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Oeko-Rad (war Mogelpackung Greenpeace? [SPIEGEL usw.])

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Joern Erbguth

unread,
Oct 17, 1991, 7:48:50 AM10/17/91
to

In article <59...@gmdzi.gmd.de> str...@gmdzi.gmd.de (Wolfgang Strobl)
writes:
>
> * Bei der Beurteilung der Umweltvertraeglichkeit der Produktion
> eines Gutes sollte es selbstverstaendlich sein, zwei Produkte
> auf der Basis gleichen Nutzens zu vergleichen. Nimmt man wegen
> der relativen Aehnlichkeit der Bestandteile (Rahmen aus Stahl,
> ein paar Zahnraeder und etwas Plastik) das Gewicht und die
> Lebensdauer zum Anhaltspunkt, so schlaegt das Fahrrad das Auto
> etwa um den Faktor 300 (in Worten: dreihundert).
>
Wieso 300? ein Fahrrad wiegt ca. 10kg ein Auto ca. 1000kg macht
Faktor 100. Hast Du genauere Zahlen, wie Materalien,
Produktionsmethoden etc.?
Ein richtiger Kritikpunkt koennte sein:
Die neuen Freizeit Modefahrraeder koennten wirklich nicht viel
umweltfreundlicher als Autos sein:
- Fahrt mit dem Fahrrad auf dem Auto auf dem Dach ins Gruene
- Viel Alu (Energieaufwand), Legierungen und z.B. Spezialreifen, die
nicht recycled werden (koennen)
- geringe Jahreskilometerleistung (z.B. pro Jahr 8 Wochenenden a 50
km = 400km mal 5 Jahre = 2000km)
- viele Verschleissteile (z.B. Kette, Zahnkranz)

Das heisst: Ein Fahrrad zu kaufen schaedigt die Umwelt. Dieser
Schaden verhindert einen wesentlich groesseren Schaden, wenn das
Fahrrad auch regelmaessig gefahren wird (weniger Autofahrten). Der
derzeitige Fahrradboom geht leider aber in die Richtung
Freizeit-Schoenwetterfahrrad, bzw. Mountain-Bike. Eine Foerderung des
Alltagsradfahrens durch entsprechende Umwidmung von bisher von Autos
genutzten Verkehrsflaechen muss also Prioritaet haben vor der
Ausweisung neuer Radwanderwege mit schlechtem Belag, Umwegen und
unnoetigen Steigungen.

Eine Kritik nur am Fahrrad und weniger am Auto heisst nicht nur, die
Maus zu fangen und die Elefanten zu uebersehen, sondern auch zu
verhindern, dass aus Elefanten Maeuse werden.

Joern Erbguth erb...@unipas.fmi.uni-passau.de

Wolfgang Strobl

unread,
Oct 18, 1991, 6:55:11 PM10/18/91
to
erb...@unipas.fmi.uni-passau.de (Joern Erbguth) writes:

> In article <59...@gmdzi.gmd.de> str...@gmdzi.gmd.de (Wolfgang Strobl)
> writes:
>>
>> * Bei der Beurteilung der Umweltvertraeglichkeit der Produktion
>> eines Gutes sollte es selbstverstaendlich sein, zwei Produkte
>> auf der Basis gleichen Nutzens zu vergleichen. Nimmt man wegen
>> der relativen Aehnlichkeit der Bestandteile (Rahmen aus Stahl,
>> ein paar Zahnraeder und etwas Plastik) das Gewicht und die
>> Lebensdauer zum Anhaltspunkt, so schlaegt das Fahrrad das Auto
>> etwa um den Faktor 300 (in Worten: dreihundert).
>>
>Wieso 300? ein Fahrrad wiegt ca. 10kg ein Auto ca. 1000kg macht
>Faktor 100. Hast Du genauere Zahlen, wie Materalien,
>Produktionsmethoden etc.?

Ich hab's ja erwartet. :-) Macht es einen Unterschied?

Egal. Ich denke, dass ich mit meiner Schaetzung sogar eher auf
der sicheren Seite bin, nur habe ich zu Begruendung eines groesseren
Faktors in der Tat keine genauen Zahlen der von Dir geforderten Art.

Ich schrieb "nimmt man ... das Gewicht UND DIE LEBENSDAUER zum Anhalts-
punkt". Das hast Du unterschlagen. Glaubst Du wirklich, ein Fahrrad
wandere schon nach sechs oder sieben Jahren auf den Muell?

>Ein richtiger Kritikpunkt koennte sein:

Koennte?

>Die neuen Freizeit Modefahrraeder koennten wirklich nicht viel
>umweltfreundlicher als Autos sein:

Fahrraeder, die nicht benutzt werden, sind nicht umweltfreundlich,
in der Tat.

>- Fahrt mit dem Fahrrad auf dem Auto auf dem Dach ins Gruene
>- Viel Alu (Energieaufwand), Legierungen und z.B. Spezialreifen, die
>nicht recycled werden (koennen)

Wenn wir schon beim Aufrechnen sind:
Unerheblich. Sie wiegen fast nichts, und beim Auto gib's das auch.

>- geringe Jahreskilometerleistung (z.B. pro Jahr 8 Wochenenden a 50
>km = 400km mal 5 Jahre = 2000km)

Unsinn. Wenn ich einen Fahrradurlaub - ohne Auto - mache, und dabei
nur 500 km fahre, ist das weniger wert, als wenn ich 5000 km mit
dem Auto fahre? Warum?

>- viele Verschleissteile (z.B. Kette, Zahnkranz)

Aus den Verschleissteilen, die mein Auto so verbraucht, obwohl es
fast ueberhaupt nicht gefahren wird, haette man schon eine ganze
Serie Fahrraeder herstellen koennen: Bremsscheiben, mehrere Saetze;
Bremsleitungen, Vorderachsbefestigung, eine Tuer, eine Heckklappe,
eine Heckscheibe, Bremsbelaege, Zahnriemen, etc. pp.

(Nebenbei: sowohl Tuer als auch die Heckklappe wurden zerstoert,
als jemand mit dem geparkten Fahrzeug zusammenstiess, bei zwei
unabhaengigen Vorfaellen)

>Das heisst: Ein Fahrrad zu kaufen schaedigt die Umwelt. Dieser
>Schaden verhindert einen wesentlich groesseren Schaden, wenn das
>Fahrrad auch regelmaessig gefahren wird (weniger Autofahrten). Der
>derzeitige Fahrradboom geht leider aber in die Richtung
>Freizeit-Schoenwetterfahrrad, bzw. Mountain-Bike. Eine Foerderung des
>Alltagsradfahrens durch entsprechende Umwidmung von bisher von Autos
>genutzten Verkehrsflaechen muss also Prioritaet haben vor der
>Ausweisung neuer Radwanderwege mit schlechtem Belag, Umwegen und
>unnoetigen Steigungen.

Aber ja. Jedoch stimmt es nach meiner Beobachtung nicht, dass der
derzeitige Fahrradboom in Richtung Schoenwetterfahrrad geht.

Ich fahre so eine Art Rennrad, das recht empfindlich auf schlechte
Strassen reagiert, auf dem taeglichen Weg zur Arbeit. Ich habe schon
oft mit dem Gedanken gespielt, mir stattdessen ein Mountain-Bike
anzuschaffen, weil es damit vielleicht etwas einfacher waere,
den taeglichen, von den staedtischen Verkehrsplanern angerichteten
Hindernislauf - Bordsteinkante rauf, Bordsteinkante runter - zu
bewaeltigen. Ich sehe es aber immer noch nicht ein, warum man nicht
als Fahrradfahrer aehnlich gepflegte Verkehrswege verlangen sollte,
wie sie seit Jahren fuer Autofahrer selbstverstaendlich sind, und
habe es deswegen bislang sein gelassen. Das liegt aber nur an meiner
Sturheit. Andere passen sich halt einfach an. Nicht ohne Grund
aehneln sich Stadt-Fahrrad und Mountain-Bike sehr stark: beide
dienen dazu, unwirtliches Gelaende zu bewaeltigen.

>Eine Kritik nur am Fahrrad und weniger am Auto heisst nicht nur, die
>Maus zu fangen und die Elefanten zu uebersehen, sondern auch zu
>verhindern, dass aus Elefanten Maeuse werden.

???

Wolfgang Strobl

Walter Mecky

unread,
Oct 21, 1991, 8:43:31 PM10/21/91
to
In article <1991Oct17.1...@forwiss.uni-passau.de> erb...@unipas.fmi.uni-passau.de (Joern Erbguth) writes:
< [ueber Umweltbelastungen durch Prodkution von Fahrraedern]

< Das heisst: Ein Fahrrad zu kaufen schaedigt die Umwelt. Dieser
< Schaden verhindert einen wesentlich groesseren Schaden, wenn das
< Fahrrad auch regelmaessig gefahren wird (weniger Autofahrten). Der
< derzeitige Fahrradboom geht leider aber in die Richtung
< Freizeit-Schoenwetterfahrrad, bzw. Mountain-Bike.

Stop. Dieser Meinung war ich bis vor kurzem auch. Aber ich lies mich
ueberzeugen, dass die typischen Freizeitradler (Mountain Bike, grelle
Trikots, Partner-Look, Rad und Kleidung piko bello, alles ganz neu und
ohne den Hauch von Strassendreck dran, recht unsicher auf dem Sattel)
nicht so negativ gesehen werden sollten.

- Natuerlich waere es _besser_, wenn sie auch (oder stattdessen) im
Alltag Rad fahren wuerden.
- Natuerlich waere es _besser_, wenn sie nicht das Rad auf dem Auto in's
Gruene karren sondern dies mit Oeffi oder auf den eigenen zwei Raedern
taeten.
- Aber es ist _gut_, dass sie wenigsten in der Freizeit mal auf dem Rad
sitzen und somit mal auf der anderen Seite der Windschutzscheibe sind.
Sie haben die Chance zu erkennen, dass mit dem Rad nicht nur in der
Freizeit sondern auch im Alltag was anzufangen ist.
- Es ist _besser_ als auch in der Freizeit nur mit dem Auto rumzufahren.
Diese Leute machen auf dem Rad doch weniger Dreck als wenn sie mit dem
Auto fahren. Und wenn sie sich fuer fetzige Freizeitausfluege ein
Cabrio oder ein Motorrad kaufen, dann verursacht die Produktion dieses
Geraets sicher mehr Umweltbelastungen als die eines Rades. Auch wenn
noch so viel Alu am Rad dran ist.

