"...Unbefriedigend ist die Situation an den Schulen. Im Schnitt müssen
sich 14 Schüler an einem PC abwechseln, was Deutschland auf den
zweitletzten Platz in Europa verweist. 25 deutsche Schüler müssen sich
einen Internet-Anschluss teilen, während in dänischen Schulen für
jeweils 4 Schüler ein Internet-Anschluss zur Verfügung steht. Damit
sind Schulen praktisch eine Computer-freie Zone. „Einen solchen Mangel
kann sich eine Wissensgesellschaft nicht erlauben, ohne die eigene
Zukunft zu gefährden“, beklagt Berchtold. Das spielerische Interesse
von Kindern und Jugendlichen an Computer und Internet müsse durch
Angebote über die Technik hinter dem Bildschirm ergänzt werden.
Genauso wichtig ist aus Sicht von Berchtold die zeitgemäße Aus- und
Weiterbildung der Lehrer: „Was nutzen moderne PC, wenn deren
Nutzungsmöglichkeiten im Unterricht nicht voll ausgeschöpft werden
können?“..."
Und die Zahl der Internet-Anschluesse ist ein Kriterium?
Ich glaube, er weiss nicht, wovon er spricht.
Wenn sich 4 Schueler einen Modem-Anschluss teilen muessen, ist das
erheblich schlechter, als wenn 25 Schueler an einem DSL-Anschluss
arbeiten koennen. Nicht zuletzt wegen der effizienteren
Ressourcennutzung.
Aber klar, dass er Stimmung machen muss. Die Mitglieder seines Verbands
verdienen ja auch damit.
> Genauso wichtig ist aus Sicht von Berchtold die zeitgemäße Aus- und
> Weiterbildung der Lehrer: Was nutzen moderne PC, wenn deren
> Nutzungsmöglichkeiten im Unterricht nicht voll ausgeschöpft werden
> können? ..."
Es gibt doch das Intel-Abricht-Programm auf MS-Office. Was will er mehr?
Chris
--
Chris Huebsch www.huebsch-gemacht.de | TU Chemmnitz, Informatik, RNVS
GPG-Encrypted mail welcome! ID:7F2B4DBA | Str. d. Nationen 62, B204
Chemnitzer Linux-Tag 2004, 6.-7.März | D-09107 Chemnitz
http://www.tu-chemnitz.de/linux/tag/ | +49 371 531-1377, Fax -1803
>25 deutsche Schüler müssen sich
>einen Internet-Anschluss teilen, während in dänischen Schulen für
>jeweils 4 Schüler ein Internet-Anschluss zur Verfügung steht.
Je nun, bei uns teilen sich über 100 Schüler je einen Englischlehrer.
Wenn denn alle da sind.
--
Gruß
Radbert
Du (deletespamkbsearch) meintest am 19.02.04:
> Organisation: BIKOM Bundesverband
> den zweitletzten Platz in Europa verweist. 25 deutsche Schüler
> müssen sich einen Internet-Anschluss teilen, während in dänischen
> Schulen für jeweils 4 Schüler ein Internet-Anschluss zur Verfügung
> steht. Damit sind Schulen praktisch eine Computer-freie Zone.
Die Leseschwäche scheint nicht nur in Schulen zu existieren.
An meiner Schule teilen sich so etwa 600 Schüler 1 Internet-Anschluss,
und das funktioniert bestens.
Wie "BIKOM" daraus "Computer-freie Zone" schliesst, ist für mich noch
ein Rätsel.
Viele Grüße!
Helmut
Eine interessante Untersuchung aus NRW ist auf der Didacta 2004 in
Köln vorgestellt worden:
Lernen mit neuen Medien in NRW, Ergebnisse eine Evaluationstudie des
Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS):
http://www.e-nitiative.nrw.de/evaluation.php
Zum Thema Interneteinsatz in der Schule u.a. folgende Ergebnisse:
- Der Kenntnisstand der Lehrer/innen im Bereich Internet/E-Mail: 37 %
keine und niedrige Kenntnisse!!!
- Das Internet wird im Unterricht kaum eingesetzt: 67 % setzen das
Internet garnicht oder weniger als einmal im Monat ein.
Gründe u.a.: 43 % sagen, sie hätte keine Kontrolle was Schüler im
Internet machen.
- 62 % der Schüler wollen viel mehr als bisher mit dem Internet in der
Schule arbeiten.
In der Diskussion auf der Didacta wurde noch die fehlende Betreuung
der Lehrer durch Fachpersonal beklagt:Wartung, Fehlerbehebung,
Einrichtung Netzwerke.. . In einigen Schulen seien auch sehr alte
Computer vorhanden, die den Interneteinsatz sehr erschweren.
