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Sportunterricht abwählen !!!

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Tobias Erle

unread,
Jun 7, 2000, 3:00:00 AM6/7/00
to
[Stefan, bitte kein Multiposting]

Stefan St. schrieb:

> Ich bin der Meinung, dass es Schülern , die nachweisluch in einem
> Sportverein mindestens 1,5 Std wöchentlich aktiv sind, gestattet werden
> sollte den Schulsport abzuwählen.

Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
wesen und um die Soziale Kompetenz.

--
Erwerbsregel 109: Würde und ein leerer Geldbeutel sind soviel wert wie der
Beutel

Frank T. Zerres

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
Tobias Erle schrieb:

>
> [Stefan, bitte kein Multiposting]
>
> Stefan St. schrieb:
>
> > Ich bin der Meinung, dass es Schülern , die nachweisluch in einem
> > Sportverein mindestens 1,5 Std wöchentlich aktiv sind, gestattet werden
> > sollte den Schulsport abzuwählen.
>
> Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
> wesen und um die Soziale Kompetenz.
>
Na super, gerade die habe ich bei meinem Sportlehrer immer vermisst.
Ein paar Runden laufen lassen und dann einen Fussball in die Runde
schmeissen war alles, was bei ihm unter die Rubrik "Kompetenz"
fiel.

Der Referendar - anfangs voll Elan und Ideen - packte nach
absolviertem Referandariat die Videokamera wieder in die Ecke
und tat es seinem Kollegen gleich.

Eine Reform des Sportunterrichts waere wohl eher angebracht, bzw.
die Verpflichtung der schwarzen Schafe unter den Sportlehrern
(andere habe ich im Pflichtsport leider nie erfahren) ihrem
Lehrauftrag nachzukommen, was ihre verdammt Pflicht gewesen waere.

Beschwerden fuehrten dann i.d.R. zu einigen Extrarunden.
Waere da nicht die objektiv messbaren Ergebnisse (Weiten, Zeiten
etc.) gewesen, haette dieser sog. "Paedagoge" es sogar geschafft,
den Notenschnitt zu versauen.

Es mag sicherlich schwierig sein fuer einen einzigen Lehrer eine
Gruppe von Schuelern, die sowohl aus leistungsfaehigen, wie auch
unsportlichen Schuelern besteht gemeinsam und dennoch individuell
zu foerdern, wenn dies aber lediglich ein Kapazitaetsproblem
waere, waere der Sportunterricht umso mehr reformbeduerftig.

Ansatzweise haben die damals angeblich frei waehlbaren
Neigungssportarten das Problem im Konzept erkannt.
Faktisch konnten die unsportlichen Schueler dann jedoch
nur zwischen Leichtathletik und Schwimmen in der einen Gruppe
sowie Volleyball und Fussball in der anderen Gruppe waehlen,
alles Sportarten, die ihnen zuvor schon nicht lagen.

Alternative wie Judo, Hockey, Tennis oder Badminton konnten
aus Mangeln an Plaetzen, Hallen oder Trainern nicht angeboten
werden, so blieb halt fuer Einige nur die Wahl des kleineren
Uebels.

Wie sieht die Lage an den Schulen (insbesondere Gymnasien)
denn heute aus? Die Frage richtet sich auch und vor allem an
Sportlehrer, die hier evtl. mitlesen. Als Vater dreier
Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport
ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann) oder
ob man sich (bzw. die Kinder) doch lieber durch verschiedene
Vereine und Sportarten durchtesten sollte, bis sie das
gefunden haben, was ihnen liegt und auch noch Spass macht.

Abwaehlen, was nicht liegt oder als unnoetig erachtet wird,
widerstrebt mir allerdings sehr. Jahrelanges Asterix-Lesen
ersetzt auch keinen Lateinunterricht, Popmusik hoeren
(und evtl. sogar verstehen) keinen Englischunterricht.

Ciao,
Frank T. Zerres

Petra Baumann

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
Also ich wäre dafür, dass ab der 11. Klasse der Schüler selbst
entscheiden sollte, ob er Sport nehmen möchte oder nicht.
Vorallem ab der 12. Klasse sollte Sportunterricht nicht mehr Pflicht
sein (ist hier in Bayern so).
Welchen Sinn und Zweck es haben soll, dass sich Sportlehrer mit
17/18/19jährige rumärgern müssen, von denen den Meisten dieses Fach
vollkommen auf den Geist geht, da dies 2 Stunden in der Woche sind, die
sie sinnvoller für andere Abi-vorbereitende Fächer einsetzen könnten.

Tschüss
Petra


Frank T. Zerres" schrieb:

Christian Leber

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
On 07 Jun 2000 17:17:00 +0200, to...@kholdan.in-berlin.de (Tobias
Erle) wrote:

>> Ich bin der Meinung, dass es Schülern , die nachweisluch in einem
>> Sportverein mindestens 1,5 Std wöchentlich aktiv sind, gestattet werden
>> sollte den Schulsport abzuwählen.

Es sollte jedem gestattet werden.

>Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
>wesen und um die Soziale Kompetenz.

Ausgemachter Unsinn, denn wenn dem so waere, dann gaebe es keiner
derartige Leistungsbeurteilung.


Schulsport "ist ein menschenunwuerdiges Unheil das mit Feuer und
Schwert bekaempft werden muss".

Wenn ich noch laenger an der Schule waere wuerde ich aus
gesundheitlichen Gruenden nichtmehr teilnehmen.

Es ist wie bei den dt. Streitkraeften, zuviele Menschen arbeiten mit
dem falschen Geraet am falschen Projekt.

Kritikpunkte:
-mangelhafte Ausbildung
-keine Ueberpruefung des Gesundheitszustandes der
Probanden/Schulpflichtigen
-unpassende Oertlichkeiten
-nicht gut genug Ausgebildete Lehrer
-keine Sanitaeter dabei
-kein Artz in der Schule
-Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn und
sollte parallel zu Wolkenkratzer Jumping NUR Privatvergnuegen sein
-Gerat ist minderwertig und gefaehrlich
-Leistungswahl, existierende Tabellen gehen von Uebersportlern aus
-Leistungszentrierung ist gefaehrlich fuer die Gesundheit

Ich empfehle jedem schon in niedrigeren Klassen mit einer sorgfaeltig
geplanten Krankengeschichte aus dem Sportunterricht auszusteigen!

Gruss
Christian Leber
--
ICQ: 13004455

Dirk-Hinrich Haar

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Frank T. Zerres <zer...@uni-duisburg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
393F4262...@uni-duisburg.de...
> [schlechte Erfahrungen mit Sportlehrern]

Hi!
Also nach solchen negativen Erfahrungen muß ich auch mal etwas für die
Sportlehrer loslassen:
Alle Sportlehrer, die ich erlebt habe, waren
erfreulich jung und erfreulich sympathisch und erfreulich kritikfähig.

Klar, der Unterricht ist viel Einerlei, aber das ist beim Sport wohl auch
so.

> Alternative wie Judo, Hockey, Tennis oder Badminton konnten
> aus Mangeln an Plaetzen, Hallen oder Trainern nicht angeboten
> werden, so blieb halt fuer Einige nur die Wahl des kleineren
> Uebels.

Das Problem gibt es aber z.B. auch bei der LK-Wahl, kaum eine kleinere
Schule kann heute z.B. noch einen Kunst-LK oder Musik-LK anbieten, außerdem
fallen häufig Sprachen wie Russisch ganz weg, so daß diese Schüler das von
ihnen gehaßte Englisch weitermachen müssen.

> Wie sieht die Lage an den Schulen (insbesondere Gymnasien)
> denn heute aus?

Nicht so schlimm, denke ich.

> Als Vater dreier
> Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport
> ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann) oder
> ob man sich (bzw. die Kinder) doch lieber durch verschiedene
> Vereine und Sportarten durchtesten sollte, bis sie das
> gefunden haben, was ihnen liegt und auch noch Spass macht.

Ich denke, es kann absolut nicht schaden, wenn man noch zusätzlich eine
bestimmte oder mehrere Sportarten macht.


Dirk-Hinrich Haar

Dirk-Hinrich Haar

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Christian Leber <c...@bigfoot.com> schrieb in im Newsbeitrag:
u23vjs0auaui5mjne...@4ax.com...

> On 07 Jun 2000 17:17:00 +0200, to...@kholdan.in-berlin.de (Tobias
> Erle) wrote:
>
> >> Ich bin der Meinung, dass es Schülern , die nachweisluch in einem
> >> Sportverein mindestens 1,5 Std wöchentlich aktiv sind, gestattet werden
> >> sollte den Schulsport abzuwählen.
>
> Es sollte jedem gestattet werden.
>
> >Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
> >wesen und um die Soziale Kompetenz.
>
> Ausgemachter Unsinn, denn wenn dem so waere, dann gaebe es keiner
> derartige Leistungsbeurteilung.

Kein ausgemachter Unsinn. Natürlich ist es fragwürdig, körperliche
Leistungsfähigkeit mit geistiger derart gleichzubewerten.
In der Hinsicht gibt es aber keine bessere Lösung.
Wie die Motivation sofort am Boden liegt, wenn Sport nicht als bewertetes
Fach zählt, dass erlebe ich selbst gerade im Moment, da ich mir meinen
Leichtathlethikkurs nicht fürs Abi anrechnen lasse, und dies von vornherein
wußte.
Man strengt sich überhaupt nicht an, wenn es um nichts geht.

> Schulsport "ist ein menschenunwuerdiges Unheil das mit Feuer und
> Schwert bekaempft werden muss".

Und da kommt der nächste und sagt: "Chemie...", oder "Kunst..." oder
"Musik...".
Schulsport, ein Minimum an körperlicher Betätigung, ist gerade für
Sportmuffel dringend nötig.

> Kritikpunkte:
> -mangelhafte Ausbildung

Sport ist das einzige Fach, wo es kaum um theoretische Ausbildung, sondern
fast nur um praktische Ausübung geht.
Wen kümmert die Perfektionierung deiner Startblockstellung? Hauptsache, du
läufst.

> -keine Ueberpruefung des Gesundheitszustandes der
> Probanden/Schulpflichtigen

Ärzte gibt's an jeder Straßenecke.

> -unpassende Oertlichkeiten

Was wäre passender als die Turnhalle und der Sportplatz?

> -nicht gut genug Ausgebildete Lehrer

In Ansätzen vielleicht richtig.

> -keine Sanitaeter dabei

Und beim Chemieunterricht kein Feuerwehrmann.

> -kein Artz in der Schule

Abgesehen davon, dass der nächste Arzt eigentlich immer nur drei
Straßenecken entfernt ist, braucht bei ca. einem Bänderriß oder ähnlichem
pro Jahr bestimmt kein Arzt in der Schule sein.

> -Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn und

> sollte parallel zu Wolkenkratzer-Jumping NUR Privatvergnuegen sein

Wahnsinn? Wenn wir nicht alle nur zu Sesselsitzern und Autofahrern verkommen
wollen, ist das kein Wahnsinn.
Es sei denn, es geht um einen 5 km-Lauf bei 30°.

> -Gerat ist minderwertig und gefaehrlich

Nach den Gesichtspunkten fiele auch der naturwissenschaftliche Unterricht
flach.
Wir müssen halt mit der Armut zurecht kommen, die wir nun mal haben.

> -Leistungswahl, existierende Tabellen gehen von Uebersportlern aus

Das ist echter Unsinn. Im übrigen bekommt eigentlich fast nie ein schlechter
Sportler, der sich anstrengt, eine Minderleistung.

> -Leistungszentrierung ist gefaehrlich fuer die Gesundheit

Nur für Schüler, die ihre eigenen Grenzen nicht kennen oder unvorsichtig
sind.

Dirk-Hinrich

Dirk-Hinrich Haar

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Petra Baumann <Pe...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
393F587E...@t-online.de...

>
> Welchen Sinn und Zweck es haben soll, dass sich Sportlehrer mit
> 17/18/19jährige rumärgern müssen, von denen den Meisten dieses Fach
> vollkommen auf den Geist geht, da dies 2 Stunden in der Woche sind, die
> sie sinnvoller für andere Abi-vorbereitende Fächer einsetzen könnten.
>
> Tschüss
> Petra

Körperliche Betätigung und zugleich Soziale Kompetenz (letzteres allerdings
eher ineffektiv, gebe ich zu).

Das jeder alles abwählen kann, was ihm auf den Geist geht, ist (leider oder
auch nicht) nicht Prinzip unserer Schule.

Dirk-Hinrich

Frank T. Zerres

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
Petra Baumann schrieb:

Hallo Petra,



> Also ich wäre dafür, dass ab der 11. Klasse der Schüler selbst
> entscheiden sollte, ob er Sport nehmen möchte oder nicht.
> Vorallem ab der 12. Klasse sollte Sportunterricht nicht mehr Pflicht
> sein (ist hier in Bayern so).

Was ist in Bayern so ? Das man Pflichtsport hat oder das man ab der 12.
Klasse Sport abwaehlen kann ?

> Welchen Sinn und Zweck es haben soll, dass sich Sportlehrer mit
> 17/18/19jährige rumärgern müssen, von denen den Meisten dieses Fach
> vollkommen auf den Geist geht, da dies 2 Stunden in der Woche sind, die
> sie sinnvoller für andere Abi-vorbereitende Fächer einsetzen könnten.

Gilt das nicht eigentlich fuer alle Faecher, je nach Neigung. Der eine
quaelt sich mit Mathe, der andere mit Franzoesisch. Da koennen 2 Stunden
"Dampfablassen" (Sport) doch auch ganz hilfreich sein.

> Tschüss
> Petra

Kleiner Tipp noch. Bei der Antwort auf einen Artikel wird ueblicherweise
nur der Teil noch einmal aufgefuehrt (gequoted), auf den man sich
konkret
bezieht, der Rest kann wegfallen, damit es uebersichtlicher wird und
nicht
unnoetig Daten mehrfach uebertragen werden. Mich persoenlich stoert's
nicht, andere nervt so etwas, bei volumenabhaengigem Netzzugang kostet
es dann sogar etwas.

Ciao,
Frank

Matthias Böse

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Petra Baumann <Pe...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
393F587E...@t-online.de...
> Also ich wäre dafür, dass ab der 11. Klasse der Schüler selbst
> entscheiden sollte, ob er Sport nehmen möchte oder nicht.
> Vorallem ab der 12. Klasse sollte Sportunterricht nicht mehr Pflicht
> sein (ist hier in Bayern so

Hier: Wir müssen 3 Semester in 12 u. 13 machen, sind aber nicht
einbringungspflichtig in's abi-> Also hol' dir 'nen guten Arzt....

Aber ich hatte wirklich einen Auto-Unfall und jetzt-> GLÜCK!

Aber bei Golf(ja, Mund wieder zu machen, wir spielen Kursweise Golf hier!!!)
ist das schon was ganz anderes, gelle?!?!

Matthias

Tobias Erle

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Christian Leber schrieb:

> >Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das
> >Gemeinschafts- wesen und um die Soziale Kompetenz.
>
> Ausgemachter Unsinn, denn wenn dem so waere, dann gaebe es keiner
> derartige Leistungsbeurteilung.

Ja, es ist eine Mischform der Bewertung. Bei uns werden die Sportnoten
halt so gestaltet, dass ein Übergewichtiger oder ein kleiner Schüler auch
eine 2 oder 1 erreichen können, während der Treter aus dem Fussballverein
auch mal eine 4 oder 5 bekommen können.

> Schulsport "ist ein menschenunwuerdiges Unheil das mit Feuer und
> Schwert bekaempft werden muss".

Wer sagt solchen Stuss?

> Wenn ich noch laenger an der Schule waere wuerde ich aus
> gesundheitlichen Gruenden nichtmehr teilnehmen.

Tja, da hast du wohl sehr starke psychologische Probleme.

> Es ist wie bei den dt. Streitkraeften, zuviele Menschen arbeiten mit
> dem falschen Geraet am falschen Projekt.

Blabla...

> Kritikpunkte:
> -mangelhafte Ausbildung

Der Lehrer? Wohl kaum.

> -keine Ueberpruefung des Gesundheitszustandes der
> Probanden/Schulpflichtigen

Bei Hinweisen wird der Schuarzt eingeschaltet. Wer gesundheitliche Probleme
hat, muss das schon sagen. Außerdem sind die meisten Übungen bei Leicht-
athletik und Turnen auch wie nicht so sportlich geeignete machbar.

> -unpassende Oertlichkeiten

Was meinst du? Wie haben hier 2 Hallen und mehrere Plätze draußen. Was
brauchst du mehr?

> -nicht gut genug Ausgebildete Lehrer

Glaub ich nicht. Das Problem sind doch eher Lehrer, die den gelernten Stoff
nicht anwenden.

> -keine Sanitaeter dabei

Bei uns wurde schon paarmal der Christopherus gerufen, wenn der Verdacht
bestand.

> -kein Artz in der Schule

Ist ja auch kein Krankenhaus. Jeder Sportlehrer kann/muss Erste Hilfe
können.

> -Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn

Es gibt Hallen und auch sanften Unterricht draußen.

> sollte parallel zu Wolkenkratzer Jumping NUR Privatvergnuegen sein

Was soll das?

> -Gerat ist minderwertig und gefaehrlich

Was meinst du damit? Sind eure Barren kaputt? Selbst im Land Berlin, das ja
bekanntlich pleite ist, gibt es genügend Geräte und Bälle.

> -Leistungswahl, existierende Tabellen gehen von Uebersportlern aus

Kann ich nicht beurteilen, die Werte bei uns sind schon anspruchsvoll, zB
soll eine 1 auch nur für sehr gute Leistungen vergeben werden, das ist in
anderen Fächer aber auch so.

> -Leistungszentrierung ist gefaehrlich fuer die Gesundheit

Deswegen studiert der Sportlehrer auch viel Sportmedizin.

> Ich empfehle jedem schon in niedrigeren Klassen mit einer sorgfaeltig
> geplanten Krankengeschichte aus dem Sportunterricht auszusteigen!

Dafür gibt es Ärzte, die dir bescheinigen, ob du zum Sportunterricht
gefahrlos gehen kannst.

Das schöne an der Schule ist, dass jeder seine Erfahrungen hat und diese
als das einzig Wahre darstellt. Sicher, es gibt sehr viele schlechte
Lehrer, deswegen aber gleich die Inhalte zu verteufeln und nicht bei den
Lehrer-Personen anzusetzen ist falsch.

--
Erwerbsregel 35: Krieg ist gut für den Profit

Tobias Erle

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Frank T. Zerres schrieb:

> > Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das
> > Gemeinschafts- wesen und um die Soziale Kompetenz.
> >

> Na super, gerade die habe ich bei meinem Sportlehrer immer vermisst.

und dafür sollen andere Schüler leiden, nur weil du schlechte Lehrer hast?
Warum schaffst du nicht Mathe oder Geschichte ab, da gabs bestimmt auch
schon schlechte Lehrer...

> Ein paar Runden laufen lassen und dann einen Fussball in die Runde
> schmeissen war alles, was bei ihm unter die Rubrik "Kompetenz"
> fiel.

Tja, ich bestimmt jetzt schon 8-10 Sportlehrer gehabt und alle waren mehr-
oder-weniger kompetent.

> Der Referendar - anfangs voll Elan und Ideen - packte nach
> absolviertem Referandariat die Videokamera wieder in die Ecke
> und tat es seinem Kollegen gleich.

Dumm gelaufen.

> (andere habe ich im Pflichtsport leider nie erfahren) ihrem
> Lehrauftrag nachzukommen, was ihre verdammt Pflicht gewesen waere.

Warum hast du das nicht bekanntgemacht? Z.B. per SV.

> Beschwerden fuehrten dann i.d.R. zu einigen Extrarunden.

Strafarbeit sind verboten. Bist du nicht durchsetzungsfähig?

> Waere da nicht die objektiv messbaren Ergebnisse (Weiten, Zeiten
> etc.) gewesen, haette dieser sog. "Paedagoge" es sogar geschafft,
> den Notenschnitt zu versauen.

Bei mir ist genau anders rum. Mess-Ergebnisse spielen eine kleine Rolle,
sozialverhalten, Teamfähigkeit und so ist wichtiger. Nunja, bin ja auch auf
einer Berufsfachschule.

> Es mag sicherlich schwierig sein fuer einen einzigen Lehrer eine
> Gruppe von Schuelern, die sowohl aus leistungsfaehigen, wie auch
> unsportlichen Schuelern besteht gemeinsam und dennoch individuell
> zu foerdern,

Ist möglich. Wird auch so im Studium gelehrt.

> wenn dies aber lediglich ein Kapazitaetsproblem
> waere, waere der Sportunterricht umso mehr reformbeduerftig.

Eigentlich müsste man sowieso die Klassen klein halten. 20 Leute halte ich
für einen guten Kompriss zwischen Kosten und pädagogischer Notwendigkeit.

> Ansatzweise haben die damals angeblich frei waehlbaren
> Neigungssportarten das Problem im Konzept erkannt.

Bitte was?

> Alternative wie Judo, Hockey, Tennis oder Badminton konnten
> aus Mangeln an Plaetzen, Hallen oder Trainern nicht angeboten
> werden, so blieb halt fuer Einige nur die Wahl des kleineren
> Uebels.

Und? Man muss sich halt auch mit solchen Situationen zurecht finden. Es
läuft halt nicht immer, wie man will. Das wichtigste ist doch im Sport die
Gemeinschaft und wenn die gut ist, macht er auch Spass, egal obs nun
Hockey, Rugby oder Fussi ist.


> Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport
> ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann)

Der Sportunterricht ist nicht dafür da, einem Schüler eine Sportkarriere
anzubieten. Wer das will, muss in Sportvereine gehen.


> widerstrebt mir allerdings sehr. Jahrelanges Asterix-Lesen
> ersetzt auch keinen Lateinunterricht, Popmusik hoeren
> (und evtl. sogar verstehen) keinen Englischunterricht.

Zumindest das mit der Popmusik ist recht vorteilhaft, denn wer Wörter
singen kann, kann auch bald die Sprache (gut) sprechen.

