Ich habe das bisher immer als Zusammenziehung aus "Es geht um..." und
"Es handelt sich um..." oder "Es dreht sich um..." gehalten -- so in der
Art einer Uebergeneralisierung. Habe aber keine Ahnung, ob das stimmt.
schoene gruesse
lea
>Es geht um "es geht sich um".
>Woher stammt dieser Sprachkrampf eigentlich?
Das erste Mal hab ich das bei Paul Panzer gehört: "Panzer, ich begrüße Sie!
Es geht sich um folgendes..." ;-) Vllt. hat das ja manche Leute geprägt.
Jérôme
Ich glaube, das "es geht sich um..." ist ebenso wie das als und wie auch
eine rheinländische Spezialität. Und Paul Panzer (bzw. der ihn spielende
Comedian) kommt afaik auch aus dem rheinischen Raum.
Gruß,
Karl
--
Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)
PM bitte an die Absender-Adresse vor dem @web.de
> Ich habe das bisher immer als Zusammenziehung aus "Es geht um..." und
> "Es handelt sich um..." oder "Es dreht sich um..." gehalten
So kenne ich das auch (als Rheinländer).
"Herr Doktor, et jeht sich um menge Kopp."
schöne Grüße
Bert
> Ich glaube, das "es geht sich um..." ist ebenso wie das als und wie auch
> eine rheinländische Spezialität. Und Paul Panzer (bzw. der ihn spielende
> Comedian) kommt afaik auch aus dem rheinischen Raum.
Er kommt aus Düren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Tappert
Gruß
Mark
--
Werner Hansch (während eines Spiels des ehemaligen - und mittlerweile
aufgelösten - Zweitligisten Fortuna Köln): "Und wieder nur 500 Zuschauer
im Kölner Südstadion, rufen Sie an und ich gebe Ihnen die Namen durch."
>> Das grammatische Telefon vielleicht?
> Was ist das?
> Rufnummer?
Das war jetzt echt schwer... ;-)
-> http://www.grammatisches-telefon.de/
0241 80-96074
Liebe Grüße,
Susie
>
> Auch wenn's zum Platt einfach dazugehört - "Köbes, tuste misch noch en
> Kölsch!?" - klingen solche Sachen im Hochdeutschen einfach nur furchtbar.
Aber "wat jut klingt" ist meiner Meinung nach Geschmacksache, aber
leider nicht immer angebracht.
Ich bin in der Nähe von Bergheim aufgewachsen, und freue mich beim
Treffen mit alten Freunden nicht nur auf Kölsch, sondern auch auf das
Platt.
schöne Grüße
Bert
> Hauke Hagenhoff schrieb:
>
>>> Das grammatische Telefon vielleicht?
>> Was ist das?
>> Rufnummer?
>
> Das war jetzt echt schwer... ;-)
Ja, ein echter Heber.
> -> http://www.grammatisches-telefon.de/
Bei den Öffnungszeiten sitzen die bestimmt den Rest des Tages im
Arbeitskreis und murmeln sich die Lösungskandidaten zu.
Außerdem sindse gesponsert vom Verband der Optiker, steht ja auch auf
der Rückseite des Logos.
> 0241 80-96074
80- ... Auweia.
-- Simon
> Ich bin in der Nähe von Bergheim aufgewachsen, und freue mich beim
> Treffen mit alten Freunden nicht nur auf Kölsch, sondern auch auf das
> Platt.
Ich kenne "Platt" als Umschreibung für Altbier: Plattes Bier halt.
Und Bergheim, da biste doch eh fast Düsseldorfer.
-- Simon
Gruß,
-Ingo
>
> Ich kenne
Wohl eher nicht!
Bert
??
>
>> 0241 80-96074
>
> 80- ... Auweia.
>
was hast du gegen die TH bzw. deren GermanistInnen?
mfg
matthias
--
Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker,
das alles sind rein vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei: Die Gedanken sind frei!
Wachtendonk, Niederrhein, sehr gut, noch besser ist aber Wankum!
> "Als" und "wie" sich zu vertauschen kenne ich ja schon, aber das ist
> [...]
Das gibts auch noch in der generischen Form "als-wie". wie in:
"Das ging ja viel schneller als-wie ich dachte".
Ausserdem kann man in der Sparte auch noch mit dem mittlerweile gängigen
Plusquam-Plusquam-Perfekt punkten, also der über-über-abgeschlossenen
Vergangenheitsform, z.B. so:
"Das hatte ich dir doch bereits gesagt gehabt!"
=)
--
Daniel
> "Das hatte ich dir doch bereits gesagt gehabt!"
heißt das nicht:
"Das hatte ich dich doch bereits gesagt gehabt!"
Bert
> Simon Sibbez schrieb:
>> Susie Krause wrote:
>>
>>
>>> -> http://www.grammatisches-telefon.de/
>>
>>
>> Außerdem sindse gesponsert vom Verband der Optiker, steht ja auch
>> auf der Rückseite des Logos.
>>
>
> ??
Ein Logo sollte lesbar sein - deren ist es nicht.
