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Artikeldienst Regenwald Presseset4 "Verschuldung frisst am Regenwald"

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Naturfreundejugend

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Mar 24, 1998, 3:00:00 AM3/24/98
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Liebe Freunde und Freundinnen, Redakteure und Redakteurinnen,

hier kommt das angekuendigte dritte Presseset zum Thema Regenwald, das folgende Vorschlaege enthaelt:
Presseset "Verschuldung frisst am Regenwald"
1. Presseartikel (Kurzmeldung):Verschuldung frisst am Regenwald - Je groesser die Schulden desto groesser die Zerstoerung
2. Hintergrundinformation: Verschuldung frisst am Regenwald - Schutz der Regenwaelder durch Entschuldung?
3. Kinderinfo: Warum zerstoeren Not und Ueberfluss den Regenwald?
4. Tips
1. Regenwald im Schnitzelwerk - Papierverschwendung zerstoert den Regenwald
2. Regenwaldzerstoerung fuer das modische Outfit
3. Rauchen schaedigt auch die gruene Lunge der Erde

5. Info zur Regenwaldausstellung der Naturfreundejugend
6. Info zur Regenwaldbroschuere der Naturfreundejugend
7. Info zur Regenwald-Diaserie der Naturfreundejugend
8. Materialliste zum Thema Regenwald
9. Freianzeigenserie
10. Layout-Material (Fotos, Abbildungen etc. auf Anfrage per Post)

Falls Ihr einen unserer Artikel (vollstaendig oder in Teilen), einen der Tips oder die Freianzeigen veroeffentlicht, waere uns die Nennung unseres Namens im Text oder als Quellenangabe wichtig. Natuerlich sind wir auch sehr an einem Belegexemplar interessiert. Fuer die interessanteste oder originellste Umsetzung unserer Textvorschlaege (bezieht sich auch auf die vorangegangenen Pressetsets 1 und 2) winkt dem Einsender eines Belegexemplars eine Belohnung in Form eines umfangreiches Info-Pakets zum Thema Regenwald (u.a. Unterrichtsmaterialien zum Thema, Ladenpreis 38,- DM).
Wir hoffen auf ein reges Interesse an unserem Angebot, denn Information und Aufklaerung sind sehr wichtig, um der ruecksichtslosen Zerstoerung der Regenwaelder entgegenzutreten. Wissen doch die meisten Menschen bei uns einfach nicht, dass sie mit ihrem Konsumverhalten zur unwiederbringlichen Vernichtung der Regenwaelder beitragen. Vielen ist noch immer nicht klar, wie wichtig die Regenwaelder auch fuer unsere Umwelt sind. Dabei kann jeder Einzelne seinen Beitrag zu ihrem Erhalt leisten. Wie, dass zeigen unsere Konsum- und Aktionstips.
Wenn Ihr der Meinung seid, dass die Regenwaelder der Erde unbedingt erhalten werden muessen, dann unterstuetzt unsere Oeffentlichkeitskampagne, indem ihr unseren kostenlosen Artikeldienst beispielsweise bei der Gestaltung Eurer Schuelerzeitung nutzt.
Viel Spass bei der Arbeit.

Naturfreundejugend Deutschlands
Bundesjugendleitung
Dr. Ute Eifler
Projektreferentin


1. Presseartikel (Kurzmeldung)

Presseartikelserie Sperrfrist: 31.03.98
ca. 2 000 Zeichen
Presseartikel Nr. 13

Verschuldung frisst am Regenwald - Je groesser die Schulden desto groesser die Zerstoerung
Nach Schaetzungen der FAO (Ernaehrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) werden jaehrlich 114 000 km2 tropischer Regenwald vernichtet. Bis zum Jahr 2050 sollen von den ehemals 19,4 Millionen km2 (bis 1980) nur noch 5 - 8 Millionen km2 vorhanden sein. Massgebliche Ursache fuer die Vernichtung von Tropenwaeldern ist die hohe Verschuldung. Hochverschuldete Laender wie z.B. Brasilien weisen die groessten Regenwaldzerstoerungen auf. Die Bedingungen von IWF (Internationaler Waehrungsfond) und Weltbank fuer die Kreditvergabe an zahlungsunfaehige Entwicklungslaender erhoehen den Druck auf die Regenwaelder. Um die Schuldenzahlungen aufrechtzuerhalten werden die Schuldnerlaender gezwungen, die Exportwirtschaft zur Erwirtschaftung von Devisen zu verstaerken. Anbauflaechen fuer Produkte wie Fruechte und Futtermittel muessen vergroessert, mehr Tropenholz fuer den Export geschlagen werden. Dies fuehrt zu einem UEberangebot auf dem Weltmarkt bei gleichzeitigem Preisverfall, der wiederum eine Exportsteigerung zur Kompensierung der Einnahmeverluste erfordert.
Die zunehmende Verteuerung von Produkten (z.B. Maschinen) aus den Industrielaendern verschaerft das Verschuldungsproblem. Sollen die verbliebenen Regenwaelder gerettet, d.h. auch den Abkommen von Rio Folge geleistet werden, muss diese Schuldenspirale durchbrochen werden. Schuldenerlass, Schuldentausch fuer Umweltschutzinvestitionen aber vor allem die AEnderung der Bedingungen auf dem Weltmarkt sind notwendig. Entwicklungslaender fordern die OEffnung der Maerkte im Warenhandel z.B. dem Agrar- und Textilbereich. Der internationale Handel muss in den Dienst nachhaltiger Entwicklung gestellt werden. Kriterien wie Umwelt- und Sozialvertraeglichkeit muessen in internationale Handelsabkommen einfliessen und entsprechende Produkte bevorzugt gehandelt werden.

