meine Freundin meinte neulich zu mir (als wir gerade bei unserem
Frühstücksei saßen), daß man Eier nicht mit einem Metall-Löffel, sondern mit
einem Plaste-Löffel essen sollte, weil wohl irgendein giftiger Stoff
gebildet wird.
Stimmt das, und wenn ja wieso?
Gruß Andy
AM> Stimmt das, und wenn ja wieso?
sie meinte wohl *Silber*-Löffel. Ob das mit den giftigen Stoffen
stimmt, weiß ich nicht. Es schmeckt jedenfalls nicht besonders gut.
Gruß - Ulli
AM>daß man Eier nicht mit einem Metall-Löffel, sondern mit einem Plaste-
AM>Löffel essen sollte,
Ich weiß nur, daß man sie nicht mit einem Silberlöffel essen soll, weil
sich dann irgendetwas zersetzt. Aber Chromaganlöffel kann man wohl
benutzen.
Nähere chemische Umstände würden mich auch mal interessieren-
Ursula
das kommt noch aus der Zeit, als es keine Edelstahl-Löffel gab. Die
damals benutzten Silberlöffel bildeten beim Eieressen Schwefelwasserstoff
(das Zeugs, welches in Stinkbomben wirkt). Dieser riecht bereits in
allerkleinsten Konzentrationen unangenehm und schmeckt unangenehm.
Deshalb nahm man damals bevorzugt Eierlöffel aus Horn.
Heute ist das Historie und nicht mehr nötig.
gruß, timmi
AM>daß man Eier nicht mit einem Metall-Löffel, sondern mit einem Plaste-
AM>Löffel essen sollte, weil wohl irgendein giftiger Stoff gebildet wird.
Nicht mit dem Silberlöffel, bei dem bildet sich Silbersulfid mit dem Schwefel
aus dem Cystin resp. Cystein.
Der vielgerühmte Perlmuttlöfel taugt da übrigens auch nichts, denn wenn der
an der Laffe auch nur leicht beschädigt wird, dann schilfert das Perlmutt
an der Stelle zu hauchdünnen und raisermesserscharfen Blätchen auf (so
wurde es eben gebildet) mit denen man sich rasend gut in die Zunge schneiden
kann.
Also der Plastelöffel ist nach wie vor der Beste, dicht gefolgt vom
Edelstahllöffel. :)
So long, and thanx for all the fish
Joggi
CHF
AM>meine Freundin meinte neulich zu mir (als wir gerade bei unserem
AM>Frühstücksei saßen), daß man Eier nicht mit einem Metall-Löffel,
AM>sondern mit einem Plaste-Löffel essen sollte, weil wohl irgendein
AM>giftiger Stoff gebildet wird.
Meines Wissens sollte es kein Silberlöffel sein, weil der die Schwefelspuren im
Eigelb nicht mag und anläuft.
Edelstahl sollte unbedenklich sein.
Gruß
Martin
AM> Eier nicht mit einem Metall-Löffel, sondern mit einem Plaste-Löffel
AM> essen sollte, weil wohl irgendein giftiger Stoff gebildet wird.
Silberlöffel verfärben sich durch den im Eigelb vorhandenen Schwefel,
das ist alles.
Ciao, Susanne.
AM>einem Plaste-Löffel essen sollte, weil wohl irgendein giftiger Stoff
AM>gebildet wird.
AM>Stimmt das, und wenn ja wieso?
AM>
ich weiß von früher, daß man Eier nicht mit einem Silberlöffel essen soll, weil
er dann "schwarz" wird. Edelstahllöffel kann man ohne Probleme benutzen.
Warum dies so ist, weiß ich leider auch nicht.
Iris
> meine Freundin meinte neulich zu mir (als wir gerade bei unserem
> Frühstücksei saßen), daß man Eier nicht mit einem Metall-Löffel, sondern mit
> einem Plaste-Löffel essen sollte, weil wohl irgendein giftiger Stoff
> gebildet wird.
davon ist mir nichts bekannt. Früher hat man wohl vermieden, Eier mit
Silberlöffeln zu essen, da diese oxidiert wurden. Außerdem scheint das
Essen mit Metalllöffeln (sic!) nicht so gut zu schmecken.
