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Winterangeln auf dem Teich (Weiher)

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Markus Thummel

unread,
Dec 11, 2003, 9:16:01 AM12/11/03
to
Hallo Angler
ich würde gerne auch im Winter auf unserem Teich angeln.
Aber die Fische wollen nicht beissen,ob Hecht ,Zander,Barsch etc.
mach ich was falsch?
Im letzten Jahr als es Eis hatte,zogen wir ein Boot durch und angelnden so
aber gebissen hat nichts!
Wenigstens hat der Glühwein geschmeckt.
Gruss und Petri


Niko

unread,
Dec 11, 2003, 10:00:34 AM12/11/03
to

"Markus Thummel" <m.d.t...@bluewin.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:3fd87c1b$1...@news.bluewin.ch...

Im Winter sind die Fische an ganz anderen Stellen zu finden, als im
Sommer. Man muß das Gewässer so betrachten, als wenn es
ein ganz anderer (neuer) Teich wäre und sich die Standorte
der Fische neu erarbeiten.

Wichtig ist dabei ein Fernglas. Dabei Haubentaucher, Fischreiher,
die schwarzen Plagegeister Kormoran (besser abknallen) usw.
beobachten. Wo die sind bzw. tauchen ist Jungfisch, wo der ist,
ist auch anderer Weißfisch und vor allem auch der Raubfisch.

Eine sehr gute Hilfe ist das Echolot. Es zeigt auch an, in welcher
Tiefe der Fisch ist, denn die Sprungschicht, kann von Teich
zu Teich unterschiedlich sein und sich auch mit der Windrichtung
ändern.

An wärmeren Wintertagen angelt man am besten auf der Uferseite,
auf die der Wind drückt, da sich hier wärmeres Oberflächenwasser
sammelt. An kalten genau an der anderen Seite.

Weitere gute Hilfe ist ein Thermometer an einer Schnur. Dann
alle 1,5 Meter Wassertiefe die Temperatur messen. So kann man
auch feststellen, in welcher Tiefe es am wärmsten ist. Der Fisch ist
garantiert genau in dieser Wassertiefe.

Raubfischangler dürfen ruhig mit etwas Stückfisch anfüttern.
Für Weißfische nur etwas Aroma ins Wasser geben (flüchtige
Sorte für den Winter auf Wasser oder Ethanolbasis, nicht auf
Ölbasis). Der Karpfen ist im Winter mit der Angel fast nicht
zu bekommen oder nur von absoluten Karpfenfreaks, die mehr
beobachten als angeln. Daher würde ich, wenn die Erfahrung
fehlt, den Karpfen als Zielfisch nicht gerade empfehlen.

Sehr gut beißt auch Barsch auf kleine gelbe oder rote
Zwister, die Forelle an Oberfläche auf einen immer wieder
leicht gezogenen Wurm oder Hecht, Zander auf Köderfisch.

Ein Echolot leistet auch beim Eisangeln gute Dienste, nicht
zu vergessen der Bohrer. Ohne Bohrer sollte man das
Eisangeln besser bleiben lassen. Manche Idioten kloppen
mit der Axt die Löcher. Das verscheucht noch die letzte
kleine Brasse und das Wasser spritzt einen von oben bis unten
voll und einen Moment später friert einen der Parker fest.....

Am wichtigsten sind aber Fernglas und Thermometer. Ohne
diese Mittel gehe ich im Winter erst gar nicht los.

Petri und schöne Feiertage, Niko

dl4...@gmx.net

Tom

unread,
Dec 11, 2003, 10:16:24 AM12/11/03
to
Da kann ich ein paar Sachen nicht unbeantwortet lassen. (btw: TOFU ist nicht
nett, Realname (wenigstens in der Addy) wäre aber schön)


> Im Winter sind die Fische an ganz anderen Stellen zu finden, als im
> Sommer. Man muß das Gewässer so betrachten, als wenn es
> ein ganz anderer (neuer) Teich wäre und sich die Standorte
> der Fische neu erarbeiten.
>

Zustimm!


> Wichtig ist dabei ein Fernglas. Dabei Haubentaucher, Fischreiher,
> die schwarzen Plagegeister Kormoran (besser abknallen) usw.
> beobachten. Wo die sind bzw. tauchen ist Jungfisch, wo der ist,
> ist auch anderer Weißfisch und vor allem auch der Raubfisch.
>

Abknallen? Nicht sehr zu empfehlen, und ich persönlich finde alleine diese
Bemerkung schon extrem zweifelhaft!


> Eine sehr gute Hilfe ist das Echolot. Es zeigt auch an, in welcher
> Tiefe der Fisch ist, denn die Sprungschicht, kann von Teich
> zu Teich unterschiedlich sein und sich auch mit der Windrichtung
> ändern.
>

Im Winter hat man keine stabile Schichtung.


> An wärmeren Wintertagen angelt man am besten auf der Uferseite,
> auf die der Wind drückt, da sich hier wärmeres Oberflächenwasser
> sammelt. An kalten genau an der anderen Seite.
>

Zustimm!


> Weitere gute Hilfe ist ein Thermometer an einer Schnur. Dann
> alle 1,5 Meter Wassertiefe die Temperatur messen. So kann man
> auch feststellen, in welcher Tiefe es am wärmsten ist. Der Fisch ist
> garantiert genau in dieser Wassertiefe.
>

Funkthermometer? Oder wie willst Du verhindern, dass sich die Anzeige
verfälscht?


> Raubfischangler dürfen ruhig mit etwas Stückfisch anfüttern.
>

Besser auch nur Aromen.

> Sehr gut beißt auch Barsch auf kleine gelbe oder rote
> Zwister, die Forelle an Oberfläche auf einen immer wieder
> leicht gezogenen Wurm oder Hecht, Zander auf Köderfisch.
>

Nicht zu vergessen der Zocker! Gerade beim Eisangeln super.


> Ein Echolot leistet auch beim Eisangeln gute Dienste, nicht
> zu vergessen der Bohrer. Ohne Bohrer sollte man das
> Eisangeln besser bleiben lassen. Manche Idioten kloppen
> mit der Axt die Löcher. Das verscheucht noch die letzte
> kleine Brasse und das Wasser spritzt einen von oben bis unten
> voll und einen Moment später friert einen der Parker fest.....
>

Naja, Du bezeichnest mich also als Idioten? :(
Ich habe bis jetzt nicht den Eindruck gehabt, dass das Geklopfe die Fische
sonderlich interessierte. Dazu ist (wenn das Eis dick genug ist um zu
trägen) auf den meisten Seen eh zu viel los als das die Fische das Hacken
von dem üblichen Lärm unterscheiden können. Und wenn man vor dem Hacken
(besser ist übriges ein Beil) 10 Sekunden nachdenkt, dann kommt man recht
schnell auf den Trichter, wie man das Loch ins Eis bekommt ohne sich
nasszumachen. Man sollte nicht direkt auf eine Seite bis zum Wasser
runterhacken, sondern den Einschnitt nach und nach auf jeder Seite
gleichmäßig vorantreiben. Naja, und dann sind es nur noch 2 Schläge, bis der
Klotz gelöst ist. Den kannst Du dann entweder unters Eis schieben (nicht
soooo empfehlenswert), oder rausnehmen. Aber nicht einfach so wieder
reinlegen wenn Du fertig bist, sonst fällt da noch jemand rein! Am besten
irgendwas um das gehackte Loch drumherumlegen, damit das auch sichtbar ist.


> Am wichtigsten sind aber Fernglas und Thermometer. Ohne
> diese Mittel gehe ich im Winter erst gar nicht los.
>

Und Kaffee! Und Glühwein!! ;)

Petri
Tom

Niko

unread,
Dec 11, 2003, 11:28:34 AM12/11/03
to

"Tom" <thomas...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bra25t$dav$1...@online.de...

> > die schwarzen Plagegeister Kormoran (besser abknallen) usw.

> Abknallen? Nicht sehr zu empfehlen, und ich persönlich finde alleine diese
> Bemerkung schon extrem zweifelhaft!

Zweifelhaft? Dürfte falsche Wortwahl sein. Ich finde die Bezeichnung
abknallen als eindeutig. Kugel aus PB mit R=4,5 mm Vo=400 M/sek
Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich habe mit Kormoranen kein Mitleid
mehr seitdem bei uns im Teich 30 Pfünder Karpfen, die von uns
Anglern immer wieder liebevoll zurückgesetzt werden, auf einmal
tiefe Hackstellen am Rücken haben. Aale halbzerfetzt, werden ans Ufer
getrieben. Ein großer toter Hecht hatte sogar noch 2 Krallen im Rücken.
Der hat den Kormoran vermutlich unters Eis gezogen und dann ist
der verreckt. Dafür ist der Hecht dann später erbämlich verludert.
Der Kormoran hat hier keine natürlichen Feinde, war hier im
Weserbergland nie heimisch und jeden Winter kommt die Plage
von irgendwoher angeflogen. Ich bewundere jedes Bundesland,
dass zumindest den zeitweisen Abschuß freigibt. Hier in Nieder-
sachsen haben Fischer wohl keine Lobby, dafür aber die Sandalen-
typen in Wollpullovern, die jedes Tier hegen und pflegen - auch da,
wo es natürlicherweise nicht vorkommt.

Daher ist "abknallen" im Zusammenhang mit dem Kormoran
eindeutig in der Wortwahl und aus Sicht von fast 100 % der
Mitgliedern unseres Vereins längst überfällig.


>
> > Eine sehr gute Hilfe ist das Echolot. Es zeigt auch an, in welcher
> > Tiefe der Fisch ist, denn die Sprungschicht, kann von Teich
> > zu Teich unterschiedlich sein und sich auch mit der Windrichtung
> > ändern.
> >
> Im Winter hat man keine stabile Schichtung.
>

Das ist von Teich zu Teich unterschiedlich. Große tiefe Teiche,
abseits der Weser haben fast eine sehr stabile Schicht im Winter,
die nur kaum in der Höhe wandert. Kleinere Teiche in Wesernähe
haben eine stärkere Unterwasserströmung, da wandert auch die
Sprungschicht. Aber nicht so extrem. Mehr als 2-3 Stunden geht
man im Winter bei Temperaturen unter Null kaum los. In dieser
relativ kurzen Zeit, verändert sich nicht viel.


> > Weitere gute Hilfe ist ein Thermometer an einer Schnur. Dann
> > alle 1,5 Meter Wassertiefe die Temperatur messen. So kann man
> > auch feststellen, in welcher Tiefe es am wärmsten ist. Der Fisch ist
> > garantiert genau in dieser Wassertiefe.
> >
> Funkthermometer? Oder wie willst Du verhindern, dass sich die Anzeige
> verfälscht?

Warum immer elektrisch. Das gute alte Flüssigthermometer läßt
man für 2 Minuten an einer Schnur absinken, dann zieht man
es schnell heraus und liest gleich die Temperatur ab. Beim nächsten
Einwerfen hat man schon nach einer Minute die Temperatur, da
sich die Flüssigkeit schon sehr abgehühlt hat. So habe ich in
10 Minuten die richtige Wassertiefe ausgelotet. Nebenbei
mache ich die Ruten fertig. Die Anzeige verfälscht sich nur
ein, zwei Zehntelgrad bei schnellen hochziehen und die
Abweichung ist ja jedesmal eine Konstante und verfälscht das
Ergebnis nur linear.


>
>
> > Raubfischangler dürfen ruhig mit etwas Stückfisch anfüttern.
> >
> Besser auch nur Aromen.

Ich füttere leicht mit Stückfisch. Und wenn ich weiß, dass ich
den nächsten Tag wiederkomme, werfe ich zum Schluß des
Tages noch eine Ladung hinterher. So bleibt der Fisch am Platz.
Aroma hält max. 1-2 Stunden die Fische am Platz und ist
zum Anfüttern daher nicht so geeignet.

> > Sehr gut beißt auch Barsch auf kleine gelbe oder rote
> > Zwister, die Forelle an Oberfläche auf einen immer wieder
> > leicht gezogenen Wurm oder Hecht, Zander auf Köderfisch.
> >
> Nicht zu vergessen der Zocker! Gerade beim Eisangeln super.

Stimmt. Nur irgendwo muß auch mal Schluß sein. Wollte ich
alle fängigen Köder anführen, kommen nochmal 30 Zeilen dazu.
Selbst die Fliege aus dem Boot hat mir im Winter schon
schöne Regenbogen gebracht.

>
> > Ein Echolot leistet auch beim Eisangeln gute Dienste, nicht
> > zu vergessen der Bohrer. Ohne Bohrer sollte man das
> > Eisangeln besser bleiben lassen. Manche Idioten kloppen
> > mit der Axt die Löcher. Das verscheucht noch die letzte
> > kleine Brasse und das Wasser spritzt einen von oben bis unten
> > voll und einen Moment später friert einen der Parker fest.....
> >
> Naja, Du bezeichnest mich also als Idioten? :(

Oh, bitte nicht gleich jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Die Axt ist wirklich nicht leicht zu handhaben und wer
Freude am Eisangeln haben will, sollte daher mit einem
Bohrer anfangen. Wer jemals versucht hat, mit einer
Axt ein Loch ins Eis zu hauen, weiß was das für eine
Sauerei geben kann.Es mag wohl Techniken geben, die
das Spritzen von Wasser minimieren, doch richtig trocken
bleibt man nur beim Bohren. Dazu kommt das Risiko.
Ist das Eis mal an einer Stelle etwas dünner, kann ich mit
der Axt auch so ein Loch machen, in dem ich gleich mit
verschwinde. Ein Bohrer überträgt weniger Kräfte auf das
Eis und wirkt nur am Bohrloch. Und der Lärm ist in der
Tat nicht notwendig. Das hämmern mit einer Axt mag
wohl in tiefen Gewässern nicht ganz so problematisch
sein, aber bei einer Wassertiefe von 2-3 Metern ist
nach dem Gehämmer kein Fisch mehr am Platz. Dazu
kommt, dass nicht nur Fische, sondern auch andere
Tiere unnötig in der Winterruhe gestört werden.