Weitere Infos:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/9415-0, Fax 02228/941622, e-mail: nf...@gaia.de
Naturfreundejugend Deutschlands: Eine Welt, zum Beispiel .... Regenwald. Broschuere, 36 Seiten, 9,80 DM (Bezug ueber die Bundesgeschaeftsstelle der Naturfreunde Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen)
Oberndoerfer, Dieter: Schutz der tropischen Regenwaelder durch Entschuldung, Schriftenreihe des Bundeskanzleramtes Bd 5, Verlag C.H. Beck, Muenchen 1989
Enquete-Kommission "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphaere des Deutschen Bundestages (Hrsg.): Schutz der Tropenwaelder - Eine internationale Schwerpunktaufgabe, Economica Verlag, Verlag C. F. Mueller, Karlsruhe 1990

2. Hintergrundinformation

Presseartikelserie Sperrfrist: 31.03.98
ca. 5 500 Zeichen
Presseartikel Nr. 14

Verschuldung frisst am Regenwald - Schutz der Regenwaelder durch Entschuldung?
Seit den 70iger Jahren verzeichnen viele Entwicklungslaender einen dramatischen Anstieg ihrer Verschuldung. Der Norden setzte auf die Strategie, durch umfangreiche Investitionen in Technik und Industrie dieser Laender, Modernisierung und wirtschaftliches Wachstum zu erreichen. Nebeneffekte sollten der Schutz der Umwelt, die Steigerung des Wohlstandes, der sozialen und kulturellen Standards und eine ausreichende Ernaehrung fuer alle sein. Diese positiven Veraenderungen sind jedoch selbst in den sogenannten Schwellenlaendern wie Indonesien fuer den groesseren Teil der Bevoelkerung nicht eingetreten.
Gruende fuer den starken Schuldenanstieg sind Oelpreissteigerungen, insbesondere in den 70iger Jahren, durch die die Devisen aufgezehrt wurden. Billige Kredite fuer Entwicklungslaender, die zum Import wichtiger Fertigprodukte (Maschinen, Ersatzteile, Transportmittel) verwendet werden, treiben die Verschuldung voran. Hinzu kommen schwierige Absatzmoeglichkeiten fuer die Produkte aus Entwicklungslaendern auf dem Weltmarkt, so dass die Beschaffung von Devisen immer schwieriger wird. Neue regionale Handelsabkommen wie der EG-Binnenmarkt (1992), das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA, 1994) und z.B. das Freihandelsabkommen des asiatisch-parzifischen Raums erschweren die Handelsbedingungen fuer diese Laender zusaetzlich. Die Abkommen, wie z.B. das GATT-Abkommen (Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen), die die Globalisierung und Liberalisierung des Welthandels vorantreiben sollen, schliessen aufgrund von Schutzinteressen, insbesondere der Industrielaender (Schutz eigener Wirtschaftszweige), viele Bereiche von der Liberalisierung aus, die vor allem die Entwicklungslaender betreffen. Deshalb fordern diese die Oeffnung der Maerkte im Warenhandel insbesondere in den Ausnahmebereichen des GATT-Abkommens, d.h. vor allem im Agrar-, Textil- und Kleidungsbereich.
Die IWF-Bedingungen (IWF = Internationaler Waehrungsfond unter Fuehrung der sieben staerksten Industrienationen) fuer die Kreditvergabe an zahlungsunfaehige Entwicklungslaender schuetzen vor allem die privaten und oeffentlichen Interessen der Glaeubiger in den Industrielaendern. Sie dienen ausschliesslich dazu, die Schuldenzahlungen aufrechtzuerhalten. So muessen z.B. Staatsausgaben fuer Sozial-, Gesundheits-, Schulwesen und die Arbeitsloehne gesenkt, gewerkschaftliche Mitwirkungsrechte beschraenkt, die Preise fuer Nahrungsmittel angehoben und strikte Umweltklauseln vermieden werden. Die Hauptforderung des IWF besteht darin, die Exportwirtschaft zur Erwirtschaftung von Devisen zu verstaerken. Damit erhoeht sich der Druck auf den Regenwald, denn die Anbauflaechen fuer Agarprodukte muessen vergroessert und mehr Tropenholz fuer den Export geschlagen werden. Ein dadurch bedingtes Ueberangebot auf dem Weltmarkt aber auch preis- und handelsverzerrende Massnahmen in den Industrielaendern (z.B. hohe Subventionen) fuehren zum Preisverfall auf den internationalen Agramaerkten. Dieser erfordert wiederum eine Exportsteigerung zur Kompensierung der Einnahmeverluste. Auf der anderen Seite steht die zunehmende Verteuerung von Produkten aus Industrielaendern. So steigt die Verschuldung trotz Schuldenreduzierung, Umschuldungen und Schuldenerlassen.
Dass Verschuldung die massgebliche Ursache fuer die Vernichtung von Tropenwaeldern ist, zeigen Laender wie Brasilien, wo die groessten Regenwaldzerstoerungen zu verzeichnen sind.
Was muss geschehen, um die Schuldenspirale aufzubrechen und den Druck von den tropischen Waeldern zu nehmen?
Eine Moeglichkeit ist der Schuldenerlass. Hierdurch wird den Laendern die Moeglichkeit zu eigenstaendigen Entwicklungswegen entsprechend den Beduerfnissen der eigenen Bevoelkerung gegeben und ein Beitrag zum Erhalt der Oekosysteme und der natuerlichen Ressourcen geleistet.
Eine Neuverschuldung sollte verhindert werden, indem z.B. Entwicklungsgelder in Form von Zuschuessen und Kredite nur als langfristige Finanzierungsformen vergeben werden.
Eine weitere Moeglichkeit ist der Schuldentausch fuer Umweltschutz. Hierbei werden Umweltschutzinvestionen ueber die Hilfe zur Entschuldung finanziert. Banken bieten Schuldtitel der Entwicklungslaender gegen hohe Rabatte an. Umweltorganisationen kaufen diese, konvertieren sie in einheimische Waehrung und nutzen sie fuer Investitionen im Umweltschutz. Fonds zum Schuldentausch fuer Umweltschutz gibt es in Costa Rica und Ecuador.
Wichtig fuer die Zukunft der Entwicklungslaender ist aber auch die Veraenderung des Nord-Sued-Verhaeltnisses. Dies betrifft insbesondere die Bedingungen auf dem Weltmarkt. So ist fuer die Entwicklungslaender die Oeffnung der Maerkte im Warenhandel insbesondere in den Ausnahmebereichen des GATT-Abkommens (Agrar/Textil) notwendig.
Der internationale Handel sollte sich zudem, im Sinne der Agenda 21, in den Dienst nachhaltiger Entwicklung stellen. Abkommen, die im Rahmen der WTO (Welthandelsorganisation) oder OECD (Organisation fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ausgehandelt werden, sollten nach oekologischen und sozialen Zielen ausgerichtet werden.
Die EU (Europaeische Union) als derzeit groesste Handelsmacht traegt besondere Verantwortung fuer den Welthandel. Das Grundsatzpapier der EU-Kommission, das 1996 praesentiert wurde, sieht im Sinne eine nachhaltigen Entwicklung u.a. die Zollbefreiung fuer oekologisch vertraegliche Produkte aus Entwicklungslaendern, Einfuhrverbote fuer Produkte mit grenzueberschreitenden oder globalen Umwelt- und Gesundheitsrisiken sowie Exportverbote fuer im Inland verbotene Waren vor.

