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Kabinettsentscheidung: who goes -> Berlin

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Holger Patzelt

unread,
Dec 15, 1991, 2:01:51 PM12/15/91
to
Also hat noch ein anderer eine Meinung zu der
Entscheidung welche Ministerien nach Berlin umziehen
sollen ???

Ich finde es eine Mogelpackung bei der sich die Bonner
auf heimlichem Weg doch noch ihre Pfruende sichern wollen.

Aber vielleicht kann mir ja jemand objektive Gruende nennen ??

( Gelaber ueber Geld und Arbeitsplaetze in Bonn bitte
nach /dev/null !! )

Ciao, Holger


h...@opal.cs.tu-berlin.de

FFS *

unread,
Dec 16, 1991, 4:08:33 AM12/16/91
to

Als ich deine MSG las, suchte ich nach dem Absender und tatsaechlich, es war
Berlin.
Dein Hinweis darauf, dass alles andere Gelaber ist, sagt viel aus. Naemlich
genau die Art Ignoranz, die du anderen attestieren willst.
Die Fragen nach dem Geld ist doch objektiv, wenn nicht sogar der einzige Grund
im Moment. Pfruende sichern, klarer Fall, wer wuerde das nicht tun, doch wer
ist eigentlich "die Bonner", eine ziemliche Abwertung. Pfruende wollen wohl auch
"die Berliner" :-))

Mir ist es ziemlich egal wo die Hauptstadt ist, Berlin ist es ja nun schon.
Und so wie es sich bei uns hier darstellt, habt ihr in Berlin schon genug
Probleme (Wohnungsmarkt etc.)
Ich bin der Ansicht, dass erstmal ein paar andere Sachen geklaert werden muessenbevor umgezogen wird (-> Geld steht dabei an erster Stelle).
Da jedoch schon eine Menge Ministerien in Bonn sind und alle soweit eingespielt,
ist, es macht keinen Sinn auf biegen und brechen alles nach Berlin zu bringen.
Der Umzug wird uebrigens immer so leicht dargestellt, als ob ein paar Kartons
mit Akten gefuellt werden und mit den Bueromoebel in einen Lastwagen einfach
rueber gefahren wird und dort einfach asusgepackt wird. Alleine der Ablauf mit
allem was daran haengt ist schon ein irrer Aufwand, vor allem macht es doch
keinen Sinn, im Zuge der Verbesserung der Kommunikations- uns Informationsmedien
duerfte doch eine Dezentralisierung des Verwaltungsapparats kein Problem sein,
oder zumindest kostenguenstiger.

Mich wuerde aber mal interssieren wer ueber diese organisatorischen Ablaeufe
etwas mehr weiss. Und die Berechnung der Kosten, da wird immer mit Milliarden
gerechnet und jeder sagt was anderes, so zwischen 50 und 120 Milliarden habe
ich schon alles gehoert.

Erhard Sanio

unread,
Dec 16, 1991, 5:46:09 AM12/16/91
to
In article <58...@opal.cs.tu-berlin.de> h...@opal.cs.tu-berlin.de (Holger Patzelt) writes:
>Also hat noch ein anderer eine Meinung zu der
>Entscheidung welche Ministerien nach Berlin umziehen
>sollen ???
>
Es waere schoen gewesen, wenn Du mal kurz zusammengefasst haettest, welche
das sind und wer das entschieden hat. Ich habe das z. B. nicht mitgekriegt -
es gibt auch anderes in der Welt.

>Ich finde es eine Mogelpackung bei der sich die Bonner
>auf heimlichem Weg doch noch ihre Pfruende sichern wollen.
>

No comment, siehe oben.
(ganz persoenliche Bemerkung: je weniger und vor allem je spaeter, desto
besser. Die paar Jahre, die ich noch in Deutschland resp. in Berlin leben
will, will ich hier auch l e b e n, und das geht besser ohne Hauptstadt
und ohne Buerokraten)

>Aber vielleicht kann mir ja jemand objektive Gruende nennen ??
>

Wie denn, ohne info?