Glühwein gibt es bei mit hinterher zu Hause. Am
Wasser reicht Kaffe oder Tee völlig aus. Zum
einen ist Alkohol im Boot oder auf dem Eis immer
ein Sicherheitsrisiko, zum anderen will man hinter
ja auch sicher nach Hause kommen. Daher geistige
Getränke lieber später zu Hause am Kamin, während
die Forelle im Rauch hängt....

Tom

unread,
Dec 11, 2003, 1:03:44 PM12/11/03
to

"Niko" <Lese_ke...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bra5vg$one$1...@online.de...
>
Der SPAM-Filter von web.de ist ganz gut.

> > > die schwarzen Plagegeister Kormoran (besser abknallen) usw.
> > Abknallen? Nicht sehr zu empfehlen, und ich persönlich finde alleine
diese
> > Bemerkung schon extrem zweifelhaft!
> Zweifelhaft? Dürfte falsche Wortwahl sein. Ich finde die Bezeichnung
> abknallen als eindeutig. Kugel aus PB mit R=4,5 mm Vo=400 M/sek
> Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich habe mit Kormoranen kein Mitleid
> mehr seitdem bei uns im Teich 30 Pfünder Karpfen, die von uns
> Anglern immer wieder liebevoll zurückgesetzt werden, auf einmal
> tiefe Hackstellen am Rücken haben. Aale halbzerfetzt, werden ans Ufer
> getrieben. Ein großer toter Hecht hatte sogar noch 2 Krallen im Rücken.
> Der hat den Kormoran vermutlich unters Eis gezogen und dann ist
> der verreckt. Dafür ist der Hecht dann später erbämlich verludert.
> Der Kormoran hat hier keine natürlichen Feinde, war hier im
> Weserbergland nie heimisch und jeden Winter kommt die Plage
> von irgendwoher angeflogen. Ich bewundere jedes Bundesland,
> dass zumindest den zeitweisen Abschuß freigibt. Hier in Nieder-
> sachsen haben Fischer wohl keine Lobby, dafür aber die Sandalen-
> typen in Wollpullovern, die jedes Tier hegen und pflegen - auch da,
> wo es natürlicherweise nicht vorkommt.
>

Teilweise kann ich dem zustimmen, wobei ich selber zwar viel angeln gehe,
aber die legendären Kormoranschwärme mit mehr als 300 Tieren, die
reihenweise Fische in Gewässern anstechen sollen (hier im Großraum Köln) bis
jetzt irgendwie immer verpasst habe. Aber Dein 'Abknallen' wirkt auf manche
Leute bestimmt wie ein Aufruf zur Selbstjustiz, und dann haben wir bald in
einigen Gewässern nur noch Karpfen, keine Seerosen, Fußgängerverbot und
Boilie-Pflicht.


> Daher ist "abknallen" im Zusammenhang mit dem Kormoran
> eindeutig in der Wortwahl und aus Sicht von fast 100 % der
> Mitgliedern unseres Vereins längst überfällig.
>

Das zu entscheiden ist aber nicht Sache der Angler. Mir als Angler gefällt
auch so einiges nicht, Kormorane sind auch nicht gerade meine
Lieblingsvögel. Am Rhein geht es komischerweise, da hat man pro Buhne einen.


> > > Eine sehr gute Hilfe ist das Echolot. Es zeigt auch an, in welcher
> > > Tiefe der Fisch ist, denn die Sprungschicht, kann von Teich
> > > zu Teich unterschiedlich sein und sich auch mit der Windrichtung
> > > ändern.
> > >
> > Im Winter hat man keine stabile Schichtung.
> >
> Das ist von Teich zu Teich unterschiedlich. Große tiefe Teiche,
> abseits der Weser haben fast eine sehr stabile Schicht im Winter,
> die nur kaum in der Höhe wandert. Kleinere Teiche in Wesernähe
> haben eine stärkere Unterwasserströmung, da wandert auch die
> Sprungschicht. Aber nicht so extrem. Mehr als 2-3 Stunden geht
> man im Winter bei Temperaturen unter Null kaum los. In dieser
> relativ kurzen Zeit, verändert sich nicht viel.
>

Durch die Dichteanomalie schichtet sich ein Teich im Winter um, daher hat
man keine stabile Schichtung mehr. Das hat mit der Tiefe nix zu tun.


> > > Weitere gute Hilfe ist ein Thermometer an einer Schnur. Dann
> > > alle 1,5 Meter Wassertiefe die Temperatur messen. So kann man
> > > auch feststellen, in welcher Tiefe es am wärmsten ist. Der Fisch ist
> > > garantiert genau in dieser Wassertiefe.
> > Funkthermometer? Oder wie willst Du verhindern, dass sich die Anzeige
> > verfälscht?
> Warum immer elektrisch. Das gute alte Flüssigthermometer läßt
> man für 2 Minuten an einer Schnur absinken, dann zieht man
> es schnell heraus und liest gleich die Temperatur ab. Beim nächsten
> Einwerfen hat man schon nach einer Minute die Temperatur, da
> sich die Flüssigkeit schon sehr abgehühlt hat. So habe ich in
> 10 Minuten die richtige Wassertiefe ausgelotet. Nebenbei
> mache ich die Ruten fertig. Die Anzeige verfälscht sich nur
> ein, zwei Zehntelgrad bei schnellen hochziehen und die
> Abweichung ist ja jedesmal eine Konstante und verfälscht das
> Ergebnis nur linear.
>

Die Abweichungen sind keine Konstante, da dT unterschiedlich. Aber ich gebe
Dir recht, wenn man schnell arbeitet, verfälscht das wahrscheinlich wirklich
kaum.
btw: Elektrische Thermometer haben jede Menge Vorteile, aber ich mag die
klassischen Thermometer immer noch sehr gerne! ;)


> > > Raubfischangler dürfen ruhig mit etwas Stückfisch anfüttern.
> > Besser auch nur Aromen.
> Ich füttere leicht mit Stückfisch. Und wenn ich weiß, dass ich
> den nächsten Tag wiederkomme, werfe ich zum Schluß des
> Tages noch eine Ladung hinterher. So bleibt der Fisch am Platz.
> Aroma hält max. 1-2 Stunden die Fische am Platz und ist
> zum Anfüttern daher nicht so geeignet.
>

Ich habe im Winter oft das Problem, dass gefrorene Fischstücken
aufschwimmen. Außerdem habe ich immer das Gefühl, dass ich im Winter den
Zielfisch nicht anfütter sondern fütter! ;)


> > > Sehr gut beißt auch Barsch auf kleine gelbe oder rote
> > > Zwister, die Forelle an Oberfläche auf einen immer wieder
> > > leicht gezogenen Wurm oder Hecht, Zander auf Köderfisch.
> > >
> > Nicht zu vergessen der Zocker! Gerade beim Eisangeln super.
>
> Stimmt. Nur irgendwo muß auch mal Schluß sein. Wollte ich
> alle fängigen Köder anführen, kommen nochmal 30 Zeilen dazu.
> Selbst die Fliege aus dem Boot hat mir im Winter schon
> schöne Regenbogen gebracht.
>

Leider ist hier in der Gegend für viele das Eisangeln eine der wenigen
Möglichkeiten, mit dem Zocker zu arbeiten (da auf recht wenigen Gewässern
das Angeln vom Boot aus erlaubt ist). Daher fällt mir bei Eisangeln +
Kunstköder immer als erster der Zocker ein, zumal ich den auch für recht
fängig halte.


> > > Ein Echolot leistet auch beim Eisangeln gute Dienste, nicht
> > > zu vergessen der Bohrer. Ohne Bohrer sollte man das
> > > Eisangeln besser bleiben lassen. Manche Idioten kloppen
> > > mit der Axt die Löcher. Das verscheucht noch die letzte
> > > kleine Brasse und das Wasser spritzt einen von oben bis unten
> > > voll und einen Moment später friert einen der Parker fest.....
> > >
> > Naja, Du bezeichnest mich also als Idioten? :(
>
> Oh, bitte nicht gleich jedes Wort auf die Goldwaage legen.

OK


> Die Axt ist wirklich nicht leicht zu handhaben und wer
> Freude am Eisangeln haben will, sollte daher mit einem
> Bohrer anfangen. Wer jemals versucht hat, mit einer
> Axt ein Loch ins Eis zu hauen, weiß was das für eine
> Sauerei geben kann.Es mag wohl Techniken geben, die
> das Spritzen von Wasser minimieren, doch richtig trocken
> bleibt man nur beim Bohren. Dazu kommt das Risiko.
> Ist das Eis mal an einer Stelle etwas dünner, kann ich mit
> der Axt auch so ein Loch machen, in dem ich gleich mit
> verschwinde. Ein Bohrer überträgt weniger Kräfte auf das
> Eis und wirkt nur am Bohrloch. Und der Lärm ist in der
> Tat nicht notwendig. Das hämmern mit einer Axt mag
> wohl in tiefen Gewässern nicht ganz so problematisch
> sein, aber bei einer Wassertiefe von 2-3 Metern ist
> nach dem Gehämmer kein Fisch mehr am Platz. Dazu
> kommt, dass nicht nur Fische, sondern auch andere
> Tiere unnötig in der Winterruhe gestört werden.
>

Das mit dem Stören der anderen Fische stimmt natürlich, habe ich bis jetzt
noch nicht richtig drüber nachgedacht. Leider habe ich keinen Eislochbohrer
im Haus, wohl aber ein Beil. Vielleicht sollte ich mir so einen Bohrer doch
mal zulegen.


> Glühwein gibt es bei mit hinterher zu Hause. Am
> Wasser reicht Kaffe oder Tee völlig aus. Zum
> einen ist Alkohol im Boot oder auf dem Eis immer
> ein Sicherheitsrisiko, zum anderen will man hinter
> ja auch sicher nach Hause kommen. Daher geistige
> Getränke lieber später zu Hause am Kamin, während
> die Forelle im Rauch hängt....
>

Naja, Du sollst ja nicht direkt die ganze Flasche Glühwein trinken! Außerdem
habe ich keinen Kamin, was bleibt mir also anderes übrig. ;)


Petri
Tom


Andreas Lehmann

unread,
Dec 11, 2003, 2:14:09 PM12/11/03
to
Tom <thomas...@web.de> wrote:
>
> "Niko" <Lese_ke...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag

[Jede Menge Behauptungen ueber Kormorane]

> Teilweise kann ich dem zustimmen, wobei ich selber zwar viel angeln gehe,

> aber die legend?ren Kormoranschw?rme mit mehr als 300 Tieren, die
> reihenweise Fische in Gew?ssern anstechen sollen (hier im Gro?raum K?ln) bis


> jetzt irgendwie immer verpasst habe. Aber Dein 'Abknallen' wirkt auf manche
> Leute bestimmt wie ein Aufruf zur Selbstjustiz, und dann haben wir bald in

> einigen Gew?ssern nur noch Karpfen, keine Seerosen, Fu?g?ngerverbot und
> Boilie-Pflicht.


Genau so ist es bei mir. Ich habe angefangen, mich fuer das Angeln zu
interessieren, weil mich alles Interessiert, was bei uns kreucht und
fleucht. Ich bin immer davon ausgegangen, dass Angler Menschen sind,
denen an der Natur etwas liegt, in der sie sich bewegen. Aber
mittlerweile stossen mir einige Sachen derart auf, dass ich mit vielen
Anglern nichts zu tun haben will. Dazu gehoeren: Verwendung von lebenden
Koederfischen (i.d.R. illegal), die bewusste Faunenverfaelschung fuer
"bessere" Beute (Zander, Bachforelle, Wels, ...), das "Entkrauten" von
"Angelgewaessern" (z.B. Krebsschere), das geziehlte Befischen von
gefaehrdeten Arten (z.B. Huchen, Aal), "Catch and Release", usw. und eben
auch der z.T. fanatische (und oft mit vorsaetzlich falschen Gruenden)
Hass auf Kormorane. Ich kann mich gut an Zeiten erinnern, wo die
Beobachtung eines Kormorans im Binnenland wirklich bemerkenswert war.
Nun scheint sich ein gesunder Bestand aufgebaut zu haben und nun wird er
wieder ohne Wissen ueber die Auswirkung bejagt. Untersuchungen ueber die
Auswirkung von Kormoranen zeichnen nicht das Bild, mit dem Angler
argumentieren.


>> Daher ist "abknallen" im Zusammenhang mit dem Kormoran
>> eindeutig in der Wortwahl und aus Sicht von fast 100 % der

>> Mitgliedern unseres Vereins l?ngst ?berf?llig.
>>
> Das zu entscheiden ist aber nicht Sache der Angler. Mir als Angler gef?llt


> auch so einiges nicht, Kormorane sind auch nicht gerade meine

> Lieblingsv?gel. Am Rhein geht es komischerweise, da hat man pro Buhne einen.


Ich verstehe ueberhaupt nicht, was die Angler hier sollen. Das ist eine
Sache der Natur, wenn sich dort ein Gleichgewicht einstellt, dann haben
sich Angler IMO damit abzufinden. Die Aufgabe der Natur ist es nicht,
die Interessen _einer_ Lobby zu befriedigen.

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass mir solche Sachen nicht im
Vorfeld das Angeln vermiesen.


