200km/h schnell
ins Bett als mit 100. Ist das nun unverantwortlich (im Sinne der
Geschwindigkeitsbeschraenkungen wg. Unfallgefahr, ueber die
"Tempo-100-dem-Wald-zuliebe"-Debatte moechte ich jetzt explizit NICHT
diskutieren)?
Rug>Der Alptraum des Rasers: Ein Dreirad nimmt ihm die Vorfahrt, ...
Rug>( ...denkt mal drueber nach! ) (Solange es noch hypothetisch ist!)
s.o.
ANNA
--
******* "The goal of science is to build better mousetraps. *******
******* The goal of nature is to build better mice." *******
------- I am a signature antibody. Copy me into your signature and your -------
------- signature is immune from all known signature viruses. -------
>Das *ZU SCHNELL* bezieht sich aber doch auf die Umgebung, nicht auf die
>Vorschrift, oder? [...]
Nee; das finde ich nun wieder falsch. Wenn es dort eine Vorschrift gibt,
sollte sie auch beachtet werden. Ich habe mir das jedenfalls so angewoehnt.
Muehsam war's.
Und bevor ich gleich nach einem Judowurf unter Karateschlaegen
zusammenbreche wegen meiner Ignoranz, moechte ich doch noch die Begruen-
dung ausstoszen duerfen: ich meine nicht, dasz alle Vorschriften gut
sind, dasz alle Schilder vernuenftig aufgestellt, ... ich meine aber
wohl, dasz sie beachtet werden muessen, da sonst genau das eintritt,
was wir jetzt haben: jeder macht sich seine eigenen Regeln (ich reagiere
so flink, ich darf auch 10 kmh schneller; es ist ja nachts, da darf ich
auch schneller; ich will ja nur eben mal Zigaretten ziehen, da gilt das
absolute Halteverbot nicht; ich parke doch auf dem Gehweg, da gilt doch
das Halteverbotr nicht; ... usw. usf.)
Verkehrsteilnehmer (alle) wurden und werden seit Jahren durch die Handhabung
der Vorschriften dazu erzogen, die Regeln nicht zu beachten (Der Fusz-
gaenger, der bei Rot die Strasze ueberquert, weil er drei Minuten zu warten
fuer Freiheitsberaubung haelt; der Radfahrer, der gegen die Einbahnstrasze
faehrt, weil ihn das Problem, dasz die Strasze fuer zwei Lkw zu schmal ist,
nicht interessiert; der Autofahrer, der nachts trotz Vorschrift 80 kmh
mit 150 ueber die leere Autobahn duest, weil ihm niemand gesagt hat, dasz
das in der kleinen Siedlung auf der anderen Talseite einen Hoellenlaerm
macht; ...)
Es gilt nicht, die Regeln zu miszachten; wir muessen die Regeln aendern
und den Regeln eine "Glaubwuerdigkeit" verschaffen. Und da hilft viel-
leicht als erstes, die Regeln solange zu beachten, bis einen der Aerger
darueber dazu treibt, gegen die Regeln anzugehen. Ich habe mir dabei
manchen Frust eingehandelt, den ich gerne auf mehr Schultern ver-
teilen wuerde.
Werner
--
Werner Icking ick...@gmdzi.gmd.de (+49 2241) 14-2443
GMD - Gesellschaft fuer Mathematik und Datenverarbeitung mbH
Schloss Birlinghoven, P.O.Box 1316, D-5205 Sankt Augustin 1, Germany
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod."
[eine Menge Dinge, die ich (auszer nachts im Sommer auf Autobahn schneller...)
nicht tue geloescht...]
ick> Es gilt nicht, die Regeln zu miszachten; wir muessen die Regeln aendern
ick> und den Regeln eine "Glaubwuerdigkeit" verschaffen. Und da hilft viel-
ick> leicht als erstes, die Regeln solange zu beachten, bis einen der Aerger
ick> darueber dazu treibt, gegen die Regeln anzugehen.
Wie?
ick> Ich habe mir dabei manchen Frust eingehandelt, den ich gerne
ick> auf mehr Schultern verteilen wuerde.
Her damit, ich hab' ein breites Kreuz :-)
Ich lasz mich auch staendig im Ort ueberholen weil ich 50 oder weniger fahre,
teils direkt vor'm Zebrastreifen, falls Du das mit Frust meinst (glaub ich
aber eigentlich nicht), und ich aergere mich immer (noch), weil ich staendig
rechts ueberholt werde auf der Flughafenautobahn (wo die Bonner am Beueler
Dreieck von rechts kommen, 100 ist, sie alle schneller wollen, ich aber von
der mittleren Spur [die vorher die rechte war!] noch nicht rechts rueber DARF
[wg. durchgezogener Linie]). Aergern tut mich, dasz DIE nie erwischt werden,
nicht, dasz sie schneller sein wollen...
Nee, in meinen auch nicht! Da gibt es z.B. einen Autobahnzubringer,
den ich schon 1000 Mal gefahren bin. Ich weiss: da kommt eine
Linkskurve, eine Rechtskurve (locker mit 100 zu durchfahren), und dann
verengen sich die beiden Fahrspuren zu einer. Logisch, dass da ein
Schild "70" und ein Ueberholverbot steht, denn Neulinge muessen
gewarnt werden. Aber wenn ich die Strecke im Schlaf kenne, warum soll
ich da nicht 100 fahren und zur Not noch einen LKW ueberholen???
>Ich finde zu schnelles Fahren beinhaltet die Bereitschaft zu toeten.
>Das ist der Punkt fuer mich, nicht der formale Bruch der Ordnung, der
>mit einem (laecherlich niedrigen) Bussgeld bestraft wird.
Bloedsinn. Es ist ja wohl ein Untgerschied, ob ich in einer
Tempo-30-Zone 20 km/h zu schnell fahre oder auf der Autobahn.
Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
prozentual zur vorgeschriebenen Geschwindigkeit in Bussgeld
umgerechnet wird.
Proppi (NO licence to kill)
==
==---> pro...@veeble.han.de / ......!unido!veeble!proppi <---==
DIN-Gr}~e von: Paul Lenz / Friesenstrasse 22 / D-3000 Hannover 1
voice: +49 511-342451 * Remember: Rock'n'Roll and CP/M never die!
ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking) writes:
>bi...@barnie.gmd.de (Sabine Hubrig-Schaumburg) writes:
Jaja, die GMD :-)
>>Das *ZU SCHNELL* bezieht sich aber doch auf die Umgebung, nicht auf die
>>Vorschrift, oder? [...]
>Nee; das finde ich nun wieder falsch. Wenn es dort eine Vorschrift gibt,
>sollte sie auch beachtet werden. Ich habe mir das jedenfalls so angewoehnt.
>Muehsam war's.
Tststs, man kann viele Dinge nach zwei Seiten interpretieren:
Wenn die Vorschrift sagt: Die maximal zulaessige Hoechstgeschwindigkeit
betraegt (z.B. in geschlossener Ortschaft) 50 km/h, so ergibt sich daraus nicht
die Verpflichtung, so schnell zu fahren (wie mein Vater immer so schoen
sagt), vor allem, wenn es unuebersichtlich ist. Dann sollte man langsamer
fahren, ist wohl jedem klar.
[Nichtbeachtung von Schildern/Vorschriften, Glaubwuerdigkeit]
*Asbestanzug anzieh*
Der ADAC plaediert schon laenger dafuer, *sinnvolle* Schilder, Vorschriften
etc. zu machen. Mensch weiss nun mal alles besser und ohne Begruendung sieht
er manche Dinge nicht ein bzw. bemerkt sie gar nicht erst.
MfG Michael
P.S. Puh, ist mir warm...
--
MAIL: Michael....@arbi.Informatik.Uni-Oldenburg.DE | ARBI: murray@gimli
HomeMail: mur...@sol.ccc.de | Bitnet: 148...@DOLUNI1.Bitnet | irc: Murray
Michael Niermann | Ammerlaender Heerstr. 389 | D2900 Oldenburg | 0441/776342
-=+* No deposit, no return. Message-Recycling, join in! *+=-
Leider verloren. Wenn die rechte Spur durch eine durchgezogene Linie abgetrennt
ist, gilt sie als extra Strasse und dort fahrende Fahrzeuge duerfen Dich rechts
ueberholen. Warum auch nicht?
--
Lars Soltau bang: <insert ridiculously long path> BIX: -- no bucks --
smart: sp...@ncc1701.stgt.sub.org
Germany, Stuttgart-Zuffenhausen, where dreams come true: Heaven is 911!
Wenn man die grauen Kaestchen am Rand erkennt, ist das leider
noch kein genaues Indiz dafuer, dass man im Falle des Falles
genauso auch ein Reh registriert, welches Dir ins Auto rennt.
Diese Kaestchen sind ziemlich bewegungslos im Gegensatz etwa zu
einem kleinen Kind, das Dir im Wohngebiet vor's Auto laeuft...
Davon abgesehen sind die grauen Kaestchen heutzutage haeufig
keine grauen Kaestchen mehr, sondern eine Radarpistole in dem
Dir entgegenkommenden Polizeiauto, oder eine Lichtschranke, die
drei Meter vom Strassenrand entfernt aufgebaut ist, oder auch
eine als Vermessungstrupp getarnte Geschwindigkeitsmessung...
Aber dennoch bin ich Deiner Meinung: Vorsichtiges, angepasstes
und vorausschauendes Fahren ist wichtiger als das Einhalten
ziemlich starrer und pauschaler Geschwindigkeitsbeschraenkungen.
Bis jetzt habe ich die kleinen grauen Kaestchen am Strassenrand
alle entdeckt und bin daher nach fuenf Jahren Autofuehrerschein
noch nicht wegen Geschwindigkeitsuebertretung belangt worden.
-Achim
--
Joachim Astel (J.A.T.), E-MAIL: dowj...@jattmp.nbg.sub.org
>In article <COSTANTI.91...@eos.informatik.uni-bonn.de> cost...@eos.informatik.uni-bonn.de (Ruggero Costantini) writes:
>>
>>Oh, Mann! Das ueber Deine Hoechstgeschwindigkeit nicht Du sondern
>>andere entscheiden - und ich denke aus gutem Grund - das geht nicht
>>in Deinen Kopf?
>Nee, in meinen auch nicht! Da gibt es z.B. einen Autobahnzubringer,
>den ich schon 1000 Mal gefahren bin.
Hast Du mal ausgerechnet, wieviel Giftgas Du dabei in die Luft
geblasen hast?
> Ich weiss: da kommt eine
>Linkskurve, eine Rechtskurve (locker mit 100 zu durchfahren), und dann
>verengen sich die beiden Fahrspuren zu einer. Logisch, dass da ein
>Schild "70" und ein Ueberholverbot steht, denn Neulinge muessen
>gewarnt werden. Aber wenn ich die Strecke im Schlaf kenne, warum soll
>ich da nicht 100 fahren und zur Not noch einen LKW ueberholen???
Vielleicht um Dich zu hindern, mit 100 in einen Neuling hineinzubrettern?
Oder weil an diesem Autobahnzubringer Leute wohnen, die keinen Wert
darauf legen, zusaetzlich zu dem Dreck, den Dein Auto ablaesst auch noch
von dem bei Tempo 100 wesentlich staerkeren Laerm genervt zu werden?
Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
zu sein.
>>Ich finde zu schnelles Fahren beinhaltet die Bereitschaft zu toeten.
>>Das ist der Punkt fuer mich, nicht der formale Bruch der Ordnung, der
>>mit einem (laecherlich niedrigen) Bussgeld bestraft wird.
>Bloedsinn. Es ist ja wohl ein Untgerschied, ob ich in einer
>Tempo-30-Zone 20 km/h zu schnell fahre oder auf der Autobahn.
In der Tat, es ist ein Unterschied. Frag sich nur, welcher.
>Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
>prozentual zur vorgeschriebenen Geschwindigkeit in Bussgeld
>umgerechnet wird.
Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
beim zweiten oder dritten Versuch mit dauerndem Fuehrerschein-
entzug bestraft wird. Wenn sich jemand mit einer Waffe
auf die Strasse stellt und in die Luft ballert, wird er
ja auch ziemlich schnell und dauerhaft eingebuchtet, selbst wenn
durch Zufall niemand verletzt wurde. Warum sollen beim
Auto andere Regeln gelten?
