Ziele
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Seit die Informations- und Kommunikationstechnik fuer immer mehr Privat-
personen erschwinglich wird, wird diese auch verstaerkt genutzt. Auch in
gesellschaftlichen und politischen Bereichen wird versucht, Kontakte zu
knuepfen und Know-How auszutauschen. Bei gesellschaftlicher Arbeit gibt es
beispielsweise bereits das ComLink, welches gezielt Informationen von
gesellschaftlichen Gruppierungen und Personen an einen interessierten
Teilnehmerkreis verbreitet und dabei auch Strukturen entwickelt hat, wobei
allerdings prinzipielle Kontaktprobleme auf allen Seiten bestehen.
Anders als die gesellschaftlichen Gruppen stehen die meisten Menschen und
Entscheidungstraeger in politischen Parteien den "neuen Medien" eher
skeptisch gegenueber. Angst vor der neuen Technik und keine oder falsche
Vorstellungen ueber die Moeglichkeiten spielen da mit hinein. Aber auch der
Kontakt der Netz-Benutzer mit Vertretern politischer Parteien ist alles andere
als konfliktfrei. Eine Aufgabe des Forums soll daher sein, Erfahrungen
auszutauschen und sich Gedanken ueber die Besonderheiten von politischer
Arbeit mit Hilfe von Werkzeuge der "Neue Medien" zu machen. Das faengt
von der Aufbereitung von Informationen und Beitraegen fuer diese Medien
an und endet bei konkreten technischen Problemen der Verbreitung.
=> Die erste selbstgestellte Aufgabe lautet also, sich Gedanken ueber Format,
Praesentation und Aufbereitung elektronischer Mitteilungen von politischen
Parteien und des vorpolitischen Raumen Gedanken zu machen.
Mit dem Einsatz der neuen Medien koennen grosse Zielgruppen sehr schnell und
guenstig erreicht werden. Darueberhinaus sind die neuen Medien inhaerent ein
Diskussionsforum, weil Informationsanbieter und Informationsverwerter in
der Form nicht mehr unterscheidbar sind. Dies verlangt eine neue politische
Kultur im Umgang mit den Nutzern solcher Medien, aber auch untereinander.
Auch ueber solche - eher philosophischen - Gedanken, sollten politisch
Aktive untereinander in einem kleineren Kreis sich austauschen.
=> Daher besteht die zweite selbstgestellte Aufgabe darin, sich Gedanken
ueber neue Formen des politischen Miteinanders (im Zweifelsfall auch
Gegeneinanders) in diesen neuen Medien Gedanken zu machen.
Dies kann aber nur der erste Schritt sein. Wir meinen, dass sich gerade
diejenigen, die sich mit diesem Medium intensiver beschaeftigen, auch
verstaerkt ueber die gesellschaftlichen Auswirkungen von Computern und Netzen
Gedanken machen muessen. In Zeiten, in denen z.B. Grossbanken durch den Ausfall
ihres Computernetzes oder ihres Grossrechners innerhalb weniger Stunden an den
Rand des Ruins gelangen, muss die Verantwortung fuer die Abhaengigkeiten in
der heutigen Informationsgesellschaft auch ueber die Parteigrenzen hinweg
wahrgenommen werden.
=> Als dritte Aufgabe bedeutet dies, dass sich jene, die Erfahrung in der
technischen und inhaltlichen Nutzung der neuen Medien ueber die Chancen und
Gefahren der neuen Medien ihrer besonderen Verantwort bewusst werden und
ihr Wissen in die politischen Meinungsbildung- und Entscheidungsprozesse
einbringen.
Desweiteren wollen wir uns spaeter auch Gedanken ueber die Demokratie an sich
machen. Demokratie kann keine statische Gesellschaftsform sein. Sie muss sich
den Beduerfnissen der Menschen anpassen und weiterentwickeln. Es gilt, Modelle
zu entwickeln und zu erproben, die mehr Demokratie ermoeglichen, ohne die
Entscheidungswege undurchsichtiger werden zu lassen oder sie gar zu ver-
langsamen. Dabei werden mit Sicherheit die Chancen (und Risiken) der neuen
Technologien eine wesentliche Rolle spielen.
=> Daher ist die vierte und vorerst letzte Aufgabe, sich bei der sinnvollen
Weiterentwicklung der vorhandenen demokratischen Strukturen mit zu
betaetigen.
Wer kann mitmachen ?
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Dieses "Forum moderner Demokraten" soll gesellschaftlichen und/oder
politischen Gruppierungen und Einzelpersonen offenstehen, die bereits ueber
einen Netzzugang verfuegen. Diese koennen dann selbstverstaendlich als
"menschliche Schnittstelle" zu weiteren Personen vor Ort fungieren. Eine
solche Struktur bietet sich aus Kostengruenden an. Es ist nicht geplant,
das Forum zu institutionalisieren, also z.B. einen Verband oder Verein
entstehen zu lassen. Als "offener Kreis" soll es erstmal prinzipiell allen
offen stehen, die gezielt die neuen Medium fuer politische Arbeit nutzen
wollen.
Wie ist das Forum organisiert ?
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An konkreter Arbeit sind erstmal angedacht:
- Mailingliste fuer Informationen ueber das Forum und zum anmelden
als Teilnehmer
- Mailingliste fuer thematische Diskussion
- Mailingliste fuer Diskusssion ueber die Arbeit des Forums
- Informationsschriften und Pressemitteilungen
- Treffen
Zum Teil ist auch fuer die politische Arbeit ein Medium fuer Wissens-
vermittlung notwendig. Es gibt haeufig Fragen, die von Fachleuten von
Parteien beantwortet werden koennen, aber vor Ort das Fachwissen fehlt,
wie z.B. bei Muellverbrennungsanlagen/Muelldeponien, etc. Als Medium soll
dafuer entweder ComLink oder eine eigene Maillinglist benutzt werden.
Die Themen werden dort schon von interessierten Leuten alle Colour
besprochen.
Wir planen in paar Wochen ein Treffen in Hatten (bei Oldenburg) zu ver-
anstalten, wo die ersten Schritte des Forums besprochen werden sollen und
dann auch die konkrete Arbeit begonnen wird. Dabei soll wesentliches schon
im Vorfeld ueber die Maillinglisten besprochen werden, damit jene die nicht
zum Gruendungstreffen kommen koennen, trotzdem an der Idee des Forums
mitwirken koennen.
Bis die Arbeitsstrukturen geklaert sind, ist eine Mailling-list fv...@sol.zer
bzw fv...@sol.ccc.de eingerichtet worden. An diese kann mensch sich ebenfalls
'elektronisch' wenden. Im Zweifelsfall auch an einen der unten angegeben
Menschen.
Wir wuerden uns freuen, wenn weitere Interessierte bei uns mitwirken wuerden.
Dabei steht das Forum jeder politischen Richtung offen, solange sich das als
praktikabel erscheinen laesst (und wir sind da sehr optimistisch).
Uta Wilms (SPD Hatten, u...@sol.zer, u...@palantir.north.de)
Dirk Rode (PBC Oldenburg-Stadt, di...@edison.north.de, dirk...@uniol.zer)
Martin Pfeilsticker (FDP Oldenburg-Stadt, Martin.Pfeilsticker@uniol[.zer,.uucp])
Frank Simon (CDU Oldenburg-Stadt, te...@sol.zer, te...@sol.ccc.de)