Weitere Infos:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/9415-0, Fax 02228/941522, e-mail: nf...@gaia.de
Naturfreundejugend Deutschlands: Eine Welt, zum Beispiel .... Regenwald. Broschuere, 36 Seiten, 9,80 DM (Bezug ueber die Bundesgeschaeftsstelle der Naturfreunde Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen)
Projektstelle Umwelt- und Entwicklung (Hrsg.): Forum Umwelt & Entwicklung, Handel, Rundbrief 4/96, Bonn
Oberndoerfer, Dieter: Schutz der tropischen Regenwaelder durch Entschuldung, Schriftenreihe des Bundeskanzleramtes Bd 5, Verlag C.H. Beck, Muenchen 1989
Enquete-Kommission "Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphaere des Deutschen Bundestages (Hrsg.): Schutz der Tropenwaelder - Eine internationale Schwerpunktaufgabe, Economica Verlag, Verlag C. F. Mueller, Karlsruhe 1990


3. Kinderinfo

Presseartikelserie Sperrfrist: 31.03.98
ca. 4 000 Zeichen
Presseartikel Nr. 15

Warum zerstoeren Not und Ueberfluss den Regenwald?
Koennt ihr Euch vorstellen, dass 200 Millionen Kinder in der Welt nicht genug zu essen haben oder sich ganz und gar einseitig ernaehren muessen. Fast 11 Millionen dieser Kinder verhungern oder sie sterben durch mangelhafte Ernaehrung an scheinbar harmlosen Krankheiten, wie den Masern.
Wie kann das sein? Bei uns gibt es doch genug zu essen. Viele Erwachsene und auch Kinder leiden sogar an Uebergewicht, weil sie zuviel Fleisch und Suessigkeiten zu sich nehmen. Warum ist das in den Laendern der Dritten Welt, zum Beispiel den Tropenlaendern, wo doch die vielen tollen Fruechte wachsen, anders?
Weltweit wird so viel Nahrung hergestellt, dass niemand hungern muesste. Doch nicht alle Menschen haben es so einfach wie wir. Wir gehen in den naechsten Supermarkt und finden dort alles, was unser Herz begehrt. Zudem haben wir auch das Geld, um Bananen, Papayas, Orangen, Nuesse und andere exotische Fruechte zu kaufen. Viele dieser Fruechte verderben schon im Supermarktregal oder sie vergammeln bei uns zu Hause im Obstkorb.
Der Supermarkt fuehrt uns auf die Spur des Problems. Hier finden wir Waren aus aller Herren Laender. Viele davon, wie Kaffee, Kakao, Tee und eine Vielzahl von Fruechten stammen aus tropischen Laendern. Sie wachsen dort aufgrund des Klimas besonders gut. Riesige Regenwaldflaechen werden abgeholzt, um grosse Plantagen anzulegen.
Aber warum sind dann die Menschen in diesen Laendern, selbst die, die auf den Plantagen arbeiten, haeufig unter- oder falsch ernaehrt? Direkt vor ihrer Nase waechst doch mehr als genug! Die Antwort ist einfach. Die Fruechte werden nicht etwa auf den Markt ins naechste Dorf, sondern ueberwiegend mit dem Schiff z.B. nach Europa und Deutschland gebracht. Dort fuellen sie dann unsere Supermarktregale und tragen zur Vielfalt unserer Ernaehrung bei.
Der groesste Teil der Menschen in den Tropenlaendern, wo die Fruechte herkommen, kann sich nur ganz einseitig und daher ungesund ernaehren. Aufgrund geringer Arbeitsloehne koennen sich die Menschen nur die billigsten Nahrungsmittel leisten. Das sind meistens Huelsenfruechte, wie Bohnen. Und die gibt es fast jeden Tag und zu jeder Mahlzeit. Fleisch und Gemuese finden sich selten in ihren Kochtoepfen, weil sie sich beides nicht leisten koennen. Viele Plantagenarbeiter besitzen kein eigenes Stueck Land und koennen weder Gemuese anbauen, noch Haustiere halten. Wenn sie etwas Land haben, ist der Boden meistens so schlecht, dass trotz harter Arbeit kaum etwas darauf waechst. Ist der Boden ausgelaugt, roden sie daher immer wieder neue Teile des Regenwaldes und tragen damit aus Not zu seiner Zerstoerung bei.
Das Land mit den guten Boeden gehoert ueberwiegend grossen Firmen. Diese bauen darauf in grossen Mengen ausschliesslich die Fruechte an, die sie in den reichen Laendern des Nordens, z.B. in Europa, verkaufen koennen. Kleine Bauern, die ebenfalls z.B. Bananen anpflanzen, haben kaum eine Chance diese zu verkaufen. Die grossen Firmen bestimmen die Preise. Und die sind sehr niedrig
Ihr fragt Euch: Warum ist das so? Viele Tropenlaender im Sueden haben grosse Schulden bei den Industrielaendern im Norden, weil sie fuer den Aufbau ihrer Wirtschaft z.B. Maschinen kaufen mussten. Ihre Schulden und die Zinsen fuer Kredite koennen sie aber nur zurueckzahlen, wenn sie Fruechte oder Tropenholz z.B. nach Europa verkaufen. Die Preise bestimmen wiederum die Industrielaender, die den sogenannten Weltmarkt beherrschen. Und sie schreiben den Tropenlaendern vor, was sie tun muessen, um moeglichst viel Geld auf diese Weise zu verdienen und zurueckzahlen zu koennen. Dazu gehoert z.B., dass die Tropenlaender die Ausgaben fuer Schulen und Krankenhaeuser verringern, die Arbeitsloehne gesenken, den Wert ihres Geldes verringern und Nahrungsmittel verteuern. Gleichzeitig sollen immer mehr Fruechte und andere landwirtschaftlichen Gueter angebaut und ins Ausland verkauft werden. Um diese Forderungen zu erfuellen, wird immer mehr Regenwald zerstoert und immer mehr Menschen haben kaum mehr genug zum Leben.
Aendern koennen das in erster Linie die Industrielaender, indem sie beispielsweise den Laendern der Dritten Welt ihre Schulden erlassen und ihnen faire Preise fuer ihre Waren zahlen.