< Eine Foerderung des
< Alltagsradfahrens durch entsprechende Umwidmung von bisher von Autos
< genutzten Verkehrsflaechen muss also Prioritaet haben vor der
< Ausweisung neuer Radwanderwege mit schlechtem Belag, Umwegen und
< unnoetigen Steigungen.

In diesem Punkt stimme ich Dir zu, aber bitte auch hier zu beachten:
Auch Freizeitradler verhalten sich umweltbewusster als z.B Freizeit-
motorsportler.
--
Walter Mecky [ wal...@mecky.systemware.de or ...uunet!unido!mecky!walter ]

Werner Icking

unread,
Oct 30, 1991, 6:17:18 AM10/30/91
to
wal...@mecky.UUCP (Walter Mecky) writes:

>[...] dass die typischen Freizeitradler [...]


>nicht so negativ gesehen werden sollten.

[...]


>- Aber es ist _gut_, dass sie wenigsten in der Freizeit mal auf dem Rad
> sitzen und somit mal auf der anderen Seite der Windschutzscheibe sind.
> Sie haben die Chance zu erkennen, dass mit dem Rad nicht nur in der
> Freizeit sondern auch im Alltag was anzufangen ist.

Dieses Argument greife ich mal 'raus, da es auch anders gesehen werden kann
und nach meinen Erfahrungen auch musz. Die "andere Seite der Windschutzscheibe"
spielt sich of auf glatten Wirtschaftswegen, fluszbegleitenden Versorgungs-
wegen, auszerstaedtischen, glatten, breiten Fahrradwegen ab. Die ganze Aktion
ist ein einziger "Umweg"...

Solche Leute glauben einem Radfahrer dann gar nicht, wenn er sich ueber
zugeparkte, holprige, fehlende, ... Radwege beschwert. Sie verstehen nicht,
warum es Radfahrer so nervt, durch autobedingte Einbahnstraszen zu Umwegen
gezwungen zu werden. Sie sehen es unwesentlich an, wenn der ampelgesteuerte
Verkehrflusz, Radfahrer zu permanentem Stoppen und Wiederanfahren zwingt und
Alltagsragfahrer sich darueber beschweren (was ja des Freizeitfahrers
geradezu erwuenschte Uebung sein kann).

Solche Fahrradfahrer erkennen leider oft das falsche, weswegen sie dann
bei anderer Gelegenheit Aktionen zu Verbesserung der Verkehrssituation fuer
Fahrradfahrer be- oder verhindern.

Dies ist ein aehnliches Problem wie das, dasz heute noch ein groszer Teil
der Stadt- und Verkehrsplaner, ein noch groeszerer Teil der Politiker (Dienst-)
Autofahrer sind. Wuerde man dort anfangen und z.B. Fahrtkosten nur noch
fuer oeffentliche Verkehrsmittel zu zahlen, Parkplaetze von oeffentlichen
Einrichtungen und Verwaltungen grundsaetzlich zur allgemeinen Benutzung
freigeben (oder fuer jedermann angemessen gebuehrenpflichtig zu machen), ...
ich glaube es saehe sehr schnell viel besser aus bzgl. der verkehrbedingten
Umweltbelastungen.
--
Werner Icking ick...@gmdzi.gmd.de (+49 2241) 14-2443
Gesellschaft fuer Mathematik und Datenverarbeitung mbH (GMD)
Schloss Birlinghoven, P.O.Box 1240, D-5205 Sankt Augustin 1, FRGermany
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod."

Roger Schwentker

unread,
Oct 31, 1991, 4:21:53 PM10/31/91
to
From article <61...@gmdzi.gmd.de>, by ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking):

> Solche Leute glauben einem Radfahrer dann gar nicht, wenn er sich ueber
> zugeparkte, holprige, fehlende, ... Radwege beschwert. Sie verstehen nicht,
> warum es Radfahrer so nervt, durch autobedingte Einbahnstraszen zu Umwegen
> gezwungen zu werden. Sie sehen es unwesentlich an, wenn der ampelgesteuerte
> Verkehrflusz, Radfahrer zu permanentem Stoppen und Wiederanfahren zwingt und
> Alltagsragfahrer sich darueber beschweren (was ja des Freizeitfahrers
> geradezu erwuenschte Uebung sein kann).

solche leute wie ich (fussgaenger zur arbeit, auto steht in der woche
still) werden es nie verstehen, wenn die fahrradfahrer die fussgaenger
auf einem anderthalb meter schmalen buergersteig fast umfahren, wenn sie
von hinten mit tempo 30 ankommen, kurz klingeln und haarscharf an einem
vorbeifahren.

sie werden nie begreifen, warum die haelfte der fahrradfahrer (in den
staedten, die ich kenne: bi, do, ms) morgens oder abends, jedenfalls
bei dunkelheit, ohne licht fahren, obwohl die einrichtung an den fahrraedern
vorhanden ist.

sie verstehen nicht, warum viele, zu viele, fahrraeder in einem absolut
verkersunsicheren zustand sind, bremse(n) kaputt, an den reifen kommt der
schlauch schon durch, licht nicht vorhanden oder kaputt, ...

sie sehen es nicht ein, warum fahrradfahrer in muenster, das nun ein wirklich
gut ausgebautes radwegenetz mit glatten oberflaechen hat, auf der strasse,
genau gesagt mitten auf der strasse fahren muessen.

ich denke, die abneigung fahrradfahrerIn <-> autofahrerIn <-> fussgaengerIn <->
fahrradfahrerIn ist gegenseitig und KONTEXTABHAENGIG. fussgaenger schimpfen
ueber autofahrer, und wenn sie im auto sitzen, umgekehrt.

gruss
Roger Schwentker
ro...@larry.ms.open.de

--
Ein Datennetz, unendliches Durcheinander. Wir schreiben das Jahr 1991.
Dies sind die Abenteuer des Computers Larry, der mit seinem treuen
Modem viele Naechte lang unterwegs ist, um neue Rechner zu erforschen,
neue Mailboxen und neue Netze. Viele Megabytes von jedem Manual entfernt
dringt Larry in Speicherbereiche vor, die nie ein Betriebssystem zuvor
gesehen hat.


>
> Solche Fahrradfahrer erkennen leider oft das falsche, weswegen sie dann
> bei anderer Gelegenheit Aktionen zu Verbesserung der Verkehrssituation fuer
> Fahrradfahrer be- oder verhindern.
>
> Dies ist ein aehnliches Problem wie das, dasz heute noch ein groszer Teil
> der Stadt- und Verkehrsplaner, ein noch groeszerer Teil der Politiker (Dienst

\012-)

Morton Swimmer

unread,
Nov 2, 1991, 1:46:39 AM11/2/91
to
ro...@larry.ms.open.de (Roger Schwentker) writes:

> From article <61...@gmdzi.gmd.de>, by ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking):

>....


> solche leute wie ich (fussgaenger zur arbeit, auto steht in der woche
> still) werden es nie verstehen, wenn die fahrradfahrer die fussgaenger
> auf einem anderthalb meter schmalen buergersteig fast umfahren, wenn sie
> von hinten mit tempo 30 ankommen, kurz klingeln und haarscharf an einem
> vorbeifahren.

Unter den Forderungen der Hamburger GAL ist auch zu lesen, dass die
Fahrradwege verstaerkt von den Burgersteigen auf die Strasse verlegt
werden, als abgetrennten Streifen. Sowas unterstutz ich, denn ich
kenne das Problem. Es gibt Strassenzuege wo ich grundsaetzlich auf
der Strasse fahre, weil die Staedteplaner gepennt haben. Nur werde ich
dann von den Autofahrer belaestigt. Es kam oft genug zu zwischenfaellen.
Nicht nur einmal wurde ich von einem Auto fast von der Fahrbahn
abgedraengelt. Nachdem er mich fast umgebracht hat, schreit er mich auch
noch an.

> sie werden nie begreifen, warum die haelfte der fahrradfahrer (in den
> staedten, die ich kenne: bi, do, ms) morgens oder abends, jedenfalls
> bei dunkelheit, ohne licht fahren, obwohl die einrichtung an den fahrraedern
> vorhanden ist.

Das ist schon ein leidiges Thema. So einen verhalten verstehe ich auch
nicht. Vielleicht sollte man Batterie-Lampen (wie in England) einfuehren.

> sie verstehen nicht, warum viele, zu viele, fahrraeder in einem absolut
> verkersunsicheren zustand sind, bremse(n) kaputt, an den reifen kommt der
> schlauch schon durch, licht nicht vorhanden oder kaputt, ...

Solche sachen sind nicht so tragisch wie beim auto, wo ca 1 Tonne mit
ueber 80km/h gebremst werden muessen. Ist trotzdem nicht gut.

> sie sehen es nicht ein, warum fahrradfahrer in muenster, das nun ein wirklich
> gut ausgebautes radwegenetz mit glatten oberflaechen hat, auf der strasse,
> genau gesagt mitten auf der strasse fahren muessen.

Hand aufs Herz, tun denn wirklich alle?

> ich denke, die abneigung fahrradfahrerIn <-> autofahrerIn <-> fussgaengerIn <

> fahrradfahrerIn ist gegenseitig und KONTEXTABHAENGIG. fussgaenger schimpfen
> ueber autofahrer, und wenn sie im auto sitzen, umgekehrt.

Stimmt. Jeder glaubt selbst er waere der groesste.

Cheers, Morton

..............................................................................
.morton swimmer..odenwaldstr.9..2000 hamburg 20..germany..tel: +49 40 4910247.
.internet: swi...@stage.hanse.de or swi...@rzsun1.informatik.uni-hamburg.de.
..............to leave only footprints, and take only memories................

Werner Icking

unread,
Nov 4, 1991, 8:28:58 AM11/4/91
to
ro...@larry.ms.open.de (Roger Schwentker) writes:

>From article <61...@gmdzi.gmd.de>, by ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking):
>> Solche Leute glauben einem Radfahrer dann gar nicht, wenn er sich ueber
>> zugeparkte, holprige, fehlende, ... Radwege beschwert. Sie verstehen nicht,
>> warum es Radfahrer so nervt, durch autobedingte Einbahnstraszen zu Umwegen
>> gezwungen zu werden. Sie sehen es unwesentlich an, wenn der ampelgesteuerte
>> Verkehrflusz, Radfahrer zu permanentem Stoppen und Wiederanfahren zwingt und
>> Alltagsragfahrer sich darueber beschweren (was ja des Freizeitfahrers
>> geradezu erwuenschte Uebung sein kann).

