„Demokratie von unten und von innen“. Wenn viele Menschen
gemeinsam ihre Interessen vertreten, sind sie eine
wirkungsvolle Kraft, an der Politik und Wirtschaft nicht
vorbei entscheiden können.
In diesem Sinne kamen 1044 Menschen, Mitglieder von 31
Vereinen und Gruppen in der Villa Müzikhol am Kiehlufer in
Neukölln zusammen und gründeten nach 2,5 Jahren Aufbauzeit
ihre Bürgerplattform in Neukölln. Sie ist die 3.
Bürgerplattform in Berlin nach Wedding/Moabit und
Schöneweide.
Es war ein guter Auftakt. Der Saal war bis auf dem letzten
Stuhl voll, eine bunte Mischung aus mehreren Nationalitäten
und Kulturkreisen. Nach einem musikalischen Auftakt
eröffnete
Nabil Rachid die Versammlung und sagte, der so genannte
„Problemstadtteil“ könne sich im Interesse der BürgerInnen
ändern, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.
Zwei Frauen eine deutsch, die andere türkisch erläuterten
auf der Bühne in einem Dialog, den Sinn und Zweck und die
Arbeitsweise einer Bürgerplattform. Sie hätten einander nie
kennen gelernt, wenn es die Bürgerplattform nicht gebe. In
den 2,5 Jahren seien gegenseitige Vorurteile abgebaut worden
und man begegne sich auf gleicher Augenhöhe.
Viele RednerInnen waren der Auffassung, dieser
Zusammenschluss könne ein neuer Anfang sein, um all die
Missverständnisse auszuräumen, die um die Muslime herum
entstanden sind.
Danach wurden einige wichtige Probleme, die in Neukölln
gelöst werden müssen, anhand praktischer Beispielen
geschildert und thematisiert.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.