Zur konkreten Frage: ueber eine prozentuale Regelung liesse
sich diskutieren. Ich sehe auch nicht ein, warum in Tempo-30-Zonen
Fahren mit fast doppelter zulaessiger Hoechstgeschwindigkeit
viel geringere Konsequenzen hat als auf der Autobahn, obwohl
doch ein Autofahrer dort hauptsaechlich sich selbst und
andere Autofahrer, die mit aehnlicher Geschwindigkeit fahren,
gefaehrdet, waehrend die Opfer in der Tempo-30-Zone i.d.R.
andere Verkehrsteilnehmer: Fussgaenger, Fahrradfahrer, Kinder,
alte Leute sind. Also: man nehme die auf unseren Autobahnen
maximal gefahrene Geschwindigkeit und rechne die fuer
niedrigere Geschwindigkeiten geltenden Bussgelder prozentual
um.
Aber so hast Du es natuerlich nicht gemeint.
Wolfgang Strobl
Oh ja, das wird lustig. Ich kenn da naemlich eine Kleinstadt, in der Zone 10 (!)
gilt; nur die wenigsten PkW's sind mit einem Tachometer ausgeruestet, die die
10 km/h noch anzeigen. Schaetzen ist also angesagt: wenn da mal einer seine
20 km/h fuer 10 km/h schaetzt => 4-fache. :-) ;-) :-)
Klaus.
---
Klaus Singvogel --- E-Mail: kssi...@medusa.informatik.uni-erlangen.de
>eir...@immd4.informatik.uni-erlangen.de (Thomas Eirich) writes:
>>[...]
>>Ich plaediere fuer quadratisch mit der Tempoueberschreitung,
>>da die Kinetische Enerige im Quadrat zunimmt und davon der
>>Anhalteweg abhaengt.
>>[...]
>Oh ja, das wird lustig. Ich kenn da naemlich eine Kleinstadt, in der Zone 10 (!)
>gilt; nur die wenigsten PkW's sind mit einem Tachometer ausgeruestet, die die
>10 km/h noch anzeigen. Schaetzen ist also angesagt: wenn da mal einer seine
>20 km/h fuer 10 km/h schaetzt => 4-fache. :-) ;-) :-)
Oh, das ist ganz einfach, 7Km/h sind etwa Schrittgeschwindigkeit, wenn dich
also Fussgaenger ueberholen bist du auf jeden Fall nicht zu schnell ;-)
Im uebrigen reissen die 3Km/h es auch nicht raus, du kommst dann halt
ein paar Sekunden spaeter ans Ende dieser Strasse (fuer Hektiker
ein unhaltbarer Zustand).
--
Thomas Eirich ---- eir...@informatik.uni-erlangen.de
1. das mit der "extra Strasze" ist fuer mich das allerneuste, alaso musz ich
mal die StVO suchen...
2. handelt es sich (natuerlich) nicht nur um EINE Linie, die durchgezogen ist,
sondern von deren Seite ist noch eine gestrichelte dabei, das uebliche eben
bei solchen EX-Auffahrten, wo die Auffahrtspur NICHT verschwindet, sondern
als neue rechte Spur entsteht/in-selbige-uebergeht.
3. Ueberholen mich diese Kamikazes auch einige-und-hunderte Meter weiter, wo
nur noch gestrichelte Linie ist, und wo ich IMMER noch in der Mitte fahre,
weil ich vorher einfach nicht rechts rueber kam, weil... Und das alles
natuerlich mit den bei Tempo Hundert (wo ich selbst 105-110 Tacho fahre)
ueblichen >=130.
Erzaehl mir nicht das ist erlaubt. Und wie gesagt: ICH gucke rechts und links
und auch ueber die Schulter, aber wenn's vor mir kracht weil ein Opa beim
rechtsrueberwechseln so jemand uebersieht, will ich nicht dabei sein.
Darauf folgende Flames bzgl. Sicherheitsabstand bitte nach /dev/null...
Merry Xmas etc... ANNA
-------------------------------------------------------------------------------
Sabine "ANNA" Hubrig-Schaumburg, 5202 Hennef, Germany bi...@jargon.gmd.de
Gesellschaft fuer Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) +49 2241 14-2214
Joern Erbguth, erb...@peanuts.fmi.uni-passau.de
>[...]
>Bloedsinn. Es ist ja wohl ein Untgerschied, ob ich in einer
>Tempo-30-Zone 20 km/h zu schnell fahre oder auf der Autobahn.
>Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
>prozentual zur vorgeschriebenen Geschwindigkeit in Bussgeld
>umgerechnet wird.
Ich plaediere fuer quadratisch mit der Tempoueberschreitung,
da die Kinetische Enerige im Quadrat zunimmt und davon der
Anhalteweg abhaengt.
Also kosten z.B. 10% Ueberschreitung (1.1 mal 1.1) 1.21-fache
eines Hebesatzes und 50% (in Tempo 30 Zone also 45Km/h)
bereits das 2.25-fache.
Diese Regelung wuerde auch dem Duemmsten den Zusammenhang
von Geschwindigkeit und Anhalteweg klar manchen.
With all this talk about the various ways of increasing the
penalties for speeding/parking/etc. etc. let's face it no one
really gives a damn how high the penalties are. The only one who
smiles is your bank manager as your "Ueberziehung" creeps just a
little higher. You really don't care - do you? OK, it's annoying,
and that new CD may have to wait another week but fuck it, it's
only money.
My idea would be to introduce "Knast". Ah panic - he's flipped out, you say.
No, not for you dear Taeter, but for the implement of your crime.
For example:
In a 50kmh limit:
50-55 - a friendly warning
55-60 - the car has to stay still for 1 hours.
60-70 - the car has to stay still for 24 hours.
70-80 - the car has to stay still for 48 hours.
80+ - the car is confiscated and sold. The profits are used to provide
medical and other care for innocent road accident victims.
Of course you have to deliver the car to the "car knast".
The excuse "It's not my car" will not be accepted. You explain to the
owner why he's just lost his car.
Just an idea - please don't take me too seriously - this is right off
the top of my head - I too have think about it some more.
=============================================================================
Bill Potter :unido!pcsbst!billp :"Pasty-faced Englishmen waving their
PCS GmbH :bi...@pcsbst.pcs.com : Union Jacks and shouting 'boo!' at
D8000 Muenchen:You can't sink a RAINBOW: Johnny Foreigner is never an edifying
Bavaria : : sight" - G. Galloway MP
=============================================================================
Wahrscheinlich viel mehr, als Du in Deinem Leben rausblasen wirst.
> [...] Aber wenn ich die Strecke im Schlaf kenne, warum soll
> >ich da nicht 100 fahren und zur Not noch einen LKW ueberholen???
>
> Vielleicht um Dich zu hindern, mit 100 in einen Neuling hineinzubrettern?
Autobahnkurven sind aeusserst selten nicht einsehbar. Als routinierter
Autofahrer sollte man Ausweichmanoever bei querstehendem Auto beherrschen.
Wenn das nicht schon im Unterbewusstsein verankert ist: an Verkehrsuebung
teilnehmen! [Flames von wegen Ueberschaetzung der Routine nach /dev/null]
> Oder weil an diesem Autobahnzubringer Leute wohnen, die keinen Wert
> darauf legen, zusaetzlich zu dem Dreck, den Dein Auto ablaesst auch noch
> von dem bei Tempo 100 wesentlich staerkeren Laerm genervt zu werden?
Dreck ist sowieso vorhanden. Wer an einem Autobahnzubringer wohnt,
steht sowieso unter Dauerlaermbelaestigung und freut sich auch mal
ueber Variationen im Laermpegel.
> Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
> zu sein.
Grundsatzdiskussionen zwischen Autofahrern und sich belaestigt fuehlenden
Anti-Autofahrern scheinen von sub.verkehr gleichermassen untrennbar zu sein.
> >Bloedsinn. Es ist ja wohl ein Untgerschied, ob ich in einer
> >Tempo-30-Zone 20 km/h zu schnell fahre oder auf der Autobahn.
>
> In der Tat, es ist ein Unterschied. Frag sich nur, welcher.
Pedanten sehen diesen Unterschied natuerlich nicht: StVO-
Uebertretung ist StVO-Uebertretung. Hackt dem Suender die
Beine ab..... Es gibt auch noch Jugendliche in der Kraut-
und-Rueben-Zeit, die irgendwo ihre ueberschuessigen Kraefte
rauslassen muessen. Der Strassenverkehr scheint hier eines
der wenigen Ablassventile zu sein. Lass' sie doch. Das kann
sich eigentlich nur noch bessern, wenn die Bevoelkerungs-
glocke weniger Jugendliche hat (vs. viele Rentner).
> Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
> beim zweiten oder dritten Versuch mit dauerndem Fuehrerschein-
> entzug bestraft wird. Wenn sich jemand mit einer Waffe
> auf die Strasse stellt und in die Luft ballert, wird er
> ja auch ziemlich schnell und dauerhaft eingebuchtet, selbst wenn
> durch Zufall niemand verletzt wurde. Warum sollen beim
> Auto andere Regeln gelten?
Ich hasse Regimes, in denen jemand dauerhaft fuer etwas
belangt wird, in Faellen, wo er niemanden schaedigt...
Oder was ist an einem Menschen so schlimm, der sich auf
die Strasse stellt und in die Luft ballert? Behinderung
des Strassenverkehrs? Laermbelaestigung? Man sollte das
alles relativ sehen.
> Zur konkreten Frage: ueber eine prozentuale Regelung liesse
> sich diskutieren. Ich sehe auch nicht ein, warum in Tempo-30-Zonen
> Fahren mit fast doppelter zulaessiger Hoechstgeschwindigkeit
> viel geringere Konsequenzen hat als auf der Autobahn, obwohl
> doch ein Autofahrer dort hauptsaechlich sich selbst und
> andere Autofahrer, die mit aehnlicher Geschwindigkeit fahren,
> gefaehrdet, waehrend die Opfer in der Tempo-30-Zone i.d.R.
> andere Verkehrsteilnehmer: Fussgaenger, Fahrradfahrer, Kinder,
> alte Leute sind.
Der Meinung kann ich mich anschliessen.
Summa summarum: Nur nicht polemisch werden, sonst folgen irre Followups. :-)
-Achim
--
Das *ZU SCHNELL* bezieht sich aber doch auf die Umgebung, nicht auf die
Vorschrift, oder? Wenn ich im Sommer nachts bei klarer Sicht gegen 3 Uhr auf
der Autobahn unterwegs bin, kann ich doch wohl davon ausgehen, dasz kein
Dreirad ankommt. Und wenn ich dabei nicht direkt anderen Leuten unterm
Schlafzimmerfenster vorbeirausche, will ich eben lieber mit 200km/h schnell
ins Bett als mit 100. Ist das nun unverantwortlich (im Sinne der
Geschwindigkeitsbeschraenkungen wg. Unfallgefahr, ueber die
"Tempo-100-dem-Wald-zuliebe"-Debatte moechte ich jetzt explizit NICHT
diskutieren)?
Schade, das Du ueber so wichtige Folgen Deines Tuns, wie das Waldsterben
gar nicht erst reden willst.
Aber ok, bleiben wir bei der Verkehrssicherheit. Du hast natuerlich recht,
*zu schnell* bezieht sich auf die konkrete Situation. Genauer: Schneller
als die zulaessige Hoechstgeschwindigkeit ist *immer* zu schnell und
wesentlich langsamer als die zulaessige Hoechstgeschwindigkeit ist oft
zu schnell. Mit anderen Worten, es bezieht sich auf beides, konkrete
Situation *und* Vorschrift, die ja auch ein Teil der Umgebung ist.
Jetzt noch ein Beispiel aus erster Hand, warum es u.a. unverantwortlich
ist 200 zu fahren, statt erlaubter 100: Irgendwann mitten in der Nacht,
habe ich bei Tempolimit 100 mit hundert (Tacho: 110) einen LKW ueber-
holt, als von hinten einer mit 200 angeprescht kam. Der hat sich tierisch
aufgeregt, und ist nachher vor mir eingeschert und hat eine Vollbremsung
hingelegt. Meine Beifahrerin hat sich dessen Nummer notiert und wir haben
bei der naechsten Autobahnpolizei gehalten. Da sie nur ein paar Kilometer
hinter dem Tatort lag, hatte der andere wohl mit dieser Reaktion gerechnet
und erwartete uns auf dem Parkplatz. Er meinte, er haette sich so aufgeregt,
weil ich *extra langsam* ueberholt haette um ihn zu aergen. Bei dieser
Gelegenheit erfuhren wir auch, dass er 200 gefahren war, mit ungefaehr
Deiner Begruendung.
