Hi Leute,
Mal seit langem ein kleines Update von mir:
Ich hab jetzt den "MakerPi M1 mini" gekauft. — Woohoo :)
Ein wirklich tolles Gerät für den winzigen Preis ($159 ~ €145).
Der Zoll war aber verdammt hoch mit geschlagenen € 59.
Gründe für die Neuanschaffung:* Ich wollte immer schon einen kleinen leicht transportierbaren 3D-Drucker.
* Wollte einen Quaderförmigen Drucker. Kein unförmiges Schwebebalken- oder offenes Portal-design.
* Außerdem halte ich rein gar nichts von diesen nutzlos hoch-gestylten Spritzguss Abscheulichkeiten.
* Ein Zweitdrucker gibt mir eine Ausweichalternative falls mein Ultimaker mal repariert werden muss (wie z.Z. wegen verstopfter Düse)
* mehr als 95% aller Dinge die ich drucke sind sowieso kleiner als 10x10x10 ccm — (kann meinen UM schonen)
* Hab eine Spule 1.75mm HERZ PETG Filament herumliegen das ich mit meinem nur 3mm fressenden UM nicht verdrucken kann.
https://shop.filamentonline.de/de/home/133-abs-filament-175mm.htmlDie einzige Drucker eines ähnlichen Typs den ich in der Vergangenheit gefunden hatte waren:
(1) Der "Hobbyking Fabrikator mini" der damals ausschied wegen des zerbrechlichen Acrylglas-Gehäuses und wegen der nicht zu berauschenden Reviews und
(2) dessen Nachfolgermodell "Hobbyking Fabrikator II mini" aus Alu. Der war aber komplett ausverkauft.
Der Mini-Drucker ist vorgestern am 25.Mai angekommen.Hatte anfangs Probleme mit der Z-Nullpunktsetzung.
Er hat immer angefangen ~2mm in der Luft zu drucken. Auch der mitgelieferter Beispiel G-code.
Sowohl Beschreibung und Beispielgcode waren beide nicht hilfreich.
Nullpunkt manuell verändern ist scheinbar nur in die andere Richtung möglich (Druck startet dann noch weiter oben)
Ich vermute mal das die da
(#1) in der Firmware eine Deppensicherung eingebaut haben.
So, dass man selbst mit falschem/bösem gcode nicht ins Druckbett rein crashen kann. Und dass ich da
(#2) eine zu dünne Magnetmatte bekommen hab — oder so ähnlich.
Meine derzeitige Hack-Lösung:
Ich schiebe die magnetischen Druckmatte etwas zur Seite und lasse
den Drucker den Nullpunkt daneben (und daher etwas tiefer unten) nehmen,
und verändere im Start Gcode den Nullpunkt in die andere Richtung (die mögliche Richtung).
Und Das funktioniert dann auch (mit minimalem Druckbettflächenverlust).
Die Firmware ist Marlin basiert. Ich hab aber noch nicht
aufgeschraubt und rein geschaut auf welcher Hardware das alles läuft.
Und ob und inwieweit das eventuell hackbar wäre.
Eigenschaften des Mini-Druckers: * (++) Der Nullpunkt wird direkt am Druckbett genommen (der Druckkopf federt ein bis zum integrierten Endstopp-Schalter).
* (+) Er ist ein Bowden-Drucker (wie mein UM
bevor meinem Umbau zu indirektem Direktantrieb um TPU Filafex drucken zu können)
Ich bevorzuge BowdenDrive über DirectDrive also hier ein plus.
* (+) Die Druckqualität bei 60mm/s Druckgescwhindigkeit (das ist die obere Grenze der offiziellen Empfehlung 40-60)
ist nach meinem ersten Testdrucken von groben (für FDM druck optimierten) Schrauben zu urteilen zufriedenstellend.
Ein klein wenig schlechter als die Qualität vom Ultimaker aber bei weitem ausreichend für
die groben mechanischen Kleinteile die ich im Sinn habe.
Wegen dem kleinen Preis geb ich der Qualität hier ein plus.
* (0) Im fehlt ein beheiztes Druckbett genauso wie meinem UM.
* (0) Er arbeitet nicht überraschend mit 1.75mm Filament anstatt mit 3mm.
* (0) Kein Display (stört mich nicht all zu sehr) — (er druckt die datei "0.gcode")
* (0-) Das Alu könne ein klein wenig dicker sein für mehr
Transport-Stabilität. Aber so ist er auch leichter. Fast ein pro-con
Nullsummenspiel.
* (0-) Die 16GB Speicherkarte ist vom Typ TF (daher winzig). Sie kommt mit einem kleinen USB Adapter mit abnehmbarer Kappe. Das macht drei leicht zu verlierende Teile.
* (--) ?? Eine Einstellbarkeit der Druckbettneigung ist auf Anhieb nicht ersichtlich ??
Das Druckbett ist leicht schief … Hrmm vielleicht geb ich nen Klebestreifen einseitig unter die Magnetplatte. Suboptimal.
* (---) Leider ist das Druckbett nicht einklappbar und steht immer zumindest auf einer der zwei Seiten etwas heraus.
Also ist er nicht komplett quaderförmiger. Kein Box-Drucker sondern seine eigene Klasse.
Summa summarum: (ungesponorte) Kaufempfehlung.Ich hab bei 3dprintersonlinestore bestellt und nach der silbernen Variante gefragt die
sie nicht offiziell anbieten. Hab die silberne Variante dann auch (wider erwarten) bekommen.
https://www.3dprintersonlinestore.com/makerpi-m1-mini-3d-printerPS:
Da war ein bisschen mysteriöses weißes Filament zum testen dabei:* extrem glatt (glatter als PLA und sogar glatter als PETG) fast so glatt wie POM (aber ganz sicher kein POM aka Delrin)
* Druckbetthaftung auf kaltem Blue-Tape ein klein wenig schlechter als PLA (=> 20mm/s Erstschicht mit Brim)
* völlig geruchlos wie PETG — aber es riecht nicht mal wenn man es anzündet
* verstärkte Weißverfärbung vor dem Bruch — wie bei manchem (?) ABS
* niedrige Verarbeitungstemperatur — wie bei PLA
* keine Auflösung in Aceton oder MEK aber eine Aufweichung — wie bei PLA
Ich glaube das wäre ein super Material für
Gleitlager, Zahnräder, Schrauben, usw … (meine Richtung)
Hat irgendwer von euch vielleicht eine Idee was das für ein
Filament-Material sein könnte (Chemisch / Marke)?Beste Grüße
Lukas