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Bericht FBi Stammtisch 10-2010 am 30. Mai in Dorfprozelten

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Everling, Dirk

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Jun 12, 2010, 6:19:13 AM6/12/10
to
Servus,

der Bericht stammt von Juergen.

Gruss, Dirk
www.frankenbiker.de
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Tag zusammen

Leichter Regen, Regenschauer, Gewitterschauer - die Wetteraussichten für
Sonntag klangen nicht unbedingt nach eine spaßigen Motorradtour. Als ich
gegen 11.45 Uhr losfahre, wirkt der Himmel aber eher heiter und die
Straßen sind nur stellenweise etwas feucht. Ich bin zuversichtlich.

Das ändert sich im Südspessart. Ab Hasloch beginnt es zu regnen, der
Blick das Maintal entlang verheißt nichts gutes, spätestens am Schild
"Landkreis Miltenberg" öffnet Petrus alle Schleusen. Gut, dass ich mich
daheim gegen meine Lederjacke und für eine ältere Gore-Tex-Jacke von
Polo entschieden habe. Sie sollte sich als leidlich dicht erweisen.

Auch bei der Ankunft am Treffpunkt in Dorfprozelten regnet es noch
kräftig, an Martins Tankstelle hat sich gerade an Radler untergestellt.
Auf dem Parkplatz vor dem "Stern" finde ich sechs mir bekannte Mopeds.
Die Befürchtung, dass meine Einladung niemand hinterm Ofen hervor lockt,
hat sich somit nicht erfüllt.

Im "Stern" in Dorfprozelten trafen sich am Sonntag, 30. Mai 2010:

Jürgen DL650 MSP

Herbert TDM850 WUe

Peter Z1000 MSP

Hans R1150 GSA Loewenstein

Adolf R1150RT Wue

ManfredFZS600WUe

RoswithaFZ6WUe

HertschiXTZ 660KT

Moni CBF 600 KT

Gemäß meiner Reservierung "5 - 15 Leute" hat uns der Wirt einen schönen
langen Tisch aufgebaut. Aus meiner Jacke tropft es allerdings merklich
auf das schöne Parkett und den Zettel für die Anwesenheitsliste muss ich
erstmal trocknen lassen.

Die Getränke und das Essen sind schnell bestellt. Die Gespräche bei
Tisch drehen sich um Martin und seine neue Speedy, warum man schwarze
und blaue Wäsche besser nicht zusammen in die Waschmaschine steckt und
wie sich einige Leute in letzter Zeit in der Quizshow von Herrn Jauch
blamiert haben. Derweil regnet es draußen kräftig weiter, was man auch
an Peter und Herbert sieht, die nach mir aber nicht weniger nass eintreffen.

Während Rosi bei ihrem griechischen Essen aufpassen soll, sich nicht am
Teller zu verbrennen, ist mein Jägerschnitzel in "Männergröße" eine
gewisse Herausforderung, die ich freilich meistere. Als wir halbwegs
pünktlich aufbrechen, regnet es wieder (oder immer noch?) Rosi schlüpft
mit freundlicher Hilfe in ihre Regenkombi und leicht zerfletterte
Stiefelüberzieher, während Hans offenbar unterwegs Wasser sammeln will
und dafür den Deckel seines Topcase offen stehen lässt. Worum sich ein
Tourguide (ups, das war ja ich) nicht alles kümmern muss.

Die Tour führte wie versprochen über ein kurviges Bergsträßchen in den
staatlichen Luftkurort Mönchberg und weiter nach Eschau. Der Regen hörte
zwar auf, reichlich nass waren die Straßen aber weiterhin. Der auf
diesen Kilometern von manchen gesichtete Radarwagen hat wohl kein gutes
Geschäft gemacht.

Diesen Teil der Tour hätte ich auch ohne Garmin gefunden. Erst Richtung
Mespelbrunn halten und dabei möglichst nicht den Hund überfahren, der
ganz cool in Heimbuchental die Straße überquerte, dann weiter nach
Weibersbrunn und in Richtung Heigenbrücken.

Nach der ersten Spitzkehre des Tages war es nicht mehr weit zur
Kreisstraße nach Jakobsthal. Ein Wendeplatz am Waldrand bot sich für die
Pause an, was Moni das Leben rettete, bei fast 20 Grad und ohne Regen
wäre sie in ihrem Überzieher sonst wohl im eigenen Saft ertrunken. Meine
Digiknipse bekam das feuchte Klima im Tankrucksack nicht, sie streikte.

Jakobsthal selbst erwies sich laut einiger Spaziergänger als
unpassierbar, nicht nur wegen Vollsperrung und Baustelle, sondern auch
dank eines ehrenwerten Zeitgenossen, der jeden aufschreibt, der trotzdem
durchfährt. Nun ja, die Umfahrung über Heinrichsthal war auch recht nett.

Beim "Waldhaus Engländer" war für einen Sonntag erstaunlich wenig los,
das Regenwetter ließ grüßen. Wir bogen an dieser Kreuzung für eine
Schlenker durch Hessen rechts ab in Richtung Schöllkrippen. Schöne
Kurven, leider teilweise feucht und mit Blüten und Zweigen von Bäumen
garniert - besser langsam fahren als schnell stürzen war für mich das
Motto des Tages.

Schirmborn und andere Teile von Mömbris lagen nun auf unserem Weg.
Erwähnenswert ist die schöne Aussicht von Hörstein aus. Und das kurvige
Stück von Wasserlos bis Niedersteinbach, das inzwischen leider fast
durchgehend mit Tempolimits und Überholverbot bestückt ist.

Über Schöllkrippen ging es nun mit etwas weniger Ortsdurchfahrten weiter
nach Wiesen und die Navigation wurde für mich wieder ganz leicht:
Einfach in Richtung Frammersbach halten und kurz vorher nach Habichsthal
abbiegen. Beim Ansteuern der Fischerhütte als Endpunkt half dann wieder
Frau Garmin.

Weil der Schotteranteil sehr niedrig war, entschied ich mich für
naturnahen unteren Parkplatz der sogar etwas Schlamm zu bieten hatte. Zu
viel für schwere Kawas, Peter musste umparken.

In der Fischerhütte konnten wir uns nach 141 km noch an Kaffee und
Kuchen laben und an kleinen Bambis auf der Wiese in Richtung Aubachseen
erfreuen.

War die Tour nahezu trocken geblieben, änderte sich das mit unserem
Aufbruch: Der Regenschauer kam pünktlich nachdem der Letzte aufgestanden
war. Aus meiner Sicht hörte er auch nicht auf, bis ich gegen 18 Uhr
wieder zuhause war. Die kurvige aber auch holperige Staatsstraße von
Wiesthal nach Partenstein bescherte mir dabei noch einige Schreckmomente
in Form von Hinterradrutschern. Die Kitzinger Fraktion hatte ein paar
Kilometer weiter auch ihre liebe Not mit feuchten Bitumen.

Der Treffpunkt für den FBI 11/2010 wurde prinzipiell offen gelassen,
aber eine Tour durch die Rhön wäre schon schön. Wind wäre dabei kein
Problem, den hatten wir diesmal stellenweise auch.


Gruß

Jürgen

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