Ich nehme mal an, dass Du Dich ganz anders verhaelst als er, aus drei
Gruenden, ist es trotzdem unverantwortlich, 200 zu fahren, wo nur 100
erlaubt sind: Zum einen rechnen (die wenigen) anderen Verkehrsteilnehmer
(nachts um 3) nicht mit jemandem, der 100 km schneller als erlaubt
daherkommt, dann ist Dir die Ursache fuer das Tempolimit nicht immer
bekannt, es kann etwas sein, das auch nachts um 3 seine Gueltigkeit hat
und ausserdem verschieben sich dann die Relationen, wie der Vorwurf
des *extra langsamen* Ueberholens zeigt, und Du reagierst wahrscheinlich
etwas anders, als Du Dir selbst jetzt vor dem Bildschirm sitzend
eingestehen wirst.
Fuer den Fall dass Dich das alles nicht ueberzeugt, rate ich Dir
mal ein paar Tage bei einem Rettungswagen mitzufahren, das uerberzeugt
Dich *garantiert*.
Wenn Du uebrigens wirklich so dringend ins Bett musst, ist das ein Grund
mehr nicht so schnell zu fahren.
--
Heiner Schorn (sch...@eos.informatik.uni-bonn.de)
Ich wuerde weitergehen und sagen: Angepasstes und ruecksichtsvolles
Fahren unter Einhaltung (und teilweise, wo immer noetig Unterschreitung)
von (vielleicht als pauschal empfundenen) Geschwindigkeitsbeschraenkungen
ist die bessere Loesung.
Faengst Du erst mal an Verkehrsregeln, nach Deinem Gutduenken auszu-
legen, ist es meist schon zu spaet und Du weisst und merkst gar nicht
mehr wo Du aufhoeren sollst, bzw. ab wann Du wirklich andere gefaehr-
dest. Zumal wenn jeder seine eigenen Regeln macht, oder auch nur in der
Hoehe der "Auslegung" abweicht haben wir das Chaos, das wir jetzt auf
den Strassen mit Nebelrasern, Draenglern, Schnellfahrern in gefaehrde-
ten Bereichen (z.B. in Wohngebieten) usw. beobachten koennen.
Die meisten Verkehrsregeln, und darunter fallen auch Geschwindigkeits-
beschraenkungen, sind aus gutem Grund festgelegt worden, auch wenn er
manchmal nicht offensichtlich ist. Ich finde es ein Gebot der Fairness
und der Ruecksichtnahme sich auch daran zu halten.
Die wenigen Verkehrsregelungen, die wirklich an dem einen oder anderen
Platz sinnlos sind, sollten dabei unter die Regel "im Zweifelsfall fuer
die Befolgung" fallen. Wer etwas dagegen hat, der kann auf legalem
Wege dagegen angehen.
--
Bernd Sluka Wer will,
Lehrstuhl fuer Stochastik dass die Welt so bleibt,
Fakultaet fuer Mathematik und Informatik wie sie ist,
Universitaet Passau der will nicht,
8390 Passau dass sie bleibt.
sl...@stoch.fmi.uni-passau.de (Erich Fried)
>aber eigentlich nicht), und ich aergere mich immer (noch), weil ich staendig
>rechts ueberholt werde auf der Flughafenautobahn (wo die Bonner am Beueler
>Dreieck von rechts kommen, 100 ist, sie alle schneller wollen, ich aber von
>der mittleren Spur [die vorher die rechte war!] noch nicht rechts rueber DARF
>[wg. durchgezogener Linie]). Aergern tut mich, dasz DIE nie erwischt werden,
>nicht, dasz sie schneller sein wollen...
Ich kenne jemanden, ueber den sich in aehnlicher Situation jemand
offensichtlich so geaergert hat, dass er kurzerhand die Scheibe
runtergekurbelt und geschossen hat.
Soweit sind wir auf deutschen Autobahnen.
Jan
--
Jan Richert (NIC-ID: JR482) | Internet: jric...@krefcom.ish.de
Krefeld, FRG | BTX: 02151399843-0001
Voice: +49 2151 313124 | MagicNET: JRICHERT@QUICKBOX
cost...@eos.informatik.uni-bonn.de (Ruggero Costantini) writes:
>In article <33...@artcom0.north.de> p...@artcom0.north.de (Peter Funk) writes:
Pet> ... Ich sehe das halt jetzt so : wenn man in der Lage ist,
Pet> eine Geschwindigkeitskontrolle (Radar oder Lichtschranke) so
Pet> rechzeitig genug zu erkennen, dass man nicht mehr erwischt wird,
Pet> dann ist man auch nicht zu schnell unterwegs gewesen. ;-)
Pet> Wenn man nicht rechtzeitig gemerkt hat, dann war die Strasse
Pet> wohl an der Stelle nicht uebersichtlich genug, um dieses
Pet> Tempo zu erlauben und man muss entsprechend fuer sein
Pet> Unverantwortliches Fahrverhalten blechen ... Logisch, oder ?
Rug>Mich macht soetwas auch sprachlos, kann mich da noch jemand in der
Rug>Argumentation unterstuetzen?
Sab> JEIN. Er sagt doch selber, dasz die Umgebung entsprechend sein musz, also,
Sab> wenn in einer Tempo-30-Zone so'n Kaestchen nicht zu verstecken ist dann weisz
Sab> ich's nicht... Will sagen (MEINE Interpretation von Peter): wo man nix sieht
Sab> (und das ist z.B. ueberall in Wohngebieten mit Bueschen und geparkten Autos
Sab> etc.) runter vom Gas. Das kann (neben den Kindern um die's primaer geht) auch
Sab> jederzeit ein Blitzer uebersehen werden.
Mich macht sprachlos, dass als Mass der Dinge, das erwischt werden koenen
genommen wird, nicht das toeten koennen. Peter _scheint_ (meine Interpretation)
sich nur als potentielles Opfer (einer Radarfalle) zu sehen, nicht als
potentieller Taeter (einer schweren Koerperverletzung/ einer Toetung).
Das Taetertum wird durch das Opfersein verdraengt, Peter glaubt, wenn er
sich selbst schuetzt Opfer zu sein, hat er genug getan, um seine Verantwortung
als potentieller Taeter gerecht zu werden. Es ist diese Verzerrung der
Perspektive die mich so verbluefft.
Rug>Ich finde zu schnelles Fahren beinhaltet die Bereitschaft zu toeten.
Rug>Das ist der Punkt fuer mich, nicht der formale Bruch der Ordnung, der
Rug>mit einem (laecherlich niedrigen) Bussgeld bestraft wird.
Sab> Das *ZU SCHNELL* bezieht sich aber doch auf die Umgebung, nicht auf die
Sab> Vorschrift, oder? Wenn ich im Sommer nachts bei klarer Sicht gegen 3 Uhr auf
Sab> der Autobahn unterwegs bin, kann ich doch wohl davon ausgehen, dasz kein
Sab> Dreirad ankommt. Und wenn ich dabei nicht direkt anderen Leuten unterm
Sab> Schlafzimmerfenster vorbeirausche, will ich eben lieber mit 200km/h schnell
Sab> ins Bett als mit 100. Ist das nun unverantwortlich (im Sinne der
Sab> Geschwindigkeitsbeschraenkungen wg. Unfallgefahr, ueber die
Sab> "Tempo-100-dem-Wald-zuliebe"-Debatte moechte ich jetzt explizit NICHT
Sab> diskutieren)?
Peter's Szenario war die Tempo-30-Zone in der Stadt. Im uebrigen hat Heiner
in seiner reply erklaert, warum es auch nachts um drei, bei klarer Sicht auf
der Autobahn unverantwortlich ist 200km/h zu fahren.
Ruggero
>Soweit sind wir auf deutschen Autobahnen.
Du verwechselst das nicht zufaellig mit L.A. Story?
"Liebling, welchen Tag haben wir heute?"
"..."
"Oh Mist, dann hat die Saison wieder angefangen. Lang mal ins Handschuhfach
und hol den Revolver raus!"
(Wilde Schusswechsel auf dem Highway folgen)
Soweit die nicht-woertlichen Zitate aus dem Film...
Michael
hast Du den Smiley trotz wiederholten Quotens immer noch nicht entdeckt?
Pet> Wenn man nicht rechtzeitig gemerkt hat, dann war die Strasse
Pet> wohl an der Stelle nicht uebersichtlich genug, um dieses
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Pet> Tempo zu erlauben und man muss entsprechend fuer sein
^^^^^^^^^^^^^^^^^
Pet> Unverantwortliches Fahrverhalten blechen ... Logisch, oder ?
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Rug> Mich macht sprachlos, dass als Mass der Dinge, das erwischt werden koenen
Rug> genommen wird, nicht das toeten koennen. Peter _scheint_ (meine
Rug> Interpretation) sich nur als potentielles Opfer (einer Radarfalle) zu
Rug> sehen, nicht als potentieller Taeter (einer schweren Koerperverletzung /
Rug> einer Toetung).
Ich denke, er hast sehr genau formuliert, dasz jemand, der an einer
unuebersichtlichen Stelle (zu) schnell faehrt, unverantwortlich handelt. Und
der (Un)uebersichtlichkeitsgrad bzw. die Geschwindigkeit, die ok oder zu hoch
ist, haengen sehr stark von der Umgebung ab.
So gesehen sind wir uns doch eigentlich alle einig, oder?
Merry Xmas etc... ANNA
Hi Bill,
das ist der beste Vorschlag, den ich bisher jemals zur Eindaemmung der
Raserei gehoert habe. Leider duerfte sich das politisch nicht durchsetzen
lassen, da die Autoindustrie in Bonn eine sehr starke Lobby hat.
Ich unterstuetze diesen Vorschlag auf jeden Fall zu 100% !
Tschuess, Karsten
--
Karsten Kaulich, Nonnendammallee 86, W-1000 Berlin 13, Germany, Europe
Private UUCP-Site ** Phone : +49 30 3823879 7pm-9pm
EMAIL: ka...@crest4.eprombx.sub.org
Na gut. Wenn ich genau nachrechne, waren es wohl nur 300 mal in
sechs Jahren. :-> Vermutlich so viel Giftgas, wie ein
Braunkohlekraftwerk an einem Tag produziert....
>> Ich weiss: da kommt eine
>>Linkskurve, eine Rechtskurve (locker mit 100 zu durchfahren), und dann
>>verengen sich die beiden Fahrspuren zu einer. Logisch, dass da ein
>>Schild "70" und ein Ueberholverbot steht, denn Neulinge muessen
>>gewarnt werden. Aber wenn ich die Strecke im Schlaf kenne, warum soll
>>ich da nicht 100 fahren und zur Not noch einen LKW ueberholen???
>
>Vielleicht um Dich zu hindern, mit 100 in einen Neuling hineinzubrettern?
Wie soll ich denn in einen Wagen hineinbrettern, der nur 30 km/h
langsamer faehrt als ich??? Sooo unuebersichtlich ist es dort
auch nicht!
>Oder weil an diesem Autobahnzubringer Leute wohnen, die keinen Wert
>darauf legen, zusaetzlich zu dem Dreck, den Dein Auto ablaesst auch noch
>von dem bei Tempo 100 wesentlich staerkeren Laerm genervt zu werden?
Koennte es vielleicht sein, dass ich genau weiss, dass es dort
ringsum nur Aecker gibt?
>Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
>zu sein.
DFUe und sinnloses Flamen offensichtlich auch nicht. :-(
Proppi
>50-55 - a friendly warning
>55-60 - the car has to stay still for 1 hours.
>60-70 - the car has to stay still for 24 hours.
>70-80 - the car has to stay still for 48 hours.
>80+ - the car is confiscated and sold. The profits are used to provide
> medical and other care for innocent road accident victims.
Very funny, aber irgendwie total daneben. Sorry.