Weitere Infos:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/9415-0, Fax 02228/941522, e-mail: nf...@gaia.de
Naturfreundejugend Deutschlands: Eine Welt, zum Beispiel .... Regenwald. Broschuere, 36 Seiten, 9,80 DM (Bezug ueber die Bundesgeschaeftsstelle der Naturfreunde Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen)
Bundesministerium fuer wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Gesicherte Ernaehrung fuer alle - Herausforderungen und Strategien der Entwicklungszusammenarbeit.
Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e. V. (ARA): Pfoten weg vom Regenwald, Reihe : Konkret 3. Bezug: ARA, Postfach 100 466, 33602 Bielefeld
Misereor u.a. (1997): Fairien mit dem Eine-Welt-Rucksack
Buchtip:
Ek, Birgitta; Hultberg, Ulf (1993): Loa und Felipe. Die Kinder von der Bananenplantage. (Bezug: gebana, Deutschland Sued, Langgasse 41, 63571 Gelnhausen, ISBN 3-9520508-0-6)


4. Tips

1. Regenwald im Schnitzelwerk - Papierverschwendung zerstoert den Regenwald
2. Regenwaldzerstoerung fuers das modische Outfit
3. Rauchen schaedigt auch die gruene Lunge der Erde

Presseartikelserie
Presseartikel Nr. 16

Tip 1 Sperrfrist: 20.03.98 ca. 4 300 Zeichen

Regenwald im Schnitzelwerk - Papierverschwendung zerstoert den Regenwald

Nicht nur in Kanada und Skandinavien gibt es riesige Holzschnitzelwerke in denen der Rohstoff fuer die Papierproduktion hergestellt wird. Auch in tropischen Laendern wie Costa Rica, Indonesien oder Brasilien werden grosse Primaerregenwaldflaechen fuer die Deckung des Papierbedarfs gerodet. Ausgedehnte Monokulturen mit schnellwachsenden Baeumen wie Eukalyptus, Akazien und Melinabaeumen werden angelegt. Niedrige Landpreise, billige Arbeitskraefte, politische Repressionen (z.B. die Unterdrueckung von Gewerkschaften) und lasche Umweltschutzauflagen ermoeglichen den haeufig multinationalen Konzernen eine guenstige Rohstoffproduktion. Brasilien gehoert beispielsweise zu den wichtigsten Zellstoffexporteuren.
Der groesste Teil des weltweit produzierten Papiers, naemlich der 3/4 der Gesamtproduktion, wird jedoch nicht von den Laendern des Suedens, sondern von 16 % der Weltbevoelkerung verbraucht. Dazu gehoeren die asiatischen Tigerstaaten und die noerdlichen Industrielaender.
In der Bundesrepublik werden im Durchschnitt 210 kg Papier pro Jahr und Person verbraucht. 40 % des Papiers findet sich in Verpackungen wieder, 30 % ist Schreibpapier und auf 13 % werden Zeitungen gedruckt. Davon sind 56 % Recycling- und 44 % Neupapier.
Der Rohstoff fuer das Neupapier stammt zu 80 % aus dem Ausland, vorwiegend aus Skandinavien und Kanada aber auch aus Tropenlaendern. Fuer deutsche Zeitungen wird alle 10 Minuten ein fussballgrosses Waldstueck abgeholzt. Dabei waere es technisch moeglich 70 % des bundesdeutschen Papierbedarfs aus Altpapier herzustellen. Nur 7% der jaehrlich 4 Millionen Tonnen Zeitschriften und Werbeeinlagen werden auf Recyclingpapier gedruckt.
Entgegen des im Zeitalter des Computers erwarteten "Bueros ohne Papier", foerdert die sich immer rasanter entwickelnde und sich weiter verbreitende Buerotechnik (Kopierer, Fax, PC etc.) den Papierverbrauch. Auch der haeusliche Bereich wird zunehmend von dieser Entwicklung erfasst, so dass seit 1987 die Produktion von feinem Bueropapier um 20 % anstieg.
Was kann jeder Einzelne tun, damit die verbliebenen nordischen und tropischen Urwaelder nicht auch noch in die Holzschnitzelwerke der Papierindustrie wandern? Natuerlich nicht das Lesen und Schreiben einstellen, aber bewusst und sparsam mit Papier umgehen. Wer aufmerksam ist, erkennt hierzu viele Moeglichkeiten. Die folgenden Tips fuehren auf die richtige Spur!

- chlorfreies Papier und Recyclingpapier verwenden
(sogenanntes "holzfreies" Papier ist besonders umweltschaedlich, da es extrem gebleicht wird)

Zeitungen und Zeitschriften
- Zeitungen und Zeitschriften in Buechereien und Bibliotheken einsehen
- Zeitschriften und Zeitungen mit Nachbarn oder Freunden austauschen
- einem Lesezirkel beitreten
- lieber ein Ratgeberbuch z.B. zum Heimwerken als jeden Monat eine entsprechende Zeitschrift kaufen

Schreibpapier
- doppelseitig kopieren und verkleinern
- einseitig beschriebene Papiere als Schmierpapier weiterverwenden
- Telefon, e-mail oder Internet benutzen
- Notizen machen statt seitenweise zu kopieren

Werbung
- Zeitschriften, die ueberwiegend aus Werbung bestehen und zudem auf Hochglanzpapier gedruckt sind, meiden
- Einwurf von Werbung in den Postkasten untersagen (Aufkleber "Keine Werbung einwerfen!")

