P.S.: Was löst eigentlich den Anfall aus, das Flimmern oder rasche Farb-
variationen oder was anderes?
RR> Bitte um Informationen bezüglich Monitoren die keine epileptischen
RR> Anfälle auslösen.
LCD-Monitore sollen bei photogener Epilepsie sicherer sein, da diese
weniger Kontraste zeigen. Die Warnungen auf den Gameboy-Beipackzetteln
sind IMO etwas irreführend, denn bei einer Empfindlichkeit gegenüber
photogenen Reizen ist der LCD-Monitor eigentlich weniger riskant als der
heimische Fernseher. Weil es aber vorgekommen ist, daß eine photogene
Epilepsie aufgetreten ist nach exzessivem Spielen am Bildschirm, sind die
Herstellerfirmen verpflichtet worden, auf diese Gefahr aufmerksam zu
machen. Es gibt Menschen mit einer manifestierten Epilepsie, die niemals
durch Bildschirme oder Lichtreize einen Anfall bekommen, es können aber
auch Menschen, bei denen noch nie eine Anfallsneigung festgestellt wurde,
spontan einen Anfall bekommen, der zB auch durch Lichtreize ausgelöst
werden kann.
RR> P.S.: Was löst eigentlich den Anfall aus, das Flimmern oder rasche
RR> Farbvariationen oder was anderes?
Die wiederholte Lichtreize sind es, die eine photogene Epilepsie auslösen
können. Solche kontrastreichen Hell-Dunkel-Reize gehen aber nicht nur vom
Fernseher, PC-Monitor oder Kinoleinwand aus, sondern entstehen zB auch
beim Fahren durch eine sonnenbestrahlte Baumallee oder entlang eines
seitlich beleuchteten unterbrochenen Blendschutzes auf Autobahnen, oder
beim Betrachten einer glitzernden Wasseroberfläche.
Davor schützen kann man sich im Freien durch eine gute Sonnenbrille. Beim
Fernsehen können kaum registrierte Bildstörungen Anfälle auslösen, daher
sollte der Fernsehraum gut beleuchtet sein. Ein Farbgerät ist vorzuziehen,
da die Kontraste beim s/w-Gerät stärker sind. Großer Abstand zum
Bildschirm verringert die Flackereffekte, und Pausen sollten nicht
vergessen werden.
Wichtig ist vor allem, durch eine EEG-Untersuchung abklären zu lassen, ob
eine solche Form der Epilepsie bzw. eine Sensibilität vorliegt, damit das
Risiko abgeschätzt werden kann, zumal es evtl. auch andere Auslöser geben
kann. Es kommt eher selten vor, daß Lesen oder Musikhören einen Anfall
auslösen, aber auch taktile Reize oder Schreck kommen als Auslösefaktor in
Frage.
Die meisten Anfälle ereignen sich allerdings spontan und ohne einen
besonderen Auslöser. Häufig auslösende Ereignisse sind zB das Weglassen
oder unregelmäßige Einnahme der Antiepileptika, unregelmäßiger Schlaf-Wach-
Rhythmus und nicht zuletzt Alkoholkonsum oder Alkoholentzug.
Gruß
Monika
Besser hätte ich es nicht beschreiben können, ich wollte gerade zu einer
Antwort ansetzen, da hat Deine es schon erledigt! :-))))
Schöne Grüße
Harald
Ich weiss ja nix bezüglich Konstrastqualität als anfallsauslösenden
Parameter, aber als "Photogener" kann ich nur bestätigen, daß
Bildwiederholfrequenzen unter ca. 100 Hz bei Monitoren doch gefährlich
werden kann. Insbesonders wenn man als Studi in Rechenzentren zu tun
hat, sich notgedrungen mit Editoren beim Programmieren oder beim
Einarbeiten in diverse Programme wie z.B. Netscape rumschlagen muß, was
ja bekanntlich einige Stunden in Anspruch nehmen kann.
In solchen Räumlichkeiten sind jedoch o.g. Frequenzen nur Wunschdenken.
