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OOP in der SEK 2 (Gymnasium) mit BlueJ

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guidofranke

unread,
Jul 14, 2008, 2:20:01 PM7/14/08
to
Hier hätte ich gern eine Plattform, auf der Erfahrungen und Hinweise zum
o.a. Thema diskutiert und vorgestellt werden.

Seit dem letzten Schuljahr 2007/08 haben die Länder Berlin, Brandenburg
und MV ein gemeinsames Kerncurricula für Informatik entwickelt. Nur die
passenden Umsetzungsvorschläge und Fortbildungsveranstaltungen fehlen
bis heute vollständig.

Also, Ihr seid alle aufgerufen, hier Interessantes zu verbreiten, was
unseren Unterricht verbessern könnte.

Vielen Dank im Vorraus

Guido Franke
FB-Leiter
http://www.fransoft.de

Jens Kallup

unread,
Jul 15, 2008, 3:32:39 AM7/15/08
to
Hallo guido,

was meinst Du mit "mit Blue"? Windows?

> Hier hätte ich gern eine Plattform, auf der Erfahrungen und Hinweise zum
> o.a. Thema diskutiert und vorgestellt werden.

Also ich verfolge ja diese Nachrichtenbretter schon seit einigen Monaten,
ausser die monatlichen Infos von Felix Schueller siet man hier nix.

> Seit dem letzten Schuljahr 2007/08 haben die Länder Berlin, Brandenburg
> und MV ein gemeinsames Kerncurricula für Informatik entwickelt. Nur die
> passenden Umsetzungsvorschläge und Fortbildungsveranstaltungen fehlen
> bis heute vollständig.

Was für Inhalte sollen vermittelt werden?
OOP? Ver- und Entschlüsselung?
Habe mal im Google nachgeschaut, da gab es einige Treffer, aber ich konnte
keine Inhalte herauslesen. Vielleicht war ich auch zu faul weiter zu
forschen -- hihi.

Was die Umsetzung von Fortbildungsveranstaltungen betrifft:
Vor einigen Monaten (oder besser 2-3 Jahre) habe ich mal mit einen Tutor
zusammen gearbeitet. Da ging es um es Grob zu sagen um E-Learning.
Also Lernen über das Internet. Wir konnten zu der Zeit schon grosse
Erfolge verbuchen.
Wir hatten damals über die Windows Media Dienste einen (für heutige
Ansprüche recht langsamen) Stream eingerichtet, der an die Conference
Teilhabenden Benutzer gesendet wurde. Da aber mit steigender Teilnehmer-
zahl die Bandbreíte eines herkömmlichen DSL Anschlusses überstieg,
musste eine Andere Lösung her ... soupcast ..

> Also, Ihr seid alle aufgerufen, hier Interessantes zu verbreiten, was
> unseren Unterricht verbessern könnte.

Also um OOP gechweigedenn prozedural Programmieren zu können, muss man
auch einiges mit sich bringen (von zu Hause aus). Wie soll ich sagen?
Man muss geboren sein oder einen warmen Draht dafür haben, sonst wird
das nichts.
Es ist vielleicht besser, irgend wo stehende DOS Computer wieder heraus
zu Kramen und dort mit BASIC anzufangen (jedenfalls die ersten 4 Stunden).
Was nützt dieses KlickiKlacki mit der Maus, wenn man nicht einmal die
Grundkenntnisse der einen oder anderen Programmiersprache hat und gleich
mit 32 Bit IDE Programme anfängt, bei dem die Schüler Komponenten auf
eine Form setzten und nicht weiter kommen...

Viele Grüße
Jens


guidofranke

unread,
Jul 15, 2008, 2:21:41 PM7/15/08
to
Genau das ist der Grund.
Ich hab in den Foren JAVA und Python eine rege Diskussion ausgelöst.
Wollte eigentlich nur eine Entscheidungshilfe, weil einige BlueJ (JAVA)
und andere Python nutzen.

Gegoogelt ist gut.
Hier der richtige Pfad:

Wen es speziell interessiert: Das Kerncurricula für die Sekundärstufe 2
am Gymnasium findet ihr hier zum download:

http://www.bildungsserver-mv.de/download/rahmenplaene/kc-informatik-11-12-gym.pdf


