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LESEPROBE aus: " 5 Abtreibungen und 2 Adoptionen " von Jerry Hoss

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Imi

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Aug 26, 2009, 4:06:00 AM8/26/09
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LESEPROBE aus "5 Abtreibungen und 2 Adoptionen"
und andere autobiografische Anekdoten, Storys, Sch�ttelreime und Essays aus
dem Leben eines postmodernen Taugenichts, von Jerry Hoss

Jerry Hoss (geb. 1941) wuchs in Bonn auf, studierte dort und wanderte gerade
rechtzeitig vor der deutschen 1968er- und Terroristenhatz-�ra nach USA auf,
wo er sich als Fotojournalist, Autor und Entrepreneur in den Medien-
Erotik-, Import/Export- und Immobilienbranchen bet�tigte, mehr oder weniger
erfolgreich. Meist weniger, denn es gab immer wieder verf�hrerische
Ablenkungen: Auto- und Segelsport, Motorr�der, Swingpartys, M�dchen .

"Ich war nie geldgierig und flei�ig genug, um richtig reich zu werden. Alle
meine Dollars gingen in meine drei gro�en Lieben: Girls, Kraftfahrzeuge, und
Boote," sagt er, "denn ich lebe einen Hugh-Hefner-Lifestyle mit einem Homer
Simpson-Budget." (H Hefner ist nat�rlich der amerikanische Lustgreis, der
1953 das Playboy-Magazin gr�ndete und angeblich immer noch redigiert.-H
Simpson kennt man/frau doch, oder.)

Seine Storys und Reportagen erschienen unter diversen Pseudonymen in vielen
Deutschen Medien (er behauptet: ".in praktisch allen, au�er Bild, FAZ und
Donaukurier!"), sowie in vielen amerikanischen Magazinen, insbesondere
Hustler, Playboy, Penthouse, Prude, Velvet, Oui, Chic, Road & Track, Car and
Driver und auch international, besonders in Japan.

Er br�stet sich gerne, dass jedes Manuskript, das er je verfasst hat,
irgendwo in der Welt mindestens einmal ver�ffentlicht wurde.

Sein bevorzugtes Medium ist, behauptet er, das Filmdrehbuch. F�r zwei seiner
Scripts wurden Optionen gekauft, aber von Hollywood nie verfilmt: "Too
radical!"

Romane hat er (bisher) noch keine geschrieben, weil ihm das ".zu lange
dauert und nicht genug Kohle bringt. Storys und Reportagen bringen mir mehr,
pro Stunde Arbeitsaufwand".

2004, wieder rechtzeitig vor einer Krise, versilberte er alle seine classic
cars und Latifundien in Kalifornien und kaufte seine vorl�ufig letzte Jacht.
Eine Einhand-Weltumsegelung endete auf der letzten Etappe mit Schiffbruch.
Der Zielhafen des Tankers, dessen Besatzung ihn bei Windst�rke 9 aus dem
winterlichen Atlantik fischte, war Rotterdam. Und so haben wir ihn nun
wieder.

Alle Namen sind frei erfunden, au�er denen von Personen der Zeitgeschichte.
Gesch�tzte Produktnamen sind Eigentum der Hersteller. Jahreszahlen sind oft
nur gesch�tzt. Literarische Freiheit wurde voll wahrgenommen. Tabubr�che
sind beabsichtigt. -- Eventuell strafbare Handlungen, die hier beschrieben
werden, sind l�ngst verj�hrt. Alte Rechtschreibung und Grammatik. -- Der
Druckfehlerteufel konnte in dieser low budget Publikation bestimmt nicht
100%ig ausgetrieben werden, sorry.

5 ABTREIBUNGEN

und

2 ADOPTIONEN

und
andere autobiografische Anekdoten, Storys, Sch�ttelreime und Essays aus dem
Leben eines postmodernen Taugenichts


von

Jerry Hoss

Copyright: �2009 by Jerry Hoss. Alle Rechte vorbehalten und erh�ltlich.
Kontakt: fewocal(�t)yahoo.com

Bod Verlag GmbH, Norderstedt, Germany http://BoB.de

ISBN 978-3-8391-2016-3

228 Seiten, ca 80 Abb., Paperback

Inhalt


Seite

5 Abtreibungen und 2 Adoptionen 6

Abtreibung Nr. 1: Jung und dumm 6

'' Nr. 2: Ost-westliches Lotterbett 18

'' Nr. 3: Unbegrenzte M�glichkeiten? 24

'' Nr. 4: Swing, swing, swing! 30

'' Nr. 5: Feindliches Ausland 49

Adoption Nr. 1: Bad Boy 50

'' Nr. 2: Lucky Girl 62

Im letzten Cannonball-Rennen 1979 76

Nymphomaninnen per Post 88

Keine Panik auf der Titanic! Schiffbruch 96

Mackie Messer, Al Capone, Banken

und B�rsen
103

Kleines W�rterbuch des Raubtierkapitalismus 111

Jugendschutz 122

Die Kinderpornoszene 125

Bestandsaufnahme von insider "Mr. X"

