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Kein Thunfisch in der Mensa mehr

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Michael Niermann

unread,
Dec 17, 1991, 9:30:40 AM12/17/91
to
Das Studentenwerk Oldenburg informiert:

Liebe Gaeste,

Umweltverbaende und Tuerschuetzer fordern seit langem das Verbot des
Einsatzes von Treibnetzen beim Thunfischfang.
In diesen Treibnetzen verfangen sich auch andere Meerestiere, insbesondere
Delphine, die dann in den Netzen jaemmerlich verenden.

Engagierte Menschen und auch Grossbetriebe verzichten zunehmend auf Thunfisch
auf der Speisekarte.
Das Studentenwerk Oldenburg wird sich diesem Engagement anschliessen und
nach Verbrauch der Restbestaende zum Jahreswechsel keinen Thunfisch mehr
verarbeiten.

Wir denken, diese Entscheidung wird von Ihnen unterstuetzt, denn niemand
kann sich der Verantwortung fuer den Erhalt der natuerlichen Grundlagen
entziehen.

Ihr Studentenwerk

--
MAIL: Michael....@arbi.Informatik.Uni-Oldenburg.DE | ARBI: murray@gimli
NorthNet: mur...@sol.ccc.de | Bitnet: 148...@DOLUNI1.Bitnet | irc: Murray
Michael Niermann | Ammerlaender Heerstr. 389 | D-2900 Oldenburg | 0441/776342
* No deposit, no return. Message-Recycling, join in! *

Peter Bruells

unread,
Dec 17, 1991, 10:24:57 AM12/17/91
to
Michael....@arbi.informatik.uni-oldenburg.de (Michael Niermann) writes:

>Das Studentenwerk Oldenburg informiert:

>Liebe Gaeste,

>Umweltverbaende und Tuerschuetzer fordern seit langem das Verbot des
>Einsatzes von Treibnetzen beim Thunfischfang.
>In diesen Treibnetzen verfangen sich auch andere Meerestiere, insbesondere
>Delphine, die dann in den Netzen jaemmerlich verenden.

>Engagierte Menschen und auch Grossbetriebe verzichten zunehmend auf Thunfisch
>auf der Speisekarte.
>Das Studentenwerk Oldenburg wird sich diesem Engagement anschliessen und
>nach Verbrauch der Restbestaende zum Jahreswechsel keinen Thunfisch mehr
>verarbeiten.

>Wir denken, diese Entscheidung wird von Ihnen unterstuetzt, denn niemand
>kann sich der Verantwortung fuer den Erhalt der natuerlichen Grundlagen
>entziehen.

>Ihr Studentenwerk

Hmmm...


Solange die Delphine und der andere Kram wenigstens mit verarbeitet
wuerden .. :))))

pb

Wolfgang Klimt

unread,
Dec 18, 1991, 3:28:09 AM12/18/91
to

Als Pauschalurteil will ich das nicht stehenlassen:

Wie vor einiger Zeit in einer Dokumentation gezeigt wurde, stellen einige
Fangflotten beim Thunfischfang auf Netze mit geringer Maschenweite um, in
denen sich die Delphine (um die geht es wohl) nicht mehr verfangen koennen.
Taucher sorgen dann dafuer, dass die Delphine das Netz verlassen, bevor der
Thunfischfang eingebracht wird.

Dummerweise ist das die Eigeninitiative der Fangflotte und keineswegs
gesetzlich vorgeschrieben. Vielleicht koennte hier der Druck der
Oeffentlichkeit (wie diese Aktion hier, die ich durchaus - als unbetroffener -
befuerworte) was tun.

--
--------------------------------------------------------------------------------
Wolfgang Klimt (kl...@informatik.tu-muenchen.de)

Thomas J Brunner

unread,
Dec 18, 1991, 7:06:48 AM12/18/91
to
kl...@Informatik.TU-Muenchen.DE (Wolfgang Klimt) writes:

>Wie vor einiger Zeit in einer Dokumentation gezeigt wurde, stellen einige
>Fangflotten beim Thunfischfang auf Netze mit geringer Maschenweite um, in
>denen sich die Delphine (um die geht es wohl) nicht mehr verfangen koennen.
>Taucher sorgen dann dafuer, dass die Delphine das Netz verlassen, bevor der
>Thunfischfang eingebracht wird.

