Thomas studierte Informatik am Imperial College in London. Zusammen mit Andy Hunt schrieb er 1999 das Buch Der pragmatische Programmierer und grndete The Pragmatic Programmers und Pragmatic Bookshelf in den USA. Im Jahr 2001 war Thomas einer der Verfasser des Agile Manifesto. Seit 2016 lehrt er als Adjunct Professor an der Southern Methodist University.
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Die Overall Equipment Effectiveness (OEE) gewinnt in der Diskussion um Produktivittsmanagement von Anlagen an Bedeutung. Dafr gibt es vier Grnde, denen sich jeder Operations-Profi bewusst sein sollte.
Die schlanke Produktion sah traditionell ihre Rolle darin, auf pragmatische Art und Weise Prozessverbesserungen umzusetzen. Einfache Manahmen, schnelle Umsetzung, gemeinsam mit den Mitarbeitern auf dem Shopfloor. Damit, und dem Ansatz der kontinuierlichen Verbesserung, war das Konzept ber 20 und mehr Jahre sehr erfolgreich.
Die Informationstechnologie war dazu in der Vergangenheit wenig kompatibel. Lange Planungs- und Umsetzungszyklen, groe Budgets, Umsetzung durch Spezialisten. Mit anderen Worten: Lean und IT waren wie Feuer und Wasser.
Und die Technologie gibt es her. Am Tag 250.000 Flaschen abzufllen und die Daten nicht nur in dieser Auflsung zu speichern sondern auch auswerten zu knnen, ist nicht mehr Firmen wie Google oder IBM vorbehalten: Cloud Applikationen und Big Data Algorithmen sei Dank. Darber hinaus nimmt die knstliche Intelligenz Anlauf, um Muster in den riesigen Datenmengen zu erkennen, die dem Menschen verborgen bleiben. Dass eine Anlage alle 43 Minuten einen Einbruch des Leistungsfaktor von 4 % hat, war in der Vergangenheit nicht transparent. Zuknftig ist dies der Einstieg in einen KAIZEN-Workshop.
Eine Vielzahl von Start-Ups rttelt an den Geschftsfeldern der traditionellen Fabrikausrstern wie Siemens, Kuka und Co. Hohe Entwicklungsgeschwindigkeiten bei schnellen Managemententscheidungen lassen sie nah am Kunden sein. Social Media Marketing, Start-Up-Wettbewerbe oder Speeddating Events ermglichen einen preiswerten Marktzugang. Und die Lsungen halten dem industriellen Anspruch stand, bei gleichzeitig hherem Innovationsgrad. In vielen Vorstandsetagen ist es inzwischen sogar hip, mit Start-Ups zu arbeiten.
Fr die OEE holen sich IoT-Gateways und mobile Sensoren alle erforderlichen Anlagendaten, ohne dabei in die Anlage einzugreifen zu mssen. Kein Hersteller kann die Gewhrleistung einschrnken, kein Unternehmen bentigt SPS-Programmierer, um an die Daten zu kommen. Und keine IT-Abteilung muss im Rechenzentrum ein Programm installieren und betreiben. Die Cloud stellt die virtuelle Infrastruktur zur Verfgung.
Darber hinaus kommt der Wunsch nach einer guten User-Experience von Software auf dem Shopfloor an. Wenn jeder Mitarbeiter privat ein Smartphone in der Tasche hat, sinkt die Toleranz fr blinkende grne Ksten auf einem sonst schwarzen Bildschirm und die Navigation mit der Tab-Taste. Auch hier muss man Mitarbeiter motivieren, auch hier will man modern sein.
Die aktuelle Lage der industriellen Produktion ist phenomenal. Der Auftragsbestand ist der hchste in der industriellen Geschichte. Und der Trend scheint bis auf weiteres ungebrochen. Die Bundesregierung und alle Wirtschaftsforschungsinstitute sehen auch mittelfristig kein Abflauen der Wachstumskurve. Trotz vielfltiger Turbulenzen in der Weltpolitik scheint die Nachfrage stabil aufwrts zu gehen.
