steht verwandschaftlich der Gasteria nahe und sieht mit ihren Rosetten wie
eine kleine Aloe aus.
Ihren Namen bekamen sie dann zu Ehren des beruehmten
Sukkulentensammlers und Autors vieler Arten Adrian Hardy Haworth aus
Che'lsea in England.
Die Rosetten sind mitunter fast stammlos, und die Blaetter stehen sehr dicht
spiralig oder mehrreihig, auch dachziegelartig angeordnet. Sie werden fleischig
und in der Regel auch dick, sie entwickeln verschiedene
Laengen, das Ende ist spitz oder stumpf, die Spreite ist nicht selten mit
perlartigen Hoeckerchen besetzt, der Rand gezaehnt oder gewimpert. Bei einer
grossen Anzahl sind die Blattflaeschen dicht geperlt oder geschwielt, bei
anderen sind sie rein gruen oder dunkelgruen. Wieder andere haben glasklare
Fensterflecken, die das fuer das Wachstum notwendige Licht in das innere der
Blaetter einfallen lassen.
In ihrer Heimat ragen die Blaetter oft nur mit ihren Spitzen aus dem Sand
heraus. Allzu starkes Sonnenlicht lieben die Haworthien nicht, ihnen muessen
wir im Sommer Schatten geben, sonst zeigen sich roetliche Anthocyan-
Ablagerungen in den Zellen und die Pflanze wird erst wieder frischgruen, wenn
sie einige Zeit im Schatten gepflegt wurde. Die Blueten erscheinen in lockeren
Trauben, sind klein und unscheinbar aber trotzdem steigern sie die Schoenheit
der Haworthien, weisslich gruene Gloeckchen in lockerer Traube am Stengel
stehend. Die Vermehrung erfolgt aus Sprossen (Ableger), seltener aus Samen.
Bezueglich der Behandlung in der Zimmersammlung ist zu beachten, dass die
Haworthien im Winter trotz ihrer Wachstumszeit kuehl stehen muessen, da sie
sonst leicht vergeilen. Im Sommer werden sie in sandiger Lehmerde ziemlich
trocken gehalten. Das Umpflanzen soll im Herbst geschehen und ist zwecks
Wurzelerneuerung alljaehrlich noetig. Im Sommer halten wir sie trocken, vom
September bis November geben wir reichlich Wasser.
Die Gattung umfasst etwa 150 Arten und zahlreiche Unterarten und Formen.
Ihre Heimat ist Sued- und Suedwestafrika, wo sie haeufig in Gebueschen und
halb von Felsbrocken verborgen oder vergraben wachsen. Viele von ihnen
sind sehr variabel und in der freien Natur haben sich Hybriden ausgebildet.
Aus der Fuelle der Arten sind am meisten verbreitet:
Haworthia fasciata
Haworthia reinwardtii
Haworthia cymbiformis
Haworthia limifolia
Haworthia tesselata
Haworthia tortusa
Haworthia viscosa
Gattung der Lilcia'cea (nach dem engl. Bota. A.H.Haworth 1772-1833)
Quellen:
Kakteen, Mittagsblumen und Sukkulenten, W. Haage,
Kakteen und andere schoene Sukkulenten
Grunert/Viedt/Kaufmann, Neudamm Verlag,
Botanisches Woerterbuch, Schubert/Wagner
UTB, 9.Auflage
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