Ich glaube nicht, dass es nur um die Delphine geht, denn in Netzen verfangen
sich auch andere Tiere. Au"serdem wird auch der Meeresboden ziemlich in Mit-
leidenschaft gezogen.

Servus,
Thomas


--
Thomas Brunner
Physik-Department E17 : tbru...@Physik.TU-Muenchen.DE
TU Muenchen, |FIDO-Net: Thomas Brunner 2:244/8002.7
8046 Garching,Germany |inter :

Thorsten Guenther

unread,
Dec 18, 1991, 8:14:38 AM12/18/91
to
In article <1991Dec18.0...@Informatik.TU-Muenchen.DE> kl...@Informatik.TU-Muenchen.DE (Wolfgang Klimt) writes:
>Wie vor einiger Zeit in einer Dokumentation gezeigt wurde, stellen einige
>Fangflotten beim Thunfischfang auf Netze mit geringer Maschenweite um, in
>denen sich die Delphine (um die geht es wohl) nicht mehr verfangen koennen.
>Taucher sorgen dann dafuer, dass die Delphine das Netz verlassen, bevor der
>Thunfischfang eingebracht wird.

Die Probleme liegen ja wohl nicht nur bei den Delphinen (obwohl die am besten
dazu geeignet sind, unser Mitleid zu erwecken, weil die sind ja sooooo suess),
sondern auch bei anderen Meerestieren, also auszer bei Saeugern auch bei
Voegeln und Fischen. Schlimm sind vor allen Dingen die Netze, die unkon-
trolliert durch die Meere treiben und alles fangen, was zwischen die Maschen
geraet, dann unter der Last der Kadaver versinken und nach vollzogener
Verwesung wieder auftauchen - nett, so eine Art perpetuum mobile.

Schlimm ist im uebrigen auch die Tatsache, dass der Grossteil der gefangenen
Tiere nicht zu verwerten ist/nicht verwertet wird, weil die Thunfische z.B.
von den duennen Nylonfaeden teilweise regelrecht in Stuecke geschnitten werden.

Weregoose

-------------------------------------------------------------------------------
- guen...@eva.fmi.uni-passau.de (Thorsten Guenther) Weregoose@irc -
-------------------------------------------------------------------------------

Michael Niermann

unread,
Dec 18, 1991, 8:52:28 AM12/18/91
to
kl...@Informatik.TU-Muenchen.DE (Wolfgang Klimt) writes:

>Wie vor einiger Zeit in einer Dokumentation gezeigt wurde, stellen einige
>Fangflotten beim Thunfischfang auf Netze mit geringer Maschenweite um, in

Frage: Warum hatten die Netze vorher groessere Maschengroesse, warum reicht
jetzt eine kleinere?
In Schleppnetzen koennen sich wohl immer noch einige Dinge/Tiere verfangen,
und die Beschwerung von Schleppnetzen reisst den Boden auf, wie schon jemand
geschrieben hat.

MfG Michael

Wolfgang Klimt

unread,
Dec 18, 1991, 10:27:11 AM12/18/91
to

|> Frage: Warum hatten die Netze vorher groessere Maschengroesse, warum reicht
|> jetzt eine kleinere?
Die kleinere Maschengroesse diente dazu, zu verhindern, dass delphine mit dem
Schnabel haengenbleiben und dann ersticken, was vorher immer passiert ist.
die maschen werden jetzt so klein gewaehlt, dass der delphinschnabel nicht
mehr durchpasst. warum man da erst vor kurzer zeit draufgekommen ist, weiss
ich auch nicht...

|> In Schleppnetzen koennen sich wohl immer noch einige Dinge/Tiere verfangen,
|> und die Beschwerung von Schleppnetzen reisst den Boden auf, wie schon jemand
|> geschrieben hat.

