Falschinformation von Prof. Dr. Lerchl auf der IZMF-Veranstaltung in Berlin

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news.omega

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Nov 11, 2007, 7:42:06 AM11/11/07
to mobilfunk_...@googlegroups.com
*HLV INFO 108/AT*

*11-11-2007

**Strahlenbelastung durch schnurlose Telefone*

Sendung vom Donnerstag, 25.10.2007 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in
Baden-Württemberg

http://www.swr.de/landesschau-bw/ratgeber/-/id=2254282/did=2597272/pv=video/gp1=2739828/nid=2254282/1dwpp12/index.html


*Dr. Bergmann 10-11-07*

* *

*Falschinformation von Prof. Dr. Lerchl auf der IZMF-Veranstaltung in
Berlin*

* *


071107_an-ECOLOG_MBF-Masten-auf-Kindergaerten

mai...@ecolog-institut.de Berlin, 07.11.2007


Betr.: Prof. Lerchl: ECOLOG befürwortet Mobilfunkmasten auf Kindergärten

Sehr geehrter Herr Dr. Neitzke,

auf der Informationsveranstaltung des IZMF zur Fortbildung von Mediziner
in Berlin am 07.11.2007 antwortete auf die Frage, ob die Netzbetreiber
bei der Anbringung von Mobilfunkmasten lt. ihrer Selbstverpflichtung
nicht einen angemessenen Abstand von Kindergärten einzuhalten haben,
Herr Prof. Dr. A. Lerchl, Bremen, sinngemäß:


Auch das dem Mobilfunk nicht zugetane ECOLOG-Institut befürwortet (wegen
des Leuchtturm-Effekts) die Anbringung von Mobilfunkmasten auf den
Kindergärten.

Wurde diese Aussage vom ECOLOG-Institut gemacht?? Wenn ja, wo ist dies
nachzulesen.

MfG

Horst Kergassner

Leberstr. 64

10829 Berlin-Schöneberg

Tel.: 030/ 781.99.71

Fax 030/ 787.15.758

e-mail: ho...@kergassner-berlin.de


Antwort: 09.11.2007

Betreff: Mobilfunk

Sehr geehrter Herr Kergassner,

die uns von Herrn Lerchl zugeschriebene Aussage haben wir nicht gemacht
und werden wir nicht machen. Für uns ist bei der Beurteilung von
Standort für Sendeanlagen entscheidend, dass die Belastungen für die
Bevölkerung und

insbesondere für Kinder minimiert werden (wobei zudem gewisse
Mindeststandards eingehalten werden müssen). Dabei ist es völlig
unerheblich, ob wir dem Mobilfunk 'zugetan' sind oder nicht. Der
Mobilfunk stellt schließlich derzeit für die Allgemeinbevölkerung die
Hauptbelastungsquelle durch hochfrequente Felder dar - wenn man einmal
von Geräten im Haushalt (DECT-Telefone, WLAN usw.) absieht.

Beste Grüße

Dr. H.- Peter Neitzke
ECOLOG-Institut gGmbH

Nieschlagstr. 26

30449 Hannover

Telefon +49 (0) 511-924 5646

Fax +49 (0) 511-924 5648

Internet http://www.ecolog-institut.de

ECOLOG-Institut gGmbH

USt.-IdNr.: DE115657007

Handelsregister Amtsgericht Hannover HR B 53347

Geschäftsführer: Dr. H.-Peter Neitzke

Sicherheitshinweis: http://www.ecolog-institut.de/index.php?id=56

Omega Group

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Nov 11, 2007, 7:51:55 AM11/11/07
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Alexander Lerchl

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Nov 16, 2007, 4:14:16 AM11/16/07
to Mobilfunk-Newsletter
Es ist zunächst so, dass die Stärke der Exposition durch
Basisstationen des Mobilfunks nicht nur von der Entfernung abhängen,
sondern auch von der Abstrahlrichtung der Antennen, Neigungswinkel
nach unten (downtilt), Bebauung usw. Das ist alles bekannt. Auch ist
bekannt, dass **unter** Antennen **wesentlich** geringere
Expositionswerte auftreten können, als dies bei einer freistehenden
Antenne der Fall ist, die zwar 100m entfernt ist, aber mit der
Hauptkeule und dem downtilt das Gebäude voll "trifft". Wenn man also
den Vorsorgegedanken ernst nimmt, dann ist der Ort der Aufstellung der
Antenne bzw. Basisstation nicht entscheidend, sondern die tatsächliche
Expositionsstärke.