Mit Latein hab ich so meine Probleme. IMHO sollte nur da Latein gelehrt
werden, wo man es auch später braucht. Die wenigsten brauchen es. Andere
Sprachen, wie Französisch, Spanisch (ja, ich kenne die Nähe zu Latein),
Türkisch, Polnisch, sind doch wesentlich wichtiger als Latein.

--
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Ich bin ein Signature Virus. Verbreite mich!
end

Tobias Erle

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Dirk-Hinrich Haar schrieb:

> Sportlehrer loslassen:
> Alle Sportlehrer, die ich erlebt habe, waren
> erfreulich jung und erfreulich sympathisch und erfreulich kritikfähig.

Teile deine Erfahrung, aber selbst ältere Sportlehrer waren gut und immer
offen für gute Ideen. Selbst einen Schinder (übrigens auch Kendo-Europa-
Meister 1986) hatte ich mal, war zwar etwas hart (viel Jogging durch die
Gegend, hat aber uns allen gut getan.

> > Wie sieht die Lage an den Schulen (insbesondere Gymnasien)
> > denn heute aus?
> Nicht so schlimm, denke ich.

dito.

> Ich denke, es kann absolut nicht schaden, wenn man noch zusätzlich eine
> bestimmte oder mehrere Sportarten macht.

Ja, aber nicht in der Schule unbedingt.

--
Erwerbsregel 90: Meins ist besser als Unseres

Stefan St.

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
>Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
>wesen und um die Soziale Kompetenz.

Aber bist du nicht der meinung, dass man mehr an sozialer kompetenz "erlernt"
wenn man mit mehreren verschiedenen menschen sport treibt, als nur mit den selben
(aus der selen klasse?)


Stelten
--
_____________________________________________________________
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Christian Leber

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
On 08 Jun 2000 20:07:00 +0200, to...@kholdan.in-berlin.de (Tobias
Erle) wrote:

>> >Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das
>> >Gemeinschafts- wesen und um die Soziale Kompetenz.

>> Ausgemachter Unsinn, denn wenn dem so waere, dann gaebe es keiner
>> derartige Leistungsbeurteilung.
>Ja, es ist eine Mischform der Bewertung. Bei uns werden die Sportnoten
>halt so gestaltet, dass ein Übergewichtiger oder ein kleiner Schüler auch
>eine 2 oder 1 erreichen können, während der Treter aus dem Fussballverein
>auch mal eine 4 oder 5 bekommen können.

Das ist Sache des Lehrer.
Es ist zumeist so, aber nicht verpflichtend, deine Aussage taugt
immernoch nicht.

>> Wenn ich noch laenger an der Schule waere wuerde ich aus
>> gesundheitlichen Gruenden nichtmehr teilnehmen.
>Tja, da hast du wohl sehr starke psychologische Probleme.

Psychologische Gruende sind auch moeglich, aber andere Gruende sind
leichter, man findet eigentlich fast immer etwas.

>> Kritikpunkte:
>> -mangelhafte Ausbildung
>Der Lehrer? Wohl kaum.

Doch, keine aktuelle Sanitaetsausbildung.

>> -keine Ueberpruefung des Gesundheitszustandes der
>> Probanden/Schulpflichtigen
>Bei Hinweisen wird der Schuarzt eingeschaltet. Wer gesundheitliche Probleme
>hat, muss das schon sagen. Außerdem sind die meisten Übungen bei Leicht-
>athletik und Turnen auch wie nicht so sportlich geeignete machbar.

Irrelevant, es wird bewusst ein gesundheitliches Risiko fuer den
Schueler in Kauf genommen.

>> -keine Sanitaeter dabei
>Bei uns wurde schon paarmal der Christopherus gerufen, wenn der Verdacht
>bestand.

Ach, wurde nicht einfach gewartet?

>> -kein Artz in der Schule
>Ist ja auch kein Krankenhaus. Jeder Sportlehrer kann/muss Erste Hilfe
>können.

In Firmen gibt es einen Betriebsartz.

>> -Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn
>Es gibt Hallen und auch sanften Unterricht draußen.

Trotzdem gefaehrlich.

>> sollte parallel zu Wolkenkratzer Jumping NUR Privatvergnuegen sein
>Was soll das?

Sport ist gefaehrlich, wer es machen will soll es privat machen.

>> -Gerat ist minderwertig und gefaehrlich
>Was meinst du damit? Sind eure Barren kaputt? Selbst im Land Berlin, das ja
>bekanntlich pleite ist, gibt es genügend Geräte und Bälle.

Das Geraet ist gefaehrlich auch wenn es im Ordnungegemaesen zustand
ist, schau es nochmal an.

>> -Leistungswahl, existierende Tabellen gehen von Uebersportlern aus
>Kann ich nicht beurteilen, die Werte bei uns sind schon anspruchsvoll, zB
>soll eine 1 auch nur für sehr gute Leistungen vergeben werden, das ist in
>anderen Fächer aber auch so.

Wenn >50% 0 Punkte haetten ist das unpassend.

>> -Leistungszentrierung ist gefaehrlich fuer die Gesundheit
>Deswegen studiert der Sportlehrer auch viel Sportmedizin.

Ammenmaerchen.

>> Ich empfehle jedem schon in niedrigeren Klassen mit einer sorgfaeltig
>> geplanten Krankengeschichte aus dem Sportunterricht auszusteigen!
>Dafür gibt es Ärzte, die dir bescheinigen, ob du zum Sportunterricht
>gefahrlos gehen kannst.

Eher, die einem bescheinigen, dass man nicht hingehen kann.

>Das schöne an der Schule ist, dass jeder seine Erfahrungen hat und diese
>als das einzig Wahre darstellt. Sicher, es gibt sehr viele schlechte
>Lehrer, deswegen aber gleich die Inhalte zu verteufeln und nicht bei den
>Lehrer-Personen anzusetzen ist falsch.

blabla
--
ICQ: 13004455

Marcel Noe

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
On 08 Jun 2000 19:54:00 +0200, Tobias Erle <to...@kholdan.in-berlin.de> wrote:

>Mit Latein hab ich so meine Probleme. IMHO sollte nur da Latein gelehrt
>werden, wo man es auch später braucht. Die wenigsten brauchen es. Andere
>Sprachen, wie Französisch, Spanisch (ja, ich kenne die Nähe zu Latein),
>Türkisch, Polnisch, sind doch wesentlich wichtiger als Latein.

Latein ist aber eine sehr schöne Sprache, vor allem wenn man etwas
Gefühl für Lyrik hat. :)

Gruss Marcel
--
marcel noe, sysop of a3design: + 49 6338 809343 - www.marcel.xinux.de
"Microsoft is not the Borg collective. The Borg collective has got
proper networking." --- collected in #ccc on ircnet

Martin Schuette

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to
Frank T. Zerres wrote:
>> Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
>> wesen und um die Soziale Kompetenz.

So ein Anspruch kommt nur bei Mannschaftssportarten durch,
ansonsten hab ich da noch nichts von gehoert.

>Na super, gerade die habe ich bei meinem Sportlehrer immer vermisst.

>Ein paar Runden laufen lassen und dann einen Fussball in die Runde
>schmeissen war alles, was bei ihm unter die Rubrik "Kompetenz"
>fiel.

Was will man den mehr ?
Ich finde solche Lehrer besser als welche bei denen erst 15 min
ueberlegt wird was man denn mal machen koennte.

>Ansatzweise haben die damals angeblich frei waehlbaren
>Neigungssportarten das Problem im Konzept erkannt.

>Faktisch konnten die unsportlichen Schueler dann jedoch
>nur zwischen Leichtathletik und Schwimmen in der einen Gruppe
>sowie Volleyball und Fussball in der anderen Gruppe waehlen,
>alles Sportarten, die ihnen zuvor schon nicht lagen.
>

>Alternative wie Judo, Hockey, Tennis oder Badminton konnten
>aus Mangeln an Plaetzen, Hallen oder Trainern nicht angeboten
>werden, so blieb halt fuer Einige nur die Wahl des kleineren
>Uebels.

Es hat eben nicht jede Schule mehrere Hallen, ein Schwimmbad
in der Naehe und dazu dann noch 10 Sportlehrer mit entsprechenden
Fachkompetenzen.
Sportarten wie Leichtathletik oder Fussball sind nunmal 'Standard'
und dementsprechend sieht auch der Sportunterricht aus.

>Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport

>ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann) oder
>ob man sich (bzw. die Kinder) doch lieber durch verschiedene
>Vereine und Sportarten durchtesten sollte, bis sie das
>gefunden haben, was ihnen liegt und auch noch Spass macht.

IMHO kann und soll der Sportunterricht gar keine individuelle
Foerderung bringen, die mit der eines Sportvereines irgendwie
vergleichbar waere.

--
Martin
"The basic tool for the manipulation of reality is the manipulation of words.
If you can control the meaning of words, you can control the people who must
use the words." - Philip K. Dick

Tobias Erle

unread,
Jun 8, 2000, 3:00:00 AM6/8/00
to

Matthias Böse schrieb:

> Hier: Wir müssen 3 Semester in 12 u. 13 machen, sind aber nicht
> einbringungspflichtig in's abi-> Also hol' dir 'nen guten Arzt....

Gefällt dir der Sport-Unterricht nicht? Schlechter Lehrer?

--
Erwerbsregel 143: Die Familie der Idioten ist uralt

Frank T. Zerres

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Martin Schuette schrieb:
[..]
> >Na super, gerade die habe ich bei meinem Sportlehrer immer vermisst.
> >Ein paar Runden laufen lassen und dann einen Fussball in die Runde
> >schmeissen war alles, was bei ihm unter die Rubrik "Kompetenz"
> >fiel.
>
> Was will man den mehr ?
> Ich finde solche Lehrer besser als welche bei denen erst 15 min
> ueberlegt wird was man denn mal machen koennte.

Vorbereitet sollte ein Lehrer schon sein. Wenn er Zeit braucht,
haetten die 15 Minuten auf jeden Fall erst mal zum Aufwaermen
genutzt werden koennen.

[..]


> >Alternative wie Judo, Hockey, Tennis oder Badminton konnten
> >aus Mangeln an Plaetzen, Hallen oder Trainern nicht angeboten
> >werden, so blieb halt fuer Einige nur die Wahl des kleineren
> >Uebels.
>
> Es hat eben nicht jede Schule mehrere Hallen, ein Schwimmbad
> in der Naehe und dazu dann noch 10 Sportlehrer mit entsprechenden
> Fachkompetenzen.

Sag ich doch.


> Sportarten wie Leichtathletik oder Fussball sind nunmal 'Standard'
> und dementsprechend sieht auch der Sportunterricht aus.

Standard ? Ich halte dies eher fuer den bequemeren Weg.
Nichts gegen Leichtathletik, wenn dies auch Speerwerfen,
Hammerwurf, Diskus o.a. umfasst. Wenn davon aber nur
100m und 1000m-Laeufe ueberbleiben, kann es das nicht gewesen
sein. Das halt ich dann fuer Etikettenschwindel.

> >Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport
> >ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann) oder
> >ob man sich (bzw. die Kinder) doch lieber durch verschiedene
> >Vereine und Sportarten durchtesten sollte, bis sie das
> >gefunden haben, was ihnen liegt und auch noch Spass macht.
>
> IMHO kann und soll der Sportunterricht gar keine individuelle
> Foerderung bringen, die mit der eines Sportvereines irgendwie
> vergleichbar waere.

Warum sollte fuer Sport andere Massstaebe gelten, als fuer
andere Faecher. Auch dort ist der Lehrer gehalten, die
schwaechen zu foerdern und mindestens an den Durchschnitt
heranzufuehren. Oder muessen diese Schueler dann automatisch
in Foerdergruppen z.B. fuer mathematisch Zurueckgebliebene
( dem Sportverein Deiner Interpretation nach vergleichbar).
Gerade in Sportvereinen findest Du doch die Kids, die gerne
Sport treiben und nicht die, die mehr Foerderung benoetigen.
[..]
Ciao,
Frank

Frank T. Zerres

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Tobias Erle schrieb:
>
> Frank T. Zerres schrieb:

>
> > > Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das
> > > Gemeinschafts- wesen und um die Soziale Kompetenz.
> > >
> > Na super, gerade die habe ich bei meinem Sportlehrer immer vermisst.
>
> und dafür sollen andere Schüler leiden, nur weil du schlechte Lehrer hast?
> Warum schaffst du nicht Mathe oder Geschichte ab, da gabs bestimmt auch
> schon schlechte Lehrer...

Wieso sollte jemand wg. mir leider ? Ich habe nur von meinen
Erfahrungen mit Sportlehrern berichtet. Prinzipiell halte ich
den Sportunterricht fuer wichtig, bin sogar eher dafuer die
meist geringen Wochenstundenzahlen anzuheben. Bei all dem, was
den Schuelern heute eingetrichtet werden soll/muss, ist ein
koerperlicher Ausgleich umso wichtiger.

Das es auch andere Fachlehrer nicht unbedingt Paedagogen sind, mag
so sein, das habe ich aber nicht in Abrede gestellt.



> > Ein paar Runden laufen lassen und dann einen Fussball in die Runde
> > schmeissen war alles, was bei ihm unter die Rubrik "Kompetenz"
> > fiel.
>

> Tja, ich bestimmt jetzt schon 8-10 Sportlehrer gehabt und alle waren mehr-
> oder-weniger kompetent.

Rueckblickend auf meine Schulzeit habe ich wohl eher die inkompetenten
Sportlehrer erwischt.



> > Der Referendar - anfangs voll Elan und Ideen - packte nach
> > absolviertem Referandariat die Videokamera wieder in die Ecke
> > und tat es seinem Kollegen gleich.
>
> Dumm gelaufen.

Und vor allem ganz schoen viel... ;-)



> > (andere habe ich im Pflichtsport leider nie erfahren) ihrem
> > Lehrauftrag nachzukommen, was ihre verdammt Pflicht gewesen waere.
>
> Warum hast du das nicht bekanntgemacht? Z.B. per SV.
>
> > Beschwerden fuehrten dann i.d.R. zu einigen Extrarunden.
>
> Strafarbeit sind verboten. Bist du nicht durchsetzungsfähig?

Wer spricht von Strafarbeiten ? Individuelles Zusatztraining hiess
das, rechtlich nicht angreifbar.

[..]

> Bei mir ist genau anders rum. Mess-Ergebnisse spielen eine kleine Rolle,
> sozialverhalten, Teamfähigkeit und so ist wichtiger. Nunja, bin ja auch auf
> einer Berufsfachschule.

Ich bin mir nicht sicher, ob das vom Schultyp oder doch eher vom
jeweiligen Lehrer anhaengt.



> > Es mag sicherlich schwierig sein fuer einen einzigen Lehrer eine
> > Gruppe von Schuelern, die sowohl aus leistungsfaehigen, wie auch
> > unsportlichen Schuelern besteht gemeinsam und dennoch individuell
> > zu foerdern,
>
> Ist möglich. Wird auch so im Studium gelehrt.

Was wird gelehrt ? Das dies schwierig ist oder wie man mit
dieser Problematik umgeht ?



> > wenn dies aber lediglich ein Kapazitaetsproblem
> > waere, waere der Sportunterricht umso mehr reformbeduerftig.
>
> Eigentlich müsste man sowieso die Klassen klein halten. 20 Leute halte ich
> für einen guten Kompriss zwischen Kosten und pädagogischer Notwendigkeit.
>

> > Ansatzweise haben die damals angeblich frei waehlbaren
> > Neigungssportarten das Problem im Konzept erkannt.
>

> Bitte was?

Hier in NRw gab es zu meiner Schulzeit, die Moeglichkeit aus zwei
Gruppen
Pflicht-Sportarten zu waehlen. Das war eine Gruppe der
mannschaftsorientierten Ballsportarten (Fussball, Handball, Basketball,
Volleyball) sowie eine Gruppe der eher leistungsbetonten Sportarten
(Leichtathletik, Schwimmen). Leider konnten von denn vorgesehenen
Sportarten nur jeweils 2 angeboten werden, was dann wieder die Arten
waren, die es vor dieser Regelung schon gab. Die Gruende hatte ich
bereits angefuehrt (Hallen, Plaetze etc.), es mag auch an der fehlenden
Zahl von Lehrern gelegen haben. Ein(e) Sportlehrer(in) kann sicherlich
nicht gleichzeitig 3-4 Sportarten unterrichten bzw. beaufsichtigen.

So konnten "Problemsportler" dann wenigstens das fuer sie kleinere
Uebel waehlen.

> > Alternative wie Judo, Hockey, Tennis oder Badminton konnten
> > aus Mangeln an Plaetzen, Hallen oder Trainern nicht angeboten
> > werden, so blieb halt fuer Einige nur die Wahl des kleineren
> > Uebels.
>

> Und? Man muss sich halt auch mit solchen Situationen zurecht finden. Es
> läuft halt nicht immer, wie man will. Das wichtigste ist doch im Sport die
> Gemeinschaft und wenn die gut ist, macht er auch Spass, egal obs nun
> Hockey, Rugby oder Fussi ist.

Es geht doch garnicht darum, was man will. Es geht darum, dass
ein im Kern sogar richtiger Ansatz dann in der Praxis wieder
zunichtegemacht wird. Ob es dem uebergewichtigen Pygniker Spass
macht, beim Fussball immer ins Tor gestellt zu werden, weil
ihm das Laufen schwerfaellt wage ich zu bezweifeln.
Ich denke da wird in einem wichtigen Lebensabschnitt viel kaputt
gemacht.



> > Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport
> > ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann)
>

> Der Sportunterricht ist nicht dafür da, einem Schüler eine Sportkarriere
> anzubieten. Wer das will, muss in Sportvereine gehen.

Neigst Du etwas zu Uebertreibungen ? Wer hat denn was von
Sportkarriere gesagt ? Mir geht es darum, den Kinder die
Sportart nahezubringen, die ihnen Spass macht und die ihrem
Wesen entgegenkommt. D.h. z.B. ist das Kind eher der
Einzelspielertyp oder eher ein mannschaftsdienlicher Typ,
liegt ihm eher der Umgang mit einem Schlaeger oder eher
die reine Ballsportart? Ist er ein Ausdauertyp oder eher der
Sprinter mit geringer Ausdauer?
Ob daraus mal ein Leistungssportler wird, haengt von ganz anderen
Faktoren ab, ich hoffe vor allem von seinem eigenen Ehrgeiz
und Talent und nicht dem der karrieresuechtigen Eltern.



> > widerstrebt mir allerdings sehr. Jahrelanges Asterix-Lesen
> > ersetzt auch keinen Lateinunterricht, Popmusik hoeren
> > (und evtl. sogar verstehen) keinen Englischunterricht.
>
> Zumindest das mit der Popmusik ist recht vorteilhaft, denn wer Wörter
> singen kann, kann auch bald die Sprache (gut) sprechen.

Es gibt genug Beispiele, dass dies nicht immer so ist.
Viele singen Songs auswendig mit, ohne auch nur ansatzweise
wiedergeben zu koennen, worum es im Song eigentlich geht.
Wo Sprachkenntnisse vorhanden sind, kann fremdsprachige Musik
natuerlich sehr hilfreich fuer das Sprachgefuehl sein.



> Mit Latein hab ich so meine Probleme. IMHO sollte nur da Latein gelehrt
> werden, wo man es auch später braucht. Die wenigsten brauchen es. Andere
> Sprachen, wie Französisch, Spanisch (ja, ich kenne die Nähe zu Latein),
> Türkisch, Polnisch, sind doch wesentlich wichtiger als Latein.

Weisst Du jetzt schon genau, was Du mal brauchst, in welchem Job
(oder Land) Du mal landen wirst ?
In Deinem Alter (ich tippe mal so auf 16-18) hatte ich noch keinen
blauen Dunst, dass ich mal den Beruf ergreifen wuerde, den ich heute
ausuebe.
Zugegeben, Latein hat nie richtig Spass gemacht, war aber - rueckwirkend
gesehen - sehr hilfreich.


> --
> begin LOVE-LETTER-FOR-YOU.txt.vbs
> Ich bin ein Signature Virus. Verbreite mich!
> end

Ich nehme an, Du weiss, was Outlook aus einer derartigen Signature
macht. Dass es das macht, ist sicherlich auch nicht Deine Schuld.
Aber muss das denn sein, dass bei einigen Lesern unnoetigerweise
die Virenwarnlampen angehen ?

Ciao,
Frank

Dirk-Hinrich Haar

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Tobias Erle <to...@kholdan.in-berlin.de> schrieb in im Newsbeitrag:
7fS57...@kholdan.in-berlin.de...

>> Mit Latein hab ich so meine Probleme. IMHO sollte nur da Latein gelehrt
> werden, wo man es auch später braucht. Die wenigsten brauchen es. Andere
> Sprachen, wie Französisch, Spanisch (ja, ich kenne die Nähe zu Latein),
> Türkisch, Polnisch, sind doch wesentlich wichtiger als Latein.

Als Latein-LKler muss ich das natürlich weit von mir weisen. :-)

Nein, ganz im Ernst, Latein wird zwar nicht mehr in Reinform gesprochen, wer
jedoch Spanisch, Französisch, Italienisch oder Rumänisch lernen will, wird
seinem Lateinlehrer enorm dankbar sein, ausserdem ist Latein die Sprache der
Fachbegriffe und ist teilweise in allen europäischen Sprachen vorhanden,
lehrt ausserdem die Sprachfähigkeit allgemein durch die ausgefeilteste
Grammatik und informiert zudem ausgiebig nebenbei über die Herkunft und
Ursprünge unserer Kultur, die ohne die römische und die mit einbezogene
griechische völlig undenkbar wäre.

Dirk-Hinrich

Christoph Sorge

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Am 07 Jun 2000 17:17:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

[Sportunterricht]


>Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
>wesen und um die Soziale Kompetenz.

Ach ja? Interessant, das hätte ich nicht gemerkt, wenn Du es nicht
gesagt hättest.
Vor ein paar Jahren habe ich zu dem Thema mal einen
Schülerzeitungsartikel geschrieben. Falls es jemanden interessiert:
http://c-sorge.de/sport.html . Wahrscheinlich würde ich das heute
etwas anders formulieren, aber im Grundsatz bin ich bei meiner Meinung
geblieben.
Nur noch so viel: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man beim
richtigen Sportlehrer sogar so etwas wie Spaß am Sport entwickeln
kann...