Daran aendern andere netze natuerlich nichts, da muesste man die fangmethode
wohl grundsaetzlich umstellen.
(aber das waere nicht mehr so effektiv, und wenn keine kohle fliesst, bringts
ja nix *sarkasmus* )


--------------------------------------------------------------------------------
Wolfgang Klimt (kl...@informatik.tu-muenchen.de)

Matthias Urlichs

unread,
Dec 18, 1991, 5:42:29 AM12/18/91
to
In sub.mampf, Artikel <1991Dec18.0...@Informatik.TU-Muenchen.DE>,
schreibt kl...@Informatik.TU-Muenchen.DE (Wolfgang Klimt):

<
< Wie vor einiger Zeit in einer Dokumentation gezeigt wurde, stellen einige
< Fangflotten beim Thunfischfang auf Netze mit geringer Maschenweite um, in
< denen sich die Delphine (um die geht es wohl) nicht mehr verfangen koennen.
< Taucher sorgen dann dafuer, dass die Delphine das Netz verlassen, bevor der
< Thunfischfang eingebracht wird.
<
Die sagen das dann aber laut und deutlich auf den Dosen.

< Dummerweise ist das die Eigeninitiative der Fangflotte und keineswegs
< gesetzlich vorgeschrieben. Vielleicht koennte hier der Druck der
< Oeffentlichkeit (wie diese Aktion hier, die ich durchaus - als unbetroffener -
< befuerworte) was tun.
<

Siehe USA. Dort sind nicht derartig gekennzeichnete Thunfische inzwischen
unverkaeuflich. Deshalb kriegen wir die mit hoeherem Aufwand und ohne
Delphine gefangenen Thunfische auch nicht im Laden zu sehen -- die kriegen
die Amis. Offenbar laesst sich sowas aber mit genuegend oeffentlichem Druck
aendern.

Abgesehen davon sind die Riesennetze, mit denen Thunfisch gefangen wird, auch
so nicht gerade umweltfreundlich. Im Pazifik schwimmen mittlerweile wohl
einige tausend Kilometer Netze (so ein Teil ist bis zu 50 Kilometer lang),
die sich irgendwannmal von den entsprechenden Schiffen losgerissen haben.
Sehr unschoen, was sich darin dann alles verfaengt.

--
Matthias Urlichs -- url...@smurf.sub.org -- url...@smurf.ira.uka.de /(o\
Humboldtstrasse 7 -- 7500 Karlsruhe 1 -- Germany -- +49-721-9612521 \o)/

Joern Baier

unread,
Dec 18, 1991, 11:34:01 AM12/18/91
to
In article <1991Dec17.1...@arbi.informatik.uni-oldenburg.de>
Michael....@arbi.informatik.uni-oldenburg.de (Michael Niermann) writes:
> Das Studentenwerk Oldenburg informiert:
> [ueber die Gruende, in Zukunft auf Thunfisch zu verzichten]
> Ihr Studentenwerk
>
Nun ja, ich mag Thunfisch ganz gern (etwa im Salat oder auf Baguette). Auf den
Dosen, die ich immer kaufe, ist ein springender Delphin aufgedruckt. Kann man
dabei sicher sein, dass die Ware garantiert delphinfreundlich ist?

Joern
--
Joern Baier (ba...@fmi.uni-passau.de oder ba...@forwiss.uni-passau.de)
Jesuitengasse 9
D-W8390 Passau
Tel +49/851/35239

Michael Knorrenschild

unread,
Dec 19, 1991, 6:02:51 AM12/19/91
to
In article <1991Dec18....@forwiss.uni-passau.de> ba...@fmi.uni-passau.de writes:
>Nun ja, ich mag Thunfisch ganz gern (etwa im Salat oder auf
> Baguette). Auf den
>Dosen, die ich immer kaufe, ist ein springender Delphin aufgedruckt. Kann man
>dabei sicher sein, dass die Ware garantiert delphinfreundlich ist?
>
>Joern

Eindeutige Antwort: NEIN !