>( Gelaber ueber Geld und Arbeitsplaetze in Bonn bitte
> nach /dev/null !! )

Koennte man auch so interpretieren: andere Meinungen nach /dev/null.
Aber wie gesagt, fass doch bitte mal kurz zusammen, wer da was beschlossen
hat.
>
>Ciao, Holger
>
regards, es

Thomas Eirich

unread,
Dec 16, 1991, 3:38:13 AM12/16/91
to
h...@opal.cs.tu-berlin.de (Holger Patzelt) writes:

>Also hat noch ein anderer eine Meinung zu der
>Entscheidung welche Ministerien nach Berlin umziehen
>sollen ???

Bonn sollte darauf achten, dass nicht nur solche Ministerien
da bleiben, die in Zukunft evtl. durch Europa (Abgabe von
Kompetenzen) oder andere Einfluesse (z.B. Verteidigung)
an Gewicht verlieren. Diese sollten besser nach Berlin.

>Ich finde es eine Mogelpackung bei der sich die Bonner
>auf heimlichem Weg doch noch ihre Pfruende sichern wollen.

Ich finde es eine Witz wie Berlin nach Pfruenden giert.

>Aber vielleicht kann mir ja jemand objektive Gruende nennen ??

Die willst du gar nicht hoeren (siehe naechste zwei Zeilen.

>( Gelaber ueber Geld und Arbeitsplaetze in Bonn bitte
> nach /dev/null !! )

( Gelaber ueber Berlin und Hauptstadt bitte nach /dev/null !! )

Wenn's die Berliner so eilig haben sollen sie doch die Kosten
vorfinanzieren! So eine grosse und schoene Weltstadt hat doch
bestimmt ganz viel Geld ...

--
Thomas Eirich ---- eir...@informatik.uni-erlangen.de

Gerald Malitz

unread,
Dec 16, 1991, 8:00:05 PM12/16/91
to
Moin!

Um vorweg die Fronten zu klaeren: dieser Artikel kommt nicht aus
Berlin. Ich gehoerte und gehoere zu den Bonn-Befuerwortern, wobei
ich sogar soweit gehe, Berlin auch als Hauptstadt - nicht nur als
Parlaments- und Regierungssitz - abzulehnen.

Nun hat das Kabinett in der vergangenen Woche beschlossen, zehn
der achtzehn Ministerien nach Berlin zu verlegen, die restlichen
acht in Bonn zu belassen. Ich habe die Ministerien im einzelnen
nicht mehr im Kopf (ich wuerde die auch so gar nicht alle aufzaehlen
koennen. Es sind ja auch gerade erst einige dazugekommen, um
genuegend Posten und Poestchen vergeben zu koennen >:-( ), aber u.a.
kommen Wirtschaft, Inneres und Auesseres nach Berlin, Umwelt und
Verteidigung% bleiben in Bonn. Ingesamt scheint mit acht zu zehn
der Schwerpunkt in Berlin zu liegen, tatsechlich aber bleiben
14000 der 21000 Arbeitsplaetze in Bonn.

% Das Verteidigungsministerium gehoert seit langem zu den Bonn-Kandidaten,
schon als von nur ein oder zwei Ministerien fuer Bonn die Rede war.
So wird durch die raeumliche Entfernung die parlamentarische Kontrolle
weiter erschwert, dabei kann man dem Militaer gar nicht scharf genug
auf die Finger schauen, wie Zerberus (nein, nicht die Kollegen vom
Nachbarnetzwerk :-) ) oder die kuerzlich aufgeflogenen Waffentransporte
nach Israel zeigen.

Zur Entscheidung Bonn oder Berlin: die Debatte ist seinerzeit
ausfuehrlich und engagiert, teils sachlich, teils sehr emotional
gefuehrt worden. Dabei ist auch die Moeglichkeit diskutiert
worden, die Aufgaben zwischen Bonn und Berlin gerecht zu verteilen.
Heiner Geissler hat sich damals fuer diese Loesung stark gemacht.
Am Ende stand die Abstimmung im Parlament. Das Parlament hat fuer
Berlin entschieden. Es hat sich weder fuer Bonn noch fuer eine
Aufgabenteilung entschieden, sondern eindeutig fuer Berlin. Punkt.
Period. Basta. Aus. Das mir diese Entscheidung nicht gefaellt,
habe ich oben schon geschrieben. Aber das ist belanglos, es ist
eine demokratische Entscheidung getroffen worden. Diejenigen,
die es gerne anders gesehen haetten, muessen das aktzeptieren und
damit leben. So sind die Regeln.

