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Heizkostenverteiler (HKV) - ein heisses Thema?

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wd

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Dec 11, 1991, 2:48:16 AM12/11/91
to
Sorry falls ich hier kalten Kaffee zum ...zigten Mal aufwaerme,
aber irgendwie ist mir da doch noch einiges unklar.

Kurz das Problem: gestern war bei uns die alljaehrliche
Ablesung der Heizkostenverteiler, und, obwohl der Ableser eher
zu meinen Gunsten gerundet hat und die Rechnung (erwartungs-
gemaess) niedrig ausfaellt, ist da doch ein Punkt, der mich
aergert: Bei drei Heizkoerpern, die ich _NIE_ benutze, wurde
dennoch ein Verbrauch von je zwei Teilstrichen angezeigt. Nach
Beruecksichtigung der Wichtungsfaktoren macht das einen Ver-
brauch von 5.12 Einheiten - bei einer Gesamtsumme von 42.20
Einheiten immerhin satte 12%.

Vor allem denke ich, wenn die drei nicht genutzen Heizkoerper
jeweils genau die gleichen zwei Einheiten zuviel anzeigen, dann
machen das wahrscheinlich _alle_ HKV - wenn ich das hochrechne,
zahle ich 15.60 Einheiten zuviel, und das sind dann stolze 37%.

Natuerlich habe ich mit dem Ableser ueber dieses Thema dis-
kutiert - seine Argumente: klar verdunstet die Fluessigkeit
auch ohne Waermeentnahme, aber das ist nicht weiter ungerecht,
da die Raumtemperatur an den entsprechenden Stellen durch
andere Heizkoerper mit erzeugt wird. *)

Das mag sicher zum Teil richtig sein, andererseits faellt mir
dabei auch der vergangene Sommer ein, der heuer ja ziemlich
heiss war. Zahle ich am Ende mit meiner Heizkostenrechnung fuer
Sonnenenergie??? Ich dachte immer, Solarenergie sei umsonst -
falsch: ich zahle dafuer, ob ich sie will oder nicht :-(


*) Interessant fand ich eine Bemerkung des Ablesers, dass be-
sonders die Anzeige des Warmwasserverbrauches mit grosser
Vorsicht zu geniessen sei. Woertliches Zitat: "Ich denke,
wenn Sie sich nie duschen taeten, wuerde das Ding auch
sieben Einheiten anzeigen." [Ich weiss, dass der Konjunktiv
von "duschen" eigentlich anders heissen sollte; und ja, ich
habe den bayerischen Dialekt des Ablesers eingedeutscht.]


Nun meine Fragen an Euch alle:

* Muss ich wirklich auch fuer Waermemengen zahlen, die irgendwo
angezeigt werden, auch wenn ich definitiv nichts verbraucht
habe (was ich natuerlich kaum beweisen kann)? Was ist, wenn
ich den Raum (und damit den HKV) auf andere Art heize (Sonne,
Gas, Strom, Koerperwaerme, ...) - kann ich etwas gegen die
Anzeige am HKV unternehmen?

* Gibt es eine Moeglichkeit, die Ventile an solchen Heiz-
koerpern, die man nicht benutzen will, versiegeln zu lassen,
um den dort angezeigten Waermeverbrauch nicht bezahlen zu
muessen? (Falls man die Heizkoerper irgendwann doch benutzen
will, koennte man ja das Siegel brechen und dann einfach die
angezeigte Menge zahlen...) Wer macht so etwas, an wen muss
man sich wenden?

* Ist meine Schlussfolgerung, dass ich bei _allen_ HKV einen
Mehrverbrauch von zwei Einheitem bezahle, den ich nie
entnommen habe, schlicht und einfach falsch, oder ist sie
plausibel? Kann ich irgendwie dagegen vorgehen? 37% sind
schliesslich kein Pappenstiel, von Messgenauigkeit ganz zu
schweigen :-(

Hmmm, wenn ich intensiver ueber diese Problematik nachdenke,
habe ich noch ein paar dumme Fragen - vielleicht gibt es hier
ein paar echte Experten?

* Was ist bezueglich der verbrauchten ( = in die Umwelt abge-
fuehrten) Waermemenge effektiver: einen Wohnraum tagsueber
(wenn ich in der Arbeit sitze) auf konstanter Grundtemperatur
zu halten (z. B. 18 Grad), oder die Heizungen voellig zuzu-
drehen und dann erst, wenn ich wieder zu Hause bin, zu oeff-
nen und den Raum auf Wohntemperatur hochzuheizen? Wie halte
ich eine bestimmte Raumtemperatur am effektivsten - mit einem
Drosselventil (meine Thermostate arbeiten so), oder duch eine
Digitalsteuerung zwischen "zu" und "maximal"?

Ich bin mir bewusst, dass "effektiver" hier durchaus zwei
Bedeutungen haben koennte: 'angezeigte' gegen 'tatsaechlich
verbrauchte' Waermemenge. Mich interessieren ausdruecklich
beide Varianten.

* Da die HKV ja auf dem Verdunstungsprinzip beruhen, koennte
man auf die Idee kommen, die Anzeige durch mehrere Massnahmen
zu beeinflussen:

. Niedrigere Temperatur. Bei der Heizung schwer zu reali-
sieren, bei den Warmwasser-Anzeigern eventuell durch die
Waermetraegheit der Rohre etc. So sollte es "billiger"
sein, eine eine bestimmte Menge warmen Wassers einer be-
stimmten Temperatur dadurch zu erzeugen, dass ich warmes
und kaltes Wasser getrennt und mit voll aufgedrehtem
Warmwasserhahn einlaufen lasse, anstatt eine Mischtem-
peratur einzustellen, weil sich dann das Warmwasserrohr
laenger und weiter aufheizen kann. Ausserdem koennte man
aber auch einen HKV gezielt _kuehlen_...