Christoph
--
Bilder der SoFi '99: www.c-sorge.de/sofi-bilder.htm
Bilder von M51 und M82: www.c-sorge.de/astro-bilder.htm

Christoph Sorge

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Am Thu, 8 Jun 2000 17:03:47 +0200 schrieb "Dirk-Hinrich Haar"
<dh...@gmx.de> :

>>Ausgemachter Unsinn, denn wenn dem so waere, dann gaebe es keiner
>>derartige Leistungsbeurteilung.
>
>Kein ausgemachter Unsinn. Natürlich ist es fragwürdig, körperliche
>Leistungsfähigkeit mit geistiger derart gleichzubewerten.
Eben.

>In der Hinsicht gibt es aber keine bessere Lösung.
>Wie die Motivation sofort am Boden liegt, wenn Sport nicht als bewertetes
>Fach zählt, dass erlebe ich selbst gerade im Moment, da ich mir meinen
>Leichtathlethikkurs nicht fürs Abi anrechnen lasse, und dies von vornherein
>wußte.
>Man strengt sich überhaupt nicht an, wenn es um nichts geht.

Ich hatte erst dann ein bißchen Spaß an Sport, als es um absolut
nichts mehr ging (da ich Sport nicht ins Abi einbrachte). Denn die
Lockerheit (nicht zuletzt des Sportlehrers) sorgte für Motivation und
letztendlich Spaß.

>>Schulsport "ist ein menschenunwuerdiges Unheil das mit Feuer und
>>Schwert bekaempft werden muss".
>

>Und da kommt der nächste und sagt: "Chemie...", oder "Kunst..." oder
>"Musik...".

Alles keine Fächer, in denen es auf körperliche Betätigung ankommt.
Ausnahme: Kunst in der Unter- und Mittelstufe (und zu einem recht
hohen Anteil sogar noch in der Oberstufe) , wenn Malen oder
handwerkliche Leistungen bewertet werden.

>Schulsport, ein Minimum an körperlicher Betätigung, ist gerade für
>Sportmuffel dringend nötig.

Einmal pro Woche? Das soll was bringen?

>>Kritikpunkte:
>>-mangelhafte Ausbildung
>
>Sport ist das einzige Fach, wo es kaum um theoretische Ausbildung, sondern
>fast nur um praktische Ausübung geht.
>Wen kümmert die Perfektionierung deiner Startblockstellung? Hauptsache, du
>läufst.

Genau das ist das Problem. Zumindest das Gymnasium ist auf eine
theoretische Ausbildung ausgelegt, und das ist auch sein Sinn.

>>-keine Sanitaeter dabei
>
>Und beim Chemieunterricht kein Feuerwehrmann.

Wie oft gibt es Unfälle im Chemieunterricht und wie oft beim Sport?
Ich bezweifle, daß es Sportkurse gibt, in denen niemand verletzt wird.
Wenn zu uns an die Schule ein Krankenwagen kam, dann nie wegen
Chemie-Unfällen...
Sport ist sehr gefährlich; was in der Schule gemacht wird, ist IMHO
zum Teil wahnwitzig. Es gibt genug Übungen, die im Fall eines Unfalls
zu einem Genickbruch führen können.

>>-kein Artz in der Schule
>

>Abgesehen davon, dass der nächste Arzt eigentlich immer nur drei
>Straßenecken entfernt ist, braucht bei ca. einem Bänderriß oder ähnlichem
>pro Jahr bestimmt kein Arzt in der Schule sein.

IMHO gibt es deutlich mehr Sportverletzungen. Konsequenz sollte aber
kein Schularzt, sondern zumindest die Beschränkung auf weniger
gefährliche Sportarten sein.

>>-Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn und
>> sollte parallel zu Wolkenkratzer-Jumping NUR Privatvergnuegen sein
>
>Wahnsinn? Wenn wir nicht alle nur zu Sesselsitzern und Autofahrern verkommen
>wollen, ist das kein Wahnsinn.

Was ja auch sicher durch den Sportunterricht bewirkt wird...
Fällt bei Euch etwa der Sportunterricht aus, wenn die Ozonwerte zu
hoch sind? Bei uns wurde nur das Leistungsniveau etwas zurückgefahren,
wenn im Radio schon vor körperlicher Betätigung im Freien gewarnt
wurde.

>Es sei denn, es geht um einen 5 km-Lauf bei 30°.

Nicht nur dann.

>>-Gerat ist minderwertig und gefaehrlich
>

>Nach den Gesichtspunkten fiele auch der naturwissenschaftliche Unterricht
>flach.
>Wir müssen halt mit der Armut zurecht kommen, die wir nun mal haben.

Im naturwissenschaftlichen Unterricht wird niemand in Lebensgefahr
gebracht - allenfalls der Lehrer, wenn er eine "gewischt" bekommt.
Stelle Dir hingegen vor, was passiert, wenn ein Schüler mit dem Kopf
voraus vom Reck fällt...

>>-Leistungswahl, existierende Tabellen gehen von Uebersportlern aus
>

>Das ist echter Unsinn. Im übrigen bekommt eigentlich fast nie ein schlechter
>Sportler, der sich anstrengt, eine Minderleistung.

Ach ja?

>>-Leistungszentrierung ist gefaehrlich fuer die Gesundheit
>

>Nur für Schüler, die ihre eigenen Grenzen nicht kennen oder unvorsichtig
>sind.

Oder die versuchen, die von ihren Sportlehrern gestellten Erwartungen
zu erfüllen, auch wenn sie eigentlich nicht dazu in der Lage sind.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Am 08 Jun 2000 19:54:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Na super, gerade die habe ich bei meinem Sportlehrer immer vermisst.
>
>und dafür sollen andere Schüler leiden, nur weil du schlechte Lehrer hast?
>Warum schaffst du nicht Mathe oder Geschichte ab, da gabs bestimmt auch
>schon schlechte Lehrer...
Sport paßt einfach sehr schlecht in das Spektrum z.B. eines
Gymnasiums, dessen Aufgabe es ungeachtet der Wortherkunft ist, den
Geist zu fördern und nicht den Körper (und komm mir bitte nicht mit
dem "gesunden Geist in einem gesunden Körper"). Wenn man
Sportunterricht als Ausgleich für notwendig erachtet - okay (auch wenn
das IMHO auch in der Freizeit passieren könnte). Aber warum soll
jemand ein besseres Zeugnis (oder gar einen besseren Abischnitt)
bekommen, nur weil er für die 100 m ein paar Sekunden weniger braucht
und besser Fußball spielt als ein anderer?
Anders sieht das IMHO nur in der Sporttheorie des LKs aus.

>>wenn dies aber lediglich ein Kapazitaetsproblem
>>waere, waere der Sportunterricht umso mehr reformbeduerftig.
>
>Eigentlich müsste man sowieso die Klassen klein halten. 20 Leute halte ich
>für einen guten Kompriss zwischen Kosten und pädagogischer Notwendigkeit.

In der Unter- und Mittelstufe schon. In der Oberstufe sollten die
Kurse IMHO deutlich kleiner sein.

>Und? Man muss sich halt auch mit solchen Situationen zurecht finden. Es
>läuft halt nicht immer, wie man will. Das wichtigste ist doch im Sport die
>Gemeinschaft und wenn die gut ist, macht er auch Spass, egal obs nun
>Hockey, Rugby oder Fussi ist.

In einer sehr inhomogenen Gruppe entsteht aber kaum eine Gemeinschaft.
Wenn 4-5 Unsportliche zusammen mit einigen sportlichen Schülern
Basketball spielen, geht das nicht gut. Selbst wenn die sportlichen
Schüler sich Mühe geben, die anderen ins Team zu integrieren - es geht
immer noch darum, zu gewinnen. Und wenn man das erreichen will, geht
es am besten, wenn man die unsportlichen Schüler ausschließt.

>>Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport
>>ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann)
>
>Der Sportunterricht ist nicht dafür da, einem Schüler eine Sportkarriere
>anzubieten. Wer das will, muss in Sportvereine gehen.

Ja.

>Mit Latein hab ich so meine Probleme. IMHO sollte nur da Latein gelehrt
>werden, wo man es auch später braucht. Die wenigsten brauchen es. Andere
>Sprachen, wie Französisch, Spanisch (ja, ich kenne die Nähe zu Latein),
>Türkisch, Polnisch, sind doch wesentlich wichtiger als Latein.

In schule.sprachen läuft dazu gerade eine Diskussion.

Christoph Moench-Tegeder

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Betreffs Christoph Sorge <chr...@gmx.de> am Fri, 09 Jun 2000 15:47:07 GMT

> (und komm mir bitte nicht mit
> dem "gesunden Geist in einem gesunden Körper").

Wenn das so zitiert wird, wie ich den Spruch kenne (und für richtig
halte), ist das vollkommen in Ordnung...

cmt

--
pseudo-random sig


Dirk-Hinrich Haar

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to

Stefan Wust <use...@stefanwust.de> schrieb in im Newsbeitrag:
7fWku...@stefanwust.de...
> Wer körperliche Betätigung sucht, soll sie bekommen.

Wer sich nicht um sie schlägt, kann sie trotzdem gut gebrauchen, auch wenn
er das nicht einsehen will.

> als daß das Verletzungsrisiko bei geistiger Betätigung
> erwiesenermaßen eher gering ist.

In 12 Jahren Sportunterricht habe ich mir eine Verstauchung zugezogen.

> Davon abgesehen kommt man auch ohne
> Topleistungen im 1000m-Lauf recht gut durch's Leben.

Hier geht es weder um Topleistungen noch um Lernen für's Leben, hier geht es
um Gesundheit und körperliches Nichteinrosten für's Jetzt.

Dirk-Hinrich

Bernd Fegers

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Christian Leber wrote:

> Ich empfehle jedem schon in niedrigeren Klassen mit einer sorgfaeltig
> geplanten Krankengeschichte aus dem Sportunterricht auszusteigen!

Das ist aber nicht so einfach, sonst hätte ich das auch gemacht. :-) Man
findet leider nicht an jeder Ecke einen Arzt, der einem wer weiß was
attestiert.

--
Bernd Fegers | bern...@schondrin.de | ICQ# 114 16 448
=============================================================

Christoph Sorge

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Am 8 Jun 2000 21:45:46 GMT schrieb Cpt....@gmx.net (Martin Schuette)
:

>>>Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das Gemeinschafts-
>>>wesen und um die Soziale Kompetenz.
>
>So ein Anspruch kommt nur bei Mannschaftssportarten durch,
> ansonsten hab ich da noch nichts von gehoert.
Und selbst da wird dieser Anspruch kaum verwirklicht, es sei denn, es
herrscht ohnehin schon eine große Kameradschaft in der Klasse bzw. dem
Kurs.

Christoph Sorge

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Am Fri, 09 Jun 2000 08:43:29 +0200 schrieb "Frank T. Zerres"
<zer...@uni-duisburg.de> :

>den Sportunterricht fuer wichtig, bin sogar eher dafuer die
>meist geringen Wochenstundenzahlen anzuheben. Bei all dem, was
>den Schuelern heute eingetrichtet werden soll/muss, ist ein
>koerperlicher Ausgleich umso wichtiger.

Sportunterricht ist als körperlicher Ausgleich ganz gewiß nicht
geeignet. Er kann vielmehr noch für andere Probleme sorgen: Wenn man
nämlich nach dem Sportunterricht vollkommen ausgelaugt ist, kann man
sich in den darauf folgenden Stunden umso schlechter konzentrieren.

Martin Schuette

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Frank T. Zerres wrote:
>> >Ein paar Runden laufen lassen und dann einen Fussball in die Runde
>> >schmeissen war alles, was bei ihm unter die Rubrik "Kompetenz"
>> >fiel.
>> Was will man den mehr ?
>> Ich finde solche Lehrer besser als welche bei denen erst 15 min
>> ueberlegt wird was man denn mal machen koennte.
>Vorbereitet sollte ein Lehrer schon sein. Wenn er Zeit braucht,
>haetten die 15 Minuten auf jeden Fall erst mal zum Aufwaermen
>genutzt werden koennen.

Es lag ja nicht daran, dass er selbst keinen Plan hatte, sondern
IIRC daran, dass er das erst mit seinen Schuelern absprechen musste.

>Sag ich doch.
>> Sportarten wie Leichtathletik oder Fussball sind nunmal 'Standard'
>> und dementsprechend sieht auch der Sportunterricht aus.
>Standard ?

Jep. Weil man nicht viel Ausruestung braucht und es jeder kennt/kann.

>Ich halte dies eher fuer den bequemeren Weg.

Das kommt dann eben hinzu. Es ist immer schwieriger etwas Neues
anzufangen als einfach so weiterzumachen wie bisher.



>Nichts gegen Leichtathletik, wenn dies auch Speerwerfen,
>Hammerwurf, Diskus o.a. umfasst. Wenn davon aber nur
>100m und 1000m-Laeufe ueberbleiben, kann es das nicht gewesen
>sein. Das halt ich dann fuer Etikettenschwindel.

Ein bisschen mehr als Laufen ist es bei uns schon.

>> IMHO kann und soll der Sportunterricht gar keine individuelle
>> Foerderung bringen, die mit der eines Sportvereines irgendwie
>> vergleichbar waere.
>Warum sollte fuer Sport andere Massstaebe gelten, als fuer
>andere Faecher. Auch dort ist der Lehrer gehalten, die
>schwaechen zu foerdern und mindestens an den Durchschnitt
>heranzufuehren.

Vielleicht weil man im 'normalen' Unterricht ueberhaupt die
Moeglichkeit hat schwache Schueler zu foerdern.
Im Sportunterricht kann man das nicht, weil man aus
einem unsportlichen Schueler keinen Athleten machen kann
(erst recht nicht mit 2/3 Wochenstunden und gegen den
Willen des Schuelers).

>Oder muessen diese Schueler dann automatisch
>in Foerdergruppen z.B. fuer mathematisch Zurueckgebliebene
>( dem Sportverein Deiner Interpretation nach vergleichbar).

So meinte ich das nicht.
Ein Sportverein ist eben der Ort, an dem sportlich interessierte
eine Sportart 'lernen' und auch entsprechend gefoerdert werden
koennen.
Schulsport hingegen ist weder auf eine Sportart beschraenkt,
noch ist es dort einfach moeglich jemanden individuell zu
foerdern, noch haette man die noetige Zeit fuer sowas.

>Gerade in Sportvereinen findest Du doch die Kids, die gerne
>Sport treiben und nicht die, die mehr Foerderung benoetigen.

Du kannst aber niemanden dazu zwingen Sport zu treiben.
Wer das tun will, der muss das aus eigenem Antrieb machen und
hat dazu z.B. die Moeglichkeit einem Verein beizutreten.

Martin Schuette

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Christoph Moench-Tegeder wrote:
>> (und komm mir bitte nicht mit
>> dem "gesunden Geist in einem gesunden Körper").
>Wenn das so zitiert wird, wie ich den Spruch kenne (und für richtig
>halte), ist das vollkommen in Ordnung...

Du meinst sicher den 'Zusatz' von Seneca [?]
:-)

Christoph Sorge

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Am Fri, 9 Jun 2000 20:20:38 +0200 schrieb Christoph Moench-Tegeder
<ry...@rz.uni-karlsruhe.de> :

>> (und komm mir bitte nicht mit
>>dem "gesunden Geist in einem gesunden Körper").
>
>Wenn das so zitiert wird, wie ich den Spruch kenne (und für richtig
>halte), ist das vollkommen in Ordnung...
Üblicherweise wird allerdings das Zitat auf die o.g. sechs Wörter
verkürzt.

Christoph

F'up2 ssf

Tobias Erle

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to

Dirk-Hinrich Haar schrieb:

> Nein, ganz im Ernst, Latein wird zwar nicht mehr in Reinform
> gesprochen, wer jedoch Spanisch, Französisch, Italienisch oder
> Rumänisch lernen will, wird seinem Lateinlehrer enorm dankbar sein,

Stimmt, trotzdem ist es ein Umweg.

> ausserdem ist Latein die Sprache der Fachbegriffe und ist teilweise in
> allen europäischen Sprachen vorhanden,

Stimmt und warum sollte man dann noch Latein lernen? ;)

> lehrt ausserdem die Sprachfähigkeit allgemein durch die ausgefeilteste
> Grammatik

LOL - Sprache lernen, nur um irgendwas zu lernen? Wozu der Umweg? Lern doch
gleich eine Sprache, die du gebrauchen kannst.

> informiert zudem ausgiebig nebenbei über die Herkunft und Ursprünge
> unserer Kultur, die ohne die römische und die mit einbezogene
> griechische völlig undenkbar wäre.

Kultur? Kenn nur Preußen ;)

--
Erwerbsregel 108: Eine Frau mit Kleidern ist dasselbe wie ein Mann ohne
Profit

Tobias Erle

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to

Christoph Sorge schrieb:

> Nur noch so viel: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man beim
> richtigen Sportlehrer sogar so etwas wie Spaß am Sport entwickeln
> kann...

Das ist für mich normal. Bisher waren alle Sportlehrer bei gut und
Sportspiele haben auch regelmäßig Spass gemacht.

--
Erwerbsregel 121: Alles ist käuflich - auch Freundschaft

Tobias Erle

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to

Frank T. Zerres schrieb:

> > und dafür sollen andere Schüler leiden, nur weil du schlechte Lehrer
> > hast? Warum schaffst du nicht Mathe oder Geschichte ab, da gabs
> > bestimmt auch schon schlechte Lehrer...
>
> Wieso sollte jemand wg. mir leider?

Weil du (oder jemandanders) dich für die Abschaffung des (Zwangs-)Sport-
unterrichts aus reinen persönlichen Gründen eingesetzt hast.

> Ich habe nur von meinen Erfahrungen mit Sportlehrern berichtet.

und andere haben positivere Erfahrungen gemacht.

> > Tja, ich bestimmt jetzt schon 8-10 Sportlehrer gehabt und alle waren
> > mehr- oder-weniger kompetent.
>
> Rueckblickend auf meine Schulzeit habe ich wohl eher die inkompetenten
> Sportlehrer erwischt.

Vielleicht regional bedingt, ick komm aus Berlin und du? (NRW? hehe)


> > > Beschwerden fuehrten dann i.d.R. zu einigen Extrarunden.
> > Strafarbeit sind verboten. Bist du nicht durchsetzungsfähig?
>
> Wer spricht von Strafarbeiten ? Individuelles Zusatztraining hiess
> das, rechtlich nicht angreifbar.

Doch, wenn man es in einem direkten Zusammenhang bringen kann. Wie gesagt,
man muss sich schon wehren können.

> > Bei mir ist genau anders rum. Mess-Ergebnisse spielen eine kleine
> > Rolle, sozialverhalten, Teamfähigkeit und so ist wichtiger. Nunja,
> > bin ja auch auf einer Berufsfachschule.
>
> Ich bin mir nicht sicher, ob das vom Schultyp oder doch eher vom
> jeweiligen Lehrer anhaengt.

IMHO hängt das schon vom Typ ab, denn bei uns stehen nicht so sehr die
Noten im Vordergrund, sondern die Ertüchtigung, was sicherlich bei
Büroberufen sehr wichtig ist.

> > Ist möglich. Wird auch so im Studium gelehrt.
>
> Was wird gelehrt ? Das dies schwierig ist oder wie man mit
> dieser Problematik umgeht ?

Ja, Pädagogik ist ein wesentlicher Bestandteil.


> waren, die es vor dieser Regelung schon gab. Die Gruende hatte ich
> bereits angefuehrt (Hallen, Plaetze etc.), es mag auch an der fehlenden
> Zahl von Lehrern gelegen haben.

Wenn man Klassen und die Auswahl intelligent koordiniert/einengt, kann das
bestimmt klappen, allerdings sehe ich das bei uns, dass selbst 3 Klassen
vom Stundenplan zusammenzulegen alleine für den Wahlpflichtunterricht nicht
funktioniert :(

> Ein(e) Sportlehrer(in) kann sicherlich nicht gleichzeitig 3-4 Sportarten
> unterrichten bzw. beaufsichtigen.

Doch, kommt aber immer sehr stark auf den Lehrer an.


> zunichtegemacht wird. Ob es dem uebergewichtigen Pygniker Spass
> macht, beim Fussball immer ins Tor gestellt zu werden, weil
> ihm das Laufen schwerfaellt wage ich zu bezweifeln.

Hey, es gibt gute kleine Torwarte ;)

Wir haben bei uns in der Klasse ein Mädchen bzw Frau, die ca. 1,50 gross
ist und trotzdem beim Sport Spass hat, wenn sie Fussi oder Handball spielt.

Natürlich gibt es auch Leute, die lieber auf der Bank sitzen wollen und
alle möglichen Gründe vorschrieben, zB Religion.

> Ich denke da wird in einem wichtigen Lebensabschnitt viel kaputt
> gemacht.

?

> > Der Sportunterricht ist nicht dafür da, einem Schüler eine
> > Sportkarriere anzubieten. Wer das will, muss in Sportvereine gehen.
>
> Neigst Du etwas zu Uebertreibungen?

Ich polarisiere gern. :)

> Wer hat denn was von Sportkarriere gesagt ? Mir geht es darum, den Kinder
> die Sportart nahezubringen, die ihnen Spass macht und die ihrem
> Wesen entgegenkommt.

Wie soll das gehen? Dann machen 25 Schüler ihre eigene Sportart in 45 bzw
90 Minuten? Das soll doch gerade verhindert werden.

> D.h. z.B. ist das Kind eher der Einzelspielertyp oder eher ein
> mannschaftsdienlicher Typ, liegt ihm eher der Umgang mit einem Schlaeger
> oder eher die reine Ballsportart?

Einen Einzelspielertyp soll man doch gerade so fördern, dass er teamfähig
werden soll und wo könnte man das besser als im Sportunterricht?

> Viele singen Songs auswendig mit, ohne auch nur ansatzweise
> wiedergeben zu koennen, worum es im Song eigentlich geht.

Klar, wenn die Grundbildung fehlt, geht nix. Darum ging es ja auch nicht.
Ich sehe das als begleitende Hilfe.

