Am 04.07.20 um 12:52 schrieb Fridrich B.:
> Am 02.07.2020 um 09:59 schrieb Alexander Dahl:
>> Das ist ein Problem der Software. Die ließe sich so gestalten, dass ein
>> Gerät ohne Setzen eines individuellen Passwortes nicht in Betrieb
>> genommen werden kann.
>
> Mein NAS hat ein eigenes, von mir vergebenes Passwort und bekommt
> trotzdem Systemupdates.
Ich glaub du verwechselst da was. Viele Geräte haben ein; überall gleich
lautendes; Standard-Passwort und sorgen nach der Erst-inbetriebnahme
nicht dafür das dieses geändert wird. Darin liegt der eigentliche
Knackpunkt.
Das du dein NAS (FYI: Hier ging es um Router nicht um NAS) mit einem
eigenen Passwort absichertest ist schön für dich. Hat aber nichts damit
zu tun ob du, dein NAS oder ein beliebiger Router updates bekommt oder
nicht.
> Das geht nur, wenn es ein mir unbekanntes Hersteller Master-Werks-
> Passwort gibt.
Die bekommst du als Benutzer eines Beliebigen Fertigen Routers
normalerweise nicht mitgeteilt. Und auch nicht ob überhaupt welche
existieren. Das ist Security by Obscurity. Wer tief genug forscht der
kann die raus finden. Aber die einzigen die das tun sind Hacker oder
Sicherheitsforscher. Das ist ein dauerrennen und ein Glücksspiel.
> Zum Fli4l. Klar gibt es heute Miniplatinen mit entsprechend vielen USB
> Buchsen, an denen man dann alles mögliche klemmen kann.
> Das ist aber nicht der alte Geist, der damals hinter dem Fli4l stand,
> alte Hardware dafür zu nutzen.
Was willst du denn mit vielen USB an einem Router? Der braucht eher mehr
als einen Netzwerkport aber nur in ausnahmefällen mehrere USB.
> Wozu heute einen Mini-PC im Bastelgehäuse mit Steckernetzteil?
> Da brummen Tag und Nacht wieder 10 Watt herum.
Und bei Alten Pentium PCs sind es eher 30-50 Watt die da rum brummen. In
einem Deutlich größerem Gehäuse das mehr Platz braucht.
Wem willst du damit was vor Augen führen bitte?
> Was außer Routen darf er noch?
- Pakete filtern.
- QoS Priorisierung.
- Eine DMZ bereitstellen.
- VPN-Server
- Traffic-erfassung und Monitoring.
- DHCP und DNS-Server.
- Bittorrent-Client
- u.v.m.
> Ist schon sträflich einen Squid drauf zu installieren, weil er nur
> routen soll.
Warum sollte das sträflich sein sich seinen eigenen Proxy zu leisten und
den mit auf den Router zu packen - wenn der es kann?
> Das kann ein 0815 Router vom Provider auch.
Und einen Fertigen Plasterouter der so viel RAM und Disk-Kapazität hätte
um einen eigenen Webproxy bereitstellen zu können hast du genau WO
gesehen? Zu welchem Preis?
Solche Geräte sind endweder teure Appliances für Firmen oder eh schon
auf PC-Basis aufbauende Firewall-distris.
Das KANN man mit FLI4L machen, oder mit EISFAIR. Aber auch mit ipfire,
opnsense, pfsense u.v.m. und die kann man selbst auf einem beliebigen PC
installieren.
> Mir die Geschwindigkeit via Imonc anzeigen lassen.
> Ich habe ein Tool für Windows gefunden das es genauso gut macht.
Ein Windows-tool für die imond-Anzeige des FLI: Der Windows-Imonc!
Funktioniert aber nur mit dem FLI.
Oder meinst du ein Windows-tool für die Anzeige der "Geschwindigkeit"
deiner Internet-verbindung: Eine beliebiger Speedtest-Website!
Sagt aber nichts über die aktuelle auslastung deiner Verbindung aus.
Oder: ein tool zum Anzeigen des Traffic deiner
Windows-Netzwerkverbindung ist entweder eingebaut (task-manager) oder es
gibt diverse kostenlos erhältlich, z.b. gkrellm u.v.m.
> Und nur, weil das vergebene Router-Passwort den Providerseppel in der
> Hotline zur Weißglut bringt, weil er via Remote nicht auf die Kiste
> kommt?
Wenn der Router nicht vom Provider ist und/oder kein TR-069 aktiviert
ist dann kommt dein Providerseppel *nie* auf den Router weil ihm dazu
jede Technische Basis fehlt, egal ob es ein Passwort gäbe oder nicht.
Aber die meisten Fertigen Router kommen eben vom Provider, sind mit
aktiviertem TR-069 aus der Ferne Managebar und damit kommt der
Providerseppel eben weiter. Er kann ihn Resetten, rebooten, die Konfig
ändern u.v.m. und das bei den meisten Kunden die ONU's sind.
Wenn man allerdings einen FLI einsetzt dann nützt ihm auch ein Passwort
nix weil FLI m.W. kein TR-069 kennt und derartige Anfragen allenfalls im
Firewall log auftauchen.
> Er kommt aufs Modem und kann da manipulieren.
*Vielleicht* kommt er auf's Modem und *vielleicht* kann er da
manipulieren. Aber nur auf der Ebene der PPPOE-Verbindung oder darunter.
Das wirkt sich dann maximal auf evtl. parallel laufenden VoIP Traffic,
Benutzte Frequenzen oder Übertragungsparameter aus. Also das was für die
Phyische Strecke vom Provider zu dir wichtig ist. Bei Abgesetztem Modem
kommt der Router HINTER dem Modem.
Alles andere was ab Router nach innen kommt hat den auch nichts mehr an
zu gehen. Er soll nur ausgehendes ans Ziel durchleiten und die Antworten
zurück. Das ist sein Job als Provider.
> Schaut euch die paar Nutzerbeiträge in euren Foren an. Da kommen nur
> eure wöchentlichen Systemupdatemeldungen.
Das kann man auch als Beleg dafür werten das alles problemlos läuft.
> 99 Prozent aller alten Nutzer vom Fli4l sind weg.
Und das konstruierst du aus dem Fehlen von Fehlermeldungen zusammen?
Es gibt außerdem einen Bugtracker.
Das man etwas das NICHT da ist nicht als Beweis für die NICHTexistenz
werten kann ist dir bekannt?
> Was noch läuft ist der EIS.
Das ist ein Server (wie dein NAS) und kein Router. Da gibt es gewiß
andere und vielschichtige Probleme. Ein Router routet, normalerweise nur
TCP/IP, ein Server kann auch noch SMB, NFS u.a. sprechen - über TCP/IP.