Logisch A2

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Vita Wanberg

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Aug 5, 2024, 8:37:26 AM8/5/24
to ovcremalys
Hboen wo-studenten worden geacht onderzoek te kunnen uitvoeren en dit kritisch te kunnen beoordelen. Logisch en kritisch denken helpt daarbij. Maar deze uitgave heeft meer te bieden. Het is een onmisbaar stuk gereedschap bij het nemen van beslissingen als professional. Want wat ook je specialisme is, logisch en kritisch denken heb je op elk vakgebied nodig.

Met Logisch en kritisch denken ontwikkelen hbo- en wo-studenten hun vermogen tot logisch denken, helder analyseren en kritisch oordelen. Aan de hand van levendige voorbeelden uit uiteenlopende disciplines wordt ingegaan op logica, geldigheid en drogredenen. Validiteit, inductie en deductie komen uitgebreid aan bod, en ook worden psychologische obstakels bij kritisch nadenken besproken, een onderwerp dat veel studenten interessant vinden. Het laatste hoofdstuk gaat op niet-technische wijze in op statistisch onderzoek. Aan het eind van elk hoofdstuk staan oefenopgaven.


In deze tweede, herziene druk van Logisch en kritisch denken is een aantal praktijkvoorbeelden geactualiseerd en zijn er nieuwe opgaven opgenomen, enkele daarvan hebben betrekking op de coronapandemie. Er is meer aandacht voor de psychologische obstakels bij kritisch nadenken, een onderwerp dat studenten heel interessant blijken te vinden.


Simon Burgers studeerde Nederlandse Taal- en Letterkunde en is gespecialiseerd in argumentatieleer en in methoden en technieken van wetenschappelijk onderzoek. Hij heeft een zeer ruime ervaring als docent in communicatieve vakken, argumentatieleer en kritisch denken. Eerder verscheen van hem bij Uitgeverij Coutinho het boek Taalproblemen van nu.


'Onder de vele boeken die zich met logisch en kritisch denken bezighouden, scoort dit boekje bijzonder goed. In dertien korte en uitermate heldere hoofdstukken komen allerlei aspecten en problemen van onderzoeken, argumenteren en concluderen aan de orde.' - NBD Biblion, 7 juli 2021




Diese digitale Ausgabe ist eine Reproduktion von L. Wittgenstein. Tractatus Logico-Philosophicus. Herausgegeben von C. K. Ogden und F. P. Ramsey, Kegan Paul, Trench, Trubner & Co., 1922. Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt fr das Herkunftsland des Werks und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 oder weniger Jahren nach dem Tod des Urhebers.


Wieweit meine Bestrebungen mit denen anderer Philosophen zusammenfallen, will ich nicht beurteilen. Ja, was ich hier geschrieben habe macht im Einzelnen berhaupt nicht den Anspruch auf Neuheit; und darum gebe ich auch keine Quellen an, weil es mir gleichgltig ist, ob das was ich gedacht habe, vor mir schon ein anderer gedacht hat.


Dagegen scheint mir die Wahrheit der hier mitgeteilten Gedanken unantastbar und definitiv. Ich bin also der Meinung, die Probleme im Wesentlichen endgltig gelst zu haben. Und wenn ich mich hierin nicht irre, so besteht nun der Wert dieser Arbeit zweitens darin, dass sie zeigt, wie wenig damit getan ist, dass diese Probleme gelst sind.


Wie wir uns rumliche Gegenstnde berhaupt nicht ausserhalb des Raumes, zeitliche nicht ausserhalb der Zeit denken knnen, so knnen wir uns keinen Gegenstand ausserhalb der Mglichkeit seiner Verbindung mit anderen denken.




2.0122 Das Ding ist selbstndig, insofern es in allen mglichen Sachlagen vorkommen kann, aber diese Form der Selbstndigkeit ist eine Form des Zusammenhangs mit dem Sachverhalt, eine Form der Unselbstndigkeit. (Es ist unmglich, dass Worte in zwei verschiedenen Weisen auftreten, allein und im Satz.)