Hierzu ein Zitat, was vielleicht nicht jeder kennt, und vom nova-
Institut stammt, das nicht eben im Verdacht steht, mobilfunkfreundlich
zu sein: "Ein 15 Meter hoher Mast auf einem Kindergarten - weniger
Strahlung für die Kinder kriegen Sie einfach nicht hin", sagt auch
Peter Nießen vom Nova-Institut. "Wenn die Antenne 200 Meter weg ist,
haben Sie dagegen gute Chancen, dass der Hauptstrahl genau in den
Kindergarten reinleuchtet." Quelle: Die Zeit:
http://www.zeit.de/2002/10/200210_t-elektrosmog_xml?page=all.

Ein anderes Beispiel ist das Gutachten des Ecolog-Institutes, das von
der Kirchengemeinde in Wolfhagen in Auftrag gegeben wurde, um zu
entscheiden, ob eine UMTS-Anlage im Kirchturm (Stadtkirche) eingebaut
werden soll. In der HNA online vom 10.7.2005 lautet es: "Nach dem von
Dr. Neitzke vorgelegten Gutachten wäre der Kirchturm aufgrund seiner
Höhe - der vorgesehene Montagebereich würde 42 bis 45 Meter über Grund
liegen - ein Idealstandort, da sich die vertikalen und horizontalen
Strahlungen weit über den Köpfen der Menschen befänden. Neitzke: "Der
empfohlene Versorgungswert von 0,01 Watt pro Quadratmeter - erheblich
unter den zulässigen Werten - für den Außenraum wird im Bereich der
Wohnbebauung in der Umgebung des untersuchten Standortes Kirche
nirgendwo erreicht."" Quelle: http://omega.twoday.net/20050711, etwa
in der Mitte des langen Textes.

Die zitierten Experten (Nießen und Dr. Neitzke) sind also - sachlich
absolut korrekt - durchaus bereit, auch unpopuläre Standorte zu
empfehlen, weil es eben auf die tatsächlichen Expositionen ankommt und
nicht auf den Namen des Standorts.

Das ist die Langform dessen, was ich auf die Frage eines der
Teilnehmer sinngemäß geantwortet habe.

Prof. Dr. Alexander Lerchl
Jacobs University Bremen
Campus Ring 6
28759 Bremen
a.le...@jacobs-university.de



On 11 Nov., 13:42, "news.omega" <news.om...@googlemail.com> wrote:
> *HLV INFO 108/AT*
>
> *11-11-2007
>
> **Strahlenbelastung durch schnurlose Telefone*
>
> Sendung vom Donnerstag, 25.10.2007 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in
> Baden-Württemberg
>
> http://www.swr.de/landesschau-bw/ratgeber/-/id=2254282/did=2597272/pv...
>
> *Dr. Bergmann 10-11-07*
>
> * *
>
> *Falschinformation von Prof. Dr. Lerchl auf der IZMF-Veranstaltung in
> Berlin*
>
> * *
>
> 071107_an-ECOLOG_MBF-Masten-auf-Kindergaerten
>
> mail...@ecolog-institut.de Berlin, 07.11.2007

Omega Group

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Nov 23, 2007, 8:53:29 AM11/23/07
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Lerchl-Caroline Herr und die Verbindung zum IZMF
http://groups.google.de/group/mobilfunk_newsletter/t/41a3a1f366f623a2

Omega Group

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Nov 24, 2007, 11:11:14 AM11/24/07
to Mobilfunk-Newsletter
Anmerkung:

So können die Aussagen keinesfalls stehen bleiben.

Die Exposition direkt unter den Antennen ist vom Gewinn der Antennen
abhängig.

Je höher der Antennengewinn ist, desto mehr Nebenkeulen werden dann
auch direkt nach unten strahlen.

Das ist reine Physik, Wellenausbreitung!

Und somit wird auch der Bereich unter der Antenne mit Nebenkeulen
durchstrahlt und in diesen haben wir ebenfalls erhöhte Strahlenwerte.

Somit sind die gemachte Aussagen zumindest fragwürdig.

Aussagekräftig ist ausschließlich die messtechnische Ermittlung eines
konkreten Bereichs.

Technisch vorbereitet ist die nächste Generation von Antennen in der
Lage diese "Belastungszonen" aktiv zu steuern (RET Remote Electrical
Tilt), das heist, die Belastungen variieren noch weiter, sind nicht
vorhersehbar in Ort und Zeit und derartige allgemeine Aussagen
verharmlosen die Problematik!

Zusätzlich werden selten nur noch Antennen montiert, die nur einem
System dienen. Standart sind Triple- Bandantennen, die durch die
verschiedenen Frequenzen auch weitere Variablen in das reale
Belastungsbild einbringen.

Eine Aussage von 2002 hier auszubuddeln ist also sehr irreführend,
denn die Antennen und das Abstrahlverhalten und ebenso die
Anwendungsweisen haben sich verändert.

Weiter hat das NOVA Institut damals auch geschrieben, dass die einzige
effektive Belastungsreduzierung und Anwohnerschutz nur durch getrennte
Antennen für Sende- und Empfangstationen zu realisieren ist.

