Hallo Kay,
Kay Martinen schrieb am 30.03.21 um 23:23:
> Am 26.03.21 um 22:58 schrieb Olaf Jaehrling:
>>
>
> Aber *kein* Gerät *braucht* wirklich eine ULA wenn es nicht um ein
> großes Netz geht oder mehrere getrennte Subnetze verschiedene
> Adressbereiche haben müssen.
Gebraucht wird grundsätzlich erstmal nie was. Es kommt darauf an was man
WILL, nicht was man braucht.
>
>>> Ich bekomme normalerweise nicht eine IP-Adresse von meinem Provider,
>>> sondern einen Netzbereich /56 oder so.
>
> Die Differenz zwischen 56 und 64: 8 Bits. Ein Byte dessen Besetzung über
> die nummer(n) der /64 entscheiden die man unterteilen könnte.
>
> Wenn der Providerrouter Präfix-Delegation kann!
Aber nur wenn man will das die Clients im Internet stehen. Will man
wirklich der (meißtens) Windowsfirewall vertrauen? Brr, mich schüttelt
es gerade.
>
>> Nein, definitiv keine fe80. für die vergebenene Addressen nutze bitte
>> den Bereich fd. (siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/IPv6 unter Unique
>> Local Unicast)
>
> Dort steht aber außerdem:
>
> -snip-
> Sofern in einem privaten Netz im Dualstack mit IPv4 nur ULA-Adressen
> verwendet werden, bevorzugt die Mehrheit der Clients bei einer
> DNS-Auflösung die IPv4-Adresse, auch wenn ein AAAA-Record existiert, da
> davon auszugehen ist, dass mit einer ULA-Adresse niemals der öffentliche
> IPv6-Adressraum erreicht werden kann. Dies führt in der Praxis dazu,
> dass in privaten Netzen (insbesondere beim Einsatz von NAT6) im
> Dualstack von ULA-Adressen abgeraten wird.
Der Eintrag scheint schon älter zu sein. Bei mir ist es zumindest so,
dass alle Dienste bei vorhandensein einer ipv6adresse zuerst diese
verwenden. Ich weiß dass das mal anders war.
> -snap-
>
> Heißt: ULA taugen nicht für Verbindungen ins IPv6 Internet.
Nein, nicht für direkte Verbindungen in das Internet. Hatte ich aber
auch geschrieben, das die nicht geroutet werden.
> Heißt weiter: Man braucht Global Unicast Adressen dafür. Und die rückt
> entweder nur der Provider-Router direkt raus (bei mir) oder man braucht
> eine Kombi aus Router mit PD und 2. Router mit radvd+dhcpd6 und ???
>
> Da die Adressen auch im Subnet dann gültige sein müssten werden sie wohl
> direkt durchgeleitet. An das IPv6 Default-GW. Und sie können sich
> ändern. Und ein Paketfilter auf dem Weg dazwischen muß das wissen.
Nicht wenn PE ausgeschaltet ist, oder dem Client garnicht erst eine
übergeben wird.
Der DHCP-Server vergibt anhand der duid oder Hardwareadresse(MAC) immer
die selbe Adresse.
>
>> Da kannst du jedem Client eine eigene ipv6-Adresse vergeben und di kann
>> man sich sogar (mit einem Trick) merken.
>> zum Bsp. fd00:home:netz:nema::1/64 ergoibt bei:
>> a1,b2,c3,d4,e5,f6,g7,h8,i9,j0,k1,l2,m3,n4,o5,p6,q7,r8,s0,t1,u2,v3,w4,x5,y6,z7
>>
>> fd00:8535:4517:45:31::1/64
>> fd00 = nehme ich mal fest
>> 8535 = home
>> 4517 = netz
>> 4531 = nema (Ne[lson]ma[tias]
>
> Welche Datenbank-datei übersetzt das für die IPv6 tools wenn sie nicht
> mit -n aufgerufen werden? ethers nicht, hosts vielleicht?
Nein, wie ich schrieb ... ein Trick. Somit kann man pro site einen
Adressebereich bestimmen. Im endeffekt will man sich sowas natürlich
nicht merken. Wozu auch? Es gibt doch dns. Aber man könnte :)
>
> Wer soll sich den haufen zahlen denn bitte merken? Wenn sie wenigstens
> immer gleich blieben. Aber davon ist m.E. nicht aus zu gehen.