Das Manifest der Totalen Freiheits-Partei 163

World Standard - Weltniveau 174

Der Flieger (Neueste amerikanische Geschichte

in 99 Sch�ttelreimen) 175

Kalifornia �ber alles im 21 Jahrhundert 190

Touristenfallen in Nordamerika 192

Tipps & Tricks f�r USA-Reisende

Abtreibung Nr. 1: Jung und dumm.

Soviel ich wei�, habe ich nur ein (1) eigenes Kind gezeugt. F�nf andere, die
von mir h�tten sein k�nnen, wurden abgetrieben.

Ich bin jetzt ein alter Mann und habe vieles erlebt. Erfahrungen und
Abenteuer aller Art, vor allem erotische. Es war ein sch�nes, aufregendes
Leben, manchmal stressig, ich bedaure oder bereue aber nichts, au�er dass
ich nur ein Kind und keine Enkel habe. Und das kam so:

Es war die Zeit des deutschen Wirtschaftswunders. Nach langen Entbehrungen
ging es meiner verwitweten Mutter, meiner Schwester und mir endlich relativ
gut. Sie hatte einen ihrer akademischen Bildung angemessenen Job als
Lehrerin an einem M�dchengymnasium oder "Lyzeum", wie man/frau damals sagte.
Wir wohnten in einer gem�tlichen Kleinwohnung an einer respektablen Adresse
�ber der Praxis eines Modearztes in Rheydt, der industriellen Mittelstadt
zwischen K�ln und Venlo, heute ein Stadtteil von M�nchengladbach.

Meine Schule war unweit vom Lyzeum. Ich ging in die Unterprima des
Hugo-Junkers-Gymnasiums f�r Knaben, der h�heren Lehranstalt, an der au�er
dem < bekannten Flugzeug- und Bade�fen-Magnat auch der genial-satanische
Nazi-Propagandaminister Jo-seph G�bbels sein Abitur gemacht hatte. -- Es war
die vorletzte Klasse. Jetzt war die Schule aber sch�n entnazifiziert und
fortschrittlich. Heinrich B�ll und G�nter Grass gaben in der Aula
Dichterlesungen! B�ll fand ich etwas b�rgerlich, Grass aber war der coolste,
obwohl unser Deutschlehrer die "Blechtrommel" als "starken Tobak" verdammte.

Das Lyzeum war nur vierhundert Meter entfernt und oft kamen Sch�lerinnen
meiner Mutter zu Besuch, kichernde Gr�ppchen von h�bschen Fr�hteenies in
raschelnden Petticoats unter weit schwingenden Glockenr�cken, dar�ber d�nne,
eng anliegende Pullover. So niedlich-sexy war die Mode damals.

Eines Nachmittags, als uns Mutti Kaffee und Kuchen servierte, fragte mich
die kesse Renate, eine der jungen Damen:

"Warst du schon in der Tanzschule?"

"Na klar, schon vor zwei Jahren, in Bonn! Warum?"

Renate err�tete allerliebst und erkl�rte aufgeregt mit klimpernden Wimpern
und wogendem Teeniebusen:

"Wir haben gerade mit der Tanzschule angefangen, es fehlt uns noch ein Herr
in der Klasse, und der Tanzlehrer hat uns erlaubt, jemanden vom Gymnasium
einzuladen. H�ttest du Lust? Es kostet dich auch nix!"

Und ob ich Lust hatte! Ich sagte nur:

"Wann?"

"Heute um 20 Uhr. In der Tanzschule am Park."

P�nktlich stellte ich mich ein, im dunklen Anzug meines toten Vaters, mit
seiner goldenen Taschenuhr an der goldenen Kette in der Westentasche, mit
seinen goldenen Manschettenkn�pfen in den Hemd�rmeln. Die M�dchen waren
beeindruckt, auch von meinen Tanzk�nsten.

Ob Walzer, Foxtrott, Tango, Blues oder Boogie-Woogie, ich hatte alles schon
prima gelernt.

Bei der Damenwahl, schnappte Renate mich und wir tanzten zu ,Only You' mit
den Platters. Das war ein langsamer Blues, ein einfacher aber sehr
sinnlicher amerikanischer Tanz, der eng umschlungen, fast Backe an Backe
ausgef�hrt wurde.