Bis demnächst,
______
/om
*"Hören Sie auf zu plappern, Mr Data!" -- "Plappern, Sir?"*
AM>Stimmt das, und wenn ja wieso?
Nein. Die Sitte kommt von früher, wo man meist keinen rostfreien Stahl für das
Besteck hatte.
Besteck war bei den wohlhabenden Leuten, die sich öfter Eier leisten konnten,
aus Silber. Dieses Silber allerdings reagiert mit dem in den Eiern enthaltenen
Schwefel und läuft sehr schnell dunkel an. Alternative waren damals Löffel aus
geschnitztem Horn. Naja - und das war halt die Schicht, die geprägt hat, was
'man macht' und was nicht. Aber auch bei ärmeren Leute wird man Eier nicht mit
dem normalen Besteck gegessen haben, da dieses meist eben aus einfachem Stahl
war. Geschmackliche Auswirkungen bei Kontakt von Ei und Stahl würde ich
erwarten.
Aber kaum, daß dabei ernsthaft etwas giftiges gebildet wird.
Gruß
Richard
AM> Frühstücksei saßen), daß man Eier nicht mit einem Metall-Löffel, sondern
AM> mit einem Plaste-Löffel essen sollte, weil wohl irgendein giftiger Stoff
AM> gebildet wird.
nicht ganz! Als man sich vor langer, langer Zeit, als Theo Waigel noch
nicht Minister war, Silberlöffel leisten konnte, war es richtig, nicht
mit diesen Löffeln Eier zu verspeisen. Diese liefen nämlich ganz
häßlich an. Mit den Cromargan-Stahlen, aus denen die heutigen Bestecke
bestehen, ist das nicht mehr notwendig (dennoch sollte man auch heute
nicht mit Silberlöffel Eier essen ;-).
Tschö, Bodo
ET>Heute ist das Historie und nicht mehr nötig.
Es sei denn, man verfügt über ein standesgemäßes Silberbesteck. :-)
mARTin
danke für die Auskunft!
Gruß Andy
GR> Wenn's nur das wäre! Versuch's mal, spaßeshalber; es schmeckt grausam!
Es ging um die *Giftigkeit*.
Ciao, Susanne.
SRR>Es ging um die *Giftigkeit*.
Infolge Unlöslichkeit nicht vorhanden.
Gruß, Peter
Wie kann man es dann schmecken?
Michael Kauffmann
MK>Wie kann man es dann schmecken?
Schmecken gar nicht. :-) Der schwarze Belag auf den Löffeln ist nicht löslich.
Wie es mit der Umwandlung von Proteinen _am_ Silber aussieht, weiß ich nicht.
Die Erfahrungen von Joachim deuteten so etwas an und organische
Schwefelverbindungen sind ungemein geruchsintensiv. Das Kaffeearoma gehört
ebenso dazu wie der Abwehrstoff des Stinktiers. Es sind aber in jedem Fall
minimale Mengen.
Gruß, Peter
>SRR>Es ging um die *Giftigkeit*.
>Infolge Unlöslichkeit nicht vorhanden.
Die Giftischkeit kommt nicht unbedingt daher, das sich das Metall
(Silber) im Ei sozusagen lösen muß, sondern eher, daß es katalytisch
wirkt und aus dem Ei selber giftige Stoffe entstehen (halt
Schwefelwaserstoffe- stinken echt lecker )
Oder hab ich dich falsch verstanden?
>
>Gruß, Peter
Tschüß...
Carsten Volmer
-< st...@cww.de >-
C>sondern eher, daß es katalytisch wirkt und aus dem Ei selber giftige
C>Stoffe entstehen (halt Schwefelwaserstoffe- stinken echt lecker )
Es ist anzunehmen, daß auch das in so geringer Konzentration passiert, daß es
unwesentlich ist.
so long ...
Richard