-a

Peter Hilt-Klein

unread,
Dec 12, 2003, 4:51:47 PM12/12/03
to
Hallo,

von Andreas Lehmann las ich:

> Dazu gehoeren: Verwendung von
> lebenden Koederfischen (i.d.R. illegal), die bewusste
> Faunenverfaelschung fuer "bessere" Beute (Zander, Bachforelle, Wels,

Bachforelle gehören meines Wissens nicht zu den Neozoen.

> das "Entkrauten" von "Angelgewaessern"

Das kommt drauf an. "Entkrauten" mit "Endlösung" ist nicht der Bringer,
wohingegen das maßvolle Entkrauten von wuchernden Wasserpflanzen, die
teilweise den Rest der Flora unterdrücken (such mal nach Allelopathie)
durchaus einen positiven Effekt haben kann.
Überflüssiger "Dünger" wird mit der Biomasse aus dem Wasser genommen und
ermöglicht es wieder anderen, vorher unterdrückten Arten, Fuß zu fassen.

> "Catch and Release"

Voll einverstanden. Fische, die man nicht essen will, sollte man erst
garnicht an den Haken bringen.

> der z.T. fanatische (und oft mit
> vorsaetzlich falschen Gruenden) Hass auf Kormorane.

Ist schon oft recht einseitig gefärbt.
Aber bei beiden Seiten.

> Untersuchungen ueber die Auswirkung von Kormoranen
> zeichnen nicht das Bild, mit dem Angler argumentieren.

Solange man nicht von Teichwirtschaft lebt, stellt m.E. der
Kormoran keine echte Bedrohung da.

> Ich habe immer noch die Hoffnung, dass mir solche Sachen nicht im
> Vorfeld das Angeln vermiesen.

Du brauchst ja nicht mit einzustimmen. ;)
Angeln kann wirklich Spaß machen.
Und das nicht nur beim Fangen von Fischen. :)

Grüße, Peter

--
http://hiltklein.de/
"Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin,
daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann" (Samuel Butler)

Andreas Lehmann

unread,
Dec 11, 2003, 5:45:58 PM12/11/03
to
Peter Hilt-Klein <nos...@hiltklein.de> wrote:
> von Andreas Lehmann las ich:
>
>> Dazu gehoeren: Verwendung von
>> lebenden Koederfischen (i.d.R. illegal), die bewusste
>> Faunenverfaelschung fuer "bessere" Beute (Zander, Bachforelle, Wels,
>
> Bachforelle gehören meines Wissens nicht zu den Neozoen.

Natuerlich, Du hast Recht und sicher auch erkannt, welche Art ich meinte
...


>> das "Entkrauten" von "Angelgewaessern"
>
> Das kommt drauf an. "Entkrauten" mit "Endlösung" ist nicht der Bringer,
> wohingegen das maßvolle Entkrauten von wuchernden Wasserpflanzen, die
> teilweise den Rest der Flora unterdrücken (such mal nach Allelopathie)
> durchaus einen positiven Effekt haben kann.
> Überflüssiger "Dünger" wird mit der Biomasse aus dem Wasser genommen und
> ermöglicht es wieder anderen, vorher unterdrückten Arten, Fuß zu fassen.


Natuerlich gibt es Faelle, wo es aus verschiedenen Gruenden Sinn macht.
Deshalb hatte ich ja die Krebsschere als passendes Beispiel genannt, die
ja mittlerweile fast voellig ausgerottet ist (von Anglern) und mit ihr
die Gruene Mosaikjungfer.


>> "Catch and Release"
>
> Voll einverstanden. Fische, die man nicht essen will, sollte man erst
> garnicht an den Haken bringen.


Getoppt wird das IMO nur noch von "Angelreisen", wo Monsterwelse aus
Gewaessern gezogen werden, in denen diese natuerlich nicht vorkamen
unter Verwendung von lebenden Aalen oder Karpfen als Koeder ...


>> der z.T. fanatische (und oft mit
>> vorsaetzlich falschen Gruenden) Hass auf Kormorane.
>
> Ist schon oft recht einseitig gefärbt.
> Aber bei beiden Seiten.
>
>> Untersuchungen ueber die Auswirkung von Kormoranen
>> zeichnen nicht das Bild, mit dem Angler argumentieren.
>
> Solange man nicht von Teichwirtschaft lebt, stellt m.E. der
> Kormoran keine echte Bedrohung da.


Das Teichwirtschaft etwas anderes ist, stelle ich ueberhaupt nicht in
Frage. Hier sind natuerlich andere Loesungen zu finden als am Kiessee.

Aber unter allen Umstaenden finde ich den Ruf nach "Abballern"
indiskutabel und darueber hinaus Rufschaedigend fuer alle Angler.


>> Ich habe immer noch die Hoffnung, dass mir solche Sachen nicht im
>> Vorfeld das Angeln vermiesen.
>
> Du brauchst ja nicht mit einzustimmen. ;)
> Angeln kann wirklich Spaß machen.
> Und das nicht nur beim Fangen von Fischen. :)

Drum hege ich ja auch Sympathie und moechte mit meinem Sohn zusammen den
Fischereischein machen.


Gruss


-a

Patrick Wüstenberg

unread,
Dec 11, 2003, 10:09:29 PM12/11/03
to
> [Anglerische Unsitten] Dazu gehoeren: Verwendung von

> lebenden Koederfischen (i.d.R. illegal), die bewusste
> Faunenverfaelschung fuer "bessere" Beute (Zander, Bachforelle, Wels,
> ...), das "Entkrauten" von "Angelgewaessern" (z.B. Krebsschere), das
> geziehlte Befischen von gefaehrdeten Arten (z.B. Huchen, Aal), "Catch
> and Release", usw.

Was hast du gegen Catch and Release? Sofern mit den Fischen schonend
umgegangen wird (also Haken ohne Widerhaken, Vermeidung des Schluckens
durch frühzeitiges Anschlagen, Landung mit der _nassen_ Hand oder mit
Hilfe eines knotenlosen Keschers, Verwendung einer Abhakmatte,
jederzeit nasse Hände beim Hantieren mit dem Fisch, nicht in die Kiemen
packen, schondendes Lösen des Hakens und anschließend vorsichtiges
Zurücksetzen). Empirische Untersuchungen (habe die Quelle leider nicht
zur Hand) deuten auf eine 100%ige Überlebensrate hin, sofern mit
widerhakenlosen Haken gefischt wird. Vom Streß erholen sich viele
Fische sehr schnell. Jedenfalls beißen viele Arten schon kurz nach dem
Erlebnis mit dem Haken wieder auf einen identischen Köder.
Die Beobachtungen aus den USA, UK und den Niederlanden deuten auch
darauf hin, daß sich Catch&Release positiv auf den Bestand auswirkt.

Ansonsten muß ich dir im Bezug auf viele Unsitten leider Recht geben.

Bdd Patrick
--
Demokratie ist, wenn man trotzdem wählt. (Volker Pispers)

Andreas Lehmann

unread,
Dec 11, 2003, 9:37:17 PM12/11/03
to
Patrick Wüstenberg <fle...@web.de> wrote:

> Was hast du gegen Catch and Release? Sofern mit den Fischen schonend
> umgegangen wird
[Aufzaehlung von Techniken]


Das was Du schreibst, nimmt natuerlich einen Grossen Teil der Argumente
gegen das "C&R". So kann ich fast damit leben. Wenngleich ich es immer
noch fuer Fragwuerdig halte, Fische aus "sportlichen Gruenden" zu
stressen und auch (geringfuegig) zu verletzen.

Ich lebe auf dem Land, und was ich da so mitbekomme, macht hier (fast)
jeder Angler, was er will, sofern er sich unbeobachtet fuehlt von
"Hinzugezogenen" (Verwenden von lebenden Koederfischen, das Entnehmen
geschuetzter Arten, recht eigentuemliche Toetungsmethoden, usw.). Daher
habe ich den Eindruck, dass ein vergleichsweise Schonender Umgang mit
den Fischen, wie Du ihn beschreibst, die absolute Ausnahme ist.

Fuer solche Beobachtungen koennen natuerlich die verantwortungsvollen
Angler nichts, leider dominiert es aber meine Wahrnehmung.


> Ansonsten muß ich dir im Bezug auf viele Unsitten leider Recht geben.


Schoen zu lesen, dass es (hier) Angler gibt, die mir diese Gruppe wieder
um viele Meter sympathischer machen. Ich hoffe, dass das ein Bild ist,
dass einen Trend beschreibt.


Gruss


-a

Tom

unread,
Dec 12, 2003, 3:17:42 AM12/12/03
to
Es begab sich, dass Peter Hilt-Klein schrieb:

> > Dazu gehoeren: Verwendung von
> > lebenden Koederfischen (i.d.R. illegal), die bewusste
> > Faunenverfaelschung fuer "bessere" Beute (Zander, Bachforelle, Wels,
> Bachforelle gehören meines Wissens nicht zu den Neozoen.
>

Das kommt ganz auf das Gewässer an. Es gibt Gewässer, in denen die
Bachforelle nicht natürlich vorkam.


> > das "Entkrauten" von "Angelgewaessern"
> Das kommt drauf an. "Entkrauten" mit "Endlösung" ist nicht der Bringer,
> wohingegen das maßvolle Entkrauten von wuchernden Wasserpflanzen, die
> teilweise den Rest der Flora unterdrücken (such mal nach Allelopathie)
> durchaus einen positiven Effekt haben kann.
> Überflüssiger "Dünger" wird mit der Biomasse aus dem Wasser genommen und
> ermöglicht es wieder anderen, vorher unterdrückten Arten, Fuß zu fassen.
>

Der Ursprungsposter (Andreas (und ich auch)) meinte wohl eher das für den
Angler 'passende' Entkrauten und nicht die ökologisch sinnvolle Pflege von
Gewässern.


> > "Catch and Release"
> Voll einverstanden. Fische, die man nicht essen will, sollte man erst
> garnicht an den Haken bringen.
>

Zu 100% zustimm!!! Ich lasse mich lieber einen 'Kochtopfangler' schimpfen
und kann dafür meine Anglertätigkeit vor mir selber verantworten. Erst wenn
ich als Omnivore meine gefangenen Fische selber verwerte, macht Angeln Sinn
und ist keine Tierquälerei. Die einzige für den Fisch noch günstigere
Alternative wäre der Wechsel zu Vegetarismus, aber dafür mag ich
Fleisch/Fisch einfach zu gerne! ;)
<OT>Vegetarier kommt übrigens aus der indianischen Sprache und bedeutet:
'Schlechter Jäger'! *kicher*</OT>


> > Untersuchungen ueber die Auswirkung von Kormoranen
> > zeichnen nicht das Bild, mit dem Angler argumentieren.
> Solange man nicht von Teichwirtschaft lebt, stellt m.E. der
> Kormoran keine echte Bedrohung da.
>

Und auch in der Teichwirtschaft lässt sich die Kormoran'bedrohung' recht
leicht einschränken, indem man z.B. das Ufer schwieriger zugänglich für die
Vögel macht.


> > Ich habe immer noch die Hoffnung, dass mir solche Sachen nicht im
> > Vorfeld das Angeln vermiesen.
> Du brauchst ja nicht mit einzustimmen. ;)
> Angeln kann wirklich Spaß machen.
> Und das nicht nur beim Fangen von Fischen. :)
>

Genau, jeder Angler bestimmt selber, wie er sich am Gewässer verhält.


Petri

Tom


Niko

unread,
Dec 12, 2003, 9:18:57 AM12/12/03
to

"Tom" <thomas...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:brabvl$drp$1...@online.de...


Hi Tom & NG,


> jetzt irgendwie immer verpasst habe. Aber Dein 'Abknallen' wirkt auf
manche
> Leute bestimmt wie ein Aufruf zur Selbstjustiz, und dann haben wir bald in
> einigen Gewässern nur noch Karpfen, keine Seerosen, Fußgängerverbot und
> Boilie-Pflicht.

Das mit dem Abknallen war in meinem ersten Posting so locker dahin "gesagt",
wie man halt mal so eine Bemerkung fallen läßt. Im zweiten Posting habe ich
nur noch dazu Ausführungen gemacht, da der Begriff als "zweifelhaft"
bezeichnet
wurde. Letztlich kann man zum Kormoran stehen wie man will. Hier im
Weserbergland war der Vogel nie heimisch und hat sich in den letzten 7
Jahren
massiv vermehrt. Im gleichen Zeitraum sinken die Fänge kontinuierlich um 10-
20 % jedes Jahr. Dazu kommt, dass wir unser Gelände (Teich mit 23 ha (!),
tiefste Wasserstelle knapp 40 Meter, mit angrenzendem Wald)
zusammen mit einer Vogelschutzgruppe "bewirtschaften"; bzw. lassen
wir die Leute unentgeldlich auf unserem Gelände Vogelschutz betreiben.
Das funktioniert sogar sehr gut, obwohl Anfangs beide Seiten sehr
skeptisch waren. Die Idee dazu holten wir uns bei einem Angelausflug
nach England. Dort ist diese Konstellation (Angler/Jäger/Vogelschutz)
wohl häufiger anzutreffen. In England ist sowieso im Angelbereich
vieles besser gelöst als hier.

So ist in den letzten 20 Jahren gelungen, Bestände von Wasseramsel und
Eisvogel
auf natürlichem Weg aufzubauen.Spechte, Zaunkönige und anderes Getier
flattert bei uns rum. Eine Fledermaushöhle konnte in einem alten Stollen
angelegt
werden. Eine "Schlammregion" mit Schilfgras wurde am Seeufer angelegt,
so konnten wir der Ringelnatter einen Lebensraum schaffen.