Der Fleck im Gesichtsfeld muss zwar nicht rot sein, aber eine Farbe muss er haben: er hat sozusagen den Farbenraum um sich. Der Ton muss eine Hhe haben, der Gegenstand des Tastsinnes eine Hrte u. s. w.




2.02331 Entweder ein Ding hat Eigenschaften, die kein anderes hat, dann kann man es ohneweiteres durch eine Beschreibung aus den anderen herausheben, und darauf hinweisen; oder aber, es gibt mehrere Dinge, die ihre smtlichen Eigenschaften gemeinsam haben, dann ist es berhaupt unmglich auf eines von ihnen zu zeigen.




3.221 Die Gegenstnde kann ich nur nennen. Zeichen vertreten sie. Ich kann nur von ihnen sprechen, sie aussprechen kann ich nicht. Ein Satz kann nur sagen, wie ein Ding ist, nicht was es ist.


Der Komplex kann nur durch seine Beschreibung gegeben sein, und diese wird stimmen oder nicht stimmen. Der Satz, in welchem von einem Komplex die Rede ist, wird, wenn dieser nicht existiert, nicht unsinnig, sondern einfach falsch sein.


Dass ein Satzelement einen Komplex bezeichnet, kann man aus einer Unbestimmtheit in den Stzen sehen, worin es vorkommt. Wir wissen, durch diesen Satz ist noch nicht alles bestimmt. (Die Allgemeinheitsbezeichnung enthlt ja ein Urbild.)


Zwei Zeichen, ein Urzeichen, und ein durch Urzeichen definiertes, knnen nicht auf dieselbe Art und Weise bezeichnen. Namen kann man nicht durch Definitionen auseinanderlegen. (Kein Zeichen, welches allein, selbstndig eine Bedeutung hat.)




3.263 Die Bedeutungen von Urzeichen knnen durch Erluterungen erklrt werden. Erluterungen sind Stze, welche die Urzeichen enthalten. Sie knnen also nur verstanden werden, wenn die Bedeutungen dieser Zeichen bereits bekannt sind.




3.322 Es kann nie das gemeinsame Merkmal zweier Gegenstnde anzeigen, dass wir sie mit demselben Zeichen, aber durch zwei verschiedene Bezeichnungsweisen bezeichnen. Denn das Zeichen ist ja willkrlich. Man knnte also auch zwei verschiedene Zeichen whlen, und wo bliebe dann das Gemeinsame in der Bezeichnung.




3.33 In der logischen Syntax darf nie die Bedeutung eines Zeichens eine Rolle spielen; sie muss sich aufstellen lassen, ohne dass dabei von der Bedeutung eines Zeichens die Rede wre, sie darf nur die Beschreibung der Ausdrcke voraussetzen.




3.3411 Man knnte also sagen: Der eigentliche Name ist das, was alle Symbole, die den Gegenstand bezeichnen, gemeinsam haben. Es wrde sich so successive ergeben, dass keinerlei Zusammensetzung fr den Namen wesentlich ist.




3.3421 Eine besondere Bezeichnungsweise mag unwichtig sein, aber wichtig ist es immer, dass diese eine mgliche Bezeichnungsweise ist. Und so verhlt es sich in der Philosophie berhaupt: Das Einzelne erweist sich immer wieder als unwichtig, aber die Mglichkeit jedes Einzelnen gibt uns einen Aufschluss ber das Wesen der Welt.


Die Sprache verkleidet den Gedanken. Und zwar so, dass man nach der usseren Form des Kleides, nicht auf die Form des bekleideten Gedankens schliessen kann; weil die ussere Form des Kleides nach ganz anderen Zwecken gebildet ist, als danach, die Form des Krpers erkennen zu lassen.