> Wo Sprachkenntnisse vorhanden sind, kann fremdsprachige Musik
> natuerlich sehr hilfreich fuer das Sprachgefuehl sein.

Ich sehe, wir verstehen uns :)

> Weisst Du jetzt schon genau, was Du mal brauchst, in welchem Job
> (oder Land) Du mal landen wirst ?

Nein, aber wir könnten dann ja auch russisch oder alt-griechisch als
standard-sprache etablieren.

> In Deinem Alter (ich tippe mal so auf 16-18) hatte ich noch keinen
> blauen Dunst, dass ich mal den Beruf ergreifen wuerde, den ich heute
> ausuebe.

Falsch getippt, 20, in 30 Tagen mit IHK-Gesellenbrief :)

--
Erwerbsregel 1: Geld und Gold das lieb ich sehr, und hab ich's erst von
anderen, geb ich's nicht wieder her

Helmut Hullen

unread,
Jun 9, 2000, 3:00:00 AM6/9/00
to
Hallo, Dirk-Hinrich,

Du meintest am 09.06.00 zum Thema Re: Sportunterricht abwaehlen !!!:

>>> Mit Latein hab ich so meine Probleme. IMHO sollte nur da Latein
>>> gelehrt

>> werden, wo man es auch spaeter braucht. Die wenigsten brauchen es.
>> Andere Sprachen, wie Franzoesisch, Spanisch (ja, ich kenne die Naehe
>> zu Latein), Tuerkisch, Polnisch, sind doch wesentlich wichtiger als
>> Latein.

> Als Latein-LKler muss ich das natuerlich weit von mir weisen. :-)

Aber das solltest Du besser nur in schule.sprachen machen!

"follow-up" gesetzt auf schule.sprachen.

Viele Gruesse!
Helmut


Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan St. schrieb:

> >Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das
> >Gemeinschafts- wesen und um die Soziale Kompetenz.
>

> Aber bist du nicht der meinung, dass man mehr an sozialer kompetenz
> "erlernt" wenn man mit mehreren verschiedenen menschen sport treibt,
> als nur mit den selben (aus der selen klasse?)

Wenn man mit wechselnden Schülern spielt, gewinnt man nicht unbedingt dazu.
Zu einer Gemeinschaft gehört einfach das längere Zusammensein und wenn das
jede Woche wechselt, ist das nicht mehr gegeben.

Es gibt zB eine Berliner Schule, an der die Klasse nach jedem Jahr gemischt
werden. Ob das allerdings jetzt besonders vorteilhaft, weiß ich nicht.
Sicherlich ist das Sozialverhalten etwas besser, aber auch bei normalen
Schulen kommen ganz gute Menschen raus. :)

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Christian Leber schrieb:

> >Ja, es ist eine Mischform der Bewertung. Bei uns werden die Sportnoten
> >halt so gestaltet, dass ein Übergewichtiger oder ein kleiner Schüler
> >auch eine 2 oder 1 erreichen können, während der Treter aus dem
> >Fussballverein auch mal eine 4 oder 5 bekommen können.
>
> Das ist Sache des Lehrer.

Bei uns ist das per AV geregelt.

> Es ist zumeist so, aber nicht verpflichtend, deine Aussage taugt
> immernoch nicht.

Schlecht geschlafen?


> >> Kritikpunkte:
> >> -mangelhafte Ausbildung
> >Der Lehrer? Wohl kaum.
>
> Doch, keine aktuelle Sanitaetsausbildung.

1. Sportmedizin im Studium
2. Erst-Helfer-Ausbildung (AFAIK hat das jeder Lehrer)

Für mehr holt man halt Arzt/Hubschrauber.

> >> -keine Ueberpruefung des Gesundheitszustandes der
> >> Probanden/Schulpflichtigen
> >Bei Hinweisen wird der Schuarzt eingeschaltet. Wer gesundheitliche
> >Probleme hat, muss das schon sagen. Außerdem sind die meisten Übungen
> >bei Leicht- athletik und Turnen auch wie nicht so sportlich geeignete
> >machbar.
>
> Irrelevant, es wird bewusst ein gesundheitliches Risiko fuer den
> Schueler in Kauf genommen.

Warum ist es irrelevant? Die Verletzungsgefahr ist beim Sportunterricht
praktisch nicht gegeben, wenn man die Anweisung des Lehrers zB bei Turn-
übungen befolgt.

Und wenn die Schüler nix sagen bei gesundheitlichen Problemen, sind sie
selbst schuld. Der Lehrer ist kein Arzt.

> >> -keine Sanitaeter dabei
> >Bei uns wurde schon paarmal der Christopherus gerufen, wenn der
> >Verdacht bestand.
> Ach, wurde nicht einfach gewartet?

Auf was? Stell dir vor, einer kippt um. Würdest du warten?

> >> -kein Artz in der Schule

> >Ist ja auch kein Krankenhaus. Jeder Sportlehrer kann/muss Erste Hilfe
> >können.
> In Firmen gibt es einen Betriebsartz.

Nein, nur in großen Unternehmen und dann teilweise auch nur an bestimmten
Wochentagen. Wozu braucht man ständig ärztlichen Beistand? Bei uns ist der
Notarzt in ca. 2-4 Minuten an der Schule. Der Schularzt ist ungefähr 15 min
zu Fuss entfernt.

> >> -Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn

> >Es gibt Hallen und auch sanften Unterricht draußen.
> Trotzdem gefaehrlich.

Nicht aus medizinischer Sicht.

> >> sollte parallel zu Wolkenkratzer Jumping NUR Privatvergnuegen sein
> >Was soll das?
>
> Sport ist gefaehrlich, wer es machen will soll es privat machen.

Sport ist genauso gefährlich wie das Sitzen in der Schule.


> >> -Gerat ist minderwertig und gefaehrlich

> >Was meinst du damit? Sind eure Barren kaputt? Selbst im Land Berlin,
> >das ja bekanntlich pleite ist, gibt es genügend Geräte und Bälle.
>
> Das Geraet ist gefaehrlich auch wenn es im Ordnungegemaesen zustand
> ist, schau es nochmal an.

Nein, in meinen 14 Schuljahren habe ich noch nicht Unfälle im Sportunter-
richt gehört, die durch das Gerät verursacht worden sind. Die meisten
Unfälle passieren durch die Schüler, die denken, sie wäre hier in der
Bundesliga und müsste auch so reingrätschen.

> >> -Leistungswahl, existierende Tabellen gehen von Uebersportlern aus

> >Kann ich nicht beurteilen, die Werte bei uns sind schon anspruchsvoll,
> >zB soll eine 1 auch nur für sehr gute Leistungen vergeben werden, das
> >ist in anderen Fächer aber auch so.
>
> Wenn >50% 0 Punkte haetten ist das unpassend.

Wenn über 50 % unentschuldigt gefehlt hätten, hätten über 50 % eine 6 bei
uns bekommen.

> >Dafür gibt es Ärzte, die dir bescheinigen, ob du zum Sportunterricht
> >gefahrlos gehen kannst.
>
> Eher, die einem bescheinigen, dass man nicht hingehen kann.

Tja, hab mal einen Unfall in der Schule. Bei uns muss jeder sich einer
Bescheinigung holen, dass er wieder in Ordnung ist.

> blabla

Tschuldigung, dass dein Weltbild nicht ganz mit der Realität übereinstimmt.

Christian Leber

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
On Thu, 8 Jun 2000 17:03:47 +0200, "Dirk-Hinrich Haar" <dh...@gmx.de>
wrote:

>Wie die Motivation sofort am Boden liegt, wenn Sport nicht als bewertetes
>Fach zählt, dass erlebe ich selbst gerade im Moment, da ich mir meinen
>Leichtathlethikkurs nicht fürs Abi anrechnen lasse, und dies von vornherein
>wußte.
>Man strengt sich überhaupt nicht an, wenn es um nichts geht.

Warum hast du den Kurs dann belegt?

... na also, da liegt das Problem.

>Schulsport, ein Minimum an körperlicher Betätigung, ist gerade für
>Sportmuffel dringend nötig.

Warum?

>> -keine Ueberpruefung des Gesundheitszustandes der
>> Probanden/Schulpflichtigen

>Ärzte gibt's an jeder Straßenecke.

Viele Sportvereine verlangen einen Wich vom Arzt.

>> -unpassende Oertlichkeiten
>Was wäre passender als die Turnhalle und der Sportplatz?

Ordentlich temperierte Sporthalle.

>> -keine Sanitaeter dabei
>Und beim Chemieunterricht kein Feuerwehrmann.

Zumeist eh theoretisch, ausserdem ist eine Flucht normal ausreichend.

>> -Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn und
>> sollte parallel zu Wolkenkratzer-Jumping NUR Privatvergnuegen sein
>Wahnsinn? Wenn wir nicht alle nur zu Sesselsitzern und Autofahrern verkommen
>wollen, ist das kein Wahnsinn.

Zusammenhang?

>> -Gerat ist minderwertig und gefaehrlich

>Nach den Gesichtspunkten fiele auch der naturwissenschaftliche Unterricht
>flach.
>Wir müssen halt mit der Armut zurecht kommen, die wir nun mal haben.

Welche Armut?
Die kosten fuer Geraet sind Peanuts.

>> -Leistungswahl, existierende Tabellen gehen von Uebersportlern aus

>Das ist echter Unsinn. Im übrigen bekommt eigentlich fast nie ein schlechter
>Sportler, der sich anstrengt, eine Minderleistung.

Ja, aber nach den Tabellen muesste er 0 Punkte bekommen.


Christian Leber
--
ICQ: 13004455

Christian Leber

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
On 09 Jun 2000 20:08:00 +0200, use...@stefanwust.de (Stefan Wust)
wrote:

>Soetwas interessiert bei uns niemanden. Letztes Jahr hatten wir Sport
>freitags die letzten beiden Stunden, da "kann man sich ja über's
>Wochenende auskurieren"

Wich vom Artz auf dem steht, dass man Atemwegsprobleme hat, genuegt.

>>> Nur für Schüler, die ihre eigenen Grenzen nicht kennen oder
>>> unvorsichtig sind.
>> Oder die versuchen, die von ihren Sportlehrern gestellten
>> Erwartungen zu erfüllen, auch wenn sie eigentlich nicht dazu in der
>> Lage sind.

>Um nicht vor allen Mitschülern gedemütigt zu werden.

Aber man darf dabei niemals, auch wenn es diese Demuetigungen gibt,
vergessen:

"Es geht nicht nur um den Sport ansich, sondern auch um das

Gemeinschaftswesen und um die Soziale Kompetenz."
(Tobias Erle)

Ist doch fuer die soziale Gruppe ein tolles Gemeinschaftserlebnis, das
schweisst zusammen!

Robert Fuchs

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Moin Christoph

Christoph Sorge wrote:
>
> Sportunterricht ist als körperlicher Ausgleich ganz gewiß nicht
> geeignet.

Wieso nicht!?

> Er kann vielmehr noch für andere Probleme sorgen: Wenn man
> nämlich nach dem Sportunterricht vollkommen ausgelaugt ist, kann man
> sich in den darauf folgenden Stunden umso schlechter konzentrieren.
>

Bei mir (Sachsen, Gymnasium) hat man ab Klasse 8 fast nie nach dem
Sportunterricht noch irgendwelche anderen Fächer. Sportunterricht soll
ausserdem dazu dienen, zu lernen wie man sich körperlich fit hält.

Grüße Robert

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Christoph Sorge schrieb:

> geeignet. Er kann vielmehr noch für andere Probleme sorgen: Wenn man


> nämlich nach dem Sportunterricht vollkommen ausgelaugt ist, kann man
> sich in den darauf folgenden Stunden umso schlechter konzentrieren.

Bei uns ist der Sportunterricht immer am Ende eines Schultages, außerdem
sind selbst die schwächsten Mitschüler nicht durch den Sportunterricht
danach so ausgelaugt, dass sie nicht mehr beschulbar sind.

--
Erwerbsregel 63: Macht ohne Profit, ist wie ein Schiff ohne Antrieb

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan Wust schrieb:

> Mathe ist beleibe nicht mein Lieblingsfach, aber lieber sechs Stunden
> mehr Mathe als fünf Minuten länger Sport.

Warum?

> Und bevor man zusätzliche Sportstunden einführt, sollte man lieber mal
> Informatik anbieten. Oder noch besser: Alternativ Sport oder Informatik.

Von dieser Alternative halte ich nicht viel. Beides muss Pflicht sein.

> Die Trennungslinie zwischen den beiden Interessensgebieten ist
> erstaunlich scharf, Computerfreaks hassen Sport und Sportler können mit
> Computern zumeist nichts anfangen.

*gähn* Kann es sein, dass deine Meinung leicht veraltet ist? Oder beziehst
du das nur auf die Schule? Selbst wenn es stimmte, müsste ja dann das
gerade für beide Gruppen Pflicht sein.

> Informatik für die Zukunft mehr als nützlich ist, wird kaum jemand
> bestreiten wollen.

Computer ja, Informatik nicht unbedingt

--
Erwerbsregel 140: Die Antwort zu schnellem und einfachem Profit ist: kaufe
billig, verkaufe teuer

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Martin Schuette schrieb:

> >Vorbereitet sollte ein Lehrer schon sein. Wenn er Zeit braucht,
> >haetten die 15 Minuten auf jeden Fall erst mal zum Aufwaermen
> >genutzt werden koennen.
>
> Es lag ja nicht daran, dass er selbst keinen Plan hatte, sondern
> IIRC daran, dass er das erst mit seinen Schuelern absprechen musste.

Ja und? Ist das schlimm, wenn man den Unterricht mit den Schüler plant?

> Im Sportunterricht kann man das nicht, weil man aus
> einem unsportlichen Schueler keinen Athleten machen kann
> (erst recht nicht mit 2/3 Wochenstunden und gegen den
> Willen des Schuelers).

Stimmt, wenn der Schüler sich weigert, kann man nix machen, wenn er am
Sport teilnimmt, kann er wenigstens es versuchen, etwas mehr Ballfühlung
oder Teamgeist zu bekommen. Außerdem gibt es auch Sportarbeiten bei denen
mehr Wert auf das Abspielen gelegt wird. Wenn also am Teamgeist mangelt,
nimmt man halt eine entsprechende Sportart.

> Schulsport hingegen ist weder auf eine Sportart beschraenkt,
> noch ist es dort einfach moeglich jemanden individuell zu
> foerdern, noch haette man die noetige Zeit fuer sowas.

In gewissen Maßen ist das schon möglich, aber wer aber nicht damit
zufrieden ist, sollte nun mal wirklich in ein Sportverein gehen.

--
Erwerbsregel 15: Sich dumm zu stellen ist oft klug

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan Wust schrieb:

> Schulsport ist eh sowas von überflüssig -

Er ist nicht überflüssig.

> Etwas mehr Einsatz wenn ich bitten darf, hopp hopp :-)

Nein, das ist die Bundeswehr.

> > Ich empfehle jedem schon in niedrigeren Klassen mit einer
> > sorgfaeltig geplanten Krankengeschichte aus dem Sportunterricht
> > auszusteigen!
>

> Mein Plan für's nächste Jahr.

Huh, in welche Schule gehst du noch mal?

--
Erwerbsregel 153: Du kannst einen Fisch nicht einfach aus dem Wasser nehmen

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Christoph Sorge schrieb:

> Ich hatte erst dann ein bißchen Spaß an Sport, als es um absolut
> nichts mehr ging (da ich Sport nicht ins Abi einbrachte).

Ein sicherlich berechtigter Kritikpunkt. Ich könnte mir zB schon
vorstellen, dass man die sportlichen Leistungen nicht mehr in die Note
einbezieht und nur das Sozialverhalten benotet.

> Denn die Lockerheit (nicht zuletzt des Sportlehrers) sorgte für Motivation
> und letztendlich Spaß.

und was hat das mit der Benotung zu tun? Man kann auch mit Notendruck
locker sein, wenn man will.

> >Und da kommt der nächste und sagt: "Chemie...", oder "Kunst..." oder
> >"Musik...".
> Alles keine Fächer, in denen es auf körperliche Betätigung ankommt.

und deswegen ist Sport auch wichtig.

> >Schulsport, ein Minimum an körperlicher Betätigung, ist gerade für
> >Sportmuffel dringend nötig.

> Einmal pro Woche? Das soll was bringen?

Wir hatten anfangs 2x 90 Minuten pro Woche und haben öfters auch paar
Runden (vernüftig) gejoggt. Insgesamt hat es allen gut getan.

> Genau das ist das Problem. Zumindest das Gymnasium ist auf eine
> theoretische Ausbildung ausgelegt, und das ist auch sein Sinn.

Theorethische Ausbildung = Gymnasium ist schon längst vorbei. Ein heutiges
Gymnasium bereitet nicht nur aufs Studium vor.

> Ich bezweifle, daß es Sportkurse gibt, in denen niemand verletzt wird.
> Wenn zu uns an die Schule ein Krankenwagen kam, dann nie wegen
> Chemie-Unfällen...

und bei uns nie wegen falscher Sportanleitung, sondern wegen unvernüftiger
Mitschüler.

> Sport ist sehr gefährlich; was in der Schule gemacht wird, ist IMHO
> zum Teil wahnwitzig.

Du übertreibst.

> Es gibt genug Übungen, die im Fall eines Unfalls zu einem Genickbruch
> führen können.

Nein, dafür ist der Lehrer da und der ist auch darin geschult.


> IMHO gibt es deutlich mehr Sportverletzungen.

IMHO nur bei schlechter Aufwärmung. Nur so kann es eigentlich dazu kommen,
dass man sich Sehnenrisse oder ähnliches zu zieht.


> >Wahnsinn? Wenn wir nicht alle nur zu Sesselsitzern und Autofahrern
> >verkommen wollen, ist das kein Wahnsinn.

> Was ja auch sicher durch den Sportunterricht bewirkt wird...

Die Leute tun halt nichts in ihrer Freizeit und daher ist der Schulsport
als kostenloses Angebot auch gut.

> Fällt bei Euch etwa der Sportunterricht aus, wenn die Ozonwerte zu
> hoch sind?

Warum? In der Halle ist die Gefahr weniger und Boden-Ozon ist für normale
Schüler auch kein grosses Problem. Natürlich, wenn jemand Asthma oder
ähnliches hat, sollte man diesen Schüler nicht groß noch fordern.

> >Es sei denn, es geht um einen 5 km-Lauf bei 30°.
> Nicht nur dann.

Halte ich für übertrieben, ich kann mir solchen Sportunterricht nicht
vorstellen, wo man mit 30° im Schatten noch Läufe macht. Selbst beim
langsamen Rumkicke entwickelt sich da keine Lust. Außerdem gibt es Hallen.

> >Nach den Gesichtspunkten fiele auch der naturwissenschaftliche
> >Unterricht flach. Wir müssen halt mit der Armut zurecht kommen, die wir
> > nun mal haben.

> Stelle Dir hingegen vor, was passiert, wenn ein Schüler mit dem Kopf
> voraus vom Reck fällt...

Wenn du nicht gerade das "richtige" Reck meinst, gibt es wohl keine
Probleme, denn der Lehrer gibt ja sowieso Sicherheitsstellung und unten ist
eine Matte.

> >Nur für Schüler, die ihre eigenen Grenzen nicht kennen oder
> >unvorsichtig sind.
> Oder die versuchen, die von ihren Sportlehrern gestellten Erwartungen
> zu erfüllen, auch wenn sie eigentlich nicht dazu in der Lage sind.

Wenn jemand von der Brücke springen will, dann springt er. Gegen (dumme)
Unvorsicht kann man sich nicht schützen. Ein bisschen Menschenverstand
kann man von Oberschülern erwarten oder gehört ihr in den Kindergarten?

--
Erwerbsregel 114: Kleingedrucktes birgt großes Risiko für einen Käufer

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Bernd Fegers schrieb:

> Das ist aber nicht so einfach, sonst hätte ich das auch gemacht. :-)
> Man findet leider nicht an jeder Ecke einen Arzt, der einem wer weiß
> was attestiert.

Ich schon, trotzdem mache ich es nicht.

--
Erwerbsregel 56: Behalte den Profit im Auge; Frauen kommen später

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan Wust schrieb:

> Wer körperliche Betätigung sucht, soll sie bekommen. Wer hingegen keine
> will, sollte allerdings gleichwohl ein Recht drauf haben, davon befreit
> zu werden.

Gilt das auch für andere Fächer? Der eine will Chemie nicht, der andere hat
Probleme in Deutsch...

> Und das Argument mit Mathe/Chemie/Russisch rückwärts ist
> insofern fadenscheinig, als daß das Verletzungsrisiko bei geistiger


> Betätigung erwiesenermaßen eher gering ist.

Du kannst auch vom Stuhlfallen, kannst auf der Treppe hinfallen, kannst auf
nassem Boden ausrutschen...

> Davon abgesehen kommt man auch ohne Topleistungen im 1000m-Lauf recht gut
> durch's Leben.

Es geht darum nicht. Es geht, dass du zu diesem Zeitpunkt wenigstens etwas
Sport hast.

> auch ohne Kenntnisse der deutschen wie immer mehr auch der englischen
> Sprache, Bruchrechnen und zumindest minimale naturwissenschaftliche
> Kenntnisse der Fall ist, wage ich eher zu bezweifeln.

Kommt man auch durchs Leben, wenn man sich nicht blöd anstellt.

--
Erwerbsregel 101: Tue nie etwas, was ein Anderer für dich tun kann

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan Wust schrieb:

> > und dafür sollen andere Schüler leiden, nur weil du schlechte Lehrer
> > hast? Warum schaffst du nicht Mathe oder Geschichte ab, da gabs
> > bestimmt auch schon schlechte Lehrer...
>

> Vielleicht weil man Sport auch außerhalb der Schule an jeder Ecke auch
> noch viel besser betreiben kann.

Es gibt auch viele VHS-Kurse zu Mathe oder Deutsch.

> Darüber hinaus ist mir kein Schüler bekannt, der bei einer Abschaffung
> des Sportunterrichts "leiden" würde.

Wieviel Schüler kennst du?