Wenn das Kabinett jetzt die Aufgaben doch zwischen Bonn und Berlin
verteilt, setzt es sich damit ueber eine Beschluss des Parlaments
hinweg. Das ist ein absolutes Unding! Die Regierung Kohl beweist
damit ein ganz erhebliches Defizit an demokratischem Verstaendnis.
Und die Berlin-Befuerworter stehen daneben und zucken mit den
Schultern. Ich bin entsetzt.

Wenn mir jetzt jemand sagen koennte, dass die Ministerien, die
in Bonn bleiben, erst spaeter nach Berlin umziehen sollen, kann
ich mich ja wieder beruhigen. Aber ich hab nichts derartiges
gehoert oder gelesen, obwohl ich einige Berichte zu dem Thema
verfolgt habe. Andererseits liegt mir der Beschluss auch nicht
im Wortlaut vor.

Ansonsten kann ich es gar nicht erwarten, diese Regierung endlich
abwaehlen zu koennen, sie hat auch so genuegend Boecke geschossen.
Dabei denke ich noch nicht mal an die Steuer-Luege - wer die geglaubt
hat, ist eh hirntod -, wohl aber an Auslaender- bzw. Asyldebatte
oder Abtreibungsdiskussionen. Ich fuerchte nur, fuer Otto-Normal-
Waehler ist das alles Schnee von Vorgestern bis es mal wieder so
weit ist.

*Finger-ins-Wasser-halt:-Zischh*, Gerald.

--
// Gerald Malitz, Bolchentwete 4, 3300 Braunschweig, Voice: +49 531 796832
\X/ g...@germal.bs.open.de "Raeuber! Diebe! Politiker!" Dagobert Duck
< Ich bin ein .signature Virus. Mach' mit und kopier' mich in Dein .signature >

Michael P. Krauss

unread,
Dec 18, 1991, 12:53:36 AM12/18/91
to
In article <58...@opal.cs.tu-berlin.de> h...@opal.cs.tu-berlin.de (Holger Patzelt) writes:
>
>Ich finde es eine Mogelpackung bei der sich die Bonner
>auf heimlichem Weg doch noch ihre Pfruende sichern wollen.

Es ist keine Mogelpackung, aber nachdem sich die Hitzkoefpe wieder etwas
abgekuehlt haben finden auch die Herrn Politiker langsam raus, das diese
ganze Umzieherei ein einziger SCHWACHSINN ist. Vieleicht kommen sie ja dann
auch drauf, dass sich es ganz lassen koennten.

>Aber vielleicht kann mir ja jemand objektive Gruende nennen ??
>
>( Gelaber ueber Geld und Arbeitsplaetze in Bonn bitte
> nach /dev/null !! )

Wenn Du Geld/Finanzen = Zahlen nicht als objektive Gruende anerkennst,
WAS DANN ?

>Ciao, Holger

Ciao
michael

PS: Wenn man hier im Rhein-Main Gebiet als unbeteiligter Region mal
empierisch bei den Leuten rumfragt, kommt auch meist die These vom
Schwachsinn raus (event. in leicht abgemilderter Form :-).
--
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This mail is from node 'mkrara'. For fast or foreign mail use
"kra...@mansw1.enet.dec.com"(work). Otherwise use
"m...@mkrara.rara.sub.org"(german-subnet)

Heiko W.Rupp

unread,
Dec 19, 1991, 1:13:05 PM12/19/91
to
gm@berlioz (Gerald Malitz) writes:

>oder Abtreibungsdiskussionen. Ich fuerchte nur, fuer Otto-Normal-
>Waehler ist das alles Schnee von Vorgestern bis es mal wieder so
>weit ist.

Das Problem ist doch, dass egal, wen du waehlst, alle zuerst an die Diaeten-
erhoehnung denken, und ihnen der Rest egal ist.
--
Heiko W.Rupp Gerwigstr.5 7500 Kh'e 1 h...@pilhuhn.ka.sub.org +49 721 693642

Marcel Zielinski

unread,
Dec 19, 1991, 6:32:32 PM12/19/91
to
gm@berlioz (Gerald Malitz) writes:

>Um vorweg die Fronten zu klaeren: dieser Artikel kommt nicht aus
>Berlin. Ich gehoerte und gehoere zu den Bonn-Befuerwortern, wobei
>ich sogar soweit gehe, Berlin auch als Hauptstadt - nicht nur als
>Parlaments- und Regierungssitz - abzulehnen.

