[NBIK] Greding Ost oder Ostern: April, April!

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Johannes Leckebusch

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Mar 31, 2018, 9:44:37 PM3/31/18
to
Heute habe ich eine - ja, etwas andere - Geschichte erlebt, mit vielen
Bildern im Kopf, aber keines in der Kamera.

Ich hatte mich kurz nach 14 Uhr aufgemacht, um meine Schwester aus
Himmelkron bei Bayreuth abzuholen. Mein Bruder war aus dem Ostallgäu
nach Bayrischzell gekommen, um auf unsere Mutter aufzupassen. Ich nahm
an, etwa 7 Stunden unterwegs zu sein ...

Zunächst lief alles recht gut, heute nur wenig Verkehr, naja, noch viele
Lastwagen, zwischen Langenbruck und Manching auf der A9 Richtung
Nürnberg war ein Stau angesagt ... in den ich dann prompt vor der
Ausfahrt Langenbruck hineingeriet. Konnte aber nach einer kleinen Weile
bei Langenbruck mich an der Schlange vorbeischleichen und rausfahren.
Nach etwas Landstraße bei Manching wieder drauf ... kaum Verkehr, die
standen da wohl alle noch auf der A9 herum und langweilten sich beim
Drängeln (BR3 meldete was von 25 Minuten Verlängerung - naja).

Dann, ins Altmühltal hinunter, auf Greding zu - da setzte plötzlich der
Motor aus bzw. stockte enorm. Ich war, glaube ich, gerade auf der
mittleren Spur, konnte mich aber mit Warnblinker nach rechts retten,
rollte eine Weile die Standspur entlang und kam dann kurz vor der
Einmündung der Rückkehrspur der Raststätte Greding zum Stehen - bevor
die Standspur quasi kurz ganz weg war. Stand da, auf einem schmalen
Reststreifen, rechts die Leitplanke, und dahinter die Ausfahrt und
lauter parkende Lastwagen. Versuche ein paarmal, den Motor anzulassen,
der sonst immer sehr zuverlässig war - nix. Anlasser geht, springt aber
nicht an. Der Bordcomputer sagt nichts, zeigt nur das "Maschinensymbol".
Wieso hat der auf einmal gar nix zu melden???

Soso. Nun etwas sehr behutsame Hektik - musste erst mal mein Warndreieck
suchen - ach ja, da war ja hinten links so ein Paket, mit allem, was man
so braucht - auch Warnweste und wohl Verbandszeug. Noch ungeöffnet. Ich
schaue dauernd hinter mich, hole das raus, gehe ganz an den Rand zur
Leitplanke und marschiere zurück. Kann das Warndreieck aus der
Verpackung fieseln, halte es vor mich hin und probiere im Weitergehen,
wie man das geöffnet arretiert und die Ständerdrähe ausklappt ... gehe
noch eine Weile, setze das ab, mache wieder kehrt - oft umschauend,
kommen doch ganz schön viele daher - und stülpe mir schließlich die
Warnweste über. Und grüble: Was mache ich jetzt?

Ich glaube, ich war schon wieder fast am Auto, da sehe ich auf der
anderen Seite der Leitplanke einen Mann mittleren Alters (also viel
jünger als ich) entlanglaufen und mir Zeichen geben. Ich gehe ihm
schließlich ein Stück entgegen, er spricht mich auf Englisch an (recht
gut), fragt, ob ich ihn verstehe. Yes.

Er erklärt mir, er wolle mich anschieben, so dass ich quasi über die
Ausfahrt auf das Raststättengelände komme. Erst will ich das Warndreieck
wieder holen, aber er meint: "Let it there ...". Ich versuche ihm noch
zu erklären, dass der Motor nicht anspringt, ich höchstens mit dem
Anlasser ...

Tatsächlich schiebt er mich dann an - es sind vielleicht 20, 30 Meter,
wende dann nach rechts in die LKW-Ausfahrtspur und wir stellen das Ding
erst mal vor einem Lastwagen ab. Die Servolenkung schien da noch etwas
Restkapazität gehabt zu haben ... Ich frage, ob der LKW nicht bald weg
muss. Er sagt sowas wie: "No, they are two days standing ..." - mir wird
erst später klar, dass die alle wegen der Feiertage stehenbleiben
müssen. Ruft schließlich zu dem Fahrer in seinem Führerhaus, der
versteht soweit offenbar auch etwas English - nee, momentan no Problem.
Es stellt sich heraus, dass mein großartiger Helfer selbst
Lastwagenfahrer ist (auf seinem LKW steht ein H, also wohl Ungarn). Dann
bietet er mir an, mein Warndreieck zu holen, macht er auch, derweil
schaue ich nach meinem Handy und grüble ... ich bedanke mich sehr
herzlich bei ihm und marschiere erst einmal zu der Raststätte, frage
nach Pannenhilfe usw. usf. Rufe dann zunächst ADAC an (bin aber leider
kein Mitglied); die meinen, es könne etwas dauern, sie hätten heute
einiges zu tun ... trotzdem kommt nach nicht allzu langer Zeit einer
daher (zunächst auf der weiter rechts abliegendenden Rückfahrspur für
die PKWs, aber da ich ihn zwischen den LKWs herankommen sah, bin ich auf
diese Spur hinübergegangen und habe ihm gewunken - ja, es war der
Bestellte. Was die vorher alles wissen wollent - Standort ("Greding Ost
- wie schreibt man das"? - ich buchstabiere) Versicherung, Autotyp,
Nummernschild, noch dies und das, Wohnort (den scheinen sie aber schon
aus ihrem Computer abrufen zu können). Nach einer Weile kommt also
einer, schaut unter die geöffnete Motorhaube, lässt mich ein paarmal
anlassen - ich sehe jetzt, dass da etwas Rauch aufsteigt. Meint
schließlich, da könne er jetzt nichts machen, wäre wohl ein größerer
Schaden, ob ich einen Abschleppdienst wolle. Da er schließlich erklärt,
der brächte mich zu einer nur 7 km entfernten Werkstatt, wo ich auch
einen Leihwagen bekommen könnte, willige ich schließlich ein.
Schließlich fährt er wieder weg, es könne so eine halbe oder
dreiviertelstunde dauern, bis der Schlepper käme.