Zeitgleich berichtet McKinsey, dass es auf der Ebene der Volkswirtschaften immer schwerer fllt, Produktivittsgewinne zu erzielen bzw. dass sie nicht mehr existent sind. Was fr ein Land gilt, muss nicht auch fr ein Unternehmen gelten. Aber in Summe wird die Luft dnner. Und dann gibt es noch den Megatrend der Arbeitskrfteknappheit. Schon jetzt ist qualifiziertes Produktions- und Instandhaltungspersonal in vielen Teilen Deutschlands die Wachstumsbremse schlechthin. Der Trend der Bevlkerungsentwicklung wird dies langfristig nur noch verschrfen.
Steigerung der Anlagenproduktivitt durch OEE-Management ist eine kompakte, umfassende und aktuelle Anleitung fr den Praktiker, die OEE zu analysieren und zu steigern. Wertvolle Ideen ber den Weg von der handschriftlichen Erfassung der Kennzahl bis zur Abbildung mit Industrie 4.0 Technologien werden ebenso beschrieben wie all die kleinen Tricks und Kniffe, die wir als Berater, Wissenschaftler, Lehrer und Unternehmer ber die Jahre gesammelt haben.
Die Bienenseuchenverordnung wird unter der Datenblattnummer 60 748 B gefhrt, trgt das Aktenzeichen 2862. 1-17, wird vom Referat 11 B 2 des Bundeslandwirtschaftsministeriums bearbeitet und soll dem Kabinett bis zum November 1971 vorliegen.
Informationen dieser Art vermittelt Monat um Monat der vom Brandt-Gehilfen Minister Horst Ehmke eingesetzte Planungsstab des Kanzleramts den Bonner Ressorts. Die letzte Ausgabe des Arbeitsprogramms der Bundesregierung erfat den Stand der Koalitionsbemhungen vom 15. Juni 1971, ist auf 206 zartrosa Din-A4-Seiten hektographiert, kndigt etwa 600 Regierungsvorhaben an und endet mit dem Stichwort: Jahresbericht der Bundesregierung.
Die allmonatlich mit Akribie zusammengestellte Fleiarbeit ist der bislang augenflligste Ttigkeitsnachweis von etwa 70 Beamten. Angestellten und Hilfskrften, die unter Leitung des Ehmke-Freundes und Oberplaners Professor Reimut Jochimsen, 38. in einer alten Villa in Bonns Adenauerallee fr die sozialliberale Koalition das moderne Deutschland entwerfen sollen.
Doch schon vor einem halben Jahr muten Jochimsens Generalstbler zugeben. da sich die sozialliberalen Minister -- wie ihre Vorgnger in CDU-gefhrten Kabinetten -- nicht davon abhalten lieen, unbekmmert auerhalb der Tagesordnung miteinander zu streiten. Und auch nach dem Stichtag ihrer letzten rosaroten Bilanz muten die Registratoren zur Kenntnis nehmen. da sich selbstherrliche Ressortherren nicht um Jochimsens Reformfahrplan scheren, wenn es ihnen darum geht, der eigenen Person Profil und ihren politischen Konzepten Gewicht zu verschaffen.
So legte sich unvorhergesehen und auerhalb der Tagesordnung Wirtschafts- und Finanzminister Karl Schiller ffentlich mit Staatssekretr Herbert Ehrenberg aus dem Arbeitsministerium an. nachdem der Arendt-Gehilfe durch eigenmchtige Ankndigungen vor Journalisten die Regierung auf seine Vermgensbildungsplne festzulegen versucht hatte. Und vorvergangene Woche brach ein Kabinettskrieg zwischen Brandts starken Mnnern Schiller und Leber ber die politisch zweitrangige Reform der Kraftfahrzeugsteuer aus.
Die ersten bitteren Lehren wurden dem ehemaligen Ordinarius fr Wirtschaftliche Staatswissenschaften der Universitt Kiel schon im Frhjahr erteilt. Gemeinsam mit den Haushaltsexperten des Finanzministeriums hatte er im Februar ein buntes Listenwerk zusammengestellt. in dem er ohne Absprache mit den Ressorts finanzielle Prioritten setzte und damit ein detailliertes Regierungsprogramm fr 1972 konzipierte.
