Trotz meiner Erlebnisse mit dem Champagner-Eiskonfekt habe ich mich nicht entmutigen lassen und mich doch wieder an ein neues Rezept herangetraut. Allerdings verlief auch hier nicht alles planmäßig ...
Endlich mal eine Pralinenkreation, bei der alles rezeptgemäß und ohne Komplikationen funktioniert hat, insbsondere auch dank des Hinweises von Houdini, die Schokolade für die Füllung lieber zu raspeln anstatt in Stücken der heißen Sahne hinzuzufügen ... ein echtes Erfolgserlebnis, auch geschmacklich (und das sage ich von meinen Eigenprodukten wirklich selten ...)
Was als kulinarischer Journalismus begann und intensiv über die letzten Jahrzehnte betrieben wurde, möchte ich nun entspannter gestalten.
Meine Beiträge für die Wochenzeitung DIE ZEIT werden nun in längeren Intervallen erscheinen, dafür werde ich aber mehr Lesungen rund um das Thema Genuss halten und Veranstaltungen zu meinem Herzensthema besuchen. Und ich werde reisen. Dahin wo es mir gefällt und wo es auf gastronomischer Ebene was zu entdecken gibt.
Ostern 2012 bin ich jedoch in Puerto del Carmen auf Lanzarote auf ein Restaurant gestoßen, von dem ich mir wünsche, dass es beim meinem nächsten Aufenthalt noch anzutreffen ist, weshalb ich es Ihnen ganz eigennützig anempfehlen möchte: Wenn Sie von der Avenida de las Playas die Calle Tanausu hochgehen, treffen Sie nach ca. 20 m auf der rechten Seite auf die Taberna de Nino. Lage und Ausstattung sind nicht weiter erwähnenswert, außer vielleicht, dass die Einrichtung nicht ins Kitschige abdriftet.
Hallo Herr Siebeck, Ihre Essays lese ich mit Vergnügen und finde es absolut cool von Ihnen, diesen Blog einzurichten. Dass ich allerdings von selbigem in meinem reifen Alter geduzt werde, bleibt gewöhnungsbedürftig. Aber ich will nicht kleinlich sein und genieße lieber den Spaß, den ich beim Lesen habe. Wie bei so vielen Ihrer treuen Fans, schätze ich nicht nur Ihren charmanten Spott. Sie haben mir schon vor Jahrzehnten eine völlig andere Welt der kulinarischen Genüsse eröffnet und selbst Ihre Rezepte waren das reinste Lesevergnügen. Heute kann ich mich ohne Größenwahn als respektable Köchin bezeichnen, meine Lieben sind glücklich und ich bin es auch. Aber eine Frage quält mich: wie wird die Haut einer Poularde oder Weihnachtsgans knusprig? Ich habe es in der Schlussphase mit mehrmaligem Pinseln und hohen Temperaturen versucht, leider mit mäßigem Erfolg!? Bleiben Sie und Ihre Frau gesund und munter. Mit besten Grüssen! Petra Much
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und abtupfen. Am einfachsten ist es, wenn man alles durch ein Sieb gibt und das Gemüse und Fleisch so auffängt. Das Fleisch dann herausnehmen und direkt dabei schon trocken tupfen und in eine extra Schüssel tun. Denn, nach der Zeit des Badens im Rotwein muss das Fleisch angebraten werden. Dafür muss es trocken sein. Das ist nach Ansicht meines Lieblingskoches Wolfram Siebeck nicht wirklich möglich:
Dann bestreue ich wie Herr Siebeck das gut angebratene Fleisch großzügig mit Salz und mische gepressten frischen Knoblauch darunter und gebe es in meinen Le Creuset Topf . Wenn alles Fleisch angebraten ist, gebe ich das Gemüse zum Anbraten kurz in die Pfanne, in der vorher das Fleisch war. Mit dem Saft der Orangen ablöschen.
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