Viele dieser einzigartigen Bestände sind durch das massive Eindringen
der Kormorane in ihrem Bestand gefährdet und in der Zahl rückläufig.
Selbst die Vogelschützer sehen Ihre Arbeit von 20 Jahren gefährdet
und wenn in den nächsten 5 Jahren nicht gravierend sich was ändert, sind
Wasseramsel und Eisvogel dahin. Mit Selbstjustiz hat das ganze auch nichts
zu tun, da wir nicht nur das Fischreirecht, sondern auch das Jagdrecht an
dem Gelände haben und 3/4 unserer Mitglieder Angler und Jäger sind.
Max. sind 20 Personen in unserer Teichgemeinschaft.

Über die ersten Kormorane habe ich mich vor 10-12 Jahren auch noch
gefreut. Aber diese Überbestände heute kann kein intaktes Ökosystem
verkraften. Ganze Laubholzbestände sind im Frühjahr ohne Blätter, da
die jungen Triebe durch den Kot völlig verbrannt sind. So fehlt der
Schutz für andere Vogelarten.

> Das zu entscheiden ist aber nicht Sache der Angler. Mir als Angler gefällt
> auch so einiges nicht, Kormorane sind auch nicht gerade meine
> Lieblingsvögel. Am Rhein geht es komischerweise, da hat man pro Buhne
einen.

Selbst das ist ganz schön viel. Ein Kormoran frißt pro Tag zwischen 1-2
Pfund
Fisch. Dabei verletzt er beträchtliche Mengen Großfisch, die er selbst
wegen der Größe nicht fressen kann. Der so entstehenden Schaden wird
auf zusätzlich 5-6 Pfund pro Tag durchschnittlich geschätzt.

Was Kormorane anrichten können, kann man hier sehr schön nachlesen:

http://www.anglertreff-thueringen.de/vant0303.html#o

Auf Basis dieser Rechnung, fressen 350 Kormorane während ihres Aufent-
haltes im Winter also insgesamt rund 45 Tonnen Fisch. Welcher Teich kann
dies über Jahre aushalten ? Weiterer Schaden entsteht dadurch, dass er
bestimmte Fischrten bevorzugt und den Barsch wegen seiner Stacheln
ungerne nimmt. Weitere Folge: Abnahme Weißfischbestand, fast Aus-
rottung der Salmoniden. Durch geringeren Weißfischbestand entsteht
Verbuttung bei den Barschen. Hatten wir früher oft Barsche von 2 Pfund
an der Angel, so beträgt das Gewicht heute maximal 200 Gramm.

Wer dies für sinnvoll und schutzwürdig erachtet, hat von ökologischen
Systemen, Flora und Fauna keine Ahnung und sollte sich die Natur
besser weiterhin im Fernsehen anschaun.

Von dem Wort abknallen distanziere ich mich jetzt allerdings und
würde es waidmännisch durch gezielten Abschuss ersetzen. Selbst
viele Ornithologen vertreten heute die Auffassung, dass sich der
Kormoran in seinem Bestand nicht weiter ausdehnen sollte. Dem
schließe ich mich vorbehaltlos an. Leider wird es so kommen, wie
so oft, dass der Gesetzgeber erst dann reagiert, wenn es viel zu spät
ist und man nichts mehr retten kann, wo es heute noch was zu retten gäbe.
Nach dem Kormoran droht uns die nächste Seuche in Form vom
Waschbären. Aber den finden viele auch so putzig und schön und
setzen sich für den Erhalt ein. Dabei hat der hier absolut nichts zu suchen.

> btw: Elektrische Thermometer haben jede Menge Vorteile, aber ich mag die
> klassischen Thermometer immer noch sehr gerne! ;)

Das ist Geschmackssache und bastlerisches Geschick. Wer einen Löt-
kolben in der Bastelwerkstatt hat, kann auch ein elektrisches Thermometer
mit abgesetztem Fühler benutzen. Dieser Fühler ist im Prinzip nichts
anderes, als ein ohmscher Widerstand, der in Abhängigkeit der Tempe-
ratur seinen Wert ändert. Man kann das Kabel mit dem Fühler ab-
schneiden und 10 Meter dünnes Lautsprecherkabel dazwischenlöten.
Die Lötstellen, die nachher im Wasser sind, sollte man mit Klarlack
2-3 mal überlackieren, gut abisolieren (am besten zusätzlich noch
Schrumpfschlauch verwenden). Vom Boot/Eisloch aus wird der
Fühler mit 50-100 Gramm Blei beschwert und in die Tiefe gelassen.
An dem Kabel bringt man im Abstand von einem Meter Markierungen
an. Dann weiß man gleich in welcher Tiefe es wie warm ist. Diese
Methode ist zur Temperaturbestimmung die schnellste und genauste.
Allerdings sollte das Thermometer nicht den ganzen Winter im
kalten Auto liegen, da die Knopfzellenbatterien die Kälte nicht
so gut ertragen. Daher immer mit ins Haus nehmen.

Im Angelladen habe ich mal ein sehr schönes Meßgerät erstanden,
dass man vom Ufer aus verwenden kann. Es ist ein Drucksensor
mit Thermometer. Wurfgewicht allerdings so um 150 Gramm.

Man kann es vom Angelplatz auswerfen und so z.B. beim
Grundangeln feststellen, wie tief es dort ist und welche Temperatur
dort in der Wassertiefe vorherrscht. Eine gute Alternative, wenn
man kein Boot hat.Die Anzeige erfolgt modern per LCD.
Allerdings kann der Verlust beim Hänger teuer werden. Ich habe
für das Teil damals so um die 50 Mark (!) ausgegeben. Nachteil
ist, dass es nur die Temperatur am Grund mißt. Aber auch das hat
eine gewisse Aussagekraft, wenn man oft im Winter die gleichen
Stellen befischt.

> > Ich füttere leicht mit Stückfisch. Und wenn ich weiß, dass ich
> > den nächsten Tag wiederkomme, werfe ich zum Schluß des
> > Tages noch eine Ladung hinterher. So bleibt der Fisch am Platz.
> > Aroma hält max. 1-2 Stunden die Fische am Platz und ist
> > zum Anfüttern daher nicht so geeignet.
> >
> Ich habe im Winter oft das Problem, dass gefrorene Fischstücken
> aufschwimmen. Außerdem habe ich immer das Gefühl, dass ich im Winter den
> Zielfisch nicht anfütter sondern fütter! ;)

Dann hier ein paar Tipps: Die Fischstücke in einem Beutel zusammen
mit etwas Kies einfrieren. Die Fische mit den Steinen aus dem Beutel
entnehmen und an der gewünschten Stelle anfüttern. Der Ballast zieht
das Futter runter und wenn es sich am Grund langsam auflöst, bleibt
es auch dort, bzw. reißen sich die Fische bereits aufgetaute Stücke
davon ab. Die Methode ist sehr umweltschonend. Allerdings bei
Strömung problematisch. Bei Teichen aber ideal.

Zweite Möglichkeit ist die Fischstücke in ein Stück Kartoffelnetz
oder Zwiebelnetz zu tun und ebenfalls mit einem Stein beschweren.
Diese Methode hat den Vorteil, dass der Raubfisch kaum an
das Futter kommt und über Tage am Platz gehalten wird. Ein Stück
Nylonstrumpf erfüllt den selben Zweck. Nachteil: Das Netz verrotet
nur langsam, könnte auftreiben und Waservögel können sich verfangen.
Daher unbedingt gut beschweren.Diese Methode eignet sich auch
sehr gut in Buhnen bei Fließgewässern. Ich füttere mir hier in der Weser
so über den gesamten Winter immer ein und die selbe Buhne an.
Den Fisch tue ich in eine Plastikkugel mit Löchern an einer langen
Schnur. So kann ich die immer wieder verwenden. In die Kugel
tue ich auch Innereien, zerschnittene Würmer und etwas Frolic.
Das lockt einen ganzen Trupp Fische an und hält die am Platz.
Und wenn dann später der Twister da genau zwischen durchgeht,
ist man selten Schneider....

Im November 1994-Ende Januar 95 habe ich damit in der Weser
alleine 62 maßige Zander gefangen. Seither sind von Jahr zu Jahr
die Fänge leider immer weniger geworden. Ende 94 hatten wir aber
auch für Zander einen idealen Wasserstand mit immer ganz leichtem
Hochwasser.

> Leider ist hier in der Gegend für viele das Eisangeln eine der wenigen
> Möglichkeiten, mit dem Zocker zu arbeiten (da auf recht wenigen Gewässern
> das Angeln vom Boot aus erlaubt ist). Daher fällt mir bei Eisangeln +
> Kunstköder immer als erster der Zocker ein, zumal ich den auch für recht
> fängig halte.

Das hat z.T. mit dem Recht auf Bundeswasserstraßen zu tun, da dort wohl
das Ankern verboten sein soll (z.B. Rhein/Weser). So hat es mir jeden-
falls mal ein angelnder Skipper erklärt. Ich finde es auch schade, dass
man an die besten Plätze oft nicht rankommt, bzw. zu guten Buhnen
oft ein Fußmarsch über mehrere Kilometer und durch zig Felder angesagt
ist. Ich habe zum Glück einen Motorradführerschein und habe mir
eine kleine Crossmaschine zugelegt. Mit dem Rucksack auf dem
Rücken komme ich so eigentlich überall hin.Problem ist nur manchmal
wenn die Fische zu gut beissen der Abtransport, denn ich bin (mit
Ausnahme von Großfischen) Kochtopfangler und es gibt nichts
schöneres als ein Filet von einem Zander mit 5-8 Pfund Fanggewicht.

> >
> Naja, Du sollst ja nicht direkt die ganze Flasche Glühwein trinken!
Außerdem
> habe ich keinen Kamin, was bleibt mir also anderes übrig. ;)

Na dann Prost! Wenn ich nicht fahren muß, trinke ich aber auch mal
gerne einen Glühwein. Aber nie auf dem Boot und nie auf dem Eis,
da es dort schon zuviel Unfälle wegen Alkohol gegeben hat.

Petri, Niko

Noch ein Rezeptvorschlag: Im Winter kann man in der Weser sehr
gut Plötzen/Brassen fischen. Diese schön putzen, abwellen, das Fleisch
durchdrehen, mit Gewürzen abschmecken, Semmel dazu und etwas
geräucherter Schinken. Das ganze nochmals durch den Wolf drehen
und Frikadellen braten.

Diese noch lauwarm mit einem Schlag Kräuterfischkäse und einem
halben Pfirsich aus der Dose obendrauf servieren. Das schmeckt
absolut genial..... Man kann statt Pfirsich auch experimentieren mit
Ananasstückchen, Aprikosen u.ä.

dl4...@gmx.net


Peter Hilt-Klein

unread,
Dec 12, 2003, 11:13:41 AM12/12/03
to
Hallo,

von Andreas Lehmann las ich:

>> Bachforelle gehören meines Wissens nicht zu den Neozoen.


>
>
> Natuerlich, Du hast Recht und sicher auch erkannt, welche Art ich
> meinte ...

Jepp. Ich war mir nur nicht sicher.

> Natuerlich gibt es Faelle, wo es aus verschiedenen Gruenden Sinn
> macht. Deshalb hatte ich ja die Krebsschere als passendes Beispiel
> genannt, die ja mittlerweile fast voellig ausgerottet ist (von
> Anglern) und mit ihr die Gruene Mosaikjungfer.

Das sind aber keine Angler sondern Raubfischer.
Die gehören zu den Schädlingen, die weitaus gefährlicher als
Kormorane sind. ;)

>> Solange man nicht von Teichwirtschaft lebt, stellt m.E. der
>> Kormoran keine echte Bedrohung da.
>
>
> Das Teichwirtschaft etwas anderes ist, stelle ich ueberhaupt nicht in
> Frage. Hier sind natuerlich andere Loesungen zu finden als am Kiessee.

Eben. Viele Teichwirte wissen sich da ganz gut zu helfen.

> Aber unter allen Umstaenden finde ich den Ruf nach "Abballern"
> indiskutabel und darueber hinaus Rufschaedigend fuer alle Angler.

Eben. Da maßt sich jemand an, über "unwertes" und "wertes" Leben zu
bestimmen, was immer höchst Zweifelhaft und unüberlegt ist.

>> Angeln kann wirklich Spaß machen.
>> Und das nicht nur beim Fangen von Fischen. :)
>
> Drum hege ich ja auch Sympathie und moechte mit meinem Sohn zusammen
> den Fischereischein machen.

Dann hast Du ja schon Gesellschaft und bist nicht auf Raubfischer
angewiesen. ;))

Grüße, Peter

--
http://hiltklein.de/
"Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." (Paul Klee)

Niko

unread,
Dec 12, 2003, 12:46:38 PM12/12/03
to

"Andreas Lehmann" <andreas....@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:19sma1-...@andreas.c.lehmann.gmx.net...

> Genau so ist es bei mir. Ich habe angefangen, mich fuer das Angeln zu
> interessieren, weil mich alles Interessiert, was bei uns kreucht und
> fleucht. Ich bin immer davon ausgegangen, dass Angler Menschen sind,
> denen an der Natur etwas liegt, in der sie sich bewegen.

Stimmt

> mittlerweile stossen mir einige Sachen derart auf, dass ich mit vielen
> Anglern nichts zu tun haben will. Dazu gehoeren: Verwendung von lebenden
> Koederfischen (i.d.R. illegal),

No, Sir. In vielen Bundesländern für bestimmte Hegemaßnahmen zulässig.
Für Teiche mit zu großem Hechtbestand tlw. unumgänglich. Verbieten
sollte man die Ködernadel. Das ist echte Sauerei einen Köderfisch mit
der Nadel aufzuziehen. Gegen Lippenköderung habe ich keine Einwände.


