PV in Orsbach

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norbert.dicken

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Feb 17, 2020, 3:28:00 PM2/17/20
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Hallo Liebe Orsbacher,

im Januar haben wir uns zusammen wieder mit neuen Themen und Projekten auf den Weg gemacht. Ein Thema ist Photovoltaik,  im öffentlchen Bereich und für die Haushalte.

Dieser Beitrag kann genutzt werden um sich über das Thema Photovoltaik auszutauschen.
-Wer kennt Installateure
-Welche Anlage lohnt sich für unser Haus?
-Wie ist der Weg zur eigenen PV Anlage?
-Erfahrungen mit Anlagen
-Suchtberatung (die meisten,  die sowas auf dem Dach haben,  gehen regelmäßig zum Zähler und freuen sich über den höheren Zählerstand )

Viel Spaß und neue Perspektiven,
Norbert
Grüner Weg bearbeitet 4jan12.jpg

norbert.dicken

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Feb 17, 2020, 4:24:17 PM2/17/20
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Die Story vom schwachen Dachstuhl-

Kurz eben widerlegt, was damals behauptet wurde,  dass die Targfähigkeit des Dachstuhls bei der Schule nicht ausreicht: Wie ich beim Treffen im Januar gesagt hatte,  auf jedes Dach,  das Ziegel tragen kann, auf dem kann alternativ auch PV montiert werden.
Bei Aldi und Lidl ist das Problem,  was unserem Dach vorgeworfen wurde: schwacher Dachstuhl.
Was muss man also tun? die Ziegel entfernen - Gewicht reduzieren- dann PV montieren. Ziegel sind pro qm wesetlich schwerer als PV Module. Daher kann jedes Dach ,  das Ziegel tragen kann,  nach Entfernen der Ziegel die PV auch tragen. Siehe Photo anbei, Lidl in Kohlscheid. Ziegel entfernt, Dichtlage aus Blech eingebaut,  angearbeitet an den Seiten zu den Ziegeln. So sind bundesweit fast alle Aldi Filialen (2000+) ausgebaut worden.

Der Dachstuhl der Schule nach konventioneller Art ist nach meiner Annahme in der Lage Ziegel und PV zu tragen.

Norbert
Lidl Kohlscheid.jpg

Dieter an Mey

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Feb 17, 2020, 5:30:56 PM2/17/20
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Hallo Norbert,
ich habe von PV keine Ahnung, habe das delegiert an Greenpeace Energy, die das für mich machen und von denen kaufe ich seit vielen Jahren meinen Strom.
Aber gerade war im Fernsehen "Hart aber fair" sehr interessant. Da wurde neben vielem anderen behauptet, dass die deutschen PV-Anlagen (wenn es die noch gibt) zwar teurer sind als die chinesischen, sich aber langfristig schneller amortisieren, da der Wirkungsgrad nur sehr langsam im Laufe der Jahre abnimmt, während das bei chinesischen angeblich recht schnell geht...
Ist dir das bekannt?
Viele Grüße
Dieter

norbert.dicken

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Feb 18, 2020, 3:04:53 AM2/18/20
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Hi Dieter, 

habe leider gestern Abend den Beitrag nicht gesehen in Hart aber Fair.
Im Zuge der Verbesserung der Wirkungsgrade der Module in den letzten Jahren gab es auch nachteilige Effekte wie PID (potential induced degradation). Darüber verlieren die betroffenen Modulserien tatsächlich über die Jahre geringfügig an Leistung. Wie das immer so ist,  wenn vor allem aufs Geld gekuckt wird und die Qualität nicht im Auge behalten wird,  kann man dann bei der Wahl des Produkts schon mal daneben greifen. 
Das führende PV Magazin Photon aus Aachen (ja tatsächlich gibt es viel was bei der PV in Aachen angefangen hat:,  nicht nur das EEG-) listet betroffene Modulhersteller bzw Serien auf. 
Hier kann man dann eben die wählen, die zuverlässig sind. 
Auf Avantis betreibt Photon seit Jahren eine Modulteststation für Langzeittests und hat an der Jülicher Strasse eine eigen Flash Anlage, bei der man für bezahlbares Geld auch mal ein Modul auf Leistung testen lassen kann. 
Interessant ist,  dass es obwohl es kaum noch deutsche Hersteller gibt die Module aus China mit Hilfe deutscher Produktionsmaschinen hergestellt werden. Aber im Produktionsprozess gibt auch genug Schräubchen an denen man drehen kann um die Kosten zu reduzieren wobei dann oft weniger Qualität entsteht. 
Die deutschen Hersteller, die es noch gibt kaufen auch in China ein oder gehören zu Chinesischen Herstellern. 

