[Armageddon - Der Einschlag Download Movie Free

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Jamar Lizarraga

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Jun 12, 2024, 4:55:11 AM6/12/24
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Es ist ein Szenario, das durch den Film "Armageddon" von 1998 berhmt wurde: Ein Asteroid wird auf Kollisionskurs mit der Erde gesichtet und Expert*innen versuchen, eine Weltraummission zu starten, um ein Rendezvous mit dem Asteroiden zu ermglichen und die Gefahr zu abzuwenden. Es ist ein klassischer Science-Fiction-Film, aber wussten Sie, dass es wirklich eine Gruppe gibt, die dafr verantwortlich ist, eine solche Reaktion vorzuschlagen? Sie hat gerade ihren zehnten Geburtstag gefeiert.

Mit einer Masse von rund 12 000 Tonnen und einer Gre von 19 Metern war der Tscheljabinsk-Asteroid der Zweitgrte, der im letzten Jahrhundert auf der Erde einschlug. Nach dem Aufprall in der oberen Atmosphre in einem flachen Winkel und mit hoher Geschwindigkeit zerfiel er und setzte eine Schockwelle frei, bei der mehr als 1500 Menschen verletzt und 7300 Gebude beschdigt wurden. Viele Menschen wurden auch durch umherfliegende Glassplitter verletzt, als sie aus den Fenstern blickten, um das Geschehen zu beobachten.

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Durch eine seltsame Laune des Schicksals schlug der Tscheljabinsk-Asteroid am selben Tag ein, an dem die Arbeitsgruppe fr erdnahe Objekte des UN-Ausschusses fr die friedliche Nutzung des Weltraums (United Nations Committee on Peaceful Uses of Outer Space Working Group on Near-Earth Objects) in Wien zusammentrat, um eine Empfehlung an die Vereinten Nationen zu erarbeiten, wie die Erde vor mglichen Asteroideneinschlgen geschtzt werden kann.

Bei diesem Treffen legten die Expert*innen den Grundstein fr die Schaffung von zwei internationalen Gremien. Diese sollen eine wirklich globale Reaktion auf das Risiko eines Asteroideneinschlags ermglichen: das Internationale Asteroidenwarnnetz (International Asteroid Warning Network, IAWN) und die Beratungsgruppe fr Weltraummissionen (Space Mission Planning Advisory Group, SMPAG).

IAWN wird von der NASA koordiniert: Es ist eine weltweite Zusammenarbeit von Asteroidenbeobachter*innen, -analyste*innen und -modellier*innen. Wenn ein Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde entdeckt wird, schtzt das IAWN den Zeitpunkt, den Ort und die Schwere des Einschlags ein.

Aufgabe des IAWN ist es, die SMPAG und die nationalen Regierungen unter Einschaltung der Vereinten Nationen zu informieren und Informationen ber den Asteroiden bereitzustellen, die fr die Planung einer reaktiven Weltraummission und fr zivile Katastrophenvorbereitungs- und bekmpfungsstellen bentigt werden.

Die SMPAG bewertet die Mglichkeit des Einsatzes von Weltraummissionen (in der Regel ohne lbohrer) zur Untersuchung, Ablenkung oder Zerstrung eines eintreffenden Asteroiden mit einer Gre von mehr als 50 Metern und einer Einschlagswahrscheinlichkeit von mehr als 1 %. Anschlieend bert sie Entscheidungstrger*innen ber mgliche Manahmen.

Whrend des jngsten 22. Treffens der SMPAG am 31. Januar 2024 war eines der wichtigsten Gesprchsthemen der mgliche Informationsaustausch zwischen Raumfahrtagenturen, die den Asteroiden Apophis erkunden wollen.

Apophis ist ein groer Asteroid mit einem geschtzten Durchmesser von etwa 350 Metern, der am 13. April 2029 sicher an der Erde vorbeifliegen wird. Er wird unserem Planeten nherkommen als der Ring der Telekommunikations- und Wettervorhersage-Satelliten in der geostationren Umlaufbahn.

Dieser Vorbeiflug bietet die einzigartige Chance, einen so groen Asteroiden mit einer Satellitenmission aus nchster Nhe zu untersuchen, und einige Raumfahrtagenturen beabsichtigen, das Beste daraus zu machen. Die ESA untersucht derzeit zwei Missionskonzepte, die Apophis bei seiner Annherung an die Erde im Jahr 2029 anfliegen knnten.

Hera soll im Oktober 2024 starten, zum Didymos-Asteroidensystem reisen und die Ergebnisse untersuchen. Auf diese Weise wird die Sonde dazu beitragen, das neuartige Experiment in ein wiederholbares Konzept zur Verteidigung unseres Planeten zu verwandeln.

Um einen Asteroiden abzulenken, muss man ihn zunchst entdecken. Das Minor Planet Center (MPC) katalogisiert derzeit ber 34 000 bekannte erdnahe Asteroiden, und das Near-Earth Object Coordination Centre (NEO-CC) der ESA hat sie genau im Blick.

Zwei Test-Bed-Teleskope der ESA und das zuknftige Flyeye-Teleskop sind Teil eines knftigen automatisierten Netzwerks, das auf der Jagd nach neuen, potenziell gefhrlichen Weltraumobjekten jeden Abend kontinuierlich den gesamten Himmel abtasten wird. Alles, was dieses Netzwerk findet, wird von Menschen berprft, bevor es dem Minor Planet Center vorgelegt wird, um weitere Beobachtungen einzuleiten.

