Man kann natürlich einen Open-source-Router per OpenWrt oder dd-wrt
aufsetzen oder sich eine Barebone-Rechner-Lösung ausdenken, aber ist
das Szenario denn so speziell, dass man keine Standardlösung kaufen
kann?
rwth.dialup hatte das Thema schon mal vor einem Jahr:
http://groups.google.de/group/rwth.dialup/browse_thread/thread/e3b29746f883caea/
Hat da jemand neue Erfahrungen gemacht?
Um dem üblichen Einwand vorzugreifen: Nein, ich möchte das RWTH Netz
nicht unzulässig erweitern sondern nur für mich alleine nutzen
(Desktop und Laptop am Router, da nicht in der ganzen Wohnung Eduroam
Empfang)
Hat jemand so ein System bei sich laufen?
Gruß, Thomas
> Hallo,
> nutzt jemand das Eduroam-Wlan per Bridge? Nach langer Internet-
> Recherche hab ich keinen Access-Point / Router gefunden der als Client
> eine Anmeldung per 802.1X (wpa-enterprise) unterstᅵtzt.
Wie du schon zu wissen scheinst, sind OpenWRT oder DD-WRT deine Freunde.
Insbesondere in Kombination mit einem modernem Router mit 2 Transmittern,
wie Netgear WNDR3300 oder Linksys WRT610N.
> Man kann natᅵrlich einen Open-source-Router per OpenWrt oder dd-wrt
> aufsetzen oder sich eine Barebone-Rechner-Lᅵsung ausdenken, aber ist
> das Szenario denn so speziell, dass man keine Standardlᅵsung kaufen
> kann?
Sieht wohl so aus.
>
> Um dem ᅵblichen Einwand vorzugreifen: Nein, ich mᅵchte das RWTH Netz
> nicht unzulᅵssig erweitern sondern nur fᅵr mich alleine nutzen
> (Desktop und Laptop am Router, da nicht in der ganzen Wohnung Eduroam
> Empfang)
Das wᅵrde aber trotzdem eine unzulᅵssige Erweiterung darstellen, weshalb ich
hier auf eine genaue Anleitung verzichte.
> Hat jemand so ein System bei sich laufen?
Nein, ich weiᅵ aber das es geht.
Christian
Prinzipiell ist das Bridgen von WLAN-Clients im 802.11 Standard nicht
vorgesehen und nicht mᅵglich.
Es gibt einige proprietᅵre Lᅵsungen die meines Wissens nach alle Pakete
auf die MAC-Adresse des AP ᅵbersetzen (eine Art NAT auf dem
Transport-Layer), was sicherlich zu einer groᅵen Anzahl weiterer
Probleme fᅵhrt (deiner Kreativitᅵt diesbezᅵglich lasse ich mal viel
Platz) und daher nicht zu empfehlen ist.
Darᅵber hinaus ermᅵglichen mac80211 und der alte madwifi unter Linux
eine saubere Lᅵsung, die vom AP aber explizit unterstᅵtzt werden muss
und somit hier nicht infrage kommt.
Ergo: Du wirst nicht glᅵcklich werden. Wenn du was zuverlᅵssiges willst
musst du routen und NATen, was zwar fᅵr jeden Netzwerkkundigen trivial
zu bewerkstelligen ist und vom Rechenzentrum kaum festgestellt werden
kann, aber dennoch explizit untersagt ist.
Doch (Stichwort: 4-address-frames) - da muᅵ die Gegenseite aber mitspielen,
daher nᅵtzt das hier nichts.
> Es gibt einige proprietᅵre Lᅵsungen die meines Wissens nach alle Pakete
> auf die MAC-Adresse des AP ᅵbersetzen (eine Art NAT auf dem
> Transport-Layer), was sicherlich zu einer groᅵen Anzahl weiterer
> Probleme fᅵhrt (deiner Kreativitᅵt diesbezᅵglich lasse ich mal viel
> Platz) und daher nicht zu empfehlen ist.
