mfg ar
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E-Learning in Physik und Informatik:
http://www.lernen-mit-topicmaps.de/
Also ich kann das ganze jetzt mehr aus Schülersicht beschreiben:
Bei uns hats der Lehrer mit nem Kugelmodell erklärt (große Kugeln =
Protonen; kleine Kugeln = Elektronen) und dann hat er mit Pfeilen und so
gezeigt wie sich die jeweiligen Teilchen verhalten (Protonen schwangen
an ihrem festen Platz immer hin und her; Elektronen müssen dran vorbei
oder prallen ab) (also er hats halt anne Tafel gemalt). Aber ich denk
das Thema muss wohl öfter erklärt werden und du solltest dich auf viele
Fragen einstellen ;)
Gruß Benjamin
Ich habe es mal einem 6-Jährigem mit einem Gartenschlauch erklärt in dem man
Sandkörner steckt, links steckt man eins rein rechts kommt eins raus - möchtest
Du aber in der 8. sicher nicht so machen?!
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Glück Auf - Bodo Mysliwietz
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http://www.cneweb.de/home/chemietechnik/
in schule.natwis Andreas Rittershofer <and...@rittershofer.de> wrote:
> Wie erklärt ihr die Stromleitung in Metallen in Klasse 8? Mit dem Bändermodell
> wohl eher nicht, aber wie dann? Fliegen bei euch kleine Kügelchen durch den
> Draht? Wo kommen die her? Was ist ein Elektron?
Reihenfolge:
- Das Atom wird behandelt. Kennen sie eh schon aus Chemie.
- Reibungselektrizität: Durch Reibung kann man die außen liegenden
Elektronen "abreiben". Der Körper, dem sie fehlen, will welche
wiederhaben, der andere welche loswerden. Also Anziehung.
(Die üblichen Versuche.)
Nebenbei taugt das gleich noch für einen "Beweis" des Aufbaus
des Atoms aus festem Kern und "loser" Hülle.
- Ausgleich der Ladung nennt man el. Strom. Wenn die Ladung
hoch genug ist, fliegen die Elektronen einfach so durch die
Luft -> Funken. (Am Bandgenerator vormachen.)
- In manchen Stoffen "berühren" sich die äußersten Bereiche der
Atomhüllen, also können die Elektronen wandern. Wie beim Wasserrohr -
auf der einen Seite Wasser rein, auf der anderen raus, aber das,
was rauskommt, ist (anfangs) nicht das, was reinkam, sondern das,
was schon drin war.
Natürlich ist das vereinfacht, aber so von hinten kommt das sogar
dem Bändermodell nahe. Man kann damit sogar Leitungs-Kapazität
und Induktivität erklären. Und die ganze Sache natürlich je nach
Schultyp und Schülerfähigkeiten ausbauen.
mfg.
Gernot
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<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Zwei Dinge scheinen unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit.
Beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher. (Einstein)
Andreas Rittershofer schrieb:
> Wie erklärt ihr die Stromleitung in Metallen in Klasse 8? Mit dem Bändermodell
> wohl eher nicht, aber wie dann? Fliegen bei euch kleine Kügelchen durch den
> Draht? Wo kommen die her?
Ich feiere tolle Erfolge -als Entertainer- mit dem Häschenmodell: Die
Atome sind die Bäume im Wald, die Elektronen sind Häschen, Karnickel,
Vögel oder was auch immer. Sie können sich bewegen wie sie wollen.
Wenn sie sich alle in die gleiche Richtung bewegen -Treibjagd,
Waldbrand- das nennt man Strom. Zwar keine elektrischer, aber ein
Häschenstrom.
Prima lässt sich damit auch das Widerstandsgesetz, die Eigenerwärmung
und die Temperaturabhängigkeit erklären.
Außerdem mache ich meinen Schülern klar, dass solche Modelle auch nicht
besser oder schlechter ist, als das Wassermodell oder das Modell der
Elektronenleitung. Schließlich sind wir ein Gymnasium, wenn auch stark
sprachlich orientiert.