>- 62 % der Schüler wollen viel mehr als bisher mit dem Internet in der
>Schule arbeiten.
Leider gibt es eine gewisse Diskrepanz zwischen dem was die Schueler
im www machen wollen und was ich da machen will :(
Nach spaetestens 3 Minuten kriegen wir dann oft heftig Aerger
miteinander.
Wenn dann z.B. vor den Ferien 3 Stunden lang gechattet wird frage ich
mich schon, ob Internet im 'Unterricht' unbedingt sein muss :)
Zumal sich die Chatterei meist auf 3 Fragen beschraenkt.
Weshalb das wort 'chat' jetzt auch mein url.deny file ziert.
Zugang zu Informationen bedeutet noch lange nicht dass man auch was
damit anfangen kann.
cu Joachim
Joachim Heller schrieb:
> Zumal sich die Chatterei meist auf 3 Fragen beschraenkt.
Äh, welche sind das denn?
mfg u.e.
>„Was nutzen moderne PC, ...
... wenn die Schüler zu dumm zum Lesen sind ...?
Mit freundlichem Gruß
Aribert Deckers
--
Sause an Kanzler's Kapitänstisch?
http://www.ariplex.com/ama/ama_no15.htm
>Wie "BIKOM" daraus "Computer-freie Zone" schliesst, ist für mich noch
>ein Rätsel.
Vielleicht empfiehlt sich eine BITKOM-freie Zone... ?
>On Thu, 19 Feb 2004 10:26:56 GMT, deletespa...@gmx.de (klaus
>buechi) wrote:
>
>>„Was nutzen moderne PC, ...
>
>... wenn die Schüler zu dumm zum Lesen sind ...?
-----------
Sorry... aber dieses Wort stoert mich jetzt.
Zu faul, zu ungeuebt, zu wenih interessiert..... da koenne nwir
drueber reden, aber zu *dumm* ???
Ausserdem muss ich noch was monieren :)
*DIE* Schueler gibt es nicht. Genausowenig wie *ALLE*
Vieleicht nur meine unmassgebliche Meinung aber manchmal muss ich sie
einfach loswerden :)
cu Joachim
aehhhhh.... so wichtig waren sie eigentlich nicht dass ich sie mir
gemerkt haette :)
Es war irgendwie der letzte Schultag vor den Sommerferien. Die ganze
Bude war voll mit Jungs die nix zu tun hatten.
So kam es dann, dass dabei eine Klasse den ganzen Vormittag am chatten
war.
Ich hatte frei und wollte die Gelegenheit nutzen dem ein oder anderen
mal ein paar andere Seiten nahe zu legen als die 3 die er schon kennt
(wieder so ein Problem wenn man Leute vor eine Surfkiste sitzt und sie
einfach nur machen laesst....Zitat: die kennen sich da besser mit aus
als ich... die haben da sogar eine Seite mit Bildern von Unfallopfer
gefunden !)
Nach einer halben Stunde kommendie allermeisten (nicht alle) auf
dummme Gedanken.
Da niemand Interesse hatte (wg chat4free) habe ich dann einfach mal
ein bischen beobachtet. Es war ein Kollege dabei der mitgemacht hat.
Ergebnis... 3 Standardfragen.
- wie alt
- wo wohnst du
- Telefonnummer
Ab in den Handyspeicher und die naechste.....
Es koennte auch noch wie siehst du aus, weiblich? dabei gewesen sein.
So genau will ich das garnicht wissen.
Beschluss unter den Kollegen.. weg damit.
Obwohl... ich habe dann doch nochmal eine Stunde gechattet. Ein
Schuelerin hat sich die Muehe gemacht und einen Chat gesucht bei dem
das Wort Chat nicht in der URL vorkam....
Anschliessend hat sie *gefragt* ob die *ganze Klasse!* da mal chatten
darf. Da habe ich mich dann breit schlagen lassen :)
cu Joachim <der nichts gegen chatten an sich hat, es selbst aber nicht
besonders aufregend findet>
>On Thu, 19 Feb 2004 20:53:14 GMT, deletespa...@gmx.de (klaus
>buechi) wrote:
>
>
>
>>- 62 % der Schüler wollen viel mehr als bisher mit dem Internet in der
>>Schule arbeiten.
>
>Leider gibt es eine gewisse Diskrepanz zwischen dem was die Schueler
>im www machen wollen und was ich da machen will :(
Je nun, man könnte ihnen ja mal vorher eine klar umrissene
Aufgabenstellung geben, die sie bearbeiten sollen, und hinterher deren
Ergebnisse besprechen.
Ich mein ja bloß.
Ist doch schließlich Unterricht.