Folgender Artikel kommt aus Berlin und ich stimme Dir trotzdem zu.

>Nun hat das Kabinett in der vergangenen Woche beschlossen, zehn
>der achtzehn Ministerien nach Berlin zu verlegen, die restlichen
>acht in Bonn zu belassen. Ich habe die Ministerien im einzelnen
>nicht mehr im Kopf (ich wuerde die auch so gar nicht alle aufzaehlen
>koennen. Es sind ja auch gerade erst einige dazugekommen, um
>genuegend Posten und Poestchen vergeben zu koennen >:-( ), aber u.a.
>kommen Wirtschaft, Inneres und Auesseres nach Berlin, Umwelt und
>Verteidigung% bleiben in Bonn. Ingesamt scheint mit acht zu zehn
>der Schwerpunkt in Berlin zu liegen, tatsechlich aber bleiben
>14000 der 21000 Arbeitsplaetze in Bonn.

Soweit richtig, aber: die Ministerien ziehen nicht *komplett* um,
sondern es bleiben Zweitbueros entweder in Bonn (so das M nach Berlin
zieht) oder umgekehrt. Dementsprechend ist das ein einziger Schwach-
sinn. Der einzige der davon profitieren duerfte ist die Post.
--
Love and peace lumbert Surf Cowboy

Marcel Zielinski See ya at SUNSET Beach ... (Europe(Germany(Berlin)))
Smart: lum...@lime.in-berlin.de Problems: lum...@opal.cs.tu-berlin.de
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Some alien from outerspace must have fucked my mother -- one fine day
----------- - Mein Computer ist besser als Dein Computer --------------

Michael P. Krauss

unread,
Dec 20, 1991, 11:14:16 PM12/20/91
to
In article <BIhgq*UD0@berlioz> gm@berlioz (Gerald Malitz) writes:

[...]


>Wenn das Kabinett jetzt die Aufgaben doch zwischen Bonn und Berlin
>verteilt, setzt es sich damit ueber eine Beschluss des Parlaments
>hinweg. Das ist ein absolutes Unding! Die Regierung Kohl beweist
>damit ein ganz erhebliches Defizit an demokratischem Verstaendnis.
>Und die Berlin-Befuerworter stehen daneben und zucken mit den
>Schultern. Ich bin entsetzt.

Mal sehn, vieleicht denkt das Parlament ja auch nochmal ueber seine Ent-
scheidung nach. Auch Politiker sind manchmal lernfaehig. Und Merheits-
entscheidungen muessen auch nicht zwangslaufig der Weisheit letzter
Schluss und fuer alle Zeit bestaendig sein.

[...]


>Ansonsten kann ich es gar nicht erwarten, diese Regierung endlich
>abwaehlen zu koennen, sie hat auch so genuegend Boecke geschossen.
>Dabei denke ich noch nicht mal an die Steuer-Luege - wer die geglaubt
>hat, ist eh hirntod -, wohl aber an Auslaender- bzw. Asyldebatte
>oder Abtreibungsdiskussionen. Ich fuerchte nur, fuer Otto-Normal-
>Waehler ist das alles Schnee von Vorgestern bis es mal wieder so
>weit ist.

Na, gelegentlich hat diese Regierung ja auch schon mal was positives
zustande gebracht. Und bezueglich der Auslaender- und Asyldebatte hat
sich die Konkurenz ja auch nicht eben mit Ruhm bekleckert.
Und wegen dem Abtreibungsgerangel hoffe ich immer noch darauf, dass es
die FDP mal schafft, sich durchzusetzen. Fuer was hat man denn so eine
Koalition schliesslich ?


> // Gerald Malitz, Bolchentwete 4, 3300 Braunschweig, Voice: +49 531 796832

Hoffnungsvoll,

michael

PS: Und damit das mit der Geldpolitik in ordnung geht, dafuer gibbet ja die
Bundesbank. Zu hoffen bleibt jezt nur noch, dass Gewerkschaften (und
auch die Regierung) das Signal verstehen.