Aufgebracht wies damals Verteidigungsminister Helmut Schmidt das Werk von Domestiken zurck; die Entscheidung ber den Haushalt wurde bis zum September vertagt. Nach herkmmlichem Ritus wird nun Schiller in sogenannten Chefgesprchen den Ministerkollegen jene Geldforderungen abzuhandeln suchen, die ihm finanziell und konjunkturpolitisch nicht vertretbar erscheinen. So wird Chef Schiller dem Rivalen Schmidt weitere 2.5 Milliarden Mark fr die Bundeswehr streitig machen. Bislang hat das Verteidigungsministerium nur auf eine Milliarde verzichtet.
Domestik Jochimsen erkannte, da ihm beim Bonner Herbstmanver seiner Vorgesetzten nur noch eine bescheidene Rolle gewhrt wird, und stufte sein Februar-Papier zurck: Das war nur eine Argumentationsbasis. und die kann man noch im Herbst gebrauchen.
Vorsichtshalber wichen die gebeutelten Planstbler auf unverfnglichere Zeithorizonte aus. Sieben Arbeitsgruppen. vorwiegend besetzt mit mittleren Beamtenchargen, wollen nun eine Vision von der Bundesrepublik des Jahres 1985 entwerfen,
Insbesondere den Auswirkungen von technologischen Entwicklungen auf die Staatsaufgaben sind die Beamten auf der Spur. So wollen sie vermeiden helfen, da der Staat sich fr modernisierte Eisenbahnen und ein dichteres Autobahnnetz verausgabt, wenn sich absehen lt, da in fnfzehn Jahren neuartige Schnellstzge mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 400 Kilometer pro Stunde den Transport sicherer, umweltfreundlicher und rationeller leisten knnen.
Erfahrenen Ministerialen sind die -- bislang den Ressortherren noch nicht vorgezeigten -- Seminararbeiten zu akademisch. Schillers wirtschaftspolitischer Chefdenker. Ministerialdirektor Otto Schlecht, hlt jede langfristige Planung, die den staatlichen Korridor (Schlecht) nicht intensiv bercksichtigt, fr nutzlos. Nur wenn die vorhandenen konomischen Ressourcen untersucht und die finanziellen Mglichkeiten des Staates in den Plan eingearbeitet seien. knne die Zukunft verllich eingeschtzt werden. Schlecht: Sonst plant jeder, als sei er der Nabel der Welt.
Schlechts Kollege im Finanzministerium, Ministerialdirektor Manfred Schler. warnt vor einer Langzeitplanung, die durch unberlegte Versprechen der Regierung Fallstricke (Schler) legen knnte. Seine pragmatische Forderung: Wir sollten erst mal mit den aktuellen Problemen fertig werden und die Plne fr 1985 etwas hintenanstellen.
Ein erstes Gemeinschaftswerk. das sie gemeinsam mit anderen Kanzlerbeamten und hausfremden Organisationsexperten erstellt hatten, lieferten die Planstbler erst krzlich bei ihrem Dienstherrn ab. Im Kanzleramt der Zukunft, so urteilten sie, mten die vier planmigen Abteilungen (Recht, Auswrtiges, innere Angelegenheiten, Wirtschaft) personell aufgebessert werden: Es sollte durch Vermehrung der Sachbearbeiterstellen fr Entlastung gesorgt werden.
Dann analysierten die Herren ihre Arbeitsintensitt: Heute wird der Arbeitsrhythmus weitgehend durch die Menge der Eingnge auf dem Aktenbock bestimmt. Fr die Verstndigungsschwierigkeiten im Palais Schaumburg fanden sie die Sndenbcke in ihren Vorgesetzten: Die Abteilungsleiter verengen wie Flaschenhlse den Informationsflu. Auch fr den inneren Dienst wuten die Programmierer Rat: Die Registratur sei auf Hngemappen umzustellen. Denn: Gegenwrtig sind lebende ebenso wie Altakten in Aktenordnern (mit Hebelmechanik) untergebracht.
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