Ich rufe dann noch meine Versicherung (HUK) an, diskutiere das nochmal,
der Diensthabende, dem ich auch erzähle, in welcher Mission ich
unterwegs bin (jaja, kennt er, mit sowas ähnlichem hätter früher in
seiner Arbeit auch zu tun gehabt), meint schließlich, ich solle das mit
dem ADAC wahrnehmen, er wüßte jetzt nicht, wie rasch sie mir einen
Abschlepper schicken und ggf. einen Leihwagen geben könnten.
Versicherung würde das teilweise ersetzen, müsste ich halt melden usw. usf.

Ich bin noch zwei oder dreimal bei der Raststätte, kaufe mir eine
Leberkässemmel, löse meinen Toiletten-50-Cent-Schein dabei ein, wechsele
noch ein paarmal nette Worte mit meinen Rettungslastwagenfahrer, danke
ihm nochmal, sage: "Yes, the ADAC is coming". Als ich mit meiner Semmel
wieder zum Auto marschiere, sehe ich da so einen Schleppwagen vor meinem
Auto und jemand, der da rumschaut, winke, rufe - schließlich bemerkt er
mich auch - und lässt schon mal gelassen seine Ladefläche herunter (ich
hatte einen Zettel hinter den Scheibenwischer geklemmt: "Bin kurz im
Restaurant mit Warnweste, komme gleich wieder, Leckebusch, Handynummer ...".

Diesmal ein älterer Herr mit etwas Bart, der dauernd was kaut, etwas
wortkarg aber sehr freundlich ist, mir sagt, ich könne im Auto
sitzenbleiben, mir dann beim Hochziehen etwas rotierende Signale gibt,
wohin ich lenken soll, damit mein Auto auch grade hochgezogen werden
kann (das geht verdammt schwer, wenn man so eine Servolenkung hat und
der Motor nicht mehr läuft und der Druck in der Hydraulik inzwischen
verpufft). Mein Autoradio geht auch nicht mehr, irgendso ein
Energiespar-zu-lange-nicht-gelaufen-Modus, obwohl die Batterie den
Anlasser ja immer noch voll betätigen kann.

Schließlich hocke ich da ganz hochgezogen, er hat wohl die Räder
festgezurrt. Er fährt los. Mann, ist das ein blödes Gefühl - ich gucke
auf die Straße, und versuche immer mitzulenken, verdammt schwer, das
seinem Kleinhirn auszureden!

Bei der Raststätte hat das wohl ca. eine Dreiviertelstunde oder eine
Stunde gedauert, mit einigem Hin- und Hertelefonieren. Ach ja, ich habe
da auch gefragt, ob es da einen Bankschalter gäbe, da mein Handy mir
mitgeteilt hatte, mein Guthaben betrüge nur noch 1 Euro 15 Cent (ich
hoffe, das ist so richtig erklärt, von wegen seltsamer Centpreise für
Autogas). Jaja, fünf Minuten mit dem Auto im nächsten Ort, einfach da
runter - nee, Auto geht ja nicht! Gibt es hier nichts? Nur so einen
gebührenpflichtigen Geldabheber, der aber 5 Euro für jede Abhebung
verlangt. Jaja, Kreissparkasse, da im Ort - 10 Minuten zu Fuß oder so.

Brrrr! Ich rufe wieder meinen Bruder an und frage, aber er vielleicht am
Bankschalter 15 Euro auf mein Handykonto laden könnte. Und im Heim
meiner Schwester anrufen ...

Der begibt sich zunächst zum Kreissparkassenautomaten in Bayrischzell,
ruft dann aber an, da ginge kein "Geldkartenaufladen" ... er ist nicht
Sparkassen-Kunde, sondern der einer anderen Bank. Ja, die gäbe es im
Nachbarort. Er würde dann da hinfahren.