> die bewusste Faunenverfaelschung fuer
> "bessere" Beute (Zander, Bachforelle, Wels, ...),

Ist mir in 30 Jahren Angelei nicht einmal begegnet.

> das "Entkrauten" von "Angelgewaessern" (z.B. Krebsschere),
> das geziehlte Befischen von gefaehrdeten Arten (z.B. Huchen, Aal)

Der Aal stirbt garantiert nicht wegen den paar Aalen aus, die an
den Flüssen von Anglern mit der Rute gefischt werden. Wasserkraft-
werke, Stellnetze der Berufsfischer, Hindernisse beim Aufstieg
des Glasaales, die Umweltverschmutzung mit Anreicherung von
Schwermetallen im Fettgewebe des Blankaales und französische
Gourmets, die Glasaale essen, sind die waren Feinde des Fisches.

Entkrauten ist machmal unumgänglich, da durch Eutrophierung
zuviel Phosphate und Eiweiße in die Gewässer kommen und dies
zu einer verlandung führen würde. TLw. schafft eine gezielte
Entkrautung auch wieder neuen Lebensraum für seltenere
Unterwasserpflanzen. Mechanische Beseitigung ist auch
steuerbarer als chemische. Ganz zu Schweigen vom Graskarpfen,
der alles frißt, was nur grün aussieht.....

> "Catch and Release", usw.

C&R hat absolut seine Berechtigung. Einen schönen, großen Fisch,
der noch viel für Arterhaltung tun kann und noch oft ablaicht, setze
ich gerne zurück. Ich mag nur nicht die Weißfischstipper, die 20
Pfund einen Tag lang im Setzkescher haben, zum Wiegen bringen
damit es einen schönen Pokal gibt und 10 Pfund davon zurücksetzen,
weil die anderen 10 Pfund schon tot sind.

usw. kenne ich nicht - ist auch immer nur ein Argument, wenn einem
nichts mehr einfällt.


> auch der z.T. fanatische (und oft mit vorsaetzlich falschen Gruenden)
> Hass auf Kormorane. Ich kann mich gut an Zeiten erinnern, wo die
> Beobachtung eines Kormorans im Binnenland wirklich bemerkenswert war.

Ich auch. Vor 12 Jahren hat mich das erste Wiedersehen mit einem
Kormoran in der Nähe von Steinhude auch noch gefreut. Heute freue
ich mich nicht mehr darüber. Fanatisch ist etwas, was zur Lebens-
aufgabe wird. Ich glaube kaum, dass ein erwachsener Mensch im
Zusammenhang mit einem Federvieh Fanatismus entwickelt.


> Nun scheint sich ein gesunder Bestand aufgebaut zu haben und nun wird er
> wieder ohne Wissen ueber die Auswirkung bejagt. Untersuchungen ueber die
> Auswirkung von Kormoranen zeichnen nicht das Bild, mit dem Angler
> argumentieren.

Traue keiner Statistik, die du selber nicht gefälscht hast. Die Kormorane
verhalten sich äquivalent zum Elektrosmog. Die einen sagen, er ist me-
dizinisch unbedenklich, die anderen warnen vor Krebserkrankungen.

Genauso ist es mit dem Kormoran. Da wo er keinen Schaden anrichtet,
hat man gut lachen, dort wo der Schaden in die Tausende geht, hat man
von dem Räuber die Faxen dicke. Ein Kormoran futtert bis zu 2 Pfund
Fisch am Tag. Eine Kolonie von 300 Vögeln futtert Winterhalbjahr
eine Menge von immerhin knapp 45 Tonnen Fisch. Dies kann kein
Ökosystem auf Dauer aushalten.

> Ich verstehe ueberhaupt nicht, was die Angler hier sollen. Das ist eine

Ich glaube bald, Du kennst Angeln nur aus Büchern und von Videofilmen.
Ich habe 30 Jahre am Wasser zugebracht, davon 20 Jahre im Dienst
der Fischereiaufsicht in Niedersachsen.Ich habe erlebt, wie man
Bäche kaputt und gerade gemacht hat, ich habe erlebt, wie man sie mit
Millionen renaturiert hat. Und ich habe einen Vogel kennengelernt,
der keine natürlichen Feinde hat, einen wunderbar gedeckten Tisch
in der Teichwirtschaft wiederfindet und sich über alle Maßen vermehrt
hat. Seinen ursprünglichen Lebensraum hat der Vogel längst verlassen
und kommt jetzt sogar verstärkt im Alpenraum vor, wo er rein gar
nichts zu suchen hat. Ich achte bestimmt jede Kreatur, aber Über-
population hat schon immer geschadet.

> Sache der Natur, wenn sich dort ein Gleichgewicht einstellt, dann haben
> sich Angler IMO damit abzufinden. Die Aufgabe der Natur ist es nicht,
> die Interessen _einer_ Lobby zu befriedigen.

Von einem Gleichgewicht kann wohl keine Rede sein. Wie soll sich bitte
beim Kormoran denn ein Gleichgewicht einstellen. Der hat keine
natürlichen Feinde, vermehrt sich und vermehrt sich. Ein Ende ist erst
in Sicht, wenn die Nahrung (sprich: Fische) vorm Aussterben sind.
Die Natur hat außerdem keine Aufgabe. Es ist unsere Aufgabe, die
Natur zu schützen. Lobby? Schön wärs. Eine Lobby haben bisher
nur die schwarzen Räuber. Die andere Seite hat schön still abzuwarten
und sich das Gleichgewicht im Teich durcheinander bringen zu lassen.

In Bayern hat man gottlob schon ein Einsehen gehabt und tlw. den
Beschuß freigegeben.Andere Bundesländer werden sicherlich in
2-3 Jahren spätestens folgen müssen. Regional ist der Vogel
für die Umwelt eine Katastrophe. Wer einen Teich hat, der im
Winter nicht zufriert, ist jedenfalls nicht zu beneiden.


>
> Ich habe immer noch die Hoffnung, dass mir solche Sachen nicht im
> Vorfeld das Angeln vermiesen.
>

Wenn ich diese Zeilen lese, mache besser keine Fischereiprüfung.
Mit veralteten Vorurteilen und wenig Argumenten wird man dir
am Wasser nicht mit Freude begegnen. Die Angler leisten viel
für den Naturschutz. Viel mehr als viele warhaben wollen. Allein
die Aktion Müllbeseitigung bringt hier jedes Jahr mehrere Tonnen
Dreck beisammen. Die Teichwirtschaft wird heutzutage mit so
modernen Mitteln durchgeführt, dass trotz der Angelei durch gezielte
Besatzmaßnahmen immer ein ökologisches Gleichgewicht vor-
handen bleibt. Dies ist auch gut so. Besatzmaßnahmen führen
zur genetischen Vielfallt und machen die Fischarten robuster.

Zugegebenermaßen war die Wortwahl "abknallen" nicht
gerade glücklich, sondern in dem Moment etwas lapidar
dahergesagt, dennoch ändert dies überhaupt nichts am
notwendigen Resultat, dass eine gezielte Überwachung des
Bestandes erfolgen muß. Der Kormoran ist leider so resis-
tent, dass er sich weder durch Vogelscheuchen, noch
durch Vogelschreckpatronen in die Flucht schlagen läßt.
Der einzige Moment, in dem man ihm beikommen kann ist nach
dem Tauchen die Phase, in der er sein Gefieder trocknen muss.

Man kann dies nutzen, indem man erhöhte Sitzpositionen in
Ufernähe entfernt, aber auch diese Maßnahme kann einem
nicht helfen, wenn benachbarte Gewässer im Winter zugefroren
sind und man selbst den einzigen eisfreien Teich in 10 KM
Umgebung hat. Dann kommt man gegen die Fressgier von
den Vögeln nicht mehr an. Und die Vernichtung von 45
Tonnen Fisch pro Wintersaison ist kein Pappenstiel.
Der tatsächliche Schaden liegt noch weit darüber, da der
Kormoran mit seinen Krallen Großfische verletzt, die
er selbst nicht mehr fressen kann. Diese verludern
nachher elendig.

Zum Wort "abknallen" = nein; gezielter, waidmännischer
Abschuß bei Überpopulation = JA! Es muß dafür nur
ein Gesetz und eine Verordnung geändert werden.

Petri, Niko

fisc...@gmx.de


Peter Hilt-Klein

unread,
Dec 14, 2003, 8:17:39 PM12/14/03
to
Hallo,

von Niko las ich:

> "Andreas Lehmann" <andreas....@gmx.net> schrieb:

>> mittlerweile stossen mir einige Sachen derart auf, dass ich mit
>> vielen Anglern nichts zu tun haben will. Dazu gehoeren: Verwendung
>> von lebenden Koederfischen (i.d.R. illegal),
>
> No, Sir. In vielen Bundesländern für bestimmte Hegemaßnahmen zulässig.

Aber notwendig???

> Für Teiche mit zu großem Hechtbestand tlw. unumgänglich.

Käse. Da gibt es sehr viel effektivere, weil fängigere Methoden.

> Verbieten
> sollte man die Ködernadel. Das ist echte Sauerei einen Köderfisch mit
> der Nadel aufzuziehen.

Stimmt.

> Gegen Lippenköderung habe ich keine Einwände.

Ich aber.

>> die bewusste Faunenverfaelschung fuer
>> "bessere" Beute (Zander, Bachforelle, Wels, ...),
>
> Ist mir in 30 Jahren Angelei nicht einmal begegnet.

Wo angelst Du?

> Ganz zu Schweigen vom Graskarpfen,
> der alles frißt, was nur grün aussieht.....

Und genausoviel wieder scheißt.

> Ich glaube kaum, dass ein erwachsener Mensch im
> Zusammenhang mit einem Federvieh Fanatismus entwickelt.

Es las sich aber genau so. ;)

> Genauso ist es mit dem Kormoran. Da wo er keinen Schaden anrichtet,
> hat man gut lachen, dort wo der Schaden in die Tausende geht, hat man
> von dem Räuber die Faxen dicke. Ein Kormoran futtert bis zu 2 Pfund
> Fisch am Tag. Eine Kolonie von 300 Vögeln futtert Winterhalbjahr
> eine Menge von immerhin knapp 45 Tonnen Fisch. Dies kann kein
> Ökosystem auf Dauer aushalten.

Und Deine Berechnung stimmt auch nicht.
Ein Kormoran kann mit Müh und Not 1kg Fisch an einem Tag herunterbekommen.
Dafür kann er dann 2 Wochen fasten.
300 davon jeweils 1 Pfund je Woche = 150kg/Woche, das entsprechen
3,9 Tonnen im Winterhalbjahr. Immer noch viel, aber wo hast Du
Deine Zahlen her?
Propagandamaterial der US-Regierung? ;)

> In Bayern hat man gottlob schon ein Einsehen gehabt und tlw. den
> Beschuß freigegeben.

Leider hat das wenig Sinn, wenn nicht begleitend andere Maßnahmen
getroffen werden.

> Die Angler leisten viel
> für den Naturschutz. Viel mehr als viele warhaben wollen.

Da stimm ich zu.

> Zum Wort "abknallen" = nein; gezielter, waidmännischer
> Abschuß bei Überpopulation = JA! Es muß dafür nur
> ein Gesetz und eine Verordnung geändert werden.

Das gleiche Problem hatten wir hier mit Krähen in Wildgattern.
Vergrämungsabschüsse brachten kaum Erfolg.

Bei Kormoranen muß man damit rechnen, daß sie sich um so schneller
vermehren, je höher der Jagtdruck ist.

Ich kann Deinen Groll verstehen, nur kann man da alleine durch
Abschüsse nur wenig bewegen.


Grüße, Peter

--
http://hiltklein.de/

Christian Schneider

unread,
Dec 15, 2003, 4:13:53 AM12/15/03
to
Thus spake Peter Hilt-Klein (nos...@hiltklein.de):

> von Niko las ich:
>> "Andreas Lehmann" <andreas....@gmx.net> schrieb:
[...]

>> Genauso ist es mit dem Kormoran. Da wo er keinen Schaden anrichtet,
>> hat man gut lachen, dort wo der Schaden in die Tausende geht, hat man
>> von dem Räuber die Faxen dicke. Ein Kormoran futtert bis zu 2 Pfund
>> Fisch am Tag. Eine Kolonie von 300 Vögeln futtert Winterhalbjahr
>> eine Menge von immerhin knapp 45 Tonnen Fisch. Dies kann kein
>> Ökosystem auf Dauer aushalten.
>
> Und Deine Berechnung stimmt auch nicht.
> Ein Kormoran kann mit Müh und Not 1kg Fisch an einem Tag herunterbekommen.
> Dafür kann er dann 2 Wochen fasten.
> 300 davon jeweils 1 Pfund je Woche = 150kg/Woche, das entsprechen
> 3,9 Tonnen im Winterhalbjahr. Immer noch viel, aber wo hast Du
> Deine Zahlen her?

Du hast Dir die Antwort schon selbst gegeben. Ein Kormoran *kann* ueber
laengere Zeit /fasten/, aber solange Nahrung vorhanden ist, wird er das
nicht tun.

> Propagandamaterial der US-Regierung? ;)

Nein. Sonst wuerden die Kormorane ihr Gebiet hermetisch abschirmen und
den Rest mit "Gehen Sie weiter. Hier gibt es *nichts* zu sehen!"
abwimmeln.

[...]

> Bei Kormoranen muß man damit rechnen, daß sie sich um so schneller
> vermehren, je höher der Jagtdruck ist.