In der Schweiz hat der WWF den Thunfisch-Markt geprueft und es gibt
mehrere Hersteller, die ein Delphin-Zeichen verwenden obwohl der
Thunfisch durch Treibnetz- oder gar Ringnetzfischerei gefangen wurde.
Diese Zeichen sind in keinster Weise geschuetzt und jede Firma kann
sich was ausdenken und auf ihre Dosen pappen. Mittlerweile hat hier
schon fast jede Dose so ein Zeichen, das sagt absolut nichts aus!

Fuer die Schweiz hat der WWF eine Positiv-Liste ausgestellt; beim Kauf
sollten nur die Marken auf dieser Liste genommen werden. Diese Marken
sind vom WWF ( in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen )
ueberprueft.
Innerhalb USA ist der Markt - wie schon jemand sagte - mehr oder
weniger dicht fuer nicht-Delphin-sicheren Thunfisch. Daher wird nun
Europa zum Absatzmarkt fuer die in USA nicht absetzbaren
Thunfischerzeugnisse. Laut WWF - Schweiz gibt es aber nur in
Grossbritannien und der Schweiz ( was Europa betrifft )
Umweltgruppen, die jeweils den nationalen Markt abgeklopft haben. Oder
weiss jemand gegenteiliges, was Deutschland betrifft?

Im Zweifelsfall kann man nur raten: gar keinen Thunfisch kaufen. Auf
jeden Fall sollte man hartnaeckig beim Haendler nachfragen, ob das
Produkt delphinfreundlich ist und worauf sich das Emblem des
freundlich-dreinblickenden Delphins auf der Dose begruendet. Auch wenn
man als einzelner das natuerlich nicht ueberpruefen kann, hilft das
das Problem im Bewusstsein der Haendler zu halten.

-- Michael


--
Michael Knorrenschild
Seminar fur Angewandte Mathematik, ETH Zurich, Switzerland
E-mail: kno...@math.ethz.ch

Kai Buerhoop

unread,
Dec 19, 1991, 9:09:28 AM12/19/91
to
Michael....@arbi.informatik.uni-oldenburg.de (Michael Niermann) writes:

>Das Studentenwerk Oldenburg informiert:
[...stuff geloescht...]

>Engagierte Menschen und auch Grossbetriebe verzichten zunehmend auf Thunfisch
>auf der Speisekarte.

Thumbs Up!!!!


>Das Studentenwerk Oldenburg wird sich diesem Engagement anschliessen und
>nach Verbrauch der Restbestaende zum Jahreswechsel keinen Thunfisch mehr
>verarbeiten.

Nochmal Thumbs up!!!!!...aeh...moment Verbrauch der Restbestaende bis
Jahresende? Heisst das es gibt bis Sylvester jeden Tag Thunfisch?

>Wir denken, diese Entscheidung wird von Ihnen unterstuetzt, denn niemand
>kann sich der Verantwortung fuer den Erhalt der natuerlichen Grundlagen
>entziehen.

Die Mensa unterstuetzt uns ja auch, in dem sie durch seltsame,
undefinierbare Beilagen, den Fisch ... vergaellt ist wohl das richtige Wort.
--
+--------------------------------------------------------------------------+
| Kai L. Buerhoop, Brandsweg 29b, W-2900 Oldenburg, FRG |
| Kai.Bu...@arbi.informatik.uni-oldenburg.de |
+--------------------------------------------------------------------------+
| Life is Rank XeroX ----------------------------------- God's just a copy |
+--------------------------------------------------------------------------+

Kai Bartels

unread,
Dec 21, 1991, 5:08:44 PM12/21/91
to
kl...@Informatik.TU-Muenchen.DE (Wolfgang Klimt) writes:
>|> Frage: Warum hatten die Netze vorher groessere Maschengroesse, warum reicht
>|> jetzt eine kleinere?
>Die kleinere Maschengroesse diente dazu, zu verhindern, dass delphine mit dem
>Schnabel haengenbleiben und dann ersticken, was vorher immer passiert ist.
>die maschen werden jetzt so klein gewaehlt, dass der delphinschnabel nicht
>mehr durchpasst. warum man da erst vor kurzer zeit draufgekommen ist, weiss
>ich auch nicht...