Ich mache noch irgend einen möglichst kurzen Anruf (mein Handy nervt
wieder, ich solle mein Konto aufladen). Telekom.de - ach ja, früher
konnte man das ja im Handy selbst aus seinem Bankkonto mit einem Code
laden lassen, aber das geht schon seit Jahren nicht mehr, und ich habe
jetzt nicht den Nerv und wüßte auch auf Anhieb nicht mehr, wie das ging
oder ob ich den Code noch in meiner Brieftasche fände ...

Etwas später ruft er wieder an, er habe jetzt 15 Euro auf mein
Handykonto geladen.

Bin ja nun bei der Werkstatt, warte, bis ein anderer Kunde abgefertigt
ist und sein Leihauto bekommen hat (der brauch einen mittelgroßen
Transporter und viel Zeit zum Umladen). Bespreche nochmal die Lage, der
wiederum sehr nette Herr ruft nochmal meine Versicherung an (ich zeige
ihm eine SMS auf meinem Handy, durch die man mir schon eine
"Aktennummer" für meinen Fall geschickt hat). Schließlich bekomme ich
einen Ford-Focus in blau (EIchstätter Kennzeichen), kann die wichtigsten
Sachen umladen - ach ja, der nette Ältere Herr, der mich abgeschleppt
hat, fährt mich zunächst damit in den Nachbarort, weil ich Geld abheben
muss, um vorab eine Woche Leihgebühr zu zahlen. Die Versicherung meint,
sie würde das ersetzen (schickt mir auch wieder eine SMS, wie lange kann
man eigentlich noch ohne Handy auf die Toilette gehen? Nein, ist ja
wunderbar in dem Zusammenhang). Ich kann aber in der Werkstatt das nicht
per Kreditkarte erledigen, denn, so erklärt der Herr hinter dem Schalter
mir - wie schon dem Hilfesucher vor mir - dass man ihnen gerade vor
Ostern was am System umgestellt habe, Digital, Digital, und deswegen
funktioniere bei ihnen derzeit keine Kredit- oder Bankkartenzahlung.

Allmählich verstehe ich, warum Ostern heuer auf den 1. April fällt.

Bischen Austausch über die Schaltung des Autos und ... ach, das ist so
eins, das kann man einfach aufmachen, wenn der Zündschlüssel sich in der
Nähe befindet, einfach die Tür berühren, zum Starten einstecken muss man
ihn auch nicht, nur eine Taste drücken ... usw. Jaja, da war doch auch
in letzter Zeit öfter was in den Nachrichten über diese Keyless-Cars
oder wie das heißt. Ich nehme meine Kameratasche aus meinem Auto, aber
einen Nerv für irgendwelche Fotos habe ich jetzt auch nicht ... fahre
dann erstmal 100, 150 m zu meinem Auto, meine noch: Aha, dann habe ich
ja noch einen Kilometer bis zur Autobahnauffahrt, um zu üben (glaubst
nicht, wie völlig anders da die Kupplung geht wie bei meinem ...). Jaja,
gewöhnt man sich schnell daran.

Schließlich mache ich mich auf den Weg. Das Auto hat ein Navi! Sowas
habe ich bisher ebenso wenig wie ein Schmarrnfon. Fasziniert mich dann,
aber eine Weile suche ich rum, bis ich das Radio bedienen und den
Verkehrsfunk bzw. BR5 einschalten kann und die
Wummmmmäässsssssssssssseeeeeeeeeeee reduzieren. Später, wie und wo
verdammt nochmal das Innenlicht einzuschalten geht. Es wird ja dann doch
irgendwann mal dunkel. Unterwegs habe ich nochmal Telefonkontakt mit
meinem Bruder und meine, ich käme ja wohl noch vor 20 Uhr dort an ...
gibt dann eine Diskussion über die Zeit.

Wasglaubste nicht - der Bordcomputer von dieser Karre, der den Namen von
jedem Karnickel am Wegesrand auflistet, mir die Himmelsrichtung anzeigt
und - meistens, aber nicht immer richtig - wie schnell ich da gerade
fahren darf, weiß nichts von der Sommerzeit. Auf meine Armbanduhr kann
ich nicht schauen, weil ich den Lichtschalter nicht finde (ist bischen
weit oben-hinten am Autohimmel) ... später doch. Aber naja, zu der
Displayzeit eine Stunde dazuaddieren und dann auf der bekannten Strecke
zu schätzen, wie lang man noch brauchen wird ... nein nein, das Navi
programmieren habe ich jetzt noch nicht gelernt, ich kenne ja die
Strecke seit vielleicht 40, 45 Jahren ...

Irgendwann halte ich mal an und probiere eine Weile herum, wie man dies
und das verstellt (Außenspiegel z. B., Fensterheber ... hatten sie mir
zwar kurz gesagt, aber das Rauf-Runter geht da natürlich wieder anders
als bei meinem). Der jüngere Nette von der Werkstatt hatte zwar kurz
Licht auf Automatik gestellt, umschalten zwischen Abblend- und Fernlicht
geht aber auch quasi umgekehrt wie bei meinem, muss ich unterwegs, als
es dunkel geworden ist, erst mal durch experimentelle Betätigung der
Schalter herausfinden.