--
Gruß
Radbert
in schule.internet.einsatz Joachim Heller <runde_...@web.de> wrote:
>>
>>Äh, welche sind das denn?
> Ergebnis... 3 Standardfragen.
> - wie alt
> - wo wohnst du
> - Telefonnummer
Die wichtigste fehlt noch, ist immer die erste:
"Willst du chatten?"
Bruah!
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.
>On Sat, 21 Feb 2004 02:37:26 +0100, Happy Oyster
><happy....@ariplex.com> wrote:
>
>>On Thu, 19 Feb 2004 10:26:56 GMT, deletespa...@gmx.de (klaus
>>buechi) wrote:
>>
>>>„Was nutzen moderne PC, ...
>>
>>... wenn die Schüler zu dumm zum Lesen sind ...?
> -----------
>
>Sorry... aber dieses Wort stoert mich jetzt.
>Zu faul, zu ungeuebt, zu wenih interessiert..... da koenne nwir
>drueber reden, aber zu *dumm* ???
>Ausserdem muss ich noch was monieren :)
>*DIE* Schueler gibt es nicht. Genausowenig wie *ALLE*
Sehr geehrter Heller,
es gibt sie wohl, "die Schüler". In PISA bekommen Sie das in
Prozentzahlen serviert. Als Prozentzahlen eines Ganzen. Ein Ganzes,
bei dem ein erschreckend hoher Anteil unfähig ist bei Rechnen,
Schreiben und Lesen, dieses Ganzes ist auch als Ganzes ein Versager.
Die wenigen guten Ausnahmen reißen da nun wirklich nichts mehr raus...
Mit freundlichem Gruß
Aribert Deckers
--
Der Fälscher
http://www.ariplex.com/ama/ama_no12.htm
Sorry, aber *genau* da liegt das Problem.... Statistik!
Dann steht eben wieder in der B*** Zeitung (oder auch im Focus,
Spiegel....) DIE Schueler, DIE Lehrer, DIE Meister, DIE Tuerken, DIE
Russen ......
Menschen lassen sich einfach nicht in Prozentzahlen ausdruecken...
basta !
Da werden dann 6000 Schueler mit 75 Meistern in einen Topf
geruehrt....
Ich muss mich da immer aufregen :)
Und wie sagte schon mal jmd.... traue nur der Statistik die du selbst
frisiert hast :)))
cu Joachim
>Je nun, man könnte ihnen ja mal vorher eine klar umrissene
>Aufgabenstellung geben, die sie bearbeiten sollen, und hinterher deren
>Ergebnisse besprechen.
>
>Ich mein ja bloß.
>
>Ist doch schließlich Unterricht.
Ja klar.... darum geht es ja.
Zumindest ist das *meine* Vorstellung.
Die Schueler sehen das anfangs(?) meist gaaaannnzzzz anders.
Aber in den allermeisten Faellen kriegen wir das dann schon hin :)
cu Joachim
> On Fri, 20 Feb 2004 23:01:14 +0100, ulrich engel
> <muell...@uengel.de> wrote:
>
>> Joachim Heller schrieb:
>>
>>> Zumal sich die Chatterei meist auf 3 Fragen beschraenkt.
>>
>> Äh, welche sind das denn?
>
> [...]
>
> - wie alt
>
> - wo wohnst du
>
> - Telefonnummer
Hmm ... zumindest im guten alten IRC sind die drei üblichen
Standard-Antwortfragen auf eine Frage verkürzt "a/s/l?" bzw. einfach
"asl?" (für "age, sex, location"). :) Offenbar wird nun schon vom
Nickname auf das Geschlecht geschlossen, so daß Platz für eine neue,
zweckgebundene dritte Frage entstanden ist. :)
Wirsing!
--
Lars Trebing | http://www.ltrebing.de/ | mailto:ltre...@ltrebing.de
Der Regenwald-Marketing-Gag: http://www.ltrebing.de/misc/krombacher-wwf/
>
>>es gibt sie wohl, "die Schüler". In PISA bekommen Sie das in
>>Prozentzahlen serviert. Als Prozentzahlen eines Ganzen.
>
>Sorry, aber *genau* da liegt das Problem.... Statistik!
Sehr geehrter Herr Heller,
wenn 99% einer Gruppe zu dumm zum Lesen sind, dann ist es
gerechtigfertigt zu sagen "die..."
Wo die Berechtigung anfängt, "die..." zu sagen, will ich nicht
verallgemeinern. Wenn aber die Ergebnisse so jämmerlich sind wie bei
dem, was heute an Ausstoß aus den Schulen schwappt, dann ist die
Bezeichnung "die..." zumindest nicht unberechtigt.
