Schwere, expositionsabhängige Krankheitssymptome weit unterhalb der Grenzwerte der 26. BImSchV

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Nov 20, 2007, 4:06:02 PM11/20/07
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*HLV INFO 114/AT
**20-11-2007*

* *

* *


Dr. Cornelia Waldmann-Selsam 20-11-07

* *

In Valley sind nach der Stillegung eines Radiosenders bei
vielen Anwohnern die stark ausgeprägten Symptome verschwunden.
An einer grossen Zahl von Mobilfunksendern leiden Menschen unter
unerträglichen Krankheitssymptomen.
Der begründete und wissenschaftlich plausible Verdacht auf kausalen
Zusammenhang zwischen Inbetriebnahme von Sendern und Auftreten von schweren
Krankheitsymptomen muss unverzüglich durch Untersuchungen vor und nach
Senderabschaltung überprüft werden.
Ein dringendes Schreiben des Ärztlichen Qualitätszirkels
"Elektromagnetische Felder in der Medizin, Diagnostik, Therapie, Umwelt"
vom 05.10.07, betreffend einen Standort in
Völklingen, an das Bundesamt für Strahlenschutz wurde bisher nicht
beantwortet.
Mit der Bitte um Veröffentlichung des Schreibens i.V. Dr. med.
C.Waldmann-Selsam

.................................................**

* *

* *

Ärztlicher Qualitätszirkel

*„Elektromagnetische Felder in der Medizin, Diagnostik, Therapie, Umwelt“*

anerkannt von der Bayerischen Landesärztekammer Nr. 65143

Dr. med. Cornelia
Waldmann-Selsam
Bamberg, den 05.10.2007

Karl-May-Str. 48, 96049 Bamberg

Mail: peter....@t-online.de <mailto:peter....@t-online.de>

Herrn

Dr. W.
Weiss
nachrichtlich: Bundesärztekammer

Bundesamt für Strahlenschutz

Postfach 10 01 49 38201
Salzgitter
Kompetenzinitiative

Mail: eP...@bfs.de <mailto:eP...@bfs.de>

*Schwere, expositionsabhängige Krankheitssymptome bei Ehepaar B. und
weiteren Anwohnern (Völklingen) weit unterhalb der Grenzwerte der 26.
BImSchV*

*Vorliegen eines wissenschaftlich plausiblen Verdachtes*

*Erkrankungen von Tieren und Bäumen*

*Vorortuntersuchungen unverzüglich erforderlich*

Sehr geehrter Herr Dr. Weiss,

vielen Dank für die Zusendung des Berichtes über die Messungen der
elektromagnetischen Felder im Haus des Ehepaars B. Nun liegt es auch
schriftlich vor, dass die Immissionen in Bezug auf den zur Zeit gültigen
Grenzwert gering sind.

Die in zeitlichem Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des *UMTS-
Senders* aufgetretenen negativen Auswirkungen auf Anwohner, auf Tiere
und Pflanzen sind jedoch sehr groß.

Die zuständigen Behörden wurden hierüber in einer kurzen Stellungnahme
bereits am 06.12.2005 informiert. Die dem BfS vorliegende Stellungnahme
vom 11.03.2007 beschriebt die Symptome und den Verlauf detailliert. In
einem Schreiben an Sie vom 02.09.07 wurde nochmals begründet, dass die
Beantwortung der Frage, warum Menschen aufgrund unerträglicher Symptome
ihre eigenen Häuser verlassen, keinen Aufschub mehr duldet.

Bei Ehepaar B. konnte keine andere Erkrankung diagnostiziert werden.
Wegen der Unerträglichkeit der Symptome (Kopfschmerzen, als zerspringe
der Kopf, extreme Vergesslichkeit, Unfähigkeit zu denken,
Blutdruckentgleisung, Herzrasen, Herzstolpern, extremer Tinnitus u.a. )
wohnt das Ehepaar seit dem Frühjahr 2007 in einer funkarmen
Kellerwohnung und ist dort weitgehend beschwerdefrei. Bei kurzen
Besuchen im Haus (z. B. zum Wäsche waschen) treten sofort Symptome auf.

Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, den begründeten Verdacht auf
kausalen Zusammenhang zwischen Inbetriebnahme des Senders und Auftreten
von schweren Krankheitssymptomen unverzüglich durch ärztliche
Untersuchungen vor Ort überprüfen zu lassen

Am *Skrunda-Sender* wurden nach den EMF- Messungen Menschen, Kühe,
Vögel und Bäume wissenschaftlich untersucht, weil auch dort Probleme
weit unterhalb der Grenzwerte aufgetreten waren. Die Ergebnisse dieser
Studien wiesen Schäden nach und wurden zwischen 1993 und 1997
veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich im
Tagungsband des von WHO, ICNIRP und BfS veranstalteten „International
Seminar on Effects of Electromagnetic Fields on the Living Environment“
vom 4./5.10.1999 in Ismaning.

Aufgrund der besorgniserregenden Befunde bei Kühen am Skrunda-Sender
(signifikante Zunahme von Mikrokernen in Erythrozyten) und in der
Bayrischen Rinderstudie (signifikant häufiger zwei Mikrokerne pro
Erythrozyt, erhöhte Zahl von missgebildeten Kälbern, vermehrte
Erkrankungen, eindeutige Verhaltensänderungen) hatten Arbeitsgruppen der
*Tierärztlichen Hochschule Hannover* im Jahr 2003 ein Studiendesign für
eine prospekive *Untersuchung* bei mobilfunk-exponierten
Milchviehbeständen und Kontrollbeständen in Niedersachsen *vorgeschlagen*.

*Hocking und Westermann* veröffentlichten *2001* den Fall eines
Technikers, bei welchem nach ein- bis zweistündiger, versehentlicher
HF-Exposition (maximal 0,015 – 0,06 mW/cm²) Kopfschmerzen, einseitige
Sehstörungen und Pupillenverengung links, einseitige
Sensibilitätsstörungen und reversible (nach 6 Monaten)
Nervenschädigungen im Bereich des Trigeminus links aufgetreten waren.

„This observation of nerve injury on the scalp *at these low exposure
levels* questions the current view that all health effects of RFR (> 10
MHz) are due to thermal (heating) effects.

...Therefore the case is *further evidence for non-thermal mechanisms*
*of injury in humans* from RFR and its modulations.”

Die intrazelluläre Wirkungsvermittlung über Radikalenbildung in der
Membran und die nachfolgende Stimulation von Zellkaskaden unterhalb der
gültigen Grenzwerte ist Stand des aktuellen Wissens (*Friedman et al.
2007*).

In Ihrem Schreiben vom 21.09.07 heißt es: /„Unter Berücksichtigung des
aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes wäre es fahrlässig, die
beschriebenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Eheleute B.
ursächlich auf das Einwirken der schwachen elektromagnetischen Felder
der auf dem benachbarten Grundstück errichteten UMTS
Mobilfunksendeanlage zurückzuführen. Ich appelliere daher eindringlich
an Ihre Verantwortung als Medizinerin, bei der Suche nach Ursachen für
die Beschwerden der Eheleute auch andere mögliche Erklärungen zu
berücksichtigen.“/

/ /

/ /

*Im *Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und
Technikfolgenabschätzung vom 08.07.03*, **Drucksache **15/**1403, zum
Thema „Gesundheitliche und ökologische Aspekte bei mobiler
Telekommunikation und Sendeanlagen – wissenschaftlicher Diskurs,
regulatorische Erfordernisse und öffentliche Debatte“ heißt es auf S. 7:*

„...Der derzeitige Wissensstand über die biologischen Effekte
hochfrequenter elektromagnetischer Felder (EMF) lässt es bisher
insgesamt gesehen nicht zu, die Fragen der Risiken einheitlich und
zielführend zu beantworten.