>solche leute wie ich (fussgaenger zur arbeit, auto steht in der woche
>still) werden es nie verstehen, wenn die fahrradfahrer die fussgaenger
>auf einem anderthalb meter schmalen buergersteig fast umfahren, wenn sie
>von hinten mit tempo 30 ankommen, kurz klingeln und haarscharf an einem
>vorbeifahren.

1,5m Gehweg reicht m.E. nicht einmal fuer Fuszgaenger, schlieszlich will
ich weder hinter meiner Frau laufen, noch sie hinter mir. Also Alltagsrad-
fahrer haben weder die gemeinsamen Rad- und Gehwege erfunden, noch die auch
fuer solche Wege leider geltende BenutzungsPFLICHT.

>sie werden nie begreifen, warum die haelfte der fahrradfahrer (in den
>staedten, die ich kenne: bi, do, ms) morgens oder abends, jedenfalls
>bei dunkelheit, ohne licht fahren, obwohl die einrichtung an den fahrraedern
>vorhanden ist.

Auch hier musz man differenzieren. Eine vorhandene Einrichtung musz noch
lange nicht funktionieren; und wenn man sieht, was an solchen Einrichtungen
AMTLICH ZUGELASSEN ist, wundert's einen nicht mehr, dasz viele nicht
funktionieren; man werfe nur mal einen Blick auf die Verbindungen. Zum
zweiten schau man mal genau hin, bei wievielen PKW-Beleuchtungen irgendetwas
nicht funktioniert wie z.B. eine von zwei Birnchen der Nummernschildbeleuch-
tung. Das stoert ja nicht. Beim Fahrrad ist so etwas aber fast immer Total-
ausfall, weil die GESETZE nur einen Scheinwerfer (mit kuemmerlichen 2,4 Watt)
und ein Ruecklicht (0,6 Watt) zulassen (oder bis vor kurzem zuliessen). Und
wenn der Scheinwerfer nur kurz aussetzt, ist das Ruecklicht schon durch-
gebrannt.

Das ist keine Entschuldigung, sondern eine Erklaerung mit dem Hinweis, dasz
nach meinen Beobachtungen genausoviel Radfahrer trotz maengelbehafteter
Beleuchtung fahren wie andere Verkehrsteilnehmer.

>sie verstehen nicht, warum viele, zu viele, fahrraeder in einem absolut
>verkersunsicheren zustand sind, bremse(n) kaputt, an den reifen kommt der
>schlauch schon durch, licht nicht vorhanden oder kaputt, ...

(s.o. und:) Weil z.B. gefaehrliche Bohrmaschinen (oder solche die (zu leicht)
gefaehrlich werden koennen) erst gar nicht verkauft werden duerfen; bei
Fahrraedern durch zweifelhafte Teilevorschriften (nur Pedale mit gelben
Rueckstrahlern, die mit "K" und einer Wellenlinie gekennzeichnet sind)
dagegen eine scheinbare Sicherheit vorgetaeuscht wird, unter deren Deck-
maentelchen dann 250,- DM Schrott verkauft werden darf, bei dem sogar
an der Verkabelung der Beleuchtung soviel gespart werden darf, dasz
die Kabel nach wenigen Monaten BRECHEN - habe ich selbst erlebt.

>sie sehen es nicht ein, warum fahrradfahrer in muenster, das nun ein wirklich
>gut ausgebautes radwegenetz mit glatten oberflaechen hat, auf der strasse,
>genau gesagt mitten auf der strasse fahren muessen.

Weil sie auf dem Radweg nicht ueberholen koennen, weil ihnen vom dauernden
Auf und Ab an jeder Kreuzung, an jeder Hofzufahrt schon schlecht ist, weil
die Blessuren vom letzten Unfall durch eine aufgehende Beifahrertuer
noch nicht verheilt sind, weil die Scherben des letzten Unfalls auf den
Radweg gekehrt wurden, weil die Polizeiautos waehrend der Unfallaufnahme
auf dem Radweg parken (wo auch die Unfallautos noch stehen), weil auf dem
Radweg der Schnee aufbewahrt wird, weil dort die Muelltonnen stehen, ...

>ich denke, die abneigung fahrradfahrerIn <-> autofahrerIn <-> fussgaengerIn <->
>fahrradfahrerIn ist gegenseitig und KONTEXTABHAENGIG. fussgaenger schimpfen
>ueber autofahrer, und wenn sie im auto sitzen, umgekehrt.

Also ICH habe mich im Original (s.o.) NICHT ueber andere Verkehrsteil-
nehmer beschwert, sondern darueber, dasz den Radfahrern (auch so schon :-)
das Fahrradfahrer(Innen)leben mehr als genug erschwert wird.

Heinrich Seebauer

unread,
Nov 4, 1991, 8:32:10 AM11/4/91
to
In article <1991Oct31.2...@larry.ms.open.de> ro...@larry.ms.open.de (Roger Schwentker) writes:

>From article <61...@gmdzi.gmd.de>, by ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking):
>> Solche Leute glauben einem Radfahrer dann gar nicht, wenn er sich ueber
>> zugeparkte, holprige, fehlende, ... Radwege beschwert. Sie verstehen nicht,
>> warum es Radfahrer so nervt, durch autobedingte Einbahnstraszen zu Umwegen
>> gezwungen zu werden. Sie sehen es unwesentlich an, wenn der ampelgesteuerte
>> Verkehrflusz, Radfahrer zu permanentem Stoppen und Wiederanfahren zwingt und
>> Alltagsragfahrer sich darueber beschweren (was ja des Freizeitfahrers
>> geradezu erwuenschte Uebung sein kann).
>
>solche leute wie ich (fussgaenger zur arbeit, auto steht in der woche
>still) werden es nie verstehen, wenn die fahrradfahrer die fussgaenger
>auf einem anderthalb meter schmalen buergersteig fast umfahren, wenn sie
>von hinten mit tempo 30 ankommen, kurz klingeln und haarscharf an einem
>vorbeifahren.

Solange die Stadtverwaltungen den Verkehrsfluss auf den
Auto-Fahrspuren optimieren und die Radfahrer auf die Fussgaengerwege
zwingen, solange wird es solche Konflikte geben.


>
>sie werden nie begreifen, warum die haelfte der fahrradfahrer (in den
>staedten, die ich kenne: bi, do, ms) morgens oder abends, jedenfalls
>bei dunkelheit, ohne licht fahren, obwohl die einrichtung an den fahrraedern
>vorhanden ist.

Die Haelfte ist wohl reichlich uebertrieben. Was micht z.B. stort,
ist, dass man fuer eine vernuenftige Lichtanlage, weils halt kein
Serienschrott ist, minimum 70,-- Mark ausgeben muss (ohne Standlicht,
brauchbare Einrichtung nochmal 80,-- DM). Vernuenftig heisst, dass man
mit dem Geraet auch FAHREN kann. Dass dann immer noch ein paar
Kamikazes durch die Gegend fahren unterscheidet die RadfahrerInnen
nicht vom Rest der Welt.


>
>sie verstehen nicht, warum viele, zu viele, fahrraeder in einem absolut
>verkersunsicheren zustand sind, bremse(n) kaputt, an den reifen kommt der
>schlauch schon durch, licht nicht vorhanden oder kaputt, ...
>

Versteh ich auch nicht.

>sie sehen es nicht ein, warum fahrradfahrer in muenster, das nun ein wirklich
>gut ausgebautes radwegenetz mit glatten oberflaechen hat, auf der strasse,
>genau gesagt mitten auf der strasse fahren muessen.
>

Die Autos sind die einzigen, die ein durchgehendes Verkehrsnetz haben.
Alle anderen, ob Fussgaenger oder Radfahrer, muessen standig die
Autofahrbahnen kreuzen (Gefaehrdung !) und sehen sich staendig einer
gewissen Art von Repression ausgesetzt. Ich habe heute morgen auf
meinem Weg zum Dienst wieder zwei Leute angezeigt, die den Radweg
zugeparkt hatten. Letze Woche (ich war mit Anhaenger unterwegs, zum
zwecks Einkauf von Getraenken) haben mir auf einer Strecke von 500
meter vier Fahrzeuge (Autos) den Weg versperrt. Jedesmal musste ich
anhalten und Warten, bzw. die Auto-Fahrbahn benutzen (fahr mal mit
einem vollgeladenen Anhaenger den Bordstein runter und wieder rauf,
und das alle hundert Meter). Alles Anzeigen.
Dann gibt es Ampeln, die eine Extralichtphase fuer Fahrraeder haben,
nur dass die nie eintritt (Dauerrot, nur fuer Fussganger gibts
gelegentlich gruen, seit zwei Jahren nicht repariert).
Das ist die Art von Repression, die ich meine. Ich geb zu, dass ich da
auch nicht immer cool bleibe und versuche, meine mir per Verfassung
zustehenden Rechte ("niemand darf seines Geschlechts, seiner
Abstammung, Religion oder wegen seines Fahrzeugs benachteiligt
werden") nehme, wenn sie mir nicht gegeben werden.

>ich denke, die abneigung fahrradfahrerIn <-> autofahrerIn <-> fussgaengerIn <->
>fahrradfahrerIn ist gegenseitig und KONTEXTABHAENGIG. fussgaenger schimpfen
>ueber autofahrer, und wenn sie im auto sitzen, umgekehrt.
>

H.
--
/---S---\ Heinrich Seebauer
BARDE---Y-----BARDE Institut fuer Informatik Abteilung fuer Informatik IV
\---N---/ Roemerstr. 164, W-5300 Bonn 1, x228 / 550 223
\---C-/ dataflow - the better way

Matthias Urlichs

unread,
Nov 4, 1991, 1:10:35 PM11/4/91
to
In sub.umwelt, Artikel <g5XRaB...@stage.hanse.de>,
schreibt swi...@stage.hanse.de (Morton Swimmer):

<
< Vielleicht sollte man Batterie-Lampen (wie in England) einfuehren.
<
Akkus mit Standlicht sind ja ganz nett, aber Bleiakkus sind schwer und
NC-Akkus gehen zu schnell kaputt.

