endlich liegt der neue "Bone" #10 in den Läden, in dem erzählt wird, was Smiley
und Fone Bone auf ihrer Flucht mit dem kleinen Rattenmonster erleben, das von
Smiley mittlerweile auf den Namen Bartleby getauft wurde. Ein Haufen neuer
Freunde und Feinde kreuzen ihren Weg und streckenweise erinnert das dann an
eine Episode aus 'Als die Tiere den Wald verließen'. :)
Wie es hingegen mit Phoney Bone und den Dorfbewohnern mit dem Schatzkarren
zwecks Drachenfangens weitergeht oder was Großmutter Buster und Thorn
inzwischen passiert, darauf darf man weiterhin gespannt sein, denn Jeff Smith
scheint immer noch nicht gewillt, den Erzählzyklus seinem Ende zukommen zu
lassen. Vielleicht weiß er ja auch keines. :->
- "Bone" von Jeff Smith: #10 'Kleine Freunde - große Feinde' (64 S.; SC;
16,7x25,3; 16,90; ISBN 3-551-72360-5)
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Erfreulich und nicht verwunderlich, daß "Billy the Cat" bei der Bewertung in
den Tops'n'Flops des neuesten RRAAH!magazins als zweitbester Comic abschnitt!
Auch im jetzt vorliegenden fünften Heft paart sich wieder zeichnerische Eleganz
und Detailliebe mit einer spannenden Story zur Beschreibung einer Figur, deren
Bösartigkeit man verstehen lernt. Gut.
Bemerkenswert ist das Panel 1 auf Seite 35, welches Colman mit '18.1.1997'
unterschrieben hat, welches also in den zwei Wochen nach dem Tode Andr‚
Franquins entstand. In der Mitte des halbseitigen Panels setzt Colman dem
großen Künstler ein Denkmal, das in zahlreichen Details an sein Werk erinnert.
Lachend, sich den Bauch haltend, steht Andr‚ mit dem Blick nach oben in einen
grauen Winterhimmel da, umgeben vom schützenden Schwanz des Marsupilamis,
unbeschwert, als brächte er uns nochmals (s)ein Lebensmotto zum Ausdruck, die
Inschrift des Monuments: 'Was denn?'.
Und auch im Dekor des Panels wimmelt es von Anspielungen an die Comicwelt, die
Franquin geschaffen hat, angefangen beim fliegenden Fantasio bis hin zu einer
bärtigen Figur (Yvan Delporte), die eine Posaune trägt (Le Trombone illustr‚).
Auf den Schildern und Reklameschriften rechts und links des Denkmals stehen
Namen von Kollegen, denen Franquin Vorbild war und die im Januar 1997 so
plötzlich Abschied nehmen mußten. Ein respektvoller und großartiger Nachruf!
- "Billy the Cat" von Colman/Desberg: #5 'Sir Hubert in Gefahr' (48 S.; Heft;
21 x 29; 7,90; ISBN 3-551-73875-0)
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Gleich mit drei Erzählketten geht es bei den Serien um die Elfenwelt in diesem
Monat weiter: In der Albenreihe "Abenteuer in der Elfenwelt" wird die
beachtenswerte Geschichte von Zweischneids Versuch geschildert, mit sich selbst
ins Klare zu kommen, der in seiner Herkunft halb Elf und halb Troll seine
Identitätsprobleme in die Inszenierung eines blutigen Kampfes zwischen den
Trollen und den Elfen umsetzt. Interessanter Charakter. 8-)
In der Heftreihe "Elfquest" wird fortgeführt, was Schnitter und Rayek zur
Rückeroberung der /Rollen der Farben/ aus der Bibliothek des Djun unternehmen,
und wie es zwischenzeitlich Fünkchen und ihrem (Teil-) Stamm ergeht, der von
Käfern gepiekt wird. :) Die erste Story des Heftes ist spannend und in der
zweiten erlebt man das Geschick, badende Elfen so zu zeichnen, daß man nichts
sieht. ;->
- "Abenteuer in der Elfenwelt" von Wendy Pini/Richard und Wendy Pini: #10 'Die
Höhle des Sieges' (64 S.; SC; 22 x 29,4; 19,90; ISBN 3-551-73000-8)
- "Elfquest (variant cover)" von Brandon McKinney/Steve Blevins/Terry
Beatty/Barry Blair/Richard und Wendy Pini/Wendi Lee/Joellyn Auklandus: #6 (64
S.; Heft; 16,9 x 26; 9,90; ISBN 3-551-73806-8)
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Son-Goku ist deutlich größer geworden, hat sich aber seine kindliche Naivität
bewahrt, jedenfalls was Frauen angeht. :) Seine Ausbildung bei Gott läßt ihn
beim diesjährigen Kampfturnier problemlos ins Viertelfinale vorstoßen, aber da
warten dann doch starke und merkwürdige Gegner auf ihn. Und auch seine alten
Freunde Kuririn und Yamchu waren in der Zwischenzeit nicht untätig und haben
sich bei Meister Quitte vervollkommnet. Großes Gekloppe.
- "Dragon Ball" von Akira Toriyama: #15 'Chichi' (192 S.; SC; 11,5x17,5; 9,95;
ISBN 3-551-73265-5)
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Interessant, daß neben "Der kleine Spirou" auch noch das konzeptionell ähnliche
"Titeuf" seinen Platz im Verlagssortiment gefunden hat, eine vergleichbare und
arrivierte frankobelgische Serie wie "C‚dric" aber keine Umsetzung in die
deutsche Sprache erfährt. Naja, vielleicht fehlt "C‚dric" das Schlüpfrige, was
von Schlüpfer kommt, der der Dame des Titelbilds zu fehlen scheint. :)
- "Titeuf" von Zep: #4 'Faszinierend...' (48 S.; SC; 22 x 29,5; 16,90; ISBN
3-551-73334-1)
Gruß, ADiOS.
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(o) Andreas...@os2.maus.de, 1998