Papier in anderen Lebensbereichen
- generell Verwendung wiederverwertbarer Produkte
- Pfandflaschen statt Tetrapack
- Einkaufskorb, Leinentasche statt Papiertuete
- Butterbrotdose statt Brotpapier
- Mehrweggeschirr statt Pappbecher- und -teller
- Baumwoll- statt Papierwindeln
- Stoffservietten und -tischdecken anstelle der gleichen Produkte aus Papier
- Recyclingtoilettenpapier
- Gold- oder Baumwollkaffee- und Teefilter statt Papierfilter
- Stofflappen statt Papiertuecher zum Putzen verwenden

Was man sonst noch tun kann:
- bei Verlagen anfragen, wo das Holz herkommt und diese auffordern, Holz aus naturnaher Waldnutzung einzusetzen
- gegen das duale System protestieren, das die Verpackungsindustrie foerdert statt Muellvermeidung anzuregen
- Altpapier sammeln und in dafuer vorgesehene Container bringen

Weitere Infos:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald" und zum Tortuguero-Projekt. Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/9415-0, Fax 02228/941522, e-mail: nf...@gaia.de
Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. - ASW (Hrsg.): Papier und Macht, Sonderheft Wald, S. 13, 14, ( Bezug: ASW, Hedemannstr. 14, 10963 Berlin)
Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz (ARA): Pfoten weg vom Regenwald, in : ARA konkret 3, S. 44, 45
Pro Regenwald, BUNDjugend (Hrsg.): Japanische Firmen im Regenwald, in: Regenwald aktiv, Tips und Hintergruende zum praktischen Handeln, S. 25 bis 32 (Bezug: Pro Regenwald, Frohschammerstr. 14, 80807 Muenchen)
BUNDjugend (Hrsg.) (1997): Tips zur Saison - Umwelt mit Kindern erleben. Schwerpunktthema Tropischer Regenwald, Heft 1/97.(Bezug: BUNDjugend, Postfach 300249, 53182 Bonn)

Tip 2 Sperrfrist: 20.03.98
ca. 3 200 Zeichen

Regenwaldzerstoerung fuer das modische Outfit

In den letzten Jahren haben sich einige grosse Konfektionaere bemueht die Textilproduktion umweltfreundlicher zu gestalten. Doch diese Bestrebungen scheinen, wenn man sich die aktuellen Modetrends ansieht, ins Leere zulaufen. Absolut "in" sind Kleidungsstuecke aus Polyester, Viskose, Gummi und aus neuen Chemiefasern wie Cupro in grellen poppigen z.T. krebserregenden Farben.
Pro Jahr verbraucht jeder Bundesbuerger im Durchschnitt 11 kg Kleidung. Weniger als 1 % der fuer Kleidung produzierten Baumwolle wird biologisch angebaut.
Fuer die Produktion von Chemiefasern werden fossile Energietraeger wie Erdoel, Erdgas und Kohle benoetigt. Diese nicht regenerierbaren Ressourcen schwinden zunehmend. Die Suche nach den begehrten Rohstoffen fuehrt immer haeufiger in die entlegensten Regionen der Welt. So macht sie auch vor dem noch intakten Regenwald des westlichen Amazonasbeckens nicht halt. Grosse internationale Erdoelfirmen dringen z.T. illegal in die abgeschiedenen Waelder und vertreiben die dort lebenden Indianer. Die Konzessionen beinhalten in der Regel das Recht bis zu 200 000 ha Regenwald auszubeuten. Da zur Oelfoerderung Flusswasser chemisch behandelt wird, geht die Schaedigung des Oekosystems oft weit ueber die Areale der Foerderversuche hinaus. Der Verlust der Regenwaelder bedeutet, dass weniger CO2 in Biomasse gebunden werden kann.
Hinzu kommt, dass der grosse Verbrauch fossiler Energietraeger zur Befriedigung unserer Konsumwuensche die Freisetzung von CO2 und damit den Treibhauseffekt foerdert. Chemikalienhaltige Abwaesser, Schadstoffemissionen und die Verwendung von Schwermetallen belasten die Umwelt bei uns. Insgesamt widerspricht die Produktion von Chemiefasern einer nachhaltigen zukunftsvertraeglichen Entwicklung.
Auch Naturfasern sind, was ihre Auswirkungen auf die Umwelt anbelangt, nicht unbedingt positiver einzuschaetzen. Konventionell angebaute Baumwolle erfordert einen grossen Einsatz an Pestiziden sowie Duengemittel und ist mit einem erheblichen Landschafts- und Wasserverbrauch verbunden. Die Schwerpunkte der Baumwollproduktion liegen in den Laendern der Dritten Welt, wo es in der Regel geringe Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen gibt. Hier kommen die Billigtextilen fuer unsere Ex- und Hopp-Gesellschaft ueberwiegend her.
Wie aber soll man sich als Verbraucher entscheiden, wenn sowohl synthetische wie auch natuerliche Fasern oekologisch bedenklich sein koennen? Entscheidend ist die Lebensdauer eines Kleidungsstuecks, denn die Umweltbelastung verringert sich bei doppelter Tragezeit um die Haelfte. Worauf man sonst noch achten sollte und wie man sich umweltvertraeglich, gesund und letztendlich auch preiswerter kleiden kann, zeigen die folgenden Tips.
Tip:
- sich von aktuellen Modetrends freimachen und selbstbestimmt zu einem individuellen Geschmack stehen
- Einkauf von waschbarer Kleidung in Secondhand-Laeden und auf Flohmaerkten
- Kleider, die einem nicht mehr gefallen, mit Geschwistern, anderen Verwandten und Freundinnen tauschen
- Kinderkleidung an Verwandte, Freunde, Nachbarn weitergeben, denn Kinder wachsen rasch aus ihren meist teuren Kleidern heraus
- beim Kauf auf Oeko-Signets achten, da solche Kleidung, trotz unterschiedlicher Richtlinien, weniger umweltbelastend hergestellt wird als Billigware aus Kaufhaeusern oder Supermaerkten
- Neukleidung, die aus kontrolliert erzeugten, nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Baumwolle, Flachs, Hanf) hergestellt werden, bevorzugen
- Kleidung mit Ausruestungschemikalien (z.B. Formaldehyd), die die Kleidung beispielsweise knitterfrei, pflegeleicht oder flammgeschuetzt machen, vermeiden
- beim Kauf auf hochwertige langlebige (zeitlose) Kleidung achten
- Lebensdauer der Kleidungsstuecke ausnutzen
- Entscheidung, ob Natur- oder Chemiefaser vom Gebrauchszweck abhaengig machen

Weitere Infos.
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald": Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/9415-0, Fax 02228/941522, e-mail: nf...@gaia.de
Die Verbraucherinitiative (Hrsg.): Neue Kleider braucht das Land, Informationsschrift, Vebraucherinitiative e.V., Breitestr. 51, 53111 Bonn
Globus-Sonderheft Textil und Bekleidung, Stuttgart 1996, Bezug: BUND-Leserservice, Postfach 1118, 74148 Neckersulm
Hingst, W.; Mackwitz, H.: Reiz Waesche, Frankfurt 1996
Ried, M.: Oeko-Siegel, verwirrende Vielfalt, in: Globus 2/96, S. 32 bis 36
Ried, M.: Reizende Stoffe, in: BUND-Themenheft '97/'98, S. 50 bis 52
Ruethemann, G.: Zum Beispiel Textilien, Goettingen, 1992
Sabersky, A.: Haute Couture, aber Nature, in: UGB-Forum 1/98, S. 9 bis 11


