Soziale Netzwerke: Vorsicht, Nebenwirkungen!

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hewe

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Feb 9, 2010, 2:06:11 AM2/9/10
to Senioren-Internet Rödermark
Soziale Netzwerke: Vorsicht, Nebenwirkungen!
Sie können in sozialen Netzwerken alte Kontakte wieder finden, neue
Freunde kennenlernen oder neue Geschäftspartner auf sich aufmerksam
machen. Hier sind jedoch auch eine Menge persönliche Daten und Fotos
gespeichert - über die Sie schnell die Kontrolle verlieren können. Wir
verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen, um unerwünschte
Nebenwirkungen des Netzwerkens zu vermeiden.
Netzwerken ohne Nebenwirkungen
Schon bemerkt? WEB.DE bietet Ihnen seit einigen Monaten mit dem WEB.DE
Navigator eine zentrale Einstiegsstelle in Shops, Internet-Dienste und
vor allem Netzwerke. Einfach einmalig in Ihren WEB.DE Account
einloggen - und schon sind Sie mittendrin. TÜV-zertifiziert und
sicher! Was Sie aber in den Netzwerken an Informationen über sich
preisgeben, welche Fotos sie hochladen und wer welche Ihrer
eingegebenen Daten von Ihnen sehen darf, liegt ganz in Ihrer Hand.
Öffentlich - und unvergänglich!
Egal ob meinVZ, wer-kennt-wen.de, iokalisten, de, Xing, Facebook oder
ein ganz anderes Netzwerk - bestimmte Regeln und Hinweise sollten Sie
in allen Netzwerken beachten. Das Wichtigste zuerst: Denken Sie daran,
dass alles, was Sie in sozialen Netzwerken von sich preisgeben,
Öffentlich zugänglich ist. Vergleichen Sie das Profil in einem
sozialen Netzwerk mit einer Zeitungsanzeige oder einem Aushang an
einem schwarzen Brett - nur noch viel einfacher und globaler
erreichbar. Machen Sie sich bewusst, dass einmal veröffentlichte
Fotos, Informationen und Daten nicht mehr Ihrer vollen Kontrolle
unterliegen - das Internet vergisst nichts! Fotos können lokal
gespeichert und anderweitig hochgeladen werden oder mit der direkten
Fotoadresse auch außerhalb der Netzwerke angesprochen werden,
Informationen können weitergeleitet werden. Denken Sie auch daran,
dass Sie generell nur Fotos hochladen, die Sie selbst gemacht haben.
Urheberrechtsverletzungen im Internet können teuer werden. Auch
sollten Sie das Einverständnis der auf einem Foto gezeigten Personen
eingeholt haben, wenn Sie Bilder von Dritten veröffentlichen.
Achtung, Feind liest mit!
Daten auf Ihrem Profil sind öffentlich, können also von Ihrem Chef,
Ihren Kollegen, Ihrem Partner oder Ex-Partner ebenso gelesen werden,
wie von den Personen, für die sie vielleicht primär bestimmt waren.
Dies ist insbesondere bei heiklen Informationen relevant - private
Fotos oder ein geänderter Beziehungsstatus sind vielleicht nicht
unbedingt für Ihr berufliches Umfeld gedacht. Denken Sie bei jedem
Eintrag und jedem Foto, das Sie hochladen, daran - jeder kann diese
Information sehen. Selbst, wenn Sie innerhalb des betreffenden
Netzwerkes differenzieren können: Wer die Adresse eines Fotos kennt,
kann dieses meist auch aufrufen, ohne Mitglied des entsprechenden
Netzwerks zu sein. Sie haben in vielen Netzwerken die Möglichkeit, Ihr
Profil nur Mitgliedern Ihrer Kontaktliste anzuzeigen - nutzen Sie
diese! Und nehmen Sie in Ihrer Kontaktliste nur tatsächliche Kontakte
auf. Denken Sie daran, dass Kontakte in der Regel mehr persönliche
Daten von Ihnen sehen, als Nicht-Kontakte.
Karrierekillersoziales Netzwerk?