Hier ein Auszug für das Thema Softwaretechnik

4.3 Softwareentwicklung
(2 Wochenstunden, 1/2 Schuljahr also max. 32 Stunden)
Anmerkung: ich kenne niemenden, der nach 32 Stunden prgammieren konnte ;-(
Inhalte
● objektorientierte Modellierung (UML-Klassendiagramme)
● Algorithmen und Datenstrukturen
● objektorientierte Programmierung
● Grundlagen systematischer Softwareentwicklung (Software-Life-Cycle)
Hauptfach (4 Wochenstunden)
● deklarative Programmierung (funktional oder logisch)
Kompetenzerwerb im Themenfeld
Im Themenfeld Softwareentwicklung erwerben die Schülerinnen und Schüler
Kenntnisse
über das methodische Vorgehen zur modellhaften Entwicklung von
Softwaresystemen.
Die Darstellung von Algorithmen in graphischer Form und ihre Umsetzung
in ein effizientes
Programm sollen den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in eine
wesentliche Phase
der Erstellung von Software vermitteln. Problemlösestrategien werden von
den Schülerinnen
und Schülern selbst angewendet. Die algorithmischen Lösungswege werden
dabei formalisiert,
implementiert und auf Zuverlässigkeit geprüft.
Die Einführung eines weiteren Programmierparadigmas verdeutlicht, dass
für die Lösung
von Problemen verschiedene Sprachkonzepte unterschiedlich gut geeignet sind.
Mensch-Maschine-Schnittstellen werden analysiert und adressatengerecht
berücksichtigt.
Mögliche Kontexte
● Pakete, Interfaces
● Softwareergonomie
● Veränderung in der Arbeitswelt
● Auswirkungen in der Gesellschaft
● Simulation (dynamische Systeme, Automaten)


Übrigens ist das Alles an Informationen, die man uns gibt. Die Zentralen
Abiturprüfungen geben etwas mehr Aufschluss über dass, was gelehrt
werden soll. So etwas "Schwammiges" kann man Schülern doch nicht antun,
oder?

Hier mal eine Beispielarbeit:

http://www.bildung-mv.de/export/sites/lisa/de/abitur2008/Beispielaufgaben_2008_pdf-Format/Informatik.pdf

Jens Kallup

unread,
Jul 15, 2008, 7:19:41 PM7/15/08
to
Hallo guido,

> Genau das ist der Grund.
> Ich hab in den Foren JAVA und Python eine rege Diskussion ausgelöst.
> Wollte eigentlich nur eine Entscheidungshilfe, weil einige BlueJ (JAVA)
> und andere Python nutzen.

Ah, jetzt verstehe ich, Du meinst mit Blue dieses komische Java DingsBums.
Nur weil das Teil Neu ist und für junge Menschen "trendy" ist, sagt es noch
nicht viel aus, ob man gleich mit der OOP anfangen sollte, und stattdessen
mit prozeduraler Programmierung anfanglich arbeitet.
Ich habe festgestellt, dass ein Großteil der Belegschaft von Schulen in ganz
Deutschland noch nicht einaml weis, welche Software überhaupt eingesetzt
werden soll. Zumal die (Test)PrüfungsKlausuren schwammige Aussagen
treffen wie "Wählen Sie eine von Ihnen ausgesuchte Programmiersprache
aus und begründen Sie ihre Entscheidung" .... brrrrrr :-(

> Wen es speziell interessiert: Das Kerncurricula für die Sekundärstufe 2
> am Gymnasium findet ihr hier zum download:
>
> http://www.bildungsserver-mv.de/download/rahmenplaene/kc-informatik-11-12-gym.pdf

Danke für den Tip!
Ich habe Anfangs noch nicht das ganze Skript durchgelesen, als ich began diesen
Text zu schreiben. Aber eines viel mir wieder auf ... Kompetenzerwerb und Ziel, auf
die Anforderungen an ein Hochschulstudium vorzubereiten.
Irgendwie schauderts mich jetzt schon vor den Text - Warum wirst Du dich jetzt Fragen
Nunja, ich habe Dein Posting gelesen und da schauderts mich auch schon .. aber
dazu später mehr ...
Wie ich schon geschrieben habe .. die Passage "Standardorientierung" wuschelte
ich mit der Hand durchs Haar.
Weiter im Text ...
"Mit Informationen Umgehen" ...
Da kommen Punkte zusammen, die das Zusammenspiel von Mehreren Programmen
und Tools aufzeichnet. HeJemene.... Daten aufbereiten (erfordert Kenntnisse in Excel
oder vergleichbarer Software) Informationen sammeln (Internet Browser .. siehe google
und "TGP" pöses Suchwort :-) (Hier wird es notwendig sein, Hausintern Informationen
anzubieten (Erfordert aber auch Content) ... sind Informationen wahr oder falsch? etc...
Informationen aufbereiten (Word oder grob als Präsentation ... PowerPoint) ....