> > Tja, ich bestimmt jetzt schon 8-10 Sportlehrer gehabt und alle waren
> > mehr- oder-weniger kompetent.
>

> Nullaussage. Wie du selbst zugibst: Du hattest gute und schlechte
> Sportlehrer.

Nein, alle waren gut, nur einige wirklich sehr gut, andere halt nur gut.

> Aber weder ein kompetenter noch ein stümperhafter
> Sportlehrer wird einen unsportlichen Schüler davon überzeugen können,
> daß ein 1000m- Lauf was gutes für ihn ist.

Ab-und-zu ist das sicherlich ganz gut, aber einen Cooper-Test halte ich
auch für nicht sinnvoll, wenn man im Sportunterricht darauf nicht trainiert
wird.

> >> (andere habe ich im Pflichtsport leider nie erfahren) ihrem
> >> Lehrauftrag nachzukommen, was ihre verdammt Pflicht gewesen waere.
> > Warum hast du das nicht bekanntgemacht? Z.B. per SV.
>
> "Hallo Welt, die Lehrer sind nicht pflichtbewußt!"

Was soll das heißen?

> Das Problem gibt es wohl seit Erfindung der Schule, die Öffentlichkeit
> weiß hinlänglich bescheid und eine Lösung über Nacht läßt sich auch
> kaum finden, da pflichtvergessene Lehrer sich wohl nicht so schnell
> wandeln.

Tja, seit Erfindung der Schule haben die Verwachsenen ihre alle schlechten
Erfahrungen über Lehrer der Schule zugeschrieben und glauben, nur weil sie
in der Schule paar Jahre waren, dass sie darüber alles wüßten und Experten
wäre. Wie beim TV-Fussball :)

> >> Beschwerden fuehrten dann i.d.R. zu einigen Extrarunden.
> > Strafarbeit sind verboten.
>

> Ich glaube nicht, daß das unter Strafarbeit fällt.

Es kommt auf den Zusammenhang an.

> > Bist du nicht durchsetzungsfähig?
>
> Was bringt's? Man erspart sich vielleicht die paar Runden, ist aber
> fürn Rest des Jahres beim Lehrer untendurch.

Ich hatte solche Lehrer noch nicht, wo man durch Beschwerden schlechter
zensiert wird. Aber ich würde mich dann zur nächsten Stelle über den Lehrer
wenden.

> > Bei mir ist genau anders rum. Mess-Ergebnisse spielen eine kleine
> > Rolle, sozialverhalten, Teamfähigkeit und so ist wichtiger.
>

> Für eine unsportliche Person eines so nützlich wie das andere.

Nein.

> Meßergebnisse bringen schlechte Noten und wie will man Teamfähigkeit
> benoten, wenn ein schlechter Sportler eh nie den Ball bekommt, weil er
> es in den Augen der anderen ja eh versieben wird?

Es ist die Aufgabe des Lehrers dann eine passende Sport auszusuchen, die
das verhindert. Außerdem kann ich mir solche kaputten Klassen nicht
vorstellen. Aber wenn man natürlich bei Ballspielen nur dumm rumsteht und
wenn der Ball kommt, schnell zu Seite geht, sind solche Reaktionen der
Mitspieler verständlich.

> In der sechsten Klasse gab's bei uns den von Frank
> angesprochenen sogenannten "differenzierten Sportunterricht", d.h.
> Sportunterricht nach Interesse des Schülers. Aus Knappheit an allem
> gab's jedoch nur Basketball und Volleyball, <ironie> beides meine
> allerliebsten Sportarten </ironie>.

Und? Was wolltest du? Taek-wan-do?

> Ich habe das geringere Übel Volleyball genommen, was ich - wie sich
> herausstellte - nicht so toll beherrschte. Zur Demütigung hat mich die
> Lehrerin dann immer von der Jungenmannschaft in die Damenmannschaft
> gesteckt, wo ich bei jedem verpatzten Ball das A-Loch war.

Daher kommen deine Aggressionen gegenüber dem Sportunterricht? Interessant.

Warum hast du dich nicht beschwert? Wenn du nix sagst, kann es der Lehrer
auch nicht wissen, was in dir vorgeht. Ist dir schon mal der Gedanke
gekommen, dass du auch mal nachmittags paar Ballübungen machen kannst, um
das zu verbessern?

In unserem Sportunterricht haben wir auch Leute, die nicht alles können und
schlecht sind. Na und. Wir machen aber vor einem Halbjahres-Schwerpunkt-
Sportart dann aber auch Übungen, die die Geschicklichkeit in dieser
Sportart fördern und trainieren.

> Ich hab' mich in der Situation insofern zurechtgefunden, als daß ich nach
> jeder Sportstunde geheult hab'.

Dein Problem.

> Es ist schier unmöglich, sich in einer fortwährenden Demütigung
> zurechtzufinden. Das geht einfach nicht.

Tja, aber was verändern wolltest du auch nicht. Bist du dann zu einem
Sportverein gegangen (wie du es so schön vorgeschlagen hast), um wenigstens
deine Leistungen etwas zu verbessern?

> Es kann keine Gemeinschaft geben.

Doch.

> gebildet, was ja auch prinzipiell gut ist. Allerdings nimmt dann jeder
> seine Freunde - meistens Sportskanonen - und am Schluß bleibt eben eine
> Handvoll Unsportler stehen.

Auch wenn das nicht schön ist (ich bin selber zu dick und kenne das Gefühl
*g*), du kannst den anderen da keinen Vorwurf machen. Das Ziel des Spiels
ist ja erstmal zu gewinnen und mit einer Mannschaft voll Losern gewinnt man
schwer, wenn auf der anderen Seite die Winner stehen.

Sieh es doch mal positiv. Wenigstens spielst du so nicht in einer
schlechten Mannschaft, sondern in einer gemischten Mannschaft.


> dann auch noch Kommentare wie "Du machst Eckfahne", "Egal was passiert,
> bleib immer 100m vom Ball weg" oder "Kann man die nicht gleich
> heimschicken" kommen, ist man natürlich unglaublich motiviert.

Hast du daher dein Sportunterricht-Drauma?

> keinen Ball. Und soetwas kann keinen Spaß machen. Wenn's um Noten geht,
> will jeder gut sein, da geht man schon mal über Leichen. Und das sind
> in diesem Fall die unsportlichen.

Tja, wenn man schlechte Lehrer hat, passiert das nun mal. Wie gesagt, du
musst auch mal was sagen, nicht nur dem Lehrer. Ich sprach nicht umsonst
von Durchsetzungsfähigkeit und sozialer Kompetenz.

> >> Kinder maht man sich natuerlich Gedanken, ob der Schulsport
> >> ausreichend individuelle Foerderung bietet (bieten kann)

> > Der Sportunterricht ist nicht dafür da, einem Schüler eine
> > Sportkarriere anzubieten. Wer das will, muss in Sportvereine gehen.
>

> Zu was ist er dann da?

Das habe ich ja schon geschrieben. Leidest du an Gedächtnisschwund?

--
Erwerbsregel 58: Freundschaft ist selten billig

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan Wust schrieb:

> Am lustigsten finde ich immer Reck- und Barrenturnen.

Zugegeben, aufgrund meiner Größe und meines Gewichts bin ich nicht das As
beim Turnen, trotzdem schafft man fast alle Übung, wenn man sich
zusammenreißt und nicht vorher (sich selbst) aufgibt.

Außerdem finde Reck/Barren etwas zu altmodisch. Das macht man doch genug in
der Grundschule. Ich finde es besser, wenn man den Leuten Trainings-
einheiten zu den Sportarten gibt und davor noch Wert auf Aufwärmung,
Konditionsmöglichkeiten, Gymnastik und andere wichtige Sachen legt. Barren/
Reck ist eher unwichtig.

> dünn sind, daß sie fast nur eine Seite haben. Man ist halt nicht gleich
> tot, sondern nur ein Krüppel.

Blabla.

> einer Kollegin...). Hätte den an den Ringen hängenden Schüler die Kraft
> verlassen oder der andere hätte ihn zu schnell runtergelassen, er wäre
> tot gewesen.

Bezweifel ich zwar, aber was kann der Sportlehrer dafür? Muss ein
Sportlehrer ein wie Kleinkinder bewachen? Habt ihr außer Scheiße nichts im
Hirn? Warum beschwert ihr euch dann noch?


> Den fand ich auch gut. Zu langsam heißt sechs. Nur weil ich mitgerannt
> bin, gibt's keinen Bonus.

Gäbe es bei uns nicht. Aber anscheinend sind noch einige Bundesländer in
der Steinzeit der Pädagogie.

> > Oder die versuchen, die von ihren Sportlehrern gestellten
> > Erwartungen zu erfüllen, auch wenn sie eigentlich nicht dazu in der
> > Lage sind.
>

> Um nicht vor allen Mitschülern gedemütigt zu werden.

Bricht dein Trauma wieder vor?

--
Erwerbsregel 141: Wettbewerb und Fairness schließen sich gegenseitig aus.

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan Wust schrieb:

> Übrigens: Das Gerücht, daß allein der Versuch zählt und Einsatz
> honoriert wird, kann ich mit Beispielen aus eigener Erfahrung
> widerlegen.

Ich nicht. Selbst den unsportlichsten kann man bei uns "nur" eine 4 geben.
Ausführungsvorschriftlich bedingt.


> Die Schule hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Der besteht darin,
> breitgefächertes Wissen über alle Themenbereiche hinweg zu vermitteln.

Schön, dass du es einsiehst. Sport gehört zu "allen Themenbereichen".

> >> -mangelhafte Ausbildung
> > Sport ist das einzige Fach, wo es kaum um theoretische Ausbildung,
> > sondern fast nur um praktische Ausübung geht.
>
> Dann turne mal ohne theoretische Vorbildung am Reck oder Barren.

Um am Reck paar Rollen zu machen, brauche ich nicht Sport zu studieren.

> Schlimmstenfalls macht's der Sportlehrer einmal vor, dann heißt's
> nachmachen, er gibt irgendeinen praktischen Ratschlag (Arme steifer,
> Brust höher, Scheitel gerader) und dann gibt's Noten. Eine ausgekugelte
> Schulter ist meistens Minimum...

Quatsch, bei uns wird das sehr oft geübt und Leute die das nicht können,
bekommen halt ne 4 oder 5 und können dann bei anderen Sachen gute Noten
holen.

Du allerdings recht, dass in den niedrigen Klassen zuviel auf Turnen Wert
gelegt. Das sollte geändert werden.


> Sportlehrer bei jeder Runde mangelnden Willen (auf die Idee, daß es in
> der hintersten Ecke dieses Landes auch noch ein paar Schüler geben
> könnte, für die ein Langstreckenlauf nicht wie Weihnachten ist, kommen
> nur die wenigsten) und am Schluß darf man sich von denen, die
> durchgehalten haben, auch noch Beleidigungen anhören.

Wir haben verstanden, dass du da früher Probleme hattest, nur sollten diese
nicht deine Objektivität zu stark beeinflussen. Kommt halt schlecht rüber.

> Wenn ich in einen Betrieb gehe, werde ich durchgecheckt, ob ich für die
> Arbeit tauglich bin.

Nein, nicht immer und auch nicht auf alle Sachen, sondern nur auf vorge-
schriebene Tests. Aber grundsätzlich wäre das nicht schlecht, Kinder auf
ihre Sportlichkeit zu überprüfen. Wird IIRC auch beim Schwimmunterricht so
vorgeschrieben.

> Wenn ich eine Versicherung abschließe, werde ich durchgecheckt.

Ich nicht.

> Aber für'n Schulsport soll ich selbst zum Arzt gehen und
> mich auf Löcher in der Herzscheidewand, labile Lungen oder einen
> schwachen Kreislauf untersuchen lassen?

Als ob alleine beim Sportunterricht damit was passieren kann. Solche Sachen
sind auch beim gewöhnlichen Leben gefährlich.

BTW: Ich hatte in der Grundschule einen Mitschüler mit einem Loch in der
Herzwand. Er durfte genauso Sport mitmachen wie die anderen, er war
sogar richtiger Sportler, IIRC Deutscher Meister im Trampolinspringen.
Er lebt heute noch ohne Probleme. Soviel dazu.


> dann übt er fünf Minuten Kugelstoßen auf der Außenanlage um hinterher
> Barrenturnen innen zu üben. Und wer Lust hat, darf hinterher noch raus,
> Fußball spielen...

Aha, schon wieder deine schlechten Erfahrungen. Soll man wegen deinen
schlechten Erfahrungen jetzt auf andere übertragen?

[ ] ja
[ ] nein
[ ] weiß nicht.

> >> -keine Sanitaeter dabei
> > Und beim Chemieunterricht kein Feuerwehrmann.
>

> Im Chemieunterricht hängt ein Feuerlöscher, der Lehrer hat Ahnung, was
> bei dem und dem möglichen Unfall zu tun ist.

LOL - das ist beim Sportlehrer genauso.

> Des Sportlehrers einzige Waffe im Notfall ist bei uns hingegen ein
> alter Eisbeutel, dessen Blütezeit noch weit vor unserer Geburt lag.

Und? Funktioniert hat er wohl und für eine Prellung muss man nicht gleich
den Notarzt holen. Jeder Sportlehrer kann erste Hilfe und ist ausgebildet,
die typischen Sport-Verletzungen zu erkennen und dann die entsprechende
Hilfe einzuleiten. Das ist genauso in Betrieben. Nennt sich da Ersthelfer.


> Äh ja, Generalisierungen sind was tolles.

Schulärzte sind nun mal meist in der Nähe der Schule mit gutem Grund. Das
war/ist an allen 4 Schulen, die ich besucht habe/besuche so.

> Es gibt durchaus Sportunterricht an Orten, da ist der nächste Arzt zwei
> Stunden Fußmarsch entfernt (und manchmal sogar das nächste Telefon...)

Und? Vielleicht sind es 10 Schulen in Deutschland von 40.000 Schulen.

> nötig ist. Und das scheint nicht immer der Fall zu sein.

Welche Kompetenz hast du um das zu beurteilen? Bist du Medizin-Student
zufällig?

> So wurde z.B. bei uns vor kurzem ein Schüler mit einem Fußball
> angeschossen und klagte daraufhin über ein Stechen im Bauch. Der Lehrer
> meinte, das vergehe wieder und gestattete es dem Schüler nicht, zum Arzt
> zu gehen.
> Das durfte er erst, als er während eines 1000m-Laufes plötzlich nicht
> mehr stehen konnte. Mit drei gebrochenen Rippen ist das auch durchaus
> verständlich...

Tja, dumm gelaufen, aber nicht immer kann man solche Sachen auf Anhieb
sehen. Dass der Schüler aber nicht zum Arzt gebracht wurde und dann noch
Laufen musste, halte ich für falsch.

> Der Cooper-Test ist ja eh schon das gemeinste, was es gibt (für alle,
> die es nicht wissen: 12 Minuten rennen auf Teufel komm raus).

Selbst ich als Übergewichtiger hab 8 oder 7 Runden geschafft. Mit
Vorbereitungszeit, zB 5-7 Sportstunden mit mäßigem Lauftraining kann man
das schaffen. Natürlich nicht aus dem Stand.

> Ein Sportlehrer zwang uns allerdings, das bei 30° zu machen - mit
> Medizinbällen unterm Arm!

Das ist sicherlich falsch und dagegen muss man sich als Schüler dann auch
wehren und nicht alles einfach so hinnehmen.

> Das das beim besten Willen nicht mehr gesund ist, sondern schon
> Körperverletzung darstellt, ließ er nicht gelten. Als wir uns weigerten,
> ist er zwar ausgerastet, aber so ein Kollektivanschiß stärkt ja das
> Gemeinschaftsgefühl...

Wenn du meinst, es sei Körperverletzung, kannst du natürlich die
Staatsanwaltschaft bzw deinen Rektor einschalten. KV im Amt ist AFAIK ein
Delikt, bei dem die StA ermitteln muss.

> Und dabei dürfen sich schonmal ein paar Schüler den Finger/den Arm/das
> Bein/das Genick brechen.

Du übertreibst. Ich sicher sehr unsportlich, was Turnen am Barren/Reck
angeht, trotzdem hab ich mir nie etwas gebrochen.

> dürfen, ist das meistens harmlos. Beim Sportunterricht ist jeder auf
> sich alleine gestellt.

Sicherheitsstellung? Schon mal was gehört davon?

> Und einwe Reckstange ohne Magnesium, an der schon zuvor 20 schwitzende
> Schüler übten, garantiert leider nicht immer festen Halt, was einige
> schon schmerzhaft erfahren mußten.

Hast recht, nicht optimal. Da muss sich halt durchsetzen beim Lehrer.

> sowas nicht passiert, gibt's ja immer zwei Schüler als Hilfestellung.
> Nur haben die dummerweise nie Ahnung, was sie tun müssen und reißen
> einem eher den Arm vom Barren anstatt daß sie einen helfen.

Du darfst verlangen, dass der Lehrer diese bei dir macht.

> ROTFL! Gegenbeispiel Schwimmunterricht: Wir haben zwei in unserer
> Klasse, die konnten schwimmen, noch bevor sie aufrecht stehen konnten.

Jedes Baby kann schwimmen. Das ist naturbedingt so.

> unerreichbar. Der Grund dafür: Im Ministerium machen ein paar
> Bürohengste die Tabellen, der 100m- Weltrekord im Sprint liegt bei
> 9,84s, gerundet 10 plus nochmal eine Sekunde macht 11s. Und das ist
> dann die 1... Vermutlich wäre man damit gleichzeitig deutscher
> Meister...

Nein, bist dann noch nicht. Ich teile allerdings deine Meinung, dass manche/
viele Tabellen zu hart sind.

> Oder vom Sportlehrer derart unter Druck gesetzt wird, daß man bewußt
> über seine eigenen Grenzen geht.

Siehe Körperverletzung im Amt.

--
Erwerbsregel 185: Erziehe deinen Sohn so, wie es dein Vater bei dir
gemacht hat

Tobias Erle

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to

Stefan Wust schrieb:

> >> Wenn ich noch laenger an der Schule waere wuerde ich aus
> >> gesundheitlichen Gruenden nichtmehr teilnehmen.
> > Tja, da hast du wohl sehr starke psychologische Probleme.
>
> Wenn man nicht bereit ist, seine Gesundheit für zweifelhafte Ideale zu
> riskieren, ist das ein psychologisches Problem? Interessante These.

Nein, aber deine Erfahrungen aus dem Sportunterricht haben wohl Schäden bei
dir hinterlassen.


> >> -mangelhafte Ausbildung
> > Der Lehrer? Wohl kaum.
>

> Alles hochqualifizierte Leute, jaja. Wenn du mal eine Desillusionierung
> brauchst, komm mal zu mir an meine Schule.

Wo seid ihr? Im Osten?


> > Bei Hinweisen wird der Schuarzt eingeschaltet. Wer gesundheitliche
> > Probleme hat, muss das schon sagen.
>

> Das wäre mir auch neu. Wir haben hier genug Lehrer, die glauben einem
> nicht mal ärztliche Atteste.

Tja, dann geht ihr zum Schulleiter.

> weil ich Heuschnupfen hab'. Dummerweise hatte ich das nicht in
> schriftlicher Ausfertigung, vom Bundeskanzler beglaubigt, vom Papst
> abgesegnet. Erst, als ich nicht mehr aufrecht gehen konnte, hatte er
> Erbarmen.

Gegen deine Blödheit kann man nichts machen, mach deinen Allergie-Test
beim HNO und schon hast du Ruhe. Ist das so schwer?

BTW: Ich habe auch viele ziemlich starke Allergien, eigentlich gegen alles
an Bäumen und Gräsern, was hier so wächst. Trotzdem habe ich
freiwillig teilgenommen und hab beim Cooper-Test 8 oder 7 Runden
geschafft. Du siehst also, es geht. Aber selbst wenn es bei dir
schlimmer sein sollte, brauchst du dir nur ein Sport-Attest holen.


> > Außerdem sind die meisten Übungen bei Leicht- athletik und Turnen
> > auch wie nicht so sportlich geeignete machbar.
>

> Ich nehme an, du bist ein eher sportlicher Typ,

ROTFL - ich bin *genau das Gegenteil*, zu fett, untrainiert, keine
Ausdauer, mit Basketball kann ich nichts anfangen, trotzdem finde ich den
Schulsport
gut und wichtig.

> Denn um die Qual, die ein Unsportlicher beim Sportunterricht hat, muß man
> mal bei einem Lauf mit weitem Abstand letzter gewesen sein, beim Weitwurf
> nicht mal 25% so weit wie der Beste gekommen sein, beim Hochsprung mal
> nicht die Eingangshöhe gepackt haben.

Kenne ich alles, trotzdem finde ich den Schulsport gut.


> >> -nicht gut genug Ausgebildete Lehrer
> > Glaub ich nicht. Das Problem sind doch eher Lehrer, die den gelernten
> > Stoff nicht anwenden.
>
> Gelernter Stoff und Anwendung sind grundverschieden.

Ja, das ist leider so.

> Theorie ist gut, schön und fein, nur klappt sie in 99% der Fälle nicht.

Du übertreibst.

> Und wenn's halt mal nicht so läuft, wie auf dem Schaubild, sind die
> meisten oberschlauen Lehrer plötzlich ziemlich ratlos.

Dann müssen wir wohl ganz verschiedene Lehrertypen haben.

> >> -kein Artz in der Schule
> > Ist ja auch kein Krankenhaus. Jeder Sportlehrer kann/muss Erste
> > Hilfe können.
>

> Dummerweise beschränkt sich Erste Hilfe nicht nur auf
> Eisbeutelauflegen. Und mehr können die meisten nicht.

Doch, aber vielleicht ist es nicht notwendig oder sie rufen gleich
ärztliche Hilfe?

> >> -Sport im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung ist Wahnsinn

> > Es gibt Hallen und auch sanften Unterricht draußen.
>

> Und Sportlehrer, die meinen, wenn es einmal schön ist, muß man das
> ausnutzen und die ganze Außensaison in anderthalb Stunden rumbringen.

