Siehe, ich mache alles neu! - Offenbarung 21, 5 - Jahreslosung 2026

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Krust, Ralf

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Dec 30, 2025, 6:14:01 AM12/30/25
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Siehe, ich mache alles neu!

Liebe Gemeinde,

für das bald beginnende neue Jahr passt die biblische Jahreslosung sehr gut: alles neu.

Aber will ich das überhaupt, das alles neu wird?

Wenn alles gut läuft, ich Erfolg habe, dann will ich keine Veränderung.

Wenn was schiefläuft. Au ja, dann will ich sie doch.

Wir müssen sie also noch mal genauer anschauen, die Jahreslosung:

 

Die Bibel - Siehe, ich mache alles neu! Offenbarung 21, 5 - Jahreslosung

 

Alles neu machen, was ist das eigentlich?

Wir renovieren gerade ein Haus.

Es ist dann so: Siehe, ich mache das Alte neuer, brauchbarer. Da wird z.B. die Elektrik, die nicht mehr die Sicherheitsbestimmungen erfüllt, erneuert.

Das kann es aber nicht sein: Siehe, ich mache alles neu!

Damit wir es verstehen, brauchen wir den Zusammenhang, darum haben wir ihn vorhin das Umfeld der Jahreslosung als Lesung gehört.

 

Wer sagt dies eigentlich?

Gott selbst. Zweimal spricht Gott im Buch der Offenbarung direkt und selbst:

Zu Beginn: »Ich bin das Alpha und das Omega« (Offenbarung 1, 8), das heißt bevor diese Welt war und auch nachdem die Alte nicht mehr sein wird.

und zweitens in der Jahreslosung, wenn er von der Neuschöpfung aller Dinge spricht.

 

In welchem Zusammenhang steht das?

„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde.“

Dazu muss ich ein wenig ausholen. Die Jahreslosung steht im vorletzten Kapitel der Bibel. Und ich springe zurück ins 1.Buch Mose der Bibel, denn der jetzige Zustand dieser Welt war von Gott nicht so gedacht. Gottes gute Schöpfung ist durch den Sündenfall beschädigt, so wie es in Römer 8 heißt: „Die ganze Schöpfung seufzt und stöhnt vor Schmerz wie in Geburtswehen – bis heute.“ Das muss neu werden, das muss vergehen, so wie es hier heißt:

„Denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen.“

Gott repariert nicht, er schafft neu. Aber er schafft so neu, dass wir unsere Identität behalten, jedoch ohne die negativen Seiten, die uns im Augenblick so viele Probleme und Schwierigkeiten machen. Das Gute bleibt, das Schwierige geht.

„das Meer ist nicht mehr da.“

In der Bibel ist das Meer ein Bild für das Völkermeer. Wenn wir die Weltlage betrachten, dann sehen wir, dass sich das Völkermeer ganz schön chaotisch erweist. Und auch hier ist für ein friedliches Zusammenleben eine grundlegende Erneuerung nötig

 

Ein paar Beispiele, was neu meint:

  • Nähe statt Trennung

»Sieh her: Gottes Wohnung ist bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. «

Heue leben wir im Glauben an Gott und nicht im Schauen und wir leiden unter dieser Trennung. Wenn Gott sein Versprechen einlöst, dann werden wir ihm ganz nah sein.

Durch den Glauben an Jesus Christus können wir diese Nähe schon heute immer wieder zeichenhaft in unserem Leben spüren.

  • Leben statt Tod

»Er wird jede Träne abwischen von ihren Augen. Es wird keinen Tod und keine Trauer mehr geben, kein Klagegeschrei und keinen Schmerz.«

Schuld, Leid und Scheitern haben nicht das letzte Wort, so schwer sie uns belasten und wir damit fertig werden müssen. Der Glauben gibt uns eine Hoffnung, die stärker als jede Resignation. Hoffnung, die uns den Blick frei macht für die positiven Dinge und Erlebnisse.