. Hoeherer Druck. Den Druck selber kann man wohl kaum
beeinflussen (oder? Nein, ich will meine Wohnung nicht in
eine Druckkammer umwandeln), wohl aber den Dampfdruck. Was
passiert eigentlich, wenn ich einen (moeglichst dicht
schliessenden) Plastikbeutel (Kondom?) ueber den HKV
stuelpe? Beeinflusst das die Anzeige merklich? Apropos
Druck: welche Rolle spielt der hier (prozentual)? Heizt
jemand an der Nordseekueste billiger als jemand in den
Alpen? Es gibt doch nur einen Typ HKV, oder gibt es
hoehenabhaengige Varianten? Sollte ich mit dem Aufdrehen
meiner Heizung immer besser bis zum naechsten
Hochdruckgebiet warten?

Wenn ich durch solche Manipulationen meine Heizkostenrechnung
tatsaechlich beeinfussen koennte (und wuerde) - waere das nur
moralisch verwerflich oder koennte man dafuer jemand ernstlich
belangen?

So, nun diskutiert Euch mal schoen die Koepfe heiss (nicht
vergessen: waehrend dessen kann man die Heizung zudrehen...
:-)

Wolfgang

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Name : Wolfgang Denk (+49)-89-68004-288
Company : PCS GmbH, Pfaelzer-Wald-Str. 36, 8000 Munich, Germany.
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# "UNIX was not designed to stop you from doing stupid things, #
# because that would also stop you from doing clever things." #
# -- Doug Gwyn #
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Werner Icking

unread,
Dec 11, 1991, 11:55:42 AM12/11/91
to
w...@pcsbst.pcs.com (wd) writes:

>Kurz das Problem: gestern war bei uns die alljaehrliche
>Ablesung der Heizkostenverteiler, und, obwohl der Ableser eher

>zu meinen Gunsten gerundet hat [...]

Da faengst doch schon an: Jeder freut sich, dasz der Ableser zu seinen
Gunsten rundet! -- Schlechter Heizkostenverteiler -- Kluger Ableser!

In Beuel (Eingeweihte wissen, dasz es das gibt und wo es liegt) da
gab's mal einen Baecker, der, wann immer jemand bei ihm Berliner
(ja die heiszen anderswo anders :-) kaufen wollte, sagte: "Ich suche
Ihnen die Schoensten aus!". Jeder war's zufrieden. -- Kluger Baecker!

Werner
--
Werner Icking ick...@gmdzi.gmd.de (+49 2241) 14-2443
GMD - Gesellschaft fuer Mathematik und Datenverarbeitung mbH
Schloss Birlinghoven, P.O.Box 1316, D-5205 Sankt Augustin 1, Germany
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod."

Thomas Koenig

unread,
Dec 11, 1991, 11:55:19 AM12/11/91
to
In article <wd.692437696@tukan> w...@pcsbst.pcs.com (Wolfgang Denk) writes:

[einige interessante Fragen & Beobachtungen geloescht]

>* Was ist bezueglich der verbrauchten ( = in die Umwelt abge-
> fuehrten) Waermemenge effektiver: einen Wohnraum tagsueber
> (wenn ich in der Arbeit sitze) auf konstanter Grundtemperatur
> zu halten (z. B. 18 Grad), oder die Heizungen voellig zuzu-
> drehen und dann erst, wenn ich wieder zu Hause bin, zu oeff-
> nen und den Raum auf Wohntemperatur hochzuheizen?

Das abendliche Hochheizen ist vom Prinzip her effizienter. Wenn Du
tagsueber weniger Temperaturdifferenz gegenueber Deiner Umgebung hast,
geht auch weniger Waerme nach draussen verloren; dieser Waermestrom ist
etwa proportional der Temperaturdifferenz von drinnen nach draussen (bei
genauerer Betrachtung sogar ueberproportional, aber lassen wir das :-):

Q (Waermemenge pro Zeit) = A (Flaeche) * DT (Temperaturdifferenz)
* alpha (mittlerer Waermeuebergangskoeffizient, in erster
Naeherung konstant)

Es ist natuerlich nicht so angenehm, abends in eine klapperkalte Wohnung
zurueckzukommen, aber das muss jeder mit sich selber ausmachen; ideal
waere eine Zeitschaltuhr, die ein oder zwei Stunden vorher wieder
hochheizt, aber das ist wohl doch etwas arg aufwendig.

Ein Effekt kann uebrigens noch der Energiesparwirkung entegenwirken:
die subjektive Temperatur ist eine Kombination von Luft - und
Wandtemperatur; wenn die Waende tagsueber auskuehlen, braucht man eine
wesentlich hoehere Lufttemperatur, um sich behaglich zu fuehlen; wenn
die Luft die Waende genug wieder aufgewaermt hat, sollte man die Heizung
wieder runterdrehen, sonst geht das Geld zum Fenster raus und durch
die Waende.

Wie sich das allerdings auf die Heizkostenverteiler auswirkt, weiss
ich nicht; ich habe von den Dingern leider keine Zeichnungen vorliegen,
sonst koennte man rechnen.

> Wie halte
> ich eine bestimmte Raumtemperatur am effektivsten - mit einem
> Drosselventil (meine Thermostate arbeiten so), oder duch eine
> Digitalsteuerung zwischen "zu" und "maximal"?

