Afrika kennt viele Probleme. Norwegen kennt vor allem eines: Kälte. Deswegen ruft die afrikanische Hilfsinitiative Radi-Aid via YouTube zur Heizkörper-Spende auf - scheinbar. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Satire. Statt Wärmequellen fordern die Macher das Ende der Stereotypisierung und Respekt für Afrikaner.
Von Claus Stäcker, ARD-Hörfunkstudio Johannesburg
Pathetische Tastenanschläge, Sturmgetöse, dramatische Winterbilder: Schnee, Eis, stürzende Menschen, schlingernde Lastwagen und die Stimme von Breezy Vee. Er ist der Kopf der afrikanischen Hilfsinitiative Radi-Aid, die unter der Sonne Afrikas Radiatoren sammelt, Heizkörper für Norwegen.
Im Grunde trommele er hier Menschen zusammen, um Norwegen zu helfen, sagt er in dem Video. Viele ahnten ja gar nicht, wie dramatisch die Lage dort sei: "Wenn du mich fragst, ist Kälte genauso schlimm wie Armut. Die Sonne lässt uns lächeln, warum sollten wir nicht etwas davon abgeben. Menschen helfen, wenn andere hungern. Warum sollten wir nicht helfen, wenn sie frieren? Auch Erfrierungen sind tödlich!"