Fußspuren, um Jesus zu folgen - 1. Petrus 2,21b-25

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Krust, Ralf

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Apr 18, 2026, 4:59:30 AMApr 18
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Fußspuren, um Jesus zu folgen

Heute haben wir nicht nur einen Prediger, sondern die acht Konfirmanden haben sich am Mittwoch Gedanken zum dem biblischen Text gemacht und tragen diese nun als Predigt vor. Die Texte sind jeweils die zusammengefassten Gedanken der ganzen Gruppe. Doch hören wir erst einmal auf den Text:

 

1. Petrus 2,21b-25 Basisbibel

21b Christus hat euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt. 22 Er hat keine Sünden begangen und keine Lüge kam aus seinem Mund. 23Er wurde beschimpft, aber er gab es nicht zurück. Er litt, aber er drohte nicht mit Vergeltung. Vielmehr übergab er seine Sache dem gerechten Richter. 24Christus selbst hat unsere Sünden mit seinem eigenen Leib hinaufgetragen an das Holz. Dadurch sind wir für die Sünde tot und können für die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt worden. 25Ihr wart wie Schafe, die sich verirrt hatten. Aber jetzt seid ihr zurückgekehrt zu eurem Hirten, der euch beschützt.

 

Hier ist von Spuren die Rede, jeder der acht Konfirmanden hat von seinem Fuß eine Fußspur angefertigt, diese werden uns heute durch die Predigt leiten. Worum geht es im Text: Auf der ersten Fußspur steht „Ungerechtigkeit“, so geht es in der Welt zu. Drehen wir die Spur um, sehen wir, dass Gott seine „Gerechtigkeit“ dagegensetzt. Hören wir, was den Konfirmanden dabei besonders wichtig war:

 

Jesus Christus hat uns ein Beispiel gegeben, damit wir so leben können, wie er es gedacht hat. Er hat für uns gelitten und hat gezeigt, wie man auch in schweren Zeiten bei Gott bleibt. Jesus ist für unsere Sünden gestorben, damit wir frei sein können und neu anfangen dürfen. Gott ist ein gerechter Richter, der uns sieht, uns kennt und gerecht über uns und andere urteilt.

 

Wichtig ist, dass wir zuerst einmal zu Jesus und einer echten Beziehung zu ihm finden. Die nächste Spur gibt uns hier die Richtung für diejenigen, die von Gott entfernt sind, darum steht „verirrt“ auf der einen Seite. Die andere Seite zeigt, was der Glaube an Jesus schenkt, nämlich „Orientierung“. Schauen wir uns, was die Konfirmanden zu diesem Suchen und Finden gesagt haben:

 

Wenn Menschen noch nicht zu Gott gefunden haben, kann Jesus sie wie ein guter Hirte zu sich führen. Selbst wenn sie nicht wissen, was sie tun sollen, will Jesus ihnen Orientierung geben und sie führen. Viele sind orientierungslos und finden den Weg nicht, doch bei Jesus finden sie Hilfe. Durch seinen Weg, Tod und Auferstehung schenkt Jesus Hoffnung, damit Menschen den richtigen Weg finden.

 

Wenn wir Menschen folgen, z.B. die Influencerin kann noch so gut sein, sind wir „Mitläufer“ und es besteht die große Gefahr, dass wir in die Irre gehen. Folgen wir das gegen dem „Vorbild“ von Jesus Christus, dann hat das entscheidende Vorteile und wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Was das bedeutet, haben die Konfirmanden so formuliert.

 

Jesus ist ein Vorbild für uns, weil er keine Sünde getan hat und immer auf Gott vertraut hat. Er hat niemanden beleidigt oder gehasst, sondern wollte allen Menschen Gutes tun und hat geduldig auf Gottes Antwort gewartet. Jesus hat sich für uns geopfert und ist für unsere Sünden gestorben, und er zeigt uns den Weg zu Gott und zum Leben bei ihm. Er hilft uns Menschen und kann unser Leben verändern, weil wir von ihm lernen können und er uns inspiriert.

