Pressemitteilung
KLJB protestiert gegen die Kürzungs-Pläne der Deutschen Bahn AG im
Fernverkehr
Bad Honnef, 15.07.98: Die Katholische Landugendbewegung sieht in den
Bestrebungen der Deutschen Bahn AG, fast ein fünftel ihres Angebotes
im Fernverkehr zu streichen, eine verkehrspolitische Fehlentwicklung
mit katastrophalen Konsequenzen. "Die massiven Einschnitte in
Fahrplänen sind eindeutig das falsche Signal. Mit ihrem Vorhaben
befördert die DB die ländlichen Regionen noch mehr ins
verkehrspolitische Abseits und setzt einseitig auf
Hochgeschwindigkeitsfernverbindungen", so Elmar Schäfer,
Bundesvorsitzender der KLJB.
"Wenn die Pläne, bis zum Sommerfahrplan im Mai 1999 ca. 25 Mio.
Zugkilometer zu streichen, so umgesetzt werden, bedeutet das für die
BahnkundInnen eine Katastrophe. Wo beispielsweise InterRegios
gestrichen werden, müssen die Fahrgäste entweder auf langsame
Regionalbahnen umsteigen oder auf InterCitys, bei denen die KundInnen
mit Zuschlägen von 7,-- DM zusätzlich zur Kasse gebeten werden", sagt
der Bundesvorsitzende.
"Die KLJB möchte keine rostigen Gleise, sondern im Gegenteil mehr
Verkehr auf die Schiene bringen. Das Angebot muß nicht, wie nach dem
jetzt bekannt gewordenen Horrorszenario eingeschränkt, sondern besser,
dichter und konkurrenzfähiger werden", fordert der Vorsitzende des
Landjugendverbandes. Mit ihren Beschlüssen lockt die Deutsche Bahn AG
keine neuen Passagiere auf die Schiene. Im Gegenteil: die Straßen
werden noch verstopfter, die Staus noch länger und die Umwelt noch
mehr durch Abgase vergiftet.
Die KLJB - http://www.kljb.org - ist ein Jugendverband mit über 70.000
Mitgliedern im ländlichen Raum, der sich schon seit langem für eine
umwelt- und sozialverträgliche Mobilität einsetzt. Oberstes Ziel einer
zukunftsfähigen Verkehrspolitik muß die Verkehrsvermeidung sein. Der
verbleibende motorisierte Verkehr muß umweltverträglicher abgewickelt
werden. In unterschiedlichen Positionspapieren fordert die KLJB
dementsprechend auch immer wieder mit Nachdruck einen massiven Ausbau
bezahlbarer öffentlicher Verkehrsmittel, insbesondere in ländlichen
Regionen.
Thomas Lemken
- Referent für Ökologie -
Elmar Schäfer
Bundesvorsitzender
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i.A.
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