Ach ja, über die unterschiedlichen Strategien bei der Dieselsteuerung
zwischen Peugeot und VW etc. hatten wir auch mal ganz kurz diskutiert,
in der Werkstatt.

Nach einer Weile sehe ich auf dem Display seltsame Zahlen mit Pfeilen,
und nach einer Weile komme ich dahinter, dass das Empfehlungen sind,
einen anderen Gang zu wählen (da sind die Autos heute auch sehr
unterschiedlich, und zwischen Diesel und Benziner und diversen PS ...,
jedenfalls sagt einem das Auto gerne {meines noch nicht}: "Welchen Gang
hätt ich jetzt denn gerne, wenn Du einverstanden bist"), was mir dann
auch klarmacht, dass der ein Sechsganggetriebe hat (ich glaube, sowas
hatte ich schon mal bei einem Peugeot-Leihwagen erlebt, der war aber
irgendwie aufdringlicher). Wann der Fordbenziner immer höhere Gänge will
- erstaunlich. Zeigt auch brav den angeblichen Verbrauch an (ob das
stimmt ...). Schließlich sehe ich auf dem Display unter dem Autosymbol,
das so Strählchen vor den Schweinwerfern darstellt, etwas heftiger für
Fernlicht (ach ja, er hat weiter links doch noch das eindeutige
klassische Blau-Lamperl mit waagrechten Lichtstrahlen) gelegentlich
sowas wie eine rötlichbraune Rauchwolke hintenunten am Auspuff angezeigt
und denke: Verdammt, was ist das jetzt? Hat der auch ein Problem? Das
kommt und geht. Mal wechselt es, wenn ich der Gangumschaltungsempfehlung
Folge leiste. Ich denke, der will mich vor schadstoffreichen
Auspuffgasen warnen? Kann aber doch nicht stimmen. Es kommt und geht -
und irgendwie sieht es so aus, als würden sich die strahlenförmig
auffächernden Auspuffgase in Kristalle verwandeln. Erst nach längerer
Zeit bemerke ich, dass das immer dann auftaucht, wenn die
Temperaturanzeige für draußen, die irgendwo ganz klein aufscheint, auf
4°C sinkt ... bei 5°C geht's wieder weg. Ah, Schnee- oder
Eisgefahrwarnung! Das schreibt mir meiner in deutschen Buchstaben auf
den Bildschirm (aber erst ab 3°C). Und der Auspuffgasfächer stellt keine
Gase aus dem Auspuff dar, sondern die perspektivisch (AUA!!!) verjüngte
Autostraße mit unterbrochenem Mittelstreifen, aber halt hinter dem Auto,
nicht davor (denn das fährt in dem Bild ja nach oben, das Symbol wird
aber ohne deutlichen Zwischenraum darunter aufgeblendet). Und halt
Schnee hinter dem Auto, oder Eis, das man sich davor denken muss.

Etwa drei Stunden später als im günstigsten Fall erwartet komme ich
endlich in Himmelkron an. Meine Schwester fragt, ob ich ein neues Auto
hätte oder mit dem meines Bruders gekommen sei - ich versuche, ihr zu
erklären, was los war, aber so ganz begreift sie es nicht. Hatte sich
aber Sorgen gemacht, ob was passiert sei, weil sie ja von den diversen
Anrufen Mitteilung bekommen hatte.

Auf der Heimfahrt, besonders, als ich bei Weyarn die Autobahn verlassen
hatte, bekomme ich Spaß daran, jedes neben mir liegende Kaff aufgelistet
zu bekommen. Und den Straßenverlauf, der sich immer schön dreht,
besonders, wenn ich einen Kreisverkehr erobere. Manchmal sind die
Auskünfte auch etwas kryptisch.

Spaßig die rechts irgendwo klein eingeblendete zulässige
Höchstgeschwindigkeit. Manche Autobahn-Beschränkungen von 120, 100, 80,
60 zeigt es Sekunden nach Passieren der Hinweisschilder oder der
Aufhebung der Beschränkung korrekt an, einige ignoriert es. Auf der
Landstraße ähnlich. Manchmal gibt es mir 100 km/h an, wenn da mal kurz
60 angesagt sind, dann wieder weiß es das. Naja ... vielleicht erklärt
das ja auch manche Drängler, die nicht auf die Schilder am Straßenrand
achten, sondern auf ihr Navi gucken und dann noch ein paar Prozent
drauflegen.

Die enge Toreinfahrt in Himmelkron nervt das Auto mehr als mich - ich
kenne die ja schon länger, ok, da sind nur je ca. 20 cm auf jeder Seite
Platz - das Auto hat furchtbare Panik, geschrammt zu werden, piepst und
zeigt mir Hindernisse rundherum an. Nervt mehr. Eher nützlich die
Warnung für Abstand hinten beim Rückwärtsfahren beim Abstellen vor dem
Eingang - da stehen schon diverse Autos der Nachtdienstler im Weg ...
unbekanntes Auto, noch keine Vetrautheit mit dem Fisheye-Faktor der
Rückspiegel ... naja. Voll die Bilderstory, aber halt nur im Geiste!