< > bremse(n) kaputt, [...]

Bremsen sind sowieso der schwache Punkt. Die Felge ist staendig dreckig und
vor allem Bei Naesse ist es nur eine Frage der Zeit, bis mensch so fest am
Griff zieht, bis das Seil reisst. :-(

Abhilfen:
- Leder anstatt Gummi auf den Bremskloetzen. Ich weiss allerdings nicht, wie
gut das funktioniert.
- Scheibenbremsen. Zu schwer.
- Hydraulische Bremsen. Teuer.
- Mechanik mit Kraftverstaerkung. Momentan auch teuer.

Fazit: Es bleibt schwierig...
--
Matthias Urlichs

Wolfgang Strobl

unread,
Nov 4, 1991, 7:37:54 PM11/4/91
to
ro...@larry.ms.open.de (Roger Schwentker) writes:

>From article <61...@gmdzi.gmd.de>, by ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking):
>> Solche Leute glauben einem Radfahrer dann gar nicht, wenn er sich ueber
>> zugeparkte, holprige, fehlende, ... Radwege beschwert. Sie verstehen nicht,
>> warum es Radfahrer so nervt, durch autobedingte Einbahnstraszen zu Umwegen
>> gezwungen zu werden. Sie sehen es unwesentlich an, wenn der ampelgesteuerte
>> Verkehrflusz, Radfahrer zu permanentem Stoppen und Wiederanfahren zwingt und
>> Alltagsragfahrer sich darueber beschweren (was ja des Freizeitfahrers
>> geradezu erwuenschte Uebung sein kann).

>solche leute wie ich (fussgaenger zur arbeit, auto steht in der woche
>still) werden es nie verstehen, wenn die fahrradfahrer die fussgaenger
>auf einem anderthalb meter schmalen buergersteig fast umfahren, wenn sie
>von hinten mit tempo 30 ankommen, kurz klingeln und haarscharf an einem
>vorbeifahren.

Natuerlich nicht. Wer erwartet schon von einem Autofahrer, der
fuer die Fussgaenger zu sprechen muessen meint, schon wenn er mal sein
Auto stehen laesst, Verstaendnis fuer andere Verkehrsteilnehmer?

Die Radfahrer haben sich sicherlich nicht auf eigenen Wunsch
von den Fahrbahnen, auf denen sie mit 30km/h locker mit den Autos
mithielten, auf die mit 1,5m viel zu schmalen kombinierten Rad-
und Fusswege verdraengen lassen, nur um sich dort dann ihre Ge-
schwindigkeit vorhalten zu lassen.

Mal ganz im Ernst, wie anders als "haarscharf" soll sich denn
bitte ein Fahrradfahrer mit etwa 70cm Platzbedarf von Ellenbogen
zu Ellenbogen an einem Fussgaenger mit etwa demselben Platz-
bedarf vorbeischlaengeln, wenn insgesamt nur 1,50 m zur Verfuegung
stehen? Ist das eine Scherzfrage?

Zum Klingeln: letztes Jahr gab es hier eine Veranstaltung, bei der
sich aeltere Leute zu den Problemen mit Radfahrern auf Gehwegen
ausserten, und zu der auch der ADFC, der solchen Probleme *nicht*
aus dem Wege geht, geladen war. Eine der sehr haeufig geaeusserten
Beschwerden war, dass Raeder auf Gehwegen - und dazu gehoeren auch
die kombinierten! - fuer aeltere Leute auch deswegen gefaehrlich
sind, weil sie kaum Krach machen, deswegen nicht gehoert werden,
und weil ZUWENIG geklingelt werde. Die Leute haben recht, bei der
abwitzigen Verkehrsinfrastruktur, die Radfahrern und Fussgaengern
zugemutet wird, ist es leider haeufig noetig, aus dem an sich
leisen und sanften Verkehrsmittel Fahrrad wieder einen Kracherzeuger
zu machen (zum Glueck ist das Stinken beim Radfahren nicht
umweltschaedlich :-). Dass man dafuer dann als Fahrradfahrer
auch wieder Pruegel bezieht, ist nichts, was man nicht gewohnt
waere. Klingelt man, ist man ein Rowdy, klingelt man nicht,
ist man auch einer. Ich habe schon Leute zusammenzucken sehen,
an denen ich mit aeusserster Vorsicht und fast umkippend vorbei-
geschlichen bin. Seitdem klingele ich wieder. Ich habe so eine
Glocke (angeblich chinesisches Fabrikat), die man auch von Hand
drehen und damit sehr abgestuft klingeln kann. Allerdings ist
es nicht immer ganz einfach abzuschaetzen, wie schwerhoerig
so ein Fussgaenger auf dem Radweg ist. Im Zweifel muss man dann
halt leider etwas lauter klingeln.

Ich bin mir sicher, dass sich kein Autofahrer vergleichbare
Gedanken macht, schon mangels technischer Moeglichkeiten.
Ausserdem machen die "lackierten Kampfhunde" schon von
selber mehr Krach, als man mit einer Fahrradklingel erzeugen
kann, so dass man ihnen schon freiwillig aus dem Wege geht.



>sie werden nie begreifen, warum die haelfte der fahrradfahrer (in den
>staedten, die ich kenne: bi, do, ms) morgens oder abends, jedenfalls
>bei dunkelheit, ohne licht fahren, obwohl die einrichtung an den fahrraedern
>vorhanden ist.

Vielleicht aus demselben Grund, warum 95 % der Autofahrer innerorts
die Geschwindigkeitsbeschraenkungen uebertreten, so sie die Moeglichkeit
dazu haben (gilt sowohl fur 30 als auch fuer 50)?

>sie verstehen nicht, warum viele, zu viele, fahrraeder in einem absolut
>verkersunsicheren zustand sind, bremse(n) kaputt, an den reifen kommt der
>schlauch schon durch, licht nicht vorhanden oder kaputt, ...

Vielleicht weil viel mehr Fahrrad gefahren wird, als wir glauben wollen?
Als man uns glauben machen will?

(Ich kann mich darueber auch aufregen. Jedoch denke ich, es liegt z.T. daran,
dass die Leute ihre Raeder oft mit derselben Gleichgueltigkeit behandeln,
der sie im Strassenverkehr ausgesetzt sind. Das faerbt auf die Dauer ab.)

>sie sehen es nicht ein, warum fahrradfahrer in muenster, das nun ein wirklich
>gut ausgebautes radwegenetz mit glatten oberflaechen hat, auf der strasse,
>genau gesagt mitten auf der strasse fahren muessen.

Ich habe noch nirgendwo ein Radwegenetz gesehen, das vergleichbar mit dem
Autostrassennetz waere. Auch das in Muenster duerfte nicht so aussehen.

>ich denke, die abneigung fahrradfahrerIn <-> autofahrerIn <-> fussgaengerIn <->
>fahrradfahrerIn ist gegenseitig und KONTEXTABHAENGIG. fussgaenger schimpfen
>ueber autofahrer, und wenn sie im auto sitzen, umgekehrt.

Mag alles sein. Nur ist die Situation ganz und garnicht so symmetrisch
wie suggeriert. Das Fahrrad ist im hier diskutierten Kontext nicht
Ersatz fuer das Zufussgehen, sondern Ersatz fuer das und Konkurrenz
zum Auto. Zweitens sind Autofahrer, das ist richtig beobachtet,
Fussgaenger, solange sie nicht im Auto sitzen, etwa auf dem Weg
vom oder zum Parkplatz. Alle beide, also der Fussgaenger mit seinem
Autofahrerhut, und der AUtofahrer mit seinem Fussgaengerhut schimpfen
gemeinsam auf die Radfahrer, die das Problem, wie sie den Weg zu ihrem
Fahrzeug zuruecklegen, seltener haben. Das macht neidisch. Auch ist
es nichts ungewoehnliches, wenn sich ein Autofahrer, der gerade soeben mit
seinem Fahrzeug einen b r e i t e n Buergersteig auf das
absolute Minimum reduziert hat, sich sehr darueber ereifert, wenn sich
noch jemand, etwa ein Fahrradfahrer, erdreistet, diesen ebenfalls
benutzen zu wollen.

Ausserdem ist Radfahren umweltfreundlich, Autofahren ist es nicht.

Wolfgang Strobl

Achim Bofinger

unread,
Nov 5, 1991, 5:06:03 AM11/5/91
to
In article <khb38r...@smurf.smurf.sub.org> url...@smurf.sub.org (Matthias
Urlichs) writes:
> Bremsen sind sowieso der schwache Punkt. Die Felge ist staendig dreckig und
> vor allem Bei Naesse ist es nur eine Frage der Zeit, bis mensch so fest am
> Griff zieht, bis das Seil reisst. :-(
Stimmt, aber ein neues Seil beim Bremsen zu zerreissen, das muss mir erst mal
einer vormachen. Meistens sind die Seile doch schon so angewetzt, das es
einfach reissen muss.
Deshalb sollte man beim Einziehen das ganze Seil leicht einfetten und die
Uebergaenge zwischen Aussenspirale und frei laufendem Seil speziell mit Fett
versorgen. Die Zuege halten dann wesentlich laenger.
>
> Abhilfen:
> - Leder anstatt Gummi auf den Bremskloetzen. Ich weiss allerdings nicht, wie
> gut das funktioniert.
> - Scheibenbremsen. Zu schwer.
> - Hydraulische Bremsen. Teuer.
> - Mechanik mit Kraftverstaerkung. Momentan auch teuer.
Moderne, gut eingestellte Cantilever Bremsen stehen einer Hydraulischen Bremse
nicht mehr sehr viel nach. Auch bei Regen ist die Bremsleistung meiner
Erfahrung nach ausreichend. Im Gegenteil, eine noch staerkere Verzoegerung
wuerde ich mir nicht wuenschen (stell Dir vor dein Rad bleibt stehen und du
liegst auf der Strasse).


Gruss, (ab)

PS: Hat hier eigentlich jemand gewusst, dass es eine gesetzlich vorgeschriebene
Hoechstleistung (2.4 Watt)des vorderen Scheinwerfers beim Fahrrad gibt.
Radfahrer duerfen sich also keine bessere Sicht verschaffen.
--
Achim Bofinger \ a...@narwah.stgt.sub.org
Tuebingen, Germany \ NeXTmail welcome !

