heute haben wir festgestellt, dass Derive offensichtlich nicht mehr
vertrieben wird, d.h. wir können auch keine Schülerlizenzen mehr erwerben.
Wer kennt gute, möglichst ähnlich funktionierende Alternativen, die
nicht die Welt kosten (wie die Schullizenz von Mupad.Pro, die auch an
Schüler weitergegeben werden darf), evtl. sogar kostenlos sind?
Micha
--
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> Hallo,
>
> heute haben wir festgestellt, dass Derive offensichtlich nicht mehr
> vertrieben wird, d.h. wir können auch keine Schülerlizenzen mehr erwerben.
>
> Wer kennt gute, möglichst ähnlich funktionierende Alternativen, die
> nicht die Welt kosten (wie die Schullizenz von Mupad.Pro, die auch an
> Schüler weitergegeben werden darf), evtl. sogar kostenlos sind?
Welches Schul-Problem kannst du denn nicht mit Freeware erschlagen?
Such doch mal ein wenig.
Ausserdem ist in der Schule das angesagteste Programm immer noch:
"Bleistift und Papier plus Zirkel und Lineal"
Alles was darüber hinausgeht ist Unfug, weil eh kein Schulstoff.
--
Mit freundlichen Grüßen
Peter Nießen
> Hallo,
>
> heute haben wir festgestellt, dass Derive offensichtlich nicht mehr
> vertrieben wird, d.h. wir können auch keine Schülerlizenzen mehr erwerben.
Der Nachfolger heißt TI-Nspire.
<http://education.ti.com/educationportal/sites/DEUTSCHLAND/productDetail
/de_nspire_cas_software.html>
Regulär 120 Euro. Zur Zeit allerdings für 40 Euro bei
<http://www.taschenrechner.de/xxlpage/index.php?page=ProductDetails&even
t=&aid=753&kid=30>
> Wer kennt gute, möglichst ähnlich funktionierende Alternativen, die
> nicht die Welt kosten (wie die Schullizenz von Mupad.Pro, die auch an
> Schüler weitergegeben werden darf), evtl. sogar kostenlos sind?
Warum nicht Mupad.Pro?
Kostenlog gibt es da noch Maxima:
<http://wxmaxima.sourceforge.net/wiki/index.php/Main_Page>
Bastian
> Ausserdem ist in der Schule das angesagteste Programm immer noch:
> "Bleistift und Papier plus Zirkel und Lineal"
> Alles was darüber hinausgeht ist Unfug, weil eh kein Schulstoff.
Auszug aus dem Kernlehrplan Mathematik SI, NRW:
2 Anforderungen am Ende der Sekundarstufe I
[...]
Sie setzen situationsangemessen den Taschenrechner ein und nutzen
Geometriesoftware, Tabellenkalkulation und Funktionsplotter zum Erkunden
inner- und aussermathematischer Zusammenhaenge.
Duerfte in den anderen Bundeslaendern wahrscheinlich nicht soviel
anders sein.
OP: Probier mal maxima (gibt es Linux und Win-Versionen von)
Gruesse
J. Lotz
An solchen Diskussionen beteilige ich mich nicht, wenn mein Wunsch mit
"das ist Unfug" abgetan wird. Wir nutzen - insbesondere im Kurssystem -
häufig Derive (im Übrigen als Alternative zum viel beschworenen teuren
CAS-Taschenrechner, der meines Erachtens nicht wirklich nötig ist, wenn
man eine CAS-Software im Computerraum und zu Hause hat), das Problem ist
halt, dass wir es den Schülern nicht mitgeben dürfen. Bisher gab es
Schülerlizenzen für 10 Euro, das war echt günstig...
> OP: Probier mal maxima (gibt es Linux und Win-Versionen von)
Gibt es für Maxima Einführungen, möglichst in Deutsch? Oder sogar
Tutorials für Umsteiger Derive -> Maxima?
>> OP: Probier mal maxima (gibt es Linux und Win-Versionen von)
>
... und zwar hier:
http://maxima.sourceforge.net/
> Gibt es für Maxima Einführungen, möglichst in Deutsch? Oder sogar
> Tutorials für Umsteiger Derive -> Maxima?
>
Für eine erste Orientierung ist folgende Seite ganz nützlich:
http://www.austromath.at/daten/maxima/index.htm
Dieter Heidorn
> Gibt es für Maxima Einführungen, möglichst in Deutsch? Oder sogar
> Tutorials für Umsteiger Derive -> Maxima?
Schon mal Maxima bei Google eingegeben?
Oder auf die Maxima-Homepage geschaut?
<http://maxima.sourceforge.net/docs.shtml>
Bastian
> 2 Anforderungen am Ende der Sekundarstufe I
> [...]
> Sie setzen situationsangemessen den Taschenrechner ein und nutzen
> Geometriesoftware, Tabellenkalkulation und Funktionsplotter zum Erkunden
> inner- und aussermathematischer Zusammenhaenge.
Es ist mir schon klar das solche Lehrpläne existieren, nur halte ich sie
bei den Simpelproblemen die in der Schule vermittelt werden für völlig
daneben.