Von der verbrauchten Waermemenge duerfte das keinen grossen Unterschied
machen, aber eine Zweipunktregelung, die haeufige Lastwechsel
verursacht, tut der Anlage auf jeden Fall weniger gut als eine
kontinuierliche Regelung; ob sich das auf die Lebensdauer einer
bauueblichen Heizung negativ auswirkt, weiss ich nicht.

> Ich bin mir bewusst, dass "effektiver" hier durchaus zwei
> Bedeutungen haben koennte: 'angezeigte' gegen 'tatsaechlich
> verbrauchte' Waermemenge. Mich interessieren ausdruecklich
> beide Varianten.

Siehe oben...

[Rest geloescht]
--
Thomas Koenig
ib...@rz.uni-karlsruhe.de, ui...@dkauni2.bitnet,
ui...@ibm3090.rz.uni-karlsruhe.dbp.de

Karl Schmuck [Bib]

unread,
Dec 12, 1991, 3:17:49 AM12/12/91
to
From article <wd.692437696@tukan>, by w...@pcsbst.pcs.com (wd):

> Sorry falls ich hier kalten Kaffee zum ...zigten Mal aufwaerme,
> aber irgendwie ist mir da doch noch einiges unklar.
>
> Kurz das Problem: gestern war bei uns die alljaehrliche
> Ablesung der Heizkostenverteiler, und, obwohl der Ableser eher
> zu meinen Gunsten gerundet hat und die Rechnung (erwartungs-
> gemaess) niedrig ausfaellt, ist da doch ein Punkt, der mich

Da irrst du Dich. Wenn der Ableser bei jedem HKV ein bisschen weniger
abliest, dann verringert sich doch die Summe aller abgelesenen Striche.
Die Kosten eines Striches berechnen sich aus der Summe aller angefallenen
Heizkosten dividiert durch die Summe aller abgelesenen Striche.
Rechne mal durch, vielleicht zahlst du weniger, wenn der Ableser aufrundet ;)


Eins aegert mich auch: Duschen soll doch kostenguenstiger sein als Baden.
Wenn ich 15 Min. dusche wird der HKV mehr anzeigen, als wenn ich in 10 Min.
eine Wanne voll laufen lasse, weil bei den HKV nach dem Verdunstungsprinzip
die Wassertemeratur und die Zeit und nicht die tatsaechliche verbrauchte
Energiemenge verrechnet wird.

Gruss Karl
--
Karl H. Schmuck |
Universitaetsbibliothek | e-mail: sch...@rhrk.uni-kl.de
PO. Box 2040 | ka...@dkluni01.bitnet
D-6750 Kaiserslautern |

Michael Niermann

unread,
Dec 12, 1991, 4:27:55 AM12/12/91
to
w...@pcsbst.pcs.com (wd) writes:

>* Was ist bezueglich der verbrauchten ( = in die Umwelt abge-
> fuehrten) Waermemenge effektiver: einen Wohnraum tagsueber
> (wenn ich in der Arbeit sitze) auf konstanter Grundtemperatur
> zu halten (z. B. 18 Grad), oder die Heizungen voellig zuzu-
> drehen und dann erst, wenn ich wieder zu Hause bin, zu oeff-
> nen und den Raum auf Wohntemperatur hochzuheizen?

Ich zitiere aus einer Information der GSG Wohnungsbaugesellschaft Olden-
burg, die man zum Einzug dazu bekam:

"Eine Zentralheizung ... kann waehrend der kalten Jahreszeit ein angenehmes
Raumklima nur dann schaffen, wenn sie in allen Raeumen staendig schwach
eingeschaltet staendig in Betrieb ist. Nur so sind die Waende der Raeume in
der Lage, Waerme zu speichern.
Die Unart vieler Mieter, erst nach Feierabend kraeftig die Zentralheizung
aufzudrehen, kann zwar die Luft im Raum in etwa ertraeglich erwaermen, es wird
aber niemals ausreichen, die waehrend des Tages und in der Nacht ausgekuehlten
Wandflaechen mit zu erwaermen [an denen sich Feuchtigkeit niederschlaegt].
Dieses Heizen ist uebrigens auch ungesund und fuehrt in vielen Faellen zu
kleineren wie groesseren Erkaeltungskrankheiten. [...]
Es ist eindeutig erwiesen, dass Mieter, die den ganzen Tag ueber gleichmaessig
ihre Wohnung beheizen, WENIGER BEHEIZUNGSKOSTEN IN IHRER ABRECHNUNG haben, als
Mieter, die staendig ihre Heizkoerper bei Abwesenheit zudrehen und bei
Anwesenheit um so mehr aufdrehen."

Zusammenfassung:
"Das Lueften mit gekipptem Fenster (Dauerlueftung) waehrend der Heizperiode
ist nicht gut.
Ein mehrfacher kurzer Durchzug bei voll geoeffnetem Fenster [und laufender
Heizung] ist besser!
Staendiges Beheizen aller Raeume auf eingestellte Zimmertemperatur von
20 Grad ist wirtschaftlicher und zweckmaessiger! Die Kosten bei diesem
Heizverhalten liegen nachweislich niedriger!
Es ist unwirtschaftlich und schaedlich, nur den Raum stark zu beheizen, in dem
man sich hauptsaechlich aufhaelt, waehrend die uebrigen Raeume fast nicht
beheizt werden..

Mit dem Heizen ist es wie mit allen anderen Annehmlichkeiten des Lebens:
maessig, aber regelmaessig. Auch lueften sollte man regelmaessig, zwar kurz,
aber dafuer kraeftig!"