...Solange keine Klarheit darüber besteht, ob die vermuteten
athermischen Effekte negative gesundheitliche Auswirkungen haben, ist
ein *Zusammenhang* zwischen diesen Effekten und gesundheitlichen
Problemen, über die manche Mobilfunknutzer und andere Personen
berichten, *nicht auszuschließen*.

S. 79: ...Zudem liefert sie (/die Forschung)/ Hinweise auf mögliche
kausale Mechanismen, neue Beobachtungen von athermischen Effekten oder
Effekten aufgrund von Strahlung geringer Intensität.

S. 79:... *Nach deutschem Recht ist eine Gefahrenabwehr erforderlich,
wenn eine Sachlage besteht, die „bei ungehindertem Ablauf des objektiv
zu erwartenden Geschehens mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem
Schaden führt“ (SRU 1999, S. 39), also bei einer ausreichenden
Gewissheit über das Eintreten einer Gefahr.“ *

In dem Buch *„Antennen und Funkwellen-Ausbreitung“* von W. Gierlach
findet sich folgende Passage:

"In den frühen Tagen des Radios waren die Physiker überzeugt, dass es
unmöglich sein werde, Radio-wellen aus sehr großen Entfernungen wegen
der Dämpfung der Energie durch die Erde zu empfangen. Als durch
Versuchssendungen erstmalig nachgewiesen wurde, dass Signale über den
Atlantischen Ozean hinweg empfangen werden konnten, wurde die
wissenschaftliche Arbeit der Physiker in Frage gestellt.

Ihr Ergebnis war wohl korrekt, weil sie bei ihren Überlegungen nur von
der Ausbreitung der Boden-welle ausgingen und die Raumwelle nicht
berücksichtigt hatten, da sie diesen Effekt nicht kannten.
Offensichtlich existierten also noch andere Ausbreitungsmöglichkeiten.

Der experimentelle Nachweis der Transatlantikverbindung zeigt, dass die
Annahme, die Erde sei von nichts anderem als "freiem Raum" umgeben,
ungerechtfertigt war.“

In Völklingen, sowie an vielen anderen Mobilfunkstandorten, wird die
theoretische Annahme, dass Grenzwerte die Gesundheit vor schädlichen
Auswirkungen schützen, durch die Realität in Frage gestellt.

*Fahrlässig wäre es bei dem vorliegenden, begründeten und
wissenschaftlich plausiblen Verdacht keine Untersuchungen durchzuführen.
Daher bitten wir Sie, unverzüglich Untersuchungen vor und nach
Senderabschaltung zu veranlassen.* Hierzu kann vom Bundesamt für
Strahlenschutz bei Gericht eine einstweilige Verfügung zur Abschaltung
wegen begründetem Verdacht auf akute Gesundheitsgefährdung beantragt
werden.

Dr. med. H. Eger Prof. Dr. G. Zimmer, Arzt und Biochemiker
Dr. med. C. Waldmann-Selsam

Anlagen: Stellungnahme vom 11.03.2007

*Hocking, B., Westerman, R. (2001)*: Neurological abnormalities
associated with CDMA exposure, Occup. Med. 51: 410-413, 2001

*Friedman, J., Kraus, S., Hauptmann, Y., Schiff, Y., Seger, R. (2007)*:
Mechanism of a short-term ERK activation by electromagnetic fields at
mobile phone frequency, Biochemical Journal Immediat Publication

*Gierlach, W. (1983)*: Antennen und Funkwellen-Ausbreitung, DARC Buchreihe

Skrunda RLS

*Kolodynski, A., Kolodynska, V. 1996)*: Motor and psychological function
of school children living in the area of the Skrunda Radio Location
Station in Latvia. The Science of the Total Environment 180 (1) :87-93,
1996

*Bruvere, R et al. **(1997)* : Effect of pulse radio-frequency radiation
on the funtioning of the immune system. Prodeedings of the Latvian
Academy of Sciences, Section B, 51 (5/6): 270-276,1997