Ich stimme völlig zu.
Bei der Schmalspurmathematik (spreche von NRW) die in unseren Schulen
vermittelt wird, ist im Grunde nicht einmal ein TR nötig.
Das Ergebnis zeigt sich dann in den Durchfallquoten der Erstsemestern an
den Uni/FH, wenn es in vielen Klausuren heisst : TR weg.
Das schöne Arbeiten im Computerraum frisst nur die eh bereits knappe
Zeit in der Schule auf und bringt nicht wirklich neue Erkenntnisse.
gruss
So pauschal scheint mir das nicht richtig. Sicher lernt ein durchaus
nennenswerter Anteil der Schüler, die vorher wenig bis nichts verstanden
haben, auch mit Hilfe des Computers nicht mehr, sondern vergrößert u.U.
sein Frustareal.
Aber wenn wirklich auch zu Hause mit den Programmen zielgerichtet
gearbeitet wird, bringen sie erkennbar nicht nur deutliche Fortschritte
in Verständnis und Verfahrenssicherheit, sondern auch Erhöhung der
Motivation. Ich möchte in meinem Unterricht jedenfalls auf Programme wie
Constri (für die Erledigung der Geometrie-Hausaufgaben) oder das
vielseitige Geogebra nicht mehr verzichten. Und wenn ich früher in der
Linearen Algebra die Bilder von Projektionen, Spiegelungen oder anderen
linearen Abbildungen mit Papier und Tinte habe lösen lassen, lasse ich
heute zusätzlich oder auch stattdessen entsprechende
Tabellenkalkulationsblätter erstellen. Entsprechendes gilt für
näherungsweise Berechnungen von Ableitung und Integral usw.
Auch wenn ich auf die CAS-Rechner, die auch vielfach im Unterricht
eingesetzt werden, gerne verzichte, ist doch die Nutzung von
Computerprogrammen, von denen ich nur einige Beispiele genannt habe,
heute eine erhebliche Bereicherung, wenn man sich nicht der Illusion
hingibt, damit den Anteil der scheiternden Schüler zu verringern.
Klaus-R.
--------------
www.mathema.tor.ms
1. Man liest die ueblichen Verlautbarungen Von Oben (VVOs).
2. Man prueft, ob diese gegen Ethik, Moral, Gesetze bzw. die
landlaeufigen Vorstellungen davon verstossen.
3. Wenn 2. mit Nein beantwortet ist, setzt man diese Verlautbarungen im
Rahmen seiner paedagogischen, didaktischen etc. Vorstellungen und
Moeglichkeiten um. "Mach ich nicht weil das Unfug ist" ist dabei
weder vorgesehen noch hilfreich.
3b. Da einem seine Schueler ueblicherweise am Herzen liegen versucht
man, die eigenen Erfahrungen z.B. von der Uni in die unterrichtliche
Gestaltung mit einzubeziehen. Dabei dehnt man gegebenenfalls obige
Verlautbarungen im notwendigen Rahmen.
Wiederholung: Ignorieren ist keine Option.
Gegebenenfalls:
4. Man schimpft zu Hause, am Stammtisch, im Lehrerzimmer oder im Usenet
ueber den Mist den "die da Oben" verzapfen (mach ich uebrigens auch
sehr gerne, genug Anlass gibt es ja).
Einschraenkung: Man benutzt dafuer keine sachliche Anfrage eines
Kollegen sondern macht ein eigenes Thema auf.
5. Wenn man sehr viel Motivation aufbringt versucht man auf den dafuer
vorgesehenen und legitimierten Wegen die Situation zu aendern.
Wiederholung: "Mach ich nicht weil das Unfug ist" ist keines von beiden.
6. Wenn man die Faxen voellig dicke hat kuendigt man und sucht sich
einen Job in dem man seine Vorstellungen ungebunden verwirklichen kann.
Gruesse
Johannes
--
The best teachers inspire by example. When that's not an option, brute
intimidation works pretty well, too.
>> Es ist mir schon klar das solche Lehrpläne existieren, nur halte ich sie
>> bei den Simpelproblemen die in der Schule vermittelt werden für völlig
>> daneben.
> Du, Peter, es ist voellig irrelevant was du findest. Es ist uebrigens
> auch voellig irrelevant was ich finde. Als Landesbeamter oder
> Vergleichbares ist die Geschichte sehr einfach:
Ich bin kein Gegner von TR und Compi!
Man soll und muss diese Werkzeuge in der Schule vermitteln, aber bitte
nicht als Ersatz für Nachdenken und Verstehen des Themas. Es ist in meiner
Praxis (Werkzeugbau) fast täglich der Fall dass ich solche ZuL
Konstruktionen brauche. Über komlizierteres können wir ja noch reden. Aber
dann werfe ich mein CAD-Programm an und spiele auf dem grossem Klavier.
Und wenn ich mal von Klaus absehe (der einen traumhaften Matheuntericht in
den Lk's bietet) dann ist meine Bemerkung schon richtig.
Danke für dieses wertvolle Beispiel des beliebten Schlusses
von 1 auf n+1. Darf ich das bei Gelegenheit in meinem Unterricht
benutzen?