Diese Gedanke ist Grundlage des vor vielen Jahren vorgestellte aGSM
System, das zeigt, wie die Belastungen im Bereich der Nutzer
wirkungsvoll minimiert werden können, bei gleichzeitigem Schutz der
Handynutzer und Anwohner.

http://www.stoppschild.de/esmog/agsm1.html

Weiter hies es, dass dies ist jedoch mit Mehrkosten verbunden ist und
solange es keinen gesetzlichen Zwang gibt, wird dies nicht realisiert
werden.

Nebenbei sind nach unserem Erfahrungen Strahlenwerte im niedrigen
Mikrowatt/m2 Bereich bereits gesundheitlich relevant. So können 10
Milliwatt/m2 keinesfalls als sinnvolle Bestrahlungsstärke genannt
werden, denn das ist rund tausendfach mehr, als beispielsweise auch in
Steinbach- Hallenberg zu den erhöhten Krebsraten führt.

Zwar ist der Wert "erheblich unter den zulässigen Werten ", dennoch
ist er genauso erheblich über den baubiologischen Empfehlungen und
praktischen Erfahrungen.


Bernd Schreiner
Landesverband Thüringen
http://www.buerger-gegen-esmog.de
Hauptstrasse 106
98663 Westhausen


[ http://omega.twoday.net/search?q=Hallenberg ]

Omega Group

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Nov 26, 2007, 6:41:07 AM11/26/07
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HLV INFO 116/AT
25-11-2007


Dr. Hans Schmidt 24-11-07

Sehr geehrter Herr Tittmann,

bitte veröffentlichen Sie folgende Erwiderung auf das Statement von
Prof.Lerchl bezüglich des sog. „Pilzeffektes", dass also direkt
unterhalb des Senders die Strahlung am geringsten ist:

Es ist immer wieder die selbe Masche:

- es wird eine Formulierung gewählt, die nicht eindeutig ist:
„Auch ist
bekannt, dass **unter** Antennen **wesentlich** geringere
Expositionswerte auftreten können". Man beachte das kleine Wörtchen
„können".

- es werden völlig veraltete Studien/Zitate vorgebracht, die
nicht mehr den Stand des Wissens heute repräsentieren:

„Hierzu ein Zitat, was vielleicht nicht jeder kennt, und vom nova-
Institut stammt, das nicht eben im Verdacht steht, mobilfunkfreundlich
zu sein: "Ein 15 Meter hoher Mast auf einem Kindergarten - weniger
Strahlung für die Kinder kriegen Sie einfach nicht hin", sagt auch
Peter Nießen vom Nova-Institut. "Wenn die Antenne 200 Meter weg ist,
haben Sie dagegen gute Chancen, dass der Hauptstrahl genau in den
Kindergarten reinleuchtet." Quelle: Die Zeit:
http://www.zeit.de/2002/10/200210_t-elektrosmog_xml?page=all"


Dieses Zitat ist aus dem Jahr 2002. Im gleichen Jahr 2002 hat das IMST
(Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik GmbH in Kamp-Lintfort,
Studienleiter Dr. Bornkessel, der auf Seiten der Netzbetreiber
auftritt) für das Land Nordrhein-Westfalen und 2004 für das BfS
detaillierte Messungen zu diesem Phänomen durchgeführt und
festgestellt (Seite 23 zum Endbericht „Untersuchung der Immissionen
durch Mobilfunk-Basisstationen", Zusammenfassung):

„3. Trotz des Vorhandenseins einer klaren Hauptstrahlrichtung der
Sendeantennen kann nicht generell geschlussfolgert werden, dass alle
anderen Raumrichtungen, wie z.B. direkt unter der Antenne, feldfrei
sind. Im Gegenteil können durch die sog. Nebenzipfel der Antenne bei
kürzeren Abstandsbereichen Immissionen vorliegen, die größer als
diejenigen sind, die weiter entfernte Orte erfahren, die in der
Hauptstrahlrichtung liegen. Entscheidend hierfür sind die konkret
eingesetzten Sendeantennen, die vor allem im Bereich der Nebenzipfel
sehr unterschiedliche Strahlungsverhalten aufweisen können."

Prof. Lerchl hat also mit der Formulierung „können", die auch Dr.
Bornkessel verwendet, formal recht. Damit ist er aus dem Schneider;
aber der unbedarfte Leser liest seine Äußerung so, dass unter den
Sendern die Strahlung grundsätzlich minimal ist und deshalb auch
Kindergärten und Schulen als Standorte zu wählen und nicht als
„sensible Zonen" zu meiden sind - wie es die Netzbetreiber wünschen.

Alles Gute,
Dr.-Ing. Hans Schmidt
Sprecher Bürgerinitiative Wolfratshausen zum Schutz vor Elektrosmog
e.V.
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