Matthias Urlichs

unread,
Nov 5, 1991, 6:10:31 AM11/5/91
to
In sub.umwelt, Artikel <61...@gmdzi.gmd.de>,
schreibt str...@gmdzi.gmd.de (Wolfgang Strobl):

<
< Die Radfahrer haben sich sicherlich nicht auf eigenen Wunsch
< von den Fahrbahnen, auf denen sie mit 30km/h locker mit den Autos
< mithielten, auf die mit 1,5m viel zu schmalen kombinierten Rad-
< und Fusswege verdraengen lassen, nur um sich dort dann ihre Ge-
< schwindigkeit vorhalten zu lassen.
<
Mensch kann (bzw. muss) Schritt fahren, wenn's zu eng wird.

Witzig wird das dann in der Fussgaengerzone, wo besagte Verkehrsidioten das
Radfahren verboten haben, obwohl ein Radfahrer, der schiebt, mehr Platz
braucht und unsicherer ist als beim Fahren (auch langsam)...

< Mal ganz im Ernst, wie anders als "haarscharf" soll sich denn
< bitte ein Fahrradfahrer mit etwa 70cm Platzbedarf von Ellenbogen
< zu Ellenbogen an einem Fussgaenger mit etwa demselben Platz-
< bedarf vorbeischlaengeln, wenn insgesamt nur 1,50 m zur Verfuegung
< stehen? Ist das eine Scherzfrage?
<

Wieso -- findest du es etwa nicht lustig, wenn ein Fussgaenger beim
Ueberholen eines anderen Fussgaengers auf den Radweg ausweicht und dabei
einen Radler gegen das daneben geparkte Auto wirft?
Zumindest die Verkehrs"planer" scheinen an sowas ihren Spass zu haben. :-(

< Ich habe so eine
< Glocke (angeblich chinesisches Fabrikat), die man auch von Hand
< drehen und damit sehr abgestuft klingeln kann. Allerdings ist
< es nicht immer ganz einfach abzuschaetzen, wie schwerhoerig
< so ein Fussgaenger auf dem Radweg ist. Im Zweifel muss man dann
< halt leider etwas lauter klingeln.
<

Meine Glocke ist eine der Art, dass sie nur ein einzelnes "Bing" macht beim
Klingeln. Das funktioniert sehr gut -- vor allem kann ich Lautstaerke und
Nachklang der Glocke sehr gut dosieren.

< >sie werden nie begreifen, warum die haelfte der fahrradfahrer (in den
< >staedten, die ich kenne: bi, do, ms) morgens oder abends, jedenfalls
< >bei dunkelheit, ohne licht fahren, obwohl die einrichtung an den fahrraedern
< >vorhanden ist.
<

Wohl weil das Licht aus Sicht des Radlers (d.h., wenn die Strassenbe-
leuchtung an ist) unnoetig ist.
Solange keine schnelleren / "staerkeren" Verkehrsteilnehmer in der Gegend
rumflitzen, stimmt das ja auch...

--
Matthias Urlichs

Heiko W.Rupp

unread,
Nov 5, 1991, 7:18:30 AM11/5/91
to
In article <khb38r...@smurf.smurf.sub.org> url...@smurf.sub.org (Matthias
Urlichs) writes:
> Bremsen sind sowieso der schwache Punkt. Die Felge ist staendig dreckig und
> vor allem Bei Naesse ist es nur eine Frage der Zeit, bis mensch so fest am
> Griff zieht, bis das Seil reisst. :-(
> [..]

> - Mechanik mit Kraftverstaerkung. Momentan auch teuer.

Die Cantileverbremsen, die es bei Mountainbikes gibt bringen aber schon sehr
viel und sind nicht viel teurer als andere Bremsen mit Bremskloetzen. Die
momentan wohl beste Alternative sind wohl Trommelbremsen - allerdings nehmen
die einem langes Bergabfahren wesentlich uebler als 'Klotzbremsen'.

-Heiko
--

Morton Swimmer

unread,
Nov 5, 1991, 2:04:40 PM11/5/91
to
ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking) writes:

> ro...@larry.ms.open.de (Roger Schwentker) writes:
> >From article <61...@gmdzi.gmd.de>, by ick...@gmdzi.gmd.de (Werner Icking):

> >> geradezu erwuenschte Uebung sein kann).

>[...]
Eigentlich hatte ich schon mal alles kommentiert, aber...


>
> >sie sehen es nicht ein, warum fahrradfahrer in muenster, das nun ein wirklic

> >gut ausgebautes radwegenetz mit glatten oberflaechen hat, auf der strasse,
> >genau gesagt mitten auf der strasse fahren muessen.
>
> Weil sie auf dem Radweg nicht ueberholen koennen, weil ihnen vom dauernden
> Auf und Ab an jeder Kreuzung, an jeder Hofzufahrt schon schlecht ist, weil
> die Blessuren vom letzten Unfall durch eine aufgehende Beifahrertuer
> noch nicht verheilt sind, weil die Scherben des letzten Unfalls auf den
> Radweg gekehrt wurden, weil die Polizeiautos waehrend der Unfallaufnahme
> auf dem Radweg parken (wo auch die Unfallautos noch stehen), weil auf dem
> Radweg der Schnee aufbewahrt wird, weil dort die Muelltonnen stehen, ...

ja, ja, ja, ja!!! Wenn ich nur daran denke wie die Osterstrasse-Bundesstrasse
Radfahrweg angelegt ist verstehe ich die Welt nicht mehr. Als erstes von der
U-Bahn aus den "Berg" ab nach Schulweg. Ueberall Fussgaenger, natuerlich
auch auf dem Radfahrweg, aussteigende Autofahrer die blind meinen Radweg
kreuzen, Autos die auf dem Radweg parken oder blind in die Einfahrten
rasen. Dann macht der (jetzt unmarkierten) Radweg einen Rechts-Schlenker
um die parkende Autos zu vermeiden. Dann Schulweg, ... uff geschaft ...
muss nur die Fusgaenger ausweichen die auf dem zu engen Kreuzung auf
Gruen warten.
Eppendorferweg: um die Ampel zu schaffen muss mann sprinten, aber
vorsicht! Hier kuckt nie ein Autofahrer, dazu ist die Kreuzung
wahrscheinlich zu unuebersichtlich. Am Bismarkstr haben die Autos autobahn-
aehnliche auf- und abfahrten, und rasen naturlich die ecke herrum. Noch
ein paar Meter, dann hat man pause: eine recht holperige Strecke, aber
wenigstens ruhig. Die Bundesstr bis zu Beim Schlump sieht richtig
schoen aus, aber die viele Kreuzungen fetzen an den Reifen und Felgen.
(Ich muss meine Felgen alle 2 Monate neu richten.) Ein Trost: Die
Strecke zurueck ist noch schlimmer: Noch mehr Kreuzungen wo die Autos
die Radfahren nicht sehen koennen, wegen Parkende Autos und Baeume,
und der Weg ist nicht unebener.

Danke, ohne mich. Ich fahre die Strecke grundsaetzlich auf der Strasse
WEIL ES LETZLICH SICHERER IST. Ausserdem komme ich selbst bergauf auf
ca 30km/h, was oft schneller ist als die stauende Autos.

Ich will nicht unbedingt die Autofahrer verteufeln. Obgleich sie
rucksichtvoller sein koennten, habe ich das Gefuehl dass es ein
wenig besser geworden ist in Hamburg. Ich sie auch nicht veruebeln,
dass sie sauer werden wenn ich mit 30 sachen an ihnen vorbeifahre
wahrend sie im Stau stehen. Ich glaube vielmehr, dass die Verkehrs-
planer zu sehr "Auto" gedacht haben, und zu wenig auf "Radfahrer"
oder "Fussgaenger".

Uebrigens, in der Innenstadt ist man nur wenig langamer als das
Auto. Die ADAC meinte der durchsschnittsgeschwindigkeit eines
Auto's liegt bei ca 25 Km/H in HH. Ich komme auf ca 19 Km/H, aber
das Auto muss noch geparkt werden! Fuer stellt sich die Frage nicht
ob ich mir ein Auto zu lege oder nicht.

Walter Mecky

unread,
Nov 5, 1991, 8:40:18 PM11/5/91
to
In article <khb38r...@smurf.smurf.sub.org> url...@smurf.sub.org (Matthias Urlichs) writes:
< In sub.umwelt, Artikel <g5XRaB...@stage.hanse.de>,
< schreibt swi...@stage.hanse.de (Morton Swimmer):
< <
< < Vielleicht sollte man Batterie-Lampen (wie in England) einfuehren.
< <
< Akkus mit Standlicht sind ja ganz nett, aber Bleiakkus sind schwer und
< NC-Akkus gehen zu schnell kaputt.

Wie bitte? Das klingt nach jahrelanger, profunder Erfahrung. Ich habe
bisher nur eine Akku-Beleuchtung ausprobiert. Und die ist nicht schwer
(klar, sind NC-Akkus), aber funktionieren seit 2 Jahren tadellos.

< Bremsen sind sowieso der schwache Punkt. Die Felge ist staendig dreckig und
< vor allem Bei Naesse ist es nur eine Frage der Zeit, bis mensch so fest am
< Griff zieht, bis das Seil reisst. :-(

Versteh' ich auch nicht. Was hast Du fuer Bremsseile? Auf Alufelgen
bremst sich mit grossen Kloetzen auf bei nasser Felge noch passabel. Mit
Cantilever-Bremsen ist es einwandfrei. Und auch Hydraulikbremsen sind
nur _relativ_ teuer (ein Spoiler am Heck eines Sportwagen kostet
wesentlich mehr).

Ingo Kraupa

unread,
Nov 5, 1991, 7:38:45 PM11/5/91
to
ro...@larry.ms.open.de (Roger Schwentker) writes:

>ich denke, die abneigung fahrradfahrerIn <-> autofahrerIn <-> fussgaengerIn <->
>fahrradfahrerIn ist gegenseitig und KONTEXTABHAENGIG. fussgaenger schimpfen
>ueber autofahrer, und wenn sie im auto sitzen, umgekehrt.

Stimmt genau. Deshalb sollte man

a) mehr Toleranz

fuer die anderen Verkehrsteilnehmer aufbringen, und einen

b) Kompromiss zwischen dem eigenen Fortkommen und der Gefaehrdung Anderer

finden.