Renate dr�ckte ihren drallen Busen an mich, ich presste mit dem Becken
zur�ck. Ich der Hose hatte ich schon nach den ersten Schritten eine massive
Erektion. Instinktiv packte ich Renates Po und dr�ckte zu.

"Herr Hoss, nehmen Sie gef�lligst Ihre Hand vom Ges�� Ihrer Partnerin!"
h�rte ich sofort den Tanzlehrer rufen.

Alle lachten, Renate bekam einen roten Kopf. Ich verschob meine Hand ein
paar Zentimeter nach oben. Renate schmiegte sich noch enger an mich und
hauchte in mein Ohr:

"Bringst du mich nachher nach Hause, bitte?"

"Ist doch Ehrensache," war meine Antwort.

Um 22 Uhr war die Lektion zu Ende. Wir schlenderten langsam durch den
verwilderten Park in Richtung ihres Wohnsitzes. Sobald wir aus der
Sichtweite der anderen waren, griff ich sie um die schlanke Taille und
k�sste sie frech und tief auf den Mund. Sie wehrte ich nicht. Ich fuhr mit
der freien Hand unter ihren Angorapullover und �ffnete mit ge�bter Griff den
hinteren Verschluss ihres B�stenhalters. Dann knetete ich ihre straffen,
schon gut entwickelten Br�ste, zwickte ihre Brustwarzen.

Sofort begann Renate zu st�hnen und griff mir in den Schritt, wie um zu
testen, wie gro� und hart mein Glied war. Der Test war positiv.

"Komm mit, hier kann man uns sehen!" sagte sie nur, heiser vor Begierde.

Sie zog mich bei der Hand hinter ein paar dichte Oleanderb�sche, wo eine
Parkbank stand.

Sie beugte sich �ber die R�ckenlehne, schlug den Rock und die R�schen des
Petticoats hoch und streckte mir ihren nackten Hintern entgegen. Keine
Unterhose behinderte den Zugang. Im Mondlicht sah ihr Po f�r mich aus wie
eine Sahnetorte auf einem Spitzendeckchen.

"Mach schon, aber pass auf!" forderte sie.

Ich holte mein steifes Glied aus dem Hosenlatz, setzte an und drang
widerstandslos in sie ein, so feucht war sie. Sofort st�hnte sie laut und
hatte nach ein paar St��en schon einen quietschenden Orgasmus, ich zog raus
und ,lie� meinen Samen zu Boden fallen', wie es von Onan in der Bibel hei�t.

"Ah, das war geil!" bedankte ich mich. Und: "Du bist keine Jungfrau mehr?
Wie viele Vorg�nger?"

"Ach, nur einer, als ich noch 13 war, aber mit dem war's nichts! Kannst du
noch einmal?"

"K�nnen schon, aber ich hab keinen Pariser dabei! Jetzt k�nnte ich dich
schw�ngern, mit all dem Sperma am Pimmel!"

"Dann gehen wir doch am Bahnhof vorbei! Da gibt's welche im Automaten im
M�nnerklo."

Die Kleine kannte sich aber gut aus!

Mit einer Hand um ihre H�fte in der anderen die brennende Gauloise Caporal,
ohne Filter versteht sich, lustwandelten wir zum Bahnhof. Sie verschwand in
der Damentoilette und ich in der f�r M�nner. Dort pinkelte ich, reinigte
mein Genital und holte mir drei ,London Gef�hlsecht' f�r eine D-Mark aus
einem Automaten mit der Aufschrift: ,Hygienischer M�nnerschutz'.

Renate wohnte in einem neu erbauten Reihenhaus am Stadtrand. Im Hintergarten
stand eine Laube. In der Laube stand eine Gartenbank. An der Gartenbank
stand Renate mit blankem Popo. Diesmal wurde gen�sslicher und l�nger
gefickt. Ich musste ihr den Mund zuhalten, damit ihre Lustschreie nicht die
Eltern alarmierten, die hinter der Panoramascheibe ihres Wohnzimmers vor dem
Fernsehapparat sa�en.

Das war der Beginn meiner ersten gro�en Jugendliebe. Wir trafen uns zweimal
die Woche in der Tanzschule. An Wochenenden fuhren wir auf unseren
Fahrr�dern in die W�lder und an die Seen der n�heren Umgebung. Wir beide
genossen es, nackt in der Sonne zu liegen und mit den Enten und Turteltauben
um die Wette zu v�geln.

