Paritt stammt von dem lateinischen Wort Paritas (= Gleichheit) ab. Gleichheit kann sehr unterschiedlich verstanden werden. In der aktuellen Debatte um Parittsgesetze geht es um die Geschlechterparitt, genauer um die Gleichheit zwischen Frauen und Mnnern innerhalb der Politik. Die Gleichheit soll sich in den Parlamenten widerspiegeln. Wenn ein Parlament oder eine andere politsche Institution so zusammengesetzt ist, dass dort die Bevlkerung abgebildet wird, ist eine Paritt erreicht. Dies wrde bedeuten etwa zur Hlfte mnnlich und weiblich. Der Aspekt Nicht-Binaritt oder Trans* wird hier noch nicht umfangreich mit einbezogen. In Deutschland gibt es seit 2019 die ersten Parittsgesetze, angefangen in Brandenburg und Thringen. Die Gesetze beziehen sich auf die Listenmandate in den Landesparlamenten. Genauer bedeutet das, dass die Parteien dort verpflichtet sind, auf ihren Wahllisten abwechselnd Frauen und Mnner aufzustellen.
Das Wort Privileg von dem Lateinischen Privilegium (= Ausnahmegesetz) bezeichnet ein (unverdientes) Vorrecht oder einen Vorteil, welches/welcher einer Person aufgrund krperlicher, psychischer oder sozialer Merkmale zuteil kommt. Viele Privilegien ergeben sich aus den patriarchalen Strukturen, durch welche insbesondere weie Cis-Mnner profitieren. Hufig wird daher auch der Begriff Male Privilege verwendet, um die Gesellschaftsstrukturen zu beschreiben, in denen der Mann bevorzugt ist. Die Bevorteilung von Mnnern geschieht sowohl bewusst als auch unbewusst. Mit einem Privileg knnen hufig auch weitere Privilegien dazugewonnen werden, so beispielsweise konomische oder bildungsbezogene Privilegien.
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