Freiluft ist sicherlich besser als in der Halle vergammeln, ohne Zweifel,
aber muss das vernüftig dosieren. Tut mir leid, dass deine Lehrer das nicht
gemacht haben sollen.

> >> sollte parallel zu Wolkenkratzer Jumping NUR Privatvergnuegen sein
> > Was soll das?
>

> Er will damit sagen, daß wenn sich jemand in gesundheitliche Gefahr
> (= Sport)

s/Sport/Leben/

> >> -Gerat ist minderwertig und gefaehrlich

> > Was meinst du damit? Sind eure Barren kaputt? Selbst im Land Berlin,
> > das ja bekanntlich pleite ist, gibt es genügend Geräte und Bälle.
>

> Bei uns in Bayern erfreuen sich die Barren eines vorzüglichen Zustands.

Hört sich positiv an. :)

> Nichtsdestotrotz gibt es auch an den Top-Geräten regelmäßig schwere
> Verletzungen. Barren sind per se gefährlich und nur für eine Note seh'
> ich nicht ein, daß ich sprichwörtlich meinen Hals riskiere.

Dazu hab ich ja schon etwas geschrieben ;)

--
Erwerbsregel 99: Traue nie einem weisen Mann

Christoph Sorge

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Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 11:03:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Ich hatte erst dann ein bißchen Spaß an Sport, als es um absolut
>>nichts mehr ging (da ich Sport nicht ins Abi einbrachte).
>
>Ein sicherlich berechtigter Kritikpunkt. Ich könnte mir zB schon
>vorstellen, dass man die sportlichen Leistungen nicht mehr in die Note
>einbezieht und nur das Sozialverhalten benotet.
Das Sozialverhalten im Sportunterricht zu benoten, stelle ich mir sehr
schwierig vor. Sinnvoller wäre es, gar keine Note zu vergeben.

>>Denn die Lockerheit (nicht zuletzt des Sportlehrers) sorgte für Motivation
>>und letztendlich Spaß.
>
>und was hat das mit der Benotung zu tun? Man kann auch mit Notendruck
>locker sein, wenn man will.

Nicht, wenn einem die Noten wichtig sind und man selbst unsportlich
ist. Aber die Lockerheit hing nicht nur am weggefallenen Notendruck
(ich hätte natürlich immer noch gerne eine gute Note gehabt), sondern
vor allem am Lehrer.

>>>Und da kommt der nächste und sagt: "Chemie...", oder "Kunst..." oder
>>>"Musik...".
>>Alles keine Fächer, in denen es auf körperliche Betätigung ankommt.
>
>und deswegen ist Sport auch wichtig.

Sport - okay. Aber Sportunterricht?

>>Einmal pro Woche? Das soll was bringen?
>
>Wir hatten anfangs 2x 90 Minuten pro Woche und haben öfters auch paar
>Runden (vernüftig) gejoggt. Insgesamt hat es allen gut getan.

Zweimal pro Woche bringt es vielleicht mehr, nimmt aber anderen,
wichitgen Fächern die Wohenstunden weg.

>>Genau das ist das Problem. Zumindest das Gymnasium ist auf eine
>>theoretische Ausbildung ausgelegt, und das ist auch sein Sinn.
>
>Theorethische Ausbildung = Gymnasium ist schon längst vorbei. Ein heutiges
>Gymnasium bereitet nicht nur aufs Studium vor.

Die Vorbereitung auf das Studium ist aber seine Aufgabe.

>>Ich bezweifle, daß es Sportkurse gibt, in denen niemand verletzt wird.
>>Wenn zu uns an die Schule ein Krankenwagen kam, dann nie wegen
>>Chemie-Unfällen...
>
>und bei uns nie wegen falscher Sportanleitung, sondern wegen unvernüftiger
>Mitschüler.

Nicht wegen der Sprtanleitung, sondern weil Sport an sich nun einmal
gefährlich ist und selbst vernünftige Schüler sich verletzen - oder
auch durch unvernünftige Mitschüler verletzt werden.

>>Sport ist sehr gefährlich; was in der Schule gemacht wird, ist IMHO
>>zum Teil wahnwitzig.
>
>Du übertreibst.

Nein, ich schrieb "zum Teil".

>>Es gibt genug Übungen, die im Fall eines Unfalls zu einem Genickbruch
>>führen können.
>
>Nein, dafür ist der Lehrer da und der ist auch darin geschult.

Wenn Du kopfüber am Reck oder an einem Seil kurz unter der Hallendecke
hängst und dann herunterfällst, kann auch der bestgeschulte Lehrer
nicht mehr helfen.

>>IMHO gibt es deutlich mehr Sportverletzungen.
>
>IMHO nur bei schlechter Aufwärmung. Nur so kann es eigentlich dazu kommen,
>dass man sich Sehnenrisse oder ähnliches zu zieht.

Oder man knickt durch eine ungeschickte Bewegung um, bricht sich die
Finger beim Versuch, einen Ball zu fangen, fliegt beim Versuch, einen
Ball zu stoppen, auf die Schnauze,...

>>>Wahnsinn? Wenn wir nicht alle nur zu Sesselsitzern und Autofahrern
>>>verkommen wollen, ist das kein Wahnsinn.
>>Was ja auch sicher durch den Sportunterricht bewirkt wird...
>
>Die Leute tun halt nichts in ihrer Freizeit und daher ist der Schulsport
>als kostenloses Angebot auch gut.

Wer keinen Spaß am Sport findet, der wird dann nach Ende der
Schullaufbahn auch sicher weiterhin keinen Sport in der Freizeit
betreiben.

>>Fällt bei Euch etwa der Sportunterricht aus, wenn die Ozonwerte zu
>>hoch sind?
>
>Warum? In der Halle ist die Gefahr weniger

Dafür bekommt man da keine Luft, weil so eine Sporthalle sich im
Sommer unheimlich aufheizt...

>und Boden-Ozon ist für normale
>Schüler auch kein grosses Problem. Natürlich, wenn jemand Asthma oder
>ähnliches hat, sollte man diesen Schüler nicht groß noch fordern.

Wenn es kein großes Problem ist, wieso wird dann im Radio gewarnt, und
zwar schon bei deutlich geringeren Werten, als wir sie im Sommer oft
haben?

>>>Es sei denn, es geht um einen 5 km-Lauf bei 30°.
>>Nicht nur dann.
>
>Halte ich für übertrieben, ich kann mir solchen Sportunterricht nicht
>vorstellen, wo man mit 30° im Schatten noch Läufe macht.

Egal, was man macht - es ist nicht sinnvoll. Es sei denn, man geht ein
Eis essen ;-)

>Selbst beim
>langsamen Rumkicke entwickelt sich da keine Lust. Außerdem gibt es Hallen.

... in denen es dann natürlich angenehm kühl ist ;-)

>>Stelle Dir hingegen vor, was passiert, wenn ein Schüler mit dem Kopf
>>voraus vom Reck fällt...
>
>Wenn du nicht gerade das "richtige" Reck meinst, gibt es wohl keine
>Probleme, denn der Lehrer gibt ja sowieso Sicherheitsstellung und unten ist
>eine Matte.

Wenn man Glück hat, steht der Lehrer daneben. Aber was soll er machen,
wenn man herunterfällt?
Die Matten sind ein Witz. 3 cm Schaumstoff sollen meinen Kopf retten?

>>Oder die versuchen, die von ihren Sportlehrern gestellten Erwartungen
>>zu erfüllen, auch wenn sie eigentlich nicht dazu in der Lage sind.
>

>Wenn jemand von der Brücke springen will, dann springt er. Gegen (dumme)
>Unvorsicht kann man sich nicht schützen. Ein bisschen Menschenverstand
>kann man von Oberschülern erwarten oder gehört ihr in den Kindergarten?

Es geht ja nicht nur um Oberstufenschüler, sondern auch um jüngere.
Und ehrgeizige ältere...

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 11:16:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>Zugegeben, aufgrund meiner Größe und meines Gewichts bin ich nicht das As
>beim Turnen, trotzdem schafft man fast alle Übung, wenn man sich
>zusammenreißt und nicht vorher (sich selbst) aufgibt.
... oder sich vorher überlegt, was dabei alles passieren kann.

>Außerdem finde Reck/Barren etwas zu altmodisch. Das macht man doch genug in
>der Grundschule.

Ack.

>Ich finde es besser, wenn man den Leuten Trainings-
>einheiten zu den Sportarten gibt und davor noch Wert auf Aufwärmung,
>Konditionsmöglichkeiten, Gymnastik und andere wichtige Sachen legt. Barren/
>Reck ist eher unwichtig.

Zu welchen Sportarten?

>>dünn sind, daß sie fast nur eine Seite haben. Man ist halt nicht gleich
>>tot, sondern nur ein Krüppel.
>
>Blabla.

Hä?

>>einer Kollegin...). Hätte den an den Ringen hängenden Schüler die Kraft
>>verlassen oder der andere hätte ihn zu schnell runtergelassen, er wäre
>>tot gewesen.
>
>Bezweifel ich zwar, aber was kann der Sportlehrer dafür? Muss ein
>Sportlehrer ein wie Kleinkinder bewachen? Habt ihr außer Scheiße nichts im
>Hirn? Warum beschwert ihr euch dann noch?

Viele Unfälle können auch Schüle in Mitleidenschaft ziehen, die sich
völlig korrekt verhalten haben. Es ist Aufgabe des Lehrers, das zu
verhindern.


Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 10:39:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Vielleicht weil man Sport auch außerhalb der Schule an jeder Ecke auch
>>noch viel besser betreiben kann.
>
>Es gibt auch viele VHS-Kurse zu Mathe oder Deutsch.
Die aber sicher nicht besser sind als der Schulunterricht.

>Tja, seit Erfindung der Schule haben die Verwachsenen ihre alle schlechten
>Erfahrungen über Lehrer der Schule zugeschrieben und glauben, nur weil sie
>in der Schule paar Jahre waren, dass sie darüber alles wüßten und Experten
>wäre. Wie beim TV-Fussball :)

Ack.

>>Was bringt's? Man erspart sich vielleicht die paar Runden, ist aber
>>fürn Rest des Jahres beim Lehrer untendurch.
>
>Ich hatte solche Lehrer noch nicht, wo man durch Beschwerden schlechter
>zensiert wird. Aber ich würde mich dann zur nächsten Stelle über den Lehrer
>wenden.

Das Selbstbewußtsein mag man als Oberstufenschüler haben, aber in der
Mittelstufe?

>Es ist die Aufgabe des Lehrers dann eine passende Sport auszusuchen, die
>das verhindert. Außerdem kann ich mir solche kaputten Klassen nicht
>vorstellen. Aber wenn man natürlich bei Ballspielen nur dumm rumsteht und
>wenn der Ball kommt, schnell zu Seite geht, sind solche Reaktionen der
>Mitspieler verständlich.

Vielleicht steht man nur deshalb dumm rum, weil man die Erfahrung
gemacht hat, daß einem ein einmal angenommener Ball gleich wieder
abgenommen wird, weil die anderen Mitspieler einfach deutlich besser
sind? Da ist es schon sinnvoller, homogene Mannschaften zu bilden -
wenn alle gleich schlecht sind, hat niemand das Gefühl, er schade der
Mannschaft, wenn er den Ball annimmt.

>Warum hast du dich nicht beschwert? Wenn du nix sagst, kann es der Lehrer
>auch nicht wissen, was in dir vorgeht. Ist dir schon mal der Gedanke
>gekommen, dass du auch mal nachmittags paar Ballübungen machen kannst, um
>das zu verbessern?

Um als schwacher Schüler im Sportunterricht auf ein ordentliches
Niveau zu kommen, muß man sehr viel mehr Zeit investieren, als es in
jedem anderen Fach der Fall wäre.

>In unserem Sportunterricht haben wir auch Leute, die nicht alles können und
>schlecht sind. Na und. Wir machen aber vor einem Halbjahres-Schwerpunkt-
>Sportart dann aber auch Übungen, die die Geschicklichkeit in dieser
>Sportart fördern und trainieren.

Haben wir auch immer gemacht, hat nicht viel gebracht.

>Tja, aber was verändern wolltest du auch nicht. Bist du dann zu einem
>Sportverein gegangen (wie du es so schön vorgeschlagen hast), um wenigstens
>deine Leistungen etwas zu verbessern?

Wieso sollte man das tun, wenn einem der ganze Spaß daran genommen
wird?

>Auch wenn das nicht schön ist (ich bin selber zu dick und kenne das Gefühl
>*g*), du kannst den anderen da keinen Vorwurf machen. Das Ziel des Spiels
>ist ja erstmal zu gewinnen und mit einer Mannschaft voll Losern gewinnt man
>schwer, wenn auf der anderen Seite die Winner stehen.

Genau da liegt das Problem.

>Sieh es doch mal positiv. Wenigstens spielst du so nicht in einer
>schlechten Mannschaft, sondern in einer gemischten Mannschaft.

s.o. In einer schlechten Mannschaft lohnt es sich wenigstens, wenn man
sich engagiert.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 11:09:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Wer körperliche Betätigung sucht, soll sie bekommen. Wer hingegen keine
>>will, sollte allerdings gleichwohl ein Recht drauf haben, davon befreit
>>zu werden.
>
>Gilt das auch für andere Fächer? Der eine will Chemie nicht, der andere hat
>Probleme in Deutsch...
Die anderen Fächer gehören größtenteils zum Aufgabenbereich der Schule
(im weitesten Sinn: Bildung zu vermitteln). Sport nicht.

>>Und das Argument mit Mathe/Chemie/Russisch rückwärts ist
>>insofern fadenscheinig, als daß das Verletzungsrisiko bei geistiger
>>Betätigung erwiesenermaßen eher gering ist.
>
>Du kannst auch vom Stuhlfallen, kannst auf der Treppe hinfallen, kannst auf
>nassem Boden ausrutschen...

Das gehört zum allgemeinen Lebensrisiko und läßt sich nicht vermeiden.
Die Gefahr im Sportunterricht ist erheblich höher.

>>Davon abgesehen kommt man auch ohne Topleistungen im 1000m-Lauf recht gut
>>durch's Leben.
>
>Es geht darum nicht. Es geht, dass du zu diesem Zeitpunkt wenigstens etwas
>Sport hast.

Wenn es darum geht, braucht man in Sport keine Noten, sondern
allenfalls eine Anwesenheitsverpflichtung.

>>auch ohne Kenntnisse der deutschen wie immer mehr auch der englischen
>>Sprache, Bruchrechnen und zumindest minimale naturwissenschaftliche
>>Kenntnisse der Fall ist, wage ich eher zu bezweifeln.
>
>Kommt man auch durchs Leben, wenn man sich nicht blöd anstellt.

Aber als was? Fensterputzer?

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 10:15:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>Stimmt, wenn der Schüler sich weigert, kann man nix machen, wenn er am

>Sport teilnimmt, kann er wenigstens es versuchen, etwas mehr Ballfühlung
>oder Teamgeist zu bekommen. Außerdem gibt es auch Sportarbeiten bei denen
>mehr Wert auf das Abspielen gelegt wird. Wenn also am Teamgeist mangelt,
>nimmt man halt eine entsprechende Sportart.

In keiner Sportart gewinnt man etwas dadurch, daß man den Ball an
einen schwachen Sportler abgibt.


Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am Sat, 10 Jun 2000 11:05:07 +0200 schrieb Robert Fuchs
<Fuch...@t-online.de> :

>>Sportunterricht ist als körperlicher Ausgleich ganz gewiß nicht
>>geeignet.
>
>Wieso nicht!?
Weil die oft geforderten hohen Leistungen nur eine zusätzliche
Anstrengung darstellen und Zwangssport eher dau führt, daß man in der
Freizeit umso weniger Sport macht.

>Bei mir (Sachsen, Gymnasium) hat man ab Klasse 8 fast nie nach dem
>Sportunterricht noch irgendwelche anderen Fächer.

Wie gesagt: Das ist organisatorisch schon kaum machbar.

>Sportunterricht soll
>ausserdem dazu dienen, zu lernen wie man sich körperlich fit hält.

Soll.

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 02:45:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>geeignet. Er kann vielmehr noch für andere Probleme sorgen: Wenn man
>>nämlich nach dem Sportunterricht vollkommen ausgelaugt ist, kann man
>>sich in den darauf folgenden Stunden umso schlechter konzentrieren.
>
>Bei uns ist der Sportunterricht immer am Ende eines Schultages,
Das kann man aber rein organisatorisch nicht immer so machen. Denn die
Sportlehrer können ja nicht alle in den ersten Schulstunden frei haben
und dann in den letzten Stunden jeweils drei Klassen gleichzeitig
unterrichten. Ich hatte zeitweise sogar LKs nach Sport...

>außerdem
>sind selbst die schwächsten Mitschüler nicht durch den Sportunterricht
>danach so ausgelaugt, dass sie nicht mehr beschulbar sind.

Nach 12-Minuten-Lauf, Sprints und Weitsprung bei hohen
Außentemperaturen läßt auch bei den sportlichsten Schülern die
Konzentration nach.

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 09 Jun 2000 22:44:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Wieso sollte jemand wg. mir leider?
>
>Weil du (oder jemandanders) dich für die Abschaffung des (Zwangs-)Sport-
>unterrichts aus reinen persönlichen Gründen eingesetzt hast.
Abschaffung des Zwangs-Sportunterrichts soll Leiden verursachen?

>>Ich habe nur von meinen Erfahrungen mit Sportlehrern berichtet.
>
>und andere haben positivere Erfahrungen gemacht.

Ich habe auch positive Erfahrungen gemacht und halte Sportunterricht
in der heutigen Form trotzdem für falsch.

>>Ich bin mir nicht sicher, ob das vom Schultyp oder doch eher vom
>>jeweiligen Lehrer anhaengt.
>
>IMHO hängt das schon vom Typ ab, denn bei uns stehen nicht so sehr die
>Noten im Vordergrund, sondern die Ertüchtigung, was sicherlich bei
>Büroberufen sehr wichtig ist.

Aber Noten bekommt Ihr auch. Und wenn man Noten bekommt, stehen diese
im Zeugnis...

>>Ein(e) Sportlehrer(in) kann sicherlich nicht gleichzeitig 3-4 Sportarten
>>unterrichten bzw. beaufsichtigen.
>
>Doch, kommt aber immer sehr stark auf den Lehrer an.

Bei meinem letzten Sportlehrer hat es geklappt. Aber das ist IMHO eine
Ausnahme.

>>Wer hat denn was von Sportkarriere gesagt ? Mir geht es darum, den Kinder
>>die Sportart nahezubringen, die ihnen Spass macht und die ihrem
>>Wesen entgegenkommt.
>
>Wie soll das gehen? Dann machen 25 Schüler ihre eigene Sportart in 45 bzw
>90 Minuten? Das soll doch gerade verhindert werden.

Vielleicht durch frühzeitige Wahlen einzelner Sportarten, statt erst
in der Oberstufe.

>Einen Einzelspielertyp soll man doch gerade so fördern, dass er teamfähig
>werden soll und wo könnte man das besser als im Sportunterricht?

In der Gruppenarbeit in vielen anderen Fächern.

Christoph

F'up2 ssf

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 09 Jun 2000 20:08:00 +0200 schrieb use...@stefanwust.de (Stefan
Wust) :

>>>Das ist echter Unsinn. Im übrigen bekommt eigentlich fast nie ein
>>>schlechter Sportler, der sich anstrengt, eine Minderleistung.

>>Ach ja?


>
>Den fand ich auch gut. Zu langsam heißt sechs. Nur weil ich mitgerannt
>bin, gibt's keinen Bonus.

Da hatte ich noch Glück. In einem Dauerlauf z.B. bekam ich eine 5,
weil ich ja "immerhin angekommen" war... Meist hatte ich allerdings
immer noch Note 4 im Zeugnis - was aber immer noch deutlich schlechter
war als mein Durchschnitt in den anderen Fächern.

>>Oder die versuchen, die von ihren Sportlehrern gestellten
>>Erwartungen zu erfüllen, auch wenn sie eigentlich nicht dazu in der
>>Lage sind.
>

>Um nicht vor allen Mitschülern gedemütigt zu werden.

Zumindest in den höheren Klassen (ab der 8. oder so) machte mir das
dank einer hervorragenden Klassengemeinschaft glücklicherweise keine
Probleme. Trotzdem mußte der Leistungsdruck erst einmal aufhören, um
den Sportunterricht erträglicher zu machen.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am Fri, 9 Jun 2000 22:31:47 +0200 schrieb "Dirk-Hinrich Haar"
<dh...@gmx.de> :

>>Wer körperliche Betätigung sucht, soll sie bekommen.
>
>Wer sich nicht um sie schlägt, kann sie trotzdem gut gebrauchen, auch wenn
>er das nicht einsehen will.
Aber nicht mit Benotung und ganz bestimmt nicht unter Leistungsdruck.
So bringt man nämlich niemanden dazu, Spaß am Sport zu entwickeln -
und das soll doch wohl das Ziel sein.

>>als daß das Verletzungsrisiko bei geistiger Betätigung
>>erwiesenermaßen eher gering ist.
>

>In 12 Jahren Sportunterricht habe ich mir eine Verstauchung zugezogen.
Mehr, als ich in 13 Jahren Mathe (und allen anderen Fächern) hatte.
Irgendwelche Verletzungen kommen im Sport doch regelmäßig vor und sind
auch nicht zu vermeiden, wenn man sich wirklich so engagiert, wie es
der Lehrer fordert.

>>Davon abgesehen kommt man auch ohne
>>Topleistungen im 1000m-Lauf recht gut durch's Leben.
>

>Hier geht es weder um Topleistungen
Ach ja? Die Tatsache, daß ich keine Topleistungen im Langstreckenlauf
erbrachte, sorgte aber zumindest für eine unschöne Zeile in meinem
Zeugnis, auch wenn sie keine Auswirkungen auf die Abinote hatte.

>noch um Lernen für's Leben, hier geht es
>um Gesundheit und körperliches Nichteinrosten für's Jetzt.
Gesundheit? Die nimmt wohl mehr Schaden, als daß ihr gedient wäre.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 11:48:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>Ich nicht. Selbst den unsportlichsten kann man bei uns "nur" eine 4 geben.
>Ausführungsvorschriftlich bedingt.
Für gute Schüler ist eine vier schon schlimm genug...