Durch den Glauben an Jesus Christus bedeutet der Abschied am Grab nicht das Ende, sondern wir dürfen darauf vertrauen, dass wir unsere Lieben in Gottes neuen Himmel und neuer Erde wiedersehen.

  • Sinn statt Chaos

»Denn was früher war, ist vergangen.«

Es gibt kein Leben mehr unter dem Zeichen der Vergänglichkeit, weil der Tod besiegt ist. Die Trennung von Gott ist aufgehoben, weil wir bei ihm wohnen werden. Und das Böse und die Ungerechtigkeit haben weder Macht noch Platz in dieser neuen Wirklichkeit.

Aber nicht nur das äußere Leid ist beseitigt, auch innere Wunden, Angst, Schuld und Verlust werden verschwunden sein.

 

Wie hilft mir das im neuen Jahr:

  • Ich werde weiter Tränen, Tod, Klagegeschrei und Schmerz erleben. Aber ich weiß, das ist nicht das Ende, sondern ein schmerzhafter Schritt in Richtung Gottes neuen Himmel und neue Erde. Wir dürfen das Schwere ernst nehmen, es vor Gott bringen, es teilen und darauf vertrauen, dass Gott es eines Tages überwinden wird.
  • Ich darf Neues wagen und eingefahrene Wege durchbrechen, denn dies weist dann zeichenhaft auf Gottes neuen Himmel und neue Erde hin. Das gibt mir den Mut, Neues zu probieren und wenn ich damit mal scheitere, nicht aufzugeben, sondern dranzubleiben. So wie gerne sage: wenn ich nicht über den Berg komme, gehe ich um den Berg.
  • Ich darf neu entdecken, welche Schätze wir in der Bibel haben: zwischen den ersten Seiten der Schöpfung und hier den letzten Seiten, der Neuschöpfung durch Gott.
  • Die Jahreslosung ist eine Aufforderung zum Gebet. Gott zu danken und ihn zu lobpreisen, ihn zu bitten und zu ihm klagen und wieder neu entdecken. Weil er unser Gebet hört und auf es antwortet.
  • Weil Gott selbst es sagt, weiß ich, dass dies zuverlässig und wahr ist. Das hilft mir im Glauben auf Jesus und Gott zu vertrauen

 

Es war einmal ein alter, verwilderter Garten. Die Beete waren voller Unkraut, die Blumen welk, die Wege voller Steine. Die Menschen, die den Garten kannten, gingen traurig daran vorbei und sagten: „Hier wird nie wieder etwas Schönes wachsen.“

Eines Tages kam ein Gärtner. Er sagte: „Keine Sorge, ich mache alles neu!“
Die Menschen lachten: „Wie willst du das schaffen? Alles ist kaputt!“
Doch der Gärtner begann zu arbeiten: Er säuberte die Beete, pflanzte neue Blumen, reparierte die Wege und goss alles mit frischem Wasser.

Nach einer Weile blühte der Garten in Farben, die niemand mehr kannte. Die Vögel sangen, Kinder spielten, und die Menschen staunten: „So schön haben wir es nie gesehen.“

Der Gärtner sagte lächelnd: „So mache ich auch das Leben der Menschen neu – alles, was traurig oder zerstört war, kann wieder blühen.“

Das ist nur ein schwacher Vergleich zu dem, was Gott machen wird, denn Gott macht nicht nur den Inhalt des Gartens neu, er macht auch die Grundlage neu.

Das bedeutet ein Garten in dem es kein Unkraut, Entschuldigung kein Beikraut, mehr gibt, in dem keine Schädlinge fressen, keine Krankheiten toben und auch Frost und Hitze kein Problem sind.

Nach der Jahreslosung heißt es direkt „Schreib alles auf.“

Auch das hat seinen tieferen Sinn. Manche Sachen brauchen wir schriftlich. Darum hänge ich gerne ein Bild mit der Jahreslosung in mein Büro. Dann denke ich das ganze Jahr daran:

Der auf dem Thron saß, sagte: »Ich mache alles neu.« Und er fügte hinzu: »Schreib alles auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.«

Amen.

 

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