GruPt, Hugi
--
In article <25...@sol.ccc.de>, Michael Niermann writes:
>jric...@krefcom.ish.de (Jan Richert) writes:
>>Ich kenne jemanden, ueber den sich in aehnlicher Situation jemand
>>offensichtlich so geaergert hat, dass er kurzerhand die Scheibe
>>runtergekurbelt und geschossen hat.
>
>>Soweit sind wir auf deutschen Autobahnen.
>
>Du verwechselst das nicht zufaellig mit L.A. Story?
>"Liebling, welchen Tag haben wir heute?"
>"..."
>"Oh Mist, dann hat die Saison wieder angefangen. Lang mal ins Handschuhfach
>und hol den Revolver raus!"
>(Wilde Schusswechsel auf dem Highway folgen)
>Soweit die nicht-woertlichen Zitate aus dem Film...
>
>Michael
Hmm, also mir hat auch schonmal jemand auf der Autobahn seinen Schlagstock
gezeigt, weil er sich ueber mich geaergert hat und Stories ueber Pruegeleien
wegen Lappalien zwischen Autofahrern gibts ja wohl genug.
Ich schaetze mal es gibt auch genuegend Idioten, die gerne mal ne Runde
um sich ballern wuerden, wenn sie's koennten.
Peda
-
\\V// Peter Lawrenz UUCP : zar...@sixpac.hamm.sub.org
O O VMS-Mail : PSI%026245050332902::LAWRENZ
> Snail : Peter Lawrenz, Fels-Loh-Str. 40, 4700 Hamm 3
\_/ "Hamm - der Arsch der Welt."
U "Reboot tut immer gut."
[...]
>Ich kenne jemanden, ueber den sich in aehnlicher Situation jemand
>offensichtlich so geaergert hat, dass er kurzerhand die Scheibe
>runtergekurbelt und geschossen hat.
>Soweit sind wir auf deutschen Autobahnen.
Wo ist das Problem? Wem der taegliche Terror auf den Autobahnen
nicht gefaellt, benutze sie halt nicht. So einfach ist es. Mit
dem Laerm und dem Dreck ist es schon etwas anders, dem kann man
sich nicht so leicht entziehen. :-(
Wolfgang Strobl
>In article <65...@gmdzi.gmd.de> str...@gmdzi.gmd.de (Wolfgang Strobl) writes:
>>pro...@veeble.han.sub.org (Paul Lenz) writes:
>>
>>>Da gibt es z.B. einen Autobahnzubringer,
>>>den ich schon 1000 Mal gefahren bin.
>>
>>Hast Du mal ausgerechnet, wieviel Giftgas Du dabei in die Luft
>>geblasen hast?
>Na gut. Wenn ich genau nachrechne, waren es wohl nur 300 mal in
>sechs Jahren. :-> Vermutlich so viel Giftgas, wie ein
>Braunkohlekraftwerk an einem Tag produziert....
Na dann ...
Wieviele Braunkohlekraftwerke betreibst Du denn so? Und was machst
Du damit?
>>> Ich weiss: da kommt eine
>>>Linkskurve, eine Rechtskurve (locker mit 100 zu durchfahren), und dann
>>>verengen sich die beiden Fahrspuren zu einer. Logisch, dass da ein
>>>Schild "70" und ein Ueberholverbot steht, denn Neulinge muessen
>>>gewarnt werden. Aber wenn ich die Strecke im Schlaf kenne, warum soll
>>>ich da nicht 100 fahren und zur Not noch einen LKW ueberholen???
>>
>>Vielleicht um Dich zu hindern, mit 100 in einen Neuling hineinzubrettern?
>Wie soll ich denn in einen Wagen hineinbrettern, der nur 30 km/h
>langsamer faehrt als ich??? Sooo unuebersichtlich ist es dort
>auch nicht!
Ich habe gesagt, "vielleicht". Kannst Du durch den LKW durchsehen?
Woher weisst Du, dass der Neuling 70 faehrt? Hast Du eine Vorstellung
davon, was Deinem Vordermann passiert, wenn Du mit 100 km/h auf
ein Fahrzeug, das 70 km/h faehrt, auffaehrst? Und was meintest Du
eigentlich mit "zur Not"? Dass Du, wenn Dir beim Rasen jemand im
Wege ist, lieber noch eine zweite Vorschrift brichst, als wenigstens
in *diesem* Fall die Verkehrsregel zu beachten? Du bist wirklich
in Noeten, wenn Du das noetig und Dich so wenig unter Kontrolle
hast. (Was ich nicht unterstellen moechte, Du hast ja nur
gefragt :-).
>>Oder weil an diesem Autobahnzubringer Leute wohnen, die keinen Wert
>>darauf legen, zusaetzlich zu dem Dreck, den Dein Auto ablaesst auch noch
>>von dem bei Tempo 100 wesentlich staerkeren Laerm genervt zu werden?
>Koennte es vielleicht sein, dass ich genau weiss, dass es dort
>ringsum nur Aecker gibt?
Ist es so? Du fragtest nach Gruenden, warum Du in einer Situation,
die Du kurz skizziert hast, zwei Verkehrsregeln einhalten sollst,
deren Brechen in der beschriebenen Weise (Ueberholen im Ueberholverbot
mit stark ueberhoehter Geschwindigkeit an unuebersichtlicher Stelle)
selbst von beinharten Autofanatikern nicht propagiert wird.
Ich habe Dir einen moeglichen Grund genannt, der vielleicht nicht zu-
trifft - Deine Skizze liess das offen.
>>Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
>>zu sein.
>DFUe und sinnloses Flamen offensichtlich auch nicht. :-(
Du hast eine Frage gestellt und ein paar vorsichtige Antworten
und Rueckfragen bekommen. Wenn Dir zu Antworten, die Dir nicht
passen, nur das wohlfeile Etikett "sinnloses Flamen" einfaellt,
solltest Du keine Fragen stellen, sondern einfach dem Prinzip
"Augen zu und durch" huldigen.
Wolfgang Strobl
In article <COSTANTI.91...@eos.informatik.uni-bonn.de> cost...@eos.informatik.uni-bonn.de (Ruggero Costantini) writes:
>
>Oh, Mann! Das ueber Deine Hoechstgeschwindigkeit nicht Du sondern
>andere entscheiden - und ich denke aus gutem Grund - das geht nicht
>in Deinen Kopf?
Nee, in meinen auch nicht! Da gibt es z.B. einen Autobahnzubringer,
den ich schon 1000 Mal gefahren bin. Ich weiss: da kommt eine
Linkskurve, eine Rechtskurve (locker mit 100 zu durchfahren), und dann
verengen sich die beiden Fahrspuren zu einer. Logisch, dass da ein
Schild "70" und ein Ueberholverbot steht, denn Neulinge muessen
gewarnt werden. Aber wenn ich die Strecke im Schlaf kenne, warum soll
ich da nicht 100 fahren und zur Not noch einen LKW ueberholen???
Ich weiss, es sind immer die anderen, die wegen ueberhoeter
Geschwindigkeit Unfaelle verursachen :-(
Ich glaube kaum, dass ein LKW zur/aus Not ueberholt wird.
Was ist am 100 statt 70 fahren sooo wichtig, man spart auf so einem
kurzen Stueck doch hoechstens 5 Sekunden?
Wenn wir uns einig sind, dass es Formen des zu schnell fahrens gibt,
die verbecherisch sind, wie sollen wir dann zwischen diesen Formen
und Deinem zu schnell fahren unterscheiden?
>Ich finde zu schnelles Fahren beinhaltet die Bereitschaft zu toeten.
>Das ist der Punkt fuer mich, nicht der formale Bruch der Ordnung, der
>mit einem (laecherlich niedrigen) Bussgeld bestraft wird.
Bloedsinn. Es ist ja wohl ein Untgerschied, ob ich in einer
Tempo-30-Zone 20 km/h zu schnell fahre oder auf der Autobahn.
Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
prozentual zur vorgeschriebenen Geschwindigkeit in Bussgeld
umgerechnet wird.
Natuerlich ist das ein Unterschied, aber wieso ist das ein Argument
gegen meine Aussage?
Bloedsinn? Ich versuch' meine Ansicht mal besser zu erklaeren:
Autofahrer toeten Menschen. Viele Menschen. Jeder von uns ist
schon mal an einer Stelle vorbeigefahren, wo ein Autofahrer
einen Mensch getoetet hat. Es liegen Scherben auf der Strasse
uns manchmal ist schon Sand ueber das Blut gestreut.
Der Autofahrer ist der Taeter. Er ist auch das Opfer, wahrscheinlich
geht es ihm eine lange Zeit danach ziemlich beschissen. Nur
das Auto zu fahren, war ganz allein sein Interesse. Er hat das Mittel
gewaehlt, die Geschwindigkeit, seine Aufmerksamkeit dosiert. Es gab'
keinen Befehlsnotstand. Deshalb interessiert mich das Opfer Autofahrer
nicht.
Ich sehe den Taeter. Die Toetung findet unabsichtlich statt, darum
ist es kein Mord. Aber die Toetung findet statt. Taeglich. Es gibt
sogar einen gesellschaftlichen Konsens, dass diese Toetung zu billigen
ist, weil sonst Mobilitaet eingeschraenkt wuerde. Ich billige das
nicht.
Ich kenne keine Art der Fortbewegung, bei der die Wahrscheinlichkeit
zu toeten so hoch ist, wie beim schnellen Autofahren.
Autofahren hat Vorteile fuer den Fahrer.
Der Autofahrer nutzt diese Vorteile und nimmt in Kauf, eventuell
an einer Toetung beteiligt zu sein.
Es gaebe simple Regeln, die die Anzahl der Toten drastisch vermin-
dern wuerde: Alle fahren deutlich langsamer, keiner Faehrt unter
Alkohol.
Wer zu schnell faehrt - wie auch immer - nimmt fuer seinen Vorteil
eine erhoehte Wahrscheinlichkeit zu toeten in Kauf. Das ist die
Bereitschaft von der ich oben gesprochen habe.
Proppi (NO licence to kill)
==
--
Ruggero Costantini
>str...@gmdzi.gmd.de (Wolfgang Strobl) schreibt:
[...]
>Autobahnkurven sind aeusserst selten nicht einsehbar. Als routinierter
>Autofahrer sollte man Ausweichmanoever bei querstehendem Auto beherrschen.
>Wenn das nicht schon im Unterbewusstsein verankert ist: an Verkehrsuebung
>teilnehmen! [Flames von wegen Ueberschaetzung der Routine nach /dev/null]
>> Oder weil an diesem Autobahnzubringer Leute wohnen, die keinen Wert
>> darauf legen, zusaetzlich zu dem Dreck, den Dein Auto ablaesst auch noch
>> von dem bei Tempo 100 wesentlich staerkeren Laerm genervt zu werden?
>Dreck ist sowieso vorhanden. Wer an einem Autobahnzubringer wohnt,
>steht sowieso unter Dauerlaermbelaestigung und freut sich auch mal
>ueber Variationen im Laermpegel.
Dreck ist *nicht* sowieso vorhanden. Aber schoenen Dank fuer die
eindrucksvolle Demonstration fuer meine These:
>> Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
>> zu sein.
[...]
>> >Bloedsinn. Es ist ja wohl ein Untgerschied, ob ich in einer
>> >Tempo-30-Zone 20 km/h zu schnell fahre oder auf der Autobahn.
>>
>> In der Tat, es ist ein Unterschied. Frag sich nur, welcher.
>Pedanten sehen diesen Unterschied natuerlich nicht: StVO-
>Uebertretung ist StVO-Uebertretung.
Von wem redest Du?
>Hackt dem Suender die
>Beine ab..... Es gibt auch noch Jugendliche in der Kraut-
>und-Rueben-Zeit, die irgendwo ihre ueberschuessigen Kraefte
>rauslassen muessen. Der Strassenverkehr scheint hier eines
>der wenigen Ablassventile zu sein. Lass' sie doch.
Ich denke ueberhaupt nicht daran. Wenn jemand seine
ueberschuessigen Kraefte abreagieren will, soll er
Sport treiben oder Fahrrad fahren, statt meine Kinder
totzufahren oder zu vergiften. Ausserdem moechte ich
mal wissen, wie man beim Autofahren "ueberschuessige
Kraefte rauslassen" kann. Ich habe eher den Eindruck,
dass die Unmoeglichkeit, sich in einem Auto koerperlich
zu betaetigen zu einem Aufstau von ueberschuessigen
Kraeften, damit zu aufgestauten Agressionen und
schliesslich zu dem bekannten motorisierten Vandalismus
fuehrt.