Bei exakt einem LAN-Client geht das ohne Nebenwirkungen. Es gibt wohl auch
Lᅵsungen, die pro LAN-Client eine eigene MAC-Adresse auf dem WLAN nutzen
(notfalls also jeweils mit eigener 1x-Verhandlung etc.) - niemand sagt, daᅵ
ein Radio logisch nur eine Station sein darf.
cu
Michael
Am 19.01.2010 18:40, schrieb Thomas:
> Um dem �blichen Einwand vorzugreifen: Nein, ich m�chte das RWTH Netz
> nicht unzul�ssig erweitern sondern nur f�r mich alleine nutzen
> (Desktop und Laptop am Router, da nicht in der ganzen Wohnung Eduroam
> Empfang)
Was klar sein sollte: es handelt sich um eine unzulaessige Erweiterung,
wie andere schon richtig erkannt haben.
Was ebenso klar sein sollte: unser WLAN ist fuer mobile Kunden
konzipiert. Weiterhin sieht das derzeitige Konzept keinerlei
Funktionsgarantie vor. Bei Ausfaellen moegen somit die Kunden derzeit
einen anderen Hotspot aufsuchen. Eine Abdeckung von Privatwohnungen
unterstuetzen wir nicht gezielt.
Gruss, tomtom
--
Dipl.-Inform. Thomas Boettcher
Abt. Kommunikation & Sicherheit
RWTH Aachen University, Center for Computing and Communication
http://www.rz.rwth-aachen.de - boet...@rz.rwth-aachen.de
(bisschen OT) Welches kommerzielle Produkt unterstᅵtzt die? Ich hab das
natᅵrlich schonmal probiert, habe aber an beiden Endpunkten Linux gehabt.
>> Es gibt einige proprietᅵre Lᅵsungen die meines Wissens nach alle Pakete
>> auf die MAC-Adresse des AP ᅵbersetzen (eine Art NAT auf dem
>> Transport-Layer), was sicherlich zu einer groᅵen Anzahl weiterer
>> Probleme fᅵhrt (deiner Kreativitᅵt diesbezᅵglich lasse ich mal viel
>> Platz) und daher nicht zu empfehlen ist.
>
> Bei exakt einem LAN-Client geht das ohne Nebenwirkungen. Es gibt wohl auch
> Lᅵsungen, die pro LAN-Client eine eigene MAC-Adresse auf dem WLAN nutzen
> (notfalls also jeweils mit eigener 1x-Verhandlung etc.) - niemand sagt, daᅵ
> ein Radio logisch nur eine Station sein darf.
Daran habe ich jetzt nicht gedacht, klingt aber auch eher kompliziert.
Wobei ich mir vorstellen kᅵnnte dass es kommerzielle Produkte gibt die
letzteres unterstᅵtzen.
Ich kenne das von Cisco (keine Ahnung, welches Modell das war) und von
Lancom (alle).
>> Bei exakt einem LAN-Client geht das ohne Nebenwirkungen. Es gibt wohl auch
>> Lᅵsungen, die pro LAN-Client eine eigene MAC-Adresse auf dem WLAN nutzen
>> (notfalls also jeweils mit eigener 1x-Verhandlung etc.) - niemand sagt, daᅵ
>> ein Radio logisch nur eine Station sein darf.
>
> Daran habe ich jetzt nicht gedacht, klingt aber auch eher kompliziert.
> Wobei ich mir vorstellen kᅵnnte dass es kommerzielle Produkte gibt die
> letzteres unterstᅵtzen.
Das braucht spezielle Unterstᅵtzung im WLAN-MAC und ist daher selten.
cu
Michael
Hab mir gerade mal die Specs der Lancom APs angeschaut, die
unterstützen standardmäßig eine Anmeldung an einem 802.1X Netz als
Supplicant (Client), so wie man das braucht: z.B.:
http://www.lancom-systems.de/LANCOM-L-310agn-Wireless.877.0.html
Bleibt nur das Problem der Apothekenpreise von Cisco und Lancom: 400€
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