Gruss, Hugi
--
Others believe that the future of OSI is not as bright. They think the OSI
technology will always lag behind TCP/IP and that users who are installing
TCP/IP now will be unwilling to pay for conversion to OSI protocols later.
Douglas E. Comer

Ingo Kraupa

unread,
Nov 5, 1991, 7:44:27 PM11/5/91
to
swi...@stage.hanse.de (Morton Swimmer) writes:

>abgedraengelt. Nachdem er mich fast umgebracht hat, schreit er mich auch
>noch an.

Sowas aehnliches hab ich mal erlebt, als ich den Fahrradweg nicht benutzen
konnte, weil er mit _Autos_ zugeparkt war. Ueberholt mich ein Auto und hupt
mich fast aus dem Sattel. Als ich den Typ an der Ampel zugegebenermassen
nicht unbedingt hoeflich die Sachlage erklaerte, meinte der, dass _Ich_
mich da an die Stadt wenden muesse...

Typischer Fall von Engstirnigkeit. Auch unter Autofahrern. In Deutschland
vermutlich so schlimm wie sonst nirgends. Wie sich Autofahrer untereinander
im Stadtverkehr und auf der Autobahn behindern, so dass im Endeffekt alles
langsamer fliesst... aber was solls. Der naechste Kollaps kommt bestimmt.

Wolfgang Jung

unread,
Nov 7, 1991, 12:28:50 PM11/7/91
to
In <khb38r...@smurf.smurf.sub.org>, Matthias Urlichs writes:
>
>Abhilfen:
>- Leder anstatt Gummi auf den Bremskloetzen. Ich weiss allerdings nicht, wie
> gut das funktioniert.
>- Scheibenbremsen. Zu schwer.
>- Hydraulische Bremsen. Teuer.
>- Mechanik mit Kraftverstaerkung. Momentan auch teuer.
>
>Fazit: Es bleibt schwierig...

Nun, es gibt auch trommelbremsen.. EINE reicht ja... Dann hat man immer Brems-
reserve, wenn eine nicht Arbeiten will, wenn es Nass ist :-) Doch wer
faehrt ueberhaupt bei regen...Vielleicht hilft auch ein Trockner, den
man davorsetzt ...


Gruss
Wolfgang

Udo Erdelhoff

unread,
Nov 7, 1991, 2:59:12 PM11/7/91
to
In <1991Nov5....@narwah.stgt.sub.org>, Achim Bofinger writes:

Hi,


>PS: Hat hier eigentlich jemand gewusst, dass es eine gesetzlich vorgeschriebene
> Hoechstleistung (2.4 Watt)des vorderen Scheinwerfers beim Fahrrad gibt.
> Radfahrer duerfen sich also keine bessere Sicht verschaffen.

klar, wurde letztens erwaehnt. Das gilt aber nicht nur fuer Fahrraeder, sondern
auch fuer Autos (55 Watt Abblendlicht, 60 Watt Fernlicht). Bei Motorraeder
duerfte das aehnlich sein, leider hab ich die Zahlen nicht. Das Argument gilt
also auch fuer andere Verkehrsteilnehmer. Man sollte nur erwaehnen, dass eine
Ueberschreitung beim Auto/Motorrad eher geahndet wird als beim Fahrrad.
Ausserdem dient das Licht in erster Linie nicht dem sehen, sondern dem gesehen
werden. Insbesondere tagsueber bei schlechtem Wetter (so wie heute, brr)...

Ueber Sinn oder Unsinn der Grenzen kann man sicherlich diskutieren, mir
persoenlich waere eine hoehere Grenze bei ALLEN Fahrzeugen deutlich lieber.
Nur frage ich mich manchmal, ob es nun unbedingt auf diese Grenzen ankommt. Wenn
ich so sehe, wie mir einige Rad- und Autofahrer in Punkto Licht entgegenkommen,
wird mir ehrlich schlecht. Bei Motorradfahrern scheint da eine groessere
Erkenntnis zu herrschen, die sind fast immer mit einer funktionierenden
Beleuchtung ausgestattet. Daher ist IMHO eine deutliche schaerfere Kontrolle
der Beleuchtungseinrichtungen bei allen Fahrzeugen inkl. entsprechend heftiger
Bussgelder dringend notwendig.
/s/ Udo
PS: Fahrzeug = Fahrrad|Motorrad|Auto|LKw|Bus
PPS: Nein, ich bin kein Motorradfahrer....
--
Udo Erdelhoff u...@nathan.do.open.de Fido: Udo Erdelhoff on 2:245/52.1

Christian Wolf

unread,
Nov 8, 1991, 11:58:07 AM11/8/91
to

Und fuer Leute die keine Vorrichtung am Rahmen/Gabel dafuer haben, kann ich
noch die Hydraulik-Bremsen von Magura empfehlen. Bisher haben die Raeder
noch immer Blockiert, wenn ich es wollte! Sind nur ein bischen teurer :-),
dafuer aber nur genial.

>-Heiko

Gruss,
Christian
--
/* ch...@wolfhh.hanse.de , Christian Wolf, 2100 Hamburg 90, A3000 */

Wolfgang Jung

unread,
Nov 10, 1991, 6:50:36 AM11/10/91
to
In <LMtXw...@nathan.do.open.de>, Udo Erdelhoff writes:
>In <1991Nov5....@narwah.stgt.sub.org>, Achim Bofinger writes:
>
>Hi,
>>PS: Hat hier eigentlich jemand gewusst, dass es eine gesetzlich vorgeschriebene
>> Hoechstleistung (2.4 Watt)des vorderen Scheinwerfers beim Fahrrad gibt.
>> Radfahrer duerfen sich also keine bessere Sicht verschaffen.
>
>klar, wurde letztens erwaehnt. Das gilt aber nicht nur fuer Fahrraeder, sondern
>auch fuer Autos (55 Watt Abblendlicht, 60 Watt Fernlicht). Bei Motorraeder
>duerfte das aehnlich sein, leider hab ich die Zahlen nicht. Das Argument gilt
>also auch fuer andere Verkehrsteilnehmer. Man sollte nur erwaehnen, dass eine
>Ueberschreitung beim Auto/Motorrad eher geahndet wird als beim Fahrrad.
>Ausserdem dient das Licht in erster Linie nicht dem sehen, sondern dem gesehen
>werden. Insbesondere tagsueber bei schlechtem Wetter (so wie heute, brr)...

Und es soll ja auch keiner ber falsch eingestellten Scheinwerfern so geblendet
erden, dass er danach erst eine ewigkeit braucht die Strasse wieder so
zu erkenn wie sie ist. Das Problem tritt bei einem Fahrrad-Scheinwerfer
eigentlich nicht auf, denn der ist in der Regel (Was sind 2.4 W gegen 55
W ? ) erheblich dunkler im Effekt.. Und wer wird sich eine 50 W
Lichtanlage ans fahrad klemmen, nur um den KFZ's gleichzukommen ?
Derjenige wird erhebliche Probleme haben, sich ueberhaupt bewegen zu
koennen. Gib mal 50 Watt per Muskelkraft ab, da kommt man ganz schoen
ins Schwitzen.. Eine Ueberbeleuchtung an Fahraedern ist eigentlich
nie zu befuerchten, deshalb Erstaunt mich diese Regelung doch sehr
stark. Ausserdem sind 2.4 W Lampen nicht gleich 2.4 Watt lampen.
Darf man demnach ueberhaupt mehr als EINEN Scheinwerfer an seinem
Stahlross ueberhaupt anbringen zB einen fuer die gute Nahausleuchtung,
wenn keine Strassenbeleuchtung aktiviert (oder vorhanden) ist und einen
fuer die Fernsicht (Wie weit muss jeder selber Entscheiden..) Oder gilt
diese Angabe als insgesamt Scheinwerferleistung..

Ich finde ja, dass man eher eine MINIMAL-beleuchtung in LUX auf 5 m angeben
sollte. Denn wie oben gesagt, wird man an die Beleuchtungsstaerken eine
Motorads oder Autos nie rankommen mit seinem Drahtesel, weil zu viel
Leistung fuer Licht draufgehen wuerde ( 90 % Lichtstromerzeugung und 10%
Fortbewegeung, Annahme bei 50 Watt Licht :-) ) was keiner machen wuerde.
Aber wenn ich mir eben so manch ein Rad ansehe, was da eine Lampe hat,
deren
Lichkegel man selbst im Dunkeln (ohne aussenlicht) Suchen muss, wenn er
dann in Betrieb ist :-(, dann macht eine LUX-Angabe mehr sinn..
Eigentlich auch einfacher zu messen.. Geraete dafuer gibt es zu genuege.
und kosten nicht viel (Was die Ueberpruefung billig macht).

>Ueber Sinn oder Unsinn der Grenzen kann man sicherlich diskutieren, mir
>persoenlich waere eine hoehere Grenze bei ALLEN Fahrzeugen deutlich lieber.
>Nur frage ich mich manchmal, ob es nun unbedingt auf diese Grenzen ankommt. Wenn
>ich so sehe, wie mir einige Rad- und Autofahrer in Punkto Licht entgegenkommen,
>wird mir ehrlich schlecht. Bei Motorradfahrern scheint da eine groessere
>Erkenntnis zu herrschen, die sind fast immer mit einer funktionierenden
>Beleuchtung ausgestattet. Daher ist IMHO eine deutliche schaerfere Kontrolle
>der Beleuchtungseinrichtungen bei allen Fahrzeugen inkl. entsprechend heftiger
>Bussgelder dringend notwendig.

Ist bei fahraedern sehr schwierig, denn man sieht sie im Dunkeln kaum,
und wenn der Fahrer das merkt verschwindet er ganz schnell in einer noch
dunkleren Ecke, was bei einem Auto/Motorrad ja nicht mehr so einfach
geht..Eigentlich ist ja die Pruefung einer Lichtanlage eine Fahrades
relativ einfach.. einfach an Rahmen und Dynamo eine 6 V Wechselspannung
anschliessen (muss natuerlich genug Saft leifern, bzw 6V gleichspannung
geht auch) und sehen, ob alle Lampen auch leuchten... Erkennt man auch
an einem hellen sonnigen Tag zur Not dunkelt man das per Hand ab.. Das
Problem duerfte eher einer Halterermittlung sein, denn die
Gestellnummern sind ja nicht registriert, so dass man damit den Halter
finden kann...

