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Lauschangriff: Vor allem studentische Medien betroffen

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Jan Kellermann

unread,
Feb 3, 1998, 3:00:00 AM2/3/98
to

*P R E S S E M I T T E I L U N G*


Deutsche Jugendpresse e.V. (DJP)

Berlin, den 3. Februar 1998
Thema: Großer Lauschangriff

*Keine Demontage der Grundrechte*

"Vor allem studentische Medien betroffen"

Als schwerwiegenden Eingriff in die Pressefreiheit hat die Deutsche
Jugendpresse e.V. die geplante Änderung des Artikels 13 im Grundgesetz
bezeichnet ("Großer Lauschangriff"). Durch das Abhören von Gesprächen in
Räumlichkeiten von Redakteuren werde das Zeugnisverweigerungsrecht
massiv eingeschränkt.

"Der große Lauschangriff führt zu einer Demontage der Grundrechte, die
wir nicht hinnehmen wollen. Schülerzeitungen sind davon vielleicht nicht
betroffen. Es gibt aber genug andere nichtkommerzielle Medien, deren
Recherchen nur der Vertraulichkeit des Gespräches zu verdanken sind. Vor
allem studentische Medien werden von der Regelung betroffen sein",
befürchtet Jan Kellermann, Mitglied des Bundesvorstandes der DJP. "Der
Lauschangriff ist außerdem eine völlig unverhältnismäßige Maßnahme zur
Verbrechensbekämpfung. Wir fordern den Bundesrat deshalb auf, diese
Änderung des Grundgesetzes zurückzuweisen", so Kellermann weiter.

Die DJP ist der Zusammenschluß von rund 4.500 nichtkommerziellen Medien
in der Bundesrepublik. Sie tritt für eine unzensierte Schüler- und
jugendeigene Presse ein und unterstützt Medien, die zensiert werden, aus
ihrem Anti-Zensur-Fonds.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!
Jan Kellermann, Tel. 0177-2688144 - eMail: J.Kell...@jpberlin.de

Udo Wolter

unread,
Feb 5, 1998, 3:00:00 AM2/5/98
to

J.KELL...@JPBERLIN.de (Jan Kellermann) writes:

> *P R E S S E M I T T E I L U N G*
>
>
> Deutsche Jugendpresse e.V. (DJP)
>
> Berlin, den 3. Februar 1998
> Thema: Großer Lauschangriff
>
>
>
> *Keine Demontage der Grundrechte*
>
> "Vor allem studentische Medien betroffen"

Ich finde diese Grundgesetz-Änderung auch total daneben. Aber ich fand sie auch
schon vor einer halben Ewigkeit daneben. Wäre es nicht sinnvoller gewesen,
darauf vor einem Jahr hinzuweisen ? Das geht jetzt eigentlich gar nicht so sehr
gegen den DJP-Verein, sondern mehr gegen die großen Medien wie Spiegel &
Co. von denen ich eigentlich erwartet hätte, etwas Druck zu machen so lange das
Kind nicht kurz vorm in den Brunnen fallen steht. Schon sehr seltsam diese
Haltung. Naja, jedes Volk bekommt die Gesetze, die es verdient. Stalin läßt
grüßen. Ach nein, in der heutigen Zeit wäre es eher Mielke gewesen, aber selbst
der ist schon scheintot. Heute haben Spitzel ja nichtmal mehr Namen. Ich kann
mir ja nichtmal den Namen Kinkel merken geschweige denn sein Aussehen (kein
Wunder, daß der mal Chef eines Geheimdienstes war, der könnte Pink angezogen
in einem weißen Raum stehen und man würde ihn nicht bemerken, wozu dann noch
der Lauschangriff ? Kinkel vor !).

Ciao,
Udo
--
Udo Wolter, email: u...@cs.tu-berlin.de
!!! LOW-TECH Page: http://LOW-TECH.home.ml.org !!!

Heiko Schomberg

unread,
Feb 6, 1998, 3:00:00 AM2/6/98
to s...@gmx.de

Ich suche händeringend eine Haus- resp. Seminararbeit zu JIM JARMUSCH.
Ich brauche ne geistige Anregung, da ich in kürzester Zeit noch eine
Arbeit zusammenschustern muß.

Grüße,

Schomberg.
--
Heiko Schomberg
E-Mail: scho...@stud-mailer.uni-marburg.de
http://stud-www.uni-marburg.de/~Schomber
http://www.guestbook.de/yasg.cgi?X=69181

Patrick M. Guldner

unread,
Feb 10, 1998, 3:00:00 AM2/10/98
to

Jan Kellermann wrote:

> "Der große Lauschangriff führt zu einer Demontage der Grundrechte, die
> wir nicht hinnehmen wollen. Schülerzeitungen sind davon vielleicht nicht
> betroffen. Es gibt aber genug andere nichtkommerzielle Medien, deren
> Recherchen nur der Vertraulichkeit des Gespräches zu verdanken sind. Vor
> allem studentische Medien werden von der Regelung betroffen sein",

Also bitte, dasist doch laecherlich...
Warum sollte irgendjemand studentische Medienredaktionen abhoeren
wollen, solange dort nichts illegales Vorfaellt???
Ich stellemir das gerade vor: Antrag der Polizei/Staatsanwaltschaft
bei einem Gericht zum Abhoeren einer Schuelerzeitungs-Redaktion... ;-)

> Die DJP ist der Zusammenschluß von rund 4.500 nichtkommerziellen Medien
> in der Bundesrepublik. Sie tritt für eine unzensierte Schüler- und
> jugendeigene Presse ein und unterstützt Medien, die zensiert werden, aus
> ihrem Anti-Zensur-Fonds.

Was hat denn Zensur jetzt damit zu tun?
Wennich mich richtig erinnere, ist das mit den Schuelerzeitungen doch
so, dass die Schule/der Schulleiter der herausgeber ist,und damit
auch dasrecht hat zu entscheiden,wasin "seiner" Zeitung stehen darf...


Patrick

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| Patrick M. Guldner |
| |
| Technische Universitaet Muenchen |
| e-mail: gul...@informatik.tu-muenchen.de |
| WWW: http://www.informatik.tu-muenchen.de/~guldner/ |
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