Heute muß man ja froh sein, daß die Leute überhaupt ihren Namen
schreiben können. Obwohl, selbst da bin ich mir nicht so sicher...
Tatsache. Und den eigenen Namen netiquette-konform in den Header zu
tippen ist erst recht zu viel verlangt.
>Obwohl, selbst da bin ich mir nicht so sicher...
Zu Recht, q.e.d.
--
Gruß
Radbert
ROTFL (da schlaegt doch ein bischen d.r.m durch oder)
Ansonsten sind auch 99% noch nicht *alle* IMO!
Ich will mich aber wegen irgendwelcher Prozentzahlen hier nicht
streiten. Ausserdem sind wir irgendwie schon weit weg vom Thema.
Also stop :)
cu Joachim
Am Sat, 21 Feb 2004 09:29:33 +0100 schrieb Joachim Heller:
> Nach einer halben Stunde kommendie allermeisten (nicht alle) auf dummme
> Gedanken.
Das hat dann aber nichts mit dem Chatten zu tun. Das gilt ebenso für
andere Medien. Bei uns (Berufsschule) ist es üblich stundenlang Videos zu
sehen. Gleiches Problem. Es liegt wohl eher an der miserablen
Unterrichtsplanung und Vorbereitung als an den Schülern
Alle Medien, auch die sogenannten 'Neuen Medien' sind Arbeitsmittel. Da
kann auch ein Chat als Arbeitsmittel sinnvoll sein. Aber was gibt es eine
halbe Stunde lang zu chatten zu einem Arbeitsauftrag. Da ist die
Aufgabenstellung falsch oder die Kontrolle durch den Kollegen.
Wenn ich mich an meine Refendarzeit erinnere, gilt es 45 Minuten zu
strukturieren, dabei möglichst viele Methodenwechsel einzubauen. 30
Minuten chatten sind dann wohl nicht Unterricht in dem erwünschten Sinne,
sondern Beschäftigungstherapie.
Sorry, ebenso wie ein zweistündiges Video nichts mit Unterricht zu tun
hat, gilt das für einen 30 Minütigen Chat. Hier sollte man mal seine
Unterrichtsplanung überdenken.
Ich mache im Gegenteil die Erfahrung, dass bei einem klaren Arbeitsauftrag
das Internet schon eine sehr gute Infoquelle darstellt. Die Verweildauer
der Schüler am Computer ist dann auch höchsten 5 bis 10 Minuten. Danach
wird am Platz weiter gearbeitet.
Gruss
Jürgen
>Wenn ich mich an meine Refendarzeit erinnere, gilt es 45 Minuten zu
>strukturieren, dabei möglichst viele Methodenwechsel einzubauen.
Also heute heißt es "so viele Methodenwechsel einzubauen, wie man für
sachlich angemessen hält."
>Sorry, ebenso wie ein zweistündiges Video nichts mit Unterricht zu tun
>hat,
Kann schon - kommt auf das Fach, die Lernziele und den
Beobachtungsauftrag an. Wenn ich in Englisch eine Reihe über einen
Spielfilm mache, würde ich ihn schon irgendwann gern mal ganz
vorführen, auch gern vorweg - Filmanalyse machen unsere bereits in der
11/1, so dass man später in der Oberstufe im richtigen Kurs das Thema
fantastisch vertiefen kann.
Aber einfach nur "Video reiniehen" oder "im Web rumsurfen" können die
SchülerInnen ja wirklich besser in ihrer Freizeit.
--
Gruß
Radbert
in schule.internet.einsatz Juergen Koenig <mkjt...@gmx.de> wrote:
> Alle Medien, auch die sogenannten 'Neuen Medien' sind Arbeitsmittel. Da
Jepp. Nur gilt man schnell als unmodern, wenn man nach dem Motto
"Das will ich erreichen - welche Medien sind geeignet?" verfährt,
und dabei feststellt, dass die Erfindung von Kreide, Tafel und
Gespräch gar nicht so dumm war, als unmodern.
"IN" ist: "Ich habe ein Medium - kann ich es nicht irgendwie
einsetzen?". 90% aller Lernprogramme verlören sonst ihre
Daseinsberechtigung...
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Dieser Windows-Schutzfehler wurde ihnen präsentiert von
Kromburger Pilsener
(Wolfgang Horejsil)
"Jemand" war der völkische Beobachter, der damit W. Churchill
diskreditieren wollte.
Also ein Zitat mit einer ziemlich üblen braunen Vergangenheit.
Richtig ist allerdings, daß in der zitierten Auswertung einiges
schiefgelaufen ist (hier: "nicht vergleichbare Grundgesamtheiten")
Das liegt aber nicht an der Statistik, sondern an unseriösen
Betreibern der Statistik.
Gruß
Uli