Gruss
Wolfgang

>PS: Fahrzeug = Fahrrad|Motorrad|Auto|LKw|Bus
>PPS: Nein, ich bin kein Motorradfahrer....

Ich auch nicht :-)

Ralph Ballier

unread,
Nov 11, 1991, 6:10:08 AM11/11/91
to
In article <A0be...@keep.fantasy.sub.org> wo...@keep.fantasy.sub.org writes:

> [....]


>Und es soll ja auch keiner ber falsch eingestellten Scheinwerfern so geblendet
>erden, dass er danach erst eine ewigkeit braucht die Strasse wieder so
>zu erkenn wie sie ist. Das Problem tritt bei einem Fahrrad-Scheinwerfer
>eigentlich nicht auf, denn der ist in der Regel (Was sind 2.4 W gegen 55
>W ? ) erheblich dunkler im Effekt.. Und wer wird sich eine 50 W

na, ich finde, ein falsch eingestellter HALOGEN-Fahrradscheinwerfer
(der ganz legal benutzt werden darf) kann ganz ordentlich blenden.

Ralph
--
Lise-Meitner-Schule (Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie)
Ralph Ballier
Rudower Strasse 184, D-1000 Berlin 47 Tel.: 030/6611011
EMail: bal...@blnosz.berlin.schule.de "Offenes Deutsches Schul-Netz"

Heinrich Seebauer

unread,
Nov 11, 1991, 7:17:45 AM11/11/91
to
In article <A0be...@cave.fantasy.sub.org> wo...@cave.fantasy.sub.org (Wolfgang Jung) writes:

Nun, es gibt auch trommelbremsen.. EINE reicht ja... Dann hat man

immer Bremsreserve, wenn eine nicht Arbeiten will, wenn es Nass ist


:-) Doch wer faehrt ueberhaupt bei regen...Vielleicht hilft auch
ein Trockner, den man davorsetzt ...

Trommelbremsen sind nicht so das wahre. Bei Regen werden sie nicht
nass und funktionieren besser, das ist aber auch ihr einziger Vorteil,
denke ich. Wenn ich sehe, wie viele Gabelbrueche auf Trommelbremsen
zurueckzufuehren sind, dann werde ich diesebzueglich sehr vorsichtig.
Cantileverbremsen sind ziemlich gut, wenn sie vernuenftig eingestellt
sind. Und bei Regen haben die Dinger bei mir immer noch ausreichend
funktioniert. Zumal ich bei Regen ohnehin langsamer fahre.

Heinrich Seebauer

unread,
Nov 12, 1991, 9:16:55 AM11/12/91
to
In article <1991Nov11.1...@blnosz.berlin.schule.de> bal...@blnosz.berlin.schule.de (Ralph Ballier) writes:
>
>>Und es soll ja auch keiner ber falsch eingestellten Scheinwerfern so geblendet
>>erden, dass er danach erst eine ewigkeit braucht die Strasse wieder so
>>zu erkenn wie sie ist. Das Problem tritt bei einem Fahrrad-Scheinwerfer
>>eigentlich nicht auf, denn der ist in der Regel (Was sind 2.4 W gegen 55
>>W ? ) erheblich dunkler im Effekt.. Und wer wird sich eine 50 W
>
>na, ich finde, ein falsch eingestellter HALOGEN-Fahrradscheinwerfer
>(der ganz legal benutzt werden darf) kann ganz ordentlich blenden.
>
Korrekt. Aber als Autofahrer siehst Du immer noch wesentlich mehr als
als Fahrradfahrer.

Was mich an vielen Autos stoert, ist, dass sie eine Art Leuchtfinger
zur Ausleuchtung des rechten Fahrbahnrandes haben. Wenn Du auf einem
Zweirichtungsradweg unterwegs bist, wirdt Du von den Autos staendig so
geblendet, dass Du eigentlich blind faehrst. Und das ist wohl voellig
legal.

Abgesehen davon gibt es Autofahrer, die wohl generell bei
entgegenkommenden FahrradfahrerInnen nicht abblenden.

Joerg Prante

unread,
Nov 13, 1991, 6:06:05 AM11/13/91
to
Hi Fahrradfreaks!

Die Diskussion um die Fahradlampen ist entnervend, finde ich. Es gibt nun
mal die STVO, und da wird das Auto mitsamt Beleuchtung eben bevorzugt.

Aber nun besteht die Chance zurueckzuschlagen! Anscheinend bestehen
keine Vorschriften zum Licht-Zeit-Verhaeltnis, um das mal unphysikalisch
auszudruecken. Fuer die Vorderlampe mag das nicht sinnvoll sein, aber
fuer das Ruecklicht schon.

Einige Mountainbiker, so konnte ich beobachten, haben eine Leuchtanlage
als Ruecklicht installiert, die regelmaessig blitzt, und das mit hoher
Intensitaet (ein sog. Flash-Light)!! Da kommt Disko-Stimmung auf...

Das bringt auch die letzten Autofahrer dazu, die Aufmerksamkeit auf
den Radler zu lenken. Ein Punkt mehr fuer die Sicherheit.

__
Joerg Prante pra...@radium.informatik.uni-bonn.de ///
Pariser Str. 54 __ ///
W-5300 Bonn 1 May the trail rise up to meet you \\\///
Germany May your heart rejoice in song \\\/ Amiga
May the skies be fair above you ...what else?!
As you journey ever on ...
(Dan Fogelberg)



Walter Mecky

unread,
Nov 13, 1991, 11:31:50 AM11/13/91
to
< Das Problem tritt bei einem Fahrrad-Scheinwerfer
< eigentlich nicht auf, denn der ist in der Regel (Was sind 2.4 W gegen 55
< W ? ) erheblich dunkler im Effekt.. Und wer wird sich eine 50 W
< Lichtanlage ans fahrad klemmen, nur um den KFZ's gleichzukommen ?
< Derjenige wird erhebliche Probleme haben, sich ueberhaupt bewegen zu
< koennen. Gib mal 50 Watt per Muskelkraft ab, da kommt man ganz schoen
< ins Schwitzen.
< [...]
< ..., weil zu viel

< Leistung fuer Licht draufgehen wuerde ( 90 % Lichtstromerzeugung und 10%
< Fortbewegeung, Annahme bei 50 Watt Licht :-) ) was keiner machen wuerde.

Du vergisst den beeindruckenden Wirkungsgrad eines Fahrraddynamos. Er
liegt je nach Frabrikat und Ausfuehrung zwischen 10 und 20 %, so dass
auch bei 2.4 Watt eine Erhebliche Mehrleistung vom Radler gefordert
wird. Dies zusammen mit der bekannten Unzuverlaessigkeit der
Fahrradelektrik (schlechte Masse ueber Rahmen, Lampe und Draht werden
gesteckt!) ist m.E. der Grund fuer die vielen Raeder ohne Licht,
die durch das Dunkel der Nacht rollen ...

Paul Lenz

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Nov 14, 1991, 4:56:36 PM11/14/91
to
In article <SEEBAUER.91...@eos.informatik.uni-bonn.de> seeb...@eos.informatik.uni-bonn.de (Heinrich Seebauer) writes:
>
>Was mich an vielen Autos stoert, ist, dass sie eine Art Leuchtfinger
>zur Ausleuchtung des rechten Fahrbahnrandes haben. Wenn Du auf einem
>Zweirichtungsradweg unterwegs bist, wirdt Du von den Autos staendig so
>geblendet, dass Du eigentlich blind faehrst. Und das ist wohl voellig
>legal.

Logisch. Der Leuchtfinger (amtlich: asymmetrisches Abblendlicht) hat
schon vielen Fussgaengern und leichtsinnigen unbeleuchteten
Radfahrern am Strassenrand das Leben gerettet.

Proppi


==---> pro...@veeble.han.de / ......!unido!veeble!proppi <---==
DIN-Gr}~e von: Paul Lenz / Friesenstrasse 22 / D-3000 Hannover 1
voice: +49 511-342451 * Remember: Rock'n'Roll and CP/M never die!

Andreas Bewersdorff

unread,
Nov 15, 1991, 2:58:14 AM11/15/91
to
Hallo !

In <SEEBAUER.91...@eos.informatik.uni-bonn.de>, Heinrich Seebauer writes:
() Was mich an vielen Autos stoert, ist, dass sie eine Art Leuchtfinger
() zur Ausleuchtung des rechten Fahrbahnrandes haben. Wenn Du auf einem
() Zweirichtungsradweg unterwegs bist, wirdt Du von den Autos staendig so
() geblendet, dass Du eigentlich blind faehrst. Und das ist wohl voellig
() legal.

Der Normalfall ist aber wohl, dass es auf Landstrassen kaum Zweirichtungs-
radwege gibt. Und dann duerften sich doch Radfahrer eher darueber freuen,
wenn man sie am rechten Fahrbahnrand frueher und besser gesehen werden, oder ?

() Abgesehen davon gibt es Autofahrer, die wohl generell bei
() entgegenkommenden FahrradfahrerInnen nicht abblenden.

Und bei entgegenkommenden Fussgaengern und entgegenkommenden Autofahrern
auch nicht !!!

Dazu faellt mir nur eine Fuehrerscheinfrage ein (echte Frage ! KEIN WITZ !) :

Ihnen kommt auf einer Landstrasse ein Auto mit Fernlicht entgegen.
Wie verhalten Sie sich ?
(1) Gas geben und moeglichst schnell vorbeifahren.
(2) Selber Fernlicht anmachen, denn das hebt die Blendung auf.
(3) Langsam fahren und gegebenenfalls anhalten.


mfG Andreas


--
Ich bin ein .signature Virus. Mach' mit und kopiere mich in Deine .signature.
--
Andreas Bewersdorff, D - W 1000 Berlin 12, Germany, Europe, Terra
an...@akb.in-berlin.de (an...@netmbx.uucp,a...@opal.cs.tu-berlin.de)

Morton Swimmer

unread,
Nov 14, 1991, 2:54:33 PM11/14/91
to
a...@narwah.stgt.sub.org (Achim Bofinger) writes:
> In article <khb38r...@smurf.smurf.sub.org> url...@smurf.sub.org (Matthias
> Urlichs) writes:
> > Abhilfen:
> > - Leder anstatt Gummi auf den Bremskloetzen. Ich weiss allerdings nicht, wi
> > gut das funktioniert.
> > - Scheibenbremsen. Zu schwer.
> > - Hydraulische Bremsen. Teuer.
> > - Mechanik mit Kraftverstaerkung. Momentan auch teuer.
> Moderne, gut eingestellte Cantilever Bremsen stehen einer Hydraulischen Brems
> nicht mehr sehr viel nach. Auch bei Regen ist die Bremsleistung meiner
> Erfahrung nach ausreichend. Im Gegenteil, eine noch staerkere Verzoegerung
> wuerde ich mir nicht wuenschen (stell Dir vor dein Rad bleibt stehen und du
> liegst auf der Strasse).
Ich habe auch Canti-Bremsen, aber das erfordert einen speziellen Rahmen.
Nicht jeder hat sowas.