Ich hatte damals schon eine Rolleiflex-Profikamera vom Photo-Porst f�r 550
D-Mark, zahlbar in 12 Monatsraten je 50 DM, die sich meine liebe Mutter vom
Munde absparte. Ich machte neckische ,Akt'-Aufnahmen von Renate im Gras,
Renate im Teich, Renate zwischen den B�schen. Bei einem solchen Fotoshooting
ersp�hte ich einmal jemand im Unterholz. Es war ein nackter Mann von etwa 25
Jahren, athletisch und braun gebrannt, seine riesige Prachtlatte in der
Hand. Ich fl�sterte:

"Pst, nix sagen, guck dich nicht um, da ist ein Spanner!"

Sie schielte �ber ihre Schulter und ihre Augen wurden gro�.

"Mann! Der hat ja einen noch gr��eren als du!" fl�sterte sie. Dann winkte
sie dem Fremden frech zu und rief: "Kommen Sie n�her, keine Angst, wir sind
ja selber nackt!"

Der Kerl n�herte sich z�gernd und fragte mich im niederrheinischen Dialekt:

"Willste mich auch foto'fieren?" und stellte sich in Heldenpose, seinen
22cm-Phallus stolz nach oben gereckt.

"Klar, Sie sehen ja aus wie ein Profi-Modell!" stimmte ich zu.

Renate kroch durchs Gras an ihn heran, kniete sich ehrfurchtsvoll vor ihn,
und begann, ihn zu wichsen, w�hrend ich im spiegelverkehrten Reflexsucher
der Rollei sorgf�ltig den besten Aufnahmewinkel, Lichteinfall und
Bildausschnitt w�hlte. Film war nicht billig und ich hatte nur eine
Zw�lfer-Rolle der Marke Adox R17 in der Kamera. Ich machte zwei Aufnahmen.

Nach wenigen kurzen Manipulationen spritzte er Renate voll ins Gesicht und
auf die Br�ste. Das wurde der Volltreffer der kleinen Porno-Serie.

"Ah, das tat gut," bedankte sich der Spanner. "Darf ich jetzt euch
foto'fieren?"

"Gerne, wenn Sie alles richtig machen und nicht verwackeln!" erlaubte ich.

Ich zeigte ihm, wie man die Kamera scharf stellt, stellte sie auf ein Stativ
und dr�ckte ihm den Drahtausl�ser in die Hand.

Es machte Spa�, sich von ihm dirigieren zu lassen: Erst ein Doppelakt mit
Umarmung und Zungenkuss. Dann in Gro�aufnahme, wie meine Latte in Renates
M�se eindrang, und als letzte Aufnahme, wie ich einen coitus interruptus auf
ihren Bauch vollzog, also zwecks Empf�ngnisverh�tung ins Freie abspritzte.
Kondome fand ich auch damals schon un-fotogen.

W�hrend wir uns im Teich sauber wuschen, verdr�ckte sich der Spanner
wortlos. Er hatte wohl Angst vor einem strafrechtlichen Nachspiel, denn
Renate war unter dem damals g�ltigen Schutzalter f�r ,Unzucht mit
Minderj�hrigen', wie so etwas damals genannt wurde. Ich hatte nichts mehr zu
bef�rchten als den Zorn unserer Eltern, denn ich war auch noch minderj�hrig.

Am folgenden Nachmittag entwickelte ich den Film heimlich im Labor der
Foto-Arbeitsgemeinschaft meiner Schule. Das war problemlos denn ich war
deren Vorsitzender und hatte als Einziger einen Schl�ssel. Nach dem
Schlussbad holte ich den Film von der Spule, konnte nicht erwarten, meine
ersten selbst gemachten Erotikaufnahmen zu sehen.

Jedes der zw�lf 6x6cm Schwarz-Wei�-Negative war scharf und korrekt
belichtet! Zufrieden und erregt h�ngte ich den Film in den Trockenschrank
und verlie� das Labor, um in meiner Wohnung gegen�ber Schulaufgaben zu
machen.

Nach einer Stunde kehrte ich ins Labor zur�ck, jetzt sollten die Abz�ge
gemacht werden. Ich legte das erste Negativ in das
Agfa-Variomat-Vergr��erungsger�t ein und stellte scharf. Aber was war das?
Mit Entsetzen sah ich, dass das gesamte Bild mit einem wurmf�rmigen Gewirr
�berzogen war: ,Runzelkorn' wie es im Dunkelkammer-Lehrbuche steht! In der
Euphorie des Augenblicks hatte ich die Temperatur des Schlussbades zu hoch
eingestellt und die Filmemulsion hatte sich gekr�uselt.

