Letzter Nußschalensprung vom 27.2.2020 (Vorletzter: 14.2.2020)
Auf den Vorstoß der Laienkirche, einen neuen Dom in Rom St.Peter zu
weihen, lehnten die Oberen des Ordens der Benediktiner eine
Stellungnahme zu ihrer möglichen Praeferenz anderer Kandidaten wie St.
Sofia oder St. Maria ab.
Die sogenannten 95 Thesen zur Liturgie und Theologie wären ein
eigenmächtiges Unterfangen eines abtrünnigen Mönches gewesen. Den
Ablasshandel würde Martin Luther vermutlich auch für den Fall eines
neuen Sofiendoms bekämpfen, weil ihm der Ablasshandel der Kumpanei der
Geistlichkeit mit dem Rechnungswesen schuldig sei.
Für ordentliche Arbeit bräuchte es auch keine extravaganten
Rechnungsbriefe. Und Ablassbriefe würden bei einem ordentlichen
Kirchenbau gar nicht anfallen.
Der Mönch namens Martin Luther kündigte außerdem an, die Bibel ins
Deutsche zu übersetzen, das wäre ein brauchbareres Gebäude bauen. Die
heiligste Stätte wäre nach wie vor der Schädel. Auch wenn die liberalen
Professoren aus Leipzig das Zölibat zurecht für kapital halten würden.
Die Vulgata wäre zu einem Zauberwort-Pfuhl von Geheimnistuern und
Gauklern verkommen, und manche prächtigen Bauten und Skulpturen würden
nur lateinisches Gestammel zu Bollwerken auferrichten.
Die jiddischen Abschriften des alten Testamentes vom Rabbi der
Jeschiwa zu Köln lehnte Martin Luther jedoch ab. Das Jiddische wäre ein
Dialekt, der ihm im Verdacht stünde, eine Kunstsprache griechischer
Vokalisierung deutscher Aussprache und verkehrter Leserichtung zu sein.
Des Hebräischen Unkundige würden die Tonart des deutschen Gleichklangs
hebräischer Worte als Gaukler spielen.
Er werde die Bücher der Bibel ohne Umwege in das Deutsch der Höfe
und der Bürgerhäuser übersetzen, wo Dialektik verwirrend und
geheimnisvoll wäre, und womit die Dialektik der Mundart jedes deutschen
Stammes in die Ehren der semitischen Ursprachen gelangen werde, und
damit werde ein Priestertum erst möglich, das keines Prunks und keiner
Gaukelei und keines Glaubens bedürfe, und also auch keiner Parias.
Betreiber von Schreibstuben von Ablassbriefen befürchten die Entstehung eines mondänen Verlagwesens.
On 10/17/19 12:50 AM, Mailing Depeche wrote:
Auf den Vorstoß der Laienkirche, einen neuen Dom in Rom St.Peter zu
weihen, lehnten die Oberen des Ordens der Benediktiner eine
Stellungnahme zu ihrer Praeferenz möglicher anderer Kandidaten wie
St.Sofia oder St.Maria ab. Die sogenannten 95 Thesen zur Liturgie und
Theologie wären ein eigenmächtiges Unterfangen eines abtrünnigen Mönches
gewesen. Der Mönch namens Martin Luther kündigte an, die Bibel ins
Deutsche zu übersetzen, das sei ein brauchbareres Gebäude. Er wolle
dafür aber keine Unterstützung vom Rabbi der Jeschiwa zu Köln, der
jiddische Abschriften beisteuern wollte. Betreiber von Schreibstuben von
Ablassbriefen befürchten die Entstehung eines neuen Verlagwesens.