Sagt wer?

> Ich kann Deinen Groll verstehen, nur kann man da alleine durch
> Abschüsse nur wenig bewegen.

Kommt auf die Schuetzen / Waffen / Munition an :>
--
~~o~~|--------------------------------------------------|~~o~~
~/V\~| Christian 'strcat' Schneider <str...@gmx.net> |~/V\~
~~H~~| Don't jump bungee -- swim with a trenchcoat! |~~H~~
~/_\~|--------------------------------------------------|~/_\~

Tom

unread,
Dec 15, 2003, 4:56:14 AM12/15/03
to
Die ist eine Anglerseite, daher habe ich mal die Quellen angeschaut. Google
gibt mir keinen Prof. Dr. Reimer in Greifswald oder Güstrow aus. Der
Bandwurmtyp 'para dilepis scolecina' wird von Google ausschließlich auf der
Angler-Hompage gefunden, die Kombination 'Kormoran' und 'Endoparasiten'
bringt als Treffer wieder die besagte Angler-Seite (und 2 nicht verwertbare
Links), die 700g Fisch pro Tag habe ich überhaupt nicht verifizieren können
(die Hälfte habe ich allerdings häufiger gefunden), seltsam finde ich auch
die 300-350 Tiere an EINEM Gewässer (nach offiziellen Zählungen gab es an 17
Gewässern in Thüringen im Durchschnitt insgesamt 700 Tiere mit einem Maximum
von 1700.

Netter andere Bericht mit ordentlichen Quellenangaben:
http://www.nabu-thueringen.de/nabu/download/ogr/1-2003-HP.pdf.PDF

Ich persönlich misstraue Anglerseiten und Anglerzeitschriften. Da steht
(gerade in Fisch&Fang oder Rute&Rolle) so viel Müll drin, dass sich mir die
Nackenhaare hochstellen. Als Kind habe ich Anglerzeitschriften geliebt, aber
Tipps wie 'Angeln mit Orangenschalen' oder sowas haben mich dann doch
irgendwann davon abgebracht. Zum Glück!


> Wer dies für sinnvoll und schutzwürdig erachtet, hat von ökologischen
> Systemen, Flora und Fauna keine Ahnung und sollte sich die Natur
> besser weiterhin im Fernsehen anschaun.
>

S.o.


> Von dem Wort abknallen distanziere ich mich jetzt allerdings und
> würde es waidmännisch durch gezielten Abschuss ersetzen. Selbst
> viele Ornithologen vertreten heute die Auffassung, dass sich der
> Kormoran in seinem Bestand nicht weiter ausdehnen sollte. Dem
> schließe ich mich vorbehaltlos an.
>

Jo, das mit dem Abknallen haben wir jetzt durch! ;)

> Leider wird es so kommen, wie
> so oft, dass der Gesetzgeber erst dann reagiert, wenn es viel zu spät
> ist und man nichts mehr retten kann, wo es heute noch was zu retten gäbe.
>

Aber dies verhindert auch 'Hau-Ruck'-Maßnahmen wie ich sie in Australien
beobachten konnte und welche zu einer ziemlich verkorksten Tierwelt führten.


> Nach dem Kormoran droht uns die nächste Seuche in Form vom
> Waschbären. Aber den finden viele auch so putzig und schön und
> setzen sich für den Erhalt ein. Dabei hat der hier absolut nichts zu
suchen.
>

Da stimme ich Dir voll und ganz zu, allerdings kann man heutzutage Aliens
leider nicht immer verhindern. Dies soll natürlich nicht heißen, dass man es
nicht wenigstens versuchen sollte.


> > btw: Elektrische Thermometer haben jede Menge Vorteile, aber ich mag die
> > klassischen Thermometer immer noch sehr gerne! ;)
>
> Das ist Geschmackssache und bastlerisches Geschick. Wer einen Löt-
> kolben in der Bastelwerkstatt hat, kann auch ein elektrisches Thermometer
> mit abgesetztem Fühler benutzen. Dieser Fühler ist im Prinzip nichts
> anderes, als ein ohmscher Widerstand, der in Abhängigkeit der Tempe-
> ratur seinen Wert ändert.
>

Da kann ich nur ein PT100 empfehlen, nahezu linearer Zusammenhand und recht
günstig.

> Man kann das Kabel mit dem Fühler ab-
> schneiden und 10 Meter dünnes Lautsprecherkabel dazwischenlöten.
>

Mit dem PT100 muss man noch nicht einmal irgendwas abschneiden.


> Die Lötstellen, die nachher im Wasser sind, sollte man mit Klarlack
> 2-3 mal überlackieren, gut abisolieren (am besten zusätzlich noch
> Schrumpfschlauch verwenden).
>

Und das Lackieren macht man dann auch mit dem Widerstand.

> Vom Boot/Eisloch aus wird der
> Fühler mit 50-100 Gramm Blei beschwert und in die Tiefe gelassen.
> An dem Kabel bringt man im Abstand von einem Meter Markierungen
> an. Dann weiß man gleich in welcher Tiefe es wie warm ist.
>

Mit dem Markierungen ist ein guter Tipp!

> Diese
> Methode ist zur Temperaturbestimmung die schnellste und genauste.
> Allerdings sollte das Thermometer nicht den ganzen Winter im
> kalten Auto liegen, da die Knopfzellenbatterien die Kälte nicht
> so gut ertragen. Daher immer mit ins Haus nehmen.
>

Wenn man den Widerstand mit einem simplen Messgerät misst, dann hat man auch
keine Probleme mit Kälte und so. Aber wieso vertragen Knopfzellen keine
Kälte?


> Im Angelladen habe ich mal ein sehr schönes Meßgerät erstanden,
> dass man vom Ufer aus verwenden kann. Es ist ein Drucksensor
> mit Thermometer. Wurfgewicht allerdings so um 150 Gramm.
>

Habe ich noch nie von gehört, muss ich mich mal umschauen. Funktioniert das
Ding mit Funk oder Kabel?


> Man kann es vom Angelplatz auswerfen und so z.B. beim
> Grundangeln feststellen, wie tief es dort ist und welche Temperatur
> dort in der Wassertiefe vorherrscht. Eine gute Alternative, wenn
> man kein Boot hat.Die Anzeige erfolgt modern per LCD.
> Allerdings kann der Verlust beim Hänger teuer werden. Ich habe
> für das Teil damals so um die 50 Mark (!) ausgegeben.
>

25?-Hänger? Autsch! Möchte ich nicht haben!

> Nachteil
> ist, dass es nur die Temperatur am Grund mißt. Aber auch das hat
> eine gewisse Aussagekraft, wenn man oft im Winter die gleichen
> Stellen befischt.
>

Ehmmm, 4°C vielleicht? Und zwar immer? Außer bei turbulenter Strömung oder
wenn es wirklich wirklich kalt ist und der Tümpel gerade bis zum Boden
durchfriert.


> Zweite Möglichkeit ist die Fischstücke in ein Stück Kartoffelnetz
> oder Zwiebelnetz zu tun und ebenfalls mit einem Stein beschweren.
> Diese Methode hat den Vorteil, dass der Raubfisch kaum an
> das Futter kommt und über Tage am Platz gehalten wird. Ein Stück
> Nylonstrumpf erfüllt den selben Zweck. Nachteil: Das Netz verrotet
> nur langsam, könnte auftreiben und Waservögel können sich verfangen.
> Daher unbedingt gut beschweren.
>

Plastik und sowas mit Absicht im Wasser zu versenken halte ich für eine
ziemliche Sauerei!


> Diese Methode eignet sich auch
> sehr gut in Buhnen bei Fließgewässern. Ich füttere mir hier in der Weser
> so über den gesamten Winter immer ein und die selbe Buhne an.
> Den Fisch tue ich in eine Plastikkugel mit Löchern an einer langen
> Schnur. So kann ich die immer wieder verwenden. In die Kugel
> tue ich auch Innereien, zerschnittene Würmer und etwas Frolic.
> Das lockt einen ganzen Trupp Fische an und hält die am Platz.
> Und wenn dann später der Twister da genau zwischen durchgeht,
> ist man selten Schneider....
>

Schon besser, wenn man es wieder rausholen kann.

> Das hat z.T. mit dem Recht auf Bundeswasserstraßen zu tun, da dort wohl
> das Ankern verboten sein soll (z.B. Rhein/Weser). So hat es mir jeden-
> falls mal ein angelnder Skipper erklärt.
>

Auch auf vielen Teichen gilt hier in meiner Gegend (leiderleiderleider) ein
Bootverbot (schönes Wort, gell? ;) ). Ironischerweise ist die einzige
Möglichkeit (für mich) vom Boot aus zu Fischen in einem Rheinhafen, wo ich
mir eine Sonderkarte gekauft habe.

> Ich finde es auch schade, dass
> man an die besten Plätze oft nicht rankommt, bzw. zu guten Buhnen
> oft ein Fußmarsch über mehrere Kilometer und durch zig Felder angesagt
> ist.
>

Genau das finde ich gut. Da habe ich meine Ruhe, und ich habe meinen Krempel
mittlerweile so reduziert, dass ich (auch wenn ich am Gewässer übernachte)
alles ohne Probleme transportieren kann. Naja, auf dem Rückweg ist es
manchmal schwierig die ganzen gefangenen Fische zu schleppen! ;)

> Problem ist nur manchmal
> wenn die Fische zu gut beissen der Abtransport, denn ich bin (mit
> Ausnahme von Großfischen) Kochtopfangler und es gibt nichts
> schöneres als ein Filet von einem Zander mit 5-8 Pfund Fanggewicht.
>

Sach ich doch! ;)

> Noch ein Rezeptvorschlag: Im Winter kann man in der Weser sehr
> gut Plötzen/Brassen fischen. Diese schön putzen, abwellen, das Fleisch
> durchdrehen, mit Gewürzen abschmecken, Semmel dazu und etwas
> geräucherter Schinken. Das ganze nochmals durch den Wolf drehen
> und Frikadellen braten.
>

Brassenfrikadellen kannte ich schon, aber auch noch Rotaugen mit rein? Muss
ich mal ausprobieren. Was ich persönlich auch sehr lecker finde sind
geräucherte Brassen oder Rotaugen.


> Diese noch lauwarm mit einem Schlag Kräuterfischkäse und einem
> halben Pfirsich aus der Dose obendrauf servieren. Das schmeckt
> absolut genial..... Man kann statt Pfirsich auch experimentieren mit
> Ananasstückchen, Aprikosen u.ä.
>

Hmmmm, jetzt bekomme ich Hunger!

Petri und schöne Feiertage
Tom


Niko

unread,
Dec 15, 2003, 5:27:25 PM12/15/03
to

"Tom" <thomas...@web.de> schrieb im Newsbeitrag news:brk1er$9tp$1...@online.de...

> (die Hälfte habe ich allerdings häufiger gefunden), seltsam finde ich auch
> die 300-350 Tiere an EINEM Gewässer (nach offiziellen Zählungen gab es an 17
> Gewässern in Thüringen im Durchschnitt insgesamt 700 Tiere mit einem Maximum
> von 1700.

Man kann Thüringen im Süden nicht dem Weserbergland hier im nördlichen
Teil Deutschlands vergleichen. In Thüringen sollte der Kormoran die absolute
Ausnahme sein.

Hier bei uns hängt die Zahl der Vögel davon ab, wie die Nahrungsversorgung
im Winter ist. Unser Teich ist leider der größte und tiefste weit und breit,
d.h. wenn alle TEiche der Umgebung zugefroren sind, ist bei uns noch freie
Wasserfläche. Was dann abgehet in Sachen Kormoran kann man sich nur
vorstellen, wenn man es gesehen hat. Die Laubbäume haben im Winter
schwarze Kronen, unter ufernahmen Bäumen kann man sich wegen
Kotbeschuß nicht mehr aufhalten.

Die geschilderte Fastenzeit von zwei Wochen, die jetzt in zwei anderen
Beiträgen noch zu lesen war, hält der Kormoran maximal aus, ohne
gesundheitlichen Schaden zu nehmen.

Die Nahrungsaufnahme ist abhängig vom Nahrungsangebot, da Tiere im
Winter das natürliche Bestreben haben, sich eine Speckschicht anzufressen.
Wenn täglich Nahrung da ist, frißt der Kormoran auch täglich und wird
fetter und fetter. Daher sind die Berechnungen durchaus stimmig.
Vernachlässigt wurde auch der Schaden an Großfischen, die er mit seinen
Krallen hackt, ohne sie zu fressen. Hier rechnen Anglerverbände sogar
mit einem Schaden der verludernden Fische von täglich über 5 Pfund.

> Wenn man den Widerstand mit einem simplen Messgerät misst, dann hat man auch
> keine Probleme mit Kälte und so. Aber wieso vertragen Knopfzellen keine
> Kälte?

Ich bin leider kein Chemiker. Das muß jedenfalls mit den chemischen
Materialien zusammenhängen. Könnte mir vorstellen, dass sich
innerhalb der Zelle der Agregatszustand ändert und es dann zur
Selbstentladung kommt. Ich habe das mal in einer Fotozeitschrift
gelesen. Dort hieß es, dass man Apparate mit Knopfzelle im
Winter bei Wanderungen unter der Jacke tragen sollte, damit die
Knopfzelle sich bei Kälte nicht entläd und keinesfalls darf eine
Spiegelreflexkamera mit Knopfzelle im Winter im Auto liegenbleiben.

Ich habe jedenfalls ähnliche Erfahrungen selbst gesammelt. Ich verwende
zwei LCD Thermometer mit Knopfzelle. Eines im Haus, das andere
im Auto. Bei dem Autogerät muß ich im Winter immer 2x die Zellen
wechseln. Im Haus brauche ich die Zellen nur alle 2 Jahre wechseln.