In einer kürzlich veröffentlichten Studie irn Auftrag der
Bundesregierung gaben über ein Viertel der befragten Unternehmen an,
bei der Auswahl von Bewerbern auf das Internet und auf soziale
Netzwerke zurückzugreifen. Ebenfalls ein Viertel gab an, dass bereits
Bewerber wegen Informationen aus dem Internet nicht zu einem
Vorstellungstermin eingeladen worden seien. Dies macht die Relevanz
der Thematik deutlich. Denken Sie hierbei aber nicht nur an Fotos und
Texte. So werden zum Beispiel auch Gruppenmitgliedschaften in der
Regel auf Ihrer Profilseite angezeigt, Sind Sie also Mitglied der
Gruppe "Die Straßenverkehrsordnung behindert meinen Fahrstil!" könnte
das insbesondere dann von Nachteil sein, wenn Sie beruflich am Steuer
sitzen. Und auch eine Mitgliedschaft in der Gruppe "Schon mal was
geklaut, obwohl Ihr das gar nicht braucht!" dürften die wenigsten
beruflichen Kontakte als witzig erachten... Um Berufliches von
Privatem zu trennen, könnten Sie zürn Beispiel auf verschiedene
Profite zurückgreifen: Nutzen Sie Profile unter Ihrem tatsächlichen,
vollständigen Namen zur Darstellung Ihrer Person und Ihres
Lebenslaufes und legen Sie Wert darauf, dass darin lediglich
Informationen enthalten sind, die problemlos potentiellen Arbeitgebern
und anderen beruflichen Kontakten offen gelegt werden können. Möchten
Sie Informationen privateren Charakters veröffentlichen, nutzen Sie
Netzwerke, die es Ihnen ermöglichen, einen selbstgewählten
Benutzernamen zu nutzen, der nichts mit Ihrem echten Namen zu tun hat.
Ach, wie gut, dass niemand weiß...
Wo Sie Ihren vollständigen Namen angeben, können Sie über diesen meist
auch gefunden werden, teilweise auch außerhalb der eigentlichen
Netzwerke. Bevor Sie ein Profil mit Inhalt füllen, machen Sie sich
schlau, für wen welche Daten sichtbar sind und wie Sie gefunden werden
können. Bei vielen Netzwerken kann ausgeschaltet werden, dass der
vollständige Narne im Netzwerk angezeigt wird oder dass ein Profil
auch außerhalb des eigentlichen Netzwerkes (z.B. über Google) gefunden
werden kann. Dies gilt im Übrigen auch für Facebook und ist auch für
die Facebook-Integration bei WEB.DE relevant: Wie Sie die
entsprechenden Funktionen in Facebook ausschalten, erfahren Sie in
unseren FAQ.
Vorsicht, Falle!
Vorsichtig sein sollten Sie auch bei Applikationen von Drittanbietern.
In manchen Netzwerken können Sie mit diesen zusätzlichen Programmen
(sog. Applikationen) Funktionen ergänzen, ein Spiel oder ein Quiz
spielen o,ä. Teilweise erhalten diese Applikationen jedoch Zugriff auf
manche Ihrer Daten und können auch ein Sicherheitsnsiko darstellen. Es
häufen sich Berichte über Applikationen, die bekannte
Sicherheitslücken in Drittprogrammen ausnutzen und so Schadcode auf
dem Rechner des Nutzers platzieren. Neben einer gesunden Portion
Skepsis sollten Sie auf jeden Fall eine aktuelle Sicherheitssoftware
wie das WEB.DE PC-SicherheitsPaket auf Ihrem Rechner installieren, um
das Einschleusen von bösartigem Code über eine solche Applikation zu
vermeiden.
Tipps für Eltern
Die jüngst veröffentlichte ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 hat es erneut
belegt: Während nicht einmal die Hälfte aller Onliner in Netzwerken
aktiv ist, haben fast 90 Prozent der Jugendlichen bereits Erfahrungen
damit gemacht. Für Schülerinnen und Schüler ist die Nutzung des
Internets und auch der Umgang mit sozialen Netzwerken Alltag, Sie
wachsen bereits damit auf. Risiken im lockeren Urngang mit dem
Internet sind ihnen dabei aber oft wenig bewusst. Initiativen wie
http://www.klicksafe.de und http://www.saferinternet.at sowie http://www.
watchyourweb.de bieten speziell für Eltern und Jugendliche
aufbereitete Informationen rund um das Thema Sicherheit im Netz und
sind daher für Eltern eine gute Anlaufstelle, um sich weitergehend zu
informieren.
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