Tip 3 Sperrfrist: 31.03.98
ca. 2 400 Zeichen

Rauchen schaedigt auch die gruene Lunge der Erde
Bei uns wird Tabak, der zum Beispiel in geringer Groessenordnung in der Suedpfalz angebaut wird, luftgetrocknet. Etwa die Haelfte der 7 Millionen Tonnen Tabak, die jaehrlich weltweit erzeugt werden, trocknet jedoch nicht an der Sonne. Um den von Rauchern geschaetzten rauchigen Geschmack zu erzeugen, werden die Tabakblaetter etwa ein Woche ueber dem offenen Holzfeuer geraeuchert. Das erfordert riesige Holzmengen. Zum Trocknen von einer Tonne Rohtabak sind 33 Tonnen Brennholz notwendig. Dafuer gehen u.a. die tropischen Regenwaelder in Rauch auf.
Fuer die gesundheitsschaedliche Sucht eines jeden Rauchers, der im Jahresdurchschnitt 20 Stangen Zigaretten raucht, verschwinden ca. 20 Urwaldbaeume im Jahr. Pro Tonne Tabak werden von meist auslaendischen Tabak- und Zigarettengiganten 1 1/2 - 3 ha Savanne oder tropischer Regenwald unwiederbringlich zerstoert. In den Tabakexportlaendern wird dreimal mehr Holz eingeschlagen als nachwaechst, so dass z. B. die einheimische Bevoelkerung haeufig nur noch unter schwierigen Umstaenden ihren taeglichen Bedarf an Brennholz decken kann. Kinder und Frauen muessen haeufig weite Strecken zuruecklegen, um Brennholz beispielsweise zum Kochen zu finden.
Wer raucht schadet also nicht nur der eigenen, sondern auch der gruene Lunge der Erde und den dort lebenden Menschen.
Was tun?
Wer raucht sollte
- auch im Interesse der eigenen Gesundheit versuchen, sich von seiner Sucht zu befreien. Helfen koennen dabei Aerzte, Therapeuten, Ratgeber, Seminare an Volkshochschulen, Nikotinpflaster und - tabletten etc.
- kritisch die in der Zigarettenwerbung gemachten Versprechen hinterfragen
- sich auf eigene Werte besinnen, denn Selbstbewusstsein erlangt man nicht, wenn man sich am Glimmstengel festhaelt
Nichtraucher sollten
- mit der Jugendgruppe, Schulklasse etc. gegen das Abholzen der Tropenwaelder fuer die Tabakindustrie demonstrieren
- rauchende Freunde, Bekannte, Eltern und Geschwister ueber die Gefahren des Rauchens und der damit verbundenen Zerstoerung der Regenwaelder informieren
- Leserbriefe in Schueler-, Tageszeitungen und Magazine veroeffentlichen
- Protestbriefe an Tabak- und Zigarettenindustrie schicken
- Politiker auffordern, sich weiterhin fuer Rauchverbote in der Oeffentlichkeit und gegen die oeffentliche Werbung fuer Tabakwaren einzusetzen
Weitere Informationen:
Infos zur Kampagne "Tu was fuer den Regenwald": Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel. 02228/9415-0, Fax 02228/941522, e-mail: nf...@gaia.de
Tropenfeuer im Glimmstengel, Tabakproduktion und Regenwaldzerstörung, Bravo-girl 6/93, in: Pressespiegel Regenwald zusammengestellt von: Rettet den Regenwald, Pöseldorfer Weg 17, 20148 Hamburg

5. Info zur Regenwaldausstellung der Naturfreundejugend

"Eine Welt, zum Beispiel..........Regenwald"

lautet der Titel der neuen Ausstellung der Naturfreundejugend Deutschlands. Auf 12 .... grossen Tafeln wird die faszinierende Welt des Regenwaldes gezeigt. Schwerpunkt ist jedoch die kritische Auseinandersetzung mit der zunehmenden offensichtlich nicht aufzuhaltenden Regenwaldvernichtung. Die Ausstellung beleuchtet Themenbereiche kommerzieller Holzeinschlag, Grossprojekte zur Gewinnung von Bodenschaetzen und Energie, exportorientierte Landwirtschaft, weltwirtschaftliche Verflechtungen sowie Verschuldungskrise der "Dritte-Welt-Laender" und ihre Folgen. Gleichzeitig zeigt sie Handlungsmoeglichkeiten auf, indem Sie Wege aufweist, wie jeder durch einen bewussteren Energie- und Rohstoffverbrauch zur Rettung des Regenwaldes beitragen kann.

Die Ausstellung ist kostenlos zu entleihen. Der Entleiher traegt die Kosten fuer den Hin- und Ruecktransport bzw. den Weitertransport (in der Regel mit der Deutschen Bundesbahn) zum naechsten Entleiher. Das Risiko fuer Schaeden traegt der Entleiher vollstaendig.

Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/9415 -0, Fax: 02228/941522


Text fuer Jugendzeitschriften
"Eine Welt, zum Beispiel..........Regenwald"

Warum eine Welt? Was haben wir mit der Regenwaldzerstoerung in den Tropen zu tun?
Diese und andere Fragen beantwortet anschaulich und fuer jedermann verstaendlich die neue 12-teilige Ausstellung der Naturfreundejugend Deutschlands. Unter den Themenpunkten :Prima Klima, Tausendundeine Art, die Katastrophe, alles Banane?, die lieben Rindviecher, Schrittmacher der Zerstoerung, Projekte der Superlative, die Armen zahlen an die Reichen, wird zum einen die faszinierende die Welt eines der wichtigsten OEkosysteme unserer Erde beschrieben, zum anderen wird seine Gefaehrdung durch die ruecksichtslose Ausbeutung von Natur und Bodenschaetzen dargestellt und weltweite Verflechtungen aufgezeigt. Was der Einzelne tun kann um die Regenwaldzerstoerung und damit die weltweit spuerbaren Folgen aufzuhalten, zeigt eine Tafel mit dem Motto "Global denken - Lokal handeln". Wie man auch Vorort taetig werden kann, zeigt eine Tafel, die das Umweltbildungsprojekt der Naturfreundejugend Deutschlands in Costa Rica vorstellt.