>
>
> > Im Angelladen habe ich mal ein sehr schönes Meßgerät erstanden,
> > dass man vom Ufer aus verwenden kann. Es ist ein Drucksensor
> > mit Thermometer. Wurfgewicht allerdings so um 150 Gramm.
> >
> Habe ich noch nie von gehört, muss ich mich mal umschauen. Funktioniert das
> Ding mit Funk oder Kabel?

Ich suche es mal raus und schicke direkt mal ein .jpg-Bild. Das Teil
hat ein Kunststoffgehäuse, ca 3 cm breit, 6 cm hoch und 6-7 mm
tief. Farbe: türkis, Funk oder Kabel: weder noch. Es funktioniert
nach dem Prinzip auswerfen, auf Grund sinken lassen und wieder
mit der Rolle einkurbeln, die Meßwerte auf dem LCD ablesen.
Es gibt 2 Versionen: Version 1 zeigt nur die Wassertiefe an,
Version 2 die Wassertiefe und und die Temperatur dort. Sehr
schönes Gerät, nur beim Abreißen sehr teuer. Ich kann meinen
Angelcenterchef mal fragen über welchen Vertriebsweg er das
bekommt, da keine Firma dransteht.


> > Nachteil
> > ist, dass es nur die Temperatur am Grund mißt. Aber auch das hat
> > eine gewisse Aussagekraft, wenn man oft im Winter die gleichen
> > Stellen befischt.
> >
> Ehmmm, 4°C vielleicht? Und zwar immer? Außer bei turbulenter Strömung oder
> wenn es wirklich wirklich kalt ist und der Tümpel gerade bis zum Boden
> durchfriert.

Nicht immer, wir haben hier unterirdisch Einströmungen von der
Weser (abhängig vom Wasserstand, da der Teich in Wesernähe
liegt). Oberhalb haben wir das AKW Grohnde, das die Weser
auch im Winter gut bei Temperatur hält. Wer im Winter eine Stelle
erwischt, wo unterirdisch 7-10 Grad warmes Wasser reindrückt, hat
seinen "Hot Spot". Einen besseren Platz gibt es nirgends.....


> > Zweite Möglichkeit ist die Fischstücke in ein Stück Kartoffelnetz
> > oder Zwiebelnetz zu tun und ebenfalls mit einem Stein beschweren.
> > Diese Methode hat den Vorteil, dass der Raubfisch kaum an
> > das Futter kommt und über Tage am Platz gehalten wird. Ein Stück
> > Nylonstrumpf erfüllt den selben Zweck. Nachteil: Das Netz verrotet
> > nur langsam, könnte auftreiben und Waservögel können sich verfangen.
> > Daher unbedingt gut beschweren.
> >
> Plastik und sowas mit Absicht im Wasser zu versenken halte ich für eine
> ziemliche Sauerei!

Ich verwende nur gut beschwerte Stoffnetze oder meine Plastikkugel


>
>
>
> > Das hat z.T. mit dem Recht auf Bundeswasserstraßen zu tun, da dort wohl
> > das Ankern verboten sein soll (z.B. Rhein/Weser). So hat es mir jeden-
> > falls mal ein angelnder Skipper erklärt.
> >
> Auch auf vielen Teichen gilt hier in meiner Gegend (leiderleiderleider) ein
> Bootverbot (schönes Wort, gell? ;) ). Ironischerweise ist die einzige
> Möglichkeit (für mich) vom Boot aus zu Fischen in einem Rheinhafen, wo ich
> mir eine Sonderkarte gekauft habe.

Dann seid froh. Wir dürfen hier noch nichtmal in den großen Hafen, wo die
gesamte Schiffart überwintert. Da drinn knalen die Waller und man
kommt nicht dran. Zum Haareraufen, das ärgert mich schon 20 Jahre
und noch mehr. Vom Ufer geht es leider nicht. Überall Steilwand mit
Abstand von 2-3 Metern zur Wasseroberfläche. Da kann man keinen
Waller hochheben, ohne dem Tier reichlich Schaden zuzufügen.


> Brassenfrikadellen kannte ich schon, aber auch noch Rotaugen mit rein? Muss
> ich mal ausprobieren. Was ich persönlich auch sehr lecker finde sind
> geräucherte Brassen oder Rotaugen.

Ja, das kenne ich auch. Auch geräucherter Karpfen ist eine Wucht.
Ich räuchere die Filets liegend. Ein absoluter Hammer. Rotaugen können
ruhig mit rein in die Frikadellen. Ich packe alles rein, was Maß hat
und auf Made beißt. Auch Barsche, die "Gullideckel" und Rotaugen.
Im Winter haben wir hier schöne Rotaugen von manchmal 2-3 Pfund.
Und im Winter schmecken sie am besten, nicht so fett und tranig.
Bis Ende Januar hält uns aber erst noch der Zander auf Trapp.
Der Januar ist der beste Monat im Jahr. Man muß nur aufpassen, wenn
der Winte milde war, dann kann der Fisch schon laichbereit sein.


> > Diese noch lauwarm mit einem Schlag Kräuterfischkäse und einem
> > halben Pfirsich aus der Dose obendrauf servieren. Das schmeckt
> > absolut genial..... Man kann statt Pfirsich auch experimentieren mit
> > Ananasstückchen, Aprikosen u.ä.
> >
> Hmmmm, jetzt bekomme ich Hunger!

Jau, so die Fischfrikadellen ist der absolute Hammer. Ich habe mache
die schon seit Jahren so und kann sogar Leute damit begeistern,
die gar keinen Fisch mögen. Durch den Frischkäse und das Obst
wird die ganze Geschichte herlich süßsauer und saftig. Das reizt
alle Geschmackssinne....

>
> Petri und schöne Feiertage
> Tom

Ebenso, vielen Dank und ich wünsche viele neue Kohlefaserruten....

Obwohl ich eigentlich noch mit einem neuen Echolot liebäugele.
Ich muß es nur noch der besseren Hälfte irgendwie beibringen.
Obwohl, wenn es der Weihnachtsmann dahin legt, was kann ich dafür......

Viele Grüße,

Niko

dl4...@gmx.net


Tom

unread,
Dec 16, 2003, 2:33:06 AM12/16/03
to
> > (die Hälfte habe ich allerdings häufiger gefunden), seltsam finde ich
auch
> > die 300-350 Tiere an EINEM Gewässer (nach offiziellen Zählungen gab es
an 17
> > Gewässern in Thüringen im Durchschnitt insgesamt 700 Tiere mit einem
Maximum
> > von 1700.
>
> Man kann Thüringen im Süden nicht dem Weserbergland hier im nördlichen
> Teil Deutschlands vergleichen. In Thüringen sollte der Kormoran die
absolute
> Ausnahme sein.
>
Aber die (von Dir gelinkte) Anglerseite bezog sich auf Thüringen, daher habe
ich direkt verglichen.


> > Wenn man den Widerstand mit einem simplen Messgerät misst, dann hat man
auch
> > keine Probleme mit Kälte und so. Aber wieso vertragen Knopfzellen keine
> > Kälte?
>
> Ich bin leider kein Chemiker. Das muß jedenfalls mit den chemischen
> Materialien zusammenhängen. Könnte mir vorstellen, dass sich
> innerhalb der Zelle der Agregatszustand ändert und es dann zur
> Selbstentladung kommt. Ich habe das mal in einer Fotozeitschrift
> gelesen. Dort hieß es, dass man Apparate mit Knopfzelle im
> Winter bei Wanderungen unter der Jacke tragen sollte, damit die
> Knopfzelle sich bei Kälte nicht entläd und keinesfalls darf eine
> Spiegelreflexkamera mit Knopfzelle im Winter im Auto liegenbleiben.
>

Kann sein, aber was ich eher vermute ist, dass durch die Kälte die Reaktion
verlangsamt wird. Sollte mit 'kurz anwärmen' wieder in gang zu bekommen
sein. Aber mit dem Messgerät hat man das umgangen.


> Ich habe jedenfalls ähnliche Erfahrungen selbst gesammelt. Ich verwende
> zwei LCD Thermometer mit Knopfzelle. Eines im Haus, das andere
> im Auto. Bei dem Autogerät muß ich im Winter immer 2x die Zellen
> wechseln. Im Haus brauche ich die Zellen nur alle 2 Jahre wechseln.
>

Versuche es mal mit Lithium-Knopfzellen.


> Ich suche es mal raus und schicke direkt mal ein .jpg-Bild. Das Teil
> hat ein Kunststoffgehäuse, ca 3 cm breit, 6 cm hoch und 6-7 mm
> tief. Farbe: türkis, Funk oder Kabel: weder noch. Es funktioniert
> nach dem Prinzip auswerfen, auf Grund sinken lassen und wieder
> mit der Rolle einkurbeln, die Meßwerte auf dem LCD ablesen.
> Es gibt 2 Versionen: Version 1 zeigt nur die Wassertiefe an,
> Version 2 die Wassertiefe und und die Temperatur dort. Sehr
> schönes Gerät, nur beim Abreißen sehr teuer. Ich kann meinen
> Angelcenterchef mal fragen über welchen Vertriebsweg er das
> bekommt, da keine Firma dransteht.
>

Mach' Dir nicht zu viel Arbeit, im Rhein würde ich das Ding eh nicht
benutzen. Aber ein Foto wäre nett, danke schön! ;)


> > Ehmmm, 4°C vielleicht? Und zwar immer? Außer bei turbulenter Strömung
oder
> > wenn es wirklich wirklich kalt ist und der Tümpel gerade bis zum Boden
> > durchfriert.
> Nicht immer, wir haben hier unterirdisch Einströmungen von der
> Weser (abhängig vom Wasserstand, da der Teich in Wesernähe
> liegt). Oberhalb haben wir das AKW Grohnde, das die Weser
> auch im Winter gut bei Temperatur hält. Wer im Winter eine Stelle
> erwischt, wo unterirdisch 7-10 Grad warmes Wasser reindrückt, hat
> seinen "Hot Spot". Einen besseren Platz gibt es nirgends.....
>

Naja, aber sowas ist ja eher nicht die Regel, oder? Verändern sich die
Standorte von den Eintrömungen eigentlich sehr stark?


> Dann seid froh. Wir dürfen hier noch nichtmal in den großen Hafen, wo die
> gesamte Schiffart überwintert. Da drinn knalen die Waller und man
> kommt nicht dran. Zum Haareraufen, das ärgert mich schon 20 Jahre
> und noch mehr. Vom Ufer geht es leider nicht. Überall Steilwand mit
> Abstand von 2-3 Metern zur Wasseroberfläche. Da kann man keinen
> Waller hochheben, ohne dem Tier reichlich Schaden zuzufügen.
>

Bei 'nem netten Waller würde ich ins Wasser springen! ;)


> Ebenso, vielen Dank und ich wünsche viele neue Kohlefaserruten....
>

Wünsch' mir lieber etwas Zeit, damit ich meine alten Kohlefasterruten
häufiger auspacken kann! ;)


> Obwohl ich eigentlich noch mit einem neuen Echolot liebäugele.
> Ich muß es nur noch der besseren Hälfte irgendwie beibringen.
> Obwohl, wenn es der Weihnachtsmann dahin legt, was kann ich dafür......
>

Jo, aber dann wird das nicht ein Fest des Friedens, oder? Wenn bei mir
plötzlich ein 'Zusatzpacket' im Wert eines Echolotes unter dem Baum liegen
würde, dann wird aus dem 'Fest der Liebe' ganz schnell ein 'Fest der Hiebe'!
;) Neee, quatsch, natürlich nicht. Aber ein Echolot würde mir hier echt
nicht viel bringen. Allerdings, eine schöne neue Spinnrute .... *troim*


Gruß
Tom


Niko

unread,
Dec 16, 2003, 8:50:09 PM12/16/03
to

> Kann sein, aber was ich eher vermute ist, dass durch die Kälte die Reaktion
> verlangsamt wird. Sollte mit 'kurz anwärmen' wieder in gang zu bekommen
> sein. Aber mit dem Messgerät hat man das umgangen.

Hi Tom, mag wohl sein, dass die Kälte die Reaktion zusätzlich negativ
beeinflusst, aber in diesem Fall waren die Knopfzellen nach strengem
Nachtfrost total hin und ließen sich auch nicht mehr durch Wärme
retten. Total leergelutscht....

>
> >
> Versuche es mal mit Lithium-Knopfzellen.
>

Würde ich gerne, scheitert nur immer an den mechanischen Abmessungen.
Bei den Knopfzellen fangen die Litium Teile mit den Buchstaben CR oder
LR an, gefolgt von einer 4-stelligen Zahl. Die sind auch viel breiter
(so um 23 mm) während "normale" Knopfzellen auf Zink/Kohle-Basis
viel dünner sind mit etwa 6-12 mm im Durchmesser.

Ich suche nochmal einen Link dazu. Da wird es bestimmt was geben,
warum die sich schneller entladen oder kaputtgehen bei Kälte.

> >
> Mach' Dir nicht zu viel Arbeit, im Rhein würde ich das Ding eh nicht
> benutzen. Aber ein Foto wäre nett, danke schön! ;)

Zwischen den Feiertagen habe ich Zeit. Da bekomme ich das schon hin.
Das größte Problem wird sein das kleine Teil in dem gesamten Angelkram
wiederzufinden. Wenn ich es erstmal habe, ist auch schnell ein Bild
gemacht.....


