Damitwollte King der Bevlkerung deutlich machen, dass die Freiheit jedem Menschen, unabhngig von Herkunft oder Hautfarbe, gewhrt werden muss. Doch konnte diese Freiheit mithilfe des Civil Rights Movements (deutsch: Brgerrechtsbewegung) wirklich umgesetzt werden?
Wie kam es geschichtlich berhaupt dazu, dass das Civil Rights Movement ntig wurde? Mithilfe eines Zeitstrahls kannst Du die Ereignisse aus den Jahren 1954 bis 1968 ordnen und kennenlernen. Doch was kannst Du Dir unter der Definition des Civil Rights Movements erst einmal vorstellen?
Das Civil Rights Movement war eine afroamerikanische Brgerrechtsbewegung, die von 1954 bis 1968 in den USA aktiv war. In diesem Zeitraum setzten sich Menschen besonders fr die Rechte von Afroamerikaner*innen ein.
Um eine Idee davon zu bekommen, warum das Civil Rights Movement (deutsch: Brgerrechtsbewegung) entstand, solltest Du Dir zuerst einige Fakten zur African American Geschichte ansehen. Die folgenden Ereignisse waren Auslser der Brgerrechtsbewegung der afroamerikanischen Bevlkerung:
Im American Civil War, bzw. im "Amerikanischen Brgerkrieg", kmpften die nrdlichen Staaten gegen die Sdstaaten, deren Landwirtschaft von der Sklavenarbeit abhngig war. Mithilfe von fortgeschrittenen Technologien und Ausrstungen konnten die Nordstaaten den Krieg gewinnen und fr die Abschaffung der Sklaverei sorgen.
Vor dem Civil Rights Movement gab es in der Geschichte der USA viel Diskriminierung. In den 1870ern wurde zum Beispiel eine Reihe von Gesetzen, die als die Jim Crow Laws bezeichnet wurden, aufgesetzt. Diese schrnkten die Rechte der Afroamerikaner*innen zustzlich ein: Schwarze Brger*innen wurden von verschiedenen ffentlichen Einrichtungen ausgeschlossen.
Der weie Komiker Thomas Dartmouth Rice fhrte in den 1830ern Theaterstcke mit einem schwarz angemalten Gesicht auf, das einem Sklaven nachempfunden war. Diese Figur nannte er Jim Crow. Spter wurde diese Bezeichnung zu einem verchtlichen Spitznamen fr Afroamerikaner*innen.
Meistens konnten Afroamerikaner*innen nur schlecht bezahlte Berufe auf dem Land oder in Fabriken ausben. Viele von ihnen arbeiteten als Bedienstete oder Reinigungskrfte. Bevor der Zweite Weltkrieg begann, wurden schwarze Brger*innen auerdem davon abgehalten, dem US-Militr beizutreten.
In dieser Zeit der Geschichte stieen die USA auf Kritik, da sie fr Freiheit und Menschenrechte kmpften, obwohl die schwarze Bevlkerung im eigenen Land weiterhin unterdrckt und schlecht behandelt wurde. Aus folgenden Grnden wurde die "Rassentrennung" 1848 im US-Militr schlielich aufgehoben:
Das American Civil Rights Movement (deutsch: amerikanische Brgerrechtsbewegung) wird zwischen 1954 und 1968 angesiedelt. Die folgenden Punkte geben Dir eine erste Zusammenfassung ber die Ereignisse des Civil Rights Movement:
An diesem Tag weigerte sich die 42-jhrige Afroamerikanerin Rosa Parks nach einem langen Arbeitstag, ihren Sitzplatz im Bus an einen Weien abzugeben. Daraufhin wurde sie verhaftet. Dieser Vorfall lste den Montgomery Bus Boycott aus, der von dem Baptistenpfarrer Martin Luther King angefhrt wurde und erst ein Jahr spter endete.
Whrend des Busboykotts wurden Afroamerikaner*innen dazu aufgerufen, auf ffentliche Verkehrsmittel zu verzichten. Mit diesen gewaltfreien Protesten wollte Martin Luther King zeigen, dass die Wirtschaft in den USA auf die Schwarze Bevlkerung angewiesen ist. Das Ergebnis des Mongomery Bus Boycotts war:
Die Little Rock Nine waren die neun ersten afroamerikanischen Schler*innen an der Little Rock Central High School, die vorher nur von weien Menschen besucht wurde. An den ersten Schultagen im September 1957 wurden die Schwarzen Jugendlichen von einer wtenden Menschenmenge empfangen. Somit konnten sie das Schulgebude nicht betreten.
Der Gouverneur von Arkansas lehnte es ab, den afroamerikanischen Schler*innen zu helfen und ihnen Zutritt zu gewhren. Doch schlielich mischte sich der damalige Prsident Dwight D. Eisenhower (Prsident zwischen 1953 und 1961) in das Geschehen ein:
Nach zahlreichen Protesten und Angriffen entschied sich Prsident Eisenhower dazu, das Wahlrecht der Afroamerikaner*innen mit dem Civil Rights Act of 1957 zu schtzen. Schwarze wurden bis zu diesem Zeitpunkt durch Alphabetisierungstests und Wahlsteuern vom Whlen abgehalten.
Da den Schwarzen Brger*innen hufig verwirrende Zeichen- und Rechenaufgaben gestellt wurden, fr die sie zu wenig Zeit bekamen, konnten nur die wenigsten Afroamerikaner*innen den Test bestehen und whlen gehen.