MfG Michael

--
MAIL: Michael....@arbi.Informatik.Uni-Oldenburg.DE | ARBI: murray@gimli
HomeMail: mur...@sol.ccc.de | Bitnet: 148...@DOLUNI1.Bitnet | irc: Murray
Michael Niermann | Ammerlaender Heerstr. 389 | D2900 Oldenburg | 0441/776342
-=+* No deposit, no return. Message-Recycling, join in! *+=-

wd

unread,
Dec 12, 1991, 6:49:44 AM12/12/91
to
ib...@rz70.rz.uni-karlsruhe.de (Thomas Koenig) writes:

>Das abendliche Hochheizen ist vom Prinzip her effizienter. Wenn Du
>tagsueber weniger Temperaturdifferenz gegenueber Deiner Umgebung hast,
>geht auch weniger Waerme nach draussen verloren; dieser Waermestrom ist
>etwa proportional der Temperaturdifferenz von drinnen nach draussen (bei
>genauerer Betrachtung sogar ueberproportional, aber lassen wir das :-):

>Q (Waermemenge pro Zeit) = A (Flaeche) * DT (Temperaturdifferenz)
> * alpha (mittlerer Waermeuebergangskoeffizient, in erster
> Naeherung konstant)

Hm, auf den ersten Blick stimme ich zu; aber ich habe auch schon mal an
die (nicht unbedeutende) Waermekapazitaet gedacht, die Moebel und
Waende so in die Waagschale werfen. Und wenn man das beruecksichtigt,
werde ich eben wieder unsicher... Bei konstanter Temperatur muss ich
"nur" den Waermeverlust nach draussen ausgleichen; wenn ich die
Temperatur absinken lasse, geht die in diesen Gegenstaenden gespei-
cherte Waermemenge mit verloren, und ich muss abends meine Wohnung erst
wieder "aufladen".

>Ein Effekt kann uebrigens noch der Energiesparwirkung entegenwirken:
>die subjektive Temperatur ist eine Kombination von Luft - und
>Wandtemperatur; wenn die Waende tagsueber auskuehlen, braucht man eine
>wesentlich hoehere Lufttemperatur, um sich behaglich zu fuehlen; wenn
>die Luft die Waende genug wieder aufgewaermt hat, sollte man die Heizung
>wieder runterdrehen, sonst geht das Geld zum Fenster raus und durch
>die Waende.

>Wie sich das allerdings auf die Heizkostenverteiler auswirkt, weiss
>ich nicht; ich habe von den Dingern leider keine Zeichnungen vorliegen,
>sonst koennte man rechnen.

Das ist im wesentlichen ein oben offenes Glasroehrchen mit einer hin-
reichend langsam verdunstenden Fluessigkeit. Das ganze befindet sich
ein einem Gehaeuse, welches einerseits in innigem thermischen Kontakt
mit dem Heizkoerper / dem Warmwasserrohr steht, andererseits Manipu-
lationen durch den Bewohner ("Auffuellen") verhindert. Gemessen wird
also letztlich eine Groesse, die vor allem von Dauer und Heizkoerper-
temperatur abhaengt.

Daher auch meine Ueberlegungen zur Waermetraegheit - wenn ich mal
schnell ein Glas heisses Wasser zapfe, erwaermt sich das Rohr kaum; der
Verbrauch bleibt unbemerkt?

>> Wie halte
>> ich eine bestimmte Raumtemperatur am effektivsten - mit einem
>> Drosselventil (meine Thermostate arbeiten so), oder duch eine
>> Digitalsteuerung zwischen "zu" und "maximal"?

>Von der verbrauchten Waermemenge duerfte das keinen grossen Unterschied
>machen, aber eine Zweipunktregelung, die haeufige Lastwechsel

Hm, ich habe leider keine Ahnung, wie sich die verdunstete Menge als
Funktion der Temperatur berechnet (von der Dauer duerfte sie sicher
linear abhaengen?). Um also eine bestimmte Waermemenge zu entnehmen,
kann es egal sein, ob ich eine Stunde die Heizung zu lasse und dann
eine Stunde volle Pulle heize, oder ob ich die ganze Zeit mit halber
Kraft fahre. Was macht aber die Verdunstung in diesen beiden Faellen?

>verursacht, tut der Anlage auf jeden Fall weniger gut als eine
>kontinuierliche Regelung; ob sich das auf die Lebensdauer einer
>bauueblichen Heizung negativ auswirkt, weiss ich nicht.

Bei den von mir beabsichtigten grossen Intervallen und dem Umstand,
dass ich in einem grossen Haus mit vielen anderen Mitmietern wohne
sicher zu vernachlaessigen... (Keine hauseigene Heizungsanlage - die
Waerme kommt vom Heizkraftwerk).

Danke!

wd

unread,
Dec 12, 1991, 8:16:08 AM12/12/91
to
sch...@rhrk.uni-kl.de (Karl Schmuck [Bib]) writes:

>Da irrst du Dich. Wenn der Ableser bei jedem HKV ein bisschen weniger
>abliest, dann verringert sich doch die Summe aller abgelesenen Striche.
>Die Kosten eines Striches berechnen sich aus der Summe aller angefallenen
>Heizkosten dividiert durch die Summe aller abgelesenen Striche.
>Rechne mal durch, vielleicht zahlst du weniger, wenn der Ableser aufrundet ;)

Auf ein aehnliches Argument hat mich gestern schon ein Freund (Hallo
Bill!) aufmerksam gemacht: Da es um die _Verteilung_ der _insgesamt_
angefallenen Heizkosten geht, darf ich eigentlich nicht nur meinen
Haushalt betrachten, sondern muss vielleicht alle im Haus (der u. U.
noch weitraeumiger) einbeziehen. Wenn sich bei denen _allen_ die HKV
gleich verhalten, wovon auszugehen ist, dann relativiert sich mein
"Schaden" natuerlich erheblich. Trotzdem ist man um so schlechter dran,
je niedriger der tatsaechliche Verbrauch ist.