Dass heisst, am besten immer erst einen einschlägigen Test z.B. von der Photon nachlesen und den Installateur darauf festlegen nur 'Post PID' Module zu verwenden.
Vorsicht: der Installateur ist nach 2 Jahren aus der Gewährleistung raus,  danach müsste man sich mit dem Hersteller befassen,  sollte der Fall eintreffen. 

Weitere Info gibts hier:


oder über den SFV (Solarförderverein Aachen).

Norbert

norbert.dicken

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Feb 19, 2020, 4:26:52 PM2/19/20
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PV Anlagen in der Nachbarschaft-Modultechnik

im Augenblick entsteht auf einer alten Deponie in Bocholtz eine 1.658kWp Freiflächenanlage (hinter der niederländischen Autobahnraststätte,  da wo man auf den Parkplatz/ Autobahn auffahren kann. Bis Ende Mai wird die Anlage fertiggestellt sein.
Nach ein paar Jahren Selbstständigkeit hab ich im letzten Jahr bei dem Betrieb angeheuert,  auch weil mich die großen Formate und industrielles Arbeiten immer schon gereizt haben.
Bei der Realisierung der Anlage darf ich die Fäden ziehen- macht Spass!!
Zur Modultechnik: wie Dieter ja vorgestern gefragt hat,  ist die Qualität auch bei den Modulen nicht überall gleich. Als Anbieter schlüsselfertiger Großanlagen sind wir in der Pflicht Module höchster Qualität zu verbauen-'bankable'. Auch wir kaufen ausschliesslich Module aus China,  hierzulande wurde diese Industrie leider verdrängt. Anbei ist ein Datenblatt des Moduls,  dass wir in Bocholtz montieren. Für diese Anlage werden vom Typ im Datenblatt 4900 Stück bestellt .
PID fest,  getestet von der Photon und diversen deutschen Prüfstellen. Ein Hochleistungsmodul mit 20% Wirkungsgrad,  das war vor wenigen Jahren noch die Ausnahme.

Module bauen können die Chinesen genauso gut wie andere,  aber dort ist die Energie (Strom) billig,  weil Emissionswerte bei Kraftwerke nicht wirklich interessieren: Die Hauptkostenposten bei der Herstellung eines Moduls sind die Stromkosten (75%). Andere Kosten wie Fabrikgebäude,  Maschinenkosten folgen dann.
Personalkosen spielen eine Nebenrolle,  da auch in China diese Fabriken vollautomatisiert sind.  Wir externalisieren also Produktionsemisisionen (Produktionskosten) nach China,  so wie in anderen Industrien auch,  danach freuen wir Deutschen uns,  dass unser Land sauberer wird und viele behaupten dass wir keinen Beitrag an der Umweltthematik grösserer Emittenten wie China lösen können-. Ein Schelm, wer sich etwas dabei denkt?!
Bei der Photovoltaik,  also den Modulen ist es so,  dass die Energiezurückgewinnungszeit also die Zeit , die ein Modul so viel Strom erzeugt haben wird,  wie für die Herstellung benötigt wird ca. 2Jaher beträgt- bei kristallienen Modulen. Dünnschicht (auch aus Deutschland!!!!) ist da besser.


Somit ist es energetisch auch vertretbar Module aus China zu kaufen. Das ist immer noch wesentlich ökologischer als konventioneller Strom aus dem Revier.

Ich freu mich drauf, wenn der Park in Bocholtz fertig ist und hoffe,  dass uns die Windkraftindustrie nicht auch noch abhanden kommt.

Norbert
Astronergy Penta+ Premium_CHSM60M_HC_1692x1002x35mm Frame_20190917_[DE].pdf
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