4.003 Die meisten Stze und Fragen, welche ber philosophische Dinge geschrieben worden sind, sind nicht falsch, sondern unsinnig. Wir knnen daher Fragen dieser Art berhaupt nicht beantworten, sondern nur ihre Unsinnigkeit feststellen. Die meisten Fragen und Stze der Philosophen beruhen darauf, dass wir unsere Sprachlogik nicht verstehen.




4.014 Die Grammophonplatte, der musikalische Gedanke, die Notenschrift, die Schallwellen, stehen alle in jener abbildenden internen Beziehung zu einander, die zwischen Sprache und Welt besteht.




4.021 Der Satz ist ein Bild der Wirklichkeit: Denn ich kenne die von ihm dargestellte Sachlage, wenn ich den Satz verstehe. Und den Satz verstehe ich, ohne dass mir sein Sinn erklrt wurde.


Der Satz konstruiert eine Welt mit Hilfe eines logischen Gerstes und darum kann man am Satz auch sehen, wie sich alles Logische verhlt, wenn er wahr ist. Man kann aus einem falschen Satz Schlsse ziehen.




4.061 Beachtet man nicht, dass der Satz einen von den Tatsachen unabhngigen Sinn hat, so kann man leicht glauben, dass wahr und falsch gleichberechtigte Beziehungen von Zeichen und Bezeichnetem sind.


Entspricht nicht mein Studium der Zeichensprache dem Studium der Denkprozesse, welches die Philosophen fr die Philosophie der Logik fr so wesentlich hielten? Nur verwickelten sie sich meistens in unwesentliche psychologische Untersuchungen und eine analoge Gefahr gibt es auch bei meiner Methode.




4.122 Wir knnen in gewissem Sinne von formalen Eigenschaften der Gegenstnde und Sachverhalte bezw. von Eigenschaften der Struktur der Tatsachen reden und in demselben Sinne von formalen Relationen und Relationen von Strukturen.


Das Bestehen solcher interner Eigenschaften und Relationen kann aber nicht durch Stze behauptet werden, sondern es zeigt sich in den Stzen, welche jene Sachverhalte darstellen und von jenen Gegenstnden handeln.




4.124 Das Bestehen einer internen Eigenschaft einer mglichen Sachlage wird nicht durch einen Satz ausgedrckt, sondern es drckt sich in dem sie darstellenden Satz, durch eine interne Eigenschaft dieses Satzes aus.




4.1241 Formen kann man nicht dadurch von einander unterscheiden, dass man sagt, die eine habe diese, die andere aber jene Eigenschaft; denn dies setzt voraus, dass es einen Sinn habe, beide Eigenschaften von beiden Formen auszusagen.


Dass etwas unter einen formalen Begriff als dessen Gegenstand fllt, kann nicht durch einen Satz ausgedrckt werden. Sondern es zeigt sich an dem Zeichen dieses Gegenstandes selbst. (Der Name zeigt, dass er einen Gegenstand bezeichnet, das Zahlenzeichen, dass es eine Zahl bezeichnet etc.)




4.12721 Der formale Begriff ist mit einem Gegenstand, der unter ihn fllt, bereits gegeben. Man kann also nicht Gegenstnde eines formalen Begriffes und den formalen Begriff selbst als Grundbegriffe einfhren. Man kann also z. B. nicht den Begriff der Funktion, und auch spezielle Funktionen (wie Russell) als Grundbegriffe einfhren; oder den Begriff der Zahl und bestimmte Zahlen.




4.2211 Auch wenn die Welt unendlich komplex ist, so dass jede Tatsache aus unendlich vielen Sachverhalten besteht und jeder Sachverhalt aus unendlich vielen Gegenstnden zusammengesetzt ist, auch dann msste es Gegenstnde und Sachverhalte geben.


Kenne ich etwa die Bedeutung eines englischen und eines gleichbedeutenden deutschen Wortes, so ist es unmglich, dass ich nicht weiss, dass die beiden gleichbedeutend sind; es ist unmglich, dass ich sie nicht ineinander bersetzen kann.

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