> 4.3 Softwareentwicklung
> (2 Wochenstunden, 1/2 Schuljahr also max. 32 Stunden)
> Anmerkung: ich kenne niemenden, der nach 32 Stunden prgammieren konnte ;-(
> Inhalte

Richtig!
Wenn ich da den Punkt 4.1 schon sehe ....
Mit Datenbanken habe ich mich mindestens 1 Jahr rumgefummelt, bis ich in etwa
wusste, wie man eine Datenbank programmiert ... das fängt schon an bei der
Auswahl dieser und dessen Konfiguration ... siehe BDE (Borland Database Engine
in Verbindung mit Delphi(Pascal) oder dem C++ Builder).
Welche Datenbank nehme ich den nun?
BDE?
MSSql Server?
MySQL?
PostgresSQL? (wieder nen Schlagwort: SQL ... viele Anwendungen verwenden
nur noch SQL ... wie kann ich ein Query setzen? ...)
DBASE? (ja das Produkt gibt es immer noch und wird auch sporadisch Weiter.
entwickelt!!! .... meine Favoriten DatenbankEntwicklungsUmgebung)
Weil ich gerade von DBASE schreibe ... im KlausurBeispiel (Letzte Aufgabe,
die mit dem Handy ... *kopfkratz* viele wissen nicht woher Sie eine geeignete
Programmiersprache herbekommen .. ich muss gestehen, es ist wirklich nicht
mal so einfach dbase noch zu bekommen!! zum Glück habe ich noch eine
16-Bit und eine 32-Bit Version von dbase, wobei ich wiederum sagen muss,
das die 16-Bit Version deutlich besser war als die 32-Bitter ...
Klar kann man jetzt sagen, ich nehme Accsees oder wie das Teil vom Office
Suite von Microsoft heißt, aber um damit zu arbeiten brauche ich "BASIC"
Kenntnisse ... kannst Du nun erkennen, warum ich im letzten Posting von
BASIC schrieb? ...

Punkt 4.2 geht noch, habe in meiner Ausbildung noch mit den 7 Schichten
OSI Modell und Subnetting (schriftlich) kämpfen müssen ....

Punkt 4.4 ist schon wieder ein Stück harter Tobak.
Weisst Du wievel Jahre ich gebraucht habe, um halbwegs einen Interpreter
zu schreiben? Nein, gut, es waren mehr als 3 Jahre ... Code geschrieben
analysiert .. mist .. verworfen, neu geschrieben getestet ... wieder neu
geschrieben ... einmal von Grundauf ohne Tools wie YACC, LEX oder BISON
und einmal mit ...
Kellerautomat, ja das war und ist Toll ... Stacks

> Hier mal eine Beispielarbeit:
>
> http://www.bildung-mv.de/export/sites/lisa/de/abitur2008/Beispielaufgaben_2008_pdf-Format/Informatik.pdf
>
> Übrigens ist das Alles an Informationen, die man uns gibt. Die Zentralen
> Abiturprüfungen geben etwas mehr Aufschluss über dass, was gelehrt
> werden soll. So etwas "Schwammiges" kann man Schülern doch nicht antun,
> oder?

Wie gesagt ist schon schwerer Tobak. Mein Glück war es, das mein Vater genug Geld
hatte, um mir einen 386er DOS Computer zu kaufen und ich darauf von Anfang an
Programmieren gelernt habe. Aber man kann doch nicht davon ausgehen, das jeder
Schüler oder Schülerinn einen Computer zu Hause stehen hat.
Dazu müsste es Angebote geben, wo sich Schüler an entsprechen geschultes Personal
wenden können. Zum Beispiel, als ich noch Schüler war, gab es Nachmittags die
Möglichkeit, eine Art Nachhilfestunden zu nehmen. Dort konnte man Computer nutzen.
Also das alles kann man unmöglich in 2 Jahren lehren. Es sei denn man hat nen Draht
zu der Materie und frimmelt sich da ein.
Aber dann kommt wieder die Gesundheit .. ich kann mir nicht vorstellen das es Gesund
ist, 8 Stunden zusätzlich am heimischen Computer zu sitzen und für Informatik zu lernen.
Deutschland - Ein Volk von Invaliden und Rentnern? hehe .. ich wills ja nicht schwarz
malen, aber ich kann es ja an meinen Körper spüren ... Brille ... Muskelverspannungen
naja wol'n nicht jammern mir machts Spass.
Aber jetzt nochmal was zur BeispielPrüfung, da kommen ja Sachen vor, die erst an der
Hochschule oder an der Uni gelehrt werden.
Stichwort "Künstliche Intelligenz" "FarbenProblem" "Interpreter/CompilerBau" ...
nene
ich will kein Schüler mehr sein, ich bin zufrieden, das ich das eine kann und nicht
ständig Trends hinter herlaufe.
Also das war das Wort zum Sonntag ... hehe nee
Gruß
Jens

Hannelore Goos

unread,
Jul 16, 2008, 12:37:30 PM7/16/08
to
Am Tue, 15 Jul 2008 20:21:41 +0200 schrieb guidofranke:

> Wen es speziell interessiert: Das Kerncurricula für die Sekundärstufe 2
> am Gymnasium findet ihr hier zum download:

OT - aber damit du dich nicht weiter blamierst: Curriculum ist der
Singular, Curricula ist der Plural.