>
>
> PS: Hat hier eigentlich jemand gewusst, dass es eine gesetzlich vorgeschriebe
> Hoechstleistung (2.4 Watt)des vorderen Scheinwerfers beim Fahrrad gibt.
> Radfahrer duerfen sich also keine bessere Sicht verschaffen.
Ooooooooooo.. Das ist _so_ typische Deutsch.
'Tschuldigung. Ich muss mal Dampf ablassen.

Morton Swimmer

unread,
Nov 14, 1991, 3:02:17 PM11/14/91
to
pra...@radium.informatik.uni-bonn.de (Joerg Prante) writes:
> Hi Fahrradfreaks!
Hier sind wir!

>
> Einige Mountainbiker, so konnte ich beobachten, haben eine Leuchtanlage
> als Ruecklicht installiert, die regelmaessig blitzt, und das mit hoher
> Intensitaet (ein sog. Flash-Light)!! Da kommt Disko-Stimmung auf...
>
Die Dinger find ich OATG (=super). Nur brauche ich im moment keine
bessere Ruecklichter.

Wolfgang Jung

unread,
Nov 15, 1991, 8:03:18 AM11/15/91
to
In <SEEBAUER.91...@eos.informatik.uni-bonn.de>, Heinrich Seebauer writes:
>In article <A0be...@cave.fantasy.sub.org> wo...@cave.fantasy.sub.org (Wolfgang Jung) writes:
>
> Nun, es gibt auch trommelbremsen.. EINE reicht ja... Dann hat man
> immer Bremsreserve, wenn eine nicht Arbeiten will, wenn es Nass ist
> :-) Doch wer faehrt ueberhaupt bei regen...Vielleicht hilft auch
> ein Trockner, den man davorsetzt ...
>
>Trommelbremsen sind nicht so das wahre. Bei Regen werden sie nicht
>nass und funktionieren besser, das ist aber auch ihr einziger Vorteil,
>denke ich. Wenn ich sehe, wie viele Gabelbrueche auf Trommelbremsen
>zurueckzufuehren sind, dann werde ich diesebzueglich sehr vorsichtig.
>Cantileverbremsen sind ziemlich gut, wenn sie vernuenftig eingestellt
>sind. Und bei Regen haben die Dinger bei mir immer noch ausreichend
>funktioniert. Zumal ich bei Regen ohnehin langsamer fahre.

Mein ist hinten und die macht keinen Aerger, und einen gabelbruch erwarte
ich da auch nicht. und die bremst halt SEHR gut, auch wenn es regnet, doch
am besten umgeht Einer den Regen/bzw umfaehrt ihn...

Gruss
Wolfgang

Holger Lubitz

unread,
Nov 16, 1991, 11:47:28 AM11/16/91
to
In article <A0be...@akb.in-berlin.de> an...@akb.in-berlin.de (Andreas Bewersdorff) writes:
> Ihnen kommt auf einer Landstrasse ein Auto mit Fernlicht entgegen.
> Wie verhalten Sie sich ?
> (1) Gas geben und moeglichst schnell vorbeifahren.
> (2) Selber Fernlicht anmachen, denn das hebt die Blendung auf.
> (3) Langsam fahren und gegebenenfalls anhalten.

Was wird denn davon als richtige Antwort angesehen ?
(2) ist voelliger Schwachsinn, (1) meist nicht praktikabel (man faehrt
ja in der Regel schon die erlaubte Hoechstgeschwindigkeit). (3)
verlaengert die Blendung aber lediglich (und gefaehrdet eventuell
nachfolgende Autofahrer, insbesondere in unuebersichtlichen Abschnitten).
Ich kann mich an eine aehnliche Frage in meinem Fragebogen erinnern, bei der
die richtige Antwort 'ganz rechts fahren und den Blick Richtung Strassenrand
wenden' sein sollte (nicht woertlich, aber in der Art).

Meine persoenliche Reaktion auf solche Hirnis ist i.d.R. die Lichthupe,
sofern vor mir keiner faehrt.

Holger

--
Holger Lubitz, Kl. Drakenburger Str. 24, D-W-3070 Nienburg/Weser

Wolfgang Jung

unread,
Nov 17, 1991, 7:11:36 AM11/17/91
to

Genau das hatte ich nicht erwaehnt, doch das sollte an sich zeigen, dass
es ziemlich sinnlos ist eine maximalgrenze aufzustellen.. Wer wird
sich denn 500 W an seinen Dynamo abgeben wollen, nur um es den Autos in
Sachen Licht gleich zu tun, und 500 W sind ja nicht zu schaffen es sei
denn einen Generator mit der dann leise vor sich hin sSTINKT...

Gruss
Wolfgang

Wolfgang Jung

unread,
Nov 17, 1991, 7:14:02 AM11/17/91
to
In <mL7eBB...@stage.hanse.de>, Morton Swimmer writes:

>> PS: Hat hier eigentlich jemand gewusst, dass es eine gesetzlich vorgeschriebe

>> Hoechstleistung (2.4 Watt)des vorderen Scheinwerfers beim Fahrrad gibt.
>> Radfahrer duerfen sich also keine bessere Sicht verschaffen.

>Ooooooooooo.. Das ist _so_ typische Deutsch.
>'Tschuldigung. Ich muss mal Dampf ablassen.

hehe, ist ja wahr... Frei nach dem Motto, wo keine Regel ist darf auch nix
gemact werden..

Marcus Olk

unread,
Nov 16, 1991, 10:41:00 PM11/16/91
to
SWIMMER%STAGE.H...@UUCP.ZER schreibt in einer Message vom 14.11.91 20:54 Uhr:


> Ich habe auch Canti-Bremsen, aber das erfordert einen speziellen Rahmen.
> Nicht jeder hat sowas.

Sollte aber so sein - beim Rahmenkauf 'drauf achten.


> Ooooooooooo.. Das ist _so_ typische Deutsch.
> 'Tschuldigung. Ich muss mal Dampf ablassen.
Pffffffffffffffffffffft!

> Cheers, Morton
Hicks!

Marcus

--
Marcus Olk # Schwalbenweg 9a # mar...@mcshh.hanse.de
# W-2000 Hamburg 61 # o...@rosun4.informatik.uni-hamburg.de
# Germany # MARCU...@LINK-HH.ZER # Jutta statt Plastik
## net_sh v1.5 (sb)

Werner Icking

unread,
Nov 18, 1991, 6:59:10 AM11/18/91
to
pro...@veeble.han.sub.org (Paul Lenz) writes:

>In article <SEEBAUER.91...@eos.informatik.uni-bonn.de> seeb...@eos.informatik.uni-bonn.de (Heinrich Seebauer) writes:
>>
>>Was mich an vielen Autos stoert, ist, dass sie eine Art Leuchtfinger
>>zur Ausleuchtung des rechten Fahrbahnrandes haben. Wenn Du auf einem
>>Zweirichtungsradweg unterwegs bist, wirdt Du von den Autos staendig so
>>geblendet, dass Du eigentlich blind faehrst. Und das ist wohl voellig
>>legal.

>Logisch. Der Leuchtfinger (amtlich: asymmetrisches Abblendlicht) hat
>schon vielen Fussgaengern und leichtsinnigen unbeleuchteten
>Radfahrern am Strassenrand das Leben gerettet.

... passt aber eben nicht zu Paragraph 2 der STVO, der konstatiert, dasz
Radfahrer linke Radwege benutzen duerfen, sofern sie dafuer durch passendes
Schild freigegeben sind. Und paszt erst recht nicht, wenn Behoerden aus
diesem "duerfen" ein "muessen" zu machen versuchen, indem sie Paragraph 41
(?) STVO heranziehen, in dem so etwas steht, wie "Schilder muessen beach-
tet werden".

Das blind fahren, ist fuer Radfahrer auch nicht gerade ungefaehrlich. Hier
werden also mal wieder andere Verkehrsteilnehmer gefaehrdet, weil Autofahrer
schneller fahren wollen, als sie es eigentlich koennen. Denn ohne "Leucht-
finger" sehen sie Fuszgaenger zu spaet; mit blenden sie Radfahrer.

Werner
--
Werner Icking ick...@gmdzi.gmd.de (+49 2241) 14-2443
Gesellschaft fuer Mathematik und Datenverarbeitung mbH (GMD)
Schloss Birlinghoven, P.O.Box 1240, D-5205 Sankt Augustin 1, FRGermany
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod."

Paul Lenz

unread,
Nov 21, 1991, 6:19:03 PM11/21/91
to
In <9...@mecky.UUCP>, Walter Mecky writes:
>
>Du vergisst den beeindruckenden Wirkungsgrad eines Fahrraddynamos. Er
>liegt je nach Frabrikat und Ausfuehrung zwischen 10 und 20 %, so dass
>auch bei 2.4 Watt eine Erhebliche Mehrleistung vom Radler gefordert
>wird. Dies zusammen mit der bekannten Unzuverlaessigkeit der
>Fahrradelektrik (schlechte Masse ueber Rahmen, Lampe und Draht werden
>gesteckt!) ist m.E. der Grund fuer die vielen Raeder ohne Licht,
>die durch das Dunkel der Nacht rollen ...

Es gibt nur zwei Erklaerungen, die ich gelten lassen kann, wenn
jemand nachts ohne Licht radfaehrt:
1.: "Ich weiss nicht, wie ich meine Schulden bezahlen soll"
2.: "Meine Freundin hat mich verlassen"

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