Buch Von Henoch

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Phyliss Berard

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Aug 3, 2024, 5:39:10 PM8/3/24
to quamstimvabes

Das thiopische Henochbuch (oder Erstes Henochbuch, Abkrzung 1 Hen oder thHen) gehrt zu den so genannten Pseudepigraphen des Alten Testaments. Es umfasst eine umfangreiche Sammlung apokalyptischer Henoch-Traditionen mit unterschiedlichen Entstehungszeiten. Die ltesten Teile des Henoch-Buches drften aus dem 3. Jh. v. Chr. stammen. Im Henochbuch finden sich apokalyptische Schilderungen wie in der Johannesoffenbarung und im Danielbuch, sie sind jedoch deutlich lter als diese. Die Offenbarung wird meist auf etwa 95 n. Chr. datiert, Daniel auf 167 v. Chr. Das Henochbuch ist somit die lteste bekannte apokalyptische Schrift.

Groe Teile des Henochbuches wurden 1948 zusammen mit anderen Werken in den Hhlen von Qumran gefunden und zwar in aramischer Sprache, was wahrscheinlich die Originalsprache darstellt.[1] Teile des Henochbuchs sind enthalten in den Qumrantexten 4Q201 bis 4Q202, 4Q204 bis 4Q212 und 1Q19.

Nicht in den Qumran-Funden enthalten ist das (Teil-)Buch der Bildreden. Es wurde schon immer vermutet, dass dieser Teil des Henochbuches erst in christlicher Zeit entstanden sei. Die Qumran-Funde nhren diese Vermutung zustzlich. Man kann daher davon ausgehen, dass die Essener im 1. Jahrhundert v. Chr. das Werk zu einem groen Teil kannten.

Das Buch handelt einerseits von Henoch, der whrend seines irdischen Daseins in den Himmel entrckt wurde und dem so alle himmlischen und gttlichen Geheimnisse offenbart wurden, andererseits vom Fall der Engel.

In den vermutlich spter hinzugekommenen Bilderreden wird viel vom Menschensohn gesprochen. Unklar bleibt, ob damit der knftige Messias, den er an der rechten Seite des Thrones Gottes sieht, oder Henoch selbst gemeint ist.

Im sogenannten Astronomischen Buch wird von einer flachen Erde gesprochen, die auf Sulen ruht. Der Mond und die Sonne finden sich an Fden aufgehngt und kreisen um die Erde. Zwei Riesentiere, der Behemoth und der Leviathan, werden als mnnliches und weibliches Ungeheuer beschrieben, welche in der Wste und im Meer leben.

Henoch kehrt noch einmal zur Erde zurck und erfhrt in einem Traum, was seinem Urenkel Noach widerfahren wird und wie dieser von der Sintflut errettet wird. In der sogenannten Tierapokalypse zeigt Gott dem bestrzten Henoch, was mit der Welt und dem Volk Israel bis zur Verbannung Judas nach Babylon passieren wird, dies alles symbolisch mit Tierbildern, dabei symbolisieren Schafe das Volk Israel. Den Traum erzhlt er seinem Sohn Methusalem als Warnung. Schlielich wird er endgltig im Himmel aufgenommen.

Im thiopischen Henochbuch erscheint erstmals im jdischen Kulturraum eine ausfhrliche Beschreibung des Himmels sowie des Totenreichs, das nicht mit der Hlle zu verwechseln ist. Vielmehr kommt Henoch bei seiner Himmelsreise an schrecklichen Orten vorbei, wo die gefallenen Engel gefangen gehalten werden (1 Hen 21). Diese Beschreibungen haben vermutlich sowohl im Christentum als auch im Islam die Lehre von Himmel und Hlle beeinflusst und wurden in diesem Fall jeweils entsprechend weiter ausgeschmckt. Der Tanach kennt diese Form der Hlle nicht.[9]

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