Hallo aus Berlin!
Mit Spiral Dynamics kam ich zuerst in Berührung, als ich im Spetember
2000 A THEORY OF EVERYTHING las. 2003 dann das Grundlagenwerk von Don
Beck und Christopher C. Cowan.
Ich erinnere mich jedoch, dass ich 1997 in DELPHINSTRATEGIEN (Lynch/
Cordis) über das Werk von Clare Graves und das National Values Center
etwas erfuhr.
Seit Herbst 2002 nehme ich an der englischsprachigen Yahoo group
Spiral Dynamics Integral teil. Durch Erfahrungen von Praktikern in
verschiedenen Kulturen auf allen Kontinenten wurde mir die
Einzigartigkeit dieses Ansatzes immer klarer. Massiv unterstützt durch
einen Arbeitsaufenthalt in Dubai 2004 und Beratungstätigkeit in den
Jahren danach.
Zu Angela Merkel , ihrem Führungsstil und der Situation in
Deutschland:
2005 gab es im deutschsprachigen EnlightenNext Magazin diesen Artikel
von Dorothea ZImmer und Don BecK.
Quo vadis, Deutschland?
Eine Perspektive für erweiterte Denk- und Handlungsräume
http://www.wie.org/de/j17/quovadis.asp
Darin enthalten auch ein Werte Meme Profil Deutschland Ost und West
1945-2005.
Die Poltik und der Führungsstil von Angela Merkel ist in der Tat ein
Lieblingsthema deutscher und englischsprachiger Journalisten.
Als Naturwissenschafterlin scheint sie in Algorithmen und Formeln zu
denken und zu entscheiden. Sie ist fasziniert vom Werk Marie Curies,
aber auch von Katharina II. Liest Dosotjevski und Tolstoi.Sie bertritt
die Bühne , als sie aus dem Schatten Helmut Kohls heraus tritt. Mit
einem Artikel in der FAZ. Kurz vor Weihnachten 1999.
Als Protestantin neigt sie nicht zur Emotionalität. Zeigt sie aber in
Augenblicken unpoltischer Aktivität. 2006 während der WM in
Deutschland. Oder wenn sie bei den jährlichen Wagner Festspielen
erscheint.
Die Zeit der ideologien war Ende der 90`er Jahrte abgelaufen. Geistige
Führung, moralische Wende etc, waren von den Konservativen einseitig
als Labels in Beschlag genommen worden. Orientierung in einer globalen
multipolaren Welt musste erst noch gefunden werden.
Integrale Aspekte sind bei Angela Merkel klar zu sehen.
Die deutsche Wiedervereingung brachte unterschiedliche kulturelle DNAs
zusamen. Nach dem Ende des kalten Krieges brach auch der Kommunismus
in Europe zusammen sowie die Sowjet Union.
Mit ihrer Bereitschaft- weit über den klassischen "Markenkern" der CDU
hinaus -grosse Konstellationen der deutschen Gesellschaft zusammen zu
bringen UND auf europäischer Ebene das Werk Kohls fort zu setzen, hat
sie integrative Impulse gesetzt. Soweit im Gefüge einer Partien
Demokratie vielleicht möglich.
Bis jetzt.
Im Kern sehe ich die Herausforderung, in Deutschland das Wort FÜHRUNG
überhaupt neu zu definieren, aber auch ernst zu nehmen.
Die BertelsmannStiftung Leadership Series - Projektleitung Tina
Doerffer- beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Thema. In einem
Grundlagenpapier -141 Seiten- wird kurz die spezifisch deutsche
Situation untersucht:
Principles and Patterns of best Practice
http://www.facebook.com/#!/posted.php?id=213673300700
Dabei wird darauf hin gewiesen, dass das Wort in Deutschland in einer
besonderen Weise nach wie vor vorbelastet ist.
Wie bei allen grossen Herausforderungen ist eine öffentliche
Diskussion über neue Perspektiven, Blickwinkel und Handlungsspielräume
wichtig. Ich selber bin seit Ende 2007 als Associate Editor für das
Integral Leadership Review tätig. Für die deutschsprachigen Länder
Deutschland, Österreich, Schweiz.
Leite zusammen mit Dorothea die Erstellung einer Sonderausgabe
Deutschland.
Beste Grüsse aus Berlin,
Albert