Man kann dann nur am Bildschirm Helligkeit und Kontrast dimmen und immer
wieder mal 'ne Pause machen, auch aus dem Fenster(wenn vorhanden) in die
Ferne sehen nutzt da ein wenig (ist auch sonst gut für die Augen). Aber
komm mal jemand in einem Rechenzentrum mit Ergonomie...Ja, ein
LCD-Bildschirm wäre geil, aber der kostet auch noch ca. 5 Tausender.
Allerdings wurde bei und an der Uni Kassel in der Bib so einer
installiert, weil gelegentlich ein konventioneller Bildschirm (CRT)
unmotivierte Störungen an der im Ausgangsbereich angebrachten
Sicherungseinrichtung ausgelöst hat - ob jemand vielleicht 'nen Anfall
an einer Workstation kriegt, interessiert da keinen...
Sich selbst kann man mit einem Laptop helfen, aber da sollte es schon
ein TFT-Display sein, da dort das mit den Kontrasten wahrscheinlich von
Bedeutung ist. Auch entstehen bei TFT keinen flimmernden Mauszeiger oder
sich rasch öffnende und schließende Fenster.
> RR> P.S.: Was löst eigentlich den Anfall aus, das Flimmern oder rasche
> RR> Farbvariationen oder was anderes?
>
> Die wiederholte Lichtreize sind es, die eine photogene Epilepsie auslösen
> können. Solche kontrastreichen Hell-Dunkel-Reize gehen aber nicht nur vom
> Fernseher, PC-Monitor oder Kinoleinwand aus, sondern entstehen zB auch
> beim Fahren durch eine sonnenbestrahlte Baumallee oder entlang eines
> seitlich beleuchteten unterbrochenen Blendschutzes auf Autobahnen, oder
> beim Betrachten einer glitzernden Wasseroberfläche.
>
> Davor schützen kann man sich im Freien durch eine gute Sonnenbrille. Beim
> Fernsehen können kaum registrierte Bildstörungen Anfälle auslösen, daher
> sollte der Fernsehraum gut beleuchtet sein. Ein Farbgerät ist vorzuziehen,
> da die Kontraste beim s/w-Gerät stärker sind. Großer Abstand zum
> Bildschirm verringert die Flackereffekte, und Pausen sollten nicht
> vergessen werden.
Bei der Sonnenbrille nicht nur mit der Mode gehen. Ich hab auch 'ne
tolle Sting-Brille - sieht echt gut aus an mir (!!?); aber sie schließt
halt am Rand nicht besonders gut ab, d.h. sie ist etwas zu klein und so
mußte dann doch wieder die gute alte Ray-Ban Wayfarer herhalten. Man
kann es auch mit den in Mode gekommenen sich um die Augen anschmiegenden
Fahrradbrillen versuchen. Wer's nicht mag, wie ich, der sollte es mal in
einem Kletter- bzw. Outdoorladen versuchen, dort gibt's coole
Gletscherbrillen, die an der Schläfe einen zusätzlichen Schutz gegen
seitlichen Lichteinfall (Baumalleen, Zugfahrten etc.) haben.
> Wichtig ist vor allem, durch eine EEG-Untersuchung abklären zu lassen, ob
> eine solche Form der Epilepsie bzw. eine Sensibilität vorliegt, damit das
> Risiko abgeschätzt werden kann, zumal es evtl. auch andere Auslöser geben
> kann.
Wenn der Neurologe meint, es müßte noch'n EEG herhalten so mit Strobo
und so, dann kann ich ihm nur sagen, daß er sich das schenken kann, denn
ich merk selbst wohl am besten, auf was ich sensitiv reagiere. Gibt's
eigentlich die Möglichkeit mit nem PET oder MRT (siehe dazu RE: PET in
Deutschland von Joerg Stattaus in maus...) evtl.vorhandene Gehirntumore
als anfallsauslösender Faktor festzustellen?
> Häufig auslösende Ereignisse sind zB das Weglassen
> oder unregelmäßige Einnahme der Antiepileptika, unregelmäßiger Schlaf-Wach-
> Rhythmus und nicht zuletzt Alkoholkonsum oder Alkoholentzug.
Stimmt...
mfG manne