>Eins aegert mich auch: Duschen soll doch kostenguenstiger sein als Baden.
>Wenn ich 15 Min. dusche wird der HKV mehr anzeigen, als wenn ich in 10 Min.
>eine Wanne voll laufen lasse, weil bei den HKV nach dem Verdunstungsprinzip
>die Wassertemeratur und die Zeit und nicht die tatsaechliche verbrauchte
>Energiemenge verrechnet wird.

Hm, ich nehme aber an, dass Du beim Duschen eine niedrigere Wasser-
temperatur einstellst, oder? Aber Recht hast Du schon - Stichwort
Waermetraegheit kommt hier auch noch dazu.

Walter Mecky

unread,
Dec 13, 1991, 3:31:16 PM12/13/91
to
In article <wd.692543768@tukan> w...@pcsbst.pcs.com (wd) writes:
< Kurz das Problem: gestern war bei uns die alljaehrliche
< Ablesung der Heizkostenverteiler, und, obwohl der Ableser eher
< zu meinen Gunsten gerundet hat und die Rechnung (erwartungs-
< gemaess) niedrig ausfaellt, ist da doch ein Punkt, der mich
< aergert: Bei drei Heizkoerpern, die ich _NIE_ benutze, wurde
< dennoch ein Verbrauch von je zwei Teilstrichen angezeigt.

Wie schon erwaehnt ist die *Anzahl* der zu viel abgelesen Striche in
etwa ueberall gleich. Deswegen ist die Ungerechtigkeit nicht ganz so
gross wie von wd vermutet.

Aber ansonsten ist der Fachwelt klar, dass Verdunstungsmesser alles
anderer als das technisch ideale Mittel zum Messen des Heizenergie-
verbrauchs sind. Das ist so aehnlich wie mit dem Quecksilber-Amalgam
fuer Zahnfuellungen: es gibt viel, sehr viel daran auszusetzen
(zahntechnisch, gesundheits- und umweltmaessig) aber es wird massenhaft
eingesetzt. Grund: wirtschaftliche Notwendigkeit!

sch...@rhrk.uni-kl.de (Karl Schmuck [Bib]) writes:

< Eins aegert mich auch: Duschen soll doch kostenguenstiger sein als Baden.
< Wenn ich 15 Min. dusche wird der HKV mehr anzeigen, als wenn ich in 10 Min.
< eine Wanne voll laufen lasse, weil bei den HKV nach dem Verdunstungsprinzip
< die Wassertemeratur und die Zeit und nicht die tatsaechliche verbrauchte
< Energiemenge verrechnet wird.

Richtig. Die Verdunstungs"messer" fuer Warmwasser sind extrem ungenau.
Wenn Du schnell ein grosse Menge Heisswasser zapfst, zahlst Du weniger
als wenn Du die nicht so stark aufdrehst und deswegen fuer die selbe
Menge laenger laufen laesst. Die Geraete messen doch nur das Integral
von Temperatur des Rohres ueber die Zeit. Die Temperatur des Rohres ist
nahezu unabhaengig von der Durchflussgeschwindigkeit. Die Wassermenge
geht nicht ein.

Bei den Verdunstungsmessern sind (wie bei Amalgam) auch technische
Alternativen auf dem Markt: richtige *Mess*geraete mit digitaler Anzeige
die *jederzeit* den Verbrauch in kWh anzeigen. Dies ist auch ein
wichtiger Aspekt beim Energiesparen. Aber sie sind denen zu teuer, die die
Heizkosten nicht zu bezahlen brauchen: den Vermietern. Unter diesem
Aspekt moechte ich auch dieses Zitat betrachten:

In article <24...@sol.ccc.de> mur...@sol.ccc.de (Michael Niermann) writes:
< Ich zitiere aus einer Information der GSG Wohnungsbaugesellschaft Olden-
< burg, die man zum Einzug dazu bekam:
<
< "Eine Zentralheizung ... kann waehrend der kalten Jahreszeit ein angenehmes
< Raumklima nur dann schaffen, wenn sie in allen Raeumen staendig schwach
< eingeschaltet staendig in Betrieb ist. Nur so sind die Waende der Raeume in
< der Lage, Waerme zu speichern.
< Die Unart vieler Mieter, erst nach Feierabend kraeftig die Zentralheizung
< aufzudrehen, kann zwar die Luft im Raum in etwa ertraeglich erwaermen, es wird
< aber niemals ausreichen, die waehrend des Tages und in der Nacht ausgekuehlten
< Wandflaechen mit zu erwaermen [an denen sich Feuchtigkeit niederschlaegt].
< Dieses Heizen ist uebrigens auch ungesund und fuehrt in vielen Faellen zu
< kleineren wie groesseren Erkaeltungskrankheiten. [...]
< Es ist eindeutig erwiesen, dass Mieter, die den ganzen Tag ueber gleichmaessig
< ihre Wohnung beheizen, WENIGER BEHEIZUNGSKOSTEN IN IHRER ABRECHNUNG haben, als
< Mieter, die staendig ihre Heizkoerper bei Abwesenheit zudrehen und bei
< Anwesenheit um so mehr aufdrehen."

< ...


< Staendiges Beheizen aller Raeume auf eingestellte Zimmertemperatur von
< 20 Grad ist wirtschaftlicher und zweckmaessiger! Die Kosten bei diesem
< Heizverhalten liegen nachweislich niedriger!