Doch radvd zusammen mit dhcpv6 und schon kann man jedem Client eine
feste IP zuweisen. Ist nicht ganz so einfach wie bei v4, aber es geht
(Sitchwort DUID)
>
>> die fe80 sollten niemals für die ipv6 Kommunikation verwendet werden,
>> ausser als default-gateway.
>
> Da fe80::1 link-lokal ist taugt das auch nur für den Next-Hop.
Jupp
>
>>> Hier auch schon meine Fragen dazu:
>>> Wann wird die zufällige Komponente generiert? Und was ist wenn diese
>>> sich ändert? Ist das eine Adresse, die ich global nutzen kann?
>
>> Du brauchst im prtivaten Bereich die zufällige Variante nicht und kannst
>> du mit :: kürzen.
>
> PEX?
>
>> Mein Netz ist z.Bsp.net6 fd0c:1a0:4020:ba01::/64 und mein Laptop hat die
>> IP fd0c:1a0:4020:ba01::78
>
> Und damit erreichst du jeden IPv6 Host im Internet? Direkt?
guckst du:
olaf@Laptop-FJ:~$ ip -6 add
3: wlp10s0: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 state UP qlen 1000
inet6 fd0c:1a0:4020:ba01::78/128 scope global dynamic noprefixroute
valid_lft 43366sec preferred_lft 20686sec
inet6 fe80::4501:5352:380:dd5e/64 scope link noprefixroute
valid_lft forever preferred_lft forever
olaf@Laptop-FJ:~$ ping -6
ojaehrling.de
PING
ojaehrling.de(
jaehrling.org (2a02:c207:3003:2299::1)) 56 data bytes
64 bytes from
jaehrling.org (2a02:c207:3003:2299::1): icmp_seq=1 ttl=56
time=27.8 ms
^C
---
ojaehrling.de ping statistics ---
1 packets transmitted, 1 received, 0% packet loss, time 0ms
rtt min/avg/max/mdev = 27.784/27.784/27.784/0.000 ms
olaf@Laptop-FJ:~$ ip -6 route show default
default via fe80::21c:7fff:fe36:8793 dev wlp10s0 proto ra metric 600
pref low
>
>>> Ich will mein Heimnetz besser organisieren. Kann ich unterschiedliche
>>> Gerätetypen in unterschiedliche Teil-Netze stecken und können die sich
>>> ohne großen Konfigurationsaufwand untereinander unterhalten?
>
> Ein einziges /64 wäre groß genug für alle zusammen. Und wenn es für
> Subnetze keinen anderen Grund gäbe könnte man das auch tun. Aber ich
> stelle immer gern die Frage wozu man IPv6 auf den Geräten im LAN denn
> braucht? Wenn sie aus dem Internet ereichbar sein sollen, Ja. Dann aber
> mit Globalen Adressen.
Jein. Wie ich schon mehrfach erwähnt hatte habe ich u.a ipv6-only Netze.
Allerdings habe ich keinen Bedarf dort die Clients im Internet stehen zu
haben. Deshalb steht da eine Firewall vor. Bei dieser ist natürlich eine
GUA vorhanden und diese Nat'tet dann zu ULA
>
>> Ja, natürlich. Das wären dann hie hinteren 4 Felder der IP, doe ich oben
>> ignoriert habe.
>
>>> Also z.B. Alle Fernseher in ein Subnetz, dessen Schutz in der Firewall
>>> höher ist. Alle smarten Dinge in ein anderes. Die Usergeräte in eines.
>>> Den Server in ein eigenes (falls mal ein zweiter oder so mit da ist).
>>> Wie hoch ist dazu der Aufwand.
>
> Die Paketfilter zwischen einem Haufen Netzen so ein zu stellen das nur
> der Verkehr passieren darf der soll und anderer ausgesperrt wird: Hoch!
Warum? Wenn eine FW ipv6 kann, kann sie auch ganz normal wie bei ipv4
filtern.
Selbst der EIS kann mit ip6tables oder nftables ipv6-traffic filtern.
Das ist doch kein Hexenwerk.
>
> Die Chance das man kompromittiert wird wenn alles in einem IPv6 Segment
> liegt - mit Smart oder IoT Geräten: ebenfalls hoch!
Nein, nicht wenn man nur Clients ins Internet lässt, die bekannt sich.
same like ipv4
Im Endeffeckt kann man jeden ipv6client mit nftables den kompletten
Traffic verbieten und nur bekannten Clients, die immer die selben
Adressen bekommen, den Traffic erlauben.
