Gefährliche Mausklicks
VON MICHAEL SPEHR
Nach den Hacker-Angriffen auf Google und andere Unternehmen stehen
die Internet-Browser im Zentrum der Kritik. Dass man den Internet
Ex¬plorer von Microsoft nicht nutzen sollte, hat das Bundesamt für
Si¬cherheit in der Informationstech¬nik empfohlen. Unabhängig von
den neuen Entwicklungen sind ganz alte Lücken und
Sicherheits¬löcher noch immer nicht gestopft. * * *
Etwa „Clickjacking"-Angriffe: Auf manipulierten Internetseiten wird
ein durchsichtiger Rahmen unter den Mauszeiger geschoben. Wer
gutgläubig auf ein Element der ihm vertrauten Seite klickt, landet
nicht auf dem gewünschten Ziel, sondern wird heimlich umgeleitet.
Harmlose Links können auf diese Weise zu einer ernsten Gefahr wer¬den.
Das weiß man seit mehr als ei¬nem Jahr, und solche Attacken gab es
beispielsweise bei Facebook oder Twitter.
Wer sich vor solchen und anderen Unbillen schützen will, nimmt am
besten den Firefox, der unentgelt¬lich auf
www.mozilla.orgbereitge¬stellt wird. Ihn statte man zusätz¬lich mit der Erweiterung
„No Script" aus, die ebenfalls kostenlos ist. Sie blockiert zunächst
alle Skripte einer Website, darunter auch Java, Javascript und Flash.
Einzelne vertrauenswürdige Inhal¬te kann man peu a peu manuell
freischalten. Wir nutzen „No Script" seit Jahr und Tag, es ist die
wohl wichtigste Firefox-Erweite-rung für ein etwas sichereres Sur¬fen.
Und natürlich schützt dieses Miniprogramm von Giorgio Mao-ne auch vor
dem Clickjacking.