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USV an Linuxrechner?

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Gerd Roethig

unread,
Mar 1, 1999, 3:00:00 AM3/1/99
to
Hallo allerseits,


Wir befassen uns hier mit der Einbindung einer USV in ein
Linux-System, unser Problem ist jedoch, daß der Shutdown nicht
funktioniert.

Die auf SunSite zu findende USV-Software soll den Shutdown generell
über init veranlassen. Dazu kommt in /etc/inittab ein entsprechender
Eintrag (siehe HOWTO bzw. Doku zum jeweiligen Softwarepaket).
Das jeweilige Programm, das meist in Form eines Daemons die serielle
Schnittstelle überwacht, an die die USV angeschlossen ist, schickt
dann mittels C-Funktion kill() ein Signal SIGPWR an Init. Daraufhin
soll Init eine Datei namens /etc/powerstatus auswerten und in
Abhängigkeit von deren Inhalt (bei Stromausfall hat der USV-Daemon
dort ein FAIL hineingeschrieben) den entsprechenden Eintrag in
/etc/inittab ausführen.
Hört sich in der Theorie ganz vernünftig an, funktioniert jedoch bei
uns nicht. Init scheint nicht auf das SIGPWR zu reagieren. Auch ein
testhalber mit dem Befehl kill losgeschicktes SIGPWR (als root von der
Konsole) blieb ohne Wirkung.
Es bleibt also nur die Lösung, den Daemon (in unserem Falle upsd) so
zu patchen, daß er ohne den Umweg über init entsprechende Skripte
startet.
Ohne Wirkung blieb auch meine vor einigen Tagen zu diesem Problem
gepostete Anfrage in verschiedene Newsgroups. Entweder ist es
uninteressant oder wir sind die ersten, die tatsächlich einen
Linux-Rechner über eine USV betreiben wollen. Beides kann ich mir
nicht so recht vorstellen....

Ciao

Gerd

Jonas Sextl

unread,
Mar 2, 1999, 3:00:00 AM3/2/99
to Gerd Roethig
Hi!

Also ich habe mal eine APC-USV an einem Linux Rechner konfiguriert. Die
war ueber das mitgelieferte serielle Kabel angeschlossen und auch das
Herunterfahren hat schoen funktioniert, allerdings hat sich der Daemon
nicht ganz an die Zeitangaben gehalten die konfiguriert waren, aber das
hat in dem Fall nicht so gestoert.

Ich bin da nach der UPS-Howto vorgegangen und habe den apcd-0.5 von
Sunsite verwendet.

Jonny

Gerd Roethig

unread,
Mar 2, 1999, 3:00:00 AM3/2/99
to
Hallo,

Am 02. März 1999 06:51:38 +0000 schrieb Jonas Sextl
<jo...@dillingen.baynet.de> :

Wow.

"Mein Auto fährt nicht!"

"Also ich habe mal die Zündkerzen bei meinem Auto nachgesehen, einen
Bosch-Zündverteiler eingebaut und bin dabei genau nach Bastelanleitung
vorgegangen."

Klasse Antwort, die aber wirklich niemandem weiterhilft.

Gerd

P.S.: In Moskau ist eine Schaufel umgefallen.

Kohly®

unread,
Mar 2, 1999, 3:00:00 AM3/2/99
to
wow!
eine rückantwort, die wirklich sinn macht.

RYFM!

ps: mein babelfish hat auch kein fahrrad

Gerd Roethig schrieb in Nachricht <36dc1b6b...@news.uni-leipzig.de>...
>Hallo,
>
>Am 02. März 1999 06:51:38 +0000 schrieb _FREUNDLICHERWEISE_ Jonas Sextl
><jo...@dillingen.baynet.de> :
>
>>Also ich habe ...SCHNIPP...

Gerd Roethig

unread,
Mar 3, 1999, 3:00:00 AM3/3/99
to
Hallo,

Am Wed, 03 Mar 1999 08:26:49 +0100 schrieb Dirk Haenelt
<dh...@eeisz1.et.tu-dresden.de> :

>> Am 02. 03. 1999 09:21:28 +0100 schrieb Dirk Haenelt
>> <dh...@eeisz1.et.tu-dresden.de> ein paar äußerst hilfreiche Zeilen:
>>
>> >bei mir startet der apcupsd per script beim booten:
>>
>> Erstes Manko: Die APC UPS ist AFAIK eine "smart" UPS, keine "dumb"-
>> UPS wie die meisten billigeren Teile.
>
>Ja und, dann kauft euch doch nicht so einen billiegen Schrott,
>ausserdem , woher soll ich wissen, was ihr fuer eine UPS habt ?