>Das kann
>sich eigentlich nur noch bessern, wenn die Bevoelkerungs-
>glocke weniger Jugendliche hat (vs. viele Rentner).
>> Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
>> beim zweiten oder dritten Versuch mit dauerndem Fuehrerschein-
>> entzug bestraft wird. Wenn sich jemand mit einer Waffe
>> auf die Strasse stellt und in die Luft ballert, wird er
>> ja auch ziemlich schnell und dauerhaft eingebuchtet, selbst wenn
>> durch Zufall niemand verletzt wurde. Warum sollen beim
>> Auto andere Regeln gelten?
>Ich hasse Regimes, in denen jemand dauerhaft fuer etwas
>belangt wird, in Faellen, wo er niemanden schaedigt...
Das ist ja wohl etwas weit hergeholt. Wenn eine Betaetigung
wie das Autofahren jedes Jahr in einem Land wie Deutschland
die Einwohnerzahl einer mittleren Grossstadt toetet oder
erheblich verletzt, so muss man dies schon gewissen Regeln
unterwerfen, damit nicht noch mehr Leute verletzt oder
getoetet werden. Wenn diejenigen, die die von der Mehrheit
gebilligten Regeln (den Seitenhieb mit "Regime" verstehe
ich insofern ueberhaupt nicht) regelmaessig ignorieren und
damit andere noch mehr als ohnehin gefaehrden, so ist es
ja wohl das Mindeste, wenn man dann versucht, sie daran
zu hindern, etwa durch ein Fahrverbot. Ich habe in dem
zitierten Abschnitt von "bestrafen" gesprochen und bedauere
diese Wortwahl, weil sie irrefuehrend ist. Es geht lediglich
darum, Verkehrsrowdys von ihrem Tun abzuhalten. Wie, ist
mir egal, und wenn man jedem, der geblitzt wird, eine
Jahresnetzkarte der DB schenkt und ihm eine eigene Neben-
strecke baut. Hauptsache, es hilft.
Im uebrigen ist es eine Fehlinformation, dass jemand,
der Auto faehrt, niemanden schaedigt.
Und schliesslich kann ich mir die Bemerkung nicht
verkneifen, dass ich jedem die Freiheit zugestehe,
Russisch Roulette zu spielen. Aber ich betrachte
es als einen Angriff auf *meine* Freiheit, wenn
jemand meint, mir oder meiner Familie dieses Spiel auf-
zwingen zu muessen. Selbst wenn beim ersten oder zweiten
Versuch niemand zu Schaden kam.
Mit dem Auto zu schnell fahren ist Russisch Roulette
spielen, mit Zwangsbeteiligung und auf Kosten anderer.
>Oder was ist an einem Menschen so schlimm, der sich auf
>die Strasse stellt und in die Luft ballert? Behinderung
>des Strassenverkehrs? Laermbelaestigung? Man sollte das
>alles relativ sehen.
Und was ist an einem Menschen so schlimm, der
einen Revolver mit einer Kugel laedt, an der Trommel
dreht, sie dem naechsten Passanten unter die Nase
haelt und dann abdrueckt?
Nach Deiner Argumentation muesste auch hier alles
in bester Ordnung sein, solange der Passant seine
1/6-Chance noch nicht wahrgenommen hat.
Was ist, wenn der Passant vor Schreck einen Herzinfarkt
bekommt? Ist dann immer noch alles in Ordnung?
Was ist, wenn der Passant dem Revolverhelden einen ueber
die Ruebe gibt? Oder nach der Polizei schreit?
Wer verteidigt hier seine Freiheit? Der Revolverheld?
(Damit wir hier den Bezug zum Auto nicht verlieren:
Anwohner, die unter dem Dauerlaerm einer stark oder
schnell befahrenen Strasse leiden, haben als Folge
des Dauerstress mit einem erhoehten Risiko von
Herz- und Kreislauferkrankungen zu leben).
>> Zur konkreten Frage: ueber eine prozentuale Regelung liesse
>> sich diskutieren. Ich sehe auch nicht ein, warum in Tempo-30-Zonen
>> Fahren mit fast doppelter zulaessiger Hoechstgeschwindigkeit
>> viel geringere Konsequenzen hat als auf der Autobahn, obwohl
>> doch ein Autofahrer dort hauptsaechlich sich selbst und
>> andere Autofahrer, die mit aehnlicher Geschwindigkeit fahren,
>> gefaehrdet, waehrend die Opfer in der Tempo-30-Zone i.d.R.
>> andere Verkehrsteilnehmer: Fussgaenger, Fahrradfahrer, Kinder,
>> alte Leute sind.
>Der Meinung kann ich mich anschliessen.
Vermutlich aber nicht meiner Umsetzung dieser Meinung in eine
praktische Regelung, die Du nicht mehr zitiert hast.
>Summa summarum: Nur nicht polemisch werden, sonst folgen irre Followups. :-)
Fuer eine ordentliche Polemik sind Deine Kommentare schon zu irre.
Bei einer Polemik unterstellt man zunaechst, dass derjenige, gegen
den man polemisiert, meint, was er sagt. Das kann ich in diesem
Fall nicht glauben. Ehrlich.
Nicht, dass man Sprueche wie Deine nicht an jedem Stammtisch
hoeren koennte.
8-) Jetzt ist es doch passiert! Vergiss den letzten Satz, bitte.
Wolfgang Strobl
>jric...@krefcom.ish.de (Jan Richert) writes:
>>Ich kenne jemanden, ueber den sich in aehnlicher Situation jemand
>>offensichtlich so geaergert hat, dass er kurzerhand die Scheibe
>>runtergekurbelt und geschossen hat.
>
>>Soweit sind wir auf deutschen Autobahnen.
>
>Du verwechselst das nicht zufaellig mit L.A. Story?
>"Liebling, welchen Tag haben wir heute?"
>"..."
>"Oh Mist, dann hat die Saison wieder angefangen. Lang mal ins Handschuhfach
>und hol den Revolver raus!"
>(Wilde Schusswechsel auf dem Highway folgen)
>Soweit die nicht-woertlichen Zitate aus dem Film...
>
>Michael
Da kommt man mal eine Woche lang nicht im 'nn' bis sub.verkehr und
dann auf einmal 2 Bildschirmseiten voll mit kontroversen Followups ...
Da habe ich ja mit meinem etwas provokativem Artikel ueber das
"zu_schnell_fahren" ja wohl genau den richtigen Berv getroffen.
In <COSTANTI.91...@eos.informatik.uni-bonn.de> schreibt
cost...@eos.informatik.uni-bonn.de (Ruggero Costantini) :
> Mich macht sprachlos, dass als Mass der Dinge, das erwischt werden koenen
> genommen wird, nicht das toeten koennen. Peter _scheint_ (meine
> Interpretation)
> sich nur als potentielles Opfer (einer Radarfalle) zu sehen, nicht als
> potentieller Taeter (einer schweren Koerperverletzung/ einer Toetung).
> Das Taetertum wird durch das Opfersein verdraengt, Peter glaubt, wenn er
> sich selbst schuetzt Opfer zu sein, hat er genug getan, um seine Verantwortung
> als potentieller Taeter gerecht zu werden. Es ist diese Verzerrung der
> Perspektive die mich so verbluefft.
und weiter:
> Peter's Szenario war die Tempo-30-Zone in der Stadt. Im uebrigen hat Heiner
> in seiner reply erklaert, warum es auch nachts um drei, bei klarer Sicht auf
> der Autobahn unverantwortlich ist 200km/h zu fahren.
Nun dann will ich mal etwas Oel in die Flammen giessen und dazu selbst
was sagen: Von einer Tempo 30 Zone hatte ich nichts geschrieben.
(In solchen Bereichen fahre ich persoenlich sogar eher noch langsamer;
meist nur 20 oder weniger, wenn die Strasse sehr eng zugeparkt ist.
Dabei ist es mir dann auch egal, ob in so einer Nebenstrasse theoretisch
sogar 50 erlaubt waeren oder nicht --- ja sowas gibt es noch ---)
In dieser Diskussion haben sich zwei Haupt-Gesichtspunkte heraus
kristallisiert, die eigentlich voneinander unabhaengig sind:
1. Die Probleme (Risiken) des Autofahrens an sich und ihre Bewertung.
2. Die Beachtung von gesellschaftlichen Regeln, Vorschriften im
Allgemeinen und hier im Speziellen von Verkehrsregeln.
Zu 1:
Jedem, der Auto faehrt, ist sicher klar, dass er jederzeit durch einen
Fahrfehler einen Unfall verursachen kann. Natuerlich gibt es sicher
viele Leute, die dieses Risiko fuer ihre eigene Person unterschaetzen.
Unter dem Strich muss jeder (also auch ich) zugeben, dass er in dem
Moment, in dem er los faehrt, prinzipiell das Risiko in Kauf nimmt,
irgendwann jemanden zu toeten. Dieses Risiko ist aber statistisch
gesehen _relativ_ gering. Natuerlich ist das Risiko, als Fussgaenger
den Tod anderer Menschen zu verursachen noch viel geringer.
Auf jeden Fall besteht meiner Meinung nach nicht zwingend ein
Zusammenhang zwischen der blinden Befolgung aller Verkehrsvorschriften
und dem konkret zu irgendwelchen Zeitpunkten bestehendem Unfallrisiko.
Jeder Autofahrer steht da in dem Konflikt zwischen dem Wunsch sein
Unfallrisiko zu minimieren und dem Wunsch sich frei und unbeschwert zu
bewegen. Es ist eine interessante Frage, wie man nun dieses objektiv
immer vorhandene Rest-Risiko moralisch und ethisch bewerten will, ab
wann man diese "Risiko-Bereitschaft" als "verantwortungslos" bezeichnen
will. Ich glaube nicht, dass die Beachtung der Verkehrsregeln mehr
als ein Indiz fuer die Risiko-Bereitschaft sein kann. Ich habe viele
Autofahrer erlebt, die unter Beachtung der Verkehrsregeln aeusserst
riskante Manoever durchgefuehrt haben, die ich niemals so riskiert
haette.
In den Statistiken ueber Unfallursachen steht ja auch nicht "Schneller
als erlaubt gefahren", sondern "nicht angepasste Geschwindigkeit".
Welche Geschwindigkeit in einer bestimmten Situation nun "angepasst"
ist, hat meistens herzlich wenig mit den Schildern am Strassenrand
zu tun.
Zu 2:
Gesellschaftliche Regeln und Konventionen haben sicher ihren Sinn.
Trotzdem ist es sinnlos, zu fordern oder zu erwarten, dass sich
Mensche genau an alle Vorschriften und Regeln halten. Dafuer sind
schliesslich Maschinen und Computer gedacht. Speziell bei den
Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es offenbar einen recht breiten
gesellschaftlichen Konsenz darueber, dass man diese Regeln nicht
ganz so genau nehmen muss. ;-)
Als Beleg fuer diese provokative These kann ich leider nur meine
eigenen subjektiven Autofahrer-Erfahrungen anfuehren :
Ich fahre gelegentlich, wenn ich davon ueberzeugt bin, dass es die
Verhaeltnisse erlauben, etwas schneller als es laut Schild erlaubt
ist. (z.B. 90 statt 70). Meistens ueberholen mich dann aber noch
in etwa genau so viele Fahrzeuge, wie ich selber ueberhole.
Die Gefahr, bei so einem Regel-Verstoss erwischt zu werden, ist
(zumindest hier im armen Bundesland Bremen) laecherlich gering.
Diese Tatsache in Verbindung mit dem von vielen Autofahrern als
_tragbar gering_ eingeschaetzten Risiko eines Unfalls und den
verschmerzbaren Strafen, fuehrt offenbar dazu, dass sich sehr viele
Autofahrer an bestimmte Geschwindigekeitsbeschraenkungen nicht halten
und Regelverletzungen (aehnlich wie Schwarzarbeit/Zinsertrags-
Steuer-Hinterziehung und aehnliches) von einer relativ breiten Masse
als Kavaliersdelikt angesehen werden.