Diese tolle Ausstellung, die sowohl bei Aktionen in der Schule, im Jugendhaus innerhalb von Arbeitsgruppen etc. zum Einsatz kommen kann, koennt ihr kostenlos ausleihen. Ihr tragt lediglich die Kosten fuer den Hin- und Ruecktransport bzw. den Weitertransport (in der Regel mit der Deutschen Bundesbahn) zum naechsten Entleiher. Das Risiko fuer Schaeden muesst ihr allerdings tragen.

Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/9415- 0, Fax: 02228/941522
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6. Info zur Regenwaldbroschuere der Naturfreundejugend

Kurzfassung

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

Die umfangreiche Broschuere mit dem Titel "Eine Welt, zum Beispiel...Regenwald" beschreibt der Regenwald in seiner Schoenheit und Vielfalt aber auch in seiner Funktion als Lebensraum, Oekosystem und Wirtschaftsfaktor, an dem sich weltwirtschaftliche Zusammenhaenge besonders gut verdeutlichen lassen, dargestellt. Aktionsbeispiele und das Projekt in Costa Rica werden vorgestellt und Vorschlaege fuer Verhaltensaenderungen gemacht. die 36seitige, farbige DIN A4-Broschuere kostet DM 9,80 zzgl. Versandkosten.
Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen; Tel.: 02228/9415-0, Fax: 02228/941522


Langfassung:

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

"Vor gar nicht allzu langer Zeit war auch das Land, auf dem wir heute leben, mit einem dichten Wald bedeckt." Schon im Vorwort der Broschuere der Naturfreundejugend Deutschlands wird die Bruecke vom tropischen Regenwald zur Situation in den westlichen Industriestaaten geschlagen.
Der Regenwald, eines der wichtigsten Oekosysteme unseres Planeten, wird bild- und facettenreich beschrieben. Artenreichtum, natuerliche Kreislaeufe sowie die Gefaehrdung des Regenwaldes und damit auch des Weltklimas durch Grossprojekte, Erschliessungsmassnahmen und Tropenholzexport werden umfassend und leicht verstaendlich dargestellt.
Die 36seitige, farbige DIN A4-Broschuere stellt den Regenwald aber nicht nur in seiner Schoenheit und Vielfalt dar, sondern auch als Lebensraum, Oekosystem und Wirtschaftsfaktor, an dem sich weltwirtschaftliche Zusammenhaenge besonders gut verdeutlichen lassen. Verbindungen zur Verschuldungskrise, zum Konsumverhalten, zur Weltwirtschaftsordnung und zur internationalen Umweltpolitik werden herbeigeleitet und bewertet. Aktionsbeispiele, die Vorstellung eines Projektes in Costa Rica und Vorschlaege fuer Verhaltensaenderungen hier runden die Arbeitshilfe ab.

Kurzbeschreibung
Eine Broschuere ueber den Regenwald, seinen Artenreichtum, seine oekologischen Prozesse, seine Faszination, seine Kreislaeufe, seine Bedeutung fuer das Weltklima, aber auch seine Ausbeutung, seine Bedrohung und seine wirtschaftliche Bedeutung
- mit Zahlen, Daten und Fakten
- mit Hintergruenden und Zusammen haengen
- Mit Tips und Aktionsbeispielen

Aus dem Inhalt:
Das Oekosystem der Regenwaelder
Der Treibhauseffekt und die Katastrophe
Unser Konsum und die grosse Zerstoerung
Wirtschaftliche Zusammenhaenge, Verschuldung
Der oekologische Umbau der Industrielaender
Aktionsbeispiele aus der Arbeit der NFJD
Das Regenwaldprojekt Tortuguero der NFJD

Preis:
DM 9,80 pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Eine Einzelbestellung ist auch durch Einsendung eines DM 100,--Scheines an die unten angegebene Adresse moeglich.

Bestelladresse:
Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen-Rolandseck, Tel. 02228/9415-0, Fax 02228/941522


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7. Info zur Regenwald-Diaserie der Naturfreundejugend

Text zur Veroeffentlichung in Zeitschriften fuer Jugendliche und Erwachsene

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

Die faszinierende Schoenheit des Regenwaldes, aber auch die zunehmende Bedrohung dieses geheimnisvollen Paradieses zeigt die neue Diaserie der Naturfreundejugend Deutschlands. Anhand von 37 eindrucksvollen Dias wird in das Oekosystem Regenwald eingefuehrt. Mit aussagekraeftigen Bildern werden die besonderen klimatischen, pedologischen und oekologischen Bedingungen, wie beispielsweise die erstaunliche Anpassung von Pflanzen und Tieren an diesen ungewoehnlichen Lebensraum anschaulich vermittelt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die vielfaeltige Bedrohung des Regenwaldes durch ruecksichtsloses, kurzsichtiges wirtschaftliches Profitstreben und die sich daraus ergebenden oekologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Am Beispiel Costa Ricas wird der (Oeko-) Tourismus als Chance fuer wirtschaftliche Unabhaengigkeit der Regenwaldlaender aufgezeigt und ein Umweltbildungsprojekt der Naturfreundejugend Deutschlands im Nationalpark Tortuguero vorgestellt. Ein fuer Vortraege im privaten, oeffentlichen und schulischen Bereich geeigneter, fundierter Begleittext ist im sensationellen Preis von nur 89,- DM zzgl. Versandkosten enthalten.
Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/9415-0, Fax: 02228/941522


Text zur Veroeffentlichung in Zeitschriften fuer Kinder

Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald

Feucht, warm, dunkel, undurchdringlich und geheimnisvoll. Das ist der Regenwald! Fuer den einen ist er eine gruene Hoelle, fuer den anderen der Inbegriff des Paradieses. Auf jeden Fall ist der tropische Regen eines der faszinierenden und wichtigsten Oekosysteme der Erde. Seltsam anmutende "Fabeltiere" und ungewoehnliche Pflanzen sind der Ausdruck fuer eine erstaunliche Anpassung an einen ungewoehnlichen Lebensraum. Doch dieses Paradies ist bedroht.
"Eine Welt, zum Beispiel ... Regenwald" heisst die neue Diaserie der Naturfreundejugend Deutschlands, die mit 37 eindrucksvollen Bildern das Oekosystem Regenwald und seine Bedrohung durch ungehemmten Raubbau beschreibt. Im sensationellen Preis von nur 89,- DM ist zudem ein sehr informativer, fuer Vortraege geeigneter Begleittext enthalten.
Bestelladresse: Naturfreundejugend Deutschlands, Haus Humboldtstein, 53424 Remagen, Tel.: 02228/9415-0, Fax: 02228/941522