Wissen wir selbst nicht so genau, denn es ist ein Noname-Teil, das wir
uns repariert haben. Leider haben nicht alle Leute so viel Geld, wie
Du zu haben scheinst. Eine "ordentliche" USV kostet schnell mal 500
DM; wenn das für Dich "nicht viel" ist, könntest Du uns ja mal
aushelfen :))

>
>>>Wir befassen uns hier mit der Einbindung einer USV in ein
>>>Linux-System, unser Problem ist jedoch, daß der Shutdown nicht
>>>funktioniert.
>

>Du gibts ja viele tolle Details bekannt.

Bitte schön:

(Leider ist mein letztes Posting dazu verschwunden, daher also alles
noch mal)

Rechner: AMD K5 133 mit 32 MB RAM
Linux Kernel 2.0.36 (S.u.S.E. 5.3 bzw. tomsrtbt 1.7.97)

Ehe jetzt Fragen kommen "warum zwei Distributionen?": Jede Distri ist
auf einer extra Platte installiert (SCSI-Platten, genaue Größe hab ich
nicht hier, ca. 1 GB), die S.u.S.E. dient quasi als "vollständiges
Testsystem", die tomsrtbt soll dann mal alleine als "System nur mit
dem wirklich Notwendigen" auf dem Rechner laufen, da die größere der
beiden Platten (die mit der S.u.S.E) eine Leihgabe ist.
Das Problem tritt aber bei beiden Distributionen auf.

Der Rechner ist in einem weißen Desktop-Gehäuse untergebracht, es ist
ein Baby-AT-System. Chipsatz auf dem Motherboard ist der Opti Viper.

Wie man sieht, also eine Art der Altteilverwertung :)
>
>
>> >
>> >. /etc/rc.config
>> >test "$START_APCUPSD" = yes || exit 0
>>
>> Aha, ein S.u.S.E.-Nutzer :)
>
>Das sehen die andren sicher selbst :-)
>Die sind auch nicht dumm...
>
>>
>> Klasse Skript. Nur, was steht in /sbin/powersc? Ist das das Binary des
>> apcupsd? Ich glaube mal eher, es ist ein Skript. Dessen Inhalt wäre
>> hier interessant. Wie bei S.u.S.E. und anderen SysV-Distributionen
>> Skripte aufgerufen werden, ist zwar interessant, bringt mich aber
>> leider nicht weiter.
>
>Ja das ist ein script welches den apcupsd startet, ein paar
>Statusmeldungen walled und ein paar lockfiles loescht.

Aha, also ganz trivial :-/ - Dein gepostetes Skript war wohl
komplizierter, nehme ich mal an :)

>> >
>> >hat bisher immer funktioniert. Mit den eingestellten Zeiten
>> >nimmt er es zwar nicht so genau (siehe Jonas), aber das stoert nicht.

Wie gesagt, tolle Sache. Ich komme mir wie der Typ am Straßenrand vor,
der an seinem Golf schrauben muß, während ein anderer daneben steht
und sagt: "Mein Mercedes fährt immer zuverlässig und einwandfrei."
(Man sehe mir den Hang zu Autos bei diesen Vergleichen nach.)

>> >
>> >PS: warum postet ihr in 8 verschiedene newsgroups ?
>>
>> Weil bisher noch in keiner einzigen jemand geantwortet hat. Scheinbar
>> sind wir die ersten, die ein derartiges Problem haben.
>
>Kann schon sein, dass ihr die ersten seid, wenn ich mich an
>die Installation erinnere...
>...UPS anstoepseln, Software installieren/einstellen und das wars
>dann auch schon, fast plug and play maessig...

Klasse, siehe oben. Wenn Du als einzige Lösung für dieses Problem den
Kauf einer entsprechenden USV siehst, warum befassen sich andererseits
so viele Leute mit primitiven Betriebssystemen auf Rechnern mit
veralteter und verkorkster Architektur? Es gibt doch schließlich HP-,
Sun- oder IBM- Workstations und Macs?

Ciao

Gerd

P.S.: Soll der Rechner auch wieder autom. hoch laufen ?

Soll er, wäre zumindest schön, weil das Ding im standalone-Betrieb
durchlaufen soll. Ich hoffe, das stellt kein übermäßiges Problem dar.
> Wenn ja, ist es ein Teil mit ATX Netzteil ?

Nein, AT.