--
Hannelore Goos
http://www.sonnenastro.de
http://www.neomarica.de

guidofranke

unread,
Jul 16, 2008, 4:52:47 PM7/16/08
to
Hannelore Goos schrieb:

> Am Tue, 15 Jul 2008 20:21:41 +0200 schrieb guidofranke:
>
>> Wen es speziell interessiert: Das Kerncurricula für die Sekundärstufe 2
>> am Gymnasium findet ihr hier zum download:
>
> OT - aber damit du dich nicht weiter blamierst: Curriculum ist der
> Singular, Curricula ist der Plural.
>
Danke. 4 Semester sind wohl mehr Plural als Singular? DRUM CURRICULA UND
NICHT LUM (zu deutsch: Rahmen-Lehrpläne für 4 Schulhalbjahre)

guidofranke

unread,
Jul 16, 2008, 4:57:38 PM7/16/08
to
Hannelore Goos schrieb:

> Am Tue, 15 Jul 2008 20:21:41 +0200 schrieb guidofranke:
>
>> Wen es speziell interessiert: Das Kerncurricula für die Sekundärstufe 2
>> am Gymnasium findet ihr hier zum download:
>
> OT - aber damit du dich nicht weiter blamierst: Curriculum ist der
> Singular, Curricula ist der Plural.
>
Was hat eine astrologische Planzenschwester mit Informatik am Gym zu tun?

Gernot Zander

unread,
Jul 16, 2008, 10:57:33 AM7/16/08
to
Hi,

in schule.informatik Jens Kallup <jka...@web.de> wrote:
> nene
> ich will kein Schüler mehr sein, ich bin zufrieden, das ich das eine kann und nicht
> ständig Trends hinter herlaufe.
> Also das war das Wort zum Sonntag ... hehe nee

Deswegen wählen auch immer weniger Schüler Informatik. Wenn man das,
was da steht, halbwegs richtig macht, wird das richtig schwer. Und
es nutzt auch nichts, das zu weit runterzukochen, weil man die Abi-
Aufgaben ja vom Fachberater absegnen lassen muss. Ich kenne mehr
als eine Schule, die in 12 nächstes Jahr keinen Inf-Kurs mehr zusammen-
bekommt.

(Was aber nicht heißt, dass man nicht gleich mit OOP anfangen kann.
Das fällt vermutlich altgedienten Hackern nur deswegen schwer, weil
sie selbst mit Basic oder Alt-Pascal angefangen haben. Die Herangehens-
weise OOP ist so dramatisch nicht und vereinfacht auch sequenzielle
Dinge, weil die einzelnen Funktionen kürzer und algorithmisch einfacher
werden. Solch Spagetti-Code mit Ascii-Menu und Merfachverzweigung
entfällt da einfach, z.B.)

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Wenn man seinem Erzfeind einen Mühlstein schickt,
bricht zuerst der Briefträger zusammen. (Masurisches Sprichwort)

Gernot Zander

unread,
Jul 16, 2008, 5:42:40 PM7/16/08
to
Hi,

Das Wort Curriculum beschreibt den Gesamtablauf in einem Unterrichts-
fach, in dem sich bestimmte Dinge jedes Jahr wiederholen und durch
neue ergänzt werden um so die Bildung eines Gesamteindrucks zu ermöglichen.
Das geht über einen simplen Lehrplan hinaus, indem es neben reinen
Fakten jeweils neue Anknüpfungspunkte bildet.
Mehrjährige Pläne werden daher üblicherweise im Singular als Curriculum
bezeichnet. Von Curricula würde man erst bei mehreren Fächern sprechen.

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*

Wo wir sind, geht alles durcheinander, aber wir können nicht überall sein.

Hannelore Goos

unread,
Jul 17, 2008, 2:02:19 PM7/17/08
to

Vielleicht interessiert mich, wieviel Deutsch ein Informatikinteressierter
in der Sek II kann? Wenn du darauf bestehst, dass du mehrere Currucula
meinst, hast du den falschen Artikel benutzt.

Im übrigen arbeite ich seit mehr als 25 Jahren mit Computern . . .

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