Diese Darstellungen sind sachlich nicht haltbar. Ich habe kuerzlich
einen Beitrag in einem Wissenschaftmagazin des SDR gehoert, in dem klar
gesagt wurde, dass natuerlich Temparaturabsenkungen den
Energieverbrauch senken. Um wieviel haengt aber sehr von Waermeleit-
faehigkeit und spezifische Waermespeicherkapazitaet der Waende ab.

Die Wohnungsbaugesellschaft hat ueberhaupt kein Interesse daran, dass
die Mieter Heizkosten sparen. Dagegen ist sie daran interessiert, dass
nirgends Rohre einfrieren und keine Klagen kommen von Mietern, deren
Nachbarn angrenzende Raeume nicht heizen und die deshalb (bei
ungenuegender Isolation) kalte Waende haben.

--
__o Walter Mecky
_ \<,_ wal...@rent-a-guru.de or ...uunet!unido!mikros!walter
(_)/ (_) Phone: +49 6152 40813

Na wer denn wohl ...

unread,
Dec 14, 1991, 3:58:16 PM12/14/91
to
In <wd.692437696@tukan>, wd writes:
>Sorry falls ich hier kalten Kaffee zum ...zigten Mal aufwaerme,
>aber irgendwie ist mir da doch noch einiges unklar.
>
>Kurz das Problem: gestern war bei uns die alljaehrliche
>Ablesung der Heizkostenverteiler, und, obwohl der Ableser eher
>zu meinen Gunsten gerundet hat und die Rechnung (erwartungs-
>gemaess) niedrig ausfaellt, ist da doch ein Punkt, der mich
>aergert: Bei drei Heizkoerpern, die ich _NIE_ benutze, wurde
>dennoch ein Verbrauch von je zwei Teilstrichen angezeigt. Nach
>Beruecksichtigung der Wichtungsfaktoren macht das einen Ver-
>brauch von 5.12 Einheiten - bei einer Gesamtsumme von 42.20
>Einheiten immerhin satte 12%.
>
>Vor allem denke ich, wenn die drei nicht genutzen Heizkoerper
>jeweils genau die gleichen zwei Einheiten zuviel anzeigen, dann
>machen das wahrscheinlich _alle_ HKV - wenn ich das hochrechne,
>zahle ich 15.60 Einheiten zuviel, und das sind dann stolze 37%.
>
Ich weiss natuerlich nicht genau wie bei dir abgerechnet wird, aber
bei uns werden bei der Heizkostenrechnung nur die tatsaechlich
angefallenen Brennstoff- und sonstige Blafaselkosten anteilig
umgelegt, daher ist es doch relativ wurscht ob die HKV nach dem
Mond gehen, solange alle gleichmaessig gehen !!!!!!!!!
Z.b. die 3000 DM fuer Oel werden prozentual nach der Anzeige der HKV's
verteilt ! Und das die Dinger auch in nicht geheizten Raeumen
ansprechen kommt wirklich von der Waerme die aus anderen Raeumen in
die Zimmer uebertragen wird, denn in unserem Keller wo eigentlich immer
alle Tueren zu sind ist kein einziger Teilstrich abzulesen !
Das mit der Sonne ist natuerlich wirklich ein Problem, insbesondere
wenn du grosse Fenster hast, aber warum machst du denn dann im Sommer
nicht einfach die Rollaeden runter ???? Ich wuerde sonst sterben wenn
den ganzen Tag die Sonne in mein Zimmer knallt und ich abends dann
in dem Backofen schlafen soll !!!!!!! :-)

[...]

>
>*) Interessant fand ich eine Bemerkung des Ablesers, dass be-
> sonders die Anzeige des Warmwasserverbrauches mit grosser
> Vorsicht zu geniessen sei. Woertliches Zitat: "Ich denke,
> wenn Sie sich nie duschen taeten, wuerde das Ding auch
> sieben Einheiten anzeigen." [Ich weiss, dass der Konjunktiv
> von "duschen" eigentlich anders heissen sollte; und ja, ich
> habe den bayerischen Dialekt des Ablesers eingedeutscht.]
>
Soweit ich weiss ist eine pauschale Warmwasserabrechnung eh nur noch
in Altbauten zulaessig !! In allen neueren Wohnungen MUSS ein
Warmwasserzaehler eingebaut sein ! Und da normalerweise die WW Temperatur
eigentlich relativ konstant ist, kann man daraus sehr genau den
jeweiligen Waermeverbrauch bestimmen !!!!!!!

>Nun meine Fragen an Euch alle:
>
>* Muss ich wirklich auch fuer Waermemengen zahlen, die irgendwo
> angezeigt werden, auch wenn ich definitiv nichts verbraucht
> habe (was ich natuerlich kaum beweisen kann)? Was ist, wenn
> ich den Raum (und damit den HKV) auf andere Art heize (Sonne,
> Gas, Strom, Koerperwaerme, ...) - kann ich etwas gegen die
> Anzeige am HKV unternehmen?
>

Frag' doch mal bei der Firma die die Dinger installiert und abliesst,
ob sie dir nicht eine Aufstellung von Vergleichswerten geben koennen.
Soweit ich weiss werden solche Abrechnungen immer aus solchen
"Standardtabellen" berechnet, stand aber auch glaube ich mal in einem
Heft der Stiftung Warentest, die haben sogar ein Programm mit dem man
seine Abrechnung nachpruefen kann !
Wenn der Raum noch sonstwie beheizt wird und deine Werte ueber den
Standardwerten liegen, kannst du ja mal auf den Putz hauen !!!