Gerd Roethig

unread,
Mar 3, 1999, 3:00:00 AM3/3/99
to
Hallo

Am Tue, 2 Mar 1999 19:56:00 +0100 schrieb Ko...@t-online.de (Kohly®) :

>wow!
>eine rückantwort, die wirklich sinn macht.
>
>RYFM!

Davon wird init auch nicht gefügiger.

Wie es aussieht, kann man in den Newsgroups keine verständnisvolle und
sachliche Hilfestellung mehr erwarten, sondern muß damit rechnen, auch
bei ernsthaften und nicht ganz so alltäglichen Problemen angepflaumt
oder mit Dummschwatz abgespeist zu werden, wenn die Anfrage denn nicht
gleich ganz ignoriert wird.

Offenbar ist es jetzt trendy, sich über irgendwelche Schwachköpfe, die
Binaries oder HTML posten oder in kreuzbraven deutschen Gruppen
anrüchige Dinge erfragen, zu mokieren und ernsthaftere Probleme unter
den Tisch fallen zu lassen, frei nach dem Motto: Ich hab's alleine
schaffen müssen, mein Rechner, sponsored by Papi, läuft, was geht mich
also fremdes Leid an.

Zum Thema bzw. dem hier geäußerten Vorwurf: Wir haben die
Dukumentationen sämtlicher Softwarepakete, die es bei SunSite zum
Thema USV und Linux gibt, durchgelesen, ebenso das UPS-HOWTO. Leider
hat unsere USV keine sehr ausführliche Bedienungsanleitung und schon
gar nichts an Dokumentation zum Einsatz unter Linux dabei.

Also wegwerfen? Ich hoffe nicht, daß das jemand ernsthaft vorschlagen
will.

>
>ps: mein babelfish hat auch kein fahrrad
>
>Gerd Roethig schrieb in Nachricht <36dc1b6b...@news.uni-leipzig.de>...

[...]


>>
>>Wow.
>>
>>"Mein Auto fährt nicht!"
>>
>>"Also ich habe mal die Zündkerzen bei meinem Auto nachgesehen, einen
>>Bosch-Zündverteiler eingebaut und bin dabei genau nach Bastelanleitung
>>vorgegangen."
>>
>>Klasse Antwort, die aber wirklich niemandem weiterhilft.
>>
>>Gerd
>>
>>P.S.: In Moskau ist eine Schaufel umgefallen.
>

Vielleicht war mein Vergleich nicht verständlich genug. Deshalb
allgemeiner: Welche Hilfe kann ich von der Tatsache erwarten, daß
irgendwo irgendein Rechner mit einem vollkommen anderen System als
meinem tadellos läuft?

Um mal wieder etwas näher zum Topic zu kommen:

Stell Dir vor, Du kannst plötzlich keine Kernel mehr kompilieren, weil
Dir irgendeine lib abhanden gekommen oder ein Header-File durch einen
Dateisystemfehler zerstört worden ist. Üblicherweise hagelt es in
einem solchen Fall kryptische Fehlermeldungen, aus denen nicht immer
sofort die Ursache den Problems klar wird.
Du entschließt Dich, Dein Problem zu posten, inklusive der letzten
Ausgaben von make, und die einzige Antwort, die Du nach einer Woche
erhältst, lautet:

"Ich habe bei mir den Kernel 2.2.2 ohne jedes Problem kompilieren
können, und er läuft prima."
und sonst nichts weiter (Du hattest in Deinem Posting ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß Du noch 2.0.36 verwendest).

Würdest Dich doch sicher auch riesig darüber freuen, oder?

Ciao

Gerd

Wolfgang Zweimueller

unread,
Mar 3, 1999, 3:00:00 AM3/3/99
to
Gerd Roethig schrieb am Mon, 01 Mar 1999 22:30:01 GMT:

> Hallo allerseits, Wir befassen uns hier mit der Einbindung einer USV in ein


> Linux-System, unser Problem ist jedoch, daß der Shutdown nicht funktioniert.

[...]

Leider kann ich dir beim 'upsd'-Problem nicht helfen, da ich den noch nicht im
Einsatz hatte.

Falls du allerdings eine APC hast, würd ich dir raten, die SCO-Variante von
Powerchute zu installieren. Läuft hier tadellos -- allerdings war die
Installation nicht ganz fehlerfrei (die /etc/rc* Struktur ist unter Linux etwas
anders als bei SCO -- man muß ein bisschen basteln ;-) Aufpassen musst du auch
beim shutdown-Script (heh?), da bei SCO /etc/shutdown verwendet wird ...

hth, Wolfgang.


btw, eine Einschränkung auf weniger Newsgruppen hätte auch nicht geschadet.