Ich legte ein 18x24cm-Blatt Agfa-Brovira-Fotopapier ein und belichtete es.
Nach 2 Minuten sah ich das Bild im Fixierbad: Perfekt in Pose und Technik,
aber Renates makellose Haut war mit einem organisch anmutenden Runzel-Raster
�berzogen. Hintergrund, Himmel und Wolken ebenso. Eigentlich cool sah das
aus, wie ein gewollter ,avantgardistischer' Verfremdungseffekt.

Schnell machte ich mehrere Ausschnitt-Vergr��erungen von allen Negativen.
Ohne Gesichter. Aber wohin mit den Bildern? Auf keinen Fall durften sie in
die H�nde von Aussenstehenden fallen.

Am besten gleich weg damit an Zeitschriften, die solchen modernen
Schweinskram abdrucken, dachte ich mir. Die Einzigen Medien, denen ich das
zutraute, waren twen und konkret, die damals unter Jungakademikern total
,in'
waren. Beide Redaktionen bekamen die gleichen Motive. Twen gab nicht einmal
eine Antwort, behielt aber die Bilder. Ich hatte ja keinen R�ckumschlag
beigelegt, mit Absicht.

Aber konkret war nicht so pr�de. Einen Monat sp�ter hatte ich meine erste
Fotostrecke in dem damals grafisch sehr anspruchsvollen Szeneblatt und 1200
D-Mark auf meinem Ferienjob-Girokonto. Ein f�rstliches Honorar, der
Monatslohn eines Facharbeiters oder das Anfangsgehalt eines
Studienassessors. Ich stelle mir heute vor, wie damalige
konkret-Chefredakteurin Ulrike Meinhof (Friede ihrer gequ�lten Seele!) sich
an den geilen Fotos erg�tzte. Das Thema der konkret-Story, die meine Fotos
illustrierten, war �brigens ,Inzest'.

Heute wissen wir, dass Gelder von der DDR-StaSi die konkret-Redaktion
mitfinanzierten, die konnten sich also Gro�z�gigkeit leisten und ihre
Autoren verw�hnen. (In meiner sp�teren Journalistenkarriere konnte ich
feststellen, dass die sogenannten ,gutb�rgerlich-seri�sen' Medien am
schlechtesten und langsamsten zahlten).

Ein halbes Jahr sp�ter wurde meine arme Mutter mit Krebs diagnostiziert und
in eine Spezialklinik in Bonn eingewiesen, wo meine �ltere Schwester Gisela
und Gro�mutter sich um sie k�mmern konnten. Ich selbst durfte in der sch�nen
Rheydter Wohnung verbleiben, denn eineinhalb Jahre vor dem Abi war eine
Umschulung nicht ratsam. Die 110 D-Mark Monatsmiete musste ich mir selbst
verdienen. Ich lieferte mit Moped und Anh�nger Blumen und Kr�nze einer
Friedhofg�rtnerei aus. Manchmal �berschlug sich der H�nger in zu schnell
gefahrenen Kurven. Hin und wieder gab es mal einen kleinen Fotoauftrag oder
Medienver�ffentlichung.

Die gute Nachricht war aber: Jetzt hatte ich sturmfreie Bude! Jeden Tag nach
der Schule kam Renate zu mir. Wie ein Ehepaar in den Flitterwochen
verlustierten wir uns den halben Nachmittag im bequemen, sauberen
Lotterbett. Renate entwickelte die F�higkeit, blitzschnell und oft zum
Orgasmus zu kommen. Einmal wolle ich z�hlen, wie oft, und gab nach 44 mal in
15 Minuten auf. Ich selber brachte es nie auf mehr als sechs Abg�nge in
einer ganzen, lieben, langen Nacht.

In den n�chsten Sommerferien verstarb meine Mutter in der Wohnung unserer
Oma in Bonn, wo meine Schwester und ich aufgewachsen waren. Sie war im
Sitzen gestorben und der Hausarzt, der den Totenschein ausstellte, wies uns
an, sie liegend auf dem Bett aufzubahren bevor rigor mortis einsetze, damit
sie problemlos in den Sarg passte. Es war ein langes, qualvolles Leiden und
Sterben gewesen, das uns alle sehr mitnahm. Jetzt war ich Vollwaise. Im
September kehrte ich nach Rheydt zur�ck.

Nach unserem ersten Beischlaf nach langer Trennung war Renate nicht so
happy, wie ich sie sonst kannte. Mit feuchten Augen gestand sie:

"Du, ich glaube, ich bin schwanger!"

Ich war entsetzt.

"Wie lange schon?" .....

Weiter geht's auf 228 Seiten in der vollen
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"Die schlimmste Art der Zensur ist die Selbstzensur!"


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