Feiertage - nix Werkstatt arbeiten. Dienstag Rückfahrt Doro, vielleicht
im Lauf der Woche Auskunft der Werkstatt, ob sie was über den Schaden an
meiner Karre rausgefunden haben und was dann werden soll.

Es lebe das Digitale Zeitalter. Aber Autos mit zu viel Digital sind doch
was für Senioren, oder, der Junge Spund lässt doch wieder mit der
Handkurbel an, shiftet die Starthilfe nach Gefühl und Gehör ("darfs
jetzt etwas weniger fett sein, dass Du aufhörst, zu stottern, oder
gehste dann wieder aus?").

Ich muss jetzt die Tage erst mal als volldigitaler Senior mit der Karre
diskutieren, wie ich das geschaltet und angezeigt kriege, was ich grade
brauche.

Frohe Ostern!

--
Johannes Leckebusch - AR3

http://www.johannes-leckebusch.de/
http://www.johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
http://www.foto.ungruen.de/index2.html

Johannes Leckebusch

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Mar 31, 2018, 10:40:42 PM3/31/18
to
erst mal vor einem der Lastwagen ab, dem letzten in der Reihe (freie
Parkplätze gibt es im Umfeld von 100 m keine, und er hätte mein Auto ja
entgegen der Ausfahrtrichtung so weit schieben müssen). Die Servolenkung
schien da noch etwas Restkapazität gehabt zu haben ... Ich frage, ob der
LKW nicht bald weg muss. Er sagt sowas wie: "No, they are there two days
standing ... drinking coffee" - mir wird erst später klar, dass die alle
wegen der Feiertage stehenbleiben müssen. Ruft schließlich dem Fahrer in
seinem Führerhaus etwas zu, der versteht soweit offenbar auch etwas
English - no, momentary no Problem. Es stellt sich heraus, dass mein
großartiger Helfer selbst Lastwagenfahrer ist (auf seinem LKW steht ein
H, also wohl aus Ungarn). Dann bietet er mir an, mein Warndreieck zu
holen, macht er auch, derweil schaue ich nach meinem Handy und grüble
... ich bedanke mich sehr herzlich bei ihm und marschiere erst einmal zu
der Raststätte, frage nach Pannenhilfe usw. usf. Rufe dann zunächst ADAC
an (bin aber leider kein Mitglied); die meinen, es könne etwas dauern,
sie hätten heute einiges zu tun ... trotzdem kommt nach nicht allzu
langer Zeit einer daher (zunächst auf der weiter rechts abliegendenden
Rückfahrspur für die PKWs, aber da ich ihn zwischen den LKWs herankommen
sah, bin ich auf diese Spur hinübergegangen und habe ihm gewunken - ja,
es war der Bestellte. Was die vorher alles wissen wollten - Standort
("Greding Ost - wie schreibt man das"? - ich buchstabiere) Versicherung,
Autotyp, Nummernschild, noch dies und das, Wohnort (den scheinen sie
aber schon aus ihrem Computer abrufen zu können). Nach einer Weile kommt
also einer, schaut unter die geöffnete Motorhaube, lässt mich ein
paarmal anlassen - ich sehe jetzt, dass da etwas Rauch aufsteigt. Meint
schließlich, da könne er jetzt nichts machen, wäre wohl ein größerer
Schaden, ob ich einen Abschleppdienst wolle. Da er schließlich erklärt,
der brächte mich zu einer nur 7 km entfernten Werkstatt, wo ich auch
einen Leihwagen bekommen könnte, willige ich schließlich ein.
Schließlich fährt er wieder weg, es könne so eine halbe oder
dreiviertelstunde dauern, bis der Schlepper käme.

Ich rufe dann noch meine Versicherung (HUK) an, diskutiere das nochmal,
der Diensthabende, dem ich auch erzähle, in welcher Mission ich
unterwegs bin (jaja, kennt er, mit sowas ähnlichem hätter früher in
seiner Arbeit auch zu tun gehabt, ist sehr nett), meint schließlich, ich
solle das mit dem ADAC wahrnehmen, er wüßte jetzt nicht, wie rasch sie
mir einen Abschlepper schicken und ggf. einen Leihwagen geben könnten.
Versicherung würde das teilweise ersetzen, müsste ich halt melden usw.
usf., wird man noch klären.

Ich bin noch zwei oder dreimal bei der Raststätte, kaufe mir eine
Leberkässemmel, löse dabei meinen 50-Cent-Toiletten-Schein ein, wechsele
noch ein paarmal nette Worte mit meinen Rettungslastwagenfahrer, danke
ihm nochmal, sage: "Yes, the ADAC is coming". Als ich mit meiner Semmel
wieder zum Auto marschiere, sehe ich da so einen Schleppwagen vor meinem
Auto und jemand, der da rumschaut, winke, rufe - schließlich bemerkt er
mich auch - und lässt schon mal gelassen seine Ladefläche herunter (ich
hatte einen Zettel hinter den Scheibenwischer geklemmt: "Bin kurz im
Restaurant mit Warnweste, komme gleich wieder, Leckebusch, Handynummer ...".