So, genug geschwafelt ;-)
Gruss, Peter
-=-=-
Peter Funk \\ ArtCom GmbH, Schwachhauser Heerstr. 78, D-2800 Bremen 1
Work at home: Oldenburger Str.86, D-2875 Ganderkesee 1/phone : top secret
bi...@pcsbst.pcs.com (Bill Potter) writes:
Ich finde das gar keine schlechte Idee. Koenntest Du bitte noch die
Begruendung nachschieben, warum Du es 'daneben' findest, oder haben
wir leider keine Begruendung? --Ruggero
Wahrscheinlich viel mehr, als Du in Deinem Leben rausblasen wirst.
Das ist aeusserst tuechtig, lieber Joachim, irgenwo muss man ja
auch mal besser sein als andere, und wenns sonst nichts gibt, dann
wenigstens im Giftgas "rausblasen".
> Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
> zu sein.
Grundsatzdiskussionen zwischen Autofahrern und sich belaestigt fuehlenden
Anti-Autofahrern scheinen von sub.verkehr gleichermassen untrennbar zu sein.
...oder meinst Du Grundsatzdisskussionen zwischen Umweltschuetzern und
sich belaestigt fuehlenden Anti-Umweltschuetzern?
> Mir ist schleierhaft, warum die Tempoueberschreitung nicht
> beim zweiten oder dritten Versuch mit dauerndem Fuehrerschein-
> entzug bestraft wird. Wenn sich jemand mit einer Waffe
> auf die Strasse stellt und in die Luft ballert, wird er
> ja auch ziemlich schnell und dauerhaft eingebuchtet, selbst wenn
> durch Zufall niemand verletzt wurde. Warum sollen beim
> Auto andere Regeln gelten?
Ich hasse Regimes, in denen jemand dauerhaft fuer etwas
belangt wird, in Faellen, wo er niemanden schaedigt...
Oder was ist an einem Menschen so schlimm, der sich auf
die Strasse stellt und in die Luft ballert? Behinderung
des Strassenverkehrs? Laermbelaestigung? Man sollte das
alles relativ sehen.
Bei uns wird niemand fuers Autofahren belangt (dauerhaft schon gar
nicht), obwohl er damit ne Menge Leute schaedigt. Wenn es jedoch
jemand billigend in Kauf nimmt, dass er Aufgrund ueberhoehter
Geschwindigkeit jemanden toetet oder verletzt, dann denke ich,
besitzt er nicht die sittliche Reife einen Wagen zu steuern. Der
Fuehrerscheinbesitz ist schliesslich kein Grundrecht. An seinen
Erwerb sind bestimmte Bedingungen geknuepft, und wenn Du die nicht
erfuellst hast Du auch kein Anrecht auf einen Fuehrerschein. Davon
dass Du dauerhaft "belangt" wirst kann keine Rede sein. Oder fuehlst
Du Dich dauerhaft von einem "Regime" belangt, weil Du auf einmal
kein Kinderfahrkarte mehr benutzen darfst?
[ne Menge irres Zeug geloescht...]
Summa summarum: Nur nicht polemisch werden, sonst folgen irre Followups. :-)
Stimmt war richtig *irre* Dein Followup ;-)
--
Heiner Schorn (sch...@eos.informatik.uni-bonn.de)
>Autobahnkurven sind aeusserst selten nicht einsehbar. Als routinierter
>Autofahrer sollte man Ausweichmanoever bei querstehendem Auto beherrschen.
>Wenn das nicht schon im Unterbewusstsein verankert ist: an Verkehrsuebung
>teilnehmen! [Flames von wegen Ueberschaetzung der Routine nach /dev/null]
>> Oder weil an diesem Autobahnzubringer Leute wohnen, die keinen Wert
>> darauf legen, zusaetzlich zu dem Dreck, den Dein Auto ablaesst auch noch
>> von dem bei Tempo 100 wesentlich staerkeren Laerm genervt zu werden?
>Dreck ist sowieso vorhanden. Wer an einem Autobahnzubringer wohnt,
>steht sowieso unter Dauerlaermbelaestigung und freut sich auch mal
>ueber Variationen im Laermpegel.
>Pedanten sehen diesen Unterschied natuerlich nicht: StVO-
>Uebertretung ist StVO-Uebertretung. Hackt dem Suender die
>Beine ab..... Es gibt auch noch Jugendliche in der Kraut-
>und-Rueben-Zeit, die irgendwo ihre ueberschuessigen Kraefte
>rauslassen muessen. Der Strassenverkehr scheint hier eines
>der wenigen Ablassventile zu sein. Lass' sie doch. Das kann
>sich eigentlich nur noch bessern, wenn die Bevoelkerungs-
>glocke weniger Jugendliche hat (vs. viele Rentner).
Sach mal, wenn ich das da so lese..... Hab ich da beim quoten versehentlich
nen Smiley geloescht, oder meinst Du das ernst, was Du da von Dir gibst...
Laerm ist fast schon Koerperverletzung... Freust DU DICH, wenn Du statt
staendig eine auf die Schnauze auch mal nen Tritt in die E**** kriegst???
Und der Strassenverkehr ist ganz bestimmt NICHT dazu da, dass nen paar
Kraut-und-Rueben-Buben ihre Agressionen ablassen... Dazu gibts jedes
Jahr einfach zu viele Tote im Strassenverkehr.
Solange so nen Raser die Alterspyramide mit nem Crash gegen nen Bruecken-
pfeiler aendert, solls mir recht sein, ist sein Leben. Wenn er aber
mir (oder anderen) reindonnert, hab ich was dagegen, genauso, wenn sein
Pflegeplatz von mir geloehnt werden muss, nur, weil er sich halt die
Beine abrasiert hat....
>Ich hasse Regimes, in denen jemand dauerhaft fuer etwas
>belangt wird, in Faellen, wo er niemanden schaedigt...
Er koennte aber, und ER tut es auch! Schau in die Unfallstatistik.
So long
Albert alias QLown
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
--
_____
/ |O \ Direkt: Music-Box Augsburg: 0821/528406, 526088, UName QLown |
| | W | Domain: ql...@qlunix.abg.sub.org |
| | N| Voice: 0821 / 437 559 - Albert Schwark |
| |___|_________________________________________________________________|
\_____/ Beam me up, Scotty, there's no intelligent life on THIS planet |
[discussion about Radarfalle deleted]
>Mich macht sprachlos, dass als Mass der Dinge, das erwischt werden koenen
>genommen wird, nicht das toeten koennen. Peter _scheint_ (meine Interpretation)
>sich nur als potentielles Opfer (einer Radarfalle) zu sehen, nicht als
>potentieller Taeter (einer schweren Koerperverletzung/ einer Toetung).
>Das Taetertum wird durch das Opfersein verdraengt, Peter glaubt, wenn er
>sich selbst schuetzt Opfer zu sein, hat er genug getan, um seine Verantwortung
>als potentieller Taeter gerecht zu werden. Es ist diese Verzerrung der
>Perspektive die mich so verbluefft.
Wieso denn???? Auf der Strasse herrscht KRIEG, und im Krieg ist alles
erlaubt. (Ich mach extra keinen Smiley hin!)
Ansonsten kann ich die Argumantation aber schon nachvollziehen. Wenn's
so unuebersichtlich ist, dass man so nen Kaestchen uebersieht, dann
war man auf alle Faelle zu schnell, egal, was auf dem Schild jetzt
als Hoechstgeschwindigkeit draufstand.
Wenns dagegen so offen ist, dass die Cops nicht mal son Kasterl
verstecken koennen, dann ist es uebersichtlich. Das heisst aber
dann nicht, dass man dann rasen darf.
> Rug>Ich finde zu schnelles Fahren beinhaltet die Bereitschaft zu toeten.
> Rug>Das ist der Punkt fuer mich, nicht der formale Bruch der Ordnung, der
> Rug>mit einem (laecherlich niedrigen) Bussgeld bestraft wird.
Naja, sooo pauschal wuerd ichs mal nicht sehen. Wenn vor ner Schule gerast
wird, hast Du auf alle Faelle recht (Auch 50 ist da schon rasen).
(Setze statt Schule einfach noch Wohngebiet, Nebel, ..., ...)
Wenn einer auf ner Autobahn statt 100 mal 120 faehrt, dann ist es zwar
auch zu schnell (und kostet Geld:-))), aber nicht gerade nen Mordversuch.
Prinzipiell denke ich aber, dass die StVO zum EINHALTEN gemacht wurde,
und nicht zum uebertreten. Ansonsten wuerde ich aber jedem Paragraph 1
StVO empfehlen. Wer sich danach richtet, liegt schon mal nicht ganz falsch.
[Discussion about 200Km/h deleted]
Auf unseren Autobahnen ist eh schon lange ne Beschraenkung faellig, denn
leider sind ein Grossteil der Deutschen zu DAEMLICH, mit der gewaehrten
Freiheit umzugehen. Zum Leidwesen der wenigen, die es koennen.
Aber lieber fahr ich ab und zu mal langsamer als es eigentlich moeglich
waere, als dass Otto Dummdeutsch bei dickstem Verkehr mit 200 ueber
die AUtobahn donnert.
>jric...@krefcom.ish.de (Jan Richert) writes:
>[...]
Soll das nen Witz sein????? Wenn ja, dann isses nen schlechter einer....
Dann kannste ja gleich alle Regeln und Normen abschaffen und sagen, wems
nicht passt, dass Leute auf der Strasse angeschossen werden, der bleibe
halt daheim (bis der naechste Einbrecher kommt, dann geht man halt...)
Die Autobahnen sind zum Fahren da, und nicht als Kriegsspielplatz.
Warum sollte ich ein Braunkohlekraftwerk betreiben? Bei mir
kommt der Strom aus der Steckdose! >:-]
>>>>Aber wenn ich die Strecke im Schlaf kenne, warum soll
>>>>ich da nicht 100 fahren und zur Not noch einen LKW ueberholen???
>>>
>>>Vielleicht um Dich zu hindern, mit 100 in einen Neuling hineinzubrettern?
>
>>Wie soll ich denn in einen Wagen hineinbrettern, der nur 30 km/h
>>langsamer faehrt als ich??? Sooo unuebersichtlich ist es dort
>>auch nicht!
>
>Woher weisst Du, dass der Neuling 70 faehrt? Hast Du eine Vorstellung
>davon, was Deinem Vordermann passiert, wenn Du mit 100 km/h auf
>ein Fahrzeug, das 70 km/h faehrt, auffaehrst?
WARUM sollte mir das passieren??? (Ich spreche von normalem Wetter,
nicht von Nebel o. ae.)
>>>Oder weil an diesem Autobahnzubringer Leute wohnen, die keinen Wert
>>>darauf legen, zusaetzlich zu dem Dreck, den Dein Auto ablaesst auch noch
>>>von dem bei Tempo 100 wesentlich staerkeren Laerm genervt zu werden?
>
>>Koennte es vielleicht sein, dass ich genau weiss, dass es dort
>>ringsum nur Aecker gibt?
>
>>>Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
>>>zu sein.
>
>>DFUe und sinnloses Flamen offensichtlich auch nicht. :-(
>
>Du hast eine Frage gestellt und ein paar vorsichtige Antworten
>und Rueckfragen bekommen. Wenn Dir zu Antworten, die Dir nicht
>passen, nur das wohlfeile Etikett "sinnloses Flamen" einfaellt,
>solltest Du keine Fragen stellen, sondern einfach dem Prinzip
>"Augen zu und durch" huldigen.
Ich habe keineswegs den Sinn der Schilder in Frage gestellt, sondern
den blinden Gehorsam, den so mancher diesen Schildern entgegen-
bringen zu muessen glaubt. Vielleicht liegt's daran, dass ich
nicht beim Bund war und mir das Nachdenken nicht abgewoehnt
worden ist? Mein gesunder Menschenverstand sagt mir einfach,
dass 70 km/h an einer Stelle, die man gut kennt, eine uebertriebene
Verlangsamung ist und dass 30 km/h in einem Wohnviertel oftmals
zu schnell sein koennen. Sch... auf die Schilder!
>In article <25...@sol.ccc.de>, Michael Niermann writes:
>>jric...@krefcom.ish.de (Jan Richert) writes:
>>>Ich kenne jemanden, ueber den sich in aehnlicher Situation jemand
>>>offensichtlich so geaergert hat, dass er kurzerhand die Scheibe
>>>runtergekurbelt und geschossen hat.