Das ist doch ganz einfach: Es interressiert die Fischer (ist wohl der
falsche Ausdruck, aber na ja ...) nicht die Bohne, was sie fuer
Umweltschaeden anrichten. Wenns um ihren Geldbeutel geht, werden sie
aber hellhoerig. *Sarkassmus an* Es lebe die Marktwirtschaft
*Sarkassmus aus*

>Wolfgang Klimt (kl...@informatik.tu-muenchen.de)

Gruss, Kai
--
"Leave it to the businessmen .... to die young." <Fisher-Z>
Uni: ka...@lehre2.informatik.uni-Bremen.de + Home: ka...@wintermute.north.de
Snail: Kai Bartels + Poelzigstr. 4 + 2800 Bremen 1 + FRG

Heinrich Seebauer

unread,
Dec 23, 1991, 7:22:36 AM12/23/91
to

> > Das Studentenwerk Oldenburg informiert:
> > [ueber die Gruende, in Zukunft auf Thunfisch zu verzichten]
> > Ihr Studentenwerk
> >
> Nun ja, ich mag Thunfisch ganz gern (etwa im Salat oder auf Baguette). Auf den
> Dosen, die ich immer kaufe, ist ein springender Delphin aufgedruckt. Kann man
> dabei sicher sein, dass die Ware garantiert delphinfreundlich ist?

Die ganze Schleppnetzfischerei ist eine ziemliche Schweinerei. Frueher
wurden Thunfische mit Angeln gefangen. Das scheint aber zu teuer
geworden zu sein. Jetzt wird wg. Profit alles ausgerottet. Es macht
dabei keinen Unterschied, ob das Schleppnetz engere oder weitere
Maschen hat oder ob Taucher es nach Delphinen absuchen (bei einem 50 Km
langen Treibnetz frage ich mich sowieso, wie das gehen soll, das mit
dem Absuchen). Und dass Werbung (dazu gehoeren auch die
Dosenetiketten, die ja das Kaufverhalten stimulieren
soll) ausschliesslich dazu da ist, Produkteigenschaften vorzugaukeln,
die NICHT vorhanden sind, sollte jedem aufgeklaerten Verbraucher klar
sein.

Eigenschaften, die ein Produkt HAT, braucht man nicht anzupreisen, die
findet der Verbraucher von alleine heraus. So ist's denn wohl auch
mit den springenden Delphinen :-(

Eine solche Abbildung verpflichtet schliesslich zu nichts, suggeriert
aber, wie gesehen, eine ganze Menge.

Ich sehe nur einens, das jedeR Einzelne tun kann: verzichtet mal auf
Thunfisch. Wer's nicht tut, muss sich spaeter vorhalten lassen, dass
er an der Vernichtung des Meeres mitgewirkt hat, und zwar nur deshalb,
weil er/sie unbedingt Thunfisch haben musste.

Traurig gestimmt,

Heinrich.

--
/---S---\ Heinrich Seebauer
BARDE---Y-----BARDE Institut fuer Informatik Abteilung fuer Informatik IV
\---N---/ Roemerstr. 164, W-5300 Bonn 1, x228 / 550 223
\---C-/ dataflow - the better way

- I am a signature antibody. Copy me into your signature and your -
- signature is immune from all known signature viruses. -

Kai Bartels

unread,
Dec 27, 1991, 10:09:21 PM12/27/91
to
seeb...@eos.informatik.uni-bonn.de (Heinrich Seebauer) writes:
>In article <1991Dec18....@forwiss.uni-passau.de> ba...@fmi.uni-passau.de (Joern Baier) writes:
>> Nun ja, ich mag Thunfisch ganz gern (etwa im Salat oder auf Baguette). Auf den
>> Dosen, die ich immer kaufe, ist ein springender Delphin aufgedruckt. Kann man
>> dabei sicher sein, dass die Ware garantiert delphinfreundlich ist?
>Die ganze Schleppnetzfischerei ist eine ziemliche Schweinerei. Frueher