>>Die Schule hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Der besteht darin,
>>breitgefächertes Wissen über alle Themenbereiche hinweg zu vermitteln.
>
>Schön, dass du es einsiehst. Sport gehört zu "allen Themenbereichen".

Wird im Sportunterricht Wissen über Sport vermittelt? IMHO nur in der
Sporttheorie, die es bei uns nur im LK gibt.

[betriebsärztliche Untersuchung]


>Nein, nicht immer und auch nicht auf alle Sachen, sondern nur auf vorge-
>schriebene Tests. Aber grundsätzlich wäre das nicht schlecht, Kinder auf
>ihre Sportlichkeit zu überprüfen. Wird IIRC auch beim Schwimmunterricht so
>vorgeschrieben.

War bei uns nicht so.

>>Wenn ich eine Versicherung abschließe, werde ich durchgecheckt.
>
>Ich nicht.

Kommt auf die Versicherung an.

>>Im Chemieunterricht hängt ein Feuerlöscher, der Lehrer hat Ahnung, was
>>bei dem und dem möglichen Unfall zu tun ist.
>
>LOL - das ist beim Sportlehrer genauso.

Beim Sportlehrer sind sehr viel tiefergehende Kenntnisse gerfagt. Was
kann im Chemieunterricht schon passieren? Schlimmstenfalls muß der
Lehrer den Feueralarm auslösen oder eine Brandblase kühlen...

>>Des Sportlehrers einzige Waffe im Notfall ist bei uns hingegen ein
>>alter Eisbeutel, dessen Blütezeit noch weit vor unserer Geburt lag.
>
>Und? Funktioniert hat er wohl und für eine Prellung muss man nicht gleich
>den Notarzt holen. Jeder Sportlehrer kann erste Hilfe und ist ausgebildet,
>die typischen Sport-Verletzungen zu erkennen und dann die entsprechende
>Hilfe einzuleiten. Das ist genauso in Betrieben. Nennt sich da Ersthelfer.

Die Erste-Hilfe-Ausbildung eines Lehrers ist aber typischerweise nicht
viel besser als die eines Autofahrers - da die Kenntnisse nicht oft
aufgefrischt werden, gerät manches in Vergessenheit.

>>Äh ja, Generalisierungen sind was tolles.
>
>Schulärzte sind nun mal meist in der Nähe der Schule mit gutem Grund. Das
>war/ist an allen 4 Schulen, die ich besucht habe/besuche so.

Schulärzte? Ich wüßte gar nicht, ob wir einen solchen hatten...


Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 09 Jun 2000 21:52:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Nur noch so viel: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man beim
>>richtigen Sportlehrer sogar so etwas wie Spaß am Sport entwickeln
>>kann...
>
>Das ist für mich normal. Bisher waren alle Sportlehrer bei gut und
>Sportspiele haben auch regelmäßig Spass gemacht.
Dann bist Du wohl an einer ganz besonderen Schule, denn so etwas
scheint nicht der Regelfall zu sein.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 10, 2000, 3:00:00 AM6/10/00
to
Am 10 Jun 2000 01:07:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>Warum ist es irrelevant? Die Verletzungsgefahr ist beim Sportunterricht
>praktisch nicht gegeben, wenn man die Anweisung des Lehrers zB bei Turn-
>übungen befolgt.
Sport bedeutet immer ein hohes Verletzungsrisiko, ob nun im Verein
oder in der Schule.

>Und wenn die Schüler nix sagen bei gesundheitlichen Problemen, sind sie
>selbst schuld. Der Lehrer ist kein Arzt.
Ack. Aber Verletzungen werden dadurch nicht vermieden.

>Sport ist genauso gefährlich wie das Sitzen in der Schule.
Spielst Du damit auf die Qualität der Sitzmöbel an? Das ist ein
anderes Problem, das allerdings die Gesundheit nur langfristig
beeinträchtigt.

>Nein, in meinen 14 Schuljahren habe ich noch nicht Unfälle im Sportunter-
>richt gehört, die durch das Gerät verursacht worden sind. Die meisten
>Unfälle passieren durch die Schüler, die denken, sie wäre hier in der
>Bundesliga und müsste auch so reingrätschen.
Also passieren auch Unfälle? Sind dann wirklich nur die Unvorsichtigen
betroffen?


Christoph

Cornelia Klaebe

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
to...@kholdan.in-berlin.de (Tobias Erle) schribselte:

>> Bezweifle ich ja gar nicht. Aber pro Minute Sport gibt es deutlich
>> mehr Unfälle als pro Minute sonstigem Unterricht.
>Wie gesagt, in meinen 14 Jahren Schule konnt ich diese Erfahrung nicht
>machen.

Wieso verletzen sich eigentlich professionelle Fußball-/Handball-
/Basketballspieler? Wärmen die sich nicht richtig auf? Warum ist bei
professionellen Sportlern das Verletzungsrisiko am Arbeitsplatz wesentlich
größer als bei Bürokräften?

Cornelia

--
Lest alle news:schule.schueler.forum und news:schule.schueler.schwatz!

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 11 Jun 2000 19:54:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Exotherme Reaktionen? Die hatten wir im Unterricht regelmäßig, und nie
>>mußte jemand aus dem Fenster springen. Was meinst Du damit?
>
>Ich meinte, unerwartete heftige exotherme Reaktionen.
Explosionen? Eher unwahrscheinlich. Die schlimmsten Zwischenfälle, die
ich mitbekam, waren jeweils in der Parallelklasse: Einmal kokelte ein
Lehrer seinen Bart an, und einmal warf ein anderer zuviel eines
Alkalimetalls ins Wasser (vernichtete dadurch das Behältnis). In
beiden Fällen waren Schüler nicht einmal gefährdet.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 11 Jun 2000 20:32:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

[VHS-Kurse]
>>Zumindest nicht so intensiv.
>
>Nope, andere Zielgruppen halt und trotzdem gibt es intensive Kurse.
Mal wieder der Unterschied Großstadt-Land: In Berlin gibt es sicher
VHS-Kurse für alle Zielgruppen, in Kleinstädten lohnt sich ein
Mathekurs auf hohem Niveau nicht.

>>>Und? Dann bittet man den Lehrer dazu Trainingseinheiten durchführen zu
>>>lassen. Davon haben alle etwas.
>>So etwas läßt sich nicht in ein paar Trainingseinheiten machen.
>
>Kommt drauf an, was du unter "ein paar" verstehst, aber wir hatten gute
>Erfolgen nach 3-4 Wochen.
Bei mir hat so etwas immer länger gedauert...

>>z.B. Fußball spielen viele auch in ihrer Freizeit, weshalb ein solches
>>Training den meisten nichts gebracht hätte.
>
>Mag ja sein, aber zB viele Raucher haben halt nicht die Kondi oder
Die hatte ich als Nichtraucher auch nicht ;-)

>Ballgeschicktheit. Kann man alles üben.
Hat man aber nicht. Außerdem: Wenn ich ehrlich bin, wollte ich auch
nicht. Ich legte auch nie Wert darauf, Fußball spielen zu können, weil
ich das Spiel als zu primitiv empfand und immer noch empfinde. Da ist
Volleyball schon wesentlich besser.

>>Man hat uns ja noch nicht einmal die Fußballregeln erklärt (und ich wurde
>>dann in der 10. Klasse noch von Mitschülern komisch angeguckt, weil ich
>>als Torwart einen Ball in die Hand nahm, 1 Sekunde bevor er über diese
>>komische Linie gerollt war, ab der ich das gedurft hätte)...
>
>Learning-by-doing *g*
Sozusagen.

>Bei Trainingsspielen ist das kein Problem, die Grundregeln sind sowieso
>bekannt und die ganz bestimmten Regeln ändern sich ja sowieso alle 10
>Jahre, wie jetzt zB die 6-sec-Regel fürn Torwart.
Aha. Ich frage Dich jetzt nicht, was das für eine Regel ist ;-)

>Okay, ich geb dir recht, das hätte der Lehrer/deine Mitschüler sagen
>können, aber ist auch kein Beinbruch.
Sicher nicht (ich fand es ja dann auch ganz witzig), aber es ist
symptomatisch. Fußballkenntnisse werden aus mir unverständlichen
Gründen vorausgesetzt...

>>Aber fast alle, die sportlicher waren als ich, haben in ihrer Freizeit
>>eine Sportart betrieben (meist Fußball, Handball oder Basketball).
>
>Nunja, wir sind 23 Leute, 13 Mädchen, 8 Jungen, davon 3 in Vereinen (einer
>sogar bald Deutscher Meister (Alba)) und der Rest nur mäßig begabt außer
>der Tobi, der nicht begabt ist ;)
Bei uns waren es mehr sportliche Leute - Handballer, Tennisspieler,
Fußballer, Basketballer...

>Ganz kann ich deiner These nicht zustimmen. Gerade durch die Mischung mit
>Mädchen haben Unsportliche wie wir doch gute Chancen.
Diese Mischung gab es bei uns eben nicht durchgängig - in der
Mittelstufe z.B. nicht, und in der Oberstufe nur theoretisch (weil
keine Mädchen meine Kombination gewählt haben).

>>Und außerdem merkte ich, daß ich zum Beseitigen der Defizite mehrere
>>Stunden pro Woche in meiner Freizeit hätte trainieren müssen?
>
>Wo ist der Unterschied zu anderen Fächern?
Daß der Zeitaufwand für Sport wesentlich höher ist.

>>Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Wir bildeten in Sport ein
>>eigenes Volleyball-Team, mit dem wir Unsportlichen uns identifizieren
>>konnten.
>
>uhhhhhhh.... ;)
Was soll das denn heißen?
Zum Thema Identifikation: Wir hatten zum Schluß sogar eigene
T-Shirts...

>>Weil auf einmal kein besserer mehr da war, von dem man sich
>>darauf verlassen konnte, daß er einem die Arbeit abnimmt, ging auf
>>einmal jeder selbst an den Ball, der vorher nur dumm in der Gegend
>>gestanden war.
>
>Ich folgere, ihr habt keine spielerischen, sondern psychologische Probleme
>gehabt.
Wwir haben uns vorher für den Erfolg der Mannschaft wahrscheinlich
sogar richtig verhalten. Vielleicht spielte auch ein psychologisches
Problem mit hinein - aber daß wir spielerisch gut waren, kann man
nicht behaupten...

>>hinter mir steht, nimmt den Ball" - sondern "ich nehme den Ball, oder
>>keiner nimmt ihn". Trainiert haben wir untereinander, aber manchmal
>>auch gegen die "Guten" gespielt.
>
>Wie gesagt, wir waren gemischt und erst durch die Mischung kamen gute
>Ballwechsel zusammen. So wächst man mit dem Niveau der anderen auch gut
>mit.
Wenn die anderen gegen uns spielten, hatten wir diesen Effekt ja auch.
Sogar, wenn wir verloren (und das taten wir ja nicht immer).

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 11 Jun 2000 20:21:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Solch eine Aussage ist natürlich schwer zu beweisen. Meinereiner hatte
>>allerdings in der Unter- und Mittelstufe überhaupt keinen Spaß mehr am
>>Sport.
>
>War das vielleicht nicht eher Lehrer-bedingt?
Weiß ich nicht. Ich hatte auf jeden Fall auch in Unter- und
Mittelstufe schon mehrere verschiedene Sportlehrer. Und manches
Unangenehme dürfte auch vom Lehrplan vorgegeben sein, wie z.B. das
leidige Geräteturnen in allen seinen grausamen (das habe ic hwirklich
so empfunden) Ausprägungen.

>>Noch etwas: Gerade im Sommer sind die Randstunden oft schlecht für
>>Sport geeignet, weil es dann im Gegensatz zum frühen Morgen sehr heiß
>>ist.
>
>Und? Dann designt man halt mal andere Pläne, zB mit unterschiedlichen
>Anfangszeiten des Schultages, 5. Block und so. Alles machbar.
Nope. Die Anfangszeiten mußten einerseits noch mit der Realschule
abgestimmt werden, andererseits mußte Rücksicht auf die Busfahrpläne
genommen werden. Und außerdem sind ja noch die Belange anderer Fächer
zu berücksichtigen.

>>>Ja, in Mathe sollst du ja auch was lernen ;)
>>Ich habe auf jeden Fall von Mathe mehr profitiert...
>
>Siehst du.
Jau.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 11 Jun 2000 20:56:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Wie bestimmen sich die Noten denn dann? Wirklich anhand des
>>Sozialverhaltens, wie Du es in einem anderen Posting forderst? Oder
>>per Würfel? ;-)
>
>Nein, nein, es gibt einmal die Leistungstest, dann die Mitarbeit, Einsatz
>und dann die sozialen Komponenten. Du siehst, Leistungstests ist nur ein
>Teil davon und wird bei uns nicht so stark in die Bewertung eingezogen.
Das klingt einfach zu schön, um wahr zu sein ;-)

>Es ist also möglich, angenehmen Schulsport ohne (großen) Leistungsdruck zu
>haben.
Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.

>Nein, wir durften den Schwerpunkt bestimmen. Dass heißt aber nicht, dass
>wir nur das die ganze Zeit gemacht haben, sondern dass wir auch
>zwischendurch gespielt haben, was wir wollten, Fussi, Basket und dann noch
>was der Lehrer so an Spielen hatte (Frisbee-Varianten, Brennball, Handball-
>Varianten und andere sportpädagogische Spiele).
Klar, wir haben im Leichtathletik-Halbjahr auch nicht nur
Leichtathletik gemacht.

>>Bei uns gab es Wahlen: Man mußte drei Bereiche (ich z.B. Volleyball,
>>Basketball, Leichtathletik) wählen, und die häufigsten Kombinationen
>>kamen dann zustande und wurden in jeweils einen Kurs gesteckt.
>
>Hört sich auch gut an.
Ja. Es kam aber zu spät.

>>>Gruppenarbeit in der Oberstufe ist nicht leicht und liegt nicht jedem
>>>Lehrer.
>>Wie Du so oft zu betonen pflegst: Das ist nur ein Lehrerproblem ;-)
>
>Ist es auch :)
Gut.

>>hat wunderbar geklappt, und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Kurs war
>>einzigartig.
>
>Nunja, das ist der Unterschied zwischen Klassen und Kursen. :)
In meiner Klasse hatte sich vorher auch ein gutes
Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt. Ich sehe da keinen großen
Unterschied, außer, daß eine Klasse natürlich pro Woche länger
zusammen Unterricht hat.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 11 Jun 2000 20:35:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Sport gehört aber nicht zu den Bildungsaufgaben des Gymnasiums, und
>>man kann damit auch im Berufsleben weniger anfangen als mit Mathe.
>
>Es gehört genau wie Latein dazu. :)
Latein gehört zur geistigen Bildung (ganz gleich, als wie wichtig man
es erachtet). Sport nicht.

>>>und sport trainiert die richtigen Bewegungsabläufe,
>>In engen Grenzen.
>
>Lehrerabhängig. Manche lassen einfach spielen, andere haben Ehrgeiz.
Mehr als 20 Minuten Training der Bewegungsabläufe pro Sportstunde (=
pro Woche) ist einfach nicht drin.

>>Bei 4 Wochenstunden müssen aber schon andere Fächer darunter leiden,
>>oder?
>
>Nö, wie es aussieht, haben fast alle die IHK-Prüfung bestanden,fast
>bekommen ein Abschlußzeugnis und der Zensurenschnitt ist schon sehr gut für
>eine solche Klasse.
Wenn alle gleich viel Sport haben, ist es kein Wunder, wenn sich das
nicht für einzelne negativ auswirkt. Aber Ihr hättet in den
zusätzlichen Sportstunden eben auch ein anderes Fach machen können.

>>>Ausgleichsport) bei einer sitzenden Tätigkeit nicht gerade zum
>>>positiven im gesundheitlichen entwickelt. Man setzt diese
>>>Qualifikation einfach voraus.
>>Man erwirbt sie aber im Sportunterricht in der jetzigen Form nicht.
>
>Bei uns schon. Kommt doch mal rüber und macht ne Studienreise ;)
Nach Berlin? Sind wir verrückt ? ;-)

Christoph

Eva Reinke

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to

Christoph Sorge schrieb:
>
> Am 09 Jun 2000 21:52:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
> (Tobias Erle) :
>

> >>Nur noch so viel: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man beim
> >>richtigen Sportlehrer sogar so etwas wie Spaß am Sport entwickeln
> >>kann...
> >
> >Das ist für mich normal. Bisher waren alle Sportlehrer bei gut und
> >Sportspiele haben auch regelmäßig Spass gemacht.
> Dann bist Du wohl an einer ganz besonderen Schule, denn so etwas
> scheint nicht der Regelfall zu sein.

Das kommt ganz auf den Sportlehrer drauf an. Wenn du zum Beispiel am
Anfang des jahres irgendetwas verbockt hast, kann es sein, dass der
lehrer dich dann das ganze Jahr regelrecht fertig macht. Oder dich nicht
mehr beachtet und so tut, als wenn die guten Leistungen bei dir
selbstverständlich wären und dir deshalb drotzdem eine schlechte Note
verpassen.
Es gibt aber natürlich aucg super-Lehrer, bei denen alles Spass macht,
weil sie selber mit Freude dabeisind und die Schüler aucg respektieren.

€v@

Christoph Moench-Tegeder

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Betreffs Christoph Sorge <chr...@gmx.de> am Sun, 11 Jun 2000 23:05:45 GMT

>>>Erkundige Dich mal bei cg nach meiner Länge. ;-)
>>Links oder rechts?
> Hä?

...des Maximums der Normalverteilung der Länge.
Und um gleich dem nächsten "Hä" vorzubeugen: Ich liege mit meinen
1,96 Metern definitiv rechts des Max.

>>War mir auch, bis ich dann in 12 Orientierungslauf gekriegt habe. Von ner
>>4 auf 13 Punkte... Das muss mir erstmal einer anchmachen...
> Wie wäre es mit 4- und 1 auf zwei Teile ein und der selben
> Klassenarbeit? ;-)

Ne, dass hab' ich auch noch nicht geschafft.

cmt

--
pseudo-random sig

Christoph Moench-Tegeder

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Betreffs Tobias Erle <to...@snafu.de> am 12 Jun 2000 01:20:00 +0200

> Cool, wir haben eine Mensa und eine Cafeteria :)

Nur eine? Schwach...

cmt

--
pseudo-random sig


Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 12 Jun 2000 13:23:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

[zustimmendes Schnipp-Schnapp]
>>Das hängt ja nicht nur mit der Unbeweglichkeit zusammen, sondern
>>passiert auch und gerade sportbegabten Amateuren und sogar Profis.
>
>Profis sind unter Leistungsdruck und dieser ist schädlich.
Und die Amateure?

>>>Bei uns ist die im Sommer bzw Mai *G* kühl, obwohl 30° draussen sind.
>>Erstens sind 30° draußen ja noch nicht mal extrem viel
>
>Mir reichts ;)
Mir auch, aber iwr hatten dieses Jahr schon 36° (im Schatten).

>>Wir hatten in diesem Sommer schon Werte über 300 µg. Außerdem: Wenn es
>>für alte und besondrs junge Menschen besonders schädlich ist, kann es
>>für "normale" Menschen auch nicht gerade gesund sein, oder?
>
>Vergleichbar mit Samonellen.
Wobei aber auch in Mensen (korrekter Plural?), wo vorzugsweise junge
Menschen essen, peinlichst darauf geachtet wird, daß das verkaufte
Essen nicht salmonellenbelastet ist...

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 12 Jun 2000 13:27:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Bevor man ein Auto in eigener Verantwortung fährt, hat man (so man es
>>denn legal tut ;-)) eine intensive theoretische und praktische
>>Ausbildung hinter sich
>
>Und der Beifahrer? Hattest du als Kind das auch?
Nö, denn die Gefahr geht ja im wesentlichen vom KFZ aus. Im Sport ist
das anders...

>>Ack. Allerdings sind Gerichte da oft etwas strenger als wir.
>
>Nicht unbedingt. Klar, man darf die Leute nicht eine Stunde unbeauft-
>sichtigt lassen, aber paar Minuten dürften bei diesem Alter ungefährlich
>sein für die Verantwortung. Wenn der Lehrer Erste Hilfe leisten müsste,
>könnte er sich auf die anderen Schüler konzentrieren.
Ich stimme da mit Dir überein.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 12 Jun 2000 12:06:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>Es gibt jede Woche fuenf Schultage und jeden Tag 4-5 Randstunden.
>
>Für eine Klasse aber nur! Man deshalb das je nach Klasse varieren und wenn
>das bei uns geht, geht es auch bei euch.
Ich kann mir schon vorstellen, daß man bei Euch weniger Rücksicht z.B.
auf die Busfahrpläne nehmen muß, weil die Schüler eben nicht aus allen
Dörfern der Umgebung kommen...

>>Eine Sporthalle, in der zwei Kurse Platz haben, wenn's
>> (in Ausnahmen mal sein muss auch drei).
>
>Haben wir manchmal auch in einer Halle, trotzdem ist da noch guter Sport
>möglich, wenn auch eine ganze Halle etwas mehr Spass macht.
Nö, da muß man ja so weit laufen ;-)

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 12 Jun 2000 12:16:59 GMT schrieb Fr...@corny.s-s-f.de (Cornelia
Klaebe) :

>>Bei Deiner gigantischen Schule wundert mich das auch nicht, aber
>>Cornelia besucht ja wohl ein ganz normales (wenn auch
>>schleswig-holsteinisches ;-)) Gymnasium...
>
>Normal ist diese Schule mit Sicherheit nicht.
Gut ;-)

>Und auch schleswig-
>holsteinische Gymnasien können normal sein.
Deshalb "wenn auch"...

>Und: Was bezeichnest Du als
>gigantische Schule?
Die von Tobias. IIRC 5000 Schüler, oder?