Gerald Malitz

unread,
Dec 21, 1991, 6:22:33 PM12/21/91
to
In article <mk....@mkrara.rara.sub.org>, Michael P. Krauss writes:

> In article <BIhgq*UD0@berlioz> gm@berlioz (Gerald Malitz) writes:
>
> [...]
> >Wenn das Kabinett jetzt die Aufgaben doch zwischen Bonn und Berlin
> >verteilt, setzt es sich damit ueber eine Beschluss des Parlaments
> >hinweg. Das ist ein absolutes Unding! Die Regierung Kohl beweist
> >damit ein ganz erhebliches Defizit an demokratischem Verstaendnis.
> >Und die Berlin-Befuerworter stehen daneben und zucken mit den
> >Schultern. Ich bin entsetzt.
>
> Mal sehn, vieleicht denkt das Parlament ja auch nochmal ueber seine Ent-
> scheidung nach.

Das Parlament? Meintest Du jetzt wirklich das Parlament oder nicht
doch das Kabinett?

> Auch Politiker sind manchmal lernfaehig.

Ja, wenn sie ganz boese Haue bekommen - siehe z. B. Hamburg.

> Und Merheitsentscheidungen muessen auch nicht zwangslaufig der


> Weisheit letzter Schluss und fuer alle Zeit bestaendig sein.

Muessen sie nicht, aber wer will das beurteilen? Der Bundeskanzler?
Das war doch irgendwie anders gedacht...

> Und wegen dem Abtreibungsgerangel hoffe ich immer noch darauf, dass es
> die FDP mal schafft, sich durchzusetzen. Fuer was hat man denn so eine
> Koalition schliesslich ?

Beim Thema Abtreibung stimmen FDP und SPD gemeinsam, beim Thema
Pflegeversicherung CDU und SPD. Die Koalitionsparteien sind
quitt, und das Parlament haette gezeigt, dass es mehr kann, als
nur `Ja und Amen' zu allem zu sagen.

> Hoffnungsvoll,
>
> michael

Tschuess, Gerald.

--

// Gerald Malitz, Bolchentwete 4, 3300 Braunschweig, Voice: +49 531 796832

Michael P. Krauss

unread,
Dec 24, 1991, 12:10:10 AM12/24/91
to
In article <9LVhq*wE0@berlioz> gm@berlioz (Gerald Malitz) writes:
>In article <mk....@mkrara.rara.sub.org>, Michael P. Krauss writes:
>
>> Mal sehn, vieleicht denkt das Parlament ja auch nochmal ueber seine Ent-
>> scheidung nach.
>
>Das Parlament? Meintest Du jetzt wirklich das Parlament oder nicht
>doch das Kabinett?

Ja, ja, richtig. Ich meinte DAS PARLAMENT !

>> Auch Politiker sind manchmal lernfaehig.
>
>Ja, wenn sie ganz boese Haue bekommen - siehe z. B. Hamburg.

:-) (mehr nicht...)

>> Und Merheitsentscheidungen muessen auch nicht zwangslaufig der
>> Weisheit letzter Schluss und fuer alle Zeit bestaendig sein.
>
>Muessen sie nicht, aber wer will das beurteilen? Der Bundeskanzler?
>Das war doch irgendwie anders gedacht...

Auch richtig. Aber ich glaube/hoffe, dass wenn es heut noch einmal zu einer
Abstimmung zu Thema Bonn/Berlin kaeme, wuerde sie wohl anders ausfallen.
Wahrscheinlich wuerde aber auch ueber andere Antraege entschieden.
Eher in Richtung Kompromiss meiner Meinung nach.

>> Und wegen dem Abtreibungsgerangel hoffe ich immer noch darauf, dass es
>> die FDP mal schafft, sich durchzusetzen. Fuer was hat man denn so eine
>> Koalition schliesslich ?
>
>Beim Thema Abtreibung stimmen FDP und SPD gemeinsam, beim Thema
>Pflegeversicherung CDU und SPD. Die Koalitionsparteien sind
>quitt, und das Parlament haette gezeigt, dass es mehr kann, als
>nur `Ja und Amen' zu allem zu sagen.