>* Gibt es eine Moeglichkeit, die Ventile an solchen Heiz-
> koerpern, die man nicht benutzen will, versiegeln zu lassen,
> um den dort angezeigten Waermeverbrauch nicht bezahlen zu
> muessen? (Falls man die Heizkoerper irgendwann doch benutzen
> will, koennte man ja das Siegel brechen und dann einfach die
> angezeigte Menge zahlen...) Wer macht so etwas, an wen muss
> man sich wenden?
>

Dabei duerfte dir der Vermieter wohl ganz schoen in's Kreuz treten, da
du alle Raeume in einem "nutzungsgerechten" Zustand halten musst, d.h.
Wohnraeume sind grundsaetzlich zu beheizen !!!!!!!!! Also Achtung, sonst
kannst du am Ende noch 'ne Renovierung bezahlen !

[...]



>Hmmm, wenn ich intensiver ueber diese Problematik nachdenke,
>habe ich noch ein paar dumme Fragen - vielleicht gibt es hier
>ein paar echte Experten?
>
>* Was ist bezueglich der verbrauchten ( = in die Umwelt abge-
> fuehrten) Waermemenge effektiver: einen Wohnraum tagsueber
> (wenn ich in der Arbeit sitze) auf konstanter Grundtemperatur
> zu halten (z. B. 18 Grad), oder die Heizungen voellig zuzu-
> drehen und dann erst, wenn ich wieder zu Hause bin, zu oeff-
> nen und den Raum auf Wohntemperatur hochzuheizen? Wie halte
> ich eine bestimmte Raumtemperatur am effektivsten - mit einem
> Drosselventil (meine Thermostate arbeiten so), oder duch eine
> Digitalsteuerung zwischen "zu" und "maximal"?
>
> Ich bin mir bewusst, dass "effektiver" hier durchaus zwei
> Bedeutungen haben koennte: 'angezeigte' gegen 'tatsaechlich
> verbrauchte' Waermemenge. Mich interessieren ausdruecklich
> beide Varianten.
>

Guck dich doch mal hier in der Newsgroup um, eben hab ich noch ein paar
sehr intelligente Artikel zu diesem Thema gelesen !



>* Da die HKV ja auf dem Verdunstungsprinzip beruhen, koennte
> man auf die Idee kommen, die Anzeige durch mehrere Massnahmen
> zu beeinflussen:
>
> . Niedrigere Temperatur. Bei der Heizung schwer zu reali-
> sieren, bei den Warmwasser-Anzeigern eventuell durch die
> Waermetraegheit der Rohre etc. So sollte es "billiger"
> sein, eine eine bestimmte Menge warmen Wassers einer be-
> stimmten Temperatur dadurch zu erzeugen, dass ich warmes
> und kaltes Wasser getrennt und mit voll aufgedrehtem
> Warmwasserhahn einlaufen lasse, anstatt eine Mischtem-
> peratur einzustellen, weil sich dann das Warmwasserrohr
> laenger und weiter aufheizen kann. Ausserdem koennte man
> aber auch einen HKV gezielt _kuehlen_...
>

Achtung !!!!! Die Ablesefirmen haben Vergleichswerte und heben deine
Daten mindestens 2 Heizperioden lang auf, wenn sich also irgendwas
sehr schnell sehr stark aendert, werden die arg misstrauisch und dann
bekommst du eventuell 'nen elektronischen Fuehler der sauteuer ist und
mindestens genauso ungenau geht wie die Verdunster !!!!!!!



> . Hoeherer Druck. Den Druck selber kann man wohl kaum
> beeinflussen (oder? Nein, ich will meine Wohnung nicht in
> eine Druckkammer umwandeln), wohl aber den Dampfdruck. Was
> passiert eigentlich, wenn ich einen (moeglichst dicht
> schliessenden) Plastikbeutel (Kondom?) ueber den HKV
> stuelpe? Beeinflusst das die Anzeige merklich? Apropos

Tu's besser nicht! Die Fluessigkeit ist so 'ne art oel das bei einer
uebergestuelpten Tuete den ganzen "Zaehler" versifft, das merkt jeder
Ableser sofort !!!!!!!!!!!



> Druck: welche Rolle spielt der hier (prozentual)? Heizt
> jemand an der Nordseekueste billiger als jemand in den
> Alpen? Es gibt doch nur einen Typ HKV, oder gibt es
> hoehenabhaengige Varianten? Sollte ich mit dem Aufdrehen
> meiner Heizung immer besser bis zum naechsten
> Hochdruckgebiet warten?
>
>Wenn ich durch solche Manipulationen meine Heizkostenrechnung
>tatsaechlich beeinfussen koennte (und wuerde) - waere das nur
>moralisch verwerflich oder koennte man dafuer jemand ernstlich
>belangen?
>

Wenn's der Vermieter nicht tut wird's wohl keinen kratzen, aber da der
immer die gesammten Abrechnungen bekommt (Mit allen Anmerkungen der
Ablesefirma !!!!!!) ist das ganze wohl ernstlich ein Spiel mit dem
Feuer ! Und wie gesagt so ein elektronischer HKV ist ziemlich saeuig
teuer und mindestens genauso ungenau wie ein Verdunster !!! :-(



>So, nun diskutiert Euch mal schoen die Koepfe heiss (nicht
>vergessen: waehrend dessen kann man die Heizung zudrehen...
>:-)
>
>Wolfgang

So long

Christian

--


Christian Reisel, Goldammerweg 2, W-6601 Buebingen, Germany
Voice +49 6805 8116
Fax & Email +49 6805 22179 (please call Voice first!)

Michael Wellner

unread,
Dec 16, 1991, 6:31:41 AM12/16/91
to
wal...@mecky.rent-a-guru.de (Walter Mecky) writes:

> Aber ansonsten ist der Fachwelt klar, dass Verdunstungsmesser alles
> anderer als das technisch ideale Mittel zum Messen des Heizenergie-
> verbrauchs sind.