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 12 Jun 2000 11:59:00 +0200 schrieb to...@kholdan.in-berlin.de
(Tobias Erle) :

>>>Wenn die Leute sich warm machen, passiert sowas nicht.
>>Es gibt einfach zu viele dieser Wenns.
>
>Nein, das Aufwärmen gehört zu jeder Sportstunde.
Gehört es auch. Aber wenn man sich einmal nicht intensiv genug
aufgewämt hat (was oft schwer einzuschätzen ist), dann sind die
Konsequenzen deutlich schwerer, als wenn man in Mathe die Vorzeichen
vertauscht...

Christoph

Dirk-Hinrich Haar

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to

Cornelia Klaebe <Fr...@corny.s-s-f.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8i03dc$3uj2h$3...@fu-berlin.de...
> Nack. Ohne Benotung wäre ich viel öfter mit Spaß bei der Sache, auch bei
> solchen Sachen wie Weitsprung (mir im Moment total verhaßt). Ich würde
> einfach für mich selbst versuchen, eine ordentliche Leistung zu bringen -
> nicht fürs Zeugnis. Und in Volleyball zum Beispiel spiele ich in
> Vertretungsstunden bei fremden Sportlehrern wesentlich besser, weil ich
> mich nicht so ewig beobachtet-für-Benotung fühle.

Wenn ich mich jetzt als Gegenbeispiel bringe, glaube ich noch immer, dass
mein Fall häufiger ist, aus Erfahrung über Schüler allgemein und z.B. aus
anderen Vertretungsstunden.

Dirk-Hinrich

PS: Wer nur Motivation zeigt, bekommt bei uns keine 0 Punkte und eigentlich
auch keine Minderleistung.
PPS: Makramee? Knüpfarbeiten oder so ähnlich. Weiß nicht, wie man das
beschreiben soll.

Dirk-Hinrich Haar

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to

Christoph Sorge <chr...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8i1d19.3...@c-sorge.de...

> >War mir auch, bis ich dann in 12 Orientierungslauf gekriegt habe. Von ner
> >4 auf 13 Punkte... Das muss mir erstmal einer anchmachen...
> Wie wäre es mit 4- und 1 auf zwei Teile ein und der selben
> Klassenarbeit? ;-)
>
> Christoph

Biete: Von 12 Punkte auf 0 Punkte in zwei Chemieklausuren. :-)

Dirk-Hinrich

Christoph Moench-Tegeder

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Betreffs Tobias Erle <to...@kholdan.in-berlin.de>
am 12 Jun 2000 12:07:00 +0200

>> In den mir bekannten Tabellen wird die Bewertung immer nach
>> Geburtsjahrgang erledigt. SChon wieder bundeslandspezifische
>> Regelungen?
> Nope, in den frühen Jahren wurde das auch bei uns so gemacht,
> inzwischen gelten bei uns aber die gleichen Tabellen.

Das wär' was gewesen... Bei uns im Jahrgang verteilten sich die
Geburtsjahrgänge auf fast drei Jahre...

cmt

--
pseudo-random sig


Christoph Moench-Tegeder

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Betreffs Christoph Sorge <chr...@gmx.de> am Mon, 12 Jun 2000 15:47:37 GMT

>>Und um gleich dem nächsten "Hä" vorzubeugen: Ich liege mit meinen
>>1,96 Metern definitiv rechts des Max.

> Das wußte ich.

Aber:
1. Nicht alle haben mich bisher gesehen, besser: Fast alle haben mich
bisher nicht gesehen.
2. Nicht alle können was mit der Gausschen Normalverteilung anfangen.

cmt

--
pseudo-random sig


Cornelia Klaebe

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
chr...@gmx.de (Christoph Sorge) schribselte:

>>>Cornelia besucht ja wohl ein ganz normales (wenn auch
>>>schleswig-holsteinisches ;-)) Gymnasium...
>>Normal ist diese Schule mit Sicherheit nicht.
>Gut ;-)

Manchmal wäre ich lieber an einer normalen Schule.

>>Und auch schleswig-
>>holsteinische Gymnasien können normal sein.
>Deshalb "wenn auch"...

Keine Angst, ich hatte Dich durchaus verstanden. ;-)

>>Und: Was bezeichnest Du als
>>gigantische Schule?
>Die von Tobias. IIRC 5000 Schüler, oder?

Pfui, wie viele Züge hat die denn dann? Unsere knapp 1000 Schüler sind auf
vier bis sechs Züge aufgeteilt.

Cornelia Klaebe

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Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
dh...@gmx.de (Dirk-Hinrich Haar) schribselte:

>> nicht fürs Zeugnis. Und in Volleyball zum Beispiel spiele ich in
>> Vertretungsstunden bei fremden Sportlehrern wesentlich besser, weil
>> ich mich nicht so ewig beobachtet-für-Benotung fühle.
>Wenn ich mich jetzt als Gegenbeispiel bringe, glaube ich noch immer,
>dass mein Fall häufiger ist, aus Erfahrung über Schüler allgemein und
>z.B. aus anderen Vertretungsstunden.

[ ] Du warst mal an unserer Schule im Sportunterricht.

Übrigens ist es tatsächlich so, daß vielen "guten" Sportlern (in meiner
Klasse und überhaupt) gar nicht auffällt, wie viele "schlechte" Sportler
es eigentlich gibt, die sich im Spotunterricht sehr unwohl fühlen.

>PS: Wer nur Motivation zeigt, bekommt bei uns keine 0 Punkte und
>eigentlich auch keine Minderleistung.

Laß uns Sportlehrer tauschen.

>PPS: Makramee? Knüpfarbeiten oder so ähnlich. Weiß nicht, wie man das
>beschreiben soll.

Aha. Sagt mir schon deutlich mehr. Zuerst hab ich auf eine japanische
Kampfsportart getippt, dann auf so was ähnliches wie Jazztanz.

Christoph Sorge

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Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am 12 Jun 2000 18:02:45 GMT schrieb Fr...@corny.s-s-f.de (Cornelia
Klaebe) :

>>>Normal ist diese Schule mit Sicherheit nicht.
>>Gut ;-)
>
>Manchmal wäre ich lieber an einer normalen Schule.
Wo liegt das Problem? Ich dachte, "normal bohrt" ? ;-)

>>>Und auch schleswig-
>>>holsteinische Gymnasien können normal sein.
>>Deshalb "wenn auch"...
>
>Keine Angst, ich hatte Dich durchaus verstanden. ;-)

Weiß ich doch.

>>>Und: Was bezeichnest Du als
>>>gigantische Schule?
>>Die von Tobias. IIRC 5000 Schüler, oder?
>
>Pfui, wie viele Züge hat die denn dann? Unsere knapp 1000 Schüler sind auf
>vier bis sechs Züge aufgeteilt.

Das trifft auf meine ehemalige Schule auch zu.

Christoph

Christoph Sorge

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Am Mon, 12 Jun 2000 18:42:48 +0200 schrieb Christoph Moench-Tegeder
<ry...@rz.uni-karlsruhe.de> :

>>Das wußte ich.
>
>Aber:
>1. Nicht alle haben mich bisher gesehen, besser: Fast alle haben mich
> bisher nicht gesehen.
Interessante Aussage, die in dieser Absolutheit (also nicht nur auf
ssf bezogen) auf fast jeden zutrifft ;-)

>2. Nicht alle können was mit der Gausschen Normalverteilung anfangen.

Dann zur Erklärung: Das ist so ein Hügel ;-)

Christoph

F'up2 poster, da wir allmählich ja nicht mehr ganz so ernst
diskutieren.

Christian Robert

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Bernd Fegers wrote :

> > Ich empfehle jedem schon in niedrigeren Klassen mit einer sorgfaeltig
> > geplanten Krankengeschichte aus dem Sportunterricht auszusteigen!
>
> Das ist aber nicht so einfach, sonst hätte ich das auch gemacht. :-) Man
> findet leider nicht an jeder Ecke einen Arzt, der einem wer weiß was
> attestiert.

Jein, es kommt immer darauf an wie lange du werweisswas haben möchtest.
Für ein paar Tage wird dir das jeder Arzt glauben aber danach wirds
problematisch - es sei denn du (oder irgendwer aus der Familie) kennt
den Arzt gut, dann wirds wahrscheinlich einfacher *g*

Christian

--
Christian Robert * per...@extended.de * http://perdian.home.pages.de
=====================================================================

Christian Robert

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Stefan Wust wrote :

> Dieses Posting besteht zu 100% aus recycelten Bytes.
> E-Mail: use...@stefanwust.de
> ------> Ex-Offizieller Leonardo DiCaprio-Beauftragter von ss* <------
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

*g* Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr hier aber manche Dinge scheinen
sich wohl nie zu ändern.

Martin Schuette

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Christoph Sorge wrote:
>>>Nein (d.h. doch, aber ein guter hätte auch nicht viel machen können),
>>>denn die Anzahl der Randstunden ist ebenso wie

>>Es gibt jede Woche fuenf Schultage und jeden Tag 4-5 Randstunden.
>Nützlich sind ja nur die Randstunden am Ende des Schultages, und davon
>gibt es jeden Tag nur 1-2

Ich meinte Stunden am Ende des Tages.
Darunter fallen fuer mich die 6., 7., 8., 9. und (teilweise) 10. Stunde.

>(also Doppelstunden, denn Einzelstunden sind
>ja eher ungewöhnlich).

In der Oberstufe haben wir Zeitstunden (3 Wochenstunden = 2 mal 1 Zeitstunde)
aber in der Unter- und Mittelstufe gibt's auch Einzelstunden.

>>>die Anzahl der
>>>Sportlehrer
>>Bei uns gibts ca. 5 Sportlehrer.
>Bei uns gab es ca. 8.

Also etwa gleich.

>Wir hatten die meiste Zeit über (bis kurz vor meinem Abgang) eine
>Sport- und eine kleine Gymnastikhalle, nutzten einen kleinen Teil der
>Realschulhalle und hatten noch einen Sportplatz (den man aber aufgrund
>der Wetterabhängigkeit nicht mit einplanen kann). Trotzdem: Wenn man
>von zwei Randblöcken pro Tag ausgeht und drei Kurse gleichzeitig
>Unterricht haben können (was bei uns auch schon nicht mehr optimal
>war, weil dann ein Kurs in die winzige Gymnastikhalle mußte), kommt
>man auf 30 Kurse, die in Randblöcken Sportunterricht haben können,
>selbst bei perfekter Organisation. Wir hatten aber mehr...

Wenn dann jeder Kurs zwei Bloecke pro Woche braucht bleiben 15.
In der Oberstufe gibt es pro Stufe 4 Sportkurse, also 12.
-> Jeder Oberstufen-Sportkurs kann ans Ende gelegt werden.

>> der 7. als nach der 10. Stunde frei), aber im Grossen und
>> Ganzen funktioniert das System gut.
>Bei uns klappte es meist auch, aber eben nicht immer. Und das halte
>ich auch für unvermeidlich.

Ich nicht (bei vernuenftigem Raum- und Lehrer-Angebot).

--
Martin
"The basic tool for the manipulation of reality is the manipulation of words.
If you can control the meaning of words, you can control the people who must
use the words." - Philip K. Dick

Martin Schuette

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Christoph Sorge wrote:
>>>Stimmt, trotzdem ist es ein Umweg.
>>Ein Umweg, der sich aber oft lohnt.
>Der sich zum Lernen anderer Sprachen nur dann lohnt, wenn man wirklich
>auch mehrere andere Sprachen lernt.

Zumindest Englisch wird ja wohl jeder lernen, da kann es
einem schon nuetzen. Und wenn man eine weitere Fremdsprache lernen
sollte, dann wird es ja sehr wahrscheinlich auch eine romanische sein.

>>>>ausserdem ist Latein die Sprache der Fachbegriffe und ist teilweise in
>>>>allen europäischen Sprachen vorhanden,
>>>Stimmt und warum sollte man dann noch Latein lernen? ;)
>>Um die 'neuen' Sprachen auch zu verstehen.
>Wenn es wirklich darum geht, lernt man dann doch lieber gleich die
>neuen Sprachen...

Ich meinte nicht nur lernen, sondern auch verstehen.
Manchmal ist es wirklich hilfreich nicht nur zu wissen _wie_
eine Sprache aufgebaut ist, sondern auch _warum_ sie so
aufgebaut ist.

Martin Schuette

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Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Christoph Sorge wrote:
>Ich kann mir schon vorstellen, daß man bei Euch weniger Rücksicht z.B.
>auf die Busfahrpläne nehmen muß, weil die Schüler eben nicht aus allen
>Dörfern der Umgebung kommen...

Bei euch nimmt man Ruecksicht auf Busfahrplaene ?

Martin Schuette

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Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Tobias Erle wrote:
>> >Nein (d.h. doch, aber ein guter hätte auch nicht viel machen können),
>> >denn die Anzahl der Randstunden ist ebenso wie
>> Es gibt jede Woche fuenf Schultage und jeden Tag 4-5 Randstunden.
>Für eine Klasse aber nur! Man deshalb das je nach Klasse varieren und wenn
>das bei uns geht, geht es auch bei euch.

Nein, insgesamt. Weil die verschiedenen Klassen aber zu unterschied-
lichen Zeiten frei haben koennen, kann man auch die Randstunden
relativ frei verteilen.

Martin Schuette

unread,
Jun 12, 2000, 3:00:00 AM6/12/00
to
Christoph Sorge wrote:
>>War mir auch, bis ich dann in 12 Orientierungslauf gekriegt habe. Von ner
>>4 auf 13 Punkte... Das muss mir erstmal einer anchmachen...
>Wie wäre es mit 4- und 1 auf zwei Teile ein und der selben
>Klassenarbeit? ;-)

Wie waere es mit drei Klassenarbeiten: 5, 6, 1
:-)

Tobias Erle

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to

Christoph Moench-Tegeder schrieb:

> > Cool, wir haben eine Mensa und eine Cafeteria :)
>
> Nur eine? Schwach...

Du weißt ja nicht, wie groß sie ist ;)

--
Erwerbsregel 6: Gestatte niemals, daß Verwandte einer günstigen Gelegenheit
im Wege stehen

Tobias Erle

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to

Christoph Moench-Tegeder schrieb:

> > Nope, in den frühen Jahren wurde das auch bei uns so gemacht,
> > inzwischen gelten bei uns aber die gleichen Tabellen.
>
> Das wär' was gewesen... Bei uns im Jahrgang verteilten sich die
> Geburtsjahrgänge auf fast drei Jahre...

Und? Wir haben in unsere Klasse eine Differenz vom jüngsten zum ältesten
von 6 Jahren...
--
Erwerbsregel 148: Eine gute Gelegenheit wartet auf niemanden

Tobias Erle

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to

Christoph Sorge schrieb:

> >Und der Beifahrer? Hattest du als Kind das auch?
> Nö, denn die Gefahr geht ja im wesentlichen vom KFZ aus. Im Sport ist
> das anders...

Nein, es geht um die latente Gefahr der Verletzung und die ist beim
Autofahren größer und darüber denkt eigentlich keiner nach.

--
Erwerbsregel 172: Wenn du es verkaufen kannst, zögere nicht, es zu stehlen

Tobias Erle

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to

Christoph Sorge schrieb:

> >Nein, das Aufwärmen gehört zu jeder Sportstunde.
> Gehört es auch. Aber wenn man sich einmal nicht intensiv genug
> aufgewämt hat (was oft schwer einzuschätzen ist),

Meinst du? Schwer einschätzbar? Wenn die Leute alle Übungen genau so
mitmachen, wie es der Lehrer oder Mitschüler vormacht, dann ist man meist
gut aufgewärmt.

--
Erwerbsregel 122: Wenn der Kunde geht, geht auch der Profit

Tobias Erle

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to

Christoph Sorge schrieb:

> >Für eine Klasse aber nur! Man deshalb das je nach Klasse varieren und
> >wenn das bei uns geht, geht es auch bei euch.

> Ich kann mir schon vorstellen, daß man bei Euch weniger Rücksicht z.B.
> auf die Busfahrpläne nehmen muß, weil die Schüler eben nicht aus allen
> Dörfern der Umgebung kommen...

Wir haben eine eigene S-Bahn-Station und zwei Buslinien, die auch noch bei
uns Endstation haben.

--
Erwerbsregel 211: Achtung bei Männern, die mit ihren Ohren denken

Frank T. Zerres

unread,
Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to
Tobias Erle schrieb:
>
> Frank T. Zerres schrieb:
>
[..]
> > Wieso sollte jemand wg. mir leider?
>
> Weil du (oder jemandanders) dich für die Abschaffung des (Zwangs-)Sport-
> unterrichts aus reinen persönlichen Gründen eingesetzt hast.

Das muss ein anderer gewesen sein. Ich bin absolut fuer
Schulsport. Wenn man evtl. die Benotung in diesem
Fach streichen wuerde, kaeme der soziale Charakter und der
Spass an der Sache vielleicht besser rueber. Meine Kritik richtete
sich mehr an die Sportlehrer (die sich angesprochen fuehlen moegen),
die ihrem Lehrauftrag nicht nackommen.

> > Ich habe nur von meinen Erfahrungen mit Sportlehrern berichtet.
>
> und andere haben positivere Erfahrungen gemacht.

Es waere schlimm, wenn es nur "solche" Sportlehrer geben wuerde.

[..]
> > > Bei mir ist genau anders rum. Mess-Ergebnisse spielen eine kleine
> > > Rolle, sozialverhalten, Teamfähigkeit und so ist wichtiger. Nunja,
> > > bin ja auch auf einer Berufsfachschule.
> >
> > Ich bin mir nicht sicher, ob das vom Schultyp oder doch eher vom
> > jeweiligen Lehrer anhaengt.
>
> IMHO hängt das schon vom Typ ab, denn bei uns stehen nicht so sehr die
> Noten im Vordergrund, sondern die Ertüchtigung, was sicherlich bei
> Büroberufen sehr wichtig ist.

Sollte das nicht fuer den (Schul-)Sport allgemein gelten ?

[..]
> Hey, es gibt gute kleine Torwarte ;)

Dei Zeiten eines "Flieger Heinze" (der stand hier in Duisburg mal
erfolgreich im Tor) sind aber laengst vorbei. Was danach kam, war
selten unter 1.90m.

> Wir haben bei uns in der Klasse ein Mädchen bzw Frau, die ca. 1,50 gross
> ist und trotzdem beim Sport Spass hat, wenn sie Fussi oder Handball spielt.

Das gilt ja auch nicht fuer jeden Kleinwuechsigen, Uebergewichtigen.
In der Gruppe der Uebergewichtigen duerfte aber die Unsportlichkeit
(wie misst man die eigentlich ?) eher ueberwiegen bzw. das Gefuehl
unposrltich zu sein.

> > Ich denke da wird in einem wichtigen Lebensabschnitt viel kaputt
> > gemacht.
>
> ?

Toleranz, soziales Verhalten etc.

> > > Der Sportunterricht ist nicht dafür da, einem Schüler eine
> > > Sportkarriere anzubieten. Wer das will, muss in Sportvereine gehen.
> >
> > Neigst Du etwas zu Uebertreibungen?
>
> Ich polarisiere gern. :)

OK.

> > Wer hat denn was von Sportkarriere gesagt ? Mir geht es darum, den Kinder
> > die Sportart nahezubringen, die ihnen Spass macht und die ihrem
> > Wesen entgegenkommt.
>
> Wie soll das gehen? Dann machen 25 Schüler ihre eigene Sportart in 45 bzw
> 90 Minuten? Das soll doch gerade verhindert werden.

Trotz Polarsierungsversuch: Wenn sich aus 25 SchuelerInnnen dann
2 -3 Gruppen ergeben, sollte das doch machbar sein.

> > D.h. z.B. ist das Kind eher der Einzelspielertyp oder eher ein
> > mannschaftsdienlicher Typ, liegt ihm eher der Umgang mit einem Schlaeger
> > oder eher die reine Ballsportart?
>
> Einen Einzelspielertyp soll man doch gerade so fördern, dass er teamfähig
> werden soll und wo könnte man das besser als im Sportunterricht?

Muss man den Einzelspieler wirklich in ein Mannschaftskorsett zwaengen ?
<ot>
Wozu das fuehrt, sieht man doch im dt. Fussball. Dort kaempft
doch z.Zt. eine Truppe von teamfaehigen Handwerkern gegen die eigene
Spiessigkeit. Der Individualist fliegt raus, weil er nicht seinem
Gegenspieler 85 Minuten hinterrennen will (oder kann). Da ist man dann
noch
stolz, wenn es nur so von Spielern wimmelt, die auf jeder Position
(m.M. gleich schlecht) spielen koennen. Gleichzeitig wird den grossen
Spielgestaltern nachgetrauert, als ob ein Netzer oder Overath durch
Ihr Defensivverhalten beruehmt geworden waeren.
</ot>
[..]
> > In Deinem Alter (ich tippe mal so auf 16-18) hatte ich noch keinen
> > blauen Dunst, dass ich mal den Beruf ergreifen wuerde, den ich heute
> > ausuebe.
>
> Falsch getippt, 20, in 30 Tagen mit IHK-Gesellenbrief :)

Glueckwunsch (zum Brief) ;-)

Ciao,
Frank

Dirk-Hinrich Haar

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Jun 13, 2000, 3:00:00 AM6/13/00
to

Cornelia Klaebe <Fr...@corny.s-s-f.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8i38k5$41h68$7...@fu-berlin.de...

> dh...@gmx.de (Dirk-Hinrich Haar) schribselte:
>
> >> nicht fürs Zeugnis. Und in Volleyball zum Beispiel spiele ich in
> >> Vertretungsstunden bei fremden Sportlehrern wesentlich besser, weil
> >> ich mich nicht so ewig beobachtet-für-Benotung fühle.
> >Wenn ich mich jetzt als Gegenbeispiel bringe, glaube ich noch immer,
> >dass mein Fall häufiger ist, aus Erfahrung über Schüler allgemein und
> >z.B. aus anderen Vertretungsstunden.
>
> [ ] Du warst mal an unserer Schule im Sportunterricht.

Könnte was dran sein.

> >PPS: Makramee? Knüpfarbeiten oder so ähnlich. Weiß nicht, wie man das
> >beschreiben soll.
>
> Aha. Sagt mir schon deutlich mehr. Zuerst hab ich auf eine japanische
> Kampfsportart getippt, dann auf so was ähnliches wie Jazztanz.

LOL :-)

Dirk-Hinrich

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