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Materialliste zum Thema Regenwald

Broschuere: ZUM BEISPIEL REGENWALD (Bestell-Nr. 100)
Die Broschuere unterstuetzt die neue Regenwaldkampagne der Naturfreundejugend Deutschlands "Rettet die tropischen Lebensraeume - Tu was fuer den Regenwald" und informiert ueber Oekologie und Gefaehrdung der tropischen Regenwaelder. Die Verantwortung der Industrienationen und das eigene Verhalten werden thematisiert, Aktionsvorschlaege und Beispiele fuer aktives Handeln benannt. Herausgeber: Naturfreundejugend Deutschlands.
48 Seiten, mit vielen, teils farbigen Abbildungen. 9,80 DM

Buch: Vom Ende der Waelder (Bestell-Nr. 101)
Das Buch gibt einen Ueberblick ueber das weltweite Ausmass der Waldrueckgaenge, beschreibt die oekologische Funktion der Waelder (z.B. fuer das Klima) und prognostiziert die Umweltschaeden, die durch Waldvernichtung oder Monokulturen drohen. Verschiedene Beispiele, wie Harz, Alpen oder tropischer Regenwald, werden ausfuehrlich behandelt. Herausgeber: Robin Wood. 240 Seiten, viele Abbildungen. 28,00 DM

Broschuere: Tropenwaelder (Bestell-Nr. 102)
Einer kurzen Einleitung folgen Informationen zur Oekologie des Tropenwaldes, zur Regenwaldvernichtung und zum Produkt Holz. Anschliessend werden anhand einer Ideenboerse viele Handlungsvorschlaege gegeben. Herausgeber: Naturfreunde Internationale.
28 Seiten, reich illustriert. 3,00 DM

Werbeplakat: TU WAS FUER DEN REGENWALD (Bestell-Nr. 103)
Ein farbenfrohes Plakat im Din A1-Format zeigt vor gruenem Hintergrund einen Tukan und ein Chamaeleon als typische Vertreter des Regenwaldes. Schriftzug: "Tu was fuer den Regenwald" 2,00 DM

Faltblatt: "EINE WELT, ZUM BEISPIEL...REGENWALD"(Bestell-Nr. 104)
Ein zentrales Informationsblatt, das die Regenwaldkampagne der Naturfreundejugend Deutschlands vorstellt und eine kurze Einfuehrung zum Oekosystem Regenwald und seiner Gefaehrdung gibt. Hervorgehoben wird auch das von der Naturfreundejugend unterstuetzte Umweltprojekt Tortuguero in Costa Rica. Das Faltblatt enthaelt Hinweise auf weitere Informationsmaterialien und einen Spendenaufruf fuer das Projekt Tortuguero. 0,10 DM

Mappe: Tropischer Regenwald (Bestell-Nr. 105)
Diese Unterrichtsmaterialien behandeln u.a. das Oekosystem des Regenwaldes, Menschen im Regenwald, Ursachen und Folgen der Zerstoerung sowie Ansaetze zur Rettung; sie wenden sich vornehmlich an Schuelerinnen und Schueler der Sekundarstufen I und II. Herausgeber: Institut fuer Oekologie und Aktions-Ethnologie e.V.
144 Seiten, einzeln herausnehmbar, mit vielen Folienvorlagen und Arbeitsblaettern. 38,00 DM

Buch: Schutz fuer den Regenwald (Bestell-Nr. 106)
Der Rueckgang der tropischen Waelder gehoert zu den schwersten globalen Umweltkrisen. Das Buch informiert ueber die Ursachen der Zerstoerung und zeigt Konzepte zur Rettung auf.
Herausgeber: Henning Meyer-Peters in Zusammenarbeit mit Robin Wood.
208 Seiten, bebildert. 22,00 DM

Diaserie: EINE WELT, ZUM BEISPIEL ... REGENWALD (Bestell-Nr. 107)
Anhand von 38 Dias werden die faszinierende Schoenheit des Regenwaldes und seine Bedrohung dargestellt. Ein fuer Vortraege geeigneter, anschaulicher Begleittext liegt bei. Herausgeber: Naturfreundejugend Deutschlands.
Serie (38 Dias und Textheft). 89,00 DM

Faltblatt: TORTUGUERO-PROJEKT (Bestell-Nr. 108)
Dies ist ein spezielles Faltblatt mit Informationen ueber Costa Rica, den Nationalpark Tortuguero und das von der Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas ins Leben gerufene Projekt zum Schutz des Regenwaldes und zur Rettung der gruenen Seeschildkroeten, die an die Straende Tortugueros zur Eiablage kommen. Seit dem Deutschen Umwelttag 1992 besteht die Partnerschaft mit der Naturfreundejugend Deutschlands. 0,10 DM

Aktionskatalog: "Tu was fuer den Regenwald - Rettet die tropischen Lebensraeume" (Bestell-Nr. 109)
Der Aktionskatalog gibt Tips und Anregungen zur wriksamen Oeffentlichkeitsarbeit. Gezeigt werden u.a. Beispiele aus der Arbeit der Naturfreundejugend Deutschlands. Ein umfangreiches Adressen- und Literaturverzeichnis rundet den Katalog ab. 1,00 DM

Diaserie: Tortuguero-Projekt (Bestell-Nr. 110)
Anhand von 20 Dias werden der Tortuguero-Nationalpark und das dort angesiedelte Kooperationsprojekt der Rot-Kreuz-Jugend Costa Ricas und der Naturfreundejugend Deutschlands zum Schutz des tropischen Regenwaldes und der gruenen Seeschildkroete beschrieben. Ein fuer Vortraege geeigneter, ausfuehrlicher Begleittext liegt bei. Herausgeber: Naturfreundejugend Deutschlands.
Serie (20 Dias und Textheft, erscheint im Januar 98). 49,00 DM

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Naturfreundejugend Deutschlands
Haus Humboldtstein
53424 Remagen
Tel. 02228/9415 - 0
Fax 02228/9415 - 22

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Achtung: Wir geben auf alle Materialien (mit Ausnahme der angebotenen Buecher, Bestell-Nr. 101 u. 106) bei einer Abnahme von 10 und mehr Stueck einen Rabatt von 20%!
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