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Flughafenanbindung

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Edmund Lauterbach

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Jul 16, 2004, 5:46:06 AM7/16/04
to
Zwei Artikel zum Thema Bahn und Flughafen:

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Merkur / Freising / 16.07.2004

U6 gemeinsam vorantreiben
Solbrig appelliert an Nachbarn

VON ANDREAS SACHSE

Eching/Neufahrn/Garching - Der Bürgermeister der Stadt Garching,
Manfred Solbrig (SPD), hat sich erneut für eine Verlängerung der U6 in
Richtung Flughafen stark gemacht. Auf dem kommunalpolitischen Abend
seiner Partei im Gasthof "Neuwirt" in Garching rief Solbrig die
Gemeinden Neufahrn und Eching sowie den Landkreis Freising zur
Zusammenarbeit auf. "Von einer solchen Maßnahme würden wir alle
profitieren", sagte Solbrig am Mittwoch.

Zum wiederholten Male richtete Garchings Bürgermeister den Blick in
die Zukunft. Solbrig sprach von einer "Vision". Ihm sei jedoch sehr
wohl bewusst, sagte er, dass ein derartiges Konzept Zeit benötige.

Im Herbst 2006 sollen die Arbeiten an der U-Bahn in Garching
abgeschlossen sein. Die U6 fährt dann über Garching Mitte bis zum
Hochschul- und Forschungsgelände im Norden der Stadt. Dies bedeute
einen enormen Entwicklungsschub für die Stadt, mit dem vielfältige
Chancen verbunden seien, prognostizierte Solbrig.

Irgendwann in Zukunft sollte die U-Bahn wieder bis zum Flughafen
fahren, fuhr Garchings Bürgermeister fort. Ausdrücklich betonte er,
dass auf dem langen Weg dorthin zunächst Neufahrn und Eching
angeschlossen werden sollten. Für die Bürger der Stadt Garching sei
damit der Vorteil einer Anbindung an die S-Bahn verbunden. Neufahrner
und Echinger hätten die Möglichkeit, via U-Bahn direkt in "Wir haben
noch niemanden gefunden, der uns hilft." Manfred Solbrig den Norden
Münchens zu gelangen, ohne wie bislang einen Umweg über den
Hauptbahnhof oder den Marienplatz in Kauf nehmen zu müssen.

"Ich weiß, dass die Gemeinden Eching und Neufahrn und auch der
Landkreis Freising derselben Ansicht sind wie ich", ermunterte Solbrig
die Bürgermeister und den Landrat zum Mitarbeiten. Diese Maßnahme
würde der gesamten Region zugute kommen. Die U-Bahn würde die Region
nicht nur in verkehrlicher Hinsicht entlasten, sondern wie für die
Stadt Garching auch einen wirtschaftlichen Entwicklungsschub mit sich
bringen. Solbrig zufolge hapert es bislang jedoch an den Finanzen.
"Wir haben noch niemanden gefunden, der uns hilft."


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Süddeutsche Zeitung / Landkreise / 16.7.04

Kommunen und Verbände sehen S-Bahn-Ringschluss nur als Zwischenlösung
Ostbayern fordern Fernbahn zum Flughafen
Wirtschaftsministerium begrüßt Paketlösung, verweist jedoch auf die
Finanznot von Bahn und Bund

Von Petra Schnirch

Die ostbayerischen Kommunen und Verbände lassen nicht locker: Der
S-Bahn-Ringschluss zum Flughafen ist für sie nur eine Übergangslösung.
Sie fordern nach wie vor die Verwirklichung der Marzlinger Spange oder
der so genannten A 92-Parallele. Bestätigt sieht sich die Initiative
¸¸Pro Marzlinger Spange" durch die Ergebnisse einer Pendler-Umfrage.

Bereits im Frühjahr verteilte die Initiative - ihr gehören die
DGB-Region, Fachhochschule, Stadt und Landkreis Landshut sowie der
Regionale Planungsverband Landshut an - Fragebögen am Landshuter
Hauptbahnhof sowie am Flughafen, auch im Internet konnten die Pendler
abstimmen. 363 Bahn- oder Autofahrer machten davon Gebrauch - keine
repräsentative Zahl, wie die Initiatoren zugeben, doch ein Trend lasse
sich durchaus ablesen.

43,8 Prozent der Befragten fahren demnach täglich nach München in die
Nähe des Hauptbahnhofes, 40,8 Prozent dagegen wollen zum Flughafen
oder in Richtung Ostbahnhof. Während mehr als 85 Prozent der
München-Pendler bereits die Bahn benutzen, sind es in Richtung
Flughafen nur ein Viertel.

Hans-Dieter Schenk, DGB-Regionssekretär, ist davon überzeugt, dass der
Anteil der Bahnfahrer deutlich erhöht werden könnte, wenn es eine
direkte Verbindung zum Flughafen und weiter zum Ostbahnhof gäbe.
¸¸Ideal wäre es, wenn weitere 10 000 Pendler auf die Bahn umsteigen
würden", sagte er. Das Zugangebot auf der Stammstrecke über Freising
nach München würde sich seiner Einschätzung nach auf Grund der großen
Nachfrage nicht verringern.

Im bayerischen Wirtschaftsministerium sei die geforderte
¸¸Paketlösung" aus S-Bahn-Ringschluss und einer anschließend zu
verwirklichenden Fernbahnverbindung auf Zustimmung gestoßen, sagte
Peter Barteit, Geschäftsführer des Regionalen Planungsverbands. Stefan
Schell, Pressesprecher des Wirtschaftsministerium, relativiert die
Hoffnungen der Ostbayern jedoch: Die Marzlinger Spange sei zwar noch
nicht vom Tisch, eine Verwirklichung sei angesichts der Finanznot von
Bahn und Bund jedoch in weite Ferne gerückt, zumal die Verbindung
nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden sei. Züge
könnten jedoch über die Neufahrner Kurve - auf der geplanten
S-Bahn-Ringschluss-Trasse - zum Airport fahren. Dies sei jedoch
Angelegenheit der Bahn.

Die Ostbayern machen indes weiter Druck: Die Initiative will sich an
Politiker und Funktionäre in Berlin wenden. Auch in der
CSU-Landtagsfraktion wird der Antrag auf eine bessere Bahnanbindung
laut Barteit derzeit diskutiert.


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Schönen Gruß,

Edmund Lauterbach
mailto:e.laut...@gmx.de
--
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