Geht ganz einfach
nft add rule ip6 nat POSTROUTING oifname "wan" ip6 saddr
fd0c:1a0:4020:ba01::6 masquerade
nft add rule ip6 nat POSTROUTING oifname "wan" ip6 saddr
fd0c:1a0:4020:ba01::/64 drop
Somit könnte jetzt nur der Client mit der 6 surfen
IOT Geräte würden ja vom dhcp-server eine Adresse aus dem Dyn-Bereich
bekommen und der wäre nicht freigegeben.
>
> Ich meine, da kann man auch gleich bei V4 bleiben, die sachen hinter ein
> NAT stecken und den Paketfilter einstellen ist dann viel einfacher. Un*
> da machen Subnetze dann auch (wieder) mehr sinn.
Ja, natürlich. Ich habe jetzt im Moment auch kein Gerät parat, welchen
kein v4 mehr kann, aber ich habe schon welche gesehen.
Früher oder später wird man mit ipv6 zurecht kommen müssen.
Aber ich weiß. ipv6 ist noch viel zu jung. Da kann man sich ja nicht
nicht mit auskennen *freundlich lach*
Übrigens opensense kann auch NPTv6. Das ist m.E. v6-Natting
>
>
> Intra- und Inter-Net Sites sollte man nie auf dem Gleichen Gerät halten.
> Ein Adressfehler und alles ist durcheinander.
Versehe ich nicht. Wenn man mit DNS arbeite ist das gar kein Problem.
Ich würde da eher ein Sicherheitsproblem sehen als ein Adressproblem.
>
> Prinzipiell gehts doch darum: welche IP(v?) wird extern auf welchen
> domainnamen aufgelöst und führt die aufrufer genau zu DEINEM Anschluß
> und darüber zu deinem webserver auf IP-A. Und welche IP(v?) wird intern
> aufgelöst (von einem hoffentlich vorhandenen nameserver) und leitet
> anfragen genau an an IP-B.
>
> PEX. Privacy Extensions sind dafür gedacht.
Ach komm. Das ist de größte Mist den es gibt. Damit ist ein lokales Netz
überhaupt nicht mehr absicherbar. Wie soll ich damit bestimmten Clients
bestimmte Sachen erlauben oder verbieten. Meine Privatsphäre kann ich
viel besser schützen wenn nach aussen hin immer nur eine ip-Adresse
kommuniziert. Das macht meine Firewall und kein Hoster/Provider oder
sonst wer sieht welches Endgerät mit wen kommuniziert.
>
>>> sei denn ich bekomme das hin, das die Geräte ihre Adresse beim DNS
>>> entsprechend registrieren. Dann kann ich ja statt der IPv6-Adresse des
>>> Druckers den Namen Drucker verwenden.
>
> Dann brauchst du einen internen Nameserver der IPv6 kann.
Na das kann doch mittlerweile jeder. Selbst der kleine unbound kann ein
lokales Netz mit ipv4 und ipv6 versorgen.
>
>> Für den eis gibt es den radvd-Paket [1]. Ob der dhcp-server des eis
>> mittlerweile ipv6 unterstützt weiß ich nicht. Ich habe mir dafür den
>> dhvp-server von einem Debian ausgeliehen (dhcpd 4.3.6-P1). Der kann ipv4
>> und ipv6
>
> Als ich das auf dem EIS machen wollte konnte der dhcp davon nichts. Seit
> etlichen Jahren läuft hier eine ubuntu-server VM mit isc-dhcpd und
Hab ich doch geschrieben, dass ich den von einem Debian "ausgeliehen"
habe weil der vom EIS kein v6 kann.
> named. Könnten V6 aber ich brauch's einfach nicht. Und mein Router kann
> eh kein PD.
>
> Kay
P.S. Vieleicht ist es ja irgendwann mal möglich mit dem dhcp-Server des
EIS ipv6-Addressen zu vergeben. Die meißten Anwendungen des EIS
verwenden immer noch ipv4.
Ich merke das immer ganz doll beim Apachen. Da wird beim Aufruf des
setup oder beim update immer ipv6 abgeschaltet und mein Server ist dann
nicht mehr erreichbar. Das ist immer sehr ärgerlich. Ich habe dann als
würgaround ein script geschrieben, welches den Eintrag in der
apache.conf mittels sed ändert und den Server neustartet.
Viele Grüße