>>> 0241 80-96074
>>
>> 80- ... Auweia.
>>
>
>
> was hast du gegen die TH bzw. deren GermanistInnen?
Leider nichts Wirksames ;-)
-- simon
> Wohl
bekomm's!
-- Simon
> Bert Klein schrieb:
> Aus Köln/Bonn kenne ich das allerdings nicht.
Dann hast du aber sich was verpasst! Sprichst du Ripuarisch (das ist
das, was man im Rheinland für gewöhnlich als "Platt" bezeichnet)?
> Ich habe es das erste Mal bei meiner damals zukünftigen Frau gehört
> und es Ihr auch abgewöhnen können.
Komm mir in 10 Jahren bloß nicht mit "Wie schade, dass die Dialekte
aussterben" ;-)
> Auch wenn's zum Platt einfach dazugehört - "Köbes, tuste misch noch
> en Kölsch!?" - klingen solche Sachen im Hochdeutschen einfach nur
> furchtbar.
Platt ist (fast) eine andere Sprache -- natürlich klingt das im
Hochdeutschen nicht. Muss es aber auch gar nicht.
Grüße,
Gerhard
--
Stressfrei rechnern: http://www.zenwalk.org
>Es geht um "es geht sich um".
>Woher stammt dieser Sprachkrampf eigentlich?
>Zuerst gehört habe ich diese Vergewaltigung der dt. Sprache im Aachener
>Raum. Es scheint sich wohl aber auch im Raum um Wachtendonk gebräuchlich zu
>sein, wo immer sich das auch sein mag.
Hallo,
meine freimütige Interpretation der manchmal doch recht "falschen" Grammatik
in dieser Gegend ist, dass es sich vielleicht aus historischen Gründen um
eine wörtliche Übersetzung aus dem Französischen handelt. Insbesondere bei
der "für zu"-Konstruktion kommt mir das so vor (pour faire qc, wörtlich
übersetzt "für etwas zu tun").
Es geht um -> il s'agit de, würde auch einigermaßen passen, wobei da die
wörtliche Übersetzung ja eher "es handelt sich um" wäre.
Na ja, damit habe ich mich halt hier bisher immer getröstet, wenn sich meine
Ohren grad am liebsten verknoten würden ;-)
Vielleicht kommen hier ja noch mehr Ideen zu der Theorie ;-)
Gruß,
Simone
> meine freimütige Interpretation der manchmal doch recht "falschen" Grammatik
> in dieser Gegend ist, dass es sich vielleicht aus historischen Gründen um
> eine wörtliche Übersetzung aus dem Französischen handelt.
Kölsch ist eben international!
schöne Grüße
Bert
> Daniel Marcinkowski schrieb:
>
>> "Das hatte ich dir doch bereits gesagt gehabt!"
>
> hei�t das nicht:
> "Das hatte ich dich doch bereits gesagt gehabt!"
Es hei�t in Oche ganz genau: "Datt hau ich dich ad enz jesaahht."
(Datt Ding met dem Dingens, n�h! �mme?)
Gru�,
Helmut, :)
--
Es dreht sich um: Rheinl�nder maulen halt.
Klingt sich jut.
Bert
> Gerhard Wallraf schrieb:
> > schrieb Hauke Hagenhoff <Hauke.H...@gmx.de>:
>
> > Dann hast du aber sich was verpasst! Sprichst du Ripuarisch (das ist
> > das, was man im Rheinland für gewöhnlich als "Platt" bezeichnet)?
> Sprechen? Nein.
Du tust mir leid. :-)
> >> Ich habe es das erste Mal bei meiner damals zukünftigen Frau gehört
> >> und es Ihr auch abgewöhnen können.
> > Komm mir in 10 Jahren bloß nicht mit "Wie schade, dass die Dialekte
> > aussterben" ;-)
> Versteh mich nicht falsch, ich mag Kölsch Platt sehr und höre es auch
> gerne. Aber behält man die Grammatik im Hochdeutschen bei, klingt es
> grausam.
Ehrlich gesagt ist mir jemand lieber, der kein Platt spricht, aber
einen guten Schuss Slang in der Sprache hat, als jemand, der sich das
Lokalkolorit in der Sprache für ein gutes Hochdeutsch völlig
abtrainiert. Wenn wir den falschen Weg gehen, werden wir in ein paar
Jahrzehnten genau so um unsere Dialekte weinen wie heute die Briten,
nur ist es dann zu spät.
> In Bonn hatte ich einen Kollegen, der konnte super schnell
> umschalten, der sprach mit dem Trockenbauer zu seiner Linken Platt,
> drehte sich um, sprach mit mir Hochdeutsch, wieder retour zum
> Trockenbauer und weiter ging es auf Platt.
So gehört sich das ja auch :-)
Wenn man sich im Kopf klargemacht hat, dass es eine eigene Sprache ist,
geht das mit der Zeit -- mit Deutsch und Englisch klappt das bei den
meisten schließlich auch ganz gut.
Nein! Das kenn ich schon von meiner Oma und die war aber mal sowas von
Uroecherin :)
schoene gruesse
lea