 

Viele meinen, dass ein bisschen Glauben ausreicht. Doch ein bisschen Glauben ist genau dasselbe, wie ein bisschen schwanger, das gibt es nicht. Deswegen steht da „Kein Glauben“. Das ändert sich erst mit der Beziehung zu Jesus, dann wird es zur „Nachfolge“. Was die Konfirmanden dafür brauchen, das haben sie sich so überlegt:

 

Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, brauchen wir einen lebendigen Glauben, Vertrauen und Hoffnung, die uns im Alltag tragen. Wir können Gott und Jesus näherkommen, wenn wir beten, mit ihm reden und eine persönliche Beziehung zu ihm aufbauen. Die Bibel hilft uns dabei, weil wir dort lernen, wie Jesus gelebt hat und wie wir ihm folgen können. Dazu gehören auch Ehrlichkeit und Mitgefühl und gute Rituale, die uns immer wieder mit Gott verbinden.

 

Diese Tipps helfen auch, wenn wir in manchen Situationen nicht mehr weiterwissen. Statt der „Ausweglosigkeit“, die uns lähmt, dürfen wir uns des „Mitgefühls“ von Jesus sicher sein, der uns kennt und dem wir wichtig sind. Und so haben sich die Konfirmanden sich überlegt, was das für ihr eigenes Leben bedeutet.

 

Wir sollen nach dem Vorbild von Jesus Christus handeln, denn er lässt uns nicht allein und wir können anderen helfen. Sein Opfer zeigt uns, dass es eine Lösung für unsere Schuld gibt und wir durch Vergebung frei werden. Durch seinen Tod bekommt die ganze Menschheit Hoffnung, die uns stärkt und trägt. Der Glaube an Jesus verbindet uns mit einer neuen Lebensweise, die das Leben in unserem Umfeld positiv verändert.

 

Eine dieser positiven Veränderungen besteht darin, dass ich auf „Rache“ verzichte und die erste Reaktion bei Beschimpfung, nämlich zurückzuschlagen, unterdrücke. Der viel schwerere Weg ist es, gut zu reagieren und die Sache zu „zu Gott geben“ und ihn das Problem lösen zu lassen. Wie das konkret aussieht, haben die Konfirmanden sich so gedacht.

 

Wenn dich jemand schlecht behandelt, versuche ruhig zu bleiben und nicht zurück zu beleidigen. Du kannst die Person auch erst einmal ignorieren oder still bleiben, weil sie vielleicht einen schlechten Tag hat. Es hilft, ein ruhiges Ausstrahlung zu behalten und nachzufragen, warum der andere so reagiert. Du kannst auch für die Person beten und Gott bitten, dass er euch beiden hilft.

 

Wenn wir Gott kennen und eine gute Beziehung zu ihm haben, dann wissen wir, dass er uns nicht „im Stich lässt“, sondern wir uns auf ihn verlassen können. Der „Schutz“ des guten Hirten Jesus ist uns zugesagt. Heute ist der Sonntag des guten Hirten und wir haben vorhin im Psalm 23 gebetet, wie dieser Schutz aussieht. Die Konfirmanden haben sich folgende Gedanken dazu gemacht.

 

Jesus beschützt uns, weil er uns liebt, wie ein guter Hirte seine Schafe. Er ist es, der immer auf uns achtet. Er ist an unserer Seite und wir können uns auf ihn verlassen, egal was passiert. Er hilft uns, dass wir nicht verloren gehen, und gibt uns Halt im Leben. Er bewahrt uns vor dem Bösen, sorgt für uns und hilft uns, ehrlich und gut zu leben.

 

Denn fassen wir zusammen. Was uns von Gott trennt, ist die „Sünde“. Aber nicht, weil wir ein Stück Torte zu viel gegessen haben. „Sünde“ heißt vielmehr meine Beziehung zu Gott ist gestört, ich bin von ihm getrennt. Diese Beziehung muss durch die göttliche „Vergebung“ wiederhergestellt werden, die Konfirmanden haben das folgendermaßen zusammengefasst.

 

Jesus hat für uns gelitten und ist am Kreuz gestorben, damit unsere Sünden vergeben werden. Er hat sich für uns geopfert, weil er uns liebt und uns zu Gott bringen will. Durch ihn können wir neu leben – fern von der Sünde und nah bei Gott. Gott und der Heilige Geist stärken und beschützen uns, so wie Jesus denen versprochen hat, die ihm nachfolgen.

 

Die Konfirmanden, die auf dem Weg sind zur Konfirmation nächste Woche, aber auch andere Gottesdienstbesucher, dürfen nächste Woche mit den Gedanken der Konfirmanden Gott näherkommen.  Dabei hilft die Aufforderung: „Christus hat euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt.

Amen.

 

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