DAS waere dann mal "vernuenftige" Demokratie. :-)
Die Frage ist nur, ob es die Koalition hinterher noch gaebe ?
(Auf was in diesem Punkt der Einzelne hofft, bleibt Ihm ueberlassen :-)

> Tschuess, Gerald.

Ciao
michael

Martin P. Ibert

unread,
Dec 31, 1991, 7:19:44 AM12/31/91
to
In <mk....@mkrara.rara.sub.org>, Michael P. Krauss writes:
( ) In article <9LVhq*wE0@berlioz> gm@berlioz (Gerald Malitz) writes:
( ) >In article <mk....@mkrara.rara.sub.org>, Michael P. Krauss writes:
( ) >> Mal sehn, vieleicht denkt das Parlament ja auch nochmal ueber seine Ent-
( ) >> scheidung nach.
( ) >Das Parlament? Meintest Du jetzt wirklich das Parlament oder nicht
( ) >doch das Kabinett?
( ) Ja, ja, richtig. Ich meinte DAS PARLAMENT !
*schluck* Oh Gott, die Revanchisten sind unterwegs :-(

( ) Auch richtig. Aber ich glaube/hoffe, dass wenn es heut noch einmal zu einer
( ) Abstimmung zu Thema Bonn/Berlin kaeme, wuerde sie wohl anders ausfallen.
Weil Politiker eben _nicht_ lernfaehig sind! Sie haben _nicht_ aus der
wuerde- und sinnlosen Debatte um den Umzug gelernt, dass alle Welt nur noch
gelacht oder den Kopf geschuettelt hat. Und nun dieser Kabinetts"beschluss".
Ueberhaupt hat sich das Kabinett bzw. einzelne Mitglieder in letzter Zeit
immer wieder mal ueber die Beschraenkungen ihrer Kompetenz hinweggesetzt.
Man denke nur an die Beschluesse von Maastricht, bei denen der Bundesbank-
praesident bzw. der Zentralbankrat einfach uebergangen wurden. Oder eben
die "Wir wollen aber unsere Gartenzwergidylle behalten!"-Geschichte.

( ) Eher in Richtung Kompromiss meiner Meinung nach.
Wie stellst Du Dir denn das vor? Um eine Regierung der Kontrolle des Parla-
ments zu stellen (wie das GG es ja verlangt), kann diese sich nicht --- ganz
oder in Teilen --- ein paar hundert Kilometer weiter auf einem Elfenbeinturm
verschanzen! Ueber kurz oder lang muss die gesamte Bundesregierung nach
Berlin umziehen. Das ist den Bonnbefuerwortern natuerlich auch klar, des-
wegen torpedieren sie den Umzug nach Kraeften, um ihn so lange wie moeglich
hinauszuzoegern.

Ausserdem sollte man mal damit beginnen, Bundesbehoerden aus dem west-
deutschen Raum nach Osten umzusiedeln. Den BGH nach Leipzig zum Beispiel.
Auch sonst finden sich im Rheinland weit mehr Bundesbehoerden und
-bedienstete, als nach dem Proporz der Bevoelkerung dahingehoeren. Wieviel
Bundesbehoerden sind bisher nach Ostdeutschland umgezogen? 0! Warum? Weil
irgendjemand den Foederalismus mit Fuessen tritt? Wer? Ratet mal ...

Diese ganze Rheinlandmafia mit ihrem falschen Gehabe ist echt zum Kotzen.

( ) >Beim Thema Abtreibung stimmen FDP und SPD gemeinsam, beim Thema
( ) >Pflegeversicherung CDU und SPD. Die Koalitionsparteien sind
( ) >quitt, und das Parlament haette gezeigt, dass es mehr kann, als
( ) >nur `Ja und Amen' zu allem zu sagen.
DAS waere toll.

( ) Die Frage ist nur, ob es die Koalition hinterher noch gaebe ?
Nein. Na und?
--
__ | Martin P. Ibert, Westendallee 100 d, D-1000 Berlin 19, Germany
( )_ | mar...@cloud9.in-berlin.de, also mar...@heaven7.in-berlin.de
( 9 )_ |---------------------------------------------------------------
(_________) | All that we see or seem/is but a dream within a dream. --E.A.P

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