*Liepa, V., Balodis, V. (1993)*: Monitoring of bird breeding near a
powerful radar station. Baltic Birds – 7. Conference on the study and
conservation of birds of the Baltic region, Vilnius: 39, 1993

*Balode, Z. (1996)*: Assessment of radio-frequency electromagnetic
radiation by the micronucleus test in Bovine peripheral erythrocytes.
The Science of the Total Environment 180 (1) :81-86, 1996

*Balodis V., Brumelis G., Kalviskis K., Nikodemus O., Tjarve D., Znotina
V.* *(1996)*: Does the Skrunda Radio Location Station diminish the
radial growth of pine trees?, The Science of the Total Environment 180
(1996) 57-64

*Selga T., Selga M. (1996)*: Response of pinus sylvestris L. needles to
electromagnetic fields. Cytological and ultrastructural aspects, The
Science of the Total Environment 180 (1996) 65-73

*Kalnins T., Krizbergs R., Romancuks A. (1996)*: Measurement of the
intensity of electromagnetic radiation from the Skrunda radio location
station, Latvia, The Science of the Total Environment 180 (1996) 51-56

*Kühe:*

*Löscher, W., Käs, G. (1998)*: Auffällige Verhaltensstörungen bei
Rindern im Bereich von Sendeanlagen, Prakt. Tierarzt, 79, 437-444 (1998)

*Löscher, W. (1999)*: Biologische Effekte elektromagnetischer Felder
(„Elektrosmog“) . Eine potentielle Gefahr für Mensch und Tier?,
Tierärztliche Umschau, 8, 458

*Wenzel, C., Wohr, A.C., Unselm, J. (2002)*: Das Verhalten von
Milchrindern unter dem Einfluss elektromagnetischer Felder, Prakt.
Tierarzt, 83, 3, 260-267

*Löscher, W. (2003)*: Die Auswirkungen elektromagnetischer Felder von
Mobilfunkanlagen auf Leistung, Gesundheit und Verhalten
landwirtschaftlicher Nutztiere: Eine Bestands- Aufnahme, Prakt. Tierarzt, 84

*Pflanzen:*

Harte, C., (1950)*: Mutationsauslösung durch Ultrakurzwellen;
Zeitschrift Chromosoma, 1950, Band 3, S.140- 147*

Bortels, H. (1951)*: Beziehungen zwischen Witterungsablauf,
physikalisch-chemischen Reaktionen, biologischem Geschehen und
Sonnenaktivität - Unter besonderer Berücksichtigung eigener
mikro-biologischer Versuchsergebnisse, Die Naturwissenschaften, Heft 8,
1951, 165- 176*

Brezowsky, H. (1964)*: Über die Beeinflussung der Samenkeimung durch
atmosphärische Vorgänge, Archiv für Meteorologie, Geophysik und
Bioklimatologie, Band 13, 4. Heft, 1964, Springer- Verlag*

Hommel, H. (1985)*: EMV von Biosystemen Mensch, Tier, Pflanze, umwelt &
technik, 1985*

Hommel, H. (1986)*: Schaden die elektromagnetischen Wellen?, umwelt &
technik, 1986*

Hommel, H. (1986): *Schadfaktor und Stress? – Elektromagn. Smog, umwelt
& technik, 1986*

Muraji, M. et al. (1998)* : Primary root growth rate of /Zea mays/
seedlings grown in an alternating magnetic field of different
frequencies, Bioelectrochemistry and Bioenergetics 44, 271-273, 1998*

*Matthes, R., Bernhardt, J.H., Repacholi, M.H. (2000)*:* *Effects of
electromagnetic fields on the living environment, Proceedings
International Seminar on Effects of Electromagnetic Fields on the
Living Environment – Ismaning, Germany, October 4 and 5, 1999, ICNIRP
10/2000

*Bericht **des Ausschusses für Bildung, Forschung und
Technikfolgenabschätzung, 08.07.2003*

Deutscher Bundestag, Drucksache 15/1403, 15. Wahlperiode

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