PV Anlagen in der Nachbarschaft-Modultechnik
im Augenblick entsteht auf einer alten Deponie in Bocholtz eine 1.658kWp Freiflächenanlage (hinter der niederländischen Autobahnraststätte, da wo man auf den Parkplatz/ Autobahn auffahren kann. Bis Ende Mai wird die Anlage fertiggestellt sein.
Nach ein paar Jahren Selbstständigkeit hab ich im letzten Jahr bei dem Betrieb angeheuert, auch weil mich die großen Formate und industrielles Arbeiten immer schon gereizt haben.
Bei der Realisierung der Anlage darf ich die Fäden ziehen- macht Spass!!
Zur Modultechnik: wie Dieter ja vorgestern gefragt hat, ist die Qualität auch bei den Modulen nicht überall gleich. Als Anbieter schlüsselfertiger Großanlagen sind wir in der Pflicht Module höchster Qualität zu verbauen-'bankable'. Auch wir kaufen ausschliesslich Module aus China, hierzulande wurde diese Industrie leider verdrängt. Anbei ist ein Datenblatt des Moduls, dass wir in Bocholtz montieren. Für diese Anlage werden vom Typ im Datenblatt 4900 Stück bestellt .
PID fest, getestet von der Photon und diversen deutschen Prüfstellen. Ein Hochleistungsmodul mit 20% Wirkungsgrad, das war vor wenigen Jahren noch die Ausnahme.
Module bauen können die Chinesen genauso gut wie andere, aber dort ist die Energie (Strom) billig, weil Emissionswerte bei Kraftwerke nicht wirklich interessieren: Die Hauptkostenposten bei der Herstellung eines Moduls sind die Stromkosten (75%). Andere Kosten wie Fabrikgebäude, Maschinenkosten folgen dann.
Personalkosen spielen eine Nebenrolle, da auch in China diese Fabriken vollautomatisiert sind. Wir externalisieren also Produktionsemisisionen (Produktionskosten) nach China, so wie in anderen Industrien auch, danach freuen wir Deutschen uns, dass unser Land sauberer wird und viele behaupten dass wir keinen Beitrag an der Umweltthematik grösserer Emittenten wie China lösen können-. Ein Schelm, wer sich etwas dabei denkt?!
Bei der Photovoltaik, also den Modulen ist es so, dass die Energiezurückgewinnungszeit also die Zeit , die ein Modul so viel Strom erzeugt haben wird, wie für die Herstellung benötigt wird ca. 2Jaher beträgt- bei kristallienen Modulen. Dünnschicht (auch aus Deutschland!!!!) ist da besser.
Somit ist es energetisch auch vertretbar Module aus China zu kaufen. Das ist immer noch wesentlich ökologischer als konventioneller Strom aus dem Revier.
Ich freu mich drauf, wenn der Park in Bocholtz fertig ist und hoffe, dass uns die Windkraftindustrie nicht auch noch abhanden kommt.
Norbert