Diesmal ein älterer Herr mit etwas Bart, der dauernd was kaut, etwas
wortkarg aber sehr freundlich ist, mir sagt, ich könne im Auto
sitzenbleiben, mir dann beim Hochziehen etwas rotierende Signale gibt,
wohin ich lenken soll, damit mein Auto auch grade hochgezogen werden
kann (das geht verdammt schwer, wenn man so eine Servolenkung hat und
der Motor nicht mehr läuft und der Druck in der Hydraulik inzwischen
verpufft ist). Mein Autoradio geht auch nicht mehr, irgendso ein
Energiespar-zu-lange-nicht-gelaufen-Modus, obwohl die Batterie den
Anlasser ja immer noch voll betätigen kann.

Schließlich hocke ich da ganz hochgezogen, er hat auch die Räder
festgezurrt. Er fährt los, ohne nochmal was zu mir durch mein
runtergedrehtes Fenster zu sagen. Mann, ist das ein blödes Gefühl - ich
gucke auf die Straße, und versuche immer mitzulenken, verdammt schwer,
das seinem Kleinhirn auszureden!

Bei der Raststätte hat das wohl ca. eine Dreiviertelstunde oder eine
Stunde gedauert, mit einigem Hin- und Hertelefonieren. Ach ja, ich habe
auch gefragt, ob es da einen Bankschalter gäbe, da mein Handy mir
mitgeteilt hatte, mein Guthaben betrüge nur noch 1 Euro 15 Cent (ich
hoffe, das ist so richtig erklärt, von wegen seltsamer Centpreise für
Autogas). Jaja, fünf Minuten mit dem Auto im nächsten Ort, einfach da
runter - nee, Auto geht ja nicht! Gibt es hier nichts? Nur so einen
gebührenpflichtigen Geldabheber, der aber 5 Euro für jede Abhebung
verlangt. Jaja, Kreissparkasse, da im Ort - 10 Minuten zu Fuß oder so.

Brrrr! Ich rufe wieder meinen Bruder an und frage, aber er vielleicht am
Bankschalter 15 Euro auf mein Handykonto laden könnte. Und im Heim
meiner Schwester anrufen ...

Er begibt sich zunächst zum Kreissparkassenautomaten in Bayrischzell,
ruft dann aber an, da ginge kein "Geldkartenaufladen" ... er ist nicht
Sparkassen-Kunde, sondern der einer anderen Bank. Ja, die gäbe es im
Nachbarort. Er würde dann da hinfahren.

Ich mache noch irgend einen möglichst kurzen Anruf (mein Handy nervt
wieder, ich solle mein Konto aufladen). Telekom.de - ach ja, früher
konnte man das ja im Handy selbst aus seinem Bankkonto mit einem Code
laden lassen, aber das geht schon seit Jahren nicht mehr, und ich habe
jetzt nicht den Nerv, zu prüfen, ob es doch wieder ginge, und wüßte auch
auf Anhieb nicht mehr, wie das funktionierte oder ob ich den Code noch
in meiner Brieftasche fände ...

Etwas später ruft er wieder an, er habe jetzt 15 Euro auf mein
Handykonto geladen.

Bin ja inzwischen bei der Werkstatt, warte, bis ein anderer Kunde
abgefertigt ist und sein Leihauto bekommen hat (der brauch einen
mittelgroßen Transporter und viel Zeit zum Umladen). Bespreche nochmal
die Lage, der wiederum sehr nette Herr ruft nochmal meine Versicherung
an (ich zeige ihm eine SMS auf meinem Handy, durch die man mir schon
eine "Aktennummer" für meinen Fall geschickt hat). Schließlich bekomme
ich einen Ford-Focus in blau (EIchstätter Kennzeichen), kann die
wichtigsten Sachen umladen - ach ja, der nette Ältere Herr, der mich
abgeschleppt hat, fährt mich zunächst damit in den Nachbarort, weil ich
Geld abheben muss, um vorab eine Woche Leihgebühr zu zahlen. Die
Versicherung meint, sie würde das ersetzen (schickt mir auch wieder eine
SMS, wie lange kann man eigentlich noch ohne Handy auf die Toilette
gehen? Nein, ist ja wunderbar in dem Zusammenhang). Ich kann aber in der
Werkstatt das nicht per Bankkarte erledigen, denn, so erklärt der Herr
hinter dem Schalter mir - wie schon dem Hilfesucher vor mir - dass man
ihnen gerade vor Ostern was am System umgestellt habe, Digital, Digital,
und deswegen funktioniere bei ihnen derzeit keine Kredit- oder
Bankkartenzahlung.

Allmählich verstehe ich, warum Ostern heuer auf den 1. April fällt.

Bischen Austausch über die Schaltung des Autos und ... ach, das ist so
eins, das kann man einfach aufmachen, wenn der Zündschlüssel sich in der
Nähe befindet, einfach die Tür berühren, zum Starten einstecken muss man
ihn auch nicht, nur eine Taste drücken ... usw. Jaja, da war doch auch
in letzter Zeit öfter was in den Nachrichten über diese Keyless-Cars
oder wie das heißt. Ich nehme die Kameratasche aus meinem Auto, aber
einen Nerv für irgendwelche Fotos habe ich jetzt auch nicht ... fahre
dann erstmal 100, 150 m zu meinem Auto, meine noch: Aha, dann habe ich
ja noch einen Kilometer bis zur Autobahnauffahrt, um zu üben (glaubst
nicht, wie völlig anders da die Kupplung geht wie bei meinem ...). Jaja,
gewöhnt man sich schnell daran.