>>
>>Du verwechselst das nicht zufaellig mit L.A. Story?
>>[..]
>Hmm, also mir hat auch schonmal jemand auf der Autobahn seinen Schlagstock
>gezeigt, [..]
das wundert mich absolut nicht. selbst wenn das erste beispiel
tatsaechlich aus 'nem film sein sollte.
die haben schon recht, im tv, wenn sie vom "Krieg auf deutschen
Autobahnen" sprechen. leider musz ich im rahmen meiner taetigkeit
viel im bundesgebiet rumfahren (so ca 45Tkm im jahr).
da kommen einem schon die verruecktesten dinge unter.
ein freund von mir hat eine pension und zu dem kam bis vor zwei
jahren regelmaeszig eine "klingeldruecker-kolonne" (das sind die,
die einem an der tuer von ihrer bewaehrung erzaehlen, und einem
ein zeitungsabo aufschwatzen wollen, damit sie ihre "scheine"
vollkriegen, und wieder eine chance "zurueck in die gesellschaft"
bekommen...).
der chef dieser kolonne war schon immer ein choleriker. als der
mal auf der autobahn von einem anderen nicht vorbeigelassen wurde,
(man kennt das spiel: einer faehrt einen dicken A der andere einen
ebensodicken B. B faehrt rechts, sieht A heranschiessen, drueckt
voll auf's gas, weil er es a) nicht haben kann, dasz A ueberholt,
und b) am horizont ein lkw eiert. A sieht das, laeuft rot an und
drueckt ebenfalls drauf. beide rasen so nebeneinander her, A
links (rot), B rechts (grinsend)...)
draengte er ihn kurzerhand erst auf die standspur, und dann ab ins
gruene. zu dumm, dasz der andere ein telefon dabei hatte. an der
naechsten ausfahrt warteten schon die gruen-weiszen, und stellten
erst mal die pappe sicher.
und ich bin mir sicher, dasz das kein einzelfall ist.
heute musz man ja schon angst haben, dasz einem ebensowas passiert,
wenn man mal einen lkw ausscheren laeszt, weil der auch mal ueber-
holen moechte (vor nem berg, wenn da einer mit 60, oder weniger
raufschnauft, zb). meistens fahren einem dann leute mit einem
"so ein arsch, jetzt laeszt der den auch noch raus" - blick so
nah hinten auf, dasz sie problemlos den amtsstempel auf dem
nummernschild lesen koennen; ganz zu schweigen von dem lichthup-
konzert vorher...
zu dem thema 'mal ne frage:
gelten die geschwindigkeitsbeschraenkungen vor jeder lkw-kontrolle
(100/80/60) eigentlich NUR fuer die lkw? man kommt sich ja schon
irgendwie doof vor, wenn man da vom gas geht, und einige andere
an einem vorbeizischen, dasz man meint, langsam rueckwaerts zu
rollen...
grusz,
uwe
--
=====
( | ) Uwe S. | sy...@phiger.deg.sub.org [aka Connor MacLeod] [Company Chief]
===== Obst | LOST- Dog, three (3) legs, blind in left eye, missing right ear,
[PHI] ->---- | tail broken, recently castrated... answers to name of "Lucky" -?
>50-55 - a friendly warning
[...]
>80+ - the car is confiscated and sold. The profits are used to provide
> medical and other care for innocent road accident victims.
Very funny, aber irgendwie total daneben. Sorry.
GruPt, Hugi
--
Das solltest Du aber erlaeutern, denn ich weiss nicht, wie Du's
meinst.
H.
--
/---S---\ Heinrich Seebauer
BARDE---Y-----BARDE Institut fuer Informatik Abteilung fuer Informatik IV
\---N---/ Roemerstr. 164, W-5300 Bonn 1, x228 / 550 223
\---C-/ dataflow - the better way
- I am a signature antibody. Copy me into your signature and your -
>str...@gmdzi.gmd.de (Wolfgang Strobl) writes:
>>jric...@krefcom.ish.de (Jan Richert) writes:
>>[...]
>Soll das nen Witz sein????? Wenn ja, dann isses nen schlechter einer....
>Dann kannste ja gleich alle Regeln und Normen abschaffen und sagen, wems
>nicht passt, dass Leute auf der Strasse angeschossen werden, der bleibe
>halt daheim (bis der naechste Einbrecher kommt, dann geht man halt...)
>Die Autobahnen sind zum Fahren da, und nicht als Kriegsspielplatz.
Der Gegenbeweis zu dieser Hypothese wird taeglich auf unseren
Strassen erbracht.
Abgesehen davon, wer redet denn von "daheimbleiben"? Fuer meine
Familie und mich stellen Autobahnen hauptsaechlich Verkehrshindernisse
dar, die unsere Mobilitaet erheblich behindern und einschraenken.
Wenn es nach mir ginge, wuerde man die Autobahnen - nach erheblichem
Rueckbau und mit geaenderten Benutzungsregeln - ausschliesslich
der gewerblichen Wirtschaft zur Verfuegung stellen, zu kosten-
deckenden Preisen.
Wolfgang Strobl
> dowj...@jattmp.nbg.sub.org (Joachim Astel) writes:
> >Dreck ist sowieso vorhanden. Wer an einem Autobahnzubringer wohnt,
> >steht sowieso unter Dauerlaermbelaestigung und freut sich auch mal
> >ueber Variationen im Laermpegel.
> Dreck ist *nicht* sowieso vorhanden. Aber schoenen Dank fuer die
> eindrucksvolle Demonstration fuer meine These:
Grmblftz. Meine Worte waren eigentlich ein Stueck Selbstironie. Da steht
man als junger Mensch ziemlich ohnmaechtig vor einer zerstoerten Umwelt.
Was fuer nette Worte soll man da sonst finden als "Die Umwelt ist eh
schon kaputt, also was soll's und No Future und so"?!
> >> Autofahren und Ruecksichtslosigkeit scheinen untrennbar
> >> zu sein.
>
> [...]
Ich schaetze mich selber nicht als ruecksichtslos ein. Immerhin bekomme
ich ziemliche Gewissensbisse, wenn ich mich ins Auto setze und dabei
Umwelt schaedige, potentiell Menschen gefaehrde usw. Allerdings mache
ich das fast taeglich und bin dadurch schon ein ziemliches Nervenbuendel.
> >Pedanten sehen diesen Unterschied natuerlich nicht: StVO-
> >Uebertretung ist StVO-Uebertretung.
>
> Von wem redest Du?
Das war eine Anspielung auf diejenigen, die stur und obrigkeitshoerig
alle Verkehrsregeln stur einhalten, egal ob sinnvoll oder nicht. Meine
Devise ist "den Strassen-/Sicht-/Witterungs-/Verkehrs-Verhaeltnissen
angepasste Fahrweise. Wenn jemand bei Tempo 100 und glitschiger Strasse
nach Regen dennoch Tempo 100 (wie auf dem unschuldigen Verkehrsschild)
faehrt, tut er mir leid.
Wenn mir die elektronische Wechsel-Verkehrsschild-Anlage zwischen
Nuernberg-Nord und Erlangen-Tennenlohe vorschreibt, wegen _Naesse_
Tempo 80 zu fahren, obwohl die Strasse strohtrocken ist, kann ich
mich diesem Gebot nun leider nicht so ganz anschliessen, soweit
ich davon ausgehen kann, dass ich vor meinem Vordermann jederzeit
zum Stehen komme, falls er eine Vollbremsung hinlegt oder ich
in geeigneter Weise reagiere, wenn ein Reh/Passant etc. mir in die
Fahrbahn rennt.
Da kommt mir schon eher das kalte Grausen, wenn jemand in so einem
Fall dann seine Tempo 80 faehrt, dafuer aber in seinem Auto vor sich
hindaemmert und eine Reaktion gleich NULL hat.
Autofahren hat mit Vorsicht, Ruecksicht und Nebensicht im Strassen-
verkehr zu tun; das steht zumindest so aehnlich in Paragraph Eins
der Strassenverkehrsordnung so drin, und wer das nicht durchschaut
hat, wird von mir (wie oben) mit dem Begriff "Pedanten" versehen.
> >Hackt dem Suender die
> >Beine ab..... Es gibt auch noch Jugendliche in der Kraut-
> >und-Rueben-Zeit, die irgendwo ihre ueberschuessigen Kraefte
> >rauslassen muessen. Der Strassenverkehr scheint hier eines
> >der wenigen Ablassventile zu sein. Lass' sie doch.
>
> Ich denke ueberhaupt nicht daran. Wenn jemand seine
> ueberschuessigen Kraefte abreagieren will, soll er
> Sport treiben oder Fahrrad fahren, statt meine Kinder
> totzufahren oder zu vergiften. Ausserdem moechte ich
> mal wissen, wie man beim Autofahren "ueberschuessige
> Kraefte rauslassen" kann. Ich habe eher den Eindruck,
> dass die Unmoeglichkeit, sich in einem Auto koerperlich
> zu betaetigen zu einem Aufstau von ueberschuessigen
> Kraeften, damit zu aufgestauten Agressionen und
> schliesslich zu dem bekannten motorisierten Vandalismus
> fuehrt.
Es ist allerdings eine unabdingbare Tatsache, dass das
Auto als derartige Ablassventil benutzt wird. Und ich
dachte dabei eigentlich in erster Linie an die Autobahn,
weniger an totgefahrene Kinder.
Sport-Treiben ist irgendwie out, wenn ich mir die Manta-
Fahrer aus meiner Nachbarschaft anschaue. :-) Autofahren
ist dagegen technisch, bringt ein Freiheitsgefuehl, etc.
(Nur, um die Werte der anderen in einem Satz auszudruecken.)
Was fuer eine Ersatzbeschaeftigung koennte man diesen Leuten
bieten?
> >Ich hasse Regimes, in denen jemand dauerhaft fuer etwas
> >belangt wird, in Faellen, wo er niemanden schaedigt...
Gut, den Begriff "Regime" hatte ich eigentlich gar nicht
direkt im Zusammenhang mit dem Strasenverkehr erwaehnt,
sondern eher zu Deinem erwaehnten Beispiel. Wenn irgendein
Staat alles moegliche verbietet, nur um der inneren Ruhe
wegen, handelt es sich fuer mich dabei um ein Regime, ver-
gleichbar etwa mit der allg. Situation im dritten Reich.
Dein erwaehntes Beispiel mit dem Typen, der mit einer Pistole
in die Luft schiesst, war fuer mich noch kein Grund, diese
armseelige Person gleich fuer alle Ewigkeit einzubuchten.
Gut, den Fall mit dem Herzinfarktgefaehrdeten habe ich nicht
in Betracht gezogen, allerdings vermute ich in so einem Fall
noch keine Gefaehrdung fuer die Allgemeinheit. Wird im Land
der unbegrenzten Moeglichkeiten jemand eingesperrt, weil er
mit seiner Waffe auf irgendwelche alten Cola-Dosen schiesst?
Genausowenig wollte ich das Ganze auf den Strassenverkehr
uebertragen. Im Prinzip wollte ich nur allgemein ausfuehren,
dass zuviel Regelements nur um der Regelements willen zuviel
des Guten sein koennten. Inwieweit dies im Einzelfall, ins-
besondere in unserem Beispiel Strassenverkehr zutrifft, soll
mal dahingestellt bleiben.
> darum, Verkehrsrowdys von ihrem Tun abzuhalten. Wie, ist
> mir egal, und wenn man jedem, der geblitzt wird, eine
> Jahresnetzkarte der DB schenkt und ihm eine eigene Neben-
> strecke baut. Hauptsache, es hilft.
Keine schlechte Idee. Wenn sie nur nicht so teuer waere... :-)
> Im uebrigen ist es eine Fehlinformation, dass jemand,
> der Auto faehrt, niemanden schaedigt.
Hat vermutlich auch niemand behauptet. Schliesslich ist es ein
Faktum, dass von jedermann in einem Kraftwagen eine prinzipielle
Gefahr ausgeht.
> Und schliesslich kann ich mir die Bemerkung nicht
> verkneifen, dass ich jedem die Freiheit zugestehe,
> Russisch Roulette zu spielen.