Ich hab' jetzt gerade (in einer Fernsehsendung) gehoert, dass es in
den USA praktisch nur noch "delphinfreundlichen" Tunfisch gibt, da die
Verbraucher entsprechenden Druck auf den Markt ausgeuebt haben.
(Seltsam, dass gerade die Ami's sowas fertig bringen -- aber Delphine
sehen ja so suess aus...) Es ist also zu schaffen.
Nur ratet mal, wo jetzt das andere Tunfischfleisch verkauft wird ...
:-(

>geworden zu sein. Jetzt wird wg. Profit alles ausgerottet. Es macht
>dabei keinen Unterschied, ob das Schleppnetz engere oder weitere
>Maschen hat oder ob Taucher es nach Delphinen absuchen (bei einem 50 Km

Das mit den Maschen macht scheinbar schon den Unterschied (jedefalls
nach dem, was die in der erwaehnten Sendung so erzaehlt haben), denn
angeblich verfangen sich die Delphine in den engmachigeren Netzen
nicht (so leicht?).

>findet der Verbraucher von alleine heraus. So ist's denn wohl auch
>mit den springenden Delphinen :-(

Schoen waere es, wenn es in D-Land ein geschuetztes Symbol in dieser
Richtung gaebe; in England gibt's das inzwischen.

>Ich sehe nur einens, das jedeR Einzelne tun kann: verzichtet mal auf
>Thunfisch. Wer's nicht tut, muss sich spaeter vorhalten lassen, dass

Dem kann ich mich im Moment nur anschliessen. Ich habe auch (kurz
nachdem ich entdeckte hatte, wie gut es schmeckt) aufgehoert, Tunfisch
zu essen, als ich das mit den Delphinen gehoert hatte.

Was man nicht aus den Augen verlieren sollte ist, dass auch viele
andere Meerestiere (incl. Seevoegeln) von diesen Netzen bedroht sind:
in der erwaehnten Sendung wurd gezeigt, wie ein Taucher (der nix mit
den Fischern zu tun hatte!) einen Potwahl befreit hat, der sich
vollstaendig in einem solchen Netz verfangen hatte. Das Tier hat
wiederholt das Maul geoeffnet, damit der Taucher das Netz auch dort
entfernen konnte. Es beeindruckt mich immer wieder, wie intelligent
diese Tiere sind... (aber das nur am Rande ;-) ).

>Traurig gestimmt,
>Heinrich.

Wenn ich an sowas denke, gehts mir aehnlich!

nachdenklich, Kai
--
"I'm beat, I'm torn, Shattered and tossed and worn, Too shocking to see" <CS>


Uni: ka...@lehre2.informatik.uni-Bremen.de + Home: ka...@wintermute.north.de
Snail: Kai Bartels + Poelzigstr. 4 + 2800 Bremen 1 + FRG

---

Angelo Schneider Betr.Prechelt

unread,
Jan 13, 1992, 5:50:49 AM1/13/92
to

|> Abgesehen davon sind die Riesennetze, mit denen Thunfisch gefangen wird, auch
|> so nicht gerade umweltfreundlich. Im Pazifik schwimmen mittlerweile wohl
|> einige tausend Kilometer Netze (so ein Teil ist bis zu 50 Kilometer lang),
|> die sich irgendwannmal von den entsprechenden Schiffen losgerissen haben.
|> Sehr unschoen, was sich darin dann alles verfaengt.
|>
|> --
|> Matthias Urlichs -- url...@smurf.sub.org -- url...@smurf.ira.uka.de

DAS IST EIN PROBLEM!!!!

Die Netze treiben so lange, bis sie von so vielen Leichen beschwert sind,
dass sie versinken. Leider sind die Netze aus Kunstfasern, das heisst sie
zersetzen sich seeeeeehhhhhhrrrrr..... langsam. Sie kommen also wieder
hoch sobald die Last verwest ist. So geht das dann ueber Jahre! Bis das
Netz zu kaputt ist oder die Schwimmer abgerissen oder es so voller Sklette
ist, dass es unten bleibt!

angelo

----------------------------------------------------------------------
*
*** *** ang...@ira.uka.de | Angelo Schneider
******* Institut fuer Program- und | Edelsheimstr. 1
******* Datenstrukturen | D-7500 Karlsruh 1
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