Schließlich mache ich mich auf den Weg. Das Auto hat ein Navi! Sowas
habe ich bisher ebenso wenig wie ein Schmarrnfon. Fasziniert mich dann,
aber eine Weile suche ich rum, bis ich das Radio bedienen und den
Verkehrsfunk bzw. BR5 einschalten kann und die
Wummmmmäässsssssssssssseeeeeeeeeeee reduzieren. Später, wie und wo
verdammt nochmal das Innenlicht einzuschalten geht. Es wird ja dann doch
irgendwann mal dunkel. Unterwegs habe ich nochmal Telefonkontakt mit
meinem Bruder und meine, ich käme ja wohl noch vor 20 Uhr dort an ...
gibt dann eine Diskussion über die Zeit.

Wasglaubste nicht - der Bordcomputer von dieser Karre, der den Namen von
jedem Karnickel am Wegesrand auflistet, mir grob die Himmelsrichtung
anzeigt, in die ich fahre (S, SO, O, W, NW ...) und - meistens, aber
nicht immer richtig - wie schnell ich da gerade fahren darf, weiß nichts
von der Sommerzeit. Auf meine Armbanduhr kann ich nicht schauen, weil
ich den Lichtschalter nicht finde (ist bischen weit oben-hinten am
Autohimmel) ... später doch. Aber naja, zu der Displayzeit eine Stunde
dazuaddieren und dann auf der bekannten Strecke zu schätzen, wie lang
man noch brauchen wird ... nein nein, das Navi programmieren habe ich
jetzt noch nicht gelernt, ich kenne ja die Strecke seit vielleicht 40,
45 Jahren ...

Irgendwann halte ich mal an und probiere eine Weile herum, wie man dies
und das verstellt (Außenspiegel z. B., Fensterheber ... hatten sie mir
zwar kurz gesagt, aber das Rauf-Runter geht da natürlich wieder anders
als bei meinem). Also während der Fahrt kurz mal Fenster auf, geht nicht
wieder zu. Andere Schalter probiert, andere Fenster gehen auf, es zieht
heftig. Irgendwie komme ich dann darauf, dass man an den winzigen
Schalterchen ziehen muss statt sie zu drücken (zum Glück reichen meine
Fingernägel dafür grade so). Vordere Seitenfenster gehen wieder zu, aber
nun ertönt ein rhytmisches, unglaubliches Wummergeräusch, als hätten wir
einen getakteten Vulkan an Bord oder unter dem Wagen, und ich fürchte,
der fliegt gleich in die Luft. Es ist irre laut, bassig, hinten hört man
Geräusche von hin und her geschleudertem Gepäck oder so, wummm, wummm,
wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm,
wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm,
wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm, wummm,
wummm, wummm, wummm, wummm ... endlich finde ich: An den hinteren
Schalterchen auch ziehen, dann gehen wohl hinten die Seitenfenster auch
wieder zu und es ist wieder leise Ruhe. Tolle Dynamik hat so ein Ford!
Dagegen ist das Reinregnen selbst beim winzigsten Öffnungsspalt der
Seitenfenster bei meinem Peugeot gar nichts, dagegen habe ich ja
Regenabweiser, die dann nur während der Fahrt viel Krach machen, wenn
man bei etwas schnellerer Fahrt als 50 km/h die Fenster etwas öffnet.
Autos dürfen halt nich einfach leise sein, das wäre nicht cool.
Irgendwann fängt der Bordcomputer auch mit mir zu reden an, weiß aber
nicht, was er will und warum er mich was fragt, entdecke dann aber ein
deutsch in Buchstaben geschriebenes Wort (!!!!!!!!!!!!!!!!!!):
Abbrechen, und da ich jetzt schon weiß, dass das ein Tatschscrien ist
... patsche ich halt drauf und Ruhe ist.

Etwa drei Stunden später als im günstigsten Fall erwartet komme ich
endlich in Himmelkron an. Meine Schwester fragt, ob ich ein neues Auto
hätte oder mit dem meines Bruders gekommen sei - ich versuche, ihr zu
erklären, was los war, aber so ganz begreift sie es nicht. Hatte sich
aber Sorgen gemacht, ob was passiert sei, weil sie ja von den diversen
Anrufen Mitteilung bekommen hatte.

Auf der Heimfahrt, besonders, als ich bei Weyarn die Autobahn verlassen
hatte, bekomme ich Spaß daran, jedes neben mir liegende Kaff aufgelistet
zu bekommen. Und den Straßenverlauf, der sich immer schön dreht,
besonders, wenn ich einen Kreisverkehr erobere. Manchmal sind die
Auskünfte auch etwas kryptisch.