> Bei den Verdunstungsmessern sind (wie bei Amalgam) auch technische

> Alternativen auf dem Markt: richtige *Mess*geraete mit digitaler Anzeige
> die *jederzeit* den Verbrauch in kWh anzeigen. Dies ist auch ein
> wichtiger Aspekt beim Energiesparen. Aber sie sind denen zu teuer, die die
> Heizkosten nicht zu bezahlen brauchen: den Vermietern. Unter diesem
> Aspekt moechte ich auch dieses Zitat betrachten:

Das wird sich aber zunehmend aendern, da diverse Mieter gegen ihre HK-Abrech-
nung geklagt haben und auch zunehmend Recht bekommen. Der Erfolg war jedoch
nur der, dass nun nur ein Teil der Heizkosten verbrauchsabhaengig (Verdunst.-
Zaehler) abgerechnet werden darf. Das ist natuerlich gerade fuer "Sparer"
nicht sonderlich erfreulich. Ansonsten ist man als Mieter sogar verpflichtet,
eine Temperatur von ca. 15C nicht zu unterschreiten (Schimmel und Tauwasser-
probleme, sowie Beschwerden von angrenzenden Mietern fuehrten dazu).
Das Problem ist den Wohnungsgenossenschaften klar und bei neuen Heizungen
wird darauf geachtet, dass die Heizkosten mittels Waermemengenzaehler
(Wassermenge und Temperaturdifferenz Vorlauf/Ruecklauf werden gemessen)
erfasst werden.

Gruss,
Michael
--
: Michael Wellner : Nothing is so worse that it can't get worser
: Kapweg 3 : -- except my English !
: 1000 Berlin 51 : - me -

Patrick M. Hausen

unread,
Dec 17, 1991, 11:54:46 AM12/17/91
to
In article <uXVnB...@alien.saar.sub.org> ch...@alien.saar.sub.org

(Na wer denn wohl ...) writes:

> Ich weiss natuerlich nicht genau wie bei dir abgerechnet wird, aber
> bei uns werden bei der Heizkostenrechnung nur die tatsaechlich
> angefallenen Brennstoff- und sonstige Blafaselkosten anteilig
> umgelegt, daher ist es doch relativ wurscht ob die HKV nach dem
> Mond gehen, solange alle gleichmaessig gehen !!!!!!!!!
> Z.b. die 3000 DM fuer Oel werden prozentual nach der Anzeige der HKV's
> verteilt ! Und das die Dinger auch in nicht geheizten Raeumen
> ansprechen kommt wirklich von der Waerme die aus anderen Raeumen in
> die Zimmer uebertragen wird, denn in unserem Keller wo eigentlich immer
> alle Tueren zu sind ist kein einziger Teilstrich abzulesen !
> Das mit der Sonne ist natuerlich wirklich ein Problem, insbesondere
> wenn du grosse Fenster hast, aber warum machst du denn dann im Sommer
> nicht einfach die Rollaeden runter ???? Ich wuerde sonst sterben wenn
> den ganzen Tag die Sonne in mein Zimmer knallt und ich abends dann
> in dem Backofen schlafen soll !!!!!!! :-)

Dieses 'Prozentual'-Argument zieht aber auch nicht richtig:

Bleifisch: 2 Wohnungen, je ein HKV

1. Wohnung 0, 2. Wohnung 10 Einheiten --> Mieter 2 zahlt alles

Jetzt zeigen die Dinger grundsaetzlich zwei Einheiten zuviel:
1. Wohnung 2, 2. Wohnung 12 Einheiten --> Mieter 1 zahlt 1/7, obwohl er
nix verbraucht hat !!!

Ich hab' schon gehoert, dasz manche Leute die Dinger in Watte einpacken,
die sie regelmaeszig befeuchten. Soll enorm 'energiesparend' sein ;-)
(allerdings nicht ganz fair, IMHO)

Grusz, Paddy

--
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"Ich werde kein Star - nein, ich werde eine Legende." (Freddy Mercury)

Alex. Rossner

unread,
Dec 17, 1991, 4:39:58 PM12/17/91
to
In <uXVnB...@alien.saar.sub.org>, Na wer denn wohl ... writes:

[...]

>> Bei drei Heizkoerpern, die ich _NIE_ benutze, wurde
>>dennoch ein Verbrauch von je zwei Teilstrichen angezeigt. Nach

[...]

Eine aehnliche Beobachtung habe ich auch gemacht. Mein Heizkoerper
in der Kueche, den ich immer auf der Frost Anzeige (Ventil) stehen
habe, hat auch 7 von 62 Einheiten angezeigt.
Richtig gestaunt hab ich dann allerdings, dass mein Heizkoerper im
Bad, der direkt am sehr warmen Kamin haengt (heizt bei mir
Bad und Kueche :-) nur 2 von 12 Einheiten angezeigt hat. Der
Kuechenheizkoerper haengt an der Aussenwand.
Die einzige Erklaerung ist, dass das Verdunsterroehrchen im Bad
direkt am Heizkoeprer haengt, waehrend das Roehrchen in der Kueche
nur ca. 10cm oberhalb des Heizkoerper-Wassereinlaufes angebracht ist.
Das Wasser ist in den Rohren so heiss, das ich mir beim Newslesen
regelmaessig am Heizungsrohr die Zehen verbrenne. Entsprechend
hoch ist die Temperatur 10cm oberhalb des Einlasses.
-> die Roehrchen scheinen mehr auf Waermeleitung als auf Konvektion
zu reagieren.

Ich habe das Roehrchen nochmal 10cm nach oben verschoben -
mal sehen, ob's was bringt.

alex

--
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