Genau diese Freiheit wollte ich bei dem Mann, der mit seiner
Pistole in die Luft schiesst, verteidigen.
> Aber ich betrachte
> es als einen Angriff auf *meine* Freiheit, wenn
> jemand meint, mir oder meiner Familie dieses Spiel auf-
> zwingen zu muessen. Selbst wenn beim ersten oder zweiten
> Versuch niemand zu Schaden kam.
Die Freiheit Deiner Familie sollte insofern unantastbar sein.
> Mit dem Auto zu schnell fahren ist Russisch Roulette
> spielen, mit Zwangsbeteiligung und auf Kosten anderer.
Relativiert gesagt: Den Verhaeltnissen unangepasstes Fahren.
Ansonsten Zustimmung.
> >Summa summarum: Nur nicht polemisch werden, sonst folgen irre Followups. :-)
>
> Fuer eine ordentliche Polemik sind Deine Kommentare schon zu irre.
Argl, ich hatte ja mein Geschaetz nicht als polemisch interpretiert,
sondern deines; dafuer meines als irres Followup (im wahrsten Sinne des
Wortes) dargestellt. Nicht umgekehrt, wie Du mir das vielleicht zugute
halten haettest wollen. :-) Gute Nacht dann.
-Achim
>Die wenigen Verkehrsregelungen, die wirklich an dem einen oder anderen
>Platz sinnlos sind, sollten dabei unter die Regel "im Zweifelsfall fuer
>die Befolgung" fallen. Wer etwas dagegen hat, der kann auf legalem
>Wege dagegen angehen.
Genau das war mal Thema eines Postings von mir, leider habe ich bisher
keine Antwort erhalten. WER weiss wie ich gegen offensichtlich
unsinnige/widerspruechliche Verkehrsvorschriften angehen kann?
--
Andreas Baess <and...@easix.GUN.de> {tmpmbx,mcshh,smurf,unido}!easix!andreas
Snail-Mail: Fontanestr. 12, D-4044 Kaarst1, Tel.: +49 2131 605652
> Baden allein genuegt nicht, man muss auch mal das Wasser wechseln <
> Very funny, aber irgendwie total daneben. Sorry.
cost...@eos.informatik.uni-bonn.de (Ruggero Costantini) writes:
>Ich finde das gar keine schlechte Idee. Koenntest Du bitte noch die
>Begruendung nachschieben, warum Du es 'daneben' findest, oder haben
>wir leider keine Begruendung? --Ruggero
Huch, jetzt haette ich das doch fast nicht gelesen - ich brauche doch noch
meinen Newsreader der mir sagt, wenn jemand auf meine Nachrichten antwortet.
Also, unsere Begruendung:
1. Die freundliche Warnung mit 55 freut mich immer wieder, d.h., ich fahre
schon mal 55. Kosten: Kontrollpersonal, -geraet. Einnahmen: Keine.
2. 1h Nichtfahren macht mir ueberhaupt nichts aus, d.h., ich fahre schon
mal 60. Kosten: wie 1, zusaetzlich erheblicher Aufwand (Kontrolle fuer
1h Fahrzeug stehenlassen). Einnahmen: Keine.
3. 24h Nichtfahren ist schon ein bisserl nervig fuer den einen oder anderen,
aber das kann man sich schon einrichten. Man hat ja ausserdem noch den
Zweitwagen. Also fahr ich schon mal 70. Kosten: wie 2), Einnahmen: Keine.
4. 2 Tage mal nicht fahren ist erst recht nervig. Mir persoenlich wuerde es
zwar auch fast nicht jucken. Vor allem wenn mir das maximal 10 mal im
Jahr passiert. Hoechstens wenn es ein Mietwagen war, weil die Autover-
mietung will dann natuerlich das Geld von mir, wenn der Wagen 2 Tage nicht
gefahren werden darf. Die Kosten sind natuerlich enorm, wenn man wirklich
auch ab und zu erwischt werden soll. Mir aber wurscht, ich fahr schon mal
80 (dafuer waer ich schon fast meinen Fuehrerschein los). Tolle Regelung!
5. Wow, endlich mal kommt Geld in die Kasse. Da muessen aber schon sehr viel
Typen in der Stadt 210 fahren, damit das die oben erwaehnten Massnahmen
halbwegs deckt. Aber das ist sicher wirksam. Nur wird kaum einer wirklich
erheblich schneller als 80 fahren. Vermutlich wird es sich so bei 80-85
einpendeln. Natuerlich wird es immer ein paar Penner geben, die sich auch
dann noch an die Verkehrsregeln halten. Aber mit denen muss man leben.
Natuerlich gibt es kleinere rechtliche Probleme, aber denen ist mit einer
Grundgesetzaenderung schon beizukommen. Autos werden zu Staatseigentum
deklariert, genial. Wer legt dann den Preis fest, zu dem man sein Auto
zurueckkaufen kann? Und wie hoch ist der Beitragssatz fuer eine Autoent-
eignungsversicherung? Zumindest Autovermietungen wuerden um diese nicht
herumkommen. Allerdings ein toller Anreiz fuer amerikanische Action-
Touristen, die jetzt das absolute Feeling nicht nur auf deutschen Auto-
bahnen, sondern auch in deutschen Innenstaedten geniessen koennen.
Achja, ich hab das ganze als einen Joke aufgefasst. War es anders gemeint?
Gruss, Hugi
--
> Autofahrer toeten Menschen. Viele Menschen. Jeder von uns ist
> schon mal an einer Stelle vorbeigefahren, wo ein Autofahrer
> einen Mensch getoetet hat. Es liegen Scherben auf der Strasse
> uns manchmal ist schon Sand ueber das Blut gestreut.
>
> Der Autofahrer ist der Taeter. Er ist auch das Opfer, wahrscheinlich
> geht es ihm eine lange Zeit danach ziemlich beschissen. Nur
> das Auto zu fahren, war ganz allein sein Interesse. Er hat das Mittel
> gewaehlt, die Geschwindigkeit, seine Aufmerksamkeit dosiert. Es gab'
> keinen Befehlsnotstand. Deshalb interessiert mich das Opfer Autofahrer
> nicht.
[...]
Guter Artikel, hervorragend argumentiert.
Was mich fasziniert, ist der taegliche Dauerstau hier in Berlin in
Ost-West-Richtung, jeden Tag dasselbe und trotzdem fahren alle Auto.
Warum tun die das? Hier gibt's so ungefaehr 370 U- und S-Bahnstationen,
unzaehlige Busse, jede Menge Fahrradwege - und trotzdem Stau. (Dazwischen
jede Menge Zweitakter, kann die nicht mal einer zur ASU schicken?!)
"Es ist doch so bequem"
"*Ich* finde immer einen Parkplatz"
"Und was ist, wenn's regnet?"
"Ich habe schliesslich einen Katalysator"
"Die Stadtautobahn muss breiter werden"
"Autofahren macht Spass"
Die letzte Aussage fasziniert mich besonders. Hat irgendjemand schon mal
einen Autofahrer mit einem freundlichen Gesicht gesehen, besonders in
besagtem Stau? Natuerlich ist jeder Autofahrer heimlich ueberzeugt, dass
alle anderen Autofahrer inkompetent sind :-)
Ich habe kein Auto. Dauert zu lange, zu entnervend, Staus, fehlende
Parkplaetze, zu teuer, und als Radfahrer weiss ich, was eine Tonne Stahl
anrichten kann - ich habe Angst, einen Unfall zu verursachen.
Ich moechte niemanden angreifen, ich staune nur. *Ich* finde Staus
wunderbar, man kommt mit dem Rad viel besser durch :-)
--
Thomas Driemeyer
tho...@bitrot.in-berlin.de
>Im Artikel <1991Dec27....@hugis.nbg.sub.org> schreibt
> hug...@hugis.nbg.sub.org (Ingo Kraupa):
>>
>>> >50-55 - a friendly warning
>>> >55-60 - the car has to stay still for 1 hours.
>>> >60-70 - the car has to stay still for 24 hours.
>>> >70-80 - the car has to stay still for 48 hours.
>>> >80+ - the car is confiscated and sold. The profits are used to provide
>>> > medical and other care for innocent road accident victims.
>>
>>> Very funny, aber irgendwie total daneben. Sorry.
>>
>>1. Die freundliche Warnung mit 55 freut mich immer wieder, d.h., ich fahre
>> schon mal 55. Kosten: Kontrollpersonal, -geraet. Einnahmen: Keine.
>>
>>2. 1h Nichtfahren macht mir ueberhaupt nichts aus, d.h., ich fahre schon
>> mal 60. Kosten: wie 1, zusaetzlich erheblicher Aufwand (Kontrolle fuer
>> 1h Fahrzeug stehenlassen). Einnahmen: Keine.
>>
>>3. 24h Nichtfahren ist schon ein bisserl nervig fuer den einen oder anderen,
>> aber das kann man sich schon einrichten. Man hat ja ausserdem noch den
>> Zweitwagen. Also fahr ich schon mal 70. Kosten: wie 2), Einnahmen: Keine.
>>[...]
Hi!
Wenn ich Dich richtig verstehe, dienen die Kontrollen nicht der
Verbesserung der Verkehrssicherheit, sondern dem Fuellen des
Staatssaaeckels. Ausserdem halt ich die Idee fuer absolut
genial!!!!! Wo trifft man einen, ders zu eilig hat, am haertesten????
Aussteigen und laufen! Son fetter Benzraser aus der Vorstandsetage
(Achtung, Vorurteil gegenueber Benz-Benutzern ;-))))
lacht doch nur ueber nen Hunnie Bussgeld, wird sich aber gruen aergern,
wenn er seinen fetten A.... zu Fuss zur naechsten U-Bahn schleppen muss
und dann unter gewoehnlichem Volk zu seiner Sitzung gurken muss.
Die Idee hiess ja -sofort aussteigen und stehen lassen- und nicht, dass
das Auto irgendwann mal fuer ne Stunde abgestellt wird...
>Dagegen bevorzugt das jetztige System doch einseitig die Leute mit mehr
>Geld. "Zu schnell, ach was, wenn sie mich erwischen zahl' ich halt mal
>die paar Mark."
Kann ich nur zustimmen. Ne Stunde laufen dauert fuer jeden gleich lang,
ob er nun nen Haufen Kohle hat oder nen armer Schlucker ist...
Den Vorschlag sollte man glatt im Parlament einbringen!!!!
Ich hallte das Fahrverbot fuer Wiederholungstaeter und bei Rasern fuer
das beste Mittel. Aber:
Mir erzaehlte jemand, das 3/6 Monate Fahrverbot mit einer hoeheren Geldstrafe
umgangen werden kann, wenn der Betroffene beruflich auf sein Auto
angewiesen ist. Es soll etwa die 2 bis 4 fache Geldstrafe je nach Anwalt
und Richter sein.
Damit ist doch die Abschreckung total dahin! Leute, die es sich leisten
koennen, werden sich dann einfach einen guten Anwalt nehmen und weiter gehts.
--
/* Etzat isses so weit ----> this is the end */
>Ich hallte das Fahrverbot fuer Wiederholungstaeter und bei Rasern fuer
>das beste Mittel. Aber:
>Mir erzaehlte jemand, das 3/6 Monate Fahrverbot mit einer hoeheren Geldstrafe
>umgangen werden kann, wenn der Betroffene beruflich auf sein Auto
>angewiesen ist. Es soll etwa die 2 bis 4 fache Geldstrafe je nach Anwalt
>und Richter sein.
>Damit ist doch die Abschreckung total dahin! Leute, die es sich leisten
>koennen, werden sich dann einfach einen guten Anwalt nehmen und weiter gehts.
... und fuer die anderen geht es auch ohne Anwalt weiter. In unserem
lokalen Kaesblaettle kann ich mindestens einmal die Woche lesen, dass
unsere Freunde und Helfer jemanden am Steuer finden, dem schon zum
x-ten Mal der Fuehrerschein entzogen wurde, und der auch diesmal gerade
keinen dabei hat.
Dass die dann auch noch alkoholisiert fahren, versteht sich fast
von selbst. Sonst waeren sie ja nicht aufgefallen ;-)
Da sind mir MASSIVE Geldstrafen deutlich lieber. Davon haben wir alle
wenigstens etwas.
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Helge Schuett
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