Was tun bei einem Unfall, Brand oder einer Stichverletzung in der Praxis? Ein Notfallplan mit Checklisten und Dokumentationsvorlagen spart im Ernstfall wertvolle Zeit. Hier finden Sie Tipps und einen Notfallplan für die Arztpraxis zum Download.
Auch im Bereich des Katastrophenschutzes ist der Begriff Alarmplan üblich, z. B. als Krankenhausalarmplan. Dieser wiederum ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Dokumenten, die die Abläufe in und um ein Krankenhaus in verschiedenen Notlagen beschreiben.
Die Kernregeln für einen minimalen Schutz (aktualisiert 20.2.2005)Diese Minimallösung soll sicherstellen, dass sie zumindest in der Lage sind, auch noch bei einem Totalverlust nach einiger Zeit den Geschäftsbetrieb (notfalls auch in anderen Räumen) wieder aufnehmen zu können. Dafür muss in der IT folgendes erfüllt sein:
- Alle Daten werden regelmäßig gesichert. Tägliche Sicherung ist für ein Unternehmen in der Regel sinnvoll. Von diesen Sicherungen sollte zumindest eine der Sicherungen in jeder Woche mindestens für 4 Wochen aufgehoben werden.
- Diese Sicherungen werden oft genug an einen entfernten Ort ausgelagert. Eine Sicherung pro Woche sollte auf jeden Fall außerhalb des Gebäudes aufbewahrt werden. Was hilft die beste Sicherung, wenn sie im Brandfall mit den Rechnern zusammen vernichtet wird?
- Es liegen detaillierte Dokumentationen vor, mit deren Hilfe notfalls auch betriebsfremde Spezialisten Ihre IT wiederherstellen könnten (Cookbook-Details)
- Es liegen Unterlagen vor, mit deren Hilfe notfalls die gesamte IT-Ausstattung und alle anderen Maschinen neu gekauft werden könnten. Dazu gehören z.B. Modell-Informationen, Kontaktadressen der Lieferanten und auch der Versicherung, die hoffentlich das nötige Geld zur Verfügung stellt
- Es liegen am Auslagerungsort auch die Installationsmaterialien (CDs, Magnetbänder, Dokumentationen, Lizenzinformationen, Telefonnummern von Kundendiensten, Kundennummern oder andere Informationen, die die jeweilige Support-Hotline abfragen wird), Systempassworte (in verschlossenen Umschlägen)
- Die Dokumentation und die Abläufe sind getestet worden und haben diesen Test bestanden. Das Zurückladen der Sicherungen muss auf jeden Fall getestet werden. Viele Unternehmen haben nach der Katastrophe entdeckt, dass sie entweder die Sicherungsdaten nicht lesen konnten oder aber, dass die Daten zwar wiederhergestellt waren, aber die Datenbank in einem inkonsistenten und nicht wirklich nutzbaren Zustand war (Sicherungen von Datenbanken sind nur mit spezieller Software oder aber im inaktiven Zustand möglich)
- Ausgelagerte Daten und Dokumentationen sind auf dem aktuellen Stand
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