Gerd Roethig

unread,
Mar 4, 1999, 3:00:00 AM3/4/99
to
Hallo,

Am 03 Mar 1999 22:08:43 +0100 schrieb Wolfgang Zweimueller
<wz...@gmx.net> :

>Gerd Roethig schrieb am Mon, 01 Mar 1999 22:30:01 GMT:
>
>> Hallo allerseits, Wir befassen uns hier mit der Einbindung einer USV in ein
>> Linux-System, unser Problem ist jedoch, daß der Shutdown nicht funktioniert.
>
>[...]
>
>Leider kann ich dir beim 'upsd'-Problem nicht helfen, da ich den noch nicht im
>Einsatz hatte.
>
>Falls du allerdings eine APC hast, würd ich dir raten, die SCO-Variante von
>Powerchute zu installieren.

Isch 'abe aber keine APC *wein*

Das Teil ist eine simple Noname-USV, die aber immerhin eine
Möglichkeit bietet, mit ein paar statischen Pegeln über die serielle
Schnittstelle mitzuteilen, was gerade los ist.

Also - statische Pegel (Optokoppler ein oder aus) an Stelle von
Datenpaketen... ist das so exotisch?

Ciao

Gerd

Wolfgang Zweimueller

unread,
Mar 4, 1999, 3:00:00 AM3/4/99
to
Gerd Roethig schrieb am Thu, 04 Mar 1999 13:01:36 GMT:

> Hallo,
> Am 03 Mar 1999 22:08:43 +0100 schrieb Wolfgang Zweimueller
> <wz...@gmx.net> :

>> Gerd Roethig schrieb am Mon, 01 Mar 1999 22:30:01 GMT:
>>

[...]

> Isch 'abe aber keine APC *wein*

> Das Teil ist eine simple Noname-USV, die aber immerhin eine
> Möglichkeit bietet, mit ein paar statischen Pegeln über die serielle
> Schnittstelle mitzuteilen, was gerade los ist.

Tut mir leid, da haste wirklich Pech. Äh -- ist bei deiner USV keine SCO-Soft
dabei? Vielleicht extra zu ordern? Versuchs mal! (Ich weiß, daß es für APC's
auch Digital-Unix-Soft gibt, aber die ist auf der mitgelieferten CD auch nicht
drauf, soll heissen, daß ich da auch nachbohren muß).

Hmm, schau dir mal den apcupsd an. Der ist zwar wieder für APC's aber im
dumb-mode sollte der auch andere USV's überwachen können (u.U. musst halt ein
spezeilles Kabel löten oder den Dämon auf andere Signalleitungen anpassen).

cu, Wolfgang.

P.S.: Das UPS-Howto hast du ja schon gelesen, oder?

Jonas Sextl

unread,
Mar 5, 1999, 3:00:00 AM3/5/99
to
Hallo!


> Klasse Antwort, die aber wirklich niemandem weiterhilft.

Ja, war auch nur eben kurz zusammengeschrieben...

Ich habe jetzt mit meinem PC das ganze mal probiert, zwar ohne USV aber
die Dinge mit init kann man ja auch so testen.

Ich habe in die Datei /etc/powerfail ein "F" reingeschrieben.

In meiner /etc/inittab existieren folgende Eintraege (Default bei Suse
6.0)

# what to do when power fails/returns
pf::powerwait:/sbin/init.d/powerfail start
pn::powerfailnow:/sbin/init.d/powerfail now
#pn::powerfail:/sbin/init.d/powerfail now
po::powerokwait:/sbin/init.d/powerfail stop


Wenn ich jetzt mit killall -SIGPWR init dem init ein SIGPWR schicke,
faehrt mein Rechner schoen brav runter.

Wenn das bei Dir nicht klappt, auch wenn Du es von der Konsole aus
probierst, musst Du wohl Dein init updaten, bzw. da mal im Quellcode
nachforschen, was passiert, wenn das Programm ein SIGPWR erhaelt. Du
koenntest auf jeden Fall dort mal einen syslog Aufruf reinbasteln, dann
loggt er jedes SIGPWR mal mit und Du siehst, ob es ueberhaupt bei init
ankommt.

Ich hoffe, diese Antwort hilft Dir etwas mehr, ansonsten loesch sie
einfach ;-)

Tschau,

Jonas

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