Spaßig die rechts irgendwo klein eingeblendete zulässige
Höchstgeschwindigkeit. Manche Autobahn-Beschränkungen von 120, 100, 80,
60 zeigt es Sekunden nach Passieren der Hinweisschilder oder der
Aufhebung der Beschränkung korrekt an, einige ignoriert es. Auf der
Landstraße ähnlich. Manchmal gibt es mir 100 km/h an, wenn da mal kurz
60 angesagt sind, dann wieder weiß es das. Naja ... vielleicht erklärt
das ja auch manche Drängler, die nicht auf die Schilder am Straßenrand
achten, sondern auf ihr Navi gucken und dann noch ein paar Prozent
drauflegen.

Die enge Toreinfahrt in Himmelkron nervt das Auto mehr als mich - ich
kenne die ja schon länger, ok, da sind nur je ca. 20 cm auf jeder Seite
Platz - das Auto hat furchtbare Panik, geschrammt zu werden, piepst und
zeigt mir Hindernisse rundherum an. Nervt mehr als dass es helfen würde.
Eher nützlich die Warnung für Abstand hinten beim Rückwärtsfahren beim
Abstellen vor dem Eingang im engen Innenhof - da stehen schon diverse

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 1, 2018, 5:13:34 AM4/1/18
to
Am 01.04.2018 um 04:40 schrieb Johannes Leckebusch:
> Heute habe ich eine - ja, etwas andere - Geschichte erlebt, mit vielen
> Bildern im Kopf, aber keines in der Kamera.
>
...Abschleppaktion

> Schließlich hocke ich da ganz hochgezogen, er hat auch die Räder
> festgezurrt. Er fährt los, ohne nochmal was zu mir durch mein
> runtergedrehtes Fenster zu sagen. Mann, ist das ein blödes Gefühl - ich
> gucke auf die Straße, und versuche immer mitzulenken, verdammt schwer,
> das seinem Kleinhirn auszureden!

Gerade Bilder in dieser Situation wären doch was besonderes.
Nicht ganz die gleiche Situation, aber ähnlich:
http://www.server-alpha.de/nmz/03964-autofahrt.jpg

Nicht dass jetzt jemand denkt, ich rase mit 100km/h und kaum 1m Abstand
zum Vordermann durch die Gengend, und mache dabei noch Fotos. :-)
Das Bild im Navi verrät die Gesamtsituation!
Die Autos "ruhen" auf einem Eisenbahnwaggon, dem Shuttlezug nach Sylt,
der gerade in voller Fahrt den Hindenburgdamm passiert.
Es gibt nichts schönes als mit 100 Sachen im Auto die Hände hinder den
Kopf zu nehmen, und ganz entspannt die Landschaft mit 1000 Windräderen,
Strommasten und Schafen an sich vorbeirauschen zu lassen.
...
>
> Frohe Ostern!
>

Ebenfalls frohe und erholsame Ostern nach dieser aufregenden Aktion.
Sowas wünscht man sich nicht.

Ähnlich ging es mir mal im Urlaub auf Rügen, hunderte Kilometer weg von
Zuhause.
Der Zündschlüssel drehte sich wiederstandslos im Kreis, Motor starten
unmöglich.
Beim Abschleppdienst (irgendeine Zentrale irgendwo in Deutschland?)
angerufen, die meinen Standort wissen wollten.
Prora, Proraer Chaussee Nr.xx.
Prora? Prora? ...gibt es nicht, wo soll dass sein.
Ich sage na Prora, auf Rügen, es gibt kein anderes Prora in Deutschland.
Der Typ findet Prora nicht in seiner Datembank.
Ich beschreibe ihm groß und breit, wie berühmt dieses Urlauberparadies
Prora durch seine spezielle Vergangenheit sei.
Ich hatte das Gefühl, mir wächst der Bart durchs Lenkrad während ich
ihm vom weltberühmten Prora erzählte.
Irgendwann rutschte mir der Name des Nachbarortes raus.
Das Kaff hieß Binz.
Plötzlich: Binz-Prora ja!
Er hats gefunden.
Binz (normalerweise etwas weniger bekannt in der Welt) ist der
eigentliche Ort, und Prora wird nur als Ortsteil aufgeführt.
Jede Internetsuchmaschine ist besser als die von den Abschlepp-Profis.

W.

Achim Ebeling

unread,
Apr 1, 2018, 6:53:13 AM4/1/18
to
Am 01.04.2018 um 09:13 schrieb Wolf gang P u f f e:

> Gerade Bilder in dieser Situation wären doch was besonderes.
> Nicht ganz die gleiche Situation, aber ähnlich:
> http://www.server-alpha.de/nmz/03964-autofahrt.jpg

Scheibe kann auch mal wieder geputzt werden ;-)
Aber woher weiß Dein Navi das Du im/auf dem Autozug sitzt?


Bis denne
Achim

Wolf gang P u f f e

unread,
Apr 1, 2018, 7:16:07 AM4/1/18
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Vielleicht weil es da im Wasser/Watt nichts anderes gibt außer den
Bahngleisen?
Ich habe aber auch mit Verwunderung dieses Detail im Navi zur Kenntnis
genommen.

W.
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