Probleme: Manche Schüler scheinen noch nie im Wald gewesen zu sein und
können sich Bäume und Häschen offensichtlich nur schwer vorstellen. Zu
kindisch ist es ihnen aber eher nicht. Im Gegenteil: Als ich Vermutungen
zum Widerstandsgesetz gesucht habe, haben wir Wasserströmungen,
Menschenströme, Verkehrsströme, Häschenströme und Elektronenströme
verglichen und die sonst eher problematische Beziehung R~1/A hat jeder
Schüler allein gefunden. Nur bei R~l brauchte ich noch ein paar Impulse
zu geben.
Übrigens: Das Wassermodell ist bei uns wieder so seriös, dass es sogar
im Lehrbuch steht.
>Was ist ein Elektron?
>
Vorstellungen davon entwickeln wir -Sachsen- schon in Klasse (6 und) 7.
Wer weiß schon, was ein Elektron wirklich ist?
P.S.: Eigentlich wollte ich nicht so viel schreiben, hoffentlich habe
ich keinen genervt..
> Wer weiß schon, was ein Elektron wirklich ist?
Wenn Heisenberg recht hat, dann weiss das nichtmal der liebe Gott. *gg*
Gruss Marcel
--
"Und wir rennen ohne Ziel, dabei wuesste ich so viel"
Marcel Noe - http://lexx.xcore.net -- mar...@xcore.net
> Wie erklärt ihr die Stromleitung in Metallen in Klasse 8? Mit dem Bändermodell
> wohl eher nicht, aber wie dann? Fliegen bei euch kleine Kügelchen durch den
> Draht? Wo kommen die her? Was ist ein Elektron?
Ein Thread mit 6 Postings zu einem superinteressanten Thema. :-(
Stelle Deine Frage doch noch einmal in de.sci.physik! ;-)
Michael Dahms
> Ein Thread mit 6 Postings zu einem superinteressanten Thema. :-(
> Stelle Deine Frage doch noch einmal in de.sci.physik! ;-)
Wirst du von denen bezahlt, damit du uns die Leute ablaeufst? <duck>
Ich befürchte fast, dort kommen zwar eine Menge Antworten, aber nur wenige, die
für die Schule auch brauchbar sind.
> Wie erklärt ihr die Stromleitung in Metallen in Klasse 8? Mit dem Bändermodell
> wohl eher nicht, aber wie dann? Fliegen bei euch kleine Kügelchen durch den
> Draht? Wo kommen die her? Was ist ein Elektron?
Nachdem ich gerade diese Unterrichtssequenz abgeschlossen habe, hier
meine Vorgehensweise:
- Versuch mit Hochspannungsquelle, Glimmlämpchen und Ladungslöffel:
Irgendwas fließt da auf den Löffel
- entladene Platte am Pluspol: Aha, das was fließt, ist schon im
Urzustand da
=> Hausaufgabe: Schaut mal im Lexikon/Internet etc. nach, was Atome sind
(Chemie haben wir in Bayern erst ab der 9. Klasse)
Nächste Stunde: Abstoßung und Anziehung: Aha, zweierlei Ladung. Was ist
das bei Metallen? => Atomaufbau (Hausaufgaben-Besprechung)
Fazit: Das, was da fließt, sind Elektronen. Elektronen sind die Dinger,
die negativ geladen sind, praktisch nichts wiegen und um den Atomkern
rumwuseln.
Mein Seminarlehrer war jedenfalls voll des Lobs...
Tom
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Was ist paradox? Dass ein PC einfriert, wenn er zu heiß wird!
th.g...@uni.de
http://www.thomas-gabler.de
>>Was ist ein Elektron?
>>
>Vorstellungen davon entwickeln wir -Sachsen- schon in Klasse (6 und) 7.
>
>Wer weiß schon, was ein Elektron wirklich ist?
>
Eben. Eine Gefahr könnte imho aber sein, dass die Schüler sich sehr stark ein
Kügelchen drunter vorstellen und später die Elektronenbeugung nicht schlucken,
siehe auch http://www.lmtm.de/w-agora/index.php?bn=lmtm_quantenphysik
D.h. je konkreter die Schülervorstellungen über das Elektron sind, desto
schwerer tun sie sich in der Quantenphysik.
Kann man aber in der Mittelstufe das vage halten?