MfG Christian
Klaus Loeffler schrieb:
> So pauschal scheint mir das nicht richtig.
Ok. Pauschalurteile sind tatsächlich nicht ok.
Meine Kritik an "Computer" im Unterricht besteht aus drei Teilen :
1. CAS Systeme.
> Auch wenn ich auf die CAS-Rechner, die auch vielfach im Unterricht
> eingesetzt werden, gerne verzichte,...
Hier sind wir uns wohl einig.
In unserem Kreis gibt es eine Gesamtschule, welche den TI Voyage 2000
bereits ab der 7 Klasse einsetzt.
Das Ergebnis ist furchtbar. Lassen sie diese Schüler im Abitur einmal
eine einfache Gleichung schriftlich lösen. Das hat dort niemand gelernt.
Mein (persönliches) Fazit : CAS Systeme haben im Unterricht bishin zum
Abitur nichts verloren.Sämtliche Berechnungen können und müssten von
einem Abiturienten ohne Hilfmittel gelöst werden können.
2. Laptop Klassen.
Ich erkenne zwischen dem Leistungsstand der Laptop Klassen gegenüber den
"nicht" Laptop Klassen keinerlei Unterschied.
Die meisten Schüler der Laptop Klassen sind eher unzufrieden, da es sich
bei den Geräten um veraltete, teure Teile handelt, die mit zur Schule
getragen werden müssen und auf denen dann nur Programme laufen, die man
eh für 9,95 bei Hertie kaufen kann und somit auf dem eigenen Home PC
längst vorhanden sind.
Fazit : Teure Spielzeuge, die im Unterricht eher vom Lehrer ablenken
statt die Konzentration zu fördern.
3. Zusätzliche (meist Geometrie-)software.
Sicher lernt ein durchaus
> nennenswerter Anteil der Schüler, die vorher wenig bis nichts verstanden
> haben, auch mit Hilfe des Computers nicht mehr, sondern vergrößert u.U.
> sein Frustareal.
Hier stimme ich (leider) zu.
> Aber wenn wirklich auch zu Hause mit den Programmen zielgerichtet
> gearbeitet wird, bringen sie erkennbar nicht nur deutliche Fortschritte
> in Verständnis und Verfahrenssicherheit, sondern auch Erhöhung der
> Motivation.
Die Frage ist eben, liegt das an den Programmen oder an dem "zu Hause
gearbeitet". Wer letzteres macht, ist eh im Vorteil.
Es gibt natürlich Schüler, die sind mit einem neuen Programm eher zu
motivieren, für diese mag es sinnvoll sein, solche Programme zur
Verfügung zu stellen.
Allerdings sollte es ein zusätzliches Angebot sein und die Arbeit mit
Papier und Bleistift nicht ersetzen.
Ich möchte in meinem Unterricht jedenfalls auf Programme wie
> Constri (für die Erledigung der Geometrie-Hausaufgaben) oder das
> vielseitige Geogebra nicht mehr verzichten. Und wenn ich früher in der
> Linearen Algebra die Bilder von Projektionen, Spiegelungen oder anderen
> linearen Abbildungen mit Papier und Tinte habe lösen lassen, lasse ich
> heute zusätzlich oder auch stattdessen entsprechende
> Tabellenkalkulationsblätter erstellen. Entsprechendes gilt für
> näherungsweise Berechnungen von Ableitung und Integral usw.
Dafür brauchst Du, Computer hin oder her, schon einen motivierten LK.
>
..., ist doch die Nutzung von
> Computerprogrammen, von denen ich nur einige Beispiele genannt habe,
> heute eine erhebliche Bereicherung, wenn man sich nicht der Illusion
> hingibt, damit den Anteil der scheiternden Schüler zu verringern.
Genau.
>
> Klaus-R.
> --------------
> www.mathema.tor.ms
>
lieben gruss
stefanie
Man kann das eben nicht alles über einen Kamm scheren, der Einsatz von
CAS kann in der Oberstufe (insbesondere in LKs, Projekte,Facharbeiten)
durchaus sinnvoll sein.
Natürlich müssen Schüler die (elementaren) Berechnungen per Hand
durchführen können, aber man kann mit dem CAS eben auch Ansätze und
Aufgaben behandeln (z.B. Splines oder andere Aufgabenstellungen bei
denen größere lineare Gleichungssysteme zu lösen sind) die man sonst
garnicht in Erwägung ziehen würde. Ausserdem sollte man auch nicht die
Visualisierungsmöglichkeiten von CAS außer Acht lassen (insbesondere 3d
Grafiken, Beobachten wie Parameter Objekte oder Funktionen
beeinflussen,etc.).
Man sollte sich dabei auch vor Augen halten, das Programme wie Geogebra
neue geometrische Zugänge zu Objekten wie einfachen Kegelschnitten
bieten (Spurkurven).
Ausserdem simuliert Geogebra das mathematische Modell der euklidischen
Ebene in vierlei Hinsicht besser als dies Papier, Bleistift,Zirkel und
Geodreieck tun.