Obwohl der Civil Rights Act die Rechte der afroamerikanischen Bevlkerung verbessern sollte, hielten die Proteste auch in den 1960er Jahren an. Besonders berhmt wurden in dieser Zeit die sogenannten Freedom Riders:
Als der Bus in Alabama ankam, wurde er mit einer Bombe beworfen und fing an zu brennen. Die Aktivist*innen konnten den Flammen entkommen, wurden anschlieend aber von einer wtenden Menschenmenge zusammengeschlagen.
Der Name Kennedy kommt Dir bekannt vor? Das liegt daran, dass Robert der Bruder des ehemaligen Prsidenten John F. Kennedys war. J. F. Kennedy war zwischen 1961 und 1963 Prsident der Vereinigten Staaten.
Die Zahl der Proteste und Anhnger*innen des American Civil Rights Movement (deutsch: amerikanische Brgerrechtsbewegung) nahm in den Folgejahren immer weiter zu. Besonders der gewaltlose Widerstand von Martin Luther King erlangte internationale Bekanntheit. Durch seine zahlreichen Proteste wurde Martin Luther King zum einflussreichsten Anfhrer der Brgerrechtsbewegung in den USA.
Der Marsch auf Washington am 28. August 1963 war eine der wirksamsten Demonstrationen, die von Martin Luther King durchgefhrt wurden. Der Hhepunkt dieser Versammlung von etwa 250.000 Menschen war Kings Rede, in der er seinen amerikanischen Traum von Gleichberechtigung und Gerechtigkeit uerte:
Der American Dream besagt, dass jede Person in Amerika, unabhngig von der eigenen Herkunft, die gleichen Chancen hat, alle mglichen Ziele zu erreichen. Somit drckte Martin Luther King mit seiner Rede seinen eigenen American Dream aus: Sein Ziel war eine gerechte Welt, in der alle Menschen gleichbehandelt werden, unabhngig von
Fast ein Jahr nach Kings Rede in Washington unterzeichnete der 36. US-Prsident Lyndon B. Johnson den Civil Rights Act of 1964. Dadurch sollte die "Rassentrennung" aufgehoben und alle Menschen gleichbehandelt werden.
Einer der bedeutendsten Proteste des Civil Rights Movement 1965 war der Marsch von Selma nach Montgomery. Insgesamt gab es drei Mrsche, die diese Strecke verfolgten und von Martin Luther King organisiert waren:
Nach dem erfolgreichen Marsch am 21. Mrz sagte Prsident Lyndon B. Johnson Martin Luther King zu, ein neues Wahlrechtsgesetz zu unterzeichnen. Nachdem derVoting Rights Act in Kraft getreten war, wurden die Alphabetisierungstests verboten. Dadurch war es nun fr alle Schwarzen Brger*innen mglich, uneingeschrnkt whlen zu gehen.
Trotz seiner friedlichen Proteste bekam Martin Luther King von verschiedenen Seiten Kritik. Besonders die Anhnger*innen des Black Power Movement, einer Bewegung, die stark vom afroamerikanischen Brgerrechtler Malcolm X beeinflusst wurde, empfanden die Entwicklung des American Civil Rights Movement als zu langsam. Deshalb stieg die Unzufriedenheit unter Afroamerikaner*innen und in einigen Fllen eskalierte sie in Gewalt gegen Weie.
Sowohl Malcolm X als auch Martin Luther King wurden von Feinden erschossen. Wenn Dich das Leben und Wirken von Malcolm X und das Black Power Movement interessiert, solltest Du Dir die Erklrung "Black Power Movement" ansehen.
Das offizielle Ende des Civil Rights Movements (deutsch: Brgerrechtswegegung) wird hufig auf das Jahr 1968 datiert. In diesem Jahr wurde Martin Luther King von einem Gegner der Brgerrechtsbewegung in den USA erschossen. Dies lste Aufstnde im ganzen Land aus, in denen auch viele Afroamerikanerinnen und Afroamerikaner ihr Leben lieen.
Afroamerikaner*innen sind heute ebenso Teil der Mittel- und Oberschicht und haben leichtere Aufstiegschancen in sozialen und beruflichen Feldern. Als erster afroamerikanischer Prsident der Vereinigten Staaten schrieb Barack Obama im Jahr 2009 Geschichte und wurde zum Vorbild der Schwarzen Bevlkerung.
Jedoch wird heute nicht jede Person so gerecht behandelt, wie Martin Luther King es sich vor vielen Jahren ertrumt hat. Viele Afroamerikaner*innen erleben weiterhin Benachteiligungen und Diskriminierung in verschiedenen Lebensbereichen:
Immer mehr Menschen setzen sich in Protesten und Bewegungen fr die Rechte der Schwarzen Bevlkerung ein. Seit 2013 ist Black Lives Matter eine der wichtigsten Bewegungen seit The Civil Rights Movement (deutsch: Brgerrechtsbewegung). Dabei kmpfen die Menschen gemeinsam gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenber Schwarzen in den USA.
Civil Rights sind Rechte, die den Brger*innen eines Landes zustehen. Dabei geht es darum, dass Menschen dieses Landes die gleichen Mglichkeiten haben und gleichberechtigt sind, unabhngig von ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht oder ihrer Religion.
Fr den nchsten Fernurlaub ist dieser Ort nicht zu empfehlen: Heftige Staubstrme brausen monatelang ber das Land. Auch im Sommer wird es selten wrmer als minus 60 Grad. Die dnne Luft gleicht einer Ansammlung von Autoabgasen.
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