Aber selbst dieses Netzwerk wird nicht in der Lage sein, die Asteroiden zu entdecken, die auf die Erde zusteuern, whrend sie sich im grellen Licht der Sonne verstecken. Das von der ESA vorgeschlagene weltraumgesttzte NEOMIR-Teleskop wird sich auerhalb der verzerrenden Erdatmosphre befinden und sich daher auf Infrarotlicht statt auf sichtbares Licht sttzen knnen. Durch Beobachtungen im Infrarotbereich wird NEOMIR die von den Asteroiden selbst abgestrahlte Wrme erkennen, die nicht vom Sonnenlicht berstrahlt wird.

In Armageddon und Deep Impact geht es um die Gefahr eines Asteroiden, der auf Kollisionskurs mit der Erde ist. Beide Hollywood-Filme beschreiben dabei eine hnliche Lsung des Problems: eine Atombombe auf dem Objekt zu platzieren und dieses damit zu zerstren oder vom Kurs auf die Erde abzubringen. Dass die Handlung der Katastrophenfilme gar nicht so abwegig ist, zeigt eine neue Studie aus den USA. Darin haben Forscher:innen Berechnungen darber angestellt, wie ein solche Manver erfolgreich zu bewltigen wre.

Der Modellasteroid der Studie hatte allerdings einen Durchmesser von nur 100 Metern, war also deutlich kleiner als Bennu. Im Rahmen der Studie wurde eine Atombombenexplosion bis zu zwei Monate vor dem Einschlag auf der Erde simuliert, wie die Futurezone schreibt. Die Bombe hatte dabei einer Sprengkraft von einer Megatonne. Im idealen Fall wrde nur ein Bruchteil des Asteroiden (ein Tausendstel) auf der Erde einschlagen. Wre der Asteroid grer, wre es immerhin ein Hundertstel.

King und sein Team weisen aber darauf hin, dass, wenn der Asteroid deutlich frher entdeckt wird und mehr Zeit fr eine Reaktion zur Verfgung steht, andere Methoden zielfhrender wren. Konkret geht es darum, dass etwa eine Raumsonde dazu gebracht werden knnte, mit dem Asteroiden zu kollidieren und ihn aus der Bahn zu werfen. Genau das will die Nasa im Rahmen der sogenannten Dart-Mission testen. Im nchsten Jahr soll eine 500 Kilogramm schwere Raumsonde mit einer Geschwindigkeit von 6,6 Kilometern pro Sekunde auf den 170 Meter groen Asteroidenmond Didymos B, der um den Asteroiden Didymos A kreist, treffen.

Die dadurch ausgelste Kursnderung soll von der Erde aus messbar sein. Laut Nasa handelt es sich um die erste Testmission zur Abwehr von Gefahren fr die Erde durch Asteroiden. Begleitet wird die groe Raumsonde von zwei kleinen Cubesats, die Daten rund um die Kollision aufzeichnen sollen. 2024 soll die Esa-Raumsonde Hera folgen und weitere Daten des Versuchs sammeln.

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Die Einschlge von Kometen und Asteroiden sind in Film und Fernsehen beliebte Szenarien fr einen Weltuntergang. AW-Weltraumforscher Christian Mstl erklrt im Interview, warum das so ist und weshalb wir uns trotzdem nicht zu frchten brauchen.

Auch wenn der Komet im Film eher als Metapher fr langfristige Menschheitsbedrohungen wie den Klimawandel steht, stellt sich trotzdem die Frage: Wie wahrscheinlich ist ein Kometeneinschlag eigentlich? Immerhin haben Einschlge von Objekten aus dem All die Erdgeschichte mitgeprgt. Der Chicxulub-Krater, ein 66 Millionen Jahre alter durch einen Asteroiden verursachter Einschlagkrater mit rund 180 Kilometer Durchmesser in Mexiko , wird sogar mit dem Aussterben der Dinosaurier in Zusammenhang gebracht.

Christian Mstl: Prinzipiell beginnt jeder Katastrophenfilm mit einem ignorierten Wissenschaftler bzw. einer ignorierten Wissenschatflerin. Langfristige Bedrohungsszenarien wie der Klimawandel passieren aber auf sehr langen Zeitskalen. Ein Einschlag sorgt hingegen unmittelbar fr Verwstung und ist perfekt fr einen Film. Wir wissen auch, dass solche Einschlge in der Erdgeschichte mehrmals passiert sind.

Mstl: Die Wahrscheinlichkeit fr einen realen Einschlag ist sehr klein. Ein Mensch wird im Verlauf seines Lebens wahrscheinlicher einen Lotto-Sechser machen, als einen greren Einschlag erleben. Pro Jahr beluft sich die Chance, dass ein groer Komet oder Asteroid mit mehr als zehn Kilometer Durchmesser einschlgt, auf etwa eins zu hundert Millionen. Die Menschen frchten sich, weil sie schlecht in der Beurteilung unwahrscheinlicher Risken sind. Verunsicherung entsteht auch, wenn die Medien ungefhrliche Objekte knstlich aufbauschen. Der Boulevard produziert gefhlt jedes Jahr einen Planetenkiller.

Mstl: Ein groer Einschlag wre sicher eine globale Katastrophe. Das letzte Ereignis dieser Art war der Asteroideneinschlag in Yucatn in Mexiko, der vor 66 Millionen Jahren die Dinosaurier ausgelscht hat. Diese Zeitskalen gehen so weit ber eine Lebenszeit hinaus, dass die Wahrscheinlichkeiten gegen Null gehen. Pro 100 Jahre gibt es statistisch einen Einschlag eines Objekts mit etwa 50 Meter Durchmesser. Alles was kleiner als 20 Meter ist, wird von der Atmosphre abgehalten, wie von einer Wand.

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