>
> Naja, aber sowas ist ja eher nicht die Regel, oder? Verändern sich die
> Standorte von den Eintrömungen eigentlich sehr stark?
>

Kaum. Die Stellen hänegn ab von den Bodenschhichten. Durch Sand
und Kies drückt es leichter als durch Ton/Lehm. Wenn man seinen
Teich kennt und den kenne ich nach nach den vielen Jahren aus dem
"FF", dann kennt man die Ecken. Das sind die Ecken, die im
Sommer beim Baden kalt sind - die werden im Winter dann
warm. Das kann man mit guten Meßgeräten messen.

Ich habe sogar mal eine Infrarotaufnahme gemacht mit einer speziellen
Wärmebildkamera. Da kann man die warme Strömung auch wunderbar
an der Oberfläche wiederfinden. Eine Änderung ergibt sich durch den
Wasserstand der Weser (Hochwasser = viel Druck, an anderen Stellen
aber auch entsprechender Sog, Niedrigwasser =weniger Druck).
Eine ständige Grundströmung ist aber immer gegeben. In den Teich
rein und aus dem Teich raus. Weitere Änderungen können sich durch
starken Wind/Sturm ergeben, da sich die Fahne mit dem Warmwasser
dann verschiebt.

Diese Stellen frieren auch als letztes zu, weil dort immer eine relativ
warme Strömung vorhanden ist. Dort findet man auch Haubentaucher
und Co., denn die sind auch nicht doof und merken das wärmere
Wasser und das bessere Nahrungsangebot.

> Bei 'nem netten Waller würde ich ins Wasser springen! ;)

Bei den Viechern, die ich hier schon räubern gesehen habe,
würde mich rein gar nichts ins Wasser bringen. Das ist kein
Anglerlatain sondern echter Respekt vor so einem Fisch,
der größer ist als ich und ich bin etwas über 2 Meter.

> Wünsch' mir lieber etwas Zeit, damit ich meine alten Kohlefasterruten
> häufiger auspacken kann! ;)

Das geht mir leider oft auch so. Aber man muß sich einfach die Zeit
nehmen. Ich mache es so, dass ich jedes ungerade Jahr an jedem
Samstag, der auf einem ungeraden Datum liegt, angeln gehe. Egal
was da anliegt. So komme ich zumindest alle 2 Jahre auf einen
guten Schnitt.


> > Obwohl ich eigentlich noch mit einem neuen Echolot liebäugele.
> > Ich muß es nur noch der besseren Hälfte irgendwie beibringen.
> > Obwohl, wenn es der Weihnachtsmann dahin legt, was kann ich dafür......
> >
> Jo, aber dann wird das nicht ein Fest des Friedens, oder? Wenn bei mir
> plötzlich ein 'Zusatzpacket' im Wert eines Echolotes unter dem Baum liegen
> würde, dann wird aus dem 'Fest der Liebe' ganz schnell ein 'Fest der Hiebe'!
> ;) Neee, quatsch, natürlich nicht. Aber ein Echolot würde mir hier echt
> nicht viel bringen. Allerdings, eine schöne neue Spinnrute .... *troim*
>

Dann kauf dir eine Barkley, zweiteilig mit Korkgriff, es gibt nichts
schöneres. Wie ein Romika - Schuh. Der Kork ist am Rollenhalter
noch nicht einmal unterbrochen, sondern die Rollenhalter sind im
Kork eingearbeitet. So hat man im Winter immer ein schön warmes
Händchen mit viel Gefühl für die kleinen Twister. Ich habe eine
in 2,40 Meter, da ich auch viel vom Boot angele im Teich. Vom
Ufer ist wohl 2,70 Meter die bessere Länge. Selbst einen Hecht
mit 18 Pfund und 1,10 Metern habe ich damit rausgeholt. Die Rute
kannst Du als O biegen, es passiert nichts.....

Ich habe noch eine Fliegenrute von Barkley. Die ist genauso geil.

Man merkt jeden Schupser und Zupfer bis in die Hand rein.
Nicht ganz billig (Spinnrute habe ich mal für 260 DM gekauft).
Aber man kauft sowas ja nur 1-2 mal im Leben. Besser als
dieser Plastikschrott, der beim Hingucken schon wackelt.

Wenn ich schon Silstar Combo lese, könnte ich schon
Migräne kriegen........ Oder Rollen mit Schnur im Angebot
für 8,90 Euro. Jau, drillt jeden Barsch weg. Nur ist die Haupt-
schnur labberiger als das Vorfach. Genial finde ich auch die
No-name-Billig-Wirbel. Garantiert bis 10 kg belastbar und fällt
beim Aufreissen der Tüte schon auseinander oder der Lack
kommt hoch und bildet so schöne scharfe Kanten.......

Aber lassen wir das, sonst sind wir Weihnachten noch nicht durch....

Bis die Tage, das nächste Mal poste ich direkt und nicht mehr in
die NG.

Wünsche Dir & allen Lesern der NG ein schönes Weihnachtfest,

Niko

fisc...@gmx.de


Werner Nagel

unread,
Dec 17, 2003, 5:21:21 AM12/17/03
to
Niko schrieb:

> Bis die Tage, das nächste Mal poste ich direkt und nicht mehr in
> die NG.

Warum? Fänd ich schade. Auch und gerade weil es hier ab und zu mal
kontrovers oder ironisch zugeht, finde ich mfa interessant. Und die
zuletzt von Dir angesprochenen Themen haben mich sogar neugierig
gemacht, z.Bsp. die Infrarotaufnahmen.

Wie geht das? Kann man sich das erforderliche Equipment (Kamera, Film)
ausleihen? Wie teuer wäre sowas?

Was Deine Einschätzung gewisser "Angelkomplettsets" und sonstigem
besonders preiswerten Angelzubehörs betrifft, teile ich Deine Meinung.
Das meiste ist Schrott und noch nicht einmal die Pfennige/Cent wert,
die man dafür ausgibt. Man vermiest sich selber den Spaß am Angeln
durch untaugliches und fehleranfälliges Gerät.

Andererseits, es gibt auch Leser hier, die gerade mit dem Angeln
angefangen haben oder anfangen wollen und deren Geldbeutel nicht so
prall gefüllt ist. Ich denke, auch unterhalb der 50-Euro-Grenze gibt
es empfehlenswerte Angelruten und Angelrollen, die als Erstausstattung
geeignet sind. Die Frage hier wäre eher, wie und worauf man angeln
will. Eine Spinnrute tut es sicher auch als Grundrute auf Karpfen und
Zander, aber als Stipprute für die leichte Posenangelei ist sie sicher
nicht geeignet usw...

> Wünsche Dir & allen Lesern der NG ein schönes Weihnachtfest,

Dem schließe ich mich an.

Gruß und Petri, Werner


PS: Wegen nicht mehr in die NG posten: Zier Dich nicht so. ;-)

Niko

unread,
Dec 21, 2003, 11:22:31 AM12/21/03
to

"Werner Nagel" <pi...@wpunktn.de> schrieb im Newsbeitrag news:brpe7i...@wpunktn.de...

Hallo Werner, hallo NG,
ich komme leider erst heute zu einer Antwort:

> kontrovers oder ironisch zugeht, finde ich mfa interessant. Und die
> zuletzt von Dir angesprochenen Themen haben mich sogar neugierig
> gemacht, z.Bsp. die Infrarotaufnahmen.
>
> Wie geht das? Kann man sich das erforderliche Equipment (Kamera, Film)
> ausleihen? Wie teuer wäre sowas?

Ich habe eine Firma im Bereich der Umwelttechnik/Meßtechnik und daher
häufig mit modernen Apparaten aus vielen Fachrichtungenzu tun.
Diese Infrarotaufnahmen darf man nicht verwechseln mit Infrarotfilmen
für Spiegelreflexkameras oder der infrarottauglichkeit von Digitalcameras.
Mit diesen kann man nur infrarote Lichtwellen, aber keine Wärmewellen
messen. Nimm z.B. deine Digitalcamera, schalte auf Aufnahme und den
Monitor an, halte dann die Fernbedienung vom TV davor und drücke eine
Taste. Du kannst jetzt die hellen Lichtblitze auf dem Monitor sehen,
die du mit bloßem Auge nicht sehen kannst.
Dieser Effekt ist aber auch sehr schön. Z.B. kann man in Verbindung
mit einem Infrarotaufheller für Nachtsichtgeräte einen Bereich bis
zu 50 Meter nach vorn in der Nacht ausleuchten und so per Video-
camera tolle Naturaufnahmen machen (Rehe, Wildschweine, Fledermäuse
und alles was so in der Nacht kreucht und fleucht....)

Für Wärmebilder bedarf es einer speziellen Camera mit einem hochwertigem
Sensor und einer ausgefeilten Filtertechnik, da jedes andere Licht ausgefiltert
werden muß. Diese Cameras kosten neu im 6-stelligen Bereich. Einen
Verleih müßte man mal über Google checken. Ggf. hat auch die nächste TU
so ein Teil und man kann eine Studententruppe für so ein Projekt begeistern.


> Was Deine Einschätzung gewisser "Angelkomplettsets" und sonstigem
> besonders preiswerten Angelzubehörs betrifft, teile ich Deine Meinung.
> Das meiste ist Schrott und noch nicht einmal die Pfennige/Cent wert,
> die man dafür ausgibt. Man vermiest sich selber den Spaß am Angeln
> durch untaugliches und fehleranfälliges Gerät.
>
> Andererseits, es gibt auch Leser hier, die gerade mit dem Angeln
> angefangen haben oder anfangen wollen und deren Geldbeutel nicht so
> prall gefüllt ist. Ich denke, auch unterhalb der 50-Euro-Grenze gibt
> es empfehlenswerte Angelruten und Angelrollen,

Mein Händler, mit dem ich auch privat beferundet bin und viel angeln
gehe hat oft Teile, die er selbst mal zum Testangeln hatte und nachher
günstig abgibt. So bin ich an eine Shimano Freilauf Rolle für 40 DM
gekommen und an eine Silstar Spinnrolle mit 8 Kugellagern und
Frontbremse für 30 DM. Das sind hochwertige Teile für wenig
Geld. Gut ist es auch, wenn der örtliche Verein einen jährlichen
Flohmarkt einrichtet und man dort von anderen Anglern günstig
kaufen kann. Dieser Flohmarkt ist bei uns leider eingeschlafen, man
sollte den umgehend wieder aktivieren.

Frohe Weihnachten und guten Angelspaß und Erfolg für 2004

Gruß,

Niko

P.S.: Denkt an die Fangmeldungen..... Bei vielen Vereinen gibt es
Bußgelder für vergessene Fangmeldungen !!!

fisc...@gmx.de

Werner Nagel

unread,
Dec 22, 2003, 2:54:33 PM12/22/03
to
Niko schrieb:

> Für Wärmebilder bedarf es einer speziellen Camera mit einem hochwertigem
> Sensor und einer ausgefeilten Filtertechnik, da jedes andere Licht ausgefiltert
> werden muß. Diese Cameras kosten neu im 6-stelligen Bereich. Einen
> Verleih müßte man mal über Google checken. Ggf. hat auch die nächste TU
> so ein Teil und man kann eine Studententruppe für so ein Projekt begeistern.

Hallo Niko!

Sowas habe ich befürchtet, schade! Ich dachte an eine kostengünstigere
und gleichzeitig einfache Methode, Wärmespektrografien von meinen
Angelgewässern erstellen zu können, etwa mit KODAK PROFESSIONAL
High-Speed Infrared Film (HSI). Link:
http://wwwde.kodak.com/global/de/professional/products/films/bw/catalog/kodakProfessionalHighSpeedInfraredFilm.jhtml?id=0.1.18.14.21.26&lc=de

Z.Bsp. so: Vollkommene Dunkelheit, Aufnahmen vom Stativ mit längerer
Belichtungszeit, und den von Kodak empfohlenen Filtern. Ich hab keine
Ahnung davon, auf welche Wellenlängen von Wärmestrahlen (Infrarot) der
Film reagiert und ob die Optik der Kamera (die ist ja aus
Glas)langwelliges Licht (Wärme) nicht zu sehr absorbiert.

Naja, dann bleib ich halt bei den herkömmlichen
Temperaturmessungsmethoden mittels Schauen (wo ist kein Eis auf dem
Wasser?), Fühlen (Brrr, verdammich kalt heute...) und gelegentlichen
Thermometereinsatz (funktioniert im Winter nicht so gut, und weit
kommt man damit auch nicht raus...). Leider sind die herkömmlichen
Methoden etwas ungenau, wenn es um Temperaturunterschiede im eh schon
kaltem Wasser bei zudem kaltem Wetter geht.

War vielleicht nur 'ne blöde Idee von mir. :-((

> Gut ist es auch, wenn der örtliche Verein einen jährlichen
> Flohmarkt einrichtet und man dort von anderen Anglern günstig
> kaufen kann. Dieser Flohmarkt ist bei uns leider eingeschlafen, man
> sollte den umgehend wieder aktivieren.

Find ich gut!

> Frohe Weihnachten und guten Angelspaß und Erfolg für 2004

Dito!

> P.S.: Denkt an die Fangmeldungen..... Bei vielen Vereinen gibt es
> Bußgelder für vergessene Fangmeldungen !!!

Kenst Du Lügenbarone? Nein? Ich auch nicht! Aber wenn ich an die
Scheinbestellungen für 2004 (fünf verschiedene Scheine bieten wir per
Sammelbestellung an) und an die regelmäßig nicht beigefügten
Fangmeldungen vom Vorjahr denke, habe ich schon große Hochachtung vor
den Angelfreunden, die sowas ehrenamtlich organisieren... *bg*